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Forschungsarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,0, Universität Stuttgart, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Zarevič, ab 1796 Zar Paul I., ist eine der tragischsten Figuren der russischen Geschichte; in gewisser Weise der „Hamlet“ der Zarenfamilie.Geprägt durch eine schwere Kindheit voller Krankheiten, Entbehrungen und Enttäuschungen war Paul dazu verdammt, den größten Teil seines Lebens im Schatten seiner berühmten Mutter, Katharina der Großen, zu fristen. Sein ganzes Leben war bestimmt durch den Antagonismus zu seiner Mutter, die in ihm vor allem eine Bedrohung für ihre eigenen Machtansprüche sah. So hielt ihn Katharina zeitlebens bewusst von allen politischen Geschäften fern, nur in Gatčina konnte der isolierte Paul seine politischen, militärischen und sozioökonomischen Vorstellungen umsetzen. Dort unterhielt er seinen eigenen Hof, der in Abgrenzung zu dem seiner kaiserlichen Mutter der „Kleine Hof“ genannt wurde. Die geschichtswissenschaftliche Forschung ist keine starre Angelegenheit, sie befindet sich vielmehr im ständigen Wandel: Neue Quellen und der zeitliche Abstand zu den historischen Ereignissen erlauben immer wieder neue Erkenntnisse, die unseren Blick auf die Vergangenheit verändern. So geschieht es auch im Falle Pauls I., dessen Leben und Wirken nach und nach in ein neues Licht gerückt werden. Ziel dieses Aufsatzes ist es, dieser Tatsache Rechnung zu tragen und ein differenzierteres Bild vom Leben und Wirken Zar Pauls I. zu gewinnen. In den folgenden Ausführungen wird Pauls Residenz Gatčina als Projektionsfläche seiner politischen Tätigkeit besonders berücksichtigt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,0, Universität Stuttgart, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 24. August 1572 ereignete sich in Paris ein Massaker, dem schätzungsweise 3000 Menschen, vorwiegend Hugenotten (französische Calvinisten) zum Opfer fielen. Angesicht der konfessionellen Unterschiede zwischen Täter und Opfer und des immensen menschlichen Leides der mit diesem Ereignis einherging, hatte die Bartholomäusnacht eine eminente Bedeutung nicht nur für die französische, sondern auch für die europäische Geschichte. Während Freuderufe im katholischen Lager laut wurden, ant-worteten die Calvinisten auf den Massaker mit einer Flut von politischen Schriften. Einige prominente Beispiele wären Hotmans Franco-Gallia (1573) und Le reveille-matin (1574) sowie Bezas Du droit des magistrats sur leur sujets (1574). Jean Bodin, einer der ersten bedeutenden französi-schen Staatstheoretiker, erwiderte deren Angriffe mit seinem Les six livres de la République zwei Jahre später. Im 16. Jh. gab es noch keine Trennung von Politik und Religion; die offizielle Religion des Landes war gleichzeitig Staatsreligion. Häresie wurde rasch mit Rebellion gleichgesetzt. Und weil die Hugenotten trotz allem Untertanen des französischen Königs waren, bewegten sie sich stets in ei-nem gewissen Spannungsverhältnis zwischen Gewissensfreiheit und Staats-souveränität. Diese Arbeit ist also ein Beitrag zur Herrschaftsgeschichte des 16. Jh. am Beispiel von König Karls IX. Umgang mit seinen Hugenotten. Es geht um das Verhältnis zwischen den Herrschern und Beherrschten und insbesondere um das Widerstandsrecht der Letzteren. Kurzum um die politischen Lehren, die aus der Pariser Bluthochzeit gezogen worden sind. Ich habe dafür exemplarisch zwei Autoren gewählt, die Stellvertreter für die hugenottische Partei (Beza) und die Partei der „Politiques“ (Jean Bodin)stehen. Gibt es trotz der unterschiedlichen Schlussfolgerungen Ähnlichkeiten in der Argumentation unserer Staatstheoretikern? Widerspiegelt sich ihre eigene religiöse Vorstellungen in ihrem politischen Schriften? Auf diesen und weiteren Fragen werde ich in zwei Kapitel eingehen, wobei die Autoren und dann deren Werke in Mittelpunkt der Betrachtung stehen und vergleichend analysiert werden.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Universität Stuttgart, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es nicht, eine Auflistung von Schlachten und Fakten über den Einsatz afrikanischer Soldaten im Ersten Weltkrieg zu unternehmen, sondern vielmehr die Debatte um die Möglichkeiten, Gefahren und Legitimation solch eines Einsatzes darzustellen. So spiegelt diese Arbeit den Wandel innerhalb der militärgeschichtlichen Forschung wieder, weg von einer oft glorifizierenden Schlachtenerzählung hin zu einer komplexen Darstellung des Wirkens militärischer Auseinandersetzungen auf die gesamte Gesellschaft, Politik und Kultur der jeweiligen Kriegsteilnehmer und neutralen Länder. Neben der Hauptfrage, wie konkret die Polemik verlief, also mit welchen Argumentationen und Hilfsmitteln die Kontrahenten operierten, werden Fragen die die Akteure und ihre Motive, aber auch ihre Vorstellungswelt und Wertorientierung betreffen, aufgeworfen. Was haben bestimmte Konzepte, wie die der „deutschen Wehrfamilie“ oder des „Volkes unter Waffen“ auf sich, und wie wirkten sie bezüglich der Kolonialtruppendiskussion? Welchen Stellenwert hatten die Eugenik (Rassenhygiene) und der Rassismus in der Vorstellungswelt eines Westeuropäers im 18., 19. und 20. Jh.? Welches Bild des Schwarzafrikaners herrschte zu dieser Zeit? War dieses Bild einheitlich oder vielfältig und welchem Wandel unterlag es? Welche Bedeutungen hatten sowohl die Technisierung des Krieges, der Militarismus und das Auftreten der (Kriegs)Propaganda am Vorabend des Ersten Weltkrieges auf die europäische Gesellschaft?
