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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Hochschule Esslingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn man den Begriff „Dienstleistung“ bei der Suchmaschine Google eingibt, bekommt man 21 Mio. Treffer (27.05.06) allein für den deutschsprachigen Raum. Wenn man den Begriff „Soziale Dienstleistungen“ eingibt, bekommt man immerhin über 5 Mio. Einträge (27.05.06). Dies zeigt, wie wichtig Dienstleistungen in unserem heutigen Leben geworden sind und dass auch der Begriff der „Sozialen Dienstleistungen“ kein Fremdwort mehr ist. Wir erleben heute im Alltag eine Vielzahl verschiedener Leistungen, die man als Dienstleistungen umschreiben würde: Der Frisörbesuch, die Fahrt mit der S-Bahn, oder den Schlüsseldienst. In den 70er und 80er Jahren wurde ausführlich diskutiert, inwieweit die Soziale Arbeit als Dienstleistung anzusehen ist – siehe die Veröffentlichungen unter anderem von Olk und Otto. Inzwischen scheinen in diesem Bereich kaum noch Widerstände zu herrschen, da in der gesamten Gesellschaft der Dienstleistungsbegriff in aller Munde ist, und auch die öffentliche Verwaltung sich inzwischen an dem Dienstleistungs-begriff orientieren soll. So ist inzwischen laut Wollmann und Reichhart von dem „Dienstleistungsunternehmen Kommunalverwaltung“ 1als neuem Leitbild die Rede, das „Output-Orientierung“ 2 haben soll und sich am Modell der Dienstleistung orientiert. Da ein großer Bereich der Sozialen Arbeit kommunal stattfindet, sind diese Vorgaben damit auch für die dort beschäftigten Sozialpädagogen verbindlich. In der nun hier vorliegenden Arbeit soll es darum gehen, dass Dienstleistungen ja eigentlich für einen Kunden erbracht werden sollen und sich damit auch nach seinen Wünschen richten sollten. Wenn also die bisherige Klientel der Sozialen Arbeit als Kundschaft umdefiniert wird, stellt sich die Frage, ob sich die Praxis also neu ausrichten und die Wunscherfüllung seiner Kundschaft als neues zentrales Leitbild formulieren muss. Dies möchte ich in meiner Arbeit anhand des Modells zur Nutzerprivilegierung von Andreas Schaarschuch diskutieren. Dieses Modell soll laut Schaarschuch ein Prüfmodell für die Frage darstellen, ob die einzelnen Felder der Sozialen Arbeit eine Dienstleistung sein können oder nicht.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2, Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Das Thema „Der Umgang und die Bedeutung von Medien für türkische Jugendliche in Deutschland“ habe ich gewählt, da sich mein Interesse im Bereich türkische Medienlandschaft insbesondere die Vertretung dieses Landes und seiner Gesellschaft im World Wide Web in der letzten Zeit enorm gesteigert hat. Seitdem mein Bruder und ich einen Amiga 500 als Kind besaßen, war dies der Anfang, mich für Computer (Spiele) zu interessieren. Das Fernsehen stand auf meiner Beschäftigungsliste auf dem zweiten Platz. Ich erkannte, dass Medien und ihr dazugehöriger Einfluss auf den einzelnen Menschen mich sehr faszinierten. Als Kind bemerkte ich ganz deutlich, dass es mehrere Wege und Möglichkeiten gab, den einzelnen Bürger mit der jeweiligen Information zu bedienen, die er gerade brauchte: Nachrichten im Fernsehen, Musik im Radio, regionales aus der Zeitung oder eben wie es in meinem Fall war Spiele am Computer. Wie informierte sich allerdings eine türkische Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, zwei Kinder) er Arbeiter, sie Hausfrau, beide verstehen die Sprache ihrer Kinder nicht. Die vorliegende Arbeit spiegelt die Auseinandersetzung der Migranten, die als Gastarbeiter in den 60er nach Deutschland kamen bis hin zu den zweiten und dritten Generation in Deutschland lebender Türken mit den sogenannten „neuen Medien“ wider. Hierzu zählen Printmedien, Hörfunk und Fernsehen bis hin zum Internet. Für türkische Familien gab es jahrelang nichts wichtigeres, als vierzig Minuten lang „Köln-Radio“ zu hören. Seit 1964 bietet der WDR Köln Nachrichten und Informationen speziell für in Deutschland lebende Ausländer in der jeweiligen Sprache. „Die Sendung (...) war für die türkischen >Gastarbeiter
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule Esslingen Hochschule für Technik Esslingen, Veranstaltung: Störung, Leiden, Anderssein, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS; würde man eine Umfrage starten, würde vermutlich fast jeder schon einmal von dieser Störung gehört haben, ein beachtlicher Teil würde wahrscheinlich sogar erklären können, worum es sich dabei handelt und eine immer noch recht große Anzahl der Befragten, würde einen Betroffenen kennen. Dank der Medien und in jüngster Zeit auch durch die zahlreichen kritischen Diskussionen der Behandlung mit Medikamenten und Büchern, wie „Die Krankheitserfinder“ von Jörg Blech, die sich gerade mit diesen hitzigen Debatten beschäftigen, ist ADHS mittlerweile in aller Munde. Trotzdem rührt meine Motivation mich mit diesem Thema im Zuge meiner Hausarbeit zu beschäftigen nicht daher, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass ich mein Praxissemester im Bereich einer Tagesgruppe für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche absolvieren werde. Einige der dort Betreuten bekamen die Diagnose ADHS, weshalb für mich diese Arbeit nun eine Chance darstellt, mich bereits im Voraus intensiv mit dieser Thematik zu beschäftigen. Die Ansicht, dass man im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe als SozialarbeiterIn häufig mit dieser Störung konfrontiert ist, letztlich auch dadurch, dass sie die mittlerweile am Häufigsten diagnostizierte seelische Störung im Kindes- und Jugendalter darstellt (vgl. Blech 2005, 111), bekräftigt zusätzlich meine Entscheidung für dieses Thema. Ich werde im Laufe meiner Hausarbeit ADHS aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten, um einerseits eine einseitige und eingeschränkte Sichtweise auf die Störung zu vermeiden und andererseits, da ich der Meinung bin, dass diese Multiperspektivität Voraussetzung für eine erfolgreiche Soziale Arbeit ist. An den Anfang meiner Arbeit habe ich eine Fallgeschichte gestellt um dem Leser einen Eindruck der Bemerkbarkeit und der Auswirkungen von ADHS im Alltagsleben, wie auch von der Diagnose und der Therapie zu gewähren. In meinem Hauptteil werde ich mit der medizinisch-biologischen Sichtweise beginnen. Ich habe diese Perspektive an den Anfang gestellt, da es meiner Meinung nach diejenige Sichtweise darstellt, die am meisten Auskunft darüber gibt, was sich hinter dem Begriff ADHS verbirgt. Im weiteren Verlauf werde ich dann spezieller auf die Lebenswelt der Betroffenen, der Angehörigen und der Situation in der Schule eingehen. Im Vordergrund sollen hier die individuellen Gefühle, Gedanken und Probleme, als auch die Bewältigungsmöglichkeiten stehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,3, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen, 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Lange Zeit wurde das Problem der Kinderarmut in Deutschland nicht öffentlich registriert. Da jüngere Kinder meist nur im Zusammenhang mit ihren Familien gesehen wurden, nahm die Öffentlichkeit nicht wahr, dass schon Mitte der achtziger Jahre die Jüngsten unserer Gesellschaft die höchste Sozialhilfequote aufwiesen. Bis heute hat sich die Situation nicht merklich gebessert, allerdings wurden Fachkräfte und soziale Einrichtungen in den neunziger Jahren mit einem massiven Anstieg von Armutserscheinungen konfrontiert, so dass man gezwungen war, sich mit der Situation auseinander zu setzen. Dies geschah unter anderem in Form von Armutsberichten. Hierbei konzentrierte man sich jedoch in erster Linie auf Armut bei Erwachsenen, erst Ende der neunziger Jahre unternahm man Forschungen zum Thema Kinderarmut. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel eine Studie des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), welche vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) beauftragt wurde. (vgl. Abschlußbericht Vertiefungsstudie AWO 2003, 1f.) Eine weitere Studie beschäftigt sich mit der Lebenslage von Grundschulkindern, die in armen Verhältnissen aufwachsen. Diese wurde im Jahr 2000 im Rahmen eines Forschungsprojektes an der FH Jena unter der Leitung von Karl August Chassé, Margherita Zander sowie Konstanze Rasch durchgeführt. In der vorliegenden Ausarbeitung setze ich mich mit dieser Studie näher auseinander, indem ich zunächst die methodische Konzeption betrachte und anschließend die Ergebnisse der Studie zusammenfasse. Hierbei erläutere ich zum einen die Auswirkungen von Armut auf verschiedene Lebensbereiche der Kinder und gehe zum anderen auf Bewältigungsstrategien ein. Abschließend werde ich die Ergebnisse der Studie hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit untersuchen, bzw. Lösungsansätze aufzeigen.
