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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Ethnologie und Afrikanistik), Veranstaltung: Cyberanthropology, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Internetforschung hat sich in den letzten zehn Jahren im Fächerkanon der ethnologischen Disziplinen weitgehend etabliert. Mit der Öffnung des Internets für private und gewerbliche Zwecke Mitte der 90er Jahre sind auch in kultureller und sozialer Hinsicht eine Vielzahl an neuen Phänomenen im Cyberspace entstanden, welche die Ethnologie heute vor neue Herausforderungen stellen. Konzepte und Methoden sollten daher überprüft, verändert und an die sich beständig in Bewegung befindlichen Strukturen des Internets angepasst werden, der Ethnograph muss sich ein völlig neues Feld zu Eigen machen, und neue ethische Leitlinien müssen erarbeitet werden. Die vorliegende Seminararbeit setzt sich mit dem gegenwärtigen methodischen und methodologischen Stand der ethnologischen Internetforschung auseinander. Zunächst wird der Begriff der Feldforschung geklärt, damit eine sinnvolle Differenzierung zur Feldforschung im Netz erfolgen kann. Im Anschluss daran folgt ein historischer Überblick über die Entwicklung des Internets sowie ferner ein kurzer Abriss über die frühe Internetforschung. Im Hauptteil des Textes wird eine Annäherung an die neuere und gegenwärtige Methodik der Online-Feldforschung versucht, die sich im Wesentlichen an den theoretischen Teilen der Ethnographien "Cyberidentities at War. Der Molukkenkonflikt im Internet" von Birgit Bräuchler und Virtual Ethnography von Christine Hine orientiert. Den Abschluss werden einige Betrachtungen zur ethischen Dimension der Internetforschung bilden. Fragen der Repräsentation von ethnographischem Material werden bewusst außen vor gelassen da dies den Rahmen sprengen würde. Ausgangspunkt des Textes bildet die These, dass der Cyberspace einiger spezifischer Methoden bedarf, um sinnvoll untersucht zu werden, und eine unreflektierte Übertragung von gängigen Theorien und Methoden aus der so genannten Offline-Feldforschung nicht erfolgen kann.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Ethnologie und Afrikanistik), Veranstaltung: Grundfragen der Ethnologie, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ausgehend von der Tatsache, dass die tägliche Auseinandersetzung mit der Welt im Wesentlichen über die materielle Kultur, d.h. über die mit Bedeutung behafteten, im weitesten Sinne als Artefakte, im engeren, insbesondere auf die westlichen Gesellschaften bezogenen Sinn als Commodity bezeichneten Dinge stattfindet, wird in dieser Arbeit die These postuliert, dass materielle Kulturphänomene in der Moderne eine ebenso entscheidende Instanz in Bezug auf die Bildung von Identität darstellen. Wie aufzuzeigen versucht wird, finden sich gerade im Kontext der Globalisierung und ihrer Konsequenzen Phänomene, die sehr deutlich auf eine „Identifikationswelle“ mit Artefakten schließen lassen. Dabei wird einerseits die soziokulturelle Relevanz von materieller Kultur zu untersuchen sein, und andererseits die theoretische Reflexion der Ethnologie, sowie die historische Entwicklung von Konsumstudien kurz dargestellt. Nach einer Klärung der einzelnen wichtigen Begriffe werden Basiseigenschaften der Moderne herausgearbeitet und die theoretischen Grundlagen der obigen These erörtert um schließlich einzelne Konzepte als Schlüssel zum Verständnis der Wirkungsweise von Artefakten zu besprechen. Dabei sollen einige Beispiele zur Aneignung und Bedeutungsbiographie von Objekten deren identitätsbildende Wirkung plastisch darstellen. Zentrale Fragen und Leitfaden in diesem Text sollen stets sein: Identifizieren wir Menschen uns, zumindest zum Teil, wirklich mit Materieller Kultur? Wenn ja, warum? Wie machen wir uns Artefakte zu Eigen, d.h. wie verleihen wir ihnen kulturelle Bedeutung? Und schließlich: Welche Konsequenzen hat das für uns? Die soziologische Modernekonzeption nach Anthony Giddens, der ethnologische Impetus der Aneignung, vertreten durch Daniel Miller, und das Konzept der Kulturbiographie von Dingen nach Igor Kopytoff bilden dabei den theoretischen Rahmen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Religion, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Religions-und Missionswissenschaft), Veranstaltung: Pilgern und Wallfahrt, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Nähe Gottes spüren: Das ist das Ziel vieler Gläubiger, die sich weltweit zu religiösen Stätten aufmachen. Jährlich machen sich etwa 40 Millionen Christinnen und Christen auf eine Pilgerreise“ – so lautet der Aufmacher der Rubrik „Wallfahrt“ im offiziellen Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland. Die großen deutschen Wallfahrtsorte wie Altötting oder Kevelaer verzeichnen ebenso wie Rom, Lourdes oder Fatima seit Jahren kontinuierlich steigende Pilgerzahlen, und der Jakobsweg nach Santiago de Compostela gilt vielen als populäre Reiseroute. Worin besteht die Faszination einer Wallfahrt? Welche religiöse Bedeutung hat sie für die Teilnehmer? Wie sind die Phänomene „Wallfahren“ und „Pilgern“ innerhalb einer Religion oder religiösen Gemeinschaft zu verorten? Wofür stehen sie? Ich beschränke meine Ausführungen in einem ersten empirischen Teil auf meine eigene Teilnahme an einer Wallfahrt am 14. August 2008 zur Wieskirche im Allgäu, einem seit Mitte des 18. Jahrhunderts bedeutenden katholischen Wallfahrtsort in Süddeutschland, die hier exemplarisch besprochen werden kann. Zunächst soll hierbei eine Klärung des Begriffs „Wallfahrt“ unternommen werden, um das behandelte Phänomen näher einzugrenzen. Anschließend folgt eine Beschreibung der Wallfahrt. Ein weiteres, kurzes Kapitel zur Methodik und Methodologie bildet den Abschluss dieses Teils. Basierend auf meinen Aufzeichnungen versuche ich in einem zweiten Teil wesentliche Aspekte der Wallfahrt theoretisch einzubetten. Ausgehend von einem ritualtheoretischen Standpunkt entwickle ich zunächst entlang der Theorien Grimes ́, Tambiahs, Schieffelins und insbesondere Humphreys bzw. Laidlaws meine Hypothese, welche Religion im weitesten und Wallfahrt im engeren Sinne als ein haptisch erlebbares Phänomen zu beleuchten versucht. Hierbei soll besonders die performative Komponente der Wallfahrt im Vordergrund stehen. Mit Turner konzentriere ich mich schließlich auf den in der Wallfahrtsforschung zentralen Aspekt der Bewegung. Eine Schlussbetrachtung, in der ich Thomas Tweeds translokativ und transtemporal ausgerichtete Religionstheorie zu Hilfe nehme, soll schließlich aus beiden Thesen einen Kerngedanken zu formulieren versuchen. Dabei soll gezeigt werden, dass gerade über das Erlebnis – und hier bietet sich eine Wallfahrt besonders an - Gemeinschaft entstehen kann. Gleichfalls will ich an dieser Stelle eigenen theoretischen und methodologischen Überlegungen Platz einräumen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Department für Philosophie), Veranstaltung: Die fröhliche Wissenschaft, 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nietzsche gilt häufig als Philosoph, der kompromiss- und schonungslos mit Vorurteilen aufräumt, und der vor überschäumender Wut und grenzenlosem Hass denjenigen gegenüber, die sich einer aufoktroyierten Moral unterordnen und das selbständige Denken vernachlässigen, in Extreme verfällt, polarisiert und mehr über sich selbst zu offenbaren scheint, als er über philosophische Fragestellungen sagt. Ob diese Perspektive Nietzsche umfassend zu denken vermag, sei dahingestellt – die „Fröhliche Wissenschaft“ muss sicherlich unter anderen Vorzeichen betrachtet werden. Sie stellt in seinem Gesamtwerk nicht nur in Bezug auf ihre Mittelstellung ein besonderes Werk dar, sondern auch deshalb, weil sie von einer philosophischen Ausgeglichenheit und einem grundlegenden Optimismus bestimmt ist, der sich so kein zweites Mal bei ihm findet. In der vorliegenden Arbeit wird die These vertreten, dass ein wesentliches Merkmal ihrer Sonderstellung in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Neubestimmung des Erkennenden – des Philosophen also und letztlich Nietzsches selbst – steht. Wie sich schon im Titel des Werks ankündigt, ist es von einer leichtfüßigen, dem sonst existentiell vom Leiden charakterisierten Nietzscheschen Schaffens enthobenen Natur, die sich unmittelbar auf seine neuen Formulierungen von Erkenntnis und Wissenschaft rückbeziehen lässt. Der folgende Text will sich deshalb – aufgrund des begrenzten Umfangs und der schier unerschöpflichen Fülle an Interpretationsmöglichkeiten sicherlich mehr in fragmentarischer und anregender Weise als letztgültig erklärend - einer Untersuchung eben dieser Überlegungen widmen. Zunächst werden zentrale Konzepte der „Erkenntnis-Philosophie“ in der „Gaya Scienza“ rekapituliert, auf die sich der Text im weiteren Verlauf immer wieder stützt. Besondere Berücksichtigung sollen hier die Vorstellung des „lachenden Philosophen“ sowie der Versuch einer Feststellung der wahren Bedürfnisse des Philosophen erhalten. Anschließend wird die „Leidenschaft der Erkenntnis“ als eine die Grenzen herkömmlicher Wissenschaftskonzepte überschreitende Lebenshaltung vorgestellt, in der meines Erachtens Nietzsches