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Allgemeines / Vergleiche, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: „Niemals in der Geschichte gab es eine politische Gemeinschaft ohne gemeinsame Erinnerung“. Die Debatten um die Errichtung eines nationalen Deutschen Denkmals oder eines Denkmals für die Vertriebenen, sowie um das umstrittene Armenien-Gesetz in Frankreich zeigen, wie wichtig und aktuell die Geschichtspolitik sowohl in Deutschland als auch in Frankreich ist. Geschichte und Politik waren immer sehr eng miteinander verflochten: die Vergangenheit ist ein wichtiger Aspekt für das gegenwärtige Selbstverständnis und das zukünftige Handeln eines Staates. Sie liefert ihm also gleichzeitig Orientierung, Legitimation und Selbstgewissheit. In der folgenden Arbeit halte ich mich an die kurze und prägnante Definition vom Zeithistoriker Edgar Wolfrum, wonach Geschichtspolitik die von verschiedenen Akteuren getragene und mit unterschiedlichen Interessen befrachtete politische Nutzung von Geschichte in der Öffentlichkeit ist, um mobilisierende, politisierende oder legitimierende Wirkungen in der politischen Auseinandersetzung zu erzielen. Bei den Akteuren handelt es sich im Allgemeinen um Deutungselite und im Besonderen um politische Eliten. Die Bandbreite geschichtspolitischer Aktionen kann dabei sehr groß sein. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, die Vergangenheit politisch zu deuten: von der bloßen Geschichtsfälschung über den Versuch einer Multiperspektivität bis zum Mythologisieren und Aufklärung. Die bewusste Manipulation von Geschichte ist also nur ein Teilaspekt der Geschichtspolitik. Sie bleibt immer ein Risiko, sollte aber in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden. Auf deutscher Seite werden der sog. „Historikerstreit“, die Goldhagen-Debatte und die Wehrmachtsausstellung in einem ersten Kapitel behandelt. In einem zweiten Kapitel werden als besonders repräsentative gedächtnispolitische Debatten für Frankreich die Kontroverse um Vichy sowie der Umgang der „Grande Nation“ mit seiner kolonialen Vergangenheit dargestellt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf dem Algerienkrieg liegen. Dann werde ich in einem dritten und letzten Teil über den Vergleich beider Ländern hinaus versuchen, einige Thesen bezüglich ihres Umgangs mit der Vergangenheit aufzustellen. Als Ausblick werde ich schließlich der Frage nachgehen, ob man in der EU des 21. Jahrhunderts schon von einer europäischen Geschichtspolitik / Erinnerungskultur sprechen kann.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Institut Geschichte und Ethik der Medizin), Veranstaltung: Medizin, Krieg und Literatur, 1914-1945, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie stand es mit der Entwicklung des Gases vor dem Krieg? Wieso wurde der deutsche Gasangriff vom 22.04.1915 während der Flandernschlacht als „Sündenfall“ angesehen, als Geburtsstunde der Gaswaffe? Welche Methoden wurden entwickelt, um sich die Eigenschaften des Gases auf den Schlachtfeldern zunutze zu machen? All diesen Fragen werden im ersten Kapitel behandelt. Der Schwerpunkt der folgenden Arbeit liegt aber auf den medizinischen Aspekten des Einsatzes dieser neuen Waffe (Kapitel III.) sowie seine Wahrnehmung durch die Frontsoldaten, die ihre Erfahrungen auf Papier gebracht haben (Kapitel IV.). Wie nahmen diese „soldats écrivains“ ganz persönlich das Gas als neue Herausforderung wahr? Wen machten die Soldaten für diese neue Grausamkeit verantwortlich? Wie nahmen sie ihre Kameraden wahr, die Opfer eines Giftgasangriff wurden? In der Fachliteratur wird der Gaskrieg vor allem als ein psychologischer Krieg beschrieben, der die Soldaten an ihre psychischen und physischen Grenzen trieb. Es lassen sich eine Reihe von Schlachten finden, in denen nach einem Gasangriff ganze Einheiten in einer Art Massenpanik ihre Stellungen kampflos verließen. Lässt sich ein solche Wahrnehmung des Gaskrieges als Nervenkrieg in den hier untersuchten Kriegsromanen feststellen?
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