Inhaltsangabe:Einleitung: Teenagerschwangerschaften sind in der heutigen Zeit ein heiß diskutiertes Thema in Deutschland. Die Zahl der Teenagergeburten in Deutschland ist im Zeitraum von 1993 bis 2002 gering, aber durchaus stetig angestiegen. Waren im Jahr 1993 etwa 6 von 1.000 Müttern unter 18 Jahren, so waren es im Jahr 2002 bereits 8 von 1.000 Müttern. Da liegt die Frage nahe, ob denn die Teenager, die so früh schon die Rolle der Mutter übernehmen müssen, dieser Aufgabe auch gerecht werden können. Passt ein Kind überhaupt in den Alltag eines Teenagers? Ein Baby muss rund um die Uhr versorgt werden. Ausgehen mit den Freunden ist da ebenso wenig möglich wie jeden Tag bis nachmittags die Schulbank zu drücken. Zumindest nicht, wenn man mit dem Kind auf sich alleine gestellt ist. Viele junge Väter merken schnell, wie anstrengend und teilweise nervig das Leben mit Säugling sein kann und trennen sich lieber von Mutter und Kind und somit von der Verantwortung, die sie übernehmen müssten. Und dann steht die junge Mutter alleine da. Hilfe von den Eltern kann auch nicht in jedem Fall gewährleistet werden, denn oftmals wollen auch die Eltern ihr eigenständiges Leben nicht aufgeben. Um die Kinder hat man sich immerhin lange genug gekümmert. Gründe genug, warum es nur allzu verständlich ist, dass es oftmals nicht klappt, ein eigenständiges und glückliches Leben mit Kind zu führen. Warum klappt es aber dennoch bei so vielen Frauen, die sehr jung Mutter geworden sind? Was läuft bei ihnen anders als bei den Fällen, die an dieser Situation eher zu zerbrechen drohen? Haben diese Frauen sich im Vorfeld einfach mehr Gedanken gemacht, wie sie es mit Kind schaffen können und welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können, um weiterhin einem geregelten Leben nachzugehen? Eine gute Mutter zu sein heißt, Verantwortung zu übernehmen. Für sich selbst und für das eigene Kind. Man muss selbstverantwortlich entscheiden, wie man sein Leben gestalten möchte. Muss man seine alten Freunde, die mit Babys nichts zu tun haben wollen, wirklich behalten? Läuft jeder Partner vor der Verantwortung mit dem Kind davon und ist von den eigenen Eltern wirklich keine Unterstützung zu erwarten? Auf diese und weitere Fragen werde ich im Verlauf meiner Arbeit eingehen und aufzeigen, dass es zwar Fälle gibt, in denen das Leben als junge Frau mit eigenem Kind nicht funktioniert, aber ich werde auch zeigen, dass es sehr viele Teenagermütter geschafft haben ein Leben zu führen, das sowohl [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: Die Arbeit umspannt die politischen, die sozialen, die religiösen und die kulturellen Aspekte der nepalesischen Gesundheitsfürsorge und -planung. Sie skizziert auf der Folie der gesundheitspolitischen staatlichen wie nichtstaatlichen Organisationsformen (NGOs) des Landes, welche Chancen ausländische Entwicklungspolitik und Finanzhilfe haben, ihre Investition materieller und personeller Art im Sinne der Anlieger wie der Adressaten sinnvoll zu kanalisieren. Die Arbeit kommt zu dem Schluß, daß die Vergabe der Gelder in der Regel zwar auf die Lösung der wirklichen Probleme ausgerichtet ist, aber eher ungewollt der Zentralisierung von Privilegien (und der Privilegierten) im Land Vorschub leistet. Die Arbeit ist eine kritische Anfrage an die Vergabe von rd. einer Milliarde Mark deutscher Entwicklungshilfegelder. Schon aus diesem Grund ist die Arbeit von entwicklungspolitischer Relevanz. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Notizen zur Transliteration3 Einleitung6 Hauptteil13 1.Gesundheitswesen Nepals im Aufbruch 1.1.Umwelt und Völkermischung14 1.2.WHO-Bericht über Nepal15 1.3.Die Weltbank (N.Y.) und Entwicklungshilfe18 1.4.Wirtschaftliche Situation in Nepal19 1.4.1.Kulturspezifische Selbsthilfe Gruppen in Nepal21 1.4.2.Deutsche Regierungsorganisationen (GOs und NGOs)23 1.4.3.NGOs: Ergänzung oder Konkurrenz?24 1.4.4.Infrastruktur26 1.4.5.Politische Situation in Nepal27 2.Die Rahmenbedingungen, die aus modernen Faktoren entstehen I 2.1Heutige Realität in Nepal29 2.2.Medizinische Einrichtungen und Krankenbetten30 2.2.1.Krankenhäuser und Health Posts32 2.3.1.Gesundheitswesen und Krankheiten in Nepal40 2.4.Nepals Drogenproblematik45 3.Die Rahmenbedingungen, die aus der Tradition entstehen II 3.1.Die Rolle der Religionen50 3.2.Religiöses/Magisches Weltverständnis in Nepal66 3.3.Krankheitsvorstellungen und -verständnis in Nepal67 3.4.Zwischen Götter und Geister: Die Psyche des Nepali-Patienten68 3.4.1.Kosmologie bei den Nepalesen69 3.5.Böser Blick:Najar lagyo in Nepal72 3.5.1.Boksa und Boksi in Nepal73 3.5.2.Mohani lagyo73 3.5.3.Behandlungsmethoden des traditionellen Heilers75 3.6.Die Einstellung zu den traditionellen Heilern78 3.6.1.Der kulturelle Einfluß85 3.6.2.Die Bedeutung der traditionellen Heiler bei psychosomatischen Patienten88 3.7.Konflikt bewußtmachen89 3.8.Der Placeboeffekt als kulturelles Phänomen 89 3.9.Einstellung zur westlichen Medizin90 Praxisteil: 4.Sozialarbeit im [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen (Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit), Veranstaltung: Theorien in der Sozialen Arbeit, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Sozialen Arbeit wird zur theoretischen Begründung der praktischen Arbeit häufig das Wort „systemisch“ gebraucht. Es ist die Rede von „systemischer Beratung“, „systemischer Therapie“ und „systemischem Arbeiten“. Dabei wird Bezug genommen auf Systemtheorien. Diese theoretische Beschreibung der menschlichen Realität anhand der gegenseitigen Beeinflussung von Systemen wird von einem ihrer bekanntesten Vertreter, Niklas Luhmann, sehr komplex geschildert, abstrahiert und ist nicht ganz einfach zu verstehen. In dieser Arbeit wird sehr anschaulich und in einfachen Bildern und Worten Luhmanns Systemtheorie veranschaulicht und begreifbar gemacht. Es wird erklärt, was genau Systemtheorie ausdrücken soll und wie sich das Wissen darüber auf die Soziale Arbeit anwenden lässt. Im ersten Teil dieser Arbeit wird die Bedeutung dieser Theorie und deren geschichtlicher Ursprung geklärt. Im zweiten Kapitel geht es um Niklas Luhmann, einen der wichtigsten Autoren auf dem Gebiet der Systemtheorie. Die Autoren setzen sich ausführlich mit den Grundgedanken und Grundbegriffen seiner Theorie auseinander. Dabei werden möglichst viele praktische Anwendungsbeispiele beschrieben und an Bildbeispielen verdeutlicht, damit die Übertragbarkeit seiner Theorie auf die Praxis einfacher wird. Im dritten Kapitel geht es um die konkrete Umsetzung von Luhmanns Systemtheorie in der heutigen Sozialen Arbeit.