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In Zeiten spr- und sichtbarer Folgen von weltweiten klimatischen Ver„nderungen wird massenmedial auch die Verantwortung des Menschen fr diese Umweltfolgen eines Ressourcen verschwendenden Handelns und auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftens in den Blick genommen. Die Arbeit greift dieses aktuelle Thema auf und fragt nach dem Einfluss, den die Massenmedien auf die Entstehung des Umweltbewusstseins ausgebt haben. Um diese Frage zu beantworten, wird zun„chst auf die Begriffe Natur, Umwelt und ™kologie eingegangen. Weiterhin wird die Rolle der Massenkommunikation bzw. der Massenmedien auch unter Rckgriff auf verschiedene beteiligte Akteure gekl„rt. Das 3. Kapitel rekonstruiert die Geschichte des Umweltbewusstseins in der Bundesrepublik Deutschland, um anschlieáend im 4. Kapitel analog zu dieser Entwicklung die Genese des Medienthemas ?Umwelt? zu beschreiben. Den in Deutschland und in der deutschen Soziologie sp„testens seit Ulrich Becks ?Risikogesellschaft? (1986) virulenten Begriff des Risikos und die Entstehung des ”kologischen Risikobewusstseins wird im 5. Kapitel gekl„rt. Mittels einer Verbindung von systemtheoretischen Annahmen ber Kommunikation und sozialkonstruktivistischer Weltsicht werden die Besonderheiten des ”kologischen Risikobewusstseins in Deutschland gekl„rt. So zeigt sich, dass die Massenmedien einen zentralen Einfluss als Kommunikationsschnittstelle und Katalysator auf die Entstehung eines ”kologischen Risikobewusstseins ausbten. Um die Medieneffekte in den Zusammenhang mit dem Wissen um Risiken zu bringen, werden im 6. Kapitel die medienwirkungstheoretischen Ans„tze der Agenda-Setting, Wissenskluft-Hypothese und Framing-Analyse pr„sentiert.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,0, Universität Basel (Institut für Medienwissenschaft), Veranstaltung: Analyse audivisueller Angebote am Beispiel von Videoclips (Forschungswerkstatt), Sprache: Deutsch, Abstract: „I think this breaks the rules for videos“ - so Bangalter, Mitglied von „Daft Punk“, zu deren Musikvideo „Da Funk“. Ob er damit richtig lag, wird sich am Ende dieser Arbeit herausstellen. Die Musik des französischen Duos „Daft Punk“ war Mitte/Ende der 1990er revolutionär, sie gelten als die Miterfinder des so genannten „French Touch/ House“. Die Single „Da Funk“ aus dem Album „Homework“ war ihr erster internationaler Erfolg. Und auch das Musikvideo sollte eine Revolte machen. Der US-amerikanische Regisseur Spike Jonze übernahm die Umsetzung der Visualisierung von „Da Funk“. Auf den ersten Blick scheint das Video eine recht unspektakuläre Erzählung eines schrägen Menschenhund-Wesens. Es wird von den Rezipienten sehr unterschiedlich gesehen und interpretiert, wie einige Beispiel-Kommentare zeigen: “hes [Charles] obviously poor and music is the only thing”, “the weirdest music video I've ever seen”, “he just cant live without music”, “feel like a piece of garbage or in this case "dog"”, “I Think They Don't Like Him Cause He Has A Dog's Head”, “no its because hes holding a radio with techno music”. Jonze gelang mit dem Video jedoch auf den zweiten Blick eine Symbiose aus den Medien Musikvideo und Film. Die Hierarchie zwischen Bild, Geräuschen/ Text und der Musik werden auf en Kopf gestellt und wechseln während des Videos ständig. Die Diegese des Musikclips wandelt, wie bereits der Titel dieser Arbeit verrät, zwischen Musikvideo und Film. Genau diesem Phänomen wird im Folgdenen nachgegangen. Auf den Spuren der Diegese von „Da Funk“ wird zuerst eine theoretische Einführung zum Hauptaugenmerk der Arbeit, der Diegese gegeben. Anschließend wird die Entstehung, sowie die Musik der Band „Daft Punk“, ebenso der Regisseur Spike Jonze vorgestellt. Im Hauptteil werden schließlich die theoretischen Ansätze in der Analyse auf das Musikvideo angesetzt und ausgewertet.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Religion, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Max Weber und der Islam , Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich primär mit dem Qur’an und dessen Verhältnis zu Mohammed, welcher auch im Rahmen der Veranstaltung „Max Weber und der Islam“ behandelt wurde. Hervorzuheben ist, dass dieser Veranstaltung die Aufgabe zugrundelag, die Differenz und Gemeinsamkeiten soziologisch zu bestimmen, und nicht beabsichtigte, den Qur’an etwa zu exotisieren. Das Ziel, das Max Weber mit seiner Religionssoziologie verfolgte, ist die Entstehung einer „Theorie der Religion“. Dabei bedient er sich seines umfassenden historischen Wissens als Grundlage, legt es hermeneutisch aus und bringt es in ein Sytem verdichteter Begriffe, das als Gerüst für den interkulturellen und intertemporalen Vergleich von Religionen dienen kann. Die Theorie dient dabei als ein Instrument der Explikation. Max Weber würde sagen: „Eine Definition, was Religion ist, machen wir erst gar nicht. Ich versuche erst gar nicht, Religion systematisch zu definieren“. Das Islamverständnis bildete den Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Religionskritik in der Soziologie - vor allem die von Max Weber - war immer vorsichtig. Das Glaubenssystem des Islam wurde in dieser Veranstaltung nicht kritisiert. Die Wahrung der Dignität lag also im Fokus der Auseinandersetzung mit dem Islam. Nach der islamischen Überlieferung gilt der Qur’an als das unverfälschte Wort Gottes und als das größte Werk, das der Prophet Mohammed – nach seinem Ableben – der Menschheit hinterlassen hat. Der Qur’an bildet für die gläubigen Muslime eine normative Richtschnur, nach der sie ihre alltägliche Lebensführung gestalten. Der Qur’an besitzt eine mündliche Tradition und wird weltweit (von den Muslimen) täglich rezitiert, studiert, verehrt und auswendig gelernt. Zudem zählt der Qur’an zu eines der meistgelesenen Büchern der Welt und gegenwärtig vielleicht auch sogar am häufigsten diskutierte. Bis heute gilt der Qur’an als das wichtigste Literaturwerk der arabischen Sprache.Durch die von ihm vorgelebte islamische Lebensführung, bekannt als die „Sunna“ , nimmt diese im Hinblick auf die Lebensentwürfe zahlreicher Muslime eine besondere Stellung ein. Darüber hinaus werde ich einen interessanten Diskussionsstrang aus dem Seminar aufgreifen, in der es im Wesentlichen darum gehen wird, weshalb der Qur’an keine chronologische oder narrative Struktur aufweist bzw. aufweisen kann. Diese Frage werde ich am Ende versuchen näher zu erläutern.