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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Psychologie - Medienpsychologie, Note: 1,0, Technische Universität Chemnitz (Professur Mediennutzung), Veranstaltung: Exploring Virtual Environments: Entertainment in Computer Games, Sprache: Deutsch, Abstract: Computerspiele haben sich in den letzten Jahren als großer und stetig expandierender Zweig der Unterhaltungsindustrie etabliert. Der Umsatz von Unterhaltungssoftware, also Spielen auf diversen elektronischen Plattformen wie Spielkonsolen, portablen Spielkonsolen und natürlich dem Personalcomputer, betrug in Deutschland im vergangenen Jahr rund 1,5 Milliarden Euro (vgl. Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.: 2009, online); im Vergleich dazu der Umsatz an der Kinokasse in der Bundesrepublik 2008: 795 Millionen (vgl. Filmförderungsanstalt: 2009, online). Als aktuelles Beispiel lässt sich der kommerzielle Erfolg des Spiels Call of Duty - Modern Warfare 2 (Infinity Ward) anführen. Schätzungsweise 4,7 Millionen Exemplare gingen davon am ersten Verkaufstag in Großbritannien und Nordamerika über den Ladentisch (Wert: 310 Millionen Dollar), was den Ego-Shooter „zur erfolgreichsten Neuerscheinung der Gamesbranche“ macht (Spiegel Online 2009, online). Die Zahlen belegen die ökonomische Tragweite der Branche, doch auch Reputation auf anderer Ebene wird dem Wirtschaftszweig zuteil, seit Computerspiele vom Deutschen Kulturrat 2008 offiziell als kulturelles Gut anerkannt wurden. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, konstatierte in diesem Zusammenhang: „Computerspiele sind ein Kulturgut. Sie müssen als solches behandelt werden und verdienen eine öffentliche Förderung“ (Deutscher Kulturrat: 2008, online). Doch wie lässt sich die Faszination am Medium Computerspiel erklären? Von welchen motivationalen Aspekten werden immer mehr Menschen beeinflusst? Die Frage nach den Motiven ist diffizil und lässt nur eine multifaktorielle Analyse zu. Die vorliegende Arbeit fokussiert die Dimension des Wettbewerbs. Das ‚Sich-Messen’ kann als wichtiger Faktor im Zusammenhang mit der Hinwendung zu Computerspielen angesehen werden. Als Beleg dafür dienen die in dieser Hausarbeit vorgestellten Untersuchungen und Argumentationen der verschiedenen Autoren. In der Literatur findet der Begriff des Wettbewerbs respektive der ‚Competition’ häufige Verwendung. Ziel ist es, ausgewählte Ansätze, in denen Wettbewerb eine Rolle spielt, zu vergleichen, wobei Beispiele zur Verdeutlichung und Veranschaulichung dienen sollen. Besonderes Augenmerk gilt der Studie „Let’s compete“ (Hartmann 2008). Außerdem soll der Versuch einer Konzeptionierung eines Wettbewerbsmotivs unternommen werden.
Nichts fürchten wir so sehr wie unsere ureigenen Ängste. Und doch sind es gerade unsere Ängste in all ihren Schattierungen, die unsere geistige und emotionale Entwicklung in Bewegung bringen. Angst und immer wieder nur Angst bewirkt im Menschen einen Stress-Reaktions-Prozess, der die Voraussetzungen schafft für die Lebensgestaltung auf geistiger, emotionaler und körperlicher Ebene.Gerald Hüther führt die neuesten Erkenntnisse über die biologische Funktion der Stressreaktionen im Gehirn zu überraschenden Einsichten über die Herausbildung emotionaler Grundmuster wie Vertrauen, Glaube, Liebe, Abhängigkeit, Hass und Aggression. Die neuronalen Verschaltungsmuster, die der Mensch in der frühkindlichen Entwicklung erlernt und in seinem Hirn gleichsam gebahnt hat, schaffen sein Verlangen, geliebt und anerkannt zu werden, und befähigen ihn erst dazu, etwas anderes als sich selbst lieben zu können.Die Psychologie und die Tiefenpsychologie haben aus eigenen Beobachtungen Theoriegebäude aufgetürmt und damit diagnostiziert und therapiert. Dieses Buch gibt ihnen eine neurologische Untermauerung. Es ist geschrieben in einer leicht lesbaren Sprache, es erklärt in eingängigen Beispielen, weil es über Fachgrenzen hinweg verstanden werden will. Es gibt jedem, Fachleuten wie Laien, einen neuen Horizont im Verständnis menschlicher Entwicklung. Hochkompliziertes wird sinnfällig, Vages wird konkret und Naturwissenschaft versöhnt sich mit unseren alten Vorstellungen von der Seele.
