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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: befriedigend, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: WS 2002/03, Sprache: Deutsch, Abstract: In §§ 82 – 90 der Monadologie behandelt Leibniz im Besonderen jene Monaden, welche, dem bis hierher entworfenen Konzept des Monaden-Begriffes zufolge, eine hervorgehobene Stellung in den Beziehungen (rapports) der, das Universum füllenden, einfachen Substanzen haben – die Geister, die vernünftigen Seelen oder die Geistmonaden. Die Prämisse einer Tierseele führt Leibniz zunächst zu einer Unterscheidung jener von der Menschenseele, die durch ihre Begabung zur Vernunft über der ersteren steht. Des weiteren sind die Geister mit der Möglichkeit ausgestattet, das Ich und gleichsam Gott denken zu können. Ein Vorzug, in dem die Fähigkeit zur Vernunft ihre höchsten Blüten treibt. Diese Fähigkeit ermöglicht es den Geistern, „das System des Universums zu erkennen und ... nachzuahmen“1, in einer Art Vater-Kind-Verhältnis zu Gott stehend, den vollkommensten, moralischen Staat bildend, „diese wahrhafte Universalmonarchie“.2 In dem besonderen Zugang, den diese Geister aufgrund ihrer hervorgehobenen Stellung zu Gott haben, manifestiert sich also Gottes Güte, die sich zwar überall, im gesamten Universum, zeigt, und trotzdem insbesondere in der « Cité de Dieu » zur Geltung kommt. Denn hier ist Gottes Ruhm in einem wechselseitigen Verhältnis zu den fürstlichen Individuen insofern gewährleistet, als die Geister jenen erkennen und hochschätzen. In diesem Punkte unterscheiden sich also das Reich der Natur und das moralische Reich der Gnade Gottes, ohne dass es zu einer Disharmonie zwischen beiden kommen könnte. Ist doch die Harmonie als unerlässliches Fundament für alles Geschehen zu begreifen. Dem natürlichen Regelwerk gemäß, dessen Schöpfer Gott ist und für dessen Umsetzung die Geister sozusagen als Vollstrecker des Willen Gottes sorgen, verlangt die herausgehobene Position der Geistmonaden, die sich in ihrer Herrschaft offenbart, sogar eine Art Jüngstes Gericht. [...] 1 Leibniz, G.W. – Monadologie (1714) in: Krüger, G. – Leibniz. Die Hauptwerke, Stuttgart 1949, S. 130- 150, § 83 2 ebd.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: Der Rationalismus der Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch die biologische Problematik der frühen Jahre als Forscher auf dem Gebiete der Naturwissenschaft vor grundlegende philosophische Probleme gestellt, widmet sich Hans Driesch ab 1904 der Ausarbeitung seines ersten rein philosophischen Werkes, der „Ordnungslehre“. Drieschs Neubegründung des Vitalismus, dargelegt in der „Philosophie des Organischen“, eines im Jahre 1909 in deutscher Sprache erschienenen naturphilosophischen Werkes, welches Drieschs Tätigkeit an der schottischen Universität Aberdeen dokumentiert, muss seinem Denken eine logische und erkenntnistheoretische Rechtfertigung der auf Aristoteles zurückgehenden Annahme einer besonderen Lebenskraft, vis vitalis, abverlangt haben. Seinen Vitalismus auf harmonisch-äquipotentiellen Systemen fundierend1, welche die Eigenschaft organischer bzw. embryonaler Teile bezeichnen, das ganze System, dessen Teile sie sind, aus sich selbst erzeugen zu können, was in endgültiger Abkehr vom einstigen Lehrer Ernst Haeckel geschah, der eine von Darwin ausgehende mechanistisch-materialistische Weltsicht bevorzugte, erkannte Driesch umgehend, dass „ohne stete Berührung mit der Erkenntnislehre eine fruchtbare Naturwissenschaft nicht möglich sei.“2 Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte Driesch nun ein System des nicht-metaphysischen Teiles der Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Werden, so die umfangreiche Ergänzung zum Titel des Werkes „Ordnungslehre“. [...] 