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Soziologie, Note: 2,3, Universität Trier (Pädagogik/Erziehungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Anforderung Welschs, dass jedes Individuum seine Hybridität entdecken und wertschätzen soll, um mit der transkulturellen Gesellschaft besser zurecht zu kommen, steckt hohe Ziele und möglicherweise zu hohe Ansprüche. Transkulturalität als solche zu erkennen und ausleben zu können, sich bewusst zu sein, dass sie frei ausgelebt werden kann, erfordert von jedem Individuum einen eigenständigen, vernunftbetonten Zugang. Diese Aufgabe ist möglicherweise von manchen Teilen der Bevölkerung nicht zu bewältigen. Denn die schwindende Rolle der Nationalkultur kann zur Entgrenzung der kulturellen Identität eines Individuums führen. Auch Klaus P. Hansen sieht die Anzeichen für die Einschränkung der nationalen Ebenen (vgl. Hansen), doch betont er, dass sie „politische Kräftefelder und internationale Ordnungsmuster“ (Hansen) darstellen, welche aktuell von Wichtigkeit für die Individuen und die gesellschaftliche Struktur sind. Wenn die Individuen nicht in der Lage sind sich über eine „nationale Identität“ oder deutsche, chinesische, französische „Leitkultur“ zu definieren, könnten sie sich verloren oder haltlos fühlen. So besteht für manche die Gefahr sich in politisch fanatische und extreme Richtungen zu flüchten, um Sicherheit bezüglich ihrer Identität zu erlangen. Es soll herausgearbeitet werden, ob die kulturelle Entgrenzung der Identität, welche Jugendliche erfahren könnten, mit alternativen Mitteln, genauer mit dem Anschluss an musikorientierte Jugendkulturen, ausgeglichen werden kann. Um die Rahmenbedingungen besser erfassen zu können, soll versucht werden die Begriffe der Postmoderne und der Globalisierung näher zu erläutern, um aus diesen heraus die kulturelle Entbettung der Individuen zu erklären. Daraufhin soll die besondere Situation Jugendlicher skizziert werden. Hiernach folgen eine Abgrenzung der Gegensubkulturen von den Teilsubkulturen und die Einordnung der musikorientierten Jugendszenen. Im Anschluss daran sollen gewählte Beispiele dieser musikorientierten Jugendszenen schlaglichtartig vorgestellt werden. An den von Herder festgelegten Merkmalen des traditionellen Kulturmodells wird daraufhin überprüft, ob diese Szenen ebenso eine vermeintliche Stabilität und Sicherheit bieten wie das traditionelle Kulturmodell und ob sie einen Beitrag zur Identitätskonstruktion leisten können.
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,3, Universität der Künste Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Fortschreiten des Zeitalters der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Ausbreitung der modernen Massenmedien gewinnt die Forschung nach dem Einfluss der Medien auf Suizidhandlungen zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz, die gerade nach der Erstausstrahlung der Netflix-Serie „13 Reasons Why“ im März 2017 eine Renaissance erlebte. Dem Welt-Suizid-Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge nehmen sich jährlich beinahe eine Million Menschen das Leben und Schätzungen nach werden es bis zum Jahr 2020 1,5 Millionen Menschen sein, zusätzlich soll es zwischen 15 und 30 Millionen Suizidversuche geben. In jüngeren Bevölkerungsgruppen sind Suizide nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache. Man kann davon ausgehen, dass die den Gesundheitsdiensten bekannten Suizide nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Tode darstellen und die tatsächliche Dunkelziffer um ein Vielfaches höher ist. Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive ist der sogenannte Werther-Effekt besonders interessant, wonach Berichte und Darstellungen von Suiziden Nachahmungshandlungen auslösen können, die ohne diese Berichterstattung nicht stattgefunden hätten. In Anbetracht der gravierenden Anzahl von Suiziden und Suizidversuchen scheint es notwendig, die Thematik in die öffentliche Diskussion zu bringen. Genau das wollten die Macher von „13 Reasons Why“ (deutsch: Tote Mädchen lügen nicht) erreichen. Autor Nic Shell äußerte sich im April 2017 ausführlich zu der Netflix-Produktion: Es gehe darum, das Thema offen und direkt zu behandeln, anstatt es totzuschweigen und zu zeigen, dass ein Suizid keine Erlösung, sondern qualvollen Horror darstelle. In der Realität scheint die Serie jedoch Anderes bewirkt zu haben: Eine Studie aus der JAMA Internal Medicine belegt, dass die Google-Anfragen zum Thema Suizid in den USA signifikant angestiegen sind. In den 19 Tagen nach der Veröffentlichung der Serie waren die Suchanfragen zu den Begriffen „Selbstmord“ um 19 Prozent höher als zuvor. John Ayers von der San Diego State University schätzt, dass sich zwischen 900.000 bis 1,5 Millionen Suchanfragen mehr mit dem Thema Suizid beschäftigten als erwartet. Die Serie missachtet internationale Richtlinien zur medialen Berichterstattung über Suizid. Trotz dieser erschreckenden Fakten soll 2018 eine zweite Staffel von „13 Reasons Why“ auf Netflix erscheinen. Eine Beschäftigung mit dem Thema ist demzufolge von dringender Relevanz.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 1, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Der 3d-Ego-Shooter "QUAKE" als Netzwerkspiel unter kommunikations-theoretischen Aspekten in Anlehnung an Sherry Turkle beleuchtet. Der Computer hat das moderne Leben revolutioniert wie kaum eine andere Maschine; er hat alle Bereiche von Arbeit, Kommunikation und Information so sehr verändert, daß sie ohne ihn schlicht unvorstellbar geworden sind. Ohne Zweifel ist er eine der zentralen Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Mit der rasanten Entwicklung des Computers innerhalb der letzten 50 bis 60 Jahre war auch ein stetiger Wandel der gesellschaftlichen Wahrnehmung der nach Alan M. Turing charakterisierten "Universalmaschine" verbunden. 1936 hat der englische Mathematiker Turing in einer berühmten These die Behauptung aufgestellt, daß jedes Handeln, das einer klaren Vorschrift folgt, auch von einer Maschine ausgeführt, d.h. mechanisiert werden kann. Diese "algorithmische" Verwurzelung in der Mathematik und Mechanik sollten das Bild des Computers als "Rechenmaschine" bis weit in die 70er Jahre definieren. Zunächst eingesetzt bei der Berechnung komplizierter Schußbahnen im militärischen Bereich, später in Buchhaltungsabteilungen großer Unternehmen, sollte der "Rechner" die manuelle Rechentätigkeiten ergänzen bzw. deren Fehlerhaftigkeit korrigieren. Das Prädikat übermenschlicher Rationalität und Unfehlbarkeit der unnahbaren und anonymen Großrechner spiegelte sich damals unter anderem in Stanley Kubricks Sience-Fiction-Film "2001: Odysee im Weltraum" aus dem Jahre 1968. Gleichzeitig manifestierte sich die wachsende Angst vor einem intelligenten und emotionalen, den Menschen überflüssig machenden Computer in "HAL 9000", dessen Initialen um jeweils einen Buchstaben im Alphabet nach hinten versetzt, IBM ergeben. [...]