Nur wir Menschen sind in der Lage, unsere Lebenswelt immer besser nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Indem wir uns aber immer perfekter an die so gestaltete Lebenswelt anpassen, verlieren wir allzu leicht auch unsere Fähigkeit, immer wieder nach neuen Wegen zu suchen und dabei aus den eigenen Fehlern zu lernen.Doch: Wir sind frei, wir haben die Wahl. Wir können diese selbstverständlich gewordenen Vorstellungen hinterfragen, wir können sie loslassen und uns entscheiden, unser Leben und unser Zusammenleben anders zu gestalten. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Und für die Entfaltung der in uns angelegten Potentiale brauchen wir die Begegnung und den Austausch mit anderen.Die Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches. Der Biologe Hüther macht deutlich: Jedes lebende System kann das in ihm angelegte Potential am besten in einem koevolutiven Prozess mit anderen Lebensformen zur Entfaltung bringen. Oder einfacher: Gemeinsam kommen wir weiter als allein. Und finden zurück zu dem Lebendigen, das uns ausmacht: zu neuer Kreativität, zum Mut zu sich selbst und zu persönlichen Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.Wir verfügen über Talente und Begabungen und ein zeitlebens lernfähiges Gehirn, das für die Lösung von Problemen optimiert ist. Wir können Erfahrungen anderer übernehmen und über Generationen weitergeben. Doch alte, gebahnte Denkmuster verhindern, was für das Entstehen von Potentialentfaltungsgemeinschaften erforderlich ist: Vertrauen, Austausch, Begegnung. Wenn wir erkennen, dass unser Gehirn sein Potential in Netzwerken mit anderen entfalten kann, dass wir in all unserer Verschiedenheit zusammengehören, voneinander abhängig und miteinander verbunden sind, dann öffnet sich auch der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft, denn: Gemeinsam verfügen wir über deutlich mehr Hirn als allein!Zu diesem Titel gibt es digitales Zusatzmaterial:
Inhaltsangabe:Einleitung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Psychologie des Schwangerschaftsabbruchs in Indien. Durch die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema soll deutlich werden, welche Beachtung der Schwangerschaftsabbruch in Indien erhält und in welchen Zusammenhängen Schwangerschaftsabbrüche in Indien erlebt und behandelt werden. Aufgrund des kulturellen Unterschiedes zwischen Indien und westlichen Ländern kann davon ausgegangen werden, dass die Bearbeitung psychologischer Fragestellungen sich jeweils verschieden gestaltet. Die im Westen zugängliche psychologische Literatur ist vorwiegend auf Untersuchungen der westlichen Mittelschicht beschränkt, sodass diese Ergebnisse nicht ohne weiteres auf einen anderen Forschungskontext übertragen werden können. Um Indien mit seinem entsprechenden kulturellen Hintergrund gerecht zu werden, wird daher in dieser Arbeit darauf verzichtet, westliche psychologische Theorien und Ansätze zum Thema Schwangerschaftsabbruch vorzustellen. Da eine Untersuchung vor Ort den Rahmen dieser Arbeit überschreitet, wird auf vorliegendes Datenmaterial zurückgegriffen, was eine Begrenzung durch fehlende Ortskenntnisse der Verfasserin beinhaltet. Die Arbeit soll einen Überblick und eine kritische Würdigung der aktuellen Forschungstätigkeit aus den Jahren von 1980 bis 2006 darstellen. Ziel ist dabei, bestehende Tendenzen und gegebenenfalls Lücken der bisherigen Forschung offen zu legen für zukünftige Untersuchungen auf dem Gebiet der Psychologie des Schwangerschaftsabbruchs in Indien. Die Wahl fiel auf das Untersuchungsthema des Schwangerschaftsabbruchs, weil dieser in den vergangenen Jahren zahlreiche kontroverse Diskussionen ausgelöst hat, wobei das Einzelschicksal der Betroffenen häufig aus den Augen verloren wurde. Der Schwangerschaftsabbruch steht „wie kaum ein anderes soziales Phänomen im Mittelpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ... und dessen Einschätzung [hängt] nicht zuletzt von religiösen Überzeugungen, ethischen Grundeinstellungen und gesellschaftlichen Einflüssen ab“. So scheint die Frage, wie Menschen mit dem Thema des Schwangerschaftsabbruchs umgehen, für die Betrachtung vor einem spezifischen kulturellen Hintergrund besonders geeignet. Als „anthropologische Universalie“ verdient der Schwangerschaftsabbruch psychologische Beachtung. Im öffentlichen Diskurs werden die psychologischen Zusammenhänge des Geschehens häufig vernachlässigt, was auch auf andere Bereiche [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Forensische Psychologie, Strafvollzug, Note: fehlt, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Veranstaltung: Psychologie im Strafvollzug, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) wurde 1986 in der Jugendanstalt Hameln unter der Führung von Diplom-Psychologe Dr. Michael Heilemann ausgearbeitet und eingeführt und stellt nunmehr das am weitesten verbreitete Anti-Gewalt- oder auch Antagonistentraining in Deutschland dar. Thema des AAT ist „die Auseinandersetzung der gewalttätig Agierenden mit ihren Taten in Form einer sinnlich erlebbaren inszenierten Konfrontation mit dem Leid ihres/ihrer Opfer/s.