1 Vgl. Driesch, Hans – Mein System und sein Werdegang. In: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Leipzig 1923, S. 52: „Harmonisch-äquipotentielle Systeme nennen ich solche in der Embryologie oder bei der Wiederherstellung der gestörten Organisation (Restitution) auftretenden Zellgesamtheiten, für deren organisatorische Leistung es nichts ausmacht, ob man ihnen beliebige Teile nimmt oder ihre Teile verlagert.“ 2 Ebd. 3 Driesch, Hans – Ordnungslehre. Ein System des nicht-metaphysischen Teiles der Philosophie. Mit besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Werden, Jena 1912, S. 9
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: befriedigend +, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Komparatistik), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Thomas Manns epochalem Roman „Doktor Faustus“, begonnen am 23. Mai 1943 im amerikanischen Exil und vollendet im Jahre 1947, handelt es sich um eine höchst beziehungsreiche Komposition. „Deutschlandroman“, „Nietzscheroman“ – dies sind nur zwei der gewaltigen Benennungen der fiktiven Biographie des „deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn“, so lautet der Untertitel des Werkes, seitens der professionellen Literaturkritik. Und der Dichter selbst weist diese Betitelungen nicht von sich, weiß sie zu schätzen, oder zu ertragen, hat er doch mit seinem monumentalen Unterfangen, das ihn fünf Jahre lang bis hin zu körperlichem Leiden beanspruchte, keinen geringeren Versuch unternommen, als den zeitlichen Rahmen der mitunter kriegerischen Jahre von 1884 bis 1945, den wohl bis dato tragischsten der deutschen Geschichtsschreibung, in die komplexe und schwierige Vita der Künstlerexistenz des komponistisch tätigen Protagonisten zu hüllen, sie darin unterzubringen. Assoziationsreich ist der hier zu besprechende Roman vor allem deshalb, weil er ein schier unergründliches Geflecht von Personen der Weltgeschichte bietet, welche sorgsam in die Struktur der Erzählung eingereiht werden – ein fein gearbeitetes Gewebe von kulturellen, geschichtlichen, philosophischen, medizinischen und theologischen Themata, um nur einige zu nennen, vorzufinden in den zahlreichen Charakteren im Laufe der Handlung des „Doktor Faustus“. Goethe, Luther, Wagner, Beethoven, Strawinski, Schönberg, Adorno – all diese Geistesgrößen finden ihren Platz, wohnen oder leben in Thomas Manns Künstlerroman, um den vielfältigen Namensgebungen und Kategorisierungen, oder besser Charakterisierungen des opus magnum noch eine weitere hinzuzufügen. Variantenreich scheinen Denker, Musiker, Künstler und auch Mediziner in dem Werke mit der beschriebenen Epoche zu korrespondieren – die bedeutendsten finden ihre literarische Realisierung in dem Charakter Adrian Leverkühns. Zudem spielen, bei Thomas Mann wohl kaum wegzudenken, Weggefährten, Freunde und auch Familienmitglieder des Schriftstellers in dem Roman ihre Rolle. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: Wittgenstein - Tractatus-logico philosophicus, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im folgenden soll zunächst die von Ludwig Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus entwickelte Bildtheorie dargestellt, untersucht und erläutert werden, um daraufhin, spezifischer werdend, von der Natur der, in der Bildtheorie enthaltenen, „abbildenden Beziehung“ zwischen Bild und Wirklichkeit handeln zu können. Im Rahmen dieses Vorhabens ist es notwendig, eine Verbindung der imTractatusvorgestellten Gedanken zur Bildtheorie zu früheren und späteren Äußerungen Wittgensteins gegebenenfalls dann herzustellen, wenn einzelne besondere Aspekte der Theorie zum einen besser verständlich gemacht werden sollen, oder wenn andererseits Anknüpfungspunkte zu suchen und zu finden sind, deren