Die sogenannte ,Techno-Szene' im weiteren Sinne umfasst europaweit schät zungsweise noch immer mehr als zehn Millionen Jugendliche, die regelmäßig an einschlägigen Tanz-Veranstaltungen teilnehmen - und weitere ca. zehn Millionen, die dies gelegentlich tun bzw. die zumindest auch öfter Elektro nische Tanz-Musik hören. Obwohl infolgedessen sozusagen jedermann ganz alltäglich Umgang mit Anhängern der Musik bzw. des Lebensstils ,Techno' haben dürfte, und obwohl - oder vielleicht auch gerade weil - das Phänomen ,Techno' nach wie vor immer wieder die Aufmerksamkeit der Massenmedien erregt, ist das ,durchschnittliche' Wissen über die Techno-,Kultur' nachwie vor eher dürftig und vorurteilsbeladen: Viele Zeitgenossen, auch sozial wissenschaftlich informierte (oder gar professionalisierte) assoziieren mit dem Begriff ,Techno' lediglich ohrenbetäubenden Lärm, nichtendenwollende Partys, exzessiven Drogenkonsum und kommerziell interessierte Verdum mung junger Menschen. Demgegenüber hat die in den zurückliegenden fünf Jahren auch im deutsch sprachigen Raum stark intensivierte und personell verbreiterte sozialwissen schaftliehe Techno-Forschung auf der Basis vielfältiger empirischer Untersu chungen einen beträchtlichen Bestand an systematisierenden Beschreibungen, analytischen Rekonstruktionen und auch theoretischen Deutungen dieses Phä nomens erzeugt. Anders als vor allem im angelsächsischen Sprachraum wurden diese Forschungserträge bislang aber nicht gebündelt, sondern lediglich weit verstreut in anderen thematischen Kontexten publiziert. Der vorliegende Band, bei dessen Erstellung uns Cornelia Mohr eine wertvolle Hilfe war, versammelt die aus den ,Erkundungen einer Jugendkultur' resultierenden Erkenntnisse maßgeblicher Techno-Forscherinnen und Techno-Forscher in der deutschen Soziologie und benachbarten Disziplinen - wie Musikwissenschaft, Theologie, Betriebswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Kunstpädagogik.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,5, Universität Siegen, Veranstaltung: Medienwissenschaften; Soziologie; Sozialpsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Die folgende Arbeit stellt sich der Aufgabe, die sozialen Beweggründe, die sich hinter der Faszination verbergen - die wir unseren Stars entgegenbringen - in ihrem einführenden Theorieteil zu nähern und sie innerhalb ihres empirischen Teils qualitativ zu erforschen. Es darf nicht falsch verstanden werden, dass es sich hierbei um eine Analyse von Faszination in ihrem eigentlichen Sinne handelt. Denn Faszination ist immer mit dem eigenen subjektiven Empfinden verbunden, so einzigartig wie jedes Individuum selbst und somit wissenschaftlich wohl unauflöslich. Es soll hierbei eher herausgefunden werden, welche Motive uns Menschen dazu bewegen, einer Anziehungskraft zu unterliegen, die bestimmte Medienstars auf uns ausüben. Die Idee, die zum Thema dieser Arbeit geführt hat, war die kollektive Begeisterung und der „Medienhype“ um eine zuvor unbekannte Lena Meyer-Landrut (Lena), Gewinnerin der Castingshow „Unser Star für Oslo“ (www.unser-star-fuer-oslo.de) und spätere Siegerin des 55. Eurovision Song Contest in Oslo. [...] Doch trotz seines hohen gesellschaftlichen Einflusses ist das Star-Phänomen ein weitgehend ungelöstes und vernachlässigtes Forschungsfeld innerhalb der Wissenschaften (vgl. Faulstich 1997, S. 7). Der Grund für diese Diskrepanz ist vor allem die Komplexität des „Medienstars“ und seine vielfältigen Erscheinungsformen innerhalb der Populärkultur. Aufgrund seiner Geschichte, der Entwicklung unserer Medienkultur und der Entstehung pluralistischer Gesellschaften, kann man das Star-Phänomen keiner generellen wissenschaftlichen Disziplin zuordnen. Um seine gesellschaftliche Wirkung und die Komplexität des Stars zu verstehen, wird die Arbeit interdisziplinär ansetzen. Hierbei wird sie neben einem soziologischen und medienwissenschaftlichen Blickwinkel, zur Erläuterung, Ansätze der Sozialpsychologie, der Psychologie und der Cultural Studies mit einfließen lassen. Einleitend geht die Arbeit auf die Entwicklung und Ursprünge der Medienkultur und Populärkultur ein. Im weiteren Verlauf wird sie ihren Fokus auf die Geschichte des Stars, den Star selbst und der Beziehung zwischen dem Star und seinen Nutzern richten. Innerhalb des empirischen Teils der Arbeit sollen dann anhand einer Qualitativen Inhaltsanalyse am Star-Phänomen der Lena Meyer-Landrut, soziale Beweggründe und Motive erforscht werden, die uns Aufschluss darüber geben sollen, welche sozialen Funktionen der Star übernimmt und warum wir seiner Anziehungskraft unterliegen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Medizin und Gesundheit, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund (Fakultät Erziehungswissenschaft), Veranstaltung: Jugendkulturen - Studierkulturen, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit einigen Jahren kann man seinen Kaffee auch mit Sojamilch bekommen, Tofuwürstchen gibt es in vielfacher Ausführung nicht länger nur im Biomarkt und immer mehr Cafés und Restaurants mit extra gekennzeichneten rein pflanzlichen Gerichten eröffnen auch außerhalb Berlins. Das kommt daher, dass in den vergangenen Jahren ein Thema ins Licht gerückt ist, dass vorher nur als übertriebene Steigerung des Vegetarismus bekannt war: Veganismus. Wie bei allen Diskursen in der Gesellschaft, die einen schnellen Aufschwung erleben, wird es als Modeerscheinung betrachtet. In diesem Fall geht die vorherrschende Meinung einen Schritt weiter und betrachtet es als Jugendkultur. Die Jugendlichen, die sich mit ihrer Ernährung gegen die Eltern auflehnen, aber wieder „normal“ essen, wenn sie erwachsen sind. In dieser Hausarbeit werde ich der Frage nachgehen, ob die Anhänger der veganen Szene tatsächlich die Kriterien einer Jugendkultur erfüllen, welche Gründe sie zu dieser Lebensweise bewegt haben und schlussendlich, wie es gelingt in einer omnivoren Gesellschaft vegan zu sein. Diese Arbeit soll kein Plädoyer für den Veganismus sein oder diesen anhand von Zahlen der Massentierhaltung oder gesundheitlichen Aspekten rechtfertigen. Die dargestellten Meinungen entstammen den Teilnehmern der Umfrage und dienen dazu, einen Einblick in die Hintergründe eines veganen Lebens zu erhalten. Außerdem stehen sämtliche Begriffen wie „Teilnehmer“ und „Veganer“ im Folgenden für beide Geschlechter, selbstverständlich soll das kein Ausdruck von Diskriminierung sein.