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Hochschule Ludwigshafen am Rhein, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Begriffe „Cybermobbing“ und „Cyberbullying“ findet in den Medien mittlerweile häufig Verwendung, dennoch sind sich viele der genauen Signifikanz der Begriffe nicht bewusst. Gerade die älteren Generationen, welche nicht mit Computern und Internet aufgewachsen sind, die also keine s.g. „Digitalnatives“ sind, können mit der Flut von neuen Begriffen, welche aus dem „Web 2.0“ stammen, oft überfordert sein. Somit wird ihnen eine realistische Einschätzung der damit verbundenen Gefahren, welche von den Medien gerne thematisiert werden, erheblich erschwert. Daher ist es wichtig, sich mit diesen, als Gefahren bezeichneten Phänomenen genauer und auch für die Allgemeinheit verständlich auseinanderzusetzen. Mit einem dieser Phänomene, nämlich dem Cybermobbing, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Da Cybermobbing ebenso wie das traditionelle Mobbing ein sehr breit gefächertes Themengebiete darstellt, ist es unumgänglich das Thema einzugrenzen. Weil das Leben im Web 2.0 gerade für junge Menschen eine erhebliche Bedeutung hat, konzentriert sich diese Arbeit auf eine Altersgruppe zwischen 10 bis 21 Jahren – wobei dies als eine grobe Orientierung dienen soll und nicht als exakte Altersabgrenzung zu verstehen ist. Natürlich kommen Mobbing und Cybermobbing auch unter Erwachsenen vor. Wie Studien zeigen stellt Mobbing gerade am Arbeitsplatz ein ernstzunehmendes Problem dar. Doch kann dies hier nicht weiter berücksichtigt werden, da es den Rahmen dieser Arbeit übersteigen würde. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Fachliteratur und verschiedenen Studien die aktuellen Entwicklungen zu diesem Phänomen in der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen. Es wird herausgearbeitet, ob Cybermobbing tatsächlich eine Form der Gewalt darstellt oder nur durch die aktuelle mediale Aufarbeitung als solche stilisiert wird.[...]
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (Fachbereich Sozialwesen), 98 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Vorwort Auf das Thema der Lebensbedingungen und Sozialisationsfaktoren im Strafvollzug wurde ich im Frühjahr 1999 bei der Lektüre der Autobiographie „Monster Cody - ich war ein Street Gang Fighter“ aufmerksam. Gleichzeitig begann ich mein Praktikum bei der Zentralstelle für Strafentlassenenhilfe in Nürnberg und stellte dadurch in der Resozialisierungsarbeit fest, daß die vielfältige Problembelastung des Klientels sich durch die Haft unbeabsichtigt verschärfte. Daraus hat sich für mich eine intensive Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen der Folgen von Strafvollzug ergeben. Aus der Feststellung, daß es kaum empirische Befunde aus den letzten 20 Jahren zu diesem Thema gibt, erwuchs der Wunsch, in dem bescheidenen Rahmen meines Studiums selbst eine Untersuchung durchzuführen. Als glückliche Fügung möchte ich es bezeichnen, daß die Koordinatorin meines Schwerpunktes ein Jahr später spontan meinen Vorschlag aufgriff, eine empirische Studie zu diesem Thema durchzuführen und darüber meine Diplomarbeit zu schreiben, und mir bei der endgültigen Formulierung der Fragestellung beratend zur Seite stand. Darüber hinaus machte sie mich auf eine laufende Langzeitstudie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zu einer ähnlichen Fragestellung aufmerksam, wodurch ich meine methodischen Überlegungen anhand der Vorgehensweise der Profis vom kfn verbessern konnte. Der erste Teil dieser Arbeit dokumentiert die theoretischen Vorüberlegungen für die Untersuchung. Neben den für das Thema unentbehrlichen Grundlagen - klassische Theorien zur Entstehung von Kriminalität, das Verständnis des Strafvollzugs im Sinne von GOFFMANs Theorie der „totalen Institution“ und der Ausführung neuerer Entwicklungen insbesondere im Jugendstrafvollzug - liegt der Schwerpunkt auf der Beschreibung des Phänomens der Insassensubkultur. Desweiteren werden die klassischen Erklärungsansätze für das Entstehen von Subkultur im Strafvollzug und empirische Befunde zu deren Überprüfung vorgestellt. Es soll offensichtlich werden, daß die Insassensubkultur und deren spezifische Ausprägungen eng mit der Struktur des Strafvollzugs und den subkulturellen Identitäten der Insassen verknüpft sind. Im zweiten Teil wird dann die methodische Vorgehensweise der Untersuchung dargestellt. Durch die Forderung der Explikation qualitativer Sozialforschung (der Forschungsprozeß soll für dritte nachvollziehbar gemacht werden) wird der Methodik ein eigenes Kapitel zugestanden. [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: Größere Unternehmen der freien Wirtschaft bedienen sich schon lange der Möglichkeit der Internetnutzung und können dieses fortschrittliche Informationsmedium für Marketing und Kommunikation gezielt nutzen. Ihre Webpräsenzen sind größtenteils professionell gestaltet und qualitativ auf dem aktuellen Stand der technischen und grafischen Anforderungen. Neben den professionell gestalteten Webpräsenzen präsentieren sich die Unternehmen mit Imagebroschüren, Werbekampagnen oder mit (entsprechend anderen) Medien. So wie neue Medien in der freien Wirtschaft seit Jahren zur effizienten Außendarstellung genutzt werden, um sich gegenüber Mitbewerbern Marktvorteile z.B. durch ein spezielles Image zu verschaffen, bedienen sich heute auch Non-Profit-Organisationen (NPOs) dieser Strategie. Für große NPOs scheint dabei der Bereich der neuen Medien oft nur eine kleine Hürde darzustellen. Mit abnehmender Größe der sozialen Einrichtungen sinkt die Akzeptanz und das Engagement für das Internet, besonders das Web sowie die Qualität der Webpräsenzen enorm, diese erscheinen einfach bis primitiv, ungepflegt, überladen oder vernachlässigt und schaden dem Unternehmen damit oftmals mehr, als dass sie ihm dienen. Wenn größere soziale Institutionen sich des Instrumentariums Marketing im Bereich des Internets in hohem Maße bedienen, hingegen mittlere und kleine in der vorliegenden Arbeit als lokale Institutionen beschrieben wenig bis selten, dann stellt sich die Frage, warum der Bereich der neuen Medien von diesen mittleren und kleinen Unternehmen so wenig genutzt wird? Welche Möglichkeiten des Marketings im Bereich digitaler Medien kann ein lokales Non-Profit-Unternehmen nutzen, um sich gegen andere Unternehmen in seinem Sektor strategisch durchzusetzen? Gerade im Bereich sozialer Dienstleistungen ist die Außendarstellung der Organisation von zentraler Bedeutung. Ziel dieses Eigenmarketings ist es, für das öffentliche Bewusstsein möglichst zur bevorzugten Adresse für den jeweiligen Aufgabenbereich, Kunden und Geldgeber zu werden. Marketing bedeutet einerseits Anpassung an die Erwartungen und Bedürfnisse der Nachfrager, andererseits aber auch Impulsgebung und Gestaltung auf dem Markt mit seinem Unternehmen und den Produkten. Das Marketing für den sozialen und medizinischen Bereich wird zunehmend komplizierter. Stichwörter wie Sparmaßnahmen und Strukturreformen sorgen für Irritation und verschärfte Marktbedingungen. Es bleibt immer [...]
Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,00, Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim (Berufsakdemie Heidenheim Staatliche Studienakademie), 59 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Beruf stellt im gesellschaftlichen Gefüge auch heute noch einen entscheidenden Faktor dar. Er weist den Status zu und erschließt gesellschaftliche Chancen. Fehlende Berufstätigkeit mindert nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern auch die Entwicklung sozialer Kontakte. Manche junge Menschen wissen nach der Schule nicht, welchen Beruf sie erlernen sollen oder sie verfügen aufgrund diverser Ursachen noch nicht über die notwendigen Voraussetzungen um eine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit aufnehmen zu können - sie sind noch nicht berufsreif. Ohne Hilfestellungen zur beruflichen Orientierung hätten gerade junge Menschen mit Behinderungen aufgrund komplexer Wechselwirkungen zwischen persönlichen Voraussetzungen und den Anforderungen der sich ständig wandelnden Berufswelt keine ausreichende Chance, ihre berufliche Integration und damit ihre Integration in die Gesellschaft angemessen zu realisieren. Mehr noch als anderen ist es ihnen meist nicht möglich, ihren Traumberuf zu erlernen. Vor diesem Hintergrund stellen der Ausbildung vorausgehende berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, wie sie u.a. in Berufsbildungswerken angeboten werden, eine wichtige und geeignete Voraussetzung zur beruflichen Ersteingliederung gerade dieser jungen Menschen dar. Sie bieten ihnen die Möglichkeit, sich vorab beruflich zu orientieren und eigene Fähigkeiten und Neigungen in verschiedenen, vornehmlich handwerklich orientierten Berufsfeldern auszutesten. Damit verbessern sie die Startbedingungen für eine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit erheblich und beugen Ausbildungsabbrüchen gezielt vor. Angebote der Berufsvorbereitung halten den Zugang zu einer Berufsausbildung auch dann offen, wenn Jugendliche und junge Erwachsene an der ersten Schwelle des Arbeitsmarktes zu scheitern drohen oder bereits gescheitert sind. Um die „Berufsvorbereitung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen im Berufsbildungswerk“ eingehend darstellen zu können, richte ich in meinen Ausführungen den Blickwinkel zunächst auf das „Phänomen“ der Lernbehinderung und gehe in diesem Zusammenhang auf grundlegende Aspekte und Zusammenhänge ein, welche zum Verständnis für die Arbeit mit lernbehinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen relevant sind. [...]
Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule Regensburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand der hier vorliegenden Arbeit soll sein, eine theoretische sowie praktikable Darstellung des Ansatzes Kritischer Sozialer Kulturarbeit [KSK] nach den theoretischen Vorlagen Theodor W. Adornos und den Werken des Regisseurs David Lynch zu leisten. Der Ansatz soll folglich Inhalte der Sozialen Kulturarbeit mit jenen der Kritischen The-orie [KT] sowie Werken Lynchs verbinden. Hierfür sollen sowohl Berührungspunkte (z.B. Ästhetik und Gesellschaftskritik) wie auch Unterschiede aufgezeigt werden. Das zugrunde liegende Medium des hier dargestellten und erarbeiteten Konzeptes ist – be-zogen vor allem auf David Lynch - der Film. Zunächst soll jedoch der Ansatz der KSK allgemein dargestellt und begründet werden, was eine grundlegende Erläuterung zentraler Begrifflichkeiten wie Soziale Kulturarbeit und Kulturkritik voraussetzt. Weiter werden anschließend die relevanten, theoretischen Überlegungen von Theodor W. Adorno erläutert, kritisch reflektiert, auf ihre Aktualität hin geprüft und ggf. an die somit neuen Anforderungen und Gegebenheiten angepasst. Hierzu sei bereits an früher Stelle angemerkt, dass viele der in dieser Master-Thesis aufgeführten Begriffe – wie beispielsweise jene der Kulturindustrie, der Kulturkritik und andere theoretische Ausführungen der Frankfurter Schule – zumindest in Teilen einer an die Gegenwart angepassten Neubeurteilung bedürfen, da sie heute teilweise umstritten sind, bzw. als veraltet gelten. Die Frage, ob die Rhetorik von Adorno, Ben-jamin und Horkheimer etwa noch zeitgemäß und für moderne Kulturarbeit anwendbar ist, scheint daher durchaus berechtigt. Dennoch sei bereits in den hier einleitenden Ge-danken angemerkt, dass sowohl Kulturkritik wie auch Kulturindustrie gerade in Zeiten der Ökonomisierung sämtlicher Schutzbereiche der Kultur durchaus die Chance einer Renaissance eingeräumt werden sollte. Zusätzlich zu Adornos theoretischer Grundlage wurde als methodisches Element der Film und im Genaueren – als Inspirations- und Ideenquelle – das Werk des amerikani-schen Regisseurs David Lynch ausgewählt. Wieso gerade Lynch sich für KSK eignet, wird daher ebenfalls beleuchtet. Sowohl was die Behandlung der Frage nach der Ästhe-tik wie auch der Gesellschafts- bis Kulturkritik anbelangt, kann vermutet werden, dass sich sowohl in Lynchs Werken wie auch in Adornos Theorie durchaus Parallelen finden lassen, die für den hier zu erarbeitenden Ansatz wertvoll sind. [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: ‘Worte sind wie Vögel – einmal freigelassen, kann man sie nicht wieder einfangen.’ (Altes Sprichwort). ‘Mit den WoW-Gildenmates den nächsten Raid planen. Nebenbei mit einem Klassenkameraden via ICQ gemeinsam Hausaufgaben lösen. Kurz die neuen Mails bei wkw checken und die Fotos der letzten Party kommentieren. Dann noch schnell ein neues Musikvideo auf den iPod und die neueste Folge der Lieblingssoap aufs Handy ziehen und ab zum Kumpel, um gemeinsam auf der PS3 eine Blue Ray anzuschauen. So in etwa könnte der Nachmittag eines 15-Jährigen aussehen, dessen Beschreibung sich für viele Erwachsene wie eine Aneinanderreihung von Hieroglyphen liest’. Diese Schilderung verdeutlicht, dass Medien bei den meisten Kindern und Jugendlichen einen integralen Bestandteil des Alltags darstellen und auf selbstverständliche und unbeschwerte Weise genutzt werden. Besonders die Angebote des Internets gewinnen zunehmend an Bedeutung und bieten vielerlei Chancen und neue Möglichkeiten der Kommunikation, weshalb sie von den Kindern und Jugendlichen gerne in Anspruch genommen werden. Im virtuellen Raum sind Kinder und Jugendliche aber auch mit den Schattenseiten des Internets konfrontiert. Tagtäglich kommt es dort zu verbaler Gewalt und sozialer Manipulation. ‘Mobbing hat inzwischen das digitale Zeitalter erreicht’. Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist keine Erscheinung der Neuzeit. Durch die zunehmende Etablierung der Neuen Medien dringt es nun aber auch in den Bereich der virtuellen Welt vor und erreicht dort eine neue, ungeahnte Qualität, da ‘jede Feindschaft, Verleumdung und Schmach vor einem Millionenpublikum ausgetragen werden’ kann. 2007/2008 beschäftigte das Schicksal der 13-Jährigen Megan Meier aus den USA die Medien in besonderem Maße. Das schüchterne und einsame Mädchen verliebte sich in ihre Internetbekanntschaft ‚Josh Evans’ und verehrte ihn. Der 16-Jährige war gutaussehend, umwarb sie und schenkte ihr ungewohnte Aufmerksamkeit. Als er sie eines Tages jedoch verschmähte und mehrfach zutiefst beleidigte und demütigte, erhängte sich das junge Mädchen im Keller. Besonders tragisch ist, dass der virtuelle Freund in Wirklichkeit eine ehemalige Freundin war, die sich mithilfe ihrer Mutter aufgrund einer pubertären Streitigkeit an Megan rächen wollte. Nicht immer muss Cyber-Mobbing so dramatisch enden, meist sind die Folgen für die Opfer aber von tiefer Enttäuschung, Scham und Wut geprägt. Dieser und ähnlich gelagerte Fälle haben [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: „Ambulantisierung der Psychiatrie“, „Ambulant vor stationär“: So und ähnlich lauten die derzeit vorherrschenden Postulate in der Versorgung psychisch kranker Menschen. Dabei gilt die Aufmerksamkeit vor allem den als chronisch schizophren diagnostizierten Menschen. Die teilweise hohen Raten der Wiederaufnahmen gerade dieser PatientInnen in psychiatrische Kliniken, die zur Bezeichnung „Drehtür-Psychiatrie“ führen, geben Anlass, an der Richtigkeit, Gültigkeit und Umsetzbarkeit dieser Prinzipien zu zweifeln. Auch im Verlauf einer Studie für das Bundesministerium für Gesundheit, welche von der Begleitforschungsabteilung des Atriumhauses in München durchgeführt wurde, fiel die hohe Anzahl der - kurze Zeit nach der Entlassung aus dem Bezirkskrankenhaus Haar (BKH Haar) - rehospitalisierten PatientInnen auf, wobei es sich hier um die oben genannte Gruppe der chronisch an Schizophrenie erkrankten PatientInnen handelte. Aus dieser Tatsache entwickelte und konkretisierte sich die Idee zu der vorliegenden Diplomarbeit. Im Auftrag der Begleitforschungsabteilung des Atriumhauses bin ich der Frage nachgegangen, wie sich diese raschen Wiederaufnahmen in die psychiatrische Klinik aus Sicht der rehospitalisierten PatientInnen darstellt. Im Zentrum des Interesses meiner Untersuchung stehen daher die Ermittlung und Analyse der Beurteilungen und Meinungen der betroffenen PatientInnen zu ihrer erneuten Aufnahme in das BKH Haar. Die bewusst relativ offen und allgemein gehaltene Frage nach der PatientInnenperspektive zur eigenen Rehospitalisierung erlaubte, den Fokus der Untersuchung auf die subjektiven Sichtweisen und Relevanzstrukturen der besagten PatientInnen zu richten. Zu diesem Zweck habe ich mit sechs PatientInnen, die sich in einer Wiederaufnahmesituation befanden, im BKH Haar problemzentrierte Interviews geführt. Meine persönliche Motivation zur Bearbeitung dieser Thematik hat ihre Wurzeln zum Einen in einem zweisemestrigen theoriebegleitenden Praktikum, in dessen Rahmen ich eine Klientin eines Sozialpsychiatrischen Dienstes betreut habe, zum Anderen in den Erfahrungen meines Jahrespraktikums, das ich in der gleichen Einrichtung absolviert habe. Im Sozialpsychiatrischen Dienst habe ich nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis der ambulanten Versorgung psychisch kranker Menschen, sondern auch in die Strukturen des gesamten Versorgungssystems, d.h. auch des komplementären und (teil-) stationären Bereiches gewinnen können. Die [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,7, Universität Kassel (Humanwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: In einigen Kulturkreisen gilt selbstverletzendes Verhalten ( kurz:SVV) beispielsweise als Ausdruck von Trauer, als Mutprobe oder Zeichen der Ekstase.In Deutschland jedoch wurden psychische Krankheiten wie Depression und Schizophrenie in den psychiatrischen Kliniken statistisch längst von Patientinnen , die sich selbst verletzen, abgelöst. Häufig sieht man junge Menschen mit vernarbten oder verkratzen Unterarmen. Bei den Betroffenen handelt es sich meist um Jugendliche zwischen dem 13. und 18. Lebensjahr und zu ca. 3⁄4 ( Angaben dazu variieren) um Frauen bzw. adoleszente Mädchen. Diese besonders erschreckend hohe Zahl der weiblichen Betroffenen hat mich dazu bewegt in meiner Hausarbeit nicht nur auf selbstverletzendes Verhalten im Allgemeinen einzugehen. Auch die Adoleszenz der jungen Frau und die weibliche Körperlichkeit , sowie ihre Empfindungen und Ängste sind ebenfalls Themen, mit denen ich mich beschäftigt habe und welche zum Schwerpunkt meiner Arbeit geworden sind. Das die Wunden der Betroffenen oft noch viel tiefer sitzen, als die Narben zeigen, kann man nur mutmaßen.Da dieses Thema auch für uns als zukünftige Sozialarbeiter von Relevanz ist,werde ich in meiner Hausarbeit auf die Ätiologie und die interpersonellen Gründe für selbstverletzendes Verhalten eingehen. Dies scheint mir wichtig um Zusammenhänge zu verstehen und beispielsweise bei beratenden Tätigkeiten die richtigen Ansätze zu finden.Die Gründe für SVV haben ihren Ursprung meist in der Kindheit oder Adoleszenz und sind oft verursacht durch unterschiedliche Traumata.Ein Abschnitt meiner Hausarbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen von selbstverletzendem Verhalten.Es ist nicht immer nur das allgemein bekannte „sich Ritzen“ was der Kategorie von SVV zugeordnet wird. Einige Formen wie Essstörungen mögen äußerlich weniger sichtbar sein, aber dennoch sitzen die Wunden nicht weniger tief. Menschen die sich selbst verletzen erleben während dieses Akts positive, euphorische Gefühle. Für Betroffene ist der Körper allerdings oftmals nicht zugehörig zu dem übrigen Menschen. Traumata und Missbrauch verleihen den Betroffenen häufig die Fähigkeit den eigenen Körper vom Selbst abzuspalten. Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit SVV spielt die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Diese weißt eine ungemein hohe Prävalenz an selbstverletzendem Verhalten auf. Dennoch ist die Diagnosevergabe von Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter umstritten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,5, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena, Veranstaltung: Rechtliche Aspekte interfamiliarer Gewalt, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Verhungert, Verdurstet, Eingesperrt. Der Begriff der Kindesmisshandlung weckt Gefühle der Betroffenheit, der Empörung oder auch des Zorns auf Eltern, die ihre Kinder so zurichten können, dass sie mit Knochenbrüchen, blauen Flecken, Brandwunden oder halb verhungert ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Die Kinderschutzdiskussionen kreisen in diesem Zusammenhang jedoch hauptsächlich um die Problemlagen von Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch. Die Vernachlässigung von Kindern ist hierbei ein lange Zeit vernachlässigtes Phänomen. Dies mag damit zusammenhängen, dass die Vernachlässigung von Kleinkindern und Säuglingen in den Familien meist verborgen bleibt, es sei denn es kommt zum Extremfall – dem Tod des Kindes. „Vernachlässigung der Vernachlässigung“ hat sich in diesem Zusammenhang zu einer prägenden Doktrin erwiesen. Doch die körperliche Züchtigung scheint auf dem Rückzug und die passive Aggression löst die aktive ab. Prügelorgien weichen so mehr und mehr dem totalen Desinteresse und kleine verkotete Hungergespenster verkörpern das Spiegelbild einer zunehmend gleichgültigen Gesellschaft. Der Fall, der die Betrachtung der Kindesvernachlässigung untermauern soll, ging 1999 durch die Presse. Der gerade fünf Monate alte Christian starb im Großraum Stuttgart in der elterlichen Wohnung an Austrocknung und stellt damit einen der extremen Fälle von Vernachlässigung dar. Doch gerade hier werden die Verflechtungen von Ursachen und Folgen sowie die gravierenden Auswirkungen der Vernachlässigung besonders deutlich. Bei der Betrachtung dieses Falls stellt man sich unweigerlich die Frage, wie es im Sozialstaat Deutschland überhaupt zu einer solchen Situation kommen kann, wo hier Hilfesysteme bleiben und wie der Tod des Kindes hätte verhindert werden können. Der erste Teil der Arbeit soll unter Einbeziehung des Falls Christian Form, Ausmaß und Bedingungen von Vernachlässigung darstellen. Im zweiten Teil erfolgt eine Untersuchung der Folgen von Vernachlässigung in Hinblick auf die körperliche, geistige und seelische Entwicklung der Kinder. Und abschließend sollen die rechtlichen Grundlagen möglicher Interventionen im Rahmen der Jugendhilfe, aber auch zukünftig vorstellbare Interventionsmöglichkeiten diskutiert werden.
Inhaltsangabe:Problemstellung: Die vorliegende Diplomarbeit soll folgende Fragestellungen behandeln: - Inwiefern kann das Konzept einer Alltags- und Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit aus der Sicht postmoderner Rahmenbedingungen durch die Integration neuerer theoretischer Ansätze hier speziell des Empowerment-Ansatzes nachhaltig revitalisiert und somit als integratives Handlungskonzept für den Handlungsbereich der Gemeindepsychiatrie genutzt werden? - Lassen sich aus den skizzierten Konzepten Qualitätskriterien für eine zukunftsfähige Sozialpsychiatrie ableiten? - In welcher Form wurden solche Qualitätskriterien bereits beschrieben und wie lassen sie sich im Zusammenhang mit der Arbeit eines Sozialpsychiatrischen Dienstes konkret darstellen? Gang der Untersuchung: In einem ersten Schritt soll mittels Literaturrecherche die Theorie einer Alltags- und Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit als eine grundlegende Handlungsorientierung dargestellt werden. Die Überleitung zur Erweiterung des Konzepts um die Empowerment-Perspektive ist notwendigerweise in Form eines Diskurses über die soziohistorische Bezogenheit der Alltags- und Lebensweltorientierung seit ihrer Formulierung und den aktuellen Bedingtheiten, die sich aus einer postmodern strukturierten Gesellschaft heraus ergeben, gehalten, um an späterer Stelle - im Rahmen der Diskussion des Ansatzes im ambulanten Bereich der Gemeindepsychiatrie - Bezüge zwischen postmodernen soziokulturellen Bedingungen einerseits und der Lebenslage psychisch kranker Menschen andererseits herstellen zu können. In einem zweiten Schritt soll anschließend das Empowerment-Konzept in dieses Ausgangskonzept eingepasst werden, um so eine sinnvolle Synthese beider Konzepte zu bilden. Dabei werden zunächst die wichtigsten Begrifflichkeiten des Empowerment-Ansatzes erläutert, bevor anschließend konkrete Verbindungslinien zwischen beiden Konzepten aufgezeigt werden. Ein Überblick über die notwendigen Anforderungen an eine neue professionelle Identität sowie die Beleuchtung einiger Praxis-Konzeptionen lebensweltlichen Empowerments, schließen den Bereich ab. Die skizzierte integrativ-theoretische Basis , soll dann als Grundlage für eine Verknüpfung mit dem Handlungsfeld der Sozialpsychiatrie, unter Fokussierung des den ambulant-komplementären Bereiches, dienen. Die Einführung zu diesem Teil bildet ein kurzer Diskurs zur Genese psychischer Krankheit aus dem Verständnis einer bio-psycho-sozialen Sichtweise, [...]
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,8, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen (Fakultät: Gesundheit & Soziales), Veranstaltung: Arbeit in der Drogenhilfe, Kommunale Drogenarbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Themen Research Chemicals und Legal Highs sowie Ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit. Zu Beginn meines Studiums stellte ich im Seminar "Kommunale Drogenarbeit" den Bereich der „Research Chemicals“ in einem Impulsreferat vor und kam so das erste Mal mit der Thematik von legal, erwerblichen psychoaktiven Chemikalien in Berührung. Zu diesem Zeitpunkt wurden die ersten „Research Chemicals“, unter anderem das Mephedron, dem BtMG unterstellt. Seitdem überschwemmen zunehmend neue Substanzen den Markt, welche leicht über das Internet verfügbar sind und somit entgegen der bekannten illegalen Drogen andere Rahmenbedingungen und Konsequenzen für die Gesellschaft darstellen. Die Kräutermischung „Spice“ wurde von vielen Medien im Jahr 2008 thematisiert. Zu Beginn war unklar, was für diesen Rausch sorgt. Die Angegeben verschiedenen pflanzlichen Inhaltsstoffe haben kein Potential, um einen derartigen psychoaktiven Rausch zu erzeugen. Es folgten Spekulationen und zunehmend wurde dieses Produkt von den Medien aufgegriffen und gelang somit in das Interesse der Gesellschaft, insbesondere der KonsumentInnen. Erst nach ein paar Monaten wurde bekannt, dass diese Kräutermischung mit synthetischen Cannabinoiden versehen ist, die das Rauschpotential erklären. Daraufhin entwickelte sich ein neuer Gewerbezweig, der weitere Kräutermischungen hervorbrachte. Kurz darauf wurden die ersten „Research Chemicals“ im großen Stil vertrieben und es entwickelte sich ein stetig wachsender Markt, der immer neue psychoaktive Stoffe hervorbrachte.