Erwähnung sowie Deutung einer angemessenen Darstellung unterstützende Hilfe leisten könnten. Deshalb werden außer der Bildtheorie im allgemeinen, die sich in erster Linie über die Sätze 2.1 bis 2.225 erstreckt, und der „abbildenden Beziehung“ im besonderen, deren Kern in den Sätzen 2.15 bis 2.17 stecken mag, auch Einträge Wittgensteins in seine Tagebücher der Jahre 1914 bis 1916 und hilfreiche Paragraphen derPhilosophischen Untersuchungenzur Interpretation und Erklärung herangezogen werden. Ebenfalls wird es im Interesse einer möglichst fokussierten Klärung der Probleme Not tun, verschiedene Forscherpositionen bezüglich der zu besprechenden Sätze Wittgensteins in dieser Untersuchung zu Rate zu ziehen. Hierbei wird die Rede vor allem auf die Autoren Ammereller, Pitcher, Anscombe und Stenius gehen, die allesamt erhellende Bemerkungen zur Bildtheorie niedergeschrieben haben, deren Eckpunkte an dieser Stelle knapp skizziert werden sollen, um im Hauptteil dieser Arbeit ausführlicher darauf zurück kommen zu können.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen dieser Arbeit wird nichts Geringeres versucht werden, als Michelangelos meisterliches Fresko des Jüngsten Tages in der Sixtinischen Kapelle im Hinblick auf einzelne Aspekte zu erörtern. Diese Vorgehensweise soll dem Versuche dienlich sein, die mannigfaltige Ordnung des Werkes zu gliedern, auch wenn damit die Gefahr entsteht, dessen Gesamtwirkung zweitrangig werden zu lassen. Jedoch wird der Gesamtzusammenhang permanent im Hintergrunde der Untersuchungen zu stehen haben, um von dort aus die Details zu beleuchten. Zunächst werden Teilschilderungen der Quellenlage und der Entstehungsgeschichte des Meisterwerkes in der Hoffnung vorgenommen werden, der historischen Einordnung und Gewichtung zuträglich zu sein. Daraufhin soll eine ausführliche Beschreibung und Deutung des Jüngsten Gerichtes erfolgen. Aufgrund der Komplexität des Stoffes wird auf ein zusätzliches Kapitel bezüglich der Literatur zum Werke verzichtet werden müssen, um eine Diskussion verschiedener Forscherpositionen unmittelbar am Orte des beschriebenen Gegenstandes vorzunehmen. So wird die Beschreibung und die Interpretation der Gesamtkomposition von der Gruppe der Posaunenengel ausgehen, um anschließend die Erdenzone des Gräberfeldes und den Aufstieg der Gerechten zu schildern. Von der Himmelsregion der Sibyllen und Urmütter, dem Bereiche der Heiligen und dem das Geschehen beherrschenden Richtergott soll danach gehandelt werden. Abschließend geht es über das Areal der Martyrer hinab zum Sturze der Verdammten und letztlich zum Höllenbereich. Auf dem Fundament der Kenntnis der Bildstruktur sowie der Eigenarten einzelner Darstellungen und Figuren aufbauend, wird im folgenden vierten Abschnitt die Rede auf drei zeitlich voneinander abzugrenzende Gesamtentwürfe im Rahmen der Konzeption des Gerichtes durch Michelangelo gehen. Hier sollen dann die Bayonner Skizze im Musée Bonnat, das Florentiner Blatt aus der Casa Buonarroti und endlich der Concetto aus dem Britischen Museum in London besprochen und mit der tatsächlichen Version des „letzten Tages der Menschheit“ in der Sixtina verglichen werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Komparatistik), Sprache: Deutsch, Abstract: I. (S. 7-10) - fiktiver Biograf Serenus Zeitblom beginnt das Leben seines Freundes Adrian Leverkühn am 23. Mai 1943, drei Jahre nach dessen Tod, niederzuschreiben - 2. Weltkrieg: daher fraglich, ob die Schrift Europa jemals verlassen wird - Th. Mann beginnt den Dr. Faustus am selben Tag in Kalifornien zu schreiben - Zeitblom schreibt in Freising/Isar, er ist Lateinlehrer und Violinspieler - Dämonisches als Anteil am Genie wird von Zeitblom als Einfluss auf das Menschenleben geleugnet, ignoriert – er lässt sich