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten, Note: 1,7, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 75 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Geil auf Gewalt“, der Titel des gleichnamigen Buches von Bill Buford, ist Programm. Zumindest für die allzeit bereiten jugendlichen Gewalttäter, die seit den 90er Jahren im Umfeld von Fußballspielen (...) Fußballstadien und öffentliche Plätze gleichermaßen zu Schlachtfeldern mutieren lassen, (...) an Fußball nicht interessiert sind und sich (.) Hooligans nennen. Die Liste derartiger (Vor-)Urteile (...) [zeigt] die weit verbreitete Vorstellung der deutschen Medien und Bevölkerung von einer „Kultur“, deren Herkunft vielen ebenso verborgen bleibt, wie Intentionen und (Hinter-)Gründe. Das Thema der Diplomarbeit orientiert sich an diesem „Gewalttäterpostulat“, an der Frage, ob es sich bei Hooligans um Fußballfans, missverstandene Jugendliche oder Gewalttäter handelt. Ausgehend von der Idee, dass es nicht festlegbar ist, was das Abstraktum „Gewalttäter“ ausmacht und dass es so etwas wie den, universell und seine gesamte Persönlichkeit umfassenden „Gewalttäter“ nicht gibt, geht die vorliegende Diplomarbeit den Ursachenbeziehungen des Hooliganismus nach, die Hooligans und jugendliche Fußballfans dennoch als Gewalttäter erscheinen lassen. Tatsächlich zeigt sich, dass der Hooliganismus kein Phänomen der 90er Jahre darstellt. Gewalttätige Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Fußballspielen sind im Gegenteil so alt wie der moderne Fußball selbst. Der erste Teil der Diplomarbeit beschäftigt sich mit dieser Entstehungsgeschichte des Fußballs und stellt Verknüpfungen zwischen dem Fußball und dem Auftreten von Ausschreitungen bzw. der Genese des Hooliganismus dar. Eine phänomenologische Beschreibung der Kultur des Hooliganismus verdeutlicht erste Gewaltzusammenhänge. Diese werden im zweiten Teil vertieft und auf die Frage bezogen, inwieweit es sich bei den Anhängern des Hooliganismus um „missverstandene Jugendliche“ handelt. Anhand einiger Theorien werden hierzu die Lebensbedingungen Jugendlicher auf Ursachen für das gewalttätige Verhalten jugendlicher Fußballfans und Hooligans untersucht. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit der Rezeptionsebene der Gesellschaft. Über die Wechselwirkung aus Fan- bzw. Hooliganverhalten mit Maßnahmen der Polizei bzw. der Darstellung durch Massenmedien und der Aufnahme dieses Bildes durch die Öffentlichkeit wird das Bild vom „Gewalttäter“ Hooligan einer Prüfung unterzogen. Zusätzlich werden Wechselwirkungen zwischen Kontrollinstanzen, den Medien und gewalttätigem Verhalten jugendlicher Fußballfans und Hooligans näher beleuchtet.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 1,3, Universität Koblenz-Landau (Institut Soziologie), Veranstaltung: Posttraditionalen Vergemeinschaftungsformen, Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Struktur von Facebook. 3. Facebook ist nicht gleich Facebook 4. Was macht den Reiz aus? 5. Chancen und Risiken des Online Networking 6. Fazit 7. Literaturquellen 5. Chancen und Risiken des Online Networking Doch wie wirkt sich das Online Networking auf Individuen und die Beziehung zwischen Individuen aus? Vor dem Hintergrund, dass das Social Web, trotz der massiven Verbreitung und Nutzung, immer noch in seinen „Babyschuhen“ steckt, da das Phänomen an sich einfach noch sehr jung ist, gibt der Forschungsstand augenblicklich noch ein sehr uneinheitliches Bild ab. Auch Langzeitstudien kann es derzeit aus diesem Grund noch nicht geben. Und dennoch befasst sich die Forschung immer intensiver mit der Online Kommunikation, weil immer deutlicher wird, dass sich das Social Network immer tiefer in unseren Alltag vernetzt und die spannende Frage nach den Auswirkungen immer lauter wird. Im Folgenden möchte ich einige Gedankengänge und Forschungsergebnisse vortragen. Gerade in den Anfangsjahren des Internets wurde vermutet, dass das Online Networking einen Rückgang an Kommunikation bedeute, vor allem zwischen realen Kontakten, was eine Verkleinerung des persönlichen sozialen Netzwerks nach sich ziehen würde. Ein berechtigter Verdacht, denn die Online Kommunikation findet nicht im konkreten öffentlichen Raum statt, sondern in der Isolation am Schreibtisch. Um eine starke Bindung zu pflegen, ist jedoch die reale, persönliche Interaktion von Nöten, somit entsteht im Internet nur die Illusion einer Gemeinschaft, jedoch nie eine Gemeinschaft im eigentlichen Sinne. Man befürchtete also eine Vereinzelung, Vereinsamung und damit auch psychische Folgen wie Depression der Online Nutzer (vgl. Kraut et al. 1998). Das Social Web galt lange Zeit als oberflächlich, feindselig und unpersönlich. Jüngere Studien konnten diese Befürchtung allerdings widerlegen. Eine amerikanische Studie konnte 2006 klar nachweisen, dass Online Netzwerke sich positiv auf soziale Bindungen auswirken. Gerade für schwache Bindungen birgt das virtuelle soziale Netzwerk das Potential für den Aufbau von starken Bindungen. Die Hemmschwelle eine fremde Person zu kontaktieren ist virtuell wesentlich geringer als im konkreten Raum. So bietet das Online Netzwerk gerade sozial gehemmten Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein die Chance eine Interaktion zwischen sich und Mitmenschen bewusst zu trainieren und mit neuen Personen in Kontakt zu treten...
Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Krieg und Frieden, Militär, Note: 2,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie), Sprache: Deutsch, Abstract: „[...] Das 16jährige Mädchen L. I. Meltschukowa führten die Soldaten auf Befehl des deutschen Offiziers Hummer in den Wald, wo sie es vergewaltigten. Nach einiger Zeit sahen andere Frauen, die ebenfalls in den Wald geführt worden waren, dass bei den Bäumen Bretter standen, an denen die sterbende Meltschukowa aufgespießt war. Die Deutschen haben ihr vor den Augen der anderen Frauen, ..., die Brüste abgeschnitten.“1 „Einige Frauen und junge Mädchen wurden brutal durch eine ganze Gruppe [alliierter Soldaten] in der Öffentlichkeit vergewaltigt, wobei sich die Soldaten in einer Warteschlange anstellten. In einigen Fällen wurden die Körper der Frauen vom Magen bis hin zum Anus aufgeschlitzt oder sie wurden danach getötet.“2 Solche oder ähnliche Abscheulichkeiten geschahen sowohl auf der Seite der Deutschen, als auch auf der Seite der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit, auch Nachkrieg genannt. Es waren Zeugenaussagen wie diese, die mich dazu bewogen, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ich kann dafür nur das Wort „Abscheulichkeiten“ finden, weil erstens das Wort „Vergewaltigung“ gerade einmal einen Bruchteil dessen erfaßt, was Frauen damit angetan wird, und zweitens obige Beschreibungen mehr Grausamkeit enthalten, als „nur“ den Tatbestand einer Vergewaltigung als solche (die allein schon grausam genug ist). [...] 1 Nürnberger Prozeß – Der Prozeß gegen die Hauptverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, 14.11.1945 – 01.10.1946, Band 7, München, Zürich 1984, Band 7, S. 502 ff. Zitiert nach: Doris Riemann: „Eingeschrieben in ihre Körper – Eingebrannt in ihre Leiber: Vergewaltigungen von Frauen im zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach und ihre Wirkungsgeschichte: Beobachtungen und Anmerkungen“. Hannover: 1998, S. 6. 2 Atina Grossmann: „A Question of Silence: The Rape of German Women by Occupation Soldiers“. Erschienen in: Robert G. Moeller (Hg.): „West Germany under Construction. Politics, Society, and Culture in the Adenauer Era“. The University of Michigan Press, 1997, S. 43. Originaler Wortlaut: „Some women and young girls were brutally gang-raped in public with a line of soldiers waiting for their turn. In some cases, women’s bodies were slit open from stomach to anus, or they were killed afterward.“
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 2,3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Veranstaltung: Theorien und Texte zur japanischen Gesellschaft - Der Diskurs um das Otaku-Phänomen, Sprache: Deutsch, Abstract: Produkte der japanischen Massenkultur prägen das gegenwärtige Japan und erfahren auch im Ausland stetig wachsendes Interesse. Manga (漫画), Anime (アニメ) und japanische Videospiele gehören auch bei uns beinahe wie selbstverständlich zur Jugendkultur. Dabei sind sie nur ein Teil der eigentlichen japanischen Populärkultur. Diese ist gekennzeichnet durch vielfältige Ausprägungen und eine hohe Diversität. Vor allem im Bereich der Musikindustrie ist diese zurück zu finden. Teenie- Sänger und Sängerinnen aus der Retorte prägen das Bild der Musiklandschaft und bieten für jeden Geschmack eine entsprechende Indentifikationsmöglichkeit. In einer derart pluralisierten Populärkultur, die bestimmt wird durch die Konsum und Informationsgesellschaft, finden sich jedoch auch innerhalb der Konsumenten stark divergierende Ausprägungen. Während die einen lediglich konsumieren und Teile der Jugendkultur in ihr Leben integrieren, richten andere ihr Leben ausschließlich auf ihre favorisierte Kategorie der Jugendkultur. Durch ihre Lebensweise distanzieren sie sich von ihren Altersgenossen, ihrem sozialen Umfeld und anderen für sie uninteressanten Kulturgütern. Dieses Phänomen der japanischen Otakus wurde zu Beginn der 1980er Jahre zum ersten Mal publik und ist heute eines der meist diskutierten Themen im zeitgenössischen Japan. Dabei ergeben sich spezielle Ausprägungen wie etwa den Idol- Otaku (アイドルお宅), der seine Leidenschaft allein auf die schon erwähnten Pop- Sänger und Sängerinnen richtet. Doch was fasziniert beispielsweise den Idol- Otaku an Pop- Sängerinnen, die in der Regel nach einem einzigen Titel wieder vom Markt verschwinden? Was empfinden Otaku, wenn sie auf der Foto- Jagd nach ihren Idolen sind? Was charakterisiert den Otaku neben seiner Leidenschaft und welche gesellschaftliche und soziale Position nimmt er ein? Diese Arbeit widmet sich anhand dieser Fragen dem Diskurs über das Otaku- Phänomen. Dazu muss zunächst eine Begriffsbestimmung erfolgen, um den Terminus Otaku abzugrenzen und für diese Arbeit verfügbar zu machen. Danach wird das Massenphänomen innerhalb der japanischen Gesellschaft eingeordnet und vorgestellt, bevor die Position der japanischen Regierung berücksichtigt wird. Hauptteil dieser Arbeit bildet die Betrachtung des Idol- Otakus anhand der genannten Fragestellungen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie, Note: 1,7, Universität Hamburg (Fachbereich Sozialökonomie), Veranstaltung: Sozialstrukturanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 2002 hat der Senat der FFH hat das Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ ausgegeben. Zentrale Zielsetzung hierbei ist u.a. die Steigerung der Einwohnerzahl. Dieses Leitbild wurde in den folgenden Jahren weiter fortentwickelt. Ein wichtiges Ziel des Senats ist die Familienförderung. Im aktuellsten Leitbild 2007 heißt es: „Nur eine familien- und kinderfreundliche Stadt ist eine Stadt mit Zukunft. Um zu wachsen, muss sich Hamburg in besonderer Weise auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern einstellen. Es gilt, attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für junge Familien in Hamburg zu schaffen.