“ (Weidner, Kilb, Kreft 2001: 7). Das AAT ist eine deliktspezifische, sozialpädagogisch-psychologische Behandlungsmaßnahme für gewalttätige Wiederholungstäter (www.prof-jensweidner. de). Das Ziel des Trainings ist die Gewaltneigung und damit auch Gewalthandlungen von Personen zu verringern, die bereits durch mehrfache oder besonders heftige Gewalttaten auffällig geworden sind (Ohlemacher 2001: 3). In Konfrontation mit Gewalt ablehnenden Personen sollen die Täter einen Wandlungsprozess durchmachen, sich von der Gewalt ab- und ihrem neuen Selbstbild zuwenden, sodass sie später, nach erfolgreichem Absolvieren des Trainings, für eine gewaltfreie Lösung von Konflikten einstehen und somit „aus dem Schläger ein `Friedensagent` wird“ (Heilemann 1998: 228). Das AAT ist auf einem lerntheoretisch-kognitiven Paradigma basierend (Kilb, Weidner 2002: 298). Die lerntheoretischen Aspekte des Trainings zielen dabei darauf ab, die Anwendung von Gewalt konkret zu verlernen, indem die Personen in individuellen Provokationstests lernen sollen, sich aus diesen ohne Gewaltanwendung zu befreien, um dann durch die Gruppe in ihrem Handeln bestärkt zu werden. Die kognitiven Elemente des Trainings sollen eine Einstellungsänderung erzeugen. Dabei ist vor allem wichtig, Opferempathie beim Täter herzustellen (Kilb, Weidner 2002: 298). Das zentrale Element des AAT ist der „heiße Stuhl“. Hierbei soll das Ausleben der Konfrontation das Bewusstsein der aggressiven Männer verändern und Nachgeben und kritische Reflexion erzeugt werden (Weidner 2001: 10). Der „heiße Stuhl“ oder „hot seat“ geht in seinen Grundideen auf den „leeren Stuhl“ des Psychodramas von Moreno zurück, bei dem der Klient einen Konflikt mit seinem imaginären Konfliktgegner, welcher auf dem „leeren Stuhl“ sitzt, austrägt und bewältigt. Später wandelte der Gestalttherapeut Fritz Perls dieses Konzept als Methode der Gewalttherapie zum „hot seat“ um, bei dem auf dem Stuhl die zu behandelnde Person Platz nimmt. [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu jeder Mensch gehört einer Gruppe an, beispielsweise aufgrund seiner Staatsbürgerschaft, ethnischen Zugehörigkeit oder Religion. Ein allgegenwärtiges Phänomen sind Intergruppenkonflikte. Generell besteht bei Menschen die Tendenz, die Eigengruppe zu bevorzugen und die Mitglieder von Fremdgruppen abzuwerten. Eine solche Eigengruppenfavorisierung ist selbst dann zu finden, wenn keine negativen Einstellungen gegenüber der Fremdgruppe bestehen und die Zuteilung zur Eigen- und Fremdgruppe willkürlich erfolgt (Tajfel, Billig, Bundy, & Flament, 1971). Zur Entstehung von Intergruppenkonflikten können Stereotype und Vorurteile gegenüber der Fremdgruppe beitragen. Stereotype sind sozial geteilte kognitive Überzeugungen über bestimmte Eigenschaften der Fremdgruppe, wie z.B. Ansichten über das Äußere der Gruppenmitglieder, ihre Verhaltensweisen oder Einstellungen (Aronson, Wilson & Akert, 2008). Vorurteile werden als feindselige oder negative Einstellung gegenüber den Mitgliedern einer bestimmten Gruppe, und zwar allein aufgrund deren Zugehörigkeit zu dieser Gruppe definiert (Aronson, et al., 2008, S. 460). Dadurch wird deutlich, dass Vorurteile weitestgehend ungerechtfertigt gegenüber einzelnen Mitgliedern sind. Durch soziale Kategorisierung und soziales Lernen können Vorurteile immer wieder neu entstehen. Wird aufgrund der Vorurteile ein aktives Verhalten gegenüber der Fremdgruppe entwickelt, entstehen Diskriminierungen, ungerechtfertigte negative oder schädliche Verhaltensweisen nur wegen der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe (Aronson et al., 2008, S. 460). Diskriminierungen können sogar durch Ereignisse, die durch die Weltpresse gehen, aktiviert werden. Nach dem 11. September 2001 stieg in Großbritannien die indirekte Diskriminierung von Muslimen um 82.6% an, die offene Diskriminierung um 76.3% (Sheridan, 2006). Für den Einzelnen und für die Gesellschaft können Vorurteile schwerwiegende Konsequenzen haben. Unter Weißen bestehen bis heute subtile und unbewusste Vorurteile gegenüber Schwarzen, die zu Misstrauen und Benachteiligung führen, z.B. bei beruflichen Auswahlentscheidungen (Dovidio, Gaertner, Kawakami & Hodson, 2002). Auf die volkswirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft können sich Diskriminierungen negativ auswirken, da Potentiale