Konrad Adenauer

Als Gründungskanzler der Bundesrepublik prägte Konrad Adenauer Deutschland wie kein anderer Politiker. Die Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft, die Europäische Einigung und die Westbindung gehörten zu den grundlegenden Richtungsentscheidungen, die unter seiner Kanzlerschaft getroffen wurden. Bis heute wird die „Ära Adenauer“ mit der Rückkehr der Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, der Versöhnung mit Frankreich und dem „Wirtschaftswunder“ verbunden.

Im Videobook „Adenauer – Gründungsvater der Bundesrepublik und Architekt Europas“ kann dem Leben und Schaffen des ersten deutschen Bundeskanzlers interaktiv nachgespürt werden. Bilder sowie Film- und Tonsequenzen machen die „Ära Adenauer“ eindrucksvoll erlebbar. Dokumente und Hintergrundtexte ermöglichen, noch tiefer in das Leben Adenauers einzutauchen.

Vier Epochen prägten die Biografie von Konrad Adenauer: das Kaiserreich, die Weimar Republik, das Dritte Reich und die junge Bundesrepublik. 1933 von den Nationalsozialisten als Oberbürgermeister von Köln abgesetzt, begann er 1945 seine zweite politische Karriere. Mit der ersten Bundestagswahl wurde er im September 1949 zum „Gründungskanzler“.

Vor dem Hintergrund des heraufziehenden Kalten Krieges war Konrad Adenauer bestrebt, die Sicherheit und Freiheit der Bundesrepublik zu garantieren und dem jungen Staat, der noch unter der Besatzung der westlichen Alliierten stand, seine Souveränität zurückzubringen. Ein bedeutender Schritt auf diesem Weg waren der Deutschlandvertrag und die Entscheidung für die Wiederbewaffnung. Die „Ära Adenauer“ war gleichwohl geprägt von der deutschen Teilung. Auf europäischem Boden war Berlin der zentrale Schauplatz der Blockkonfrontation zwischen Ost und West. Besonders brisant war die Situation nach der gewaltsamen Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 und dem Mauerbau 1961. Das Ziel der Wiedervereinigung verlor er dabei nie aus den Augen. Adenauers Deutschlandpolitik war geprägt von der Maxime: Einheit nur in Freiheit.

Nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte die Bundesrepublik wieder in die westliche Staatengemeinschaft zurückkehren und wurde zu einem akzeptierten und gleichberechtigten Partner. Möglich wurde dies nicht zuletzt durch Adenauers Einsatz für die Aussöhnung mit den europäischen Nachbarn und die Wiedergutmachung an Israel.

Nach den Schrecken der NS-Diktatur gehörte es auch zu seinen wichtigsten politischen Zielen, die Demokratie in der Bevölkerung fest zu verankern. Stabilisierend wirkten die von Adenauer angestoßenen Reformen: der Lastenausgleich, die Montanmitbestimmung oder die Rentenreform. Mit seiner Politik gelang es, die rund acht Millionen Vertriebenen zu integrieren. Ebenso sind seine Verdienste um die Gründung der CDU, deren erster Vorsitzender er wurde, und ihre Etablierung als überkonfessionelle Volkspartei kaum zu überschätzen.
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28. Mai 2018
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