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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie, Note: sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Angewandte Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich war schon länger auf der Suche nach einem Bild, einem Aufhänger wie die Journalisten zu sagen pflegen. Eines Abends fand ich ihn. Es war an einem späten Montagabend, da sah ich, als ich am Jakominiplatz vorbei ging, einen Damenstiefel auf der Strasse. Da ein Stiefel wenig Sinn macht, begab ich mich auf die Suche nach dem Zweiten, der sich auch mehrere Meter entfernt finden ließ. Diese Damenstiefel waren an sich nichts besonderes, außer dass sie relativ teuer aussahen. Was ist nun so besonderes, dass ich sie in meine Arbeit einbaue? Man muss sich dies nur in einen kleinen Weiler oder überhaupt am Land vorstellen. Es wirkt schlicht und einfach sehr viel unwahrscheinlicher. Von den Schuhen auf ihren Besitzer zu schließen ist auf dem Land sehr viel einfacher als in der Stadt. Es gibt schlicht und einfach viel weniger Leute, denen dieser Schuh gehört haben können und man kennt sie alle. Somit merkt man wie unpersönlicher die Stadt ist und wie gezwungenermaßen persönlicher auf dem Land. Auch wenn die Dame nur aus Jux und Tollerei die beiden Stiefel in der Gegend verstreut war lässt sich das auch nur eher in der Stadt vorstellen. Erstens würde sich auf dem Land jeder am Kopf greifen und sich fragen was das für eine Verschwendung sei, die schönen Schuhe wegzuwerfen. Zweites gibt es in der Stadt tendenziell mehr Leute, die sich so einen Spaß leisten können. Vielleicht ist dies alles recht weit hergeholt, es zeigt jedoch, dass es prinzipielle Unterschiede im Wahrnehmen und Denken zwischen Land und Stadt geben muss.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Geschichte der Soziologie II: Gegenwartsoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Der symbolische Interaktionismus ist im Gegensatz zu anderen soziologischen Theorien vorallem auf die kleinen Zusammenhänge in konkreten Situationen ausgerichtet. Die Richtung entstand um die Jahrhundertwende in den USA, vorallem in Chicago. Zu dieser Zeit gab es eine große Anzahl von Einwanderern, die sich zum großen Teil in den Städten auf der Suche nach Arbeit niedergelassen hatten. Die Industrialisierung hatte das Leben der Menschen grundlegend verändert und das nicht nur zum Guten. Dies alles schlug sich natürlich auch auf den Universitäten nieder. Man verstand sich oft als „Anwälte sozialer Reformen“ und hatte den Anspruch, Menschen irgendwie zu helfen. So auch Herbert Mead, der als Begründer des Symbolischen Interaktionismus gilt. Man wollte ein neues Konzept entwickeln, aus dem sich das menschliche Handeln „verstehen“ ließe. Große gesellschaftliche Vorgänge zu „erklären“, war nicht das Ziel dieser Richtung. Es geht darum dem menschlichen Handeln einen Sinn abzugewinnen. Wie der Name schon sagt, steht die Interaktion im Mittelpunkt. Mead unterscheidet zwei Arten: „Nicht-symbolische“ und die „symbolische“ Interaktion. Die Letztere unterscheidet sich dadurch von der Ersteren, dass das Ergebnis noch nicht feststeht und erst durch Austausch von Gesten und Symbolen ausgehandelt wird. Diese Symbole können verbal oder nonverbal sein; auf jeden Fall hat das Symbol die Eigenart, dass es nicht nur in dieser speziellen Situation, sondern z.B. in der gesamten Gesellschaft verstanden wird. Im symbolischen Interaktionismus wird davon ausgegangen, dass die Menschen aufgrund der Bedeutung handeln, die die Dinge für sie haben. Sie entsteht in der Interaktion zwischen Menschen und wird mit Symbolen ausgedrückt. Die Bedeutung ist aber nicht für alle Mal festgelegt, sondern wird immer neu interpretiert und festgelegt. Eng verbunden mit dem Symbolischen Interaktionismus ist die Rolle. Sie wird einem nicht total von vorne bis hinten vorgegeben, sondern man macht sie zu einem guten Teil selber. Man versetzt sich in die Rolle des anderen und gestaltet derweil seine eigene aus. Hat man seine eigene Rolle gefunden und kann man die seines Gegenüber genau einschätzen, ist Rollenhandeln möglich. Zugleich mit der Konstruktion und der Festigung einer Rolle ergibt sich die Identität. Man ist sich seiner Rolle bewusst geworden. Durch Rollenübernahme des anderen erklärt Mead aber auch das Erwachsenwerden von Kindern. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: befriedigend, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Schichtung, Ungleichheit, Mobilität, Sprache: Deutsch, Abstract: Als ich am Anfang meines Studiums stand, wurde mir Max Weber fast wie ein Heiliger präsentiert. Man hatte das Gefühl, dass Angriffe oder Kritik gegenüber ihm beinahe als Sakrileg abgetan werden. Universalgelehrt, unparteiisch und fast bis zur Selbstaufgabe im Dienste der Wissenschaft stehend, kam und kommt er mir vor wie der „Idealtypus“ eines rechtschaffenen Wissenschaftlers. Ich werde versuchen, auch durch die Erörterung seines Ungleichheitskonzepts, die Frage nach seiner Popularität zu beantworten. Max Weber wurde in Jahre 1864 als Sohn des nationalliberalen Abgeordneten Max Weber und Helene Weber geboren. Die liberale humanistische Erziehung durch seine Eltern prägten ihn sehr. Seine Mutter war zutiefst religiös. Er sah sich eher als Mitglied der bürgerlichen Klassen und nicht als Mitglied der Arbeiterschaft. Trotzdem hoffte er immer auf den friedlichen Ausgleich der Interessen im Staat. Nach dem ersten Weltkrieg war er sogar bereit in die SPD einzutreten, um ausgleichend zu wirken. Er begann Jus und Geschichte in Heidelberg zu studieren, als gerade der Kapitalismus seinen ersten Dämpfer bekam. Monopole machten der freien Konkurrenz zu schaffen. Z.B.: bestand die gesamte Elektroindustrie aus zwei Konzernen (AEG und Siemens). Die Arbeiter machten die Erfahrung, dass Errungenschaften auch ohne Klassenkampf mit Hilfe der SPD zu erreichen sind. All dies wirkte sich auf sein Weltbild aus. Wie Marx begann er soziologische Beobachtungen von Klassen und Schichen auf eine ökonomische Perspektive zu stellen. Das Thema seiner Dissertation 1892 war die „Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter“. Zwei Jahre später habilitierte er mit der Schrift „Römische Agrargeschichte mit ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“ und übernahm den Lehrstuhl für Nationalökonomie in Freiburg, obwohl er in diesem Fach keine „einschlägige Vorbildung“ genossen hatte. Bei seiner Antrittsrede erklärte sich Max Weber als Unterstützer des nationalen Machtstaats, obwohl er mit Liberalismus und persönlichen Freiheiten auch etwas anfangen konnte. Ebenfalls hatte er ein für ihn typisches soziales Interesse. Er war Mitglied im „Verein für Sozialpolitik“, sein Interesse galt aber der reinen wissenschaftlichen Auswertung und nicht der emotionalen Besetzung des Themas. Max Weber stand auch kurz vor einem Mandat als Nationalliberaler, aber da er sich den Parteien weniger als dem Staat verpflichtet fühlte, wurde aus dem nichts. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Sonstiges, Note: gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Qualitative Datenanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Abstract: Rainer Paris hat in seinem Aufsatz “Warten auf Amtsfluren” (2001/4, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie) fünf Merkmale von Warten aufgezeigt: Zentralität der Zeit, Zielgerichtetheit/ Ereignisorientierung, erzwungene Passivität, Isolation/ Selbstbezogenheit und Abhängigkeit/ Kontingenz. Das Thema meiner Semesterarbeit soll sein: Inwiefern stimmen diese Merkmale und wenn ja, wie äußern sie sich? Gibt es vielleicht noch ein sechstes Merkmal, auf das Paris nicht gestoßen ist?Dies habe ich vor durch die Analyse von den field notes, belletristischer (z.b.:Warten auf Godot) und wissenschaftlicher Literatur zu erreichen. 1)Warten? Was ist warten ? Warten ist eine eigenartige Tätigkeit. Eigentlich ist es ja keine Tätigkeit im herkömmlichen Sinn, denn das aktuelle Geschehen steht ja nicht im Vordergrund, sondern das Zukünftige, das unser Ziel ist. Wir können in dieser Zeit nicht viel anderes machen, da wir meist unsere durch Warten bereits erreichte Position aufgeben würden, wenn wir uns mit anderen Dingen beschäftigten. So können wir uns kaum vom „Warten“ lösen. Die Zeit dehnt sich und aus Stunden werden Tage und aus Tagen Wochen. Dabei wissen wir meist ganz genau, wie lange wir warten. Und erst durch die Dauer des Wartens auf etwas ergibt sich dessen Wert. Genauso lange wie wir warten, stehen wir in absoluter Abhängigkeit von eben dem, der uns warten läßt. Und obwohl wir alle zur selben Zeit auf dasselbe warten, so tun wir das dennoch jeder für sich und jeder alleine. Früher hatten die Menschen eine ganz eine andere Beziehung zur