Standing at the very foundation of monotheism, and so of Western culture, Moses is a figure not of history, but of memory. As such, he is the quintessential subject for the innovative historiography Jan Assmann both defines and practices in this work, the study of historical memory--a study, in this case, of the ways in which factual and fictional events and characters are stored in religious beliefs and transformed in their philosophical justification, literary reinterpretation, philological restitution (or falsification), and psychoanalytic demystification.

To account for the complexities of the foundational event through which monotheism was established, "Moses the Egyptian" goes back to the short-lived monotheistic revolution of the Egyptian king Akhenaten (1360-1340 B.C.E.). Assmann traces the monotheism of Moses to this source, then shows how his followers denied the Egyptians any part in the origin of their beliefs and condemned them as polytheistic idolaters. Thus began the cycle in which every "counter-religion," by establishing itself as truth, denounced all others as false. Assmann reconstructs this cycle as a pattern of historical abuse, and tracks its permutations from ancient sources, including the Bible, through Renaissance debates over the basis of religion to Sigmund Freud's "Moses and Monotheism." One of the great Egyptologists of our time, and an exceptional scholar of history and literature, Assmann is uniquely equipped for this undertaking--an exemplary case study of the vicissitudes of historical memory that is also a compelling lesson in the fluidity of cultural identity and beliefs.

A groundbreaking account of how the Book of Exodus shaped fundamental aspects of Judaism, Christianity, and Islam

The Book of Exodus may be the most consequential story ever told. But its spectacular moments of heaven-sent plagues and parting seas overshadow its true significance, says Jan Assmann, a leading historian of ancient religion. The story of Moses guiding the enslaved children of Israel out of captivity to become God's chosen people is the foundation of an entirely new idea of religion, one that lives on today in many of the world's faiths. The Invention of Religion sheds new light on ancient scriptures to show how Exodus has shaped fundamental understandings of monotheistic practice and belief.

Assmann delves into the enduring mythic power of the Exodus narrative, examining the text's compositional history and calling attention to distinctive motifs and dichotomies: enslavement and redemption; belief and doubt; proper worship and idolatry; loyalty and betrayal. Revelation is a central theme--the revelation of God's power in miracles, of God's presence in the burning bush, and of God's chosen dwelling among the Israelites in the vision of the tabernacle. Above all, it is God's covenant with Israel—the binding obligation of the Israelites to acknowledge God as their redeemer and obey His law—that is Exodus's most encompassing and transformative idea, one that challenged basic assumptions about humankind's relationship to the divine in the ancient world.

The Invention of Religion is a powerful account of how ideas of faith, revelation, and covenant, first introduced in Exodus, shaped Judaism and were later adopted by Christianity and Islam to form the bedrock of the world's Abrahamic religions.

Der ägyptische Zeitbegriff hat zwei Eigentümlichkeiten: erstens gibt es nicht einen, sondern zwei Begriffe für das, was wir Zeit nennen, und zweitens können wir diese Begriffe zugleich mit Zeit und mit Ewigkeit wiedergeben. Sie bezeichnen die Zeit in ihrer Gesamtheit, ihrer unabsehbaren Fülle. Jan Assmann untersucht die Bedeutung dieses dualen Zeit/Ewigkeitsbegriffs in fünf Schritten. Im ersten Teil wird diese Zweiteilung der Zeit aus der Aspektopposition des ägyptischen Verbalsystems abgeleitet, das sich nicht, wie das uns vertraute auf die drei Zeitstufen Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft, sondern auf die zwei Aspekte Imperfektiv/Perfektiv (unabgeschlossen/abgeschlossen) bezieht und mit verschiedenen Symbolisierungen und Personifikationen in Verbindung gebracht. Die eine Zeit der unendlich in sich kreisenden Bewegung, aus der die Zeiteinheiten der Stunden, Tage, Monate, Jahre hervorgehen ist die "Sternzeit", die Zeit des Sonnengottes, die andere Zeit der unwandelbaren Dauer ist die "Steinzeit", die Zeit des Osiris. In einem zweiten Schritt wird diese Unterscheidung inhaltlich konkretisiert als "kosmische" und "moralische" Zeit. Die kosmische "Sternzeit" ist die Zeit der Riten, durch deren Vollzug sich der Mensch in die kosmischen Ordnungen eingliedert. Die "Steinzeit" der Grabmonumente, in denen sich der Mensch ins Gedächtnis der Nachwelt einzuschreiben hofft, ist die Zeit der Rechenschaft und der Geschichte. Speziell dem ägyptischen Umgang mit Geschichte widmet sich der dritte Teil. Hier geht es um den engen Zusammenhang von Zeit, Geschichte und Staat (Königtum), der für das ägyptische Zeitverständnis charakteristisch ist. Der vierte Teil behandelt den Unterschied von linearer und zyklischer Zeit, Irreversibilität und Reversibilität, Steinzeit und Sternzeit unter dem Gesichtspunkt des Endes, das in beiden Dimensionen jeweils ganz unterschiedliche Formen annimmt. Im letzten Teil untersucht Assmann den grundlegenden Wandel des ägyptischen Zeitdenkens in der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. Die aus der Bewegung der Sonne um die Erde ausströmende Sternzeit füllt sich immer mehr mit dem Inhalt von Schicksal und Geschichte, die Zeit, und mit ihr das menschliche Leben und das Geschick des Landes, wird "in Gottes Händen" gedacht.
La ciencia de la religión nace en el siglo XVII a partir de la pregunta por la procedencia de los dioses, el politeísmo y la «idolatría». Hasta entonces se había aceptado la sugerencia bíblica de la coincidencia, en un principio, entre politeísmo y  superstición. Sólo cuando se reveló la existencia de un único Dios se pudo evolucionar hacia el monoteísmo y prescindir de los ritos idolátricos.