“ Der Senat hat sich nach dem Monitor „Wachsende Stadt Hamburg 2007“ zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 einen Bevölkerungszuwachs von 80.000 zu erreichen. Dies entspräche einer Gesamt-Einwohnerzahl der FHH von über 1,84 Millionen. Die Bertelsmann Stiftung geht von einem Bevölkerungszuwachs in Hamburg von ca. 70.000 bis zum Jahr 2025 aus. In dieser Hausarbeit gilt das Interesse der Geburtenentwicklung in Hamburg. Es soll aufgezeigt werden, wie die Metropole Hamburg im nationalen und internationalen Vergleich dasteht und welche Stadtteile in Hamburg besonders zu der Geburtenentwicklung und somit auch zum Bevölkerungswachstum beitragen. Es wird belegt, dass besonders sozialschwächere Stadtteile eine hohe Geburtenziffer aufweisen und in diesem Zusammenhang wird eine Vermutung untersucht, dass hierzu besonders ausländische Frauen beitragen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Wirkung von Gewalt in den Medien bzw. fiktionale Gewalt als Stimulus oder sogar Ursache von realer Gewalt wird seit langem diskutiert. Etwa 5000 Untersuchungen jeder Art gibt es zu dieser Thematik und die viel zitierte Berechnung, dass ein durchschnittlicher US-amerikanischer Jugendlicher bei Beendigung der High-School etwa 18000 TV-Morde konsumiert hat , sowie die reflexartige Forderung der Politik nach Verboten für sogenannte Ego-Shooter nach einer Amok- oder anderen aufsehenerregenden Gewalttat sorgt für Brisanz in der öffentlichen Diskussion. Auf Grund der ständigen Präsenz von violenten Darstellungen in Film, Fernsehen und Computerspielen wird regelmäßig nach den Auswirkungen beim Zuschauer gefragt . Dies ist verständlich, verbringt doch der durchschnittliche Bundesbürger neben Schlafen und Arbeiten die meiste Zeit mit Medienkonsum. Das sind circa 6,5 Stunden täglich. Um den Umfang der vorliegenden Arbeit im Rahmen zu halten, soll die allgemeine Rolle der Medien in diesem Zusammenhang aber nicht thematisiert werden. In dieser Seminararbeit wird anhand des Projektberichts „Medien und Gewalt“ der Autoren Kunczik und Zipfel von 2004 untersucht, in wieweit Wirkungen von Gewaltdarstellungen in Film und Fernsehen im Vergleich zu den Wirkungen von violenten Computerspielen Unterschiede aufweisen. Dazu werden ausgewählte Einflussfaktoren beleuchtet, diese auf das jeweilige Medium bezogen und miteinander verglichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,3, Universität Siegen, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Jedes Jahr gibt es Highlights im Fernsehen, die man nicht verpassen darf. Wenn man ein solches Highlight nicht gesehen hat, wird man von Gesprächen darüber ausgeschlossen und gilt als uninformiert. Oft hat man den Eindruck, dass es heute bereits als wichtiger angesehen wird, dass man weiß, was am Vorabend in irgendeiner Fernsehshow zu sehen war, als was beispielsweise in den Nachrichten erzählt wurde. Zu diesen Highlights gehören viele Fernsehsendungen, die bei RTL ausgestrahlt werden. Beispiele hierfür sind die Quizshow „Wer wird Millionär?“, die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ oder zuletzt die Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Jedes dieser Formate erzeugt einen ungeheuren Gesprächswert. Und RTL kann damit hohe Einschaltquoten einfahren. Seit über zehn Jahren ist RTL dank der Entwicklung und Ausstrahlung solcher Sendungen nun schon Marktführer in der werberelevanten Gruppe der 14 – bis 49 – jährigen. RTL hat sich seit der Gründung 1984 zu einem der erfolgreichsten Privatsender Europas entwickelt. Doch wie war das möglich? Wie hat RTL es geschafft von einem kleinen Fernsehsender aus einer luxemburgischen Garage zu einem Fernsehgiganten zu werden? Im folgenden Text möchte ich dieser Frage auf den Grund gehen. Ich werde versuchen zu erläutern, wie man die Erfolgsgeschichte von RTL erklären kann. Hierfür werde ich zunächst einmal die politischen Rahmenbedingungen aufzeigen, die für die Einführung kommerzieller Programme in der Bundesrepublik nötig waren. Anschließend werde ich mich mit der Gründung von RTL und seinen Entwicklungen in der Verbreitungsart beschäftigen. Dann werde ich die Geschichte und Entwicklung des Senders darstellen, bevor ich die Besitzverhältnisse dieses riesigen Medienkonzerns aufschlüsseln und mein Fazit ziehen werde.
„Islamkritik“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Doch dahinter verstecken sich oftmals nur pure Ressentiments. Zugleich lässt sich unter Muslimen eine dogmatische Verteidigungshaltung beobachten, bei der bisweilen jede Kritik von vornherein in den Wind geschlagen wird. Beide Extreme dominieren zu häufig die öffentlichen Diskussionen.
Der vorliegende Band "Islamfeindlichkeit" einerseits und der dazugehörige Band "Islamverherrlichung" andererseits nehmen sie daher kritisch in den Blick: Band 1 spürt jene geistigen Strömungen auf, die antiislamische Einstellungen in Deutschland fördern. Band 2 spricht theologische Herausforderungen und Missstände in der hiesigen muslimischen Gesellschaft an – allerdings ohne Pauschalisierung, Populismus und Polemik.Das Gesamtwerk ist somit ein Appell an die Vernunft, hat aber auch dokumentarischen Charakter.
In diesem Buch nun beleuchten renommierte Autoren verschiedene Aspekte vom europäischen Islamhass vergangener Jahrhunderte bis zur heutigen Hetze im Cyberspace. Ferner geht es um die Auseinandersetzung mit prominenten Protagonisten der „Islamkritik“ wie Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Hans-Peter Raddatz und anderen.

