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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik, Note: 2,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar: Die Rolle internationaler, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: `Niemand isst für sich allein ́, oder `Geiz ist gottlos ́ – Diese kurzen Sätzen fallen auf, bleiben im Ohr. Die großen entwicklungspolitischen Hilfswerke, wie Brot für die Welt und Adveniat wissen, mit welchen Kampagnen sie die Blicke auf sich ziehen – und haben auch die entscheidenden Ressourcen, ihre Kreativität umzusetzen. Öffentlichkeit sorgt für Auseinandersetzung, fördert Solidarität und Mitgefühl, lockert den Geldbeutel Spendengewillter Deutscher und schließt den Kreis mit noch größeren, noch auffälligeren und provokanteren Medienauftritten. Gerade die Nichtregierungsorganisationen haben durch ihre Kampagnen und ihre Lobbyarbeit schon viel in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erreicht, dabei ist ihre Geschichte noch gar nicht so alt. Heute bestimmen über 25.000 nichtstaatliche Organisationen das internationale Handlungsfeld , mit dem Ziel, die Menschen für ihr Anliegen zu sensibilisieren und Einfluss auf politische Entscheidungsträger und Unternehmen auszuüben. In Deutschland wirken allein rund 100 entwicklungspolitische NGOs, die ihre Arbeit in unterschiedlichster Weise definieren. Durch Politikdialog und Konferenzpräsenz stieg auch ihre Kompetenz und mittlerweile wird ihre Arbeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), welches in Deutschland seit 1961 die staatliche Entwicklungspolitik bestimmt, hoch geschätzt. „Nichtstaatliche Organisationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Ausformung und Umsetzung einer teilhabenden Demokratie. (...) Die Gesellschaft, die Regierungen und internationale Gremien sollen Mechanismen entwickeln, die den nichtstaatlichen Organisationen die Möglichkeit geben, ihrer partnerschaftlichen Rolle im Rahmen eines umweltverträglichen und nachhaltigen Entwicklungsprozesses in verantwortlicher und wirksamer Weise gerecht zu werden.“
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,3, Universität Erfurt (Fakultät für Staatswissenschaften), Veranstaltung: Strategischer Wandel bei der Suche nach einer Regelung des Kurdenproblems seit 1991, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit fast einem Jahrhundert kämpfen die Kurden in der Türkei. Der Kampf war zu beginn noch ein Kampf um Autonomie oder um einen eigenen kurdischen Nationalstaat. Natürlich war es auch immer ein Ziel die Diskriminierung und Leugnung der kurdischen Bevölkerung zu stoppen. Gerade seit den 70er und mit dem Aufkommen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), war das Bestreben nach einem kurdischen Nationalstaat zu einem gewaltsamen Konflikt geworden. Die PKK orientierte sich hierbei ideologisch am Sozialismus und stand somit konträr zum westlichen Liberalismus, dem sich die Türkei angeschlossen hatte. Abdullah Öcalan, der ideologische und politische Anführer der PKK, entwickelte immer wieder neue Theorien zum Erreichen des ausgegebenen Zieles. In den 90er Jahren wechselte die Stimmung jedoch. Noch vor der Festnahme Öcalans durch türkische Sicherheitskräfte, bekannte sich eben dieser zu einem Verbleib der Kurden innerhalb der Grenzen der Türkei. Diese Forderung wurde jedoch an die Bedingung einer Demokratisierung der Türkei geknüpft und Öcalan entwickelte die Theorie der radikalen Demokratie. Erstmals erwähnte er diese in einem, im Jahr 2000 auf deutsch veröffentlichten Buch „Zur Lösung der kurdischen Frage“ als Verteidigungsschrift bei seiner Anklage. Dieses Buch bildet das Fundament seiner Theorie zur Radikal Demokratie. Seine weiteren Fortführungen sind allerdings noch nicht auf deutscher oder englischer Sprache verfügbar, weshalb sich in dieser Arbeit auf Sekundärliteratur bezogen werden wird. Die Theorie der Radikalen Demokratie besteht dabei im Wesentlichen aus drei Punkten. So kann man diese aufteilen in die Demokratisierung des Staates, die demokratische Konföderation sowie die demokratische Autonomie. Dieser Hausarbeit soll daher im ersten Schritt die Modelle der Konföderation und der Autonomie im Allgemeinen darstellen. Hierfür soll auf Werke von Murray Bookchin, sowie Thomas Sempf, für eine juristische Sichtweise der Konföderation, zurückgegriffen werden um einen ersten allgemeinen Überblick über die Konzepte zu erhalten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 2,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Proseminar „Einführung in türkische und arabische Verwandtschaftssysteme“, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die deutschen Medien beschäftigen sich schon seit längerer Zeit, besonders intensiv seit den Anschlägen in Amerika und der Debatte um den Beitritt der Türkei in die EU, mit den in Deutschland lebenden Muslimen. Die darin auftretenden Themen – Kopftuchstreit, Leitkultur, Schächtung, oder Zwangsehe – sind immer wieder Reizthemen und stellen die eigene Gesellschaft und ihren Umgang mit ausländischen Mitbürgern auf die Probe. Die der eigenen Kultur fremden Anschauungen und Lebensweisen bilden dabei den Streitpunkt, wenn es um Integrationsfragen geht. Es stellt sich immer wieder heraus, dass die Deutschen sehr wenig über den Islam als Lebensmittelpunkt vieler Migranten wissen. Auch die Position der Frau in der muslimischen Gesellschaft ist ein Thema, das viel Raum für Interpretationen lässt. Erscheint aus westlichen Augen die verhüllte Frau schnell als rechtloses, unterdrücktes Wesen, muss man sich fragen, inwiefern eine Einschätzung von Außen möglich ist? Wie selbstbewusst und eigenständig darf eine Muslimin leben? Nach welchen Regeln muss sie sich richten? Welches Verhalten bestimmt die Tradition, Gewohnheit oder Religion und warum? Frauen haben in der Geschichte des Islams schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Es heißt, der erste Mensch, der den Islam annahm, sei eine Frau gewesen: „Khadidscha“, die erste Frau des Propheten Mohammed. Der erste Mensch, der für den Islam gestorben ist, sei ebenfalls eine Frau: „Summaya“. Sie gab unter Folterungen ihr Leben für den Islam hin. Diese Arbeit nimmt sich zum Ziel, einen Überblick über das traditionelle Bild einer muslimischen Frau bis hin zu ihrer gegenwärtigen gesellschaftlichen Stellung zu geben. Gerade der Aspekt des neuen modernen Frauenbildes und die Einbürgerung muslimischer Migranten in die BRD sollen im Folgenden im Mittelpunkt stehen. Bei der Sichtung der Literatur und der genauen Themenfestlegung ist schnell aufgefallen, wie umfangreich dieses Thema ist. Deshalb sei angemerkt, dass die vorliegende Seminararbeit nicht den Anspruch hat, alle Facetten, die das Thema der Frau im Islam betreffen, zu berücksichtigen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 2,0, Universität Rostock (Politik- und Verwaltungswissenschaften), Veranstaltung: PS Islam und Staat, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Seminararbeit werden die Entstehung der Taliban-Bewegung sowie die Dekrete, nach denen die Afghanen (besonders die Frauen) unter der Herrschaft der Taliban ihr Leben richten mussten näher beleuchtet. Um das "Taliban-Problem" besser verstehen zu können, wird auch ein kurzer Überblick über Afghanistan im 20.Jh gegeben. Als ich mir dieses Thema für die Hausarbeit wählte, hieß es ursprünglich "Afghanistan und Pakistan". Da es den Umfang einer Hausarbeit sprengen würde, auch noch auf Pakistan näher einzugehen, habe ich mich entschlossen, den Bezug zu Afghanistans östlichen Nachbarn dahingehend zu erhalten, indem ich die Beziehung Pakistans zur Talibanregierung beleuchte. Dieses geschieht im dritten Kapitel. Da Pakistan in dieser Hausarbeit aus den genannten Gründen im Vergleich zu Afghanistan keine gleichberechtigte Rolle spielt, habe ich mich entschlossen, es auch nicht im Titel zu nennen. Diesen habe ich geändert in "Afghanistan und die Taliban". Obwohl sich der größte Teil dieser Hausarbeit mit den Taliban beschäftigt, steht "Taliban" nicht an erster Stelle im Titel. Dazu hat mich die Tatasche bewegt, das die Talibanbewegung wohl ohne Afghanistan nie entstanden wäre, Afghanistan aber sehr wohl ohne die Taliban ein existierender Staat war und ist. Die Taliban waren also von Afghanistan abhängig, und nicht umgekehrt. Rostock, August 2002