nicht mit den „unteren Mächten“ ein - Lehrerberuf wg. NS-Herrschaft aufgegeben - Unterscheidung: lauteres (von Gott gegeben) versus unlauteres (vom Teufel?) Genie II. (S. 10-16) - Dr. phil. Serenus Zeitblom stellt sich dem Leser vor: *1883 in Kaisersaschern an d. Saale geboren - Vater Wolgemut Zeitblom: Apotheker, katholisch / Apotheke „Zum seligen Boten“ - Kaisersaschern: Katholiken + protestantisch-lutherische Majorität - Pfarrer Zwilling und Rabbiner Dr. Charlebach (klein, langbärtig, Kippa, Talmudist, von schärferem Verstand, als Pfarrer Zwilling) verkehren im Hause Zeitblom über den Geschäftsräumen der Apotheke: Weltoffenheit - Selbstcharakterisierung Zeitblom: 1. Katholizismus, 2. Humanismus - Leverkühn: Lutheraner - Naturwissenschaften (Lehrer dieser kann niemals wirklich Erzieher sein) - Geisteswissenschaften ( Zusammenhang mit dem Schönen, Lehrbaren; „sprachliche und humane Passion) - Musik – Geisterwelt = Vernunft gg. Gefahren / edle pädagogische Welt des Geistes (14) - Alle menschlichen Bereiche vom unteren Reich beeinflusst? – befruchtende Berührung (15) - Kultur als fromme, ordnende Einbeziehung des Nächtlich-Ungeheuren in den Kult der Götter - Ab 25. Lebensjahr: Latein/Griechisch/Geschichte-Lehrer in Kaisersaschern - Ab 1912 Freising: Gymnasialprofessor und Theologiedozent - Verheiratet mit Helene (geb. Ölhafen) [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Kunstgeschichte), Veranstaltung: Der Dom zu Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Folgenden soll von dem Epitaph des Domprobstes Ferdinand von Plettenberg die Rede sein, welches im Johannischor des Domes zu Münster zu sehen ist. Das Monument wurde von dem westfälischen Bildhauer Johann Wilhelm Gröninger nach einem Entwurf des Gottfried Laurenz Pictorius gefertigt. In vorläufiger Bezugnahme auf die Quellenlage würden als Entstehungszeit des Werkes die Jahre 1712 bis 1722 genannt werden können, eine umfassendere Beschäftigung mit jener Auftragslage soll in diesem Text jedoch erst an einer späteren Stelle stattfinden. Hier dient die vorwegnehmende Erwähnung vor allem einer ungefähren historischen bzw. kunstgeschichtlichen Einordnung des Denkmales in die Zeit des Barock hinsichtlich der nun erfolgenden Kurzbeschreibung. Das zu behandelnde Werk vereint in Form eines Epitaphs zuallererst drei künstlerische Stilebenen, welche man in Architektur, Skulptur und Relief nicht zu unterteilen wagt, da die Hand des verantwortlichen Bildhauers alle drei Kategorien meisterlich ineinander fließen lässt, was eine strikte Unterscheidung zu einem heiklen Unterfangen machte, würde auf diese Art dem Monument doch unrecht getan. Dennoch: In ersten Augenschein genommen scheint die Gestaltung inhaltlich oder thematisch, aber auch plastisch, deduktiv angelegt zu sein – von der allgemeinen, begleitenden, hin zur besonderen. Architektonisch wählt der Künstler eine, an ein Portal erinnernde, Dorica, deren Säulen in Augenhöhe auf einem Postament ruhen, obgleich sie jene bereits auf dem Boden beginnenden fortsetzen. Dem angeschnittenen Vergleich mit einem Portal gemäß ist nun darauf hinzuweisen, dass an die Stelle, wo bei einem Eingang die Türe platziert wäre, ein flaches Relief gesetzt ist, welches der dargestellten Handlung auf dem Ölberg im Garten Gethsemane, äquivalent zur Umrahmung der Szene durch die Architektur, einen kontextuellen Hintergrund bietet, jene aber auch abschließt und im Hinblick auf die künstlerische Linienführung auffängt. Der massive Sockel trägt eine gemalte lateinische Inschrift, die in goldenen, roten und schwarzen Lettern aufgetragen worden ist. Des weiteren dient der Block des Piedestals als Fundament für eine Freifigurengruppe, komponiert als Todesangst-Szene Christi, der Hauptfigur, die von zwei Engeln umgeben ist. [...]