Mit Beiträgen von Navid Kermani, Dieter Oberndörfer, Jürgen Leibold, Mario Peucker, Werner Ruf, Y. Michal Bodemann und Gökce Yurdakul, Stefan Muckel, Jochen Hippler, Monika Schröttle, Yasemin Karakasoglu, Siegfried Jäger, Franc Wagner, Markus Gerhold, Sabine Schiffer, Mohammed Shakush, Wolf-Dieter Just, Jobst Paul, Thomas Naumann, Claudio Lange, Almut Höfert, Gerdien Jonker, Hamid Tafazoli, Kai Hafez, Birgit Rommelspacher, Martin Riexinger, Micha Brumlik
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 1,5, Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (ehem. Hochschule für Wirtschaft und Politik) (-), Veranstaltung: Soziologie der Arbeitwelt I, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Beginn der Industrialisierung ging mit einer Neugestaltung der sozialen Ordnung einher. Vor allem in Europa, wo sich nach der französischen Revolution das Bewusstsein der Menschen veränderte. Die damit verbundene Entwicklung im deutschen Kaiserreich wird Gegenstand dieser Arbeit sein. Zuvor wird der Begriff Industrialisierung erklärt und die damit zusammenhängenden Phasen erarbeitet. Ferner wird auf die Eigentumsverhältnisse eingegangen, sowie die derzeitige Zuordnung der sozialen Schichten, bzw. Klassen. Letztlich werden im Ansatz die Entstehung der Sozialversicherung und die Bedeutung der Frauen- und Kinderarbeit behandelt. Um den Wandel der Produktion und Arbeit im 19. Jahrhundert zu beschreiben, ist es notwendig, zuvor die rasante Entwicklung jener Zeit zu erklären. Die Begrifflichkeiten der in diesem Kontext erwähnten Industrialisierung und der Industriellen Revolution sind nicht eindeutig definiert, denn der Begriff Industrie leitet sich von den Begriffen „Fleiß und Betriebsamkeit“1 ab und dieses gab es schon vor der beschriebenen Epoche. Um den Begriff der Industrialisierung (oft simultan mit dem Begriff Industrielle Revolution benutzt) einzugrenzen, kann man sie als einen „volkswirtschaftlichen Prozess bezeichnen, der durch eine signifikante Zunahme der gewerblichen Gütererzeugung auf Kosten des Agrarbereiches gekennzeichnet ist. Diese erfolgt mit wachsendem Maschineneinsatz in großgewerblicher, arbeitsteiliger Massenproduktion“2. Somit kann man sagen, dass die Industrialisierung so zu verstehen ist, dass sich in jener Zeit ein Prozess entwickelte, wo die mechanisch hergestellten Güter die agrarwirtschaftliche Produktion „dem Werte und der Zahl der Beschäftigten nach, überholte“3. [...] 1 Vgl. Duden: Das Fremdwörterbuch; Band 5; 6. überarbeitete Auflage; Mannheim, Wien Leipzig, Zürich 2 Vgl. Gabler: Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre, 1. Auflage, Wiesbaden; S. 165 3 Vgl. Ritter, A. Gerhard; Tenfelde, Klaus: Arbeiter im Deutschem Kaiserreich, 1992, Bonn, S. 9
Der Beruf des Hochseefischers gehört in Deutschland weitgehend der Vergangenheit an. Noch zu Beginn der 1960er Jahre gab es in den beiden deutschen Staaten mehr als 20.000 Hochseefischer, die auf über 250 Trawlern vor allem im Nordatlantik Fanggebiete aufsuchten. Anhand von biografischen Interviews, Fotos, Filmen und schriftlichen Quellen untersuchte die Autorin die Lebenswelt der deutschen Hochseefischer in der Zeit von 1945 bis zum Niedergang der deutschen Hochseefischerei zu Beginn der 1990er Jahre. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Selbstwahrnehmung der Hochseefischer, die vor allem in den Nachkriegsjahrzehnten mit einer negativen Typisierung konfrontiert waren. Ausgehend von einer arbeitswissenschaftlichen und sozialen Analyse der sehr heterogen zusammengesetzten Trawlerbesatzungen widmet sich die Autorin ausführlich den spezifischen Kulturmustern der Hochseefischer. Dabei spielt die Differenzierung der Lebenswelt in den Alltag auf See und den Alltag an Land eine zentrale Rolle. Die äußerst kurzen Landaufenthalte und die harten Arbeitseinsätze auf See unter extremen Bedingungen ließen den markanten Typ des Hochseefischers entstehen, der sich als Mitglied einer besonderen maritimen Elite verstand.

Kristin Kube, Jg. 1984, Studium der Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Neueren und Neuesten Geschichte sowie der Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Promotion 2012, arbeitet am LWL-Industriemuseum - Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Schiffshebewerk Henrichenburg.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 1,0, Universität Hamburg (Sozialökonomie), Veranstaltung: Empirisches Praktikum: Jugend- und Musikkulturen, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung, 2.Die HipHop Kultur, 2.1 Geschichte des HipHop, 2.2 Techniken, „Style“, „Realness“, Mode, 2.3 Weiblicher HipHop, 3. Methoden, 3.1Qualitative Sozialforschung, 3.2 Performatives Konzept, 3.3 Doing Gender und kulturelle Identität, 4. Quellenanalyse, 4.1 Biografie Lady Bitch Ray, 4.2 Quellenbeschreibung und Kritik, 4.2.1Website Lady Bitch Ray, 4.2.2 Die erste sichtbare Ebene, 4.2.3 Der zweite sichtbare Bereich, 4.2.4 Weitere Ebenen, 2.5 Online-Interviews, 4.3 Analyse Lady Bitch Ray, 4.3.1 Vor der Aufführung, 4.3.2 Der Vorhang hebt sich, 5. Fazit 6. Glossar, Literaturverzeichnis Viele der heutigen Jugend- und Musikkulturen wie die HipHop-, Rockabilly-, Skinhead- oder Metalszene sind auf den ersten Blick von Jungen oder Männern dominiert und weisen sexistische Züge auf. Das Thema „Mädchen“ wurde erst in den letzten Jahren von den Medien entdeckt und populär gemacht. Jugendstudien beschäftigen sich zunehmend mit dem weiblichen Geschlecht und reden z.B. von sogenannten „Alphamädchen“, Frauen, die zielstrebig ihren Weg gehen und sich in Männerdomänen behaupten. In der Forschung wurden Mädchen und ihre Geschlechterkonstruktionen in Jugendkulturen und der Jugendsoziologie lange Zeit nur in Publikationen der Gender-Forschung und in feministischen Diskursen beschrieben. Doch dieses Thema ist auch allgemein sozialwissenschaftlich relevant. Junge Frauen sind in allen Jugendkulturen aktiv und entwickeln eine Vielzahl von Strategien, Einstellungen, Rollenmustern und Ansichten. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Frauen und Mädchen in der der HipHop-Szene. HipHop wird wegen seiner sexistischen Inhalte und frauenfeindlichen Texte oft in der Öffentlichkeit diskutiert. Rapvideos zeigen Frauen häufig nur als schmückendes Beiwerk der männlichen Rapper. Sie sollen deren Männlichkeit festigen und werden mit Statussymbolen wie Luxus-Autos, Hunden, Designer-Kleidung, etc gleichgesetzt. „Frauen sind Bitches „Huren“, die es auf das Geld der Männer abgesehen haben und als Person wertlos sind (...) Der Mann positioniert sich im Zentrum, um ihn herum kann sich die Frau – an ihn angelehnt – definieren.“ 5 Dabei wird übersehen, dass es eine Vielzahl von HipHoperinnen gibt, die in ihren Texten mit männlichen Bildern von Weiblichkeit spielen und durch ihr Talent den HipHop beeinflusst haben. HipHop wird auch als performative Kultur bezeichnet. „HipHop ist performativ, eine Kultur des Machens und Produzierens: Selber texten, malen, tanzen, Platten auflegen (...)“.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Politische Kultur, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: ...Politische Kultur bietet mindestens drei verschiedene Lesearten an. Erstens eine alltagssprachliche und normative, die den Kulturbegriff wertend konnotiert und die man immer wieder in Zeitungsartikeln oder TV-Beiträgen wahrnehmen kann, nämlich dann, wenn von einer guten oder schlechten politischen Kultur gesprochen wird. Zweitens im Sinne eines seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts von GABRIEL A. ALMOND und SIDNEY VERBA entwickelten Forschungsparadigmas. Und drittens als Terminus neuer Konzepte und Methoden der politischen Kulturforschung, die in bewusster Abgrenzung zu ALMOND/ VERBA entwickelt wurden. In dieser Hausarbeit soll es freilich nur um den wissenschaftlichen Gebrauch des Terminus‘ gehen, sodass Lesart 1 sogleich ausgeschlossen werden kann. Doch auch Lesart 2 soll weitestgehend vernachlässigt werden. Vielmehr soll sich an dieser Stelle mit der dritten Lesart näher befasst werden und hier namentlich mit KARL ROHE und dessen Begriff pK. Dabei soll in einem ersten Schritt sein Verständnis von pK dargelegt werden. Sodann steht seine Typologie von pK im Mittelpunkt und in einem daran anschließenden Punkt seine Methodik zur Erfassung derselben. In einem vierten Gliederungspunkt folgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Positionen ROHES, die in ein abschließendes Fazit überführt wird. Darin soll versucht werden, die im Titel gestellte Frage zu beantworten. Zur verwendeten Literatur ist zu sagen, dass sich maßgeblich auf die angegebenen Beiträge ROHES beschränkt und dabei in einem reziprok-diachronen Verfahren gearbeitet wird. D.h. es werden, um seine Auffassungen darzulegen, die aktuellsten Beiträge von ihm verwendet, dabei aber punktuell Verweise auf frühere Publikationen gemacht und die eigenen Ausführungen teilweise um diese ergänzt. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass ein innerer Mitvollzug gegeben werden kann, auch ohne die angegebene Literatur in toto rezipieren zu müssen.
Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Soziologie), Veranstaltung: Prekarisierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufgrund des aktuellen Strukturwandels des deutschen Arbeitsmarktes, die etwa durch den zunehmenden globalen Wettbewerb und technischen Fortschritt gekennzeichnet ist, und der damit einhergehenden Beschäftigungskrise, die wiederum besonders mit einer starken Zunahme prekärer, unsicherer Beschäftigungsformen und Ausweitung des Niedriglohnsektors verbunden ist, scheint es einem immer geringeren Teil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu gelingen, einen ausbildungsadäquaten und vor allem existenzsichernden Arbeitsplatz zu finden. Mit der Verbreitung atypischer und schlechter geschützter Arbeitsverhältnisse haben sich die Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnbereich in besser bezahlte Tätigkeiten gerade auch für höher Qualifizierte deutlich verschlechtert. Insbesondere Minijobs erweisen sich immer weniger als eine Brücke in reguläre Beschäftigung (vgl. Kalina 2008: 34f.). Diese Entwicklung ist sozialpolitisch insofern problematisch, als das gegenwärtige System sozialer Sicherung in Deutschland sehr stark lohnarbeitszentriert ist. Dies bedeutet, dass die soziale Sicherung im Alter oder bei Arbeitslosigkeit an die vorherige Beschäftigung gebunden ist. Durch niedrige Lohneinkommen bzw. prekäre Einkommenssituation und diskontinuierliche Erwerbsarbeitsverläufe haben deshalb prekär Beschäftigte keinen oder einen recht eingeschränkten Zugang zu sozialen Sicherungsleistungen und können somit keine ausreichende Alterssicherung aufbauen, was sich schließlich in einer zunehmenden Altersarmut niederschlagen kann (vgl. Kalina 2008: 35; Vobruba 2006: 82f.). Bei einem wachsenden Teil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor gewährleisten außerdem diese geringe Einkommen keine ausreichende Existenzsicherung, so dass diese nicht selten durch ergänzende Transferleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld II (Hartz-IV) aufgestockt werden müssen (vgl. Kalina 2008: 35). Durch die abnehmende Leistungsfähigkeit der erwerbszentrierten Systeme sozialer Sicherung bzw. den drastischen Abbau des Sozialstaates werden allerdings die Handlungsspielräume der Betroffenen, die auf diese staatliche Transferleistungen dringend angewiesen sind, deutlich eingeschränkt. „Mehr (Eigen-) Leistung statt Transferleistungen“ lautet das Motto der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik des deutschen Sozialstaats (Pühl 2003: 113).
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Sonstiges, Note: 2,0, Universität Osnabrück (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Sommer 2008 wurde ein türkischer Prediger namens Fethullah Gülen in einer gemeinsamen Online-Umfrage der britischen Zeitschrift Prospect und der amerikanischen Foreign Policy zum bedeutendsten zeitgenössischen Intellektuellen gewählt. Für westliche Leser geschah dies sehr unerwartet, ist Gülen hierzulande doch eher unbekannt. Laut Müller (2008) kam das überraschende Ergebnis durch eine groß angelegte Kampagne der Zeitschrift Zaman in der Türkei zustande. Diese gehört zu einer weltweit agierenden Bildungsbewegung, deren inoffizieller Kopf Fethullah Gülen ist. Die Mobilisationskraft der Fethullaçilar, wie seine Anhänger genannt werden, ist also überaus beeindruckend. Die Recherche ergab, dass die Bewegung auf mehreren Kontinenten zahlreiche Schulen und andere Bildungseinrichtungen gegründet hat. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen die in den letzten Jahren in mehreren deutschen Städten gegründeten Privatgymnasien in Trägerschaft türkischstämmiger Migranten, die sehr wahrscheinlich alle dem Netzwerk um Gülen zugerechnet werden können und fast ausschließlich türkischstämmige Schülerinnen und Schüler unterrichten. Untersucht werden soll, welche Funktionen die Privatschulen im deutschen Bildungssystem haben, ob sie einen Beitrag zur Integration zu leisten im Stande sind und welche Rolle Fethullah Gülen und seine Bewegung bei den Schulen spielen. Unter Integration wird im Folgenden speziell die so genannte kulturelle Integration (Heckmann 2001: 343f.) verstanden, d.h. die Beherrschung der deutschen Sprache und des für die hiesige Gesellschaft notwendigen Wissens. Diese Form der Integration kann im weitesten Sinne als Schulerfolg bezeichnet werden. Die in Medienberichten häufig auftretende Frage der Segregation in den Schulen, begründet durch die Tatsache, dass sich das Klientel der Schulen vorwiegend aus türkischstämmigen Migranten zusammensetzt, wird lediglich ergänzend betrachtet. Die weiteren Bildungseinrichtungen in Deutschland, zumeist Nachhilfezentren sowie auch einige Realschulen und Kindergärten, die teils unter derselben Trägerschaft wie die Gymnasien stehen, können nicht näher behandelt werden.
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