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: "-", Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Historisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: Politische Theologie im Mittelalter, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Täufertum fand seine Anfänge im „Wildwuchs“ der Reformation. In den 20er Jahren des 16.Jahrhunderts schwoll die Unzufriedenheit mit dem Klerus der alten Kirche an, entlud sich an vielen Orten in antiklerikaler Agitation und führte zur Einleitung von Reformen, die zunächst kein festes Konzept hatten, sondern einzig Einigkeit im Protest gegen römischen Klerus und kirchliche Unwesen fanden, welches die Christenheit um ihre Glaubwürdigkeit zu bringen drohte. Das Täufertum entwickelte sich aus mehreren Wurzeln, ein einheitliches Leitbild war zunächst nicht zu erkennen, vielmehr ist von einer polygenetischen Sicht des Täufertums die Rede. Der zu Beginn schwankende Kurs und der Versuch einer volkskirchlichen Täuferreformation endete in der Entstehung der Freikirchen. Sie trafen sich heimlich, dabei stets umweht von einem „Hauch von Unrechtmäßigkeit und gesellschaftlichem Untergrund“ Spätestens seit Mitte des 16.Jahrhunderts, lassen sich in der Täuferbewegung drei Glaubensrichtungen unterscheiden: Mennoniten, Schweizer Brüder und die Hutterer. Als weder katholisch noch evangelisch kristallisierte sich das Täufertum zur Alternative beider großer Kirchen. Ohne auf die einzelnen Wege der verschiedenen Gruppierungen einzugehen, soll in der folgenden Ausarbeitung ein grober Überblick über Glaube, Lehre und Leben der Täufergemeinden gegeben werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: HS 15233: Die künftige Rolle der Türkei in der Europäischen Union: Erwartungen und Konflikte, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Mitte Februar 1999 wurde der kurdische PKK-Führer Abdullah Öcalan am Flughafen von Nairobi vom türkischen Militärgeheimdienst festgenommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sich in der griechischen Botschaft Kenia versteckt gehalten. Vier Monate zuvor hatte seine Flucht von Syrien aus, wo er sich seit 1979 aufhielt und die Aktionen der PKK organisierte, begonnen und führte ihn über Griechenland, Russland, Italien, Belarus, wieder Griechenland, letztlich nach Kenia. Seiner Verhaftung folgte die Aufgabe des offenen Kampfes der PKK gegen den türkischen Staat. Dem vorausgegangen war ein jahrelanger gewaltsam ausgetragener Konflikt. Jüngste Meldungen aus der Türkei berichten von einer scheinbar gänzlich anderen Sachlage. Ehemaligen Kämpfern der PKK werden von türkischer Seite Amnestie-Angebote gemacht, mit dem Ziel diese in die Gesellschaft wieder einzugliedern. 1 Von einer „türkische(n) Revolution“ ist die Rede; und sogar das traditionell einflussstark in Verfassung und Staatsverständnis verankerte türkische Militär ist auf dem Rückzug aus der Politik und gibt sich reformfreudig.2 Es könnte der Eindruck entstehen in den letzten vier Jahren habe sich vieles in der Türkei geändert. Der türkisch-kurdische Konflikt ist beigelegt und Staatsreformen werden wohlwollend angegangen. Demzufolge stünde einem EU-Beitritt der Türkei nicht mehr viel im Wege. Ganz so einsichtig und überschaubar gestaltet es sich jedoch nicht. Der türkisch-kurdische Konflikt bestand nicht nur aus den Auseinandersetzungen zwischen der PKK und dem türkischen Militär. Dies war lediglich die äußere Erscheinungsform, die durch die Medien immer wieder an die Weltöffentlichkeit drang. Die Ursachen und Hintergründe hingegen haben eine weitaus komplexere und vielschichtigere Gestalt. Und auch der Weg in die Europäische Union ist noch nicht so freigeräumt wie es oberflächlich den Anschein haben mag. Es ist der Gegenstand dieser Arbeit hinter die Kulissen des türkisch-kurdischen Konflikts in Vergangenheit und Gegenwart zu blicken. Dabei kann keinesfalls der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Vielmehr liegt der Fokus darauf, verschiedene essentielle Faktoren zu analysieren, den Konflikt sowohl in die türkische als kurdische Gesellschaft einzufügen, die Rolle der Akteure zu beleuchten, den internationalen Kontext zu skizzieren und schließlich den Bezug und die Bedeutung des Konflikts zu einem EU-Beitritt der Türkei herzustellen. ...
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,75, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Politikwissenschaft ), Sprache: Deutsch, Abstract: Wer seine Heimat hinter sich lässt, um in der Ferne eine Zukunft zu suchen, verändert nicht nur sein Leben. Seine Reise trägt Geschichten, Eindrücke, und Erinnerungen weiter, verbindet Kulturen, Religionen und Weltbilder und prägt so die stetige Neuformung der Weltgesellschaft. Der internationale Migrant ist ein Agent des Wandels. Er ist ein Produkt und zugleich Protagonist der Geschichte. Doch Fremdes ist innerhalb der eigenen Grenzen nicht immer willkommen, wird in mehrfacher Hinsicht als Störfaktor empfunden, nährt Misstrauen und Angst. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es kein Industrieland mehr, das seine Grenzen komplett der Zuwanderung öffnet. Ein vollständiges Einwanderungsverbot ist in den Industriestaaten aber ebenso wenig der Fall und kann auch aus arbeitsmarktpolitischen Gründen keine realistische Option sein. Oftmals entscheiden Qualifikationen und das persönliche Schicksal, wer die nationalstaatliche Grenze überschreiten darf. Während mit der fortschreitenden Globalisierung die weltweite Polarisierung zunimmt, verstärken sich parallel dazu die internationalen Wanderungsbewegungen, verlassen immer mehr Menschen ihre Heimat auf der Suche nach einer besseren Perspektive. Die Rolle Europas im globalen Migrationsgeschehen wächst dabei stetig an. In den Anfängen der europäischen Gemeinschaft waren Frauen und Männer aus Drittländern noch willkommene Arbeitskräfte, aber in nur wenigen Jahrzehnten hat sich die Zuwanderung zu einem facettenreichen und zugleich hochsensiblen Thema entwickelt. „Die EU ist eine der angesehensten `Societies ́ der Welt, der Lions-Club unter den feinen organisierten Gesellschaften. (...) Es ist eine konfuse Sehnsucht, die kopflos, abenteuerlustig und mutig macht.“ Die Europäische Union ist heute ein gut funktionierendes System, das einen gewissen Wohlstand und persönliche Zukunft verspricht und damit Millionen Menschen aus allen Teilen der Welt anzieht.[...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 2,0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Failed States, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der vierte jugoslawische Erbfolgekrieg hat erneut gezeigt, dass Europa noch weit entfernt ist von einer stabilen Friedensordnung, die Kriege wie im ehemaligen Jugoslawien undenkbar macht. Der Kosovo-Krieg 1998 bis 1999 wurde aus vielen Gründen von einer Krise zu einem Krieg. Ethnische, religiöse, nationale, sozio- ökonomische und demographische Faktoren sind im Kosovo mit einer doppelten Mehrheit- Minderheiten- Problematik verwoben. Schon vor der Intervention der North Atlantic Treaty Organisation (NATO) mit Luftangriffen auf Serbien wurde diskutiert, ob einzelne Staaten sowie die Organisation gegen das festgeschriebene Völkerrecht verstoßen haben und welche Legitimationen für bestimmte Rechte für einflussreiche Staaten gelten. Diese Konfliktanalyse soll die Internationalisierung des Konfliktes in den Vordergrund stellen, dabei vor allem die Organisation der NATO. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick möchte ich erst einmal eine allgemeine Konfliktanalyse durchführen und den Kosovo im Kontext des jugoslawischen Zerfallsprozess darstellen. Nach dieser Beschreibung des Einflusses und der Handlungsblockaden der internationalen Organisationen wie UNO, OSZE und EU, möchte ich auf die NATO detaillierter eingehen. Bei der thematischen Behandlung der NATO versuche ich eine Verbindung zwischen der Organisation, dem Völkermord und der Gewaltspirale im Kosovo sowie die internationale Politik in der Kosovo-Krise, darzustellen. Außerdem soll die Diskussion eines möglichen Völkerrechtsbruchs durch die NATO-Intervention wieder gegeben werden. Im letzten Punkt versuche ich auf die Strategien und Präventionen der NATO sowie auf alternative Strategien und Präventionsmöglichkeiten einzugehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 1.0, Universität Augsburg (Lehrstuhl für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Politische Länderkunde Kroatiens: Zur aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, Sprache: Deutsch, Abstract: "In den Kriegen offenbart sich vor allen Dingen die menschliche Dummheit. Die menschliche Dummheit an sich ist eine elementare, riesige, alltägliche Erscheinung, aber es sieht so aus, als wirkte der Krieg auf die menschliche Dummheit wie ein Gewitterguß auf Pilze: sie schießt gespenstisch überall aus dem Boden." (Miroslav Krleza) Kaum ein Ereignis hat die Öffentlichkeit seit dem 2. Weltkrieg so stark erschüttert, wie der Kriegsausbruch im ehemaligen Jugoslawien im Jahre 1991. Die Medien überboten sich gegenseitig mit Berichten über Deportationen, Menschenrechtsverletzungen, Todeslager, ethnischen Säuberungen, systematischen Massenvergewaltigungen, etc.. Die Terrorisierung und Vertreibung der Zivilbevölkerung sowie das Ausmaß der Zerstörungen, um aus einem Vielvölkerstaat ethnisch homogene Nationalstaaten zu schaffen, erschweren das Verständnis für einen solchen Krieg. Wie war es möglich, daß mitten in Europa gegen Ende des 20. Jahrhundert, ein solch barbarischer Bürgerkrieg - oder eine derartige "Dummheit", wie es wohl der Schriftsteller M. Krleza formuliert hätte, entstehen konnte? In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, den Balkankrieg von 1991-1995 so umfassend wie möglich darzustellen, sowie mögliche Ursachen und Hintergründe, die zu diesem Krieg geführt haben, zu analysieren. Aus diesem Grund ist es notwendig, sich zunächst mit der Geschichte Jugoslawiens zu beschäftigen und neben der ethnischen Komponente des Konflikts auch den wiederaufgelebten Nationalismus zu behandeln. Daraufhin soll auf die Konfliktparteien sowie auf den Kriegsverlauf in den Republiken des ehemaligen Jugoslawiens eingegangen werden. Der anschließende Teil beinhaltet das Friedensabkommen von Dayton. In der Schlussbetrachtung soll eine Art Bilanz des Krieges erstellt werden. Aus Gründen des Umfangs können jedoch nicht alle Aspekte des Konflikts angesprochen werden. So wird beispielsweise nicht näher auf die Jugoslawienpolitik der Europäische Gemeinschaft eingegangen. Sie findet nur insoweit Erwähnung, wie dies für den Verlauf der Arbeit notwendig ist.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: Sehr gut, Universität Wien (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Methoden und Elemente des politikwissenschaftlichen Denkens und Arbeitens, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Proseminararbeit dreht sich die Problemstellung um die „Nation der Bosniaken“. Diese Nation wird im 20. Jhd. und zu Beginn des 21. Jhd. immer noch falsch verstanden bzw. dargestellt. Darum ist es umso wichtiger unter anderem auch im Rahmen dieses Proseminars und der dazugehörigen Proseminararbeit zu versuchen diese Thematik aufzuarbeiten und für die Nachwelt fest zu halten. Wird dieses Thema auf dem Balkan in den vergangenen 100 Jahren betrachtet, wird es deut-lich, dass die Nation der Bosniaken ihre Aktualität nicht verloren hat. In den vergangenen 100 Jahren fand ein erbittertet Kampf dieser Nation um die erneute Akzeptanz in der internationa-len Gemeinschaft statt. Eine Aufopferung und starker Patriotismus für die Anerkennung. Von 1991 bis 1996 fand diese Aufopferung neue Dimensionen. Seit der Ausrufung der unabhängi-gen Republik Bosnien und Herzegowina (Republika Bosna i Hercegovina) 1992 und deren internationale Anerkennung, am 6. April des selben Jahres, haben sich die Bosniaken, nicht nur in Bosnien und Herzegowina oder Europa, sondern Weltweit an ihre Wurzeln besinnt, versuchen ihre Identität weiter zu festigen und ihre ursprüngliche Heimat auf allen Gebieten voran zu bringen. Für Europa, speziell für die Europäische Union, ist die Erhaltung des Frie-dens in Bosnien und Herzegowina ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche und politi-sche Stabilität des Balkans. Die Bosniaken an sich sind ein konstitutives Volk in der Regie-rungsbildung Bosnien und Herzegowinas und nehmen an der Europäischen und Weltweiten Politik teil.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: USA, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Vergleichende Analyse ausländischer politischer Systeme: Einführung in das politische System der USA, Sprache: Deutsch, Abstract: "Lobbyism has always played a necessary part in our democratic form of representative government. In effect it is the institutionalization of the people′s constitutional right to petition their government" (Sieper 1975, 125). Diese Aussage stammt aus einem Bericht des amerikanischen Senate Foreign Relations Committee von 1964. Darin spiegelt sich die positive Sichtweise der Teilnahme von Interessengruppen am politischen Prozess wider. In den USA wird diese also nicht nur als legal angesehen, sondern sie ist auch erwünscht. Anders in der BRD. Dort definiert sich Lobbyismus als "Versuch, Abgeordnete, Regierungs- oder Verwaltungsbeamte durch Information, Überzeugungsarbeit oder Gefälligkeiten im eigenen Interesse zu beeinflussen" (Nohlen 2001, 267). Die negative Konnotation des Begriffs liegt im Korporatismus begründet, der Interessengruppen anders als in den USA formell in den politischen Prozess einbindet und den Begriff "Lobbyist" für den reserviert, der um eine Beeinflussung der Politik ohne die institutionalisierte "Kooperation von Kapital, Arbeit und Staat" bemüht ist (Adams et al. 1992, 506). In dieser Hausarbeit werde ich der Frage nachgehen, welche Methoden des Lobbyismus US-amerikanischer Verbände anwenden und welches Maß an Einfluss sie dadurch auf den politischen Prozess ausüben. Dabei werde ich zunächst auf die Struktur der Verbände, ihre Adressaten und rechtliche Einbindung im Vergleich zu Deutschland eingehen, um auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Interessengruppen in einer pluralistischen Präsidial-Demokratie wie den USA hinzuweisen. Nach einer allgemeinen Beschreibung der Methoden des amerikanischen Lobbyismus werde ich an zwei Fallbeispielen (AIPAC, Öl-Lobby) die Einflussreichweite einiger Lobbyisten aufzeigen und das Ergebnis mit den Einschätzungen zweier Politologen vergleichen. Dabei werde ich zu dem Schluss kommen, dass der politische Prozess nicht von einer "tyranny of minorities" beherrscht wird, wie Hans O. Staubs Buch mit gleichnamigem Titel suggeriert (Hrebenar 1982, 259). Vielmehr möchte ich mich Lester W. Milbrath anschließen, der - abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen - den Einfluss der Lobbys für gering hält: "There are many forces in addition to lobbying which influence public policy; in most cases these other forces clearly outweigh the impact of lobbying" (Milbrath 1970, 428).
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut fuer Afrikawissenschaften), Veranstaltung: Entwicklungstendenzen Internationaler Afrikapolitik, 40 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die internationalen und lokalen Akteurs- und Interessenkonstellationen im Vorfeld und während der drei Interventionen der „Internationalen Gemeinschaft" in Somalia zu Beginn der 1990er Jahre. Sie verfolgt einen akteurszentrierten Ansatz unter Berücksichtigung der temporären Handlungslogiken der relevanten Akteure vor dem Hintergrund der innenpolitischen Lage Somalias sowie der neuen geopolitischen Konstellation nach dem Ende des "Kalten Krieges". Zunächst erfolgt ein Überblick über die somalische Clanstruktur, dem entscheidenden Faktor für die historischen und aktuellen Konfliktlinien, sowie eine Hinführung zum Ogaden-Krieg 1977/78, der für die Region im Allgemeinen und Somalia im Speziellen eine zentrale Wendemarke war. Darauf aufbauend, analysiert die Arbeit die neuen innen- und außenpolitischen Interessenkonstellationen nach dem Ende des Ogaden-Krieges. Dabei wird dargestellt, wie bestehende innersomalische Clan-Rivalitäten begünstigt durch regionale und geopolitische Entwicklungen verstärkt ausbrachen und in den 1980ern zu einem offenen Bürgerkrieg führten. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Analyse der Interventionen UNOSOM I, UNITAF und UNOSOM II in Somalia. Dabei wird gezeigt, welche Rationale der zentralen lokalen und internationalen Akteure einen Einfluss auf den Politikwechsel und das verstärkte Eingreifen der USA hatten, das den Beginn einer neuen Generation der Peace-keeping Operationen bedeutete und den entscheidenden Rahmen für UNITAF und UNOSOM II bildete. Es wird nachgezeichnet, wie sich die US-geführten UNITAF und UNOSOM II bedingt durch eine Verknüpfung von mangelnder Berücksichtigung lokaler Dynamiken und eigenen – teilweise persönli-chen – Handlungslogiken in eine fehdenartige Auseinandersetzung mit dem Kriegsherrn Mohammed Farah Aideed hineinziehen ließen und wie die UN damit faktisch zu einer Kriegspartei wurden. Die Arbeit zeigt, wie das externe Eingreifen in eine kaum zu erfassende lokale Konfliktkonstellation in Verbindung mit dem geschickten Vorgehen lokaler Akteure dazu führte, dass UNOSOM II an Ansehen in der somalischen Bevölkerung verlor, zunehmend als Feind angesehen wurde und schließlich scheitern musste.