ganzer Gruppen möglicherweise nicht genutzt werden (Woellert, Kröhnert, Sippel & Klingholz, 2009). Bis heute bestehen Intergruppenkonflikte zwischen Ländern, wie der Nahostkonflikt [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: Um sich auf einem immer härter umkämpften Spendenmarkt zu behaupten und möglichst viele Spendengelder akquirieren zu können, greifen karitative Organisationen immer wieder auf Techniken zurück, welche die Notlage der Hilfe empfangenden Personen stark akzentuieren. Verschiedenen Autoren zufolge kann derart formulierte Spendenwerbung neben den angestrebten Effekten jedoch die Abwertung der Hilfebedürftigen und der karitativen Organisation und somit eine geringere Spendenbereitschaft bewirken. Diese negativen Wirkungen offensiver Spendenwerbung werden in der vorliegenden Arbeit zum einen mit dem differenziellen Merkmal des Gerechte-Welt-Glaubens nach Lerner bzw. mit der von Maes abgeleiteten Variante des Glaubens an immanente Gerechtigkeit erklärt. Ihren Annahmen folgend, wird der Glaube, in einer gerechten Welt zu leben, insbesondere durch Spendenwerbung in Frage gestellt, welche die Notlage der Hilfeempfänger sehr stark hervorhebt und damit Ungerechtigkeit impliziert. Um ihren Gerechte-Welt-Glauben zu bewahren, attribuieren sie die Notlage auf Eigenschaften und Verhaltensweisen der Hilfeempfänger, spielen deren negative Situation herunter und werten sie ab. Hieraus folgt eine geringere Absicht zu einer karitativen Spende. Daneben wird die Abwertung der Hilfeempfangenden mit Brehms Theorie der psychologischen Reaktanz begründet. Hier wird erwartet, dass sich Werberezipienten aufgrund der offensiven Anzeigenformulierung (verbaler Spendenappell und visuelle Gestaltung) zu einer Spende gedrängt und in ihren individuellen Freiheiten bedroht ansehen und die karitative Organisation im Sinne eines Bumerangeffekts ebenso abwerten wie die Hilfeempfänger. Neben diesem allgemeinpsychologisch zu betrachtenden Phänomen werden zudem reaktanzverstärkende Person-mal-Situations-Interaktionen zwischen der Anzeigengestaltung und Werthaltungen erwartet, die sich im Wertekreis nach Schwartz durch die Präferenz von Freiheit gegenüber Sicherheit auszeichnen. Diese theoretischen Annahmen werden in ein Pfadmodell formuliert und anhand einer experimentellen Online-Befragung (N=419-530) im 2x2-Design überprüft. Die Befunde deuten vor allem auf eine Bestätigung der allgemeinpsychologischen Reaktanzeffekte hin: Eine notlagenakzentuierende Spendenwerbung bewirkt, dass sich die Rezipienten durch diese in ihren individuellen Freiheiten bedroht fühlen und sowohl die karitative Organisation als auch die Hilfeempfänger abwerten. Eine geringere [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Psychologie - Beratung, Therapie, Note: 2,0, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts haben Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson im kalifornischen Palo Alto ihren pragmatischen Ansatz der Kommunikation entwickelt. Das erste pragmatische Axiom dieses Ansatzes lautet: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (1969, S. 53). (Dieser pragmatische Ansatz sollte Schulz von Thun einige Jahre später dazu dienen, sein 4-Seiten-Modell u.a. darauf aufzubauen. Dazu später mehr.) Dass man nicht nicht kommunizieren kann, muss ein jeder, der in einer Partnerschaft lebt – gleich, ob nun homo- oder heterosexueller Natur -, immer wieder feststellen. Das Axiom impliziert nicht, dass Kommunikation eineindeutig ist. Wäre dem so, gäbe es kaum einen Grund, warum sich die Wissenschaft in diesem Maße der Kommunikation widmet, wie sie es –immer mehr- tut. Mit meiner Hausarbeit werde ich versuchen, eine alltägliche Gesprächssituation, die meiner Partnerin und mir selbst passiert ist, anhand des 4-Seiten-Modells von Schulz von Thun zu analysieren, einen Lösungsansatz zu finden und praktisch umzusetzen. Diese Gesprächssituation, die sich um den Zustand ihrer Wohnung und meiner Untätigung dem gegenüber, ist der Ausgangspunkt meiner Arbeit. Meine These ist, dass man zwar immer kommuniziert, es jedoch durch die Uneindeutigkeit des Kommunizierens zu Konflikten kommt, die jedoch analysiert, verstanden und gelöst werden können. Das zentrale Thema meiner Hausarbeit ist somit Kommunikation und Konfliktlösung. Dazu werden die wichtigsten und nötigen Begriffe erläutert. Danach werde ich das Modell, was ich zur Analyse des Paarkonfliktgesprächs gewählt habe, erklären: das 4-Seiten-Modell von Schulz von Thun. Anschließend werde ich die Konfliktsituation wiedergeben, sie anhand des Modells analysieren, einen Lösungsvorschlag geben und das Ergebnis interpretieren. Meine Arbeit wird mit einer zusammenfassenden Bewertung und einem Ausblick abgeschlossen.