philosophischer Anspruch gipfelt. Von besonderem Interesse soll dabei das dritte der fünf Bücher sein, das ich in diesen Fragen für richtungsweisend erachte. Den Abschluss wird eine kurze Rekapitulation der Problematik und eine Kontextualisierung der Leidenschaft der Erkenntnis bilden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Religions-und Missionswissenschaft), Veranstaltung: Menschenrechte und Menschenpflichten, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Menschenrechte sind auf dem Vormarsch. Internationale Dokumente des Völkerrechts bescheren ihnen einen regelrechten Siegeszug. Mehrheitlich haben die Länder bereits die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der UNO von 1948 ratifiziert und damit dem Menschenrechtsschutz Vorschub geleistet. Denn auch wenn die Menschenrechtserklärung ihrerseits keine rechtsverbindliche Kraft besitzt, findet sie doch in zahlreichen Gesetzgebungen Eingang. Gleichsam als notwendige Antwort auf die unbeschreiblichen Unrechtserfahrungen des 2. Weltkriegs bestehen die Menschenrechte heute unangefochten und haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sukzessive ihren Wirkungskreis ausgedehnt. Dabei sind wenige Themen so kontrovers diskutiert worden. Es gibt berechtigte Kritik, die ernstzunehmende Aspekte gegen einen Universalanspruch der bestehenden Menschenrechte bereithält. Im Vordergrund stehen dabei Argumente, die sich vor allem auf den euro-amerikanischen Entstehungszusammenhang beziehen, den Menschenrechten unter dem Deckmantel der Ethik gar neo-imperialistische Tendenzen vorwerfen oder ein westlich-individualistisches Menschenbild ablehnen. Um diese Kernproblematik gruppieren sich heute etliche Ansätze, die von Ergänzungsvorschlägen bis hin zu radikal (kultur-) relativistischen Positionen reichen. Aus diesem Diskurs will ich fragmentarisch einige Aspekte aufgreifen. Es sollen zunächst zentrale Argumente, zunächst von Wolfgang Welsch, dann von Jürgen Habermas, für universell gültige Menschenrechte nachgezeichnet werden, die beide angesichts drohender Konflikte und grober Menschenrechtsverletzungen einen solchen Universalanspruch zu legitimieren versuchen. Im Gegensatz dazu werden im Anschluss an zwei Beispielen aus dem afrikanischen und südostasiatischen Kontext exemplarisch Defizite der Allgemeinen Menschenrechtserklärung aufgezeigt, und relativistische Argumente für eine kulturspezifische Realisierung menschenrechtlicher Erfordernisse angeführt. Schließlich versuche ich, unter Zuhilfenahme von Reuter und erneut Habermas, einen Lösungsvorschlag zu skizzieren.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Religions- und Missionswissenschaft), Veranstaltung: Nietzsches Christentumskritik, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit sollen in einem ersten Teil zentrale Aspekte des Nietzscheschen Wahrheitsbegriffes herausgearbeitet werden, um in einem zweiten Teil den Konsequenzen nachzugehen, die sich für seine Moralphilosophie respektive seine Christentumskritik daraus ergeben. Es ist mir dabei ein Anliegen, zu zeigen, auf welchen grundsätzlichen philosophischen, insbesondere antimetaphysischen Überzeugungen Nietzsches Christentumskritik fußt. Zunächst sollen anhand einiger Fragmente aus der Genealogie der Moral bzw. aus Jenseits von Gut und Böse grundlegende Elemente des Nietzscheschen Perspektivismus herausgearbeitet und unter Zuhilfenahme von sekundärliterarischen Texten A.C. Dantos und S.L. Sorgners beleuchtet werden. Im Anschluss daran folgt ein kurzer Abriss zur Nietzscheschen Kritik an traditionellen Erkenntnistheorien und eine abschließende Charakterisierung seines Wahrheitsbegriffs. Im zweiten Teil wird – unter Bezug zu Tanner und Vattimo - diese insgesamt theoretische Einführung auf den Komplex der Moral angewandt. Dabei soll zunächst Nietzsches grundsätzlich antimoralische Position näher erläutert und schließlich seiner antichristlichen Wertorientierung nachgegangen werden. Ich kann hier freilich der Fülle und Vielfalt an christlichen Traditionen nicht hinlänglich Rechnung tragen. Es soll an meiner Untersuchung lediglich deutlich werden, welche zentralen Elemente Nietzsche am Christentum als ontologischen Irrtum kritisiert. Abschließend wird in einem Ausblick, in dem ich Maras zu Hilfe nehme, die Frage angerissen werden, welche Werte Nietzsche alternativ schaffen will – fürchtet er doch nichts mehr als den von ihm prophezeiten Nihilismus. Methodisch orientiere ich mich an der Philologie, indem ich versuche, so nah als möglich an den Nietzscheschen Primärquellen zu bleiben.
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