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Die neue deutsche Sicherheitsarchitektur, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach Artikel 30 GG der Bundesrepublik Deutschland ist die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung staatlicher Aufgaben Ländersache – somit auch das Polizeiwesen. Nichtsdestotrotz besitzt der Bund mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und der Bundespolizei, ehemals Bundesgrenzschutz (BGS), zwei polizeiliche Institutionen, die die Arbeit der Länderpolizeien in bestimmten Aufgabenbereichen ergänzen. Die Tätigkeiten der Polizeien des Bundes dienen vor allem auch der supra- und internationalen Verbrechensbekämpfung, die in Zeiten der Globalisierung durch Schengen-Abkommen, europäischen Einigungsprozess etc. einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Im internationalen Rahmen ist das BKA vor allem für die Verbindung zu Interpol und Europol zuständig, der Bundesgrenzschutz bzw. die Bundespolizei nimmt in dieser Hinsicht vor allem an nationenübergreifenden Polizeiprojekten wie z.B. der „Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen“ (FRONTEX) teil. Vor allem im Zusammenhang mit der Bundespolizei kommt dabei die Frage auf, ob aufgrund der geringer gewordenen Aufgaben im Inland und der im Gegensatz dazu steigenden Relevanz von Einsätzen im Ausland überhaupt noch von einer Polizei des Bundes gesprochen werden kann. Der BGS war außerdem lange Zeit traditionell militärisch geprägt. Kritikern zufolge scheint noch heute bei den bewaffneten Auslandseinsätzen von Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei oft keine klare Trennung zwischen militärischen und nichtmilitärischen Komponenten zu herrschen. Die Bundespolizei wird also einerseits als eine Art paramilitärische Einheit angesehen, die sich nicht auf zivilpolizeiliche Aufgaben beschränkt. Andererseits kann man sich fragen, ob sie durch die stark gestiegene Anzahl der Auslandseinsätze, die nicht vom Bund selber ausgehen, sondern von übergeordneten Staatenverbünden oder internationalen Organisationen wie der Europäischen Union (EU) oder den Vereinten Nationen (VN/UN) , ihre Bedeutung als Polizei des Bundes verliert und eher als Teil einer großen, internationalen Polizeieinheit gesehen werden muss.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südasien, Note: 2,6, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit der Gründung der Staaten Indien und Pakistan nach dem Ende der britischen Kolonialherrschaft auf dem indischen Subkontinent, führten beide Staaten drei Kriege gegeneinander. Der Konflikt um die Region Kashmir beherrscht bis heute die Aussenpolitik beider Länder. Beim Unabhängigkeitskampf von Ostpakistan trat dieser Konfliktherd in den Hintergrund. Das militärische Eingreifen der Indischen Union führte zum dritten Krieg mit Pakistan und schließlich zur Teilung Pakistans und zur Gründung von Bangladesch. Die Besonderheit dieses Konfliktes war, dass nicht Gebietsansprüche, wie in Kashmir zu ihm führten. „The Bangladesh crisis 1970-71 is the best historical example of a war into which India and Pakistan were drawn by domestic factors.” Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen zu dem Krieg der Indischen Union mit Pakistan 1971. •Welche außenpolitischen Rahmenbedingungen bestanden für Indien?•Welche Ursachen führten zum militärischen Eingreifen Indiens auf der Seite der Unabhängigkeitsbewegung in Ostpakistan?•Was waren die Hauptgründe? •Was für Rückschlüsse lassen sich daraus für die heutige Situation ziehen? Um diese Fragen zu beantworten, gliedert sich die Hausarbeit in vier Kapitel. Nach der Einleitung wird in Kapitel zwei ein historischer Überblick gegeben, welcher die Ausgangssituation vor dem Eingreifen Indiens in den Konflikt auf dem indischen Subkontinent betrachtet. Im dritten Kapitel werden die außenpolitischen Rahmenbedingungen analysiert, die dem militärische Eingreifen Indiens zugrunde lagen. Das Kapitel vier diskutiert die Gründe für das Eingreifen, gewichtet sie und unterzieht sie einer Gesamtbewertung. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, in welchem die Ausgangsfragen beantwortet werden und Rückschlüsse für die heutige Situation gezogen werden. Für diese Arbeit wurde in erster Linie angelsächsische Literatur herangezogen. Besonders hervorzuheben ist das Buch „War and secession. Pakistan, India, and the creation of Bangladesh” von Richard Sisson und Leo E. Rose, welches einen guten Einblick in die Thematik verschafft und in dieser Arbeit umfangreich Erwähnung findet.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten, Note: 1,4, Ludwig-Maximilians-Universität München (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Übung der internationalen Beziehungen: Asien- zwischen sicherheitspolitischen Herausforderungen und den Grenzen der Wirtschaftsdynamik, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In letzter Zeit wurde China oft als Supermacht der (nahen) Zukunft bezeichnet. Dies bezieht sich natürlich primär auf seinen unbestreitbar enormen wirtschaftlichen Aufstieg, doch wird China auch oft als mögliches Gegengewicht zur einzigen aus dem kalten Krieg verbliebenen Supermacht USA genannt. Diese Arbeit nimmt jenen Aspekt der chinesischen Militärmacht genauer unter die Lupe, besonders unter dem Eindruck der Reformen der letzten Zeit und dem jährlich stark steigenden Verteidigungsbudget, schließlich ist China nun die Nummer 4 in Sachen Rüstung, gleich nach den USA, England und Frankreich. Das Werk beginnt mit einem kurzen Überblick über die Kriege Chinas nach dem Weltkrieg, also Korea, dem Grenzkrieg gegen Indien und der misslungenen Strafexpedition gegen Vietnam, nach deren Ende China seine Armee massiv umbaute; Nicht nur die Amerikaner bissen sich in Vietnam die Zähne aus... Danach folgt die nähere Analyse der einzelnen Teilstreitkräfte, insbesondere der strategischen Raketentruppe, die eigenständig agiert. Im Blick sind dabei Waffensysteme, Taktik, Erneuerungsmaßnahmen, Entwicklung und Importe, besonders die teils enormen Waffenkäufe von z.B. modernen Sukhoi MK30 Kampfbombern aus Russland. Zu guter letzt steht eine Gesamteinschätzung der jetzigen Stärke der Volksrepublik China, auch im Hinblick auf das Taiwan-Szenario, und eine Prognose auf die nächsten Jahre, schließlich haben neu in Dienst gestellte Waffensysteme eine teils jahrzehntelange "Lebenserwartung".
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa, Note: 1,7, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Fakultät Wirtschaft und Soziales), Veranstaltung: Staatsorganisation und Verfassungsgrundsätze, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Menschen werden durch die Sprache geformt, mehr als die Sprache durch den Menschen geformt wird. Es ist die natürliche Kraft einer Sprache, die dem Entstehungsprozess einer Nation Gestalt gibt.“ Versucht man in wenigen Sätzen zu beschreiben, was den Kern der belgischen Krise ausmacht, ist notwendigerweise der „Sprachenstreit“ als einer der wesentlichen Gründe für die Disparitäten zwischen Flamen und Wallonen zu nennen. Nach ihm wird der historisch begründete soziale Konflikt benannt, der sich aus dem Zusammenschluss zweier im Kern verschiedener Volksgruppen zu einem unabhängigen Königreich Belgien ergab. Vielen ist der tief in die Gesellschaft unseres Nachbarlandes hineingreifende Konflikt nicht bekannt, auch in der deutschen Tagespresse findet er wenig Erwähnung. Daher ist es weniger verwunderlich, dass Belgien von vielen als „Land ohne Profil“ und eher als der „unbekannte Nachbar“ gesehen wird. Um die Tiefe des Konflikts zu erfassen ist es notwendig, einen Blick auf die historische Entwicklung im Lande zu werfen. Dies soll im ersten Abschnitt dieser Ausarbeitung geschehen. Im zweiten Teil wird die Umsetzung der Idee des Föderalismus auf das System des belgischen Staates betrachtet. Diese kleine Einführung in das Staatsgefüge soll die Grundlage bieten, den daran anschließenden Kern der Arbeit, die Ausei-nandersetzung mit den Problemen des Systems und den daraus resultierenden Folgen für die (Un-)Regierbarkeit und Krisenanfälligkeit nachvollziehen zu können.