Zeit. Denn erst als man auf etwas wartete, nahm man Zeit als solche war. So ist „Warten“ eine recht späte Erfindung, die dem ersten Menschen vermutlich relativ unbekannt, war, da er die Geschehnisse in seiner Umgebung nicht einschätzen und berechnen konnte (vgl. Rammstedt 1975). Nachdem Zeit in verschiedenen Lebensabschnitten verschieden wahrgenommen wird, ist auch das „Warten“ nicht immer gleich. Wenn ein Kind auf etwas ein Jahr wartet, ist ein Jahr eine kleine Ewigkeit. Als Erwachsener ein Jahr auf etwas zu warten, ist etwas ganz normales. Z.B. ist man als Architektur-Student fast genauso lange auf der Universität wie im Gymnasium. Doch wird dem Studenten die Zeit, verglichen mit einem Gymnasiasten, viel schneller vorbei gehen. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: Gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Diplomandenseminar, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was macht das Leben lebenswert? „Etwa wenn man von Party zu Party rauscht? Ist es das Single-Leben?" fragt die österreichische Bildungsministerin. Ob die Jugend es sich gut gehen lässt oder nicht, ihre Einstellungen, ihre Sicht der Welt sind grundlegend anders, als die der vorangegangenen Generationen. Die heutige Jugend zeichnet etwas aus, das man ihr nicht vorwerfen kann, das aber viel zur Erklärung ihrer Einstellungen beiträgt: Wohlstand. Nicht nur auf der Altersachse, sondern auch auf der vertikalen Achse der sozialen Schichtung ist dies von Bedeutung. Je höher man auf der sozialen Leiter steht, desto weniger beeinflussen materielle Ängste die Werte der Menschen. Zum ersten Mal in systematischer Form hat diesen Prozess Ronald Inglehart in „The silent Revolution“ im Jahre 1977 beschrieben. Er wurde für seine These harsch kritisiert, ihm wurde aber auch die Funktion als „eye-opener“ zuerkannt. In Deutschland hat Helmut Klages in den Achtzigern Ingleharts Theorie modifiziert und auf die Bundesrepublik angewandt. Die Zeitschrift Mare kann man als Nutznießer dieses Wertewandels sehen. Ihr Gegenstand ist das Meer, jedoch in intellektueller und der Alltäglichkeit des materiellen Daseins enthobener Form. Diese Herangehensweise kennzeichnet prinzipiell alle Zeitschriften dieses Typs, seien sie nun zum Beispiel Geo oder auch National Geographic. Der Zweck dieser Magisterarbeit soll sein, die Leserschaft auf ihre postmaterielle Orientierung zu untersuchen. Die Grundthese ist: Es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Zeitschrift und der postmateriellen Orientierung ihrer Leserschaft.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: Gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Dplomandenseminar, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Gesellschaftlicher Wandel“ ist einer jener Begriffe, die anfangs einen klaren Eindruck hinterlassen. Bei näherer Betrachtung wirkt dieser Begriff jedoch oberflächlich und erfordert weitere Präzisierungen. Die Gesellschaft verändert sich! Welche genau? Wohin denn? Was ist ihr Ausgangspunkt? Wodurch werden die Änderungen bewirkt? Was ändert sich genau: die Struktur, die Affekte, die Werte oder alles zusammen? Diese Fragen sind präzise zu beantworten, bevor man eine Theorie gesellschaftlichen Wandels beurteilt. Sinnvoll ist es, diese Fragen in vier Gruppen einzuteilen: Was treibt die Gesellschaft an, was ist also der Motor gesellschaftlichen Wandels? Durch welche Mechanismen prägt uns die Gesellschaft? Und schlussendlich, was ist der Anfangszustand der Gesellschaft und in welche Richtung entwickelt sie sich? Dieses Schema wird an zwei Theorien gesellschaftlichen Wandels angewendet: der Zivilisationstheorie von Norbert Elias und der Postmaterialismusthese von Ronald Inglehart. Elias ́ Theorie umfasst einem Zeitraum vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert; Inglehart indes setzt seinen zeitlichen Schwerpunkt heute an. Um besser vergleichen zu können, werden die Theorien ohne historischen Bezug wiedergeben. Im Zentrum stehen die Schlüsselbegriffe der Autoren - in der Arbeit in GROSSBUCHSTABEN gesetzt. In Summe gibt es mehr Schlüsselbegriffe in den Ansätzen, als hier vorkommen. Dies ist besonders bei Elias der Fall, da seine Theorie breiter angelegt ist, als jene von Inglehart. Daher werden hier nur die Begriffe besprochen, die sich direkt auf den Prozess der Zivilisation beziehen.
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