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: keine, , Sprache: Deutsch, Abstract: Zum Text Der hier nun auch als GRIN-Broschüre 2008 veröffentlichte Text von Richard Albrecht nahm den damaligen sogenannten Amoklauf Ende April 2002 an einem Erfurter Gymnasium zum Anlaß, um – ähnlich wie vorher schon (und unter ausdrücklichen Bezug darauf) Dr. Klaus Nikolaus Wenzel: Amoklauf ins Dritte Jahrtausend. Die Globalisierung anders gesehen (1999): http://www.multi-mediale-kompetenz.ag.vu/amoklauf.html [080208] – eine knappe Zeitdiagnose im Sinne Karl Mannheims („diagnosis of our time“) unter kulturanalytisch-sozialpsychologischer Perspektive zu skizzieren. Richard Albrechts Text wurde 2002 in der Fachzeitschrift „Recht und Politik“, 38 (2002) 3, pp. 143-152, primarpubliziert und rasch unter anderem in den Zeitschriften „liberal“ (Heft 3, 2002) und „sinn-haft“ (Heft 13,2002) nachgedruckt. Die Schriftststellerin Dr. Karin Jäckel, die den Text damals auf ihrer Autorennetzseite placierte, lobte den Essay seinerzeit öffentlich „wegen des darin ausgebreiteten Wissens und der spürbaren emotionalen Komponente“. Zum Autor Richard Albrecht, PhD., ist Sozialwissenschaftler und Bürgerrechtler, Autor und - seit Sommer 2007 - Editor des unabhängigen Halbwochenmagazins moz.art1 (http://de.geocities.com/earchiv21/moz.art1.htm). Der Autor veröffentlichte zuletzt die Bücher StaatsRache - Justiz-kritische Beiträge gegen die Dummheit im deutschen Recht(ssystem). München: GRIN Verlag für akademische Texte, 2005; 20072 (http://www.wissen24.de/vorschau/36391.html). - „Demoskopie als Demagogie“ (Aachen: Shaker, 2007). - Genozidpolitik im 20. Jahrhundert (Aachen: Shaker, 2006/07, drei Bände). - Crime/s Against Mankind, Humanity, and Civilisation (München: GRIN 2007); Bürgerrechte – Staatspflichten – Rechtsprechung – Bürokratie (München: GRIN, 2008 [= Justizkritik 1]). - „Beleidigung“ – Materialien zur Kritik eines justiziellen Phantomdelikts (München: GRIN, 2008 [= Justizkritik 2]). Korrespondenzadresse dr.richard.albrecht@gmx.net
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Psychologie - Medienpsychologie, Note: 1,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Psychologie und Erziehungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: „Was wir derzeit beobachten, ist zweifellos ein extrem vermehrtes öffentliches Interesse an Computerspielen, an ihren Wirkungen wie an ihren Potenzialen. ... Dabei ... wird die Diskussion allzu sehr von zwei Lagern dominiert: Auf der einen Seite von notorischen Verharmlosern, die – vermutlich weil sie selbst gerne spielen und sich den Spaß nicht nehmen lassen wollen – nicht bereit sind, die empirischen Daten etwa über den Einfluss gewalthaltiger Spiele zur Kenntnis zu nehmen, so lange diese noch keine vollständige Erklärung erlauben (und das werden sie nie). Und auf der anderen Seite von denjenigen, die sich geradezu auf einem Feldzug befinden, die jede Korrelation zwischen Computerspielnutzung und dem Schulerfolg oder der Verhaltensauffälligkeit eines Kindes ... in unverantwortlicher Weise kausal interpretieren und sich dazu aufgerufen fühlen, die Welt vor den Computerspielen zu retten. Es ist an der Zeit, diese Diskussion zu versachlichen. Und das geht nur durch unvoreingenommene Forschung“ (Vorderer 2006, S. 61f). Eigentlich ist mit diesem Zitat schon alles gesagt, worauf es bei dieser Arbeit ankommt: Es besteht ein großes öffentliches Interesse an Bildschirmspielen und ihren Auswirkungen, es existiert eine geteilte Meinung über das Thema und die empirischen