Essay aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Zeit, in der die Menschen der Auffassung sind, ihr Schicksal selbst bestimmen zu können, suchen sie nun auch das Glück auf eigene Faust. Aber was ist Glück? Erfahren wir Glück und Zufriedenheit durch materielle Werte, etwa eine Gehaltserhöhung, das neueste Mobiltelefon oder den Urlaub auf der eigenen Yacht – schlichtweg Erfolg, Besitz und Wohlstand? Oder besinnen wir uns auf die immateriellen Werte, wie Liebe, Freude und Freundschaft? Können wir Glück vielleicht nur erfahren, wenn wir uns von all diesen Bedürfnissen lösen? In Deutschland ist die Suche nach dem eigenen Glück zum Trend geworden. Glücksratgeber halten sich seit Jahren in den Bestsellerlisten, jeder strebt und sehnt sich nach dem eigenen Glück, hofft auf einen zufälligen Glücksmoment im eigenen Leben. Dabei wird eines ganz offensichtlich – Glück bedeutet für jeden etwas anderes. Und jeder erlangt sein Glück auf eigene Weise. Ist es im Sinne dieser modernen Subjektivierung des Glücks überhaupt möglich, Glück durch Politik bewirken zu wollen? Wenn Glück zum Staatsziel erklärt wird, muss dann nicht zunächst feststehen, was Glück bedeutet? Bhutan, eine kleine Nation im Herzen des Himalaya, misst als einzige auf dieser Welt das Bruttosozialglück, um den Fortschritt und die Zufriedenheit ihrer Bürger zu beurteilen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Politikwissenschaft ), Veranstaltung: Nord-Süd-Beziehungen , 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach der Revolution in Iran bekam der Islam eine neue Dimension in der Politik und in der Internationalen Beziehungen. Trotzdem außer in Iran und in Saudi Arabien, wo die Religion viele aber nicht alle Aspekte des politischen Leben bestimmt, haben die anderen islamischen Bewegungen es schwer in die Macht zu kommen. Diese islamischen Bewegungen kann man in 4 großen Gruppen unterteilen, die Politisch Aktivisten, die Militanten, die Zivilgesellschaftlichen, und die zurückgezogenen. Die Politisch Aktivisten sind die islamischen Parteien bzw. islamisch geprägten Parteien. Die Militanten sind Gruppen die nicht mit friedlichen Mittel in die Macht kommen wollen (können) sondern durch den Gewalt. Die Zivilgesellschaftlichen sind jene die nicht an die Politik interessiert sind aber trotzdem in der Gesellschaft aktiv sind, durch Stiftungen, Organisationen, Sufi-Orden usw. Die Zurückgezogenen sind ein Teil von dem friedlichen Zweig der Salafiyya Bewegung, die weder politisch noch zivilgesellschaftlich handeln will. In dieser Arbeit möchte ich die erste Gruppe näher untersuchen, am Beispiel von zwei Parteien, die islamisch geprägt sind, die PJD [Le parti de la justice et du développement]in Marokko, und dieMuslimbrüderin Ägypten. Sie spielen in den letzten Jahren eine wichtige Rolle in der Opposition in ihren jeweiligen Ländern, aber ihre Gegner werfen ihnen vor, dass sie keine Konkrete Pläne haben und gar nicht an eine seriöse Politik interessiert sind. Dass sie die "demokratische" Mittel benutzen, nur um in die Macht zu kommen, und die Herrschaft wieder neu zu gestalten, hört man auch oft von ihren Kritikern. Es ist schwer die Behauptungen der Gegner empirisch zu belegen, da diese Parteien nie regiert haben, aber eine kritische Haltung gegenüber ihren Plänen, ihren Haltungen, ihr politisches Handeln in der Opposition sowie auf der Regionalen Ebene, kann man haben. Auf Fragen wie, was ist eine islamische Politik? Wie Demokratisch sind diese Parteien? Machen sie Politik oder nur Propaganda? werde ich versuchen zu beantworten. Ich will hinweisen dass es schwer war Literatur über die PJD zu finden, sowie über die Projekte von den Muslimbrüdern,deswegen habe ich viel auf der Selbstdarstellung dieser Parteien mich geschützt aber auch auf unabhängige Zeitungen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,3, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar Staats- und Gesellschaftstheorie, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Zugleich dient der Begriff in den westlichen Wohlfahrtsstaaten als Rechtfertigung für die seit dem Beginn der 1980er Jahre im Rahmen der Neoklassik einsetzende Deregulierung der Weltfinanzund Weltgütermärkte sowie den forcierten Abbau sozialstaatlicher Leistungen. Ausgehend von dieser Entgrenzung wirtschaftlicher Aktivitäten, ihren Folgen für die nationalen Ökonomien und ihren Effekten auf die nationale und internationale Politik wurde das Phänomen Globalisierung zum beherrschenden Thema sozialwissenschaftlicher Debatten, in deren Rahmen sich zwei extreme Interpretationsmuster herausbildeten. So wurde der Globalisierungsdiskurs zum Schlachtfeld zwischen jenen, die das Ende der Nationalstaaten und damit auch das Ende demokratischer Politik als Folge der Globalisierung bzw. der in ihr eingebetteten Prozesse prognostizieren, und denen, die in der Globalisierung die Chance zur Herausbildung einer demokratischen Weltgesellschaft in einem Weltstaat mit einer Weltregierung sehen. An der ersten der beiden Interpretationen setzt die vorliegende Arbeit an. Unter der Annahme, dass mit der Globalisierung nicht der Niedergang der traditionellen Nationalstaaten einhergeht, soll in der folgenden Abhandlung die These vom Ende der Nationalstaaten wiederlegt werden. Bevor aber eine verlässliche Aussage hinsichtlich der nichtstaatseliminierenden Wirkung der Globalisierung getroffen werden kann, muss sie als determinierender Begriff dieser Abhandlung zunächst selbst hinreichend beschrieben und erklärt werden. Diese Aufgabe nimmt das zweite Kapitel wahr, in dessen Rahmen es darum geht, den Begriff Globalisierung sowohl für den Leser verständlich als auch im Hinblick auf die Zielvorgaben der Arbeit ausreichend zu definieren. Zugleich sollen die wesentlichen Ursachen und Faktoren der Globalisierungsprozesse herauskristallisiert werden. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage des dritten Kapitels, in dem die Auswirkungen bzw. die Herausforderungen, die sich aus den Entwicklungen im Rahmen der Globalisierung für die klassischen Nationalstaaten ergeben, aufgezeigt werden und zugleich darauf eingegangen wird, mit welchen Argumenten hieraus die Ableitung der These vom Ende der Territorialstaaten erfolgt. Diese gilt es dann auf ihre Haltbarkeit hin zu überprüfen. Die hierbei sowie die in den anderen Kapiteln erbrachten Befunde werden im vierten Kapitel, welches die Arbeit abschließt, noch einmal zusammengefasst und für den Leser gut zu überblicken dargestellt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa, Note: 3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Nationalismus und Demokratie, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Ich werde in meiner Hausarbeit am Beispiel der ehemaligen Jugoslawischen Republik „Mazedonien“ (von nun an: e.J.R.M) argumentieren, dass die wichtigsten Charakteristika einer Kulturnation - nämlich Sprache, Kultur, Religion und Abstammung - besonders nach 1944 von bestimmten Akteuren hervorgehoben wurden, um die Grundlagen einer „mazedonischen“ Nation zu unterstützen. Ich werde mich auf den Zeitraum von 1944 bis 2001 mit vier Abschnitten fokusieren: 1. Die Periode von 1944-1952, in der eine neue „mazedonische“ Sprache geschaffen bzw. kodifiziert wurde und kulturelle sowie wissenschaftliche „mazedonische“ Einrichtungen gegründet worden sind; 2. Der Abschnitt von 1967-1986, in dem eine „autokephale mazedonische orthodoxe Kirche“ (von nun an: AMOK) gegründet worden ist und eine national-orientierte Strömung für ein „freies, unabhängiges und vereinigtes Mazedonien“ entstanden ist. In den Verfassungen der Teilrepublik der jugoslawischen Föderation von 1974 und hauptsächlich von 1986 bekam die „mazedonische“ Nation offensichtlich eine besondere Stellung im Vergleich zu den anderen Nationalitäten des Staates. 3. Die Einführung der ersten Verfassung von 1991 nach der Unabhängigkeit der ehemaligen Teilrepublik bestätigt noch einmal und „etabliert“ die Dominanz der „mazedonischen“ Nation. 4. In Bezug auf die Kosovokrise und die Minderheitenprobleme wurde im Jahr 2001 eine neue Verfassung eingeführt, die klare Anzeichen dafür aufwies, die Kulturnation zu einer Staatsnation zu formieren. In dem heutigen unabhängigen Staat des ehemaligen Jugoslawiens hat nach dem Ende des zweiten Weltkrieges der Aufbau einer Nation begonnen, die Charakteristika einer Kulturnation beweist. Im Laufe der Jahre und durch Verfassungsreformen gab es aufgrund von inneren Konflikten zwischen den Völkern Versuche...