Essay aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Proseminar: Wittgensteins Philosophische Untersuchungen, 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: I) Einleitung In dieser dritten und letzten Hausarbeit über Ludwig Wittgensteins Philosophische Untersuchungen, möchte ich auf seinen Begriff der „Regel“ sowie dessen enge Verknüpfung mit der Sprache eingehen. Denn in diesem Kontext wird, meiner Meinung nach, deutlich wie unser Verständnis der Sprache geartet ist. Wittgenstein zeigt dem Rezipienten, dass der Sprache ein Gerüst zugrunde liegt, auf das wir uns stützen wollen, wenn wir kommunizieren. Dieser Wunsch ist architektonischer Natur, weil es uns um die Form, und nicht um den Inhalt geht. Die dem Wunsch folgende Erklärung ist nach Wittgenstein eine Art „Scheingesims“, das nichts hält.(1) Dieses Mal möchte ich, im Unterschied zu den beiden vorangegangenen Hausarbeiten, in kleineren Schritten vorgehen und so versuchen Wittgensteins facettenreicher Ausleuchtung der „Regeln“ in der Sprache annähernd gerecht zu werden. Daher beginne ich von den Deutungen der Regeln zu handeln. Daraufhin interpretiere ich die Kriterien des Regelfolgens (I), um auf die Regel-mäßigkeit der Sprache zu sprechen zu kommen. Hieraus folgt logisch eine Beschäftigung mit dem Verhältnis von Verständnis und Regeln. [...] ____ 1 Vgl. Wittgenstein, Ludwig – Philosophische Untersuchungen, (Erstveröffentlichung 1953), Frankfurt am Main 1984, §217
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Proseminar: Albert Schweitzer-Kultur und Ethik, Sprache: Deutsch, Abstract: I) Einleitung Albert Schweitzer sucht im XVII. – XIX. Kapitel seines kulturphilosophischen Werkes „Kultur und Ethik“ von 1923 nach einer optimistisch-ethischen Weltanschauung. Der Optimismus und die Ethik werden von einem weitergefassten Begriff Schweitzers eingeschlossen: der Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben. Dieses Wort darf nicht als eine Welterklärung verstanden werden, sondern vielmehr als eine umfassende geistige Überzeugung oder Gesinnung, die alles Denken, Entscheiden und Handeln des Menschen beeinflusst und prägt. Diese Art von Weltanschauung muss laut Schweitzer optimistisch, das heißt lebensbejahend, und ethisch, das heißt auf die innere Vollendung des Menschen ausgerichtet sein. Der bis zu Schweitzer gewesenen europäischen Philosophie unterstellt er, sie habe die optimistisch-ethische Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben zwar immer gewollt und zu begründen versucht. Dabei habe sie es jedoch versäumt die Schwierigkeiten der Begründung zu beachten, was zu Fehlschlägen führte. Angefangen bei der Stoa und deren Begründer Zenon, der bereits im Jahre 250 v. Chr. um eine optimistisch-ethische Weltanschauung bemüht war, anstelle ihrer aber nur die Resignation erreichte. Die Stoa vertrat eine subjektive Ethik, die auf das Wohlergehen des Einzelnen ausgerichtet war und nicht als Gesellschaftsethik verstanden werden darf. Somit schafften die Stoiker keine umfassende Ethik der Weltanschauung. Über die optimistisch-ethische Naturphilosophie des Grafen Shaftesbury am Ende des 17. Jahrhunderts, die mystische Ansätze in sich trug, welche auch Schweitzer naheliegen. Shaftesbury scheiterte an der fehlenden Begründung seiner Ideen. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Richard Rorty – Politik und Pragmatismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem autobiografischen Essay „Wilde Orchideen und Trotzki“ aus dem Jahre 2000 skizziert der amerikanische Philosoph Richard Rorty den Weg seiner denkerischen Entwicklung vom infantilen Trotzkisten über die Platonliebe des Pubertierenden hin zum unorthodoxen Pragmatismus, in dessen Rahmen er heute für ein praxisorientiertes und säkulares Denken eintritt, welches in philosophischer Hinsicht den Objektivismus oder einen Glauben an nicht-weltliche Autoritäten rundweg ablehnt, und sich politisch der, mit dem deutschen Begriff der Sozialdemokratie zu charakterisierenden, Tradition Deweys verpflichtet sieht. Als vorrangigen Grund für die essayistische Retrospektive seines intellektuellen Werdegangs, welche en Gros an die eigenhändig gezogene Lebens- und Werksbilanz