En los inicios de la Modernidad este modelo evolucionista fue muy criticado, pues preferían pensar que al principio había prevalecido la idea, natural y ajustada a la razón, de la existencia de un dios único. Según esta visión, el politeísmo habría sido fruto del surgimiento de las comunidades políticas, cuyos gobernantes utilizaban a los dioses para orientar política y moralmente a sus pueblos. En estas circunstancias la religión original pasó a segundo plano y surgieron los misterios.

En el siglo XVII, el antiguo Egipto se erigió en el modelo básico de este desarrollo. Se decía, que aunque los sacerdotes predicaran públicamente el politeísmo en los templos, practicaban en secreto el culto a Isis velada, considerado el primer precedente del «Dios de los filósofos». Durante la Ilustración europea, a finales del siglo XVIII, Lessing, Mendelssohn y otros elevaron esta hipótesis de las religiones dobles a otro plano y los misterios fueron reemplazados por la idea de una «religión humana» universal.

Jan Assmann amplía en este libro, con gran coherencia, el concepto de la doble religión desarrollado en publicaciones anteriores como La flauta mágica. Perfila esta idea con la intención de ofrecer perspectivas nuevas en la era de la globalización, aunque afirma que tal vez no constituya una alternativa. La ventaja es que quizá nos permita evitar conflictos violentos ayudándonos a poner en relación las tradiciones religiosas concretas con la necesidad de diseñar una religión humana capaz de trascender a las culturas sin atentar contra la identidad cultural.
Jan Assmann, geboren 1938 in Langelsheim, ist Ägyptologe und Kulturwissenschaftler. Zusammen mit seiner Frau, der Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann, erhält im Oktober 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Dieses Hörbuch enthält ein Gespräch und einen Vortrag: 1 | Jan Assmann, Dieter Borchmeyer, Ludwig Finscher: Die Zauberflöte - Oper und Mysterium, Redaktion/Gesprächsleitung: Ursula Nusser, Inhalt: Man kann sich der Zauberflöte über die Mysterienliteratur annähern, über die Mysterien der Isis. Sie enthielten für Freimaurer eine Legitimationsgrundlage, insofern sich die Vernunft nur im Geheimen entwickeln könne. Der Neophyt geht seiner Einweihung mit falschen Vorstellungen entgegen, er kommt aus einer profanen Welt. Er hält Religion für eine Erfindung der Herrschenden, um dem Volk Regeln vorgeben zu können. Nun muss er umlernen, der Schleier wird von seinen Augen gezogen. In der Freimaurerei hat man die Initiation in einem Spiel von Licht und Finsternis vollzogen. Dargestellt wurde dabei eine Umperspektivierung, man lernte die Dinge völlig neu zu schauen. Bekanntlich war Mozart ein engagierter Freimaurer und wurde sicher auch durch einen Vortrag über Mysterien künstlerisch angeregt. Vom tragisch Erhabenen bis zum Komischen enthält diese Oper alles, weswegen sie eigentlich ein eigenes Genre bildet: Sie ist kein Singspiel, keine Opera seria, keine Opera buffa und auch keine Vorstadtkomödie. 2 | Jan Assmann: Der Tod als Thema der Kulturtheorie - Todesbilder und Totenriten im Alten Ägypten, Inhalt: Dem babylonischen Mythos nach gehören Weisheit und Unsterblichkeit zusammen. Der Mensch allerdings steht zwischen Tier und Gott. Im Gegensatz zum Tier weiß er, dass er sterben muss, die Götter hingegen sind unsterblich. Dieses Schicksal lässt den Menschen eine künstliche Welt erschaffen, die der Kultur, weil er durch sein Wissen aus der Natur herausgefallen ist. In dieser ihm gehörigen Sphäre, die allein vom menschlichen Handeln bestimmt wird, soll das Wissen um den Tod zur Ruhe kommen. Ihre Basis ist ein kulturelles Gedächtnis, das unsere Erfahrungen und Erwartungen prägt. Der Mensch investiert in Handlungen, die ihn überdauern, und lebt so seinen Unsterblichkeitstrieb. Assmann behandelt den Umgang mit dem Tod im Alten Ägypten entlang von drei, letztlich komplementären Prinzipien: dem Tod als Feind, als Heimkehr und als Geheimnis. Im Osirismythos wird dargestellt wie der feindliche Tod abgespalten und in eine eigene Sphäre, die der Unterwelt, verwiesen wird. Dieser Mythos stellt eine leitende Idee des Totenkults dar, dass nämlich die Bestattung ein Umwandlungsprozess ist, der den Menschen in die andere Welt überführt. Die Vorstellung des Weiterlebens nach dem Tod führt zum Prinzip der Einkehr. Der Sarg wird als Mutterleib gedacht, Tod ist Rückkehr zum Ausgangspunkt und Erneuerung. Der letzte Aspekt ist der des Geheimnisses, Osiris im Mutterschoß ist der Inbegriff des Geheimen und Erhabenen. Der Tod figuriert als Inbegriff des Heiligen und des Geheimnisses, nach dem sich Leben auflöst und wieder als neues hervorgeht. © SWR 2005 / 1999, Herausgegeben von Franz-Maria Sonner
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