Forschungen ließen bisher viele Fragen unbeantwortet. Da springt einem das Erfordernis einer genaueren Untersuchung des Themas geradezu ins Auge, denn seit Jahren ist beinahe auf der gesamten Welt eine Diskussion darüber entbrannt, ob Bildschirmspiele negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche haben oder ob die Gründe für eine negative Verhaltensänderung woanders liegen. Die einen nennen es eine Hexenjagd und eine wahllose Suche nach Gründen für Eskalationen wie in Winnenden oder Erfurt, die anderen nennen es Gewaltverherrlichung und Verharmlosung von ernsthaften Sachverhalten wie Gewalt und Krieg. Und schon geistert wieder das omnipräsente Gespenst der so genannten ‚Killerspiele’ durch die Medien, wenn wieder einmal ein Heranwachsender mit Waffen auf seine Mitschüler losgeht. Die Rufe nach Verboten werden immer lauter, doch viele werfen ebendiesen Menschen auch blinden Aktionismus vor und fordern stattdessen intensivere Untersuchungen und bessere Betreuung für junge Menschen [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: Coachingtools erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. In einem Artikel mit dem Titel Tools, Tools, Tools beschreibt Orthey (2007) in zugespitzter Art und Weise die Bestrebungen in der Beratungsarbeit, sich mittels eines gut gefüllten Werkzeugkastens für alle möglichen Situationen des Berufsalltags zu rüsten. Auch bei einem Blick in die Literatur zeigt sich die Popularität von Coachingtools. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Coachingtoolsammlungen in Buchform (vgl. z. B. Vogelauer, 2007), als Kartenbox (vgl. z. B. Schmidt-Tanger & Stahl, 2007) oder in Form von Videoszenen auf DVD (vgl. z. B. Klein, 2010a d) auf den Markt gebracht (siehe Tab. 2.1). Das Herausgeberwerk Coaching-Tools von Christopher Rauen (2008b) stellt dabei mit über 10.000 verkauften Exemplaren die bekannteste Toolsammlung der deutschsprachigen Literatur dar. Neben Printmedien werden Coachingtools auch im Internet, teils in schriftlicher Form1, teils in Form von Videos verbreitet. Außerdem widmen sich Aus- und Fortbildungen der Vermittlung von Coachingtools. Interesse an Coachingtools besteht sowohl vonseiten der erfahrenen Coachs, die die Methoden ihrer Kollegen kennenlernen möchten, als auch von Anfängern, die sich von Toolsammlungen eine Hilfe für ihre praktische Arbeit erhoffen (vgl. Greif, 2008a). Jones und Gorell (2009) betonen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Coachingtools die Bedeutung des Teilens von Wissen und Erfahrung, um Klienten bestmöglich zu betreuen. Neben der Weitergabe von Wissen besteht eine weitere Intention vieler Coachingtoolautoren auch darin, sich bekannt zu machen. Das Coachingportal von Christopher Rauen bietet Privatpersonen beispielsweise an, Coachingtools zu veröffentlichen und dabei als Autor genannt und mit einem Profil vorgestellt zu werden. Die Homepage wirbt damit, dass sie täglich von mehr als 5.000 Personen besucht wird und somit eine gute Gelegenheit zur Kompetenzdarstellung bietet. Doch neben der Betonung der positiven Seiten wird auch viel Kritik an der zunehmenden Vertoolisierung (Orthey, 2007, S. 73) von Coaching geübt. Mal ehrlich: Wer hat heute keine «systemischen Tools» in der gut sortierten Berater- und TrainerInnen-Werkzeugkiste? (Orthey, 2007, S. 73) fragt Orthey und kritisiert, dass viele Coachs ihre angesammelten Tools wenig reflektiert anwenden und wahllos aneinanderreihen. Aufgrund dieser Problematik stellt sich die Frage, wie sinnvoller Einsatz von Coachingtools aussehen [...]