Friedrich Nietzsches im „Ecce Homo“ erinnert, gibt Rorty eingangs die Notwendigkeit einer politisch-philosophischen Rechtfertigung und einer damit einhergehenden Erklärung seiner Position an, die, vom intellektuellen Standpunkt her, „von der Rechten und Linken gleich weit entfernt“ sei. Während die konservative Kritik in bezug auf Rortys philosophische Argumente mit Ismen wie „Relativismus“, „Irrationalismus“ und „Dekonstruktivismus“ operiert, seiner „zynischen und nihilistischen Anschauung“ eine Untauglichkeit für die öffentliche demokratische Sprache attestiert und diese im Kampf gegen die Feinde der Demokratie für undienlich hält, so ist auch die Linke vom „Vokabular des Ironikers“ abgestoßen. Rorty, der sich zur solidarischen Initiative und zur Aktionsgebundenheit einer (von ihm) so genannten, bis in die 1960er Jahre existenten, „politischen Linken“ in der Nachfolge Whitmans und Deweys bekennt, subsumiert seine postmodernen sowie –marxistischen Kritiker unter dem Oberbegriff der „kulturellen Linken“ und etikettiert sie vorwurfsvoll mit den Siegeln „kontemplativ“ und „untätig“. Linke Gegner, wie Richard Bernstein, ordnen Rorty – entgegen seinem Selbstverständnis - dem Postmodernismus ironischerweise zu, werfen ihm den „Liberalismus eines kalten Kriegers“ vor, wohingegen Rorty selbst eben jenen vagen Terminus verwendet, um unter anderen den Politdenker und Linguisten Noam Chomsky zu brandmarken, der Amerika von einer faschistischen und korrupten Elite regiert sieht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen Ludwig Wittgensteins Bemerkungen zum Thema „Bewusstsein“ innerhalb seiner „Philosophischen Untersuchungen“ erörtert werden. Das Hauptaugenmerk wird hierbei zunächst auf die Paragraphen PU 412 – 420 gerichtet werden, in denen das in der Philosophiegeschichte vieldiskutierte Leib-Seele-Problem aufgegriffen, und unter den Vorzeichen der sprachphilosophischen Erwägungen des späten Wittgenstein – z.T. ironisch – betrachtet wird. Begriffe wie „Geist“ oder eben „Bewusstein“, die im philosophischen Kontext vielschichtige und abstrakte Bezugsebenen haben können, werden auf ihre Rolle in unserem alltäglichen Sprachgebrauch hin untersucht, was zu einer Relativierung ihrer nahezu mystischen Bedeutsamkeit führt: Eine „unüberbrückbare Kluft“ (PU 412) tut sich in erster Linie dann auf, wenn Vorgänge, die im Alltag als völlig unproblematisch erscheinen, unter philosophischen Gesichtspunkten analysiert werden. Wittgensteins in PU 38 geäußerte Feststellung, dass „(...) die philosophischen Probleme entstehen, wenn die Sprache feiert“, wird im genannten Abschnitt anhand von verschiedenen Beispielen – u.a. mit einem William James-Zitat – illustriert. Ab Paragraph PU 421, der erneut exemplarisch auf den Leib-Seele-Dualismus Bezug nimmt, beschäftigt sich Wittgenstein mit der Anwendung von Bildern. Dieses Stichwort soll im Hauptteil der Arbeit besonders ausführlich besprochen, und in bezug auf Wittgensteins Sprachauffassung im „Tractatus logico-philosophicus“ beleuchtet werden – vor allem die in PU 426 enthaltenen Äußerungen über Sinn, Bilder und wirkliche (Sprach-)Verwendung können als Anspielungen auf das Frühwerk gedeutet werden. Als Orientierungspunkt für die folgende Darstellung kann das Plädoyer aus PU 116 gelten: „Wenn die Philosophen ein Wort gebrauchen – `Wissen ́, `Sein ́, `Gegenstand ́, `Ich ́, `Satz ́, `Name ́ – und das Wesen des Dings zu erfassen trachten, muss man sich immer fragen: Wird denn dieses Wort in der Sprache, in der es seine Heimat hat, je tatsächlich so gebraucht? – Wir führen die Wörter von ihrer metaphysischen, wieder auf ihre alltägliche Verwendung zurück.“
Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 2,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 79 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Annahme notwendig existierender einfacher Gegenstände ermöglichte Ludwig Wittgenstein seinen frühen Überzeugungen bezüglich des Verhältnisses von Sprache und Welt unbedingte Bezugspunkte, welche dem Denkgebäude im „Tractatus logico-philosophicus“ eine Substanz gaben, von der nach einer kritischen Betrachtung in den postum veröffentlichten „Philosophischen Untersuchungen“ lediglich gewisse Aspekte aufrecht erhalten werden sollten. Im Rahmen der vorliegenden Erörterung wird eine schrittweise Annäherung an die spezifische Ausrichtung jener logischen Atome im Frühwerk Wittgensteins unternommen werden, um auf dieser Basis die Charakteristika der späteren Sichtweise aufzeigen zu können. Ein Hauptaugenmerk soll hierbei auf die ersten 64 Paragraphen der „Philosophischen Untersuchungen“ gerichtet werden, die zum Teil direkt auf den „Tractatus“ anspielen und damit Kontraste zu früheren Positionen erkennbar werden lassen. Inhaltsverzeichnis A.Einleitende Bemerkungen 1 B. Hauptteil 6 I. Leitgedanken des „Tractatus logico-philosophicus“ hinsichtlich der einfachen Gegenstände 6 I. 1) Die Ontologie im „Tractatus logico-philosophicus“ 7 I. 1a) „...alles, was der Fall ist“ – Welt, Tatsachen und Sachverhalte 8 I. 1b) Von den Tatsachen zu den Gegenständen 12 I. 1c) Absolut Einfaches und Zusammengesetztes 15 I. 2) Bildtheorie und Satztheorie 20 I. 2a) Das Bild als Tatsache 22 I. 2b) Die abbildende Beziehung und die logische Form 24 I. 2c) Gedanken und Sätze: Übereinstimmung mit der Wirklichkeit 27 I. 2d) Der Sinn der Sätze 29 I. 3) Das Prinzip der Vertretung von Gegenständen durch Zeichen 32 I. 3a) Bipolarität 33 I. 3b) Sinn und Bedeutung 37 I. 3c) Die Gesamtheit der Gegenstände als Grenze der Welt 41 II. Kritische Betrachtung einfacher Gegenstände in den „Philosophischen Untersuchungen“ 44 II. 1) Sprachbedeutung beruht nicht auf einer festgefügten Namensrelation 44 II. 2) Wittgensteins Bezugnahme auf Platons Urelemente im „Theaitetos“ 46 II. 2a) Russells „individuals“ 48 II. 2b) Können Namensträger als Bedeutungsgaranten betrachtet werden? 52 II. 3) Polemik gegen die logische Analyse 57 II. 4) „Was es, scheinbar, geben muss...“ – Muster und ihre Rolle im Sprachgebrauch 62 C. Schlussbetrachtung 68 Literaturverzeichnis 70
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Zentrum des Interesses der vorliegenden Arbeit sollen sechs architektonische Entwurfszeichnungen Michelangelos für die Grabmonumente der Medici-Kapelle in Florenz stehen. Im Anschluss an einen ausführlichen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Bauwerks wird der Fokus auf eine Grundriss-Zeichnung von Michelangelos Hand gerichtet werden, die ein anfängliches Stadium der Baugeschichte dokumentiert. Hierbei werden insbesondere die Positionen verschiedener Autoren berücksichtigt werden, die sich zu dieser Grundriss-Skizze äußerten. Zudem sollen einerseits Briefdokumente Michelangelos, aber auch die bekannten Biografien Ascanio Condivis und Giorgio Vasaris sowie eine im letzten Jahrhundert wiederaufgefundene Ricordanza Giovan Battista Figiovannis, der im Auftrage Kardinal Giulio de ́ Medicis als Nachfolger Brunelleschis die Bauarbeiten an der Kirche San Lorenzo beaufsichtigte, zur Datierung und stilistischen Einordnung herangezogen werden. Vor allem ein 1965 publizierter Aufsatz Isermeyers wird an dieser Stelle hilfreich sein, insofern er im Vergleich mit der älteren Literatur neuartige Erkenntnisse zur Chronologie des Bauwerks enthält, die in einem engen Zusammenhang mit der zu diskutierenden Grundriss-Zeichnung stehen. Zugleich aber lässt er auch die Forschungsergebnisse Ackermans (1961), Wildes (1953 und 1955) und Tolnays (1948 und 1975 bis 1980) in einem neuen Licht erscheinen. Im darauffolgenden Abschnitt wird von einem Studienblatt für ein Freigrabmal die Rede sein, das sich im Londoner British Museum befindet. Das Blatt dokumentiert eine Entwurfsphase, in der Michelangelo intensiv mit dem Problem der limitierten Raummaße der Kapelle beschäftigt war, und einen – alle vier bzw. fünf Gräber vereinenden – Entwurf vorlegte, dessen architektonische Elemente in den wohl nur kurze Zeit später projektierten Wandgrabmälern erneut in Erscheinung treten. Anschließend werden zwei ebenfalls in London aufbewahrte Studienblätter für die Gräber der Herzöge Lorenzo und Giuliano de ́ Medici besprochen und mit den realisierten Monumenten verglichen werden. Nach der abschließenden Erörterung eines Blattes mit Skizzen für die Magnifici-Doppelgrabmäler soll ein kurzes Fazit gezogen werden.
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