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese geostrategische Fallstudie aus dem Herbst 2008 behandelt die Frage, ob der Iran wirklich die größte Bedrohung für die Stabilität des Nahen Osten darstellt, wie auch deutsche Medien immer wieder gern behaupten, oder ob nicht viel mehr der Iran selbst bedroht wird, angesichts seiner überschaubaren militärischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten von seinen hochgerüsteten Nachbarn und den allgegenwärtigen USA. Denn spätestens seit dem Amtsantritt des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2005, wird die islamische Republik Iran offen als Bedrohung gehandelt, vor allem in Hinsicht auf ihr Atomprogramm, aber auch wegen der Unterstützung diverser paramilitärischer Gruppen, wie der Hisbollah im Libanon. Bei seiner Rede vor der Knesset am 15. Mai nannte Präsident Bush den Iran wörtlich „the world's leading sponsor of terror“ und stellte gar eine Analogie zum Appeasement von Hitler auf. Sogar das Raketenabwehrsystem der USA in Polen und Tschechien wurde primär mitder Bedrohung durch iranische Langstreckenraketen begründet. Dazu wurde die ominöse Al-Quds-Brigade der Pasdaran von den USA offiziell als Terrororganisation eingestuft, als erste militärische Formation eines souveränen Staates überhaupt, und der Prospekt eines Präventivschlags gegen iranische Nukleareinrichtungen durch die USA oder Israel wird immer wieder mal angedroht, für den Fall des Scheiterns einer diplomatischen Lösung. Zwar ist so eine Lösung dank des Kurses von Präsident Obama nun sehr viel wahrscheinlicher geworden, was zum Zeitpunkt der Erstellung noch nicht absehbar war, doch wie diese Arbeit en ́ Detail zeigt, gab es auch sonst nie eine ernsthafte Alternative zu einem "Deal", denn einerseits ist der Iran sehr viel schwächer als die Medien und öffentliche Stellen behaupten, insbesondere in Sachen Langstreckenraketen, andererseits jedoch ist das Land auch sehr viel stärker als manche vermuten; So können sie mit ihren zahlreichen hochmobilen und vergleichsweise billigen Guerillaeinheiten ihren enorm reichen und bestens bewaffneten arabischen Nachbarn in den Golfstaaten enorme Schäden zufügen, ebenso wie den Israelis, beispielsweise durch eine Blockade der Straße von Hormuz oder der Zerstörung von Entsalzungsanlagen und Kraftwerken. Atomraketen hingegen, sofern sie überhaupt welche bauen können, wären angesichts der faktischen numerischen Überlegegenheit der Iraner, ihrer knappen Kasse und technischen Unterlegenheit, militärisch weitgehend nutzlos und allenfalls ein Prestigeobjekt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: Gut, Universität Salzburg, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit sollte der Frage nachgehen, inwieweit die aktuelle Form des Globalisierungsprozesses nach kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten funktioniert. Weiters stellt sich der Text die Aufgabe, die groben Entwicklungsstränge und Grenztendenzen der Globalisierung in der Interpretation des Politikwissenschaftlers Elmar Altvater aufzuzeigen. Um dieser Aufgabenstellung gerecht zu werden, wurde in einem ersten Schritt ein Überblick über die Eigenschaften und Entwicklungen der Globalisierung aus dem Blickwinkel Altvaters zu gegeben. Hier zeigte sich, dass Globalisierung zu aller erst als Transformationsprozess zu verstehen sei, in deren oft langen Übergangszeiten es zu Phasen der Informalität kommt, welche die Lebensumstände prägen. Diese Transformation ist durch einen starken Denationalisierungsprozess geprägt, welche die Nationalstaaten weitgehend in einen neuen globalen Markt einbettet. Charakteristisch für diese Phase ist laut Altvater vor allem die Verselbstständigung des ökonomischen Systems und die Kapitalisierung und Materialisierung aller Lebenswelten: Die Grundeinheit menschlichen Zusammenlebens bildet das Geld und die Wirtschaft wurde zu einem alles auf sich beziehenden Selbstzweck. Kennzeichnend für dieses ökonomische System ist die ständige Beschleunigung und das Ausreizen von Grenzen: Sei es nun die der Umwelt oder der Arbeitskraft. Der nächste Abschnitt der Arbeit thematisiert die Globalisierung anhand dreier Themenbereiche. Den Auftakt bildet das Kapitel Kapital und Handel: Hier zeigt sich, dass Altvater die Globalisierung stark mit dem Kapitalismus in Verbindung bringt, da für ihn die Gesetze der Akkumulation, der ständigen Surplusmacherei, der ständigen Ausdehnung und des Wachstumsfetischs in Rückgriff auf Karl Marx kennzeichnend für die Entwicklung der Globalisierung ist. (...)
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Veranstaltung: HS 15267- Praxis der Klimaschutzpolitik- Differenz zwischen Theorie und Realität,, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Klimawandel gilt als eine der größten Herausforderungen und der Bedrohungen der Menschheit1, bedrohlicher gar als Terrorismus und Kriege, denn es betrifft uns letztendlich alle. Dem Klimawandel kann sich niemand entziehen und er findet statt2. Das Zeitfenster zum Handeln wird immer kleiner. So berechnete das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 19903 , dass die gesamte Menschheit ihren Ausstoß von Kohlendioxid um sechzig Prozent, von Methan um fünfzehn bis zwanzig Prozent, von Stickoxiden um siebzig bis achtzig Prozent und von halogenierten Kohlenwasserstoffen um achtzig Prozent begrenzen müsste, um noch stabile Klimaverhältnisse auf der Erde gewährleisten zu können. Lange Zeit schien sich jedoch niemand für dieses Problem zu interessieren, oder die Theorie vom Klimawandel wurde als neumodischer “Firlefanz” abgetan. Erst in den letzten drei Jahrzehnten begann der Aufstieg eines anfänglich noch stiefmütterlich behandelten Problems zum politisch weltweit meist diskutierten und wissenschaftlich teilweise umstrittensten Thema4, es handelt sich um das Thema des Treibhauseffektes, ausgelöst durch den enormen Ausstoß von CO2. Dass das Thema erst seit einer relativ kurzen Zeitspanne diskutiert wird, soll aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass der so genannte Treibhauseffekt schon seit ca. 200 Jahren ein bekanntes Phänomen ist. Schon der französische Physiker Fourier vermutete 1827 einen wärmenden atmosphärischen Effekt, der die Erde “wärmer hält, als sie sonst wäre„.5 Basierend auf dieser logisch leicht nachzuvollziehenden Vermutung wurden in den folgenden Jahrzehnten von zahlreichen Physikern neue Erkenntnisse entdeckt und auch experimentell zum größten Teil
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Note: 1, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Seminar Institutionen des modernen Staates, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit soll es sein, den Begriff „Diplomatie“, der nicht nur in der politikwissenschaftlichen Literatur in mannigfaltiger Art und Weise verwendet wird, genauer zu definieren, d.h. operationalisierbar und für die staatstheoretische Forschung brauchbarer zu machen. Es wird also zunächst überblicksmäßig dargestellt, welche gängigen Definitionen von Diplomatie im wissenschaftlichen Mainstream gebraucht werden, woraufhin sie auf Stärken und Schwächen untersucht und als Grundlage für eine eigene Definition verwendet werden sollen, nämlich Diplomatie als Institution zur Gestaltung offizieller Beziehungen zwischen souveränen Staaten mit gewaltlosen Mitteln. Ein solches (vergleichsweise enges) Verständnis von Diplomatie, das sich ausschließlich auf Staaten beschränkt, richtet sich bewusst gegen die Tendenz der neueren einschlägigen Literatur, den Diplomatiebegriff auch auf die Tätigkeit nichtstaatlicher Akteure auszudehnen, was im Folgenden argumentiert und begründet werden soll. Um Diplomatie als Institution zu beschreiben, sollen Erkenntnisse des historischen Institutionalismus angewendet werden, wobei hier angemerkt sei, dass es sich beim historischen Institutionalismus nicht um eine abgeschlossene Theorie, sondern vielmehr um ein Forschungsprojekt handelt, dass bisher einige interessante Ergebnisse geliefert, aber noch keine genauer beschriebene Methodik entwickelt hat. Es ist jedenfalls erforderlich die historische Entwicklung dieser Institution nachzuzeichnen und insbesondere auf die Bedeutung der Entwicklung moderner Staatlichkeit für die Diplomatie als auch umgekehrt auf die Bedeutung der Diplomatie für den modernen Staat hinzuweisen. Dabei soll auch die oft unterstellte pazifizierende Wirkung von Diplomatie auf das Verhalten von Staaten untersucht und in gewisser Hinsicht relativiert werden. Zuletzt sollen mögliche Zukunftsszenarien für die Institution Diplomatie angesichts der Auswirkungen von moderner Telekommunikation, Internationalisierung und Multilateralisierung von Politik, also kurzum der Globalisierung, anhand rezenter Entwicklungen vorgezeichnet werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa, Note: 1,3, Universität Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Die griechischen Sozialisten stecken aktuell in der größten Krise ihres knapp vierzigjährigen Bestehens. Nach ihrer erfolgreichen Gründung 1974 hat die Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) einen fulminanten Aufstieg erlebt und vier Jahrzehnte die griechische Politik maßgeblich mitbestimmt. Sie genoss lange Zeit einen breiten Rückhalt in allen Gesellschaftsschichten. Neben der konservativen Nea Demokratia (ND) hat die PASOK das südosteuropäische Land maßgeblich mitbestimmt. Die vielschichtige Staatskrise, in der sich Griechenland schon seit über drei Jahren befindet, wirkt sich auch auf die Parteienlandschaft aus. Bei den doppelten Parlamentswahlen am 6. Mai und am 17. Juni 2012 stürzte die Panhellenische Sozialistische Bewegung auf einen Stimmenanteil zwischen 12 und 13 Prozent ab. Drei Jahre zuvor waren es noch 44 Prozent. Dieser verheerende Niederlage hat sich zwar schon einige Zeit angebahnt, aber die Heftigkeit dieses Absturzes war so nicht abzusehen. Die PASOK hat den Glanz früherer Tage und den Einfluss in dem aktuellen Zustand der Resignation und Desorientierung eindeutig verloren. Nun stellt sich die Frage, ob die Ära der PASOK zu Ende ist und die ehemals stolze Partei in der Bedeutungslosigkeit versinkt oder ob sie die geeigneten Instrumente für einen Weg aus der Krise findet und ihren eigenen Niedergang noch verhindern kann.