Inhaltsangabe:Zusammenfassung: In meiner Diplomarbeit konzentriere ich mich darauf, wie Globetrotter die Einflüsse und Auswirkungen der Reisen und der Begegnungen mit Menschen anderer Kulturen auf ihr individuelles Menschenbild einschätzen. Aufgrund des lückenhaften Forschungsstandes und der Komplexität des Themas wird hypothesengenerierend vorgegangen. Das Datenmaterial besteht aus vier transkribierten Interviews, die ich im Zeitraum von Februar bis April 2003 mit Globetrottern führte. Diese Texte wurden mittels eines qualitativen Verfahrens ausgewertet. Ich orientierte mich hauptsächlich an dem von Jaeggi, Faas und Mruck (1998) publizierten Auswertungsleitfaden des zirkulären Dekonstruierens. Diesen kombinierte ich mit Elementen aus der Grounded Theory nach Glaser und Strauss (1967), einem Verfahren zur Hypothesengenerierung anhand des Datenmaterials, und mit der Technik der Feinanalyse (Mecheril & Thon, persönl. Mitteilungen). Neben den Transkripten der Interviews bezog ich die Protokolle meiner Eindrücke aus den Gesprächen ebenfalls in die Auswertung ein. In der Darstellung der Ergebnisse konzentriere ich mich zunächst auf Einzelfalldarstellungen, um dann die aus den Menschenbildreflexionen der Befragen gewonnenen, übergreifenden, psychologischen Gestalten zu referieren. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung4 2.Theorie6 2.1Das Menschenbild7 2.1.1Definitionen7 2.1.2Bestandteile desindividuellen Menschenbildes10 2.1.3Einflussfaktoren und Entstehung von Menschenbildern11 2.1.4Ausgewählte Untersuchungen und eine Theorie zum Thema14 2.1.4.1Oerters Stufentheorie15 2.1.4.2Weltanschauungen von Therapeuten17 2.1.4.3Menschenbilder von Informations-System-Designern18 2.2Die Fernreise19 2.2.1Das Erleben während der Reise19 2.2.1.1Offenheit20 2.2.1.2Begegnungen21 2.2.1.3Bewegung und Zeitwahrnehmung23 2.2.2Reise als Weg zur Selbstfindung und Selbsterkenntnis25 2.2.3Das Fremde26 2.2.3.1Sehnsucht und der Reiz der Fremde27 2.2.3.2Begegnung mit dem Fremden28 2.2.3.3Modi des Fremderlebens29 2.2.3.4Das äußere und das innere Fremde33 2.2.3.5Das Fremde als Lernanlass33 2.2.4Tourismuskritik35 2.2.5Die Weltreisenden vom Typus GlobetrotterIn 36 2.2.5.1Günstige Voraussetzungen für Begegnungen40 2.2.5.2Überlegungen zu Besonderheiten von Fernreisenden40 2.3Zusammenfassende Darstellung der theoretischen Überlegungen42 3.Präzisierung der Fragestellung43 4.Methodik der Untersuchung44 4.1Begründung einer [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,3, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg), Veranstaltung: Einführung in psychosozialer Beratung, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zufuhr von Nahrung ist für den Menschen essentiell lebensnotwendig und deshalb auch ein wichtiges Thema mit dem der Mensch sich zwangsläufig immer auseinanderzusetzen hat. Welche Nahrungsmittel gesund für ihn sind, wie sie richtig und delikat zubereitet werden, sind nur einige Fragen, die die Menschen immer noch sehr beschäftigen. Dabei wurden mit dem Essen auch indirekte Assoziationen geschaffen. Im Mittelalter, zum Beispiel, war es ein Zeichen von Wohlstand, viel essen zu können, denn Lebensmittel waren sehr teuer und nicht jeder konnte sich diesen Luxus leisten. So stellte die Figur einer Person da, ob sie viel oder wenig Geld hatte. Umso Stämmiger, desto Wohlhabender. Doch in einer Zeit, wo sich nahezu jeder Lebensmittel ohne größere Probleme in ausreichender Menge leisten kann, funktioniert der Vergleich von damals nicht mehr, er wird sogar durch andere ersetzt. Heute, in Zeiten des Überflusses, ist es jedoch besser, wenn man sich zurückhalten kann. In unserer Gesellschaft hat sich nun dadurch die Assoziation gebildet, dass schlanke Menschen disziplinierter sind als „dicke“ Menschen. Das bedeutet, dass dünne Menschen sich selbst und auch ihre Umwelt unter „Kontrolle“ haben. Sie gelten als vitaler, gesünder, stärker und auch als lebensfroher. Dazu bekommen wir dieses Bild täglich von den Medien suggeriert. Dagegen gelten „korpulentere“ Menschen als faul, unbeherrscht und auch schwach. Es verwundert uns also nicht, dass ein großer Teil der Gesellschaft dem Schlankheitsideal/ Wahn nacheifert. Aber wo liegt die Grenze zwischen gesundem Essverhalten und einer Essstörung? In der folgenden Arbeit werde ich mich nun konkret auf die Essstörung Bulimia nervosa beziehen. Was verstehen wir eigentlich unter Bulimie und welche Faktoren führen zu dieser Erkrankung? Was kann man heutzutage gegen diese Krankheit ausrichten, wie kann man sie heilen? Diese Fragen möchte ich unter anderen in meiner vorliegenden Hausarbeit näher betrachten und Denkanstösse geben, über eine Krankheit, die die Gesellschaft selbst geschaffen hat und nicht unterschätzen sollte.