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 2,0, Universität Leipzig (Inst. f. Politikwissenschaft), Veranstaltung: Die Türkei, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Der ehemalige Irakische Diktator Saddam Hussein ging mit Giftgas gegen sie vor. Die türkische Regierung hat den Ausnahmezustand über ihr Siedlungsgebiet verhängt und schickt ihre Armee zu sogenannten Säuberungsaktionen in deren Dörfer. Millionen Kurdinnen und Kurden werden seit Jahrzehnten unterdrückt. Sie leben in der Türkei, im Irak, im Iran und in Syrien. Als politisch autonomes Gebiet hat es Kurdistan aber niemals gegeben. Bis vor einigen Jahren war sogar die Sprache der Kurdinnen und Kurden in der Türkei verboten, offiziell gelten sie schlicht und ergreifend als Bergtürken. Wer es wagt, sich für ihre Rechte einzusetzen, lebt gefährlich. 1 In meiner Arbeit geht es um den Widerstand der kurdischen Bevölkerung gegen den türkischen Staat. Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung ist die Geschichte des kurdischen Volkes, welche ich abrisshaft vorstellen werde. Hauptaugenmerk meiner Arbeit liegt auf der kurdischen Arbeiterpartei Partiya Karkeren Kurdistan (PKK) auf deren Gründung, politische Ziele und ihren Kampf gegen die Türkei ich auf den nächsten Seiten eingehen werde. Die spärliche Quellenlage, welche zudem oftmals stark ideologisch eingefärbt ist, machte meine Recherche nicht einfach, nichtsdestotrotz ist es mir gelungen einen kurzen Abriss – mehr lässt der Rahmen einer solchen Arbeit nicht zu – des Kampfes der PKK in der Türkei vorzulegen. Nachdem ich die Auseinandersetzungen zwischen der PKK und der Türkei beleuchtet habe, werde ich noch auf die aktuellen Entwicklungen des Geschehens eingehen, ehe ich das Fazit der Untersuchung ziehe.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,7, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Türkischen Republik stehen sich seit 1984 die türkischen Sicherheitskräfte und die KämpferInnen der PKK in bewaffneten Auseinandersetzungen gegenüber. Dabei wurde in der Vergangenheit zunehmend deutlicher, dass sich keine Konfliktpartei gewaltsam durchzusetzen vermag (vgl. Dietert-Scheuer 1999: 9). Konflikte zwischen dem türkischen Staat und den auf türkischem Territorium lebenden KurdInnen existieren in verschiedenen Facetten und unterschiedlicher Intensität seit der Gründung der Türkischen Republik im Jahr 1923 (vgl. Bezwan 2008: 247). Mitte der 1980er Jahre eskalierte der Konflikt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen dem türkischen Militär und der PKK, denen viele Menschen, auch unbeteiligte ZivilistInnen, zum Opfer fielen (vgl. Buro 2007: 2). Die bewaffneten Auseinandersetzungen und die Unterdrückung der Kurden stellen ein Hindernis für eine weitere Demokratisierung in der Türkei dar (vgl. Gürbey 1995: IV) und haben die türkische Gesellschaft tief gespalten. Zudem gefährdet der Konflikt die Stabilität des Landes und behindert die wirtschaftliche Entwicklung in der Türkei (vgl. Steinbach 2002b: 35). Das Konzept Zivile Konfliktbearbeitung beschäftigt sich mit Möglichkeiten und Wegen, Konflikte ohne militärische Gewalt mit zivilen Mitteln zu bearbeiten. Davon ausgehend, dass Konflikte durchaus auch positive Attribute besitzen und wichtige Impulse für eine Gesellschaft darstellen können, wird versucht, die gewaltsame Konfliktaustragung in eine gewaltlose zu transformieren (vgl. Wolleh 2001). Intention der Arbeit ist es, den Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den Kurden zu analysieren und anhand dieser Analyse, Methoden zu erarbeiten, mit Hilfe derer der türkisch-kurdische Konflikt zivil bearbeitet werden kann. Ferner beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, inwieweit Strategien Ziviler Konfliktbearbeitung auf den Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den Kurden angewendet werden können und welche Akteure oder Gegebenheiten in der Türkei eine zivile Bearbeitung behindern könnten. Die Intention dieser Arbeit ist jedoch nicht, nach möglichen Lösungen des Konfliktes zu suchen. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass diese Suche Aufgabe der Menschen in der Türkei ist. Es sollen jedoch Wege aufgezeigt werden, wie TürkInnen und KurdInnen in Kontakt treten können und so gemeinsam nach Lösungen suchen können.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa, Note: 1,3, Hochschule Bremen, Veranstaltung: Europarecht, Sprache: Deutsch, Abstract: Das bargeldlose Zahlen ist aus dem heutigen Geschäftsverkehr kaum mehr wegzudenken. Zahlungskarten ermöglichen ein unkompliziertes Einkaufen ohne das vorherige Abheben von Bargeld und bieten somit nicht nur Bequemlichkeitsvorteile für die Karteninhaber, sondern führen auch zu Umsatzsteigerungen bei den Händlern. Neben den Annehmlichkeiten, die Zahlungskarten für die Verbraucher und Händler mit sich bringen, profitieren andererseits die dahinterstehenden Zahlungskartenorganisationen sowie die Händler- und Kundenbanken von der Ausdehnung bargeldloser Transaktionen. Trotz oder gerade wegen der hohen Verbreitung von Kredit- und insbesondere Debitkarten, stehen die mit dem Karteneinsatz verbundenen Kosten auf Grund ihrer Höhe und Undurchsichtigkeit fortwährend in der Kritik. Im Fokus befinden sich dabei vor allem die Branchenriesen Visa und Mastercard. Neben Verbraucherschutz- und Händlerverbänden befasst sich auch die Europäische Kommission seit längerer Zeit mit den anfallenden Kartengebühren. Insbesondere die Gefahr, dass Gebühren in wettbewerbsgefährdender Weise aufdiktiert werden können, weckt die Aufmerksamkeit der Kommission. So beschäftigt sich diese Hausarbeit mit dem Urteil T-111/08 des Europäischen Gerichts erster Instanz über eine Entscheidung der Europäischen Kommission, welche ein bestimmtes Entgelt im Mastercard-System, das sog. mulitlaterale Interbankenentgelt (MIF), das bei der Überweisung eines Zahlungsbetrags an die Händlerbank von der Kundenbank einbehalten wird, als wettbewerbswidrig einstufte und damit einen Verstoß gegen Artikel 81 EG-Vertrag und Artikel 53 EWR-Abkommen feststellte. Da für das Verständnis der Kommissionsentscheidung und des Urteils ein Wissen über die Funktionsweise des Mastercard-Systems nötig ist, werden zunächst einleitende Informationen über das Unternehmen, das von dieser Organisation betriebene „offene Zahlungskartensystem“ sowie den Ablauf einer Kartentransaktion mitsamt den dabei berechneten Gebühren dargeboten. Anschließend wird erläutert, weshalb die Kommission zu ihrer Entscheidung kam und wie das Gericht schließlich über die von Mastercard eingelegte Nichtigkeitsklage urteilte. Zum Abschluss sollen die Folgen des Urteils und mögliche Auswirkungen für die Karteninhaber beleuchtet werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,5, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Die Serbische Politik und aktuelle Herausforderungen, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um 14:00 Uhr Eastern Standart Time am 24. März 1999 begannen die initialen Luftangriffe der Operation Allied Force. „Our military objective is to degrade and damage the military and security structure that President Milošević has used to depopulate and destroy the Albanian majority in Kosovo”, (William S. Cohen, Secretary of Defense, am 15. 04. 1999). Dieser NATO-Angriff war die Reaktion auf zahlreiche vorangegangene und fehlgeschlagene Verhandlungen, und hatte zum Ziel die Repressionen gegen die kosovo-albanische Bevölkerung von Seiten Serbiens beenden. Unmittelbar zuvor waren die Verhandlungen von Rambouillet fehlgeschlagen, bei denen die Delegation Jugoslawiens zwar einen Teil der Forderungen akzeptierte, die Präsenz von NATO-Truppen im Kosovo aber weiterhin ablehnte (US Department of State 2001). Bereits im Verlauf dieser Operation, aber noch deutlicher im Anschluss, wurden zahlreiche kontroverse Stimmen laut, die eine rechtliche Einordnung dieser, nicht vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen abgedeckten Humanitären Intervention, versuchten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden ein breites Spektrum ab – von einer als völkerrechtswidrig begründeten Ablehnung, bis hin zu diversen Versuchen, diese Militärintervention völkerrechtlich zu legalisieren. Wie sooft liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. Diese Ambiguität des Völkerrechts mag speziell von juristischer Seite nicht zufrieden stellend sein, ist aber im internationalen Kontext Alltags- und Gewohnheitspraxis. In diesem Zusammenhang ist es das Ziel dieser Arbeit, einen Überblick über die geläufigsten Einschätzungen dieser Intervention zu liefern. Ebenfalls möchte sich diese Arbeit zum Ziel setzen, die positiven Auswirkungen der Operation, aber auch die der damit entstandenen Debatten zu würdigen.