Menschen unterscheiden sich in ihrem Selbstwertgefühl, in der Stärke ihrer Gefühle, in der Veränderlichkeit ihrer Stimmungen, in ihrer inneren Sicherheit. Die einen tun selbstbewusst das, wonach ihnen zumute ist, andere quälen sich mit Selbstzweifeln. Manche sind kaum aus der Ruhe zu bringen, andere geraten schnell aus dem Gleichgewicht, sowohl im Positiven wie im Negativen. Sie fühlen sich abgelehnt und unverstanden. Es kommt zu Konflikten mit Vorgesetzten, das Beziehungsleben ist oft anstrengend. Bei aller Sehnsucht nach Ruhe und Harmonie gestaltet sich das Leben wie eine einzige Berg- und Talfahrt. Was sind die typischen Auslöser für eine derartige emotionale Hochspannung? Weshalb ist es so schwer, etwas zu ändern? Welchen Sinn hat es, sich selbst zu verletzen? Was bedeutet Dissoziation?In diesem Buch wird auf die Probleme und Besonderheiten eingegangen, die zu einem Persönlichkeitstypus gehören, den Psychotherapeuten mit dem Begriff »Borderline-Persönlichkeit« oder auch »Borderline-Persönlichkeitsstörung« verbinden. Auf eine scharfe Abgrenzung zwischen dem, was noch oder nicht mehr »Borderline« genannt werden sollte, legt der Autor keinen besonderen Wert. Er geht von fließenden Übergängen von der normal-neurotischen Persönlichkeit mit Borderline-nahen Eigenschaften bis hin zu schwerst krankhaften Borderline-Störungen aus. Auch wer sich nur in bestimmten Aspekten der Borderline-Störung wiederfindet, kann von dem Wissen über dieses Störungsbild profitieren.Nur wer sich selbst versteht und zum Experten in eigener Sache wird, kann etwas ändern. Dieses Buch ersetzt keine Psychotherapie, klärt aber auf über Ursachen, typische Probleme und mögliche Lösungswege.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, Note: 1,0, Universität der Künste Berlin, Veranstaltung: Kreativität, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Themenkomplex „Melancholie, Depression und Kreativität“ hatte mich im Seminar spon-tan aufhorchen lassen. „Endlich mal ein Thema, dass sich nicht mit dem jung-dynamischen, erfolgreichen und vor Gesundheit und Kreativität strotzenden Übermenschen beschäftigt“ schoss es mir durch den Kopf. In unserem von der Hochglanzwerbung stark beeinflussten Studiengang schien mir dieses Thema ein menschlicher Lichtblick zu sein. Als ich dann glühenden Eifers die Grundlagenliteratur verschlang, war ich zunächst ein biss-chen enttäuscht. Die historische Abhandlung des Themas hatte mir zu wenig persönlichen Bezug. Bis ich dann auf den Essay von Kay Jamison gestoßen bin. Die Wissenschaftlerin er-forscht als selbst Betroffene das Thema „Manische Depression und Kreativität“. Warum hatte mich dieses Thema so spontan gefesselt? Ist sie eine Gleichgesinnte? Ich selbst leide seit mei-ner Pubertät unter extremen Stimmungsschwankungen. Bin ich etwa selbst manisch depres-siv? Und ist meine mir des öfteren „attestierte“ Kreativität etwa ein Kind dieser Krankheit? Mein Erkenntnisinteresse wuchs und resultierte in dieser Arbeit über „Manische Depression und Kreativität“. Erst einmal wollte ich genaueres über diese Krankheit wissen. Wie äußert sie sich? Ist sie ein Kind unserer Zeit oder existiert sie seit Menschengedenken? Wodurch wird sie ausgelöst? und Wie kann man sie behandeln? Mit diesem Grundlagenwissen fühlte ich mich für die nächsthöhere Stufe der wissenschaftli-chen Diskussion gewappnet. Wie beeinflusst die manische Depression die Kreativität? Da das Thema für einen psychologischen Laien wie mich sehr schwer zugänglich war (zumal die gesamte Literatur mit psychologischen Fachtermini auf Englisch verfasst war) und sich zudem als äußerst komplex erwies, beziehe ich mich in meiner Arbeit in erster Linie auf die Erkenntnisse von Kay Jamison. Ich habe mich im Nachhinein dafür entschieden, auf wörtliche englische Zitate zu verzichten, da diese den Lesefluss zu sehr behindert haben.
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