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Joschka Fischer, 7. April 1999 Mit diesen Worten erläuterte Joschka Fischer 1999 das Dilemma der humanitären Intervention der Kosovo Krise. Laut ihm gilt es einen Krieg und damit ein militärisches Eingreifen zu verhindern und die Bevölkerung trotzdem vor menschenrechtsverletzenden Situationen zu bewahren. Im März 2011 wurden in Syrien Jugendliche gefangen genommen, da sie regierungsfeindliche Parolen an Wände gesprüht haben sollen. Daraufhin begannen erste Proteste gegen das Regime von Baschar al-Assad. Diese Proteste wurden stets militärisch niedergeschlagen und bekämpft. Als die Bevölkerung begann, sich selbst zu verteidigen, entwickelte sich aus den Protesten ein Bürgerkrieg. Laut UN-Mitteilungen hat der Bürgerkrieg bis zum März des Jahres 2013 ungefähr 70 000 Todesopfer gefordert. Da bis zum heutigen Tag kein Ende der Bürgerkriege in Sicht ist, stellt sich für die außenstehende Europäische Union die Frage nach der Verantwortung für die Menschen in diesem Land. Es wird also die Frage laut: Ist ein Eingreifen der EU in Form einer humanitären Intervention in dieser Situation legitim? Aufgrund der Aktualität der Problematik in Syrien ist es wichtig sich mit diesem Thema näher zu befassen und auseinander zu setzten. Ich habe dieses Thema als grundlegende Frage meiner Seminararbeit gewählt, da ich erwarte durch die angestellten Recherchen und Erörterungen eine Antwort auf die politische Situation in Syrien und die Position Deutschlands zu finden. Ich werde im weiteren Verlauf meiner Arbeit näher auf die Probleme der humanitären Intervention eingehen und erörtern, ob sie in dieser Situation legitim ist. Hierzu werden Faktoren wie Menschenrechte, Politik oder wirtschaftliche Aspekte, welche für und gegen eine Intervention sprechen, näher betrachtet um abschließend zu klären, ob eine Intervention durchgeführt werden sollte.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,0, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: SE: Private Formen politisch-militärischer Einflussnahme, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2005 gab es 249 politische Konflikte, wovon 74 vom Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung (HIIK) als Krisen mit sporadischem Gewalteinsatz und 24 als echte Konflikte mit massivem Gewalteinsatz klassifiziert werden. Es liegt auf der Hand, dass sich eine Organisation, die als Zusammenschluss von Nationalstaaten gegründet wurde, um die Menschheit „von der Geißel des Kriegs“ zu befreien, angesichts dieser Situation einige Fragen über Zukunftsperspektiven stellen muss und das auch getan hat. In unterschiedlichen Analysen taucht hierbei die Frage, wie mit privaten Militärfirmen umzugehen ist, ob sie als moderne Söldner abzustempeln sind, oder als aktive Partner bei der Bewältigung humanitärer Einsätze, immer wieder auf. Nach dem Reformvorstoß des ehemaligen UN-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali in seiner „Agenda for peace“ wurden die Reformansätze nach den Misserfolgen in Ruanda und Somalia zunehmend realistischer und verfolgten eine Politik der kleinen Schritte. Die beim Völkermord in Ruanda vom damals zuständigen stellvertretenden UN-Generalsekretär Kofi Anan abgegebene Erklärung ließ aufhorchen: “Als wir kampferprobte Soldaten brauchten, um Kombattanten und Flüchtlinge voneinander zu trennen, habe ich die Möglichkeit erwogen, eine Privatfirma zu engagieren. Aber vielleicht ist die Welt noch nicht bereit dazu, den Frieden zu privatisieren" . Die Präsenz der PMCs ist im Bereich aktiver militärischer Einflussnahmen in den letzten Jahren zurückgegangen und hat sich zunehmend auf den Bereich logistischer Dienste konzentriert. Dennoch ist ihr militärisches Potenzial für internationale Organisationen nicht zu unterschätzen, wie das Angebot der Northbridge Services Group Anfang des Jahres 2003 über die Ergreifung des liberischen Präsidenten und Kriegsverbrechers Charles Taylor deutlich macht. Die Frage über den Einsatz von PMCs bei Friedensmissionen auch im Bereich des peace-enforcement ist also keineswegs geklärt und weiterhin von Brisanz. Ich widme mich in dieser Arbeit der Frage, welchen Beitrag diese Firmen in Zukunft im internationalen Konfliktmanagement leisten können, und wie sie vielleicht einige der zentralen Probleme der bei der Jubiläumsfeier 1995 als „erfolgreiche Organisation mit Reformbedarf“ charakterisierten UNO lösen könnten. Der Fokus liegt bei militärischen Dienstleistungen, da logistische Unterstützung sowie Training und Ausbildungsaufträge bereits fester Bestandteil von UN-Einsätzen sind.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 2.0, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Europäische Union schaffte durch den Schengenraum und die Zollunion einen grenzfreien Raum, in dem das Wirtschaftwachstum und die Konkurrenzfähigkeit Europas stabilisiert und langfristig erhöht werden sollen. Die Freiheiten von Unternehmern wie auch des einzelnen Bürgers sind durch diese Maßnahmen ausgeweitet worden. Durch diese neuen Freiheiten ergeben sich Möglichkeiten, die für legale aber auch für illegale Unternehmungen genutzt werden. Nicht jeder Bürger nutzt die „neuen Freiheiten“ auf dieselbe Art und Weise, und jede Möglichkeit für legale Geschäfte gibt auch Kriminellen die Grundlage für illegale Geschäfte. So ist es nur eine logische Konsequenz, den neuen Freiheiten ein verbessertes Überwachungsorgan gegenüberzustellen. Dieser Einsicht folgend wurde im Jahre 1992 im Vertrag von Maastricht die Einführung eines europäischen Polizeiamtes beschlossen. Diese unabhängige Institution der EU dient der „polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit“, hat also selbst keine Exekutivgewalt, sondern koordiniert und verbessert die Zusammenarbeit der Nationalen Behörden der EU Mitgliedsstaaten. Die Bedrohungen durch die Organisierte Kriminalität sowie durch den Terrorismus zeichnen sich dabei durch eine besonders hohe internationale Vernetzung aus, wodurch gerade in diesen Bereichen eine polizeiliche Zusammenarbeit notwendig ist. Doch welche Möglichkeiten bietet Europol den EU Staaten bei der Bekämpfung dieser Bedrohungen?
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik, Note: 2,0, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) (Internationales Institut für Management und ökonomische Bildung), Veranstaltung: Development Economics, Sprache: Deutsch, Abstract: Der südamerikanische Kontinent ist die am stärksten durch krasse soziale Ungleichheit geprägte Region auf der Welt. Nirgendwo sonst geht ein derart großer Anteil am Gesamteinkommen auf die obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher und nirgendwo sonst steht den untersten zehn Prozent weniger Teilhabe am Reichtum der Gesellschaft zu als hier. Der in dieser Arbeit vorliegende Fall Brasilien ist Südamerikas größtes Land bezogen, auf seine Fläche, die Zahl seiner Einwohner und seine wirtschaftliche Produktivität (vgl. CIA – The World Factbook). Aufgrund des großen Reichtums an natürlichen Ressourcen und seines landwirtschaftlichen Potenzials erscheinen die nach wie vor in die Gesellschaft durchdringende soziale Ungleichheit und Armut widersprüchlich und führen Brasilien zu gesondertem Interesse in dieser Arbeit. Wie kann ein sozial so gespaltenes, aber ressourcenreiches Land wie Brasilien seine Wirtschafts- und Sozialpolitik dahin ausbauen, dass es möglich ist, den Armutszustand und die soziale Ausgrenzung eines großen Teils der Bevölkerung zu überwinden? Diese Frage haben sich nicht nur Brasilien Anfang der Jahrtausendwende, sondern auch Mexiko und nachfolgend fast alle weiteren Länder der Großregion LAC gestellt, und so kam es zu dieser Zeit zu den ersten Einführungen von sogenannten konditionierten Transferprogrammen, zu Englisch Conditional Cash Transfers, oder kurz CCTs. In Brasilien wurde demnach unter der Regierung des ehemaligen Staatspräsidenten Lula da Silvas und der von ihm gegründeten Arbeiterpartei, dem Partido dos Trabalhadores oder kurz PT, im Oktober 2003 das PBF, „Programa Bolsa Família“ eingeführt. In dieser Arbeit stellt sich die Frage, ob diese Art von Sozialprogramm geeignet ist bzw. ob speziell das Bolsa Família als Chance gesehen werden kann, den generationsübergreifenden Kreislauf von Armut durchbrechen zu können, um so auf nachhaltige Weise das Massenphänomen der Armut in Brasilien zu bekämpfen.
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