Inhaltsangabe:Einleitung: Das häufige Auftreten der Komorbidität rückte in den letzten 15 Jahren in den Fokus des klinischen und wissenschaftlichen Interesses. Vor allem Einrichtungen der medizinischen und psychosozialen Versorgung sehen sich zunehmend mit Klienten konfrontiert, die sowohl eine Substanzstörung als auch eine psychische Erkrankung aufweisen. Dieser Personenkreis ist inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme. In der Versorgung dieser Klienten ergeben sich vielfältige Probleme, welche nicht zuletzt aus den unterschiedlichen Ansätzen der Suchthilfe und der Psychiatrie, sowie fehlenden konkreten Behandlungsrichtlichtlinien resultieren. Die Komorbidität von Sucht und schizophrener Psychose - um die es in dieser Arbeit überwiegend geht gilt als besonders schwer behandelbar. Sie zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Rehospitalisierungsquote und somit einen hohen Kostenaufwand, begrenzte Bereitschaft zur Mitarbeit im therapeutisch-medizinischen Prozess, oftmals fehlende Abstinenzmotivation, eine Tendenz zur Chronifizierung der Erkrankungen, vermehrtes Abgleiten in die Obdachlosigkeit und eine deutlich erhöhte Suizidrate aus. Dies alles deutet auf eine eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen hin. Ziel dieser Arbeit ist zum einen die umfassende Darstellung des Phänomens der Komorbidität und dessen Behandlung, zum anderen die Erarbeitung der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die psychosoziale Praxis. Als Einführung in die Thematik werden zunächst die zentralen Begrifflichkeiten - Substanzmittelabhängigkeit, Schizophrenie und Komorbidität definiert. Darauf aufbauend wird das Vorkommen der Komorbidität von Sucht und schizophrener Psychose in der Bevölkerung anhand verschiedener empirischer Studien untersucht. Im Anschluss wird bei der Schilderung des Verlaufs beider Erkrankungen auf charakteristische Besonderheiten eingegangen. Daraufhin erfolgt die Darstellung verschiedener Theorien zur Entstehung der Komorbidität. Diese mögen einen guten Ansatz zum tieferen Verständnis sowohl der Betroffenen als auch der Störungskombination selbst in sich bergen. Der Behandlung der Komorbidität auf die gegenwärtige Situation in Deutschland bezogen und der Bedeutung eines integrierten Ansatzes in Berlin sollen im folgenden Kapitel Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Im empirischen Teil dieser Arbeit geben die Betroffenen anhand geführter Interviews einen Einblick in das Erleben ihrer Krankheit. Experten zum Thema stellen die [...]
Inhaltsangabe:Eine Besprechung von Uta Herzogs Publikation findet sich hier: http://www.utaherzog.de/html/publikationen.html Einleitung: Sozialarbeit ist Arbeit mit Menschen, deren Lebenslagen gekennzeichnet sind durch Armut, Krankheit, stigmatisierte Verhaltensweisen sowie geringe soziale Teilhabe und geringe gesellschaftliche Einflussnahme. Sie richtet sich an Menschen, die ohne fremde Hilfe ihre Lebensprobleme nicht bewältigen können. Funktionen der Sozialarbeit sind die Erschließung von Ressourcen zur Befriedigung der Grundbedürfnisse, die zur Erhaltung und zur Entfaltung des Menschen erfüllt sein müssen, der Schutz der Menschen vor sie verletzenden Aktionen und die Förderung von Lernprozessen im Hinblick auf individuelle und kulturelle Orientierungs- und Handlungsmuster, die Menschen zu problemlösenden Verhalten bewegen. In dieser Arbeit geht es um psychisch kranke Menschen, deren Krankheitsausprägung schwer und bereits manifestiert ist. Verbunden ist dies häufig mit fehlender Compliance und Behandlungsmotivation, vielfach mit Realitätsverlust. Durch die seelische Not und deren Folgen reichen die Kompetenzen der Betroffenen nicht mehr aus, ihren Alltag zu bewältigen; folglich ist die selbstbestimmte Lebenspraxis dieser Menschen zusammengebrochen. Auf der Strecke bleiben die Gesundheit, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, existentielle Bedürfnisse wie Nahrung, Wasser, Wärme, ein Dach über dem Kopf. Soziale Beziehungen bestehen kaum noch. Arbeitsfähig sind die meisten schon lange nicht mehr, waren meist auch working poor , also Bezieher von Niedrigeinkommen. Ansprüche auf Sozialleistungen werden nicht oder nur unzureichend wahrgenommen. Somit sind die Betroffenen in besonderem Maße sozial und materiell benachteiligt und belastet. Häufig kumulieren sich die Armuts-Risikofaktoren: Neben der Krankheit bestehen weitere negative Einflüsse, wie etwa Trennung, Alter, Sucht. Menschen am Rande des Existenzminimums sind zudem häufig überschuldet. Viele allein deshalb, um zu überleben. Oder um die Folgen ihrer Erkrankung, etwa bei Sucht, zu finanzieren. Zur psychosozialen Krise kommt nun ein weiterer, erheblicher Belastungsfaktor hinzu. Neben Krankheitserleben, Stigmatisierung und Isolation sind die Betroffenen nun auch dem oft erbarmungslosen Druck der Gläubiger ausgeliefert. Die Grenze des Erträglichen ist dann erreicht, ein abdriften in komorbide Krankheitsformen ist keine Seltenheit, möglich sind auch Delinquenz, oder Suizidalität. Es [...]
Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Von Seiten der Sozialpädagogik sind Stadtteile von besonderen Interesse, in denen vielfältige sozialen Problemlagen kumulativ zusammenfallen. Entsprechende durch die Medien vermittelte Bilder hat jeder im Kopf: Hochhausbauten, abgelegene Lage, hoher Anteil an Migranten, Kriminalität und Arbeitslosigkeit, 'gefährlichen' Jugendbanden auf den Straßen, usw. Vermehrt wird von 'Ghettobildung' gesprochen, und so finden sich Räume in den Städten, die bis zu einem gewissen Grad von Austausch mit den anderen Gebieten ausgeschlossen sind. Dasselbe gilt auch für die Bewohner und, besonders aber auch für Jugendliche, die in diesen Verhältnissen auswachsen. Entsprechend werden einige der Zusammenhänge zwischen der Entstehung von benachteiligten Stadtteilen, dem räumlichen und sozialen Ausschluss und die besonderen Problemstellung der Jugendlichen untersucht. Hierzu wird als erstes der Frage nach der Ursache von räumlichen Disparitäten unter den Bedingungen von Modernisierung und Globalisierung nachgegangen. Unter der Annahme der weitreichenden Wirkungen des globalen ökonomischen Strukturwandels wird auf die unterschiedlichen Formen räumlicher und sozialer Ausgrenzung, der betroffenen Einheit und die Reichweite der Ausgrenzung geschaut, um den Rahmen für die Ausbildung von räumlichen Ungleichheiten in den Stadträumen zu erklären (s.a. Teil I). In Teil II wird dass Problem des Ausschlusses als allgemeines soziales Problem in den Zusammenhang mit physisch-räumlichen Strukturen gesetzt. Anhand verschiedener Untersuchungen wird versucht, die Funktion und die Kriterien des Ausschlusses von bestimmten Gruppen in räumlichen Segmenten herauszuarbeiten. Als ein zentrales Zwischenergebnis wird dabei die Bedeutung von Differenz als Ausschlusskriterium herausgestellt (s.a. Teil II.3). Nachfolgend wird auf die Bedeutung der Nichtwahl in sich konstituierende Freundschaftsnetzwerke, als eine weitere Form des Ausschlusses hingewiesen. Die Auswirkungen von Modernisierung und Strukturwandel auf die Lebensform Jugend werden im dritten Teil thematisiert (s.a. Teil III.1). Dabei richtet sich der Fokus im weiteren Verlauf auf die mehrfach erschwerten Gegebenheiten für Jugendliche, die in den unter Teil I untersuchten räumlichen Benachteiligungen der besonderen Stadtteile sozialisiert werden. Die vorhergehend erarbeiteten Dimensionen der Differenz und Distinktion werden besonders beobachtet und die Frage nach Wegen zur Integration Jugendlicher [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Hochschule Ravensburg-Weingarten (Soziale Arbeit), Veranstaltung: Sozialpolitik, 47 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir brauchen mehr Kinder in den Familien und wir brauchen mehr Familie in unserer Gesellschaft. (...) Jedoch werden immer weniger Kinder geboren. (...) Die Ressource Familie ist erschöpflich, für ihre Zukunft in unserer modernen Gesellschaft gibt es eine gemeinsame Verantwortung...“ (BMFSFJ 2005b). So fasst im Juni 2005 Ursula von der Leyen, derzeitige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die demographische Entwicklung in Deutschland zusammen. Darüber hinaus weist Sie auf dringend benötigte strukturelle Veränderungen in der familienpolitischen Landschaft hin. Das im Januar 2007 in Kraft tretende Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetz ist eine unmittelbare politische Antwort auf diese derzeitige Entwicklung. Es kann im Sinne einer nachhaltigen Familienpolitik, wie sie von Ursula von der Leyen proklamiert wird verstanden werden (BMFSFJ 2005b). Gegenstand dieser Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, ob die neue Gesetzgebung bezüglich des Elterngeldes eine familienpolitische Maßnahme ist, die zu einer Steigerung der Geburtenrate in Deutschland einen Beitrag leisten kann. Um zu Erkenntnissen bezüglich dieser Fragestellung zu gelangen, wird in Folgendem zunächst ein Einblick in familienpolitische Modelle zweier europäischer Länder gegeben, die bereits strukturelle Veränderungen in der Familienpolitik vorgenommen haben und für die Ausarbeitung des Elterngeldes in Deutschland wichtige Anreize boten. Im Anschluss daran werden die wichtigsten „Eckpunkte“ des Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetzes (BEEG) erläutert, sowie Unterschiede zum bisherigen Erziehungsgeld dargestellt. Politische Zielsetzungen, die mit der Einführung des Elterngeldes verbunden sind, werden aufgezeigt und diskutiert. Im praktischen Teil der Arbeit werden 20 StudentInnen und 20 Erwerbstätige im Alter zwischen 18-42 Jahren mit Hilfe eines selbst erstellten Fragebogens zum Thema Elterngeld untersucht. Der Fokus der Befragung liegt hierbei auf der Frage, ob das Elterngeld die Untersuchungsgruppe möglicherweise bestärkt, sich für ein (weiteres) Kind zu entscheiden. Und ob dies im Sinne einer Akzeptanz dieser neu eingeführten politischen Maßnahme verstanden werden kann.
Inhaltsangabe:Einleitung: Als ich die Lebenslagen von Probanden der Bewährungshilfe im Landgerichtsbezirk Tübingen untersuchte, stellte ich kettenreaktionsartige Abhängigkeiten zwischen schwierigen Lebenslagen und kriminellem Verhalten fest. Einerseits gerieten die Betroffenen durch ihre kriminellen Handlungen in eine schwierige Lebenssituation, andererseits war ihr kriminelles Verhalten möglicherweise gerade durch ihre schwierige Lebenslage begünstigt. Durch diese Feststellung kristallisierte sich für mich eine Reihe an Fragen heraus, die nach einer Begründung für das kriminelle Verhalten suchten. Es erschien mir wichtig zu erfahren, was eigentlich Kriminalität ist und wo die Ursachen für diese liegen könnten? Meine Erkenntnisse darüber werden dem Leser am Anfang dieser Arbeit vorgetragen. Das kriminelle Verhalten der Klientel der Bewährungshilfe wird durch die Beschreibung der Straftat dargestellt und in Gerichtsurteilen und / oder Beschlüssen festgehalten. Während der Untersuchung, die ich nachfolgend darstellen werde, begegnete ich einer riesigen Palette von Kriminalitätsformen. Auch darüber wollte ich mir einen Überblick verschaffen. Meine Nachforschungen diesbezüglich finden im theoretischen Teil dieser Arbeit ihren Ausdruck. Mit der Frage nach kriminellen Handlungen eines Menschen wird automatisch die Frage nach Bestrafung aufgeworfen. Auch hierzu stelle ich meine Auseinandersetzung mit Straftheorien und dem Sinn des Strafens im theoretischen Teil dar. Das deutsche Rechtssystem kennt zwei Hauptstrafen: die Geld- und die Freiheitsstrafe. Wenn die verhängte Freiheitsstrafe zwei Jahre nicht überschreitet, kann ihre Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn zu erwarten ist, dass der Verurteilte schon durch die Verurteilung genügend gewarnt worden ist und künftig keine Straftaten begehen wird. Welche Rolle dabei die Bewährungshilfe spielt und welche Aufgaben bei der Strafaussetzung zur Bewährung von ihr wahrgenommen werden, wird von mir sowohl im allgemeinen Teil als auch im Kapitel „Implikationen der Bewährungshilfe“ erläutert. Auf die Intervention der Bewährungshilfe gehe ich noch einmal kurz im letzten Kapitel meiner Arbeit ein, indem ich die Prognosen für Delinquenz und Umgang mit ihr umreiße. Im allgemeinen und theoretischen Teil meiner Diplomarbeit mache ich einen Exkurs zum Profil des Erst- und Mehrfachtäter. Damit will ich meinen Überlegungen bezüglich Rückfälligkeit der Straftäter einen Ausdruck verleihen. Zwei zentrale [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Pädagogisches Institut), Veranstaltung: Mittelseminar "Geschichte der Sozialpädagogik - Wie Helfen zum Beruf wurde", 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit ist die Entstehung des Wandervogels in Steglitz bei Berlin und die pädagogische Bedeutung dieses Vereins als Beginn der bürgerlichen Jugendbewegung. Die Arbeitsweisen, also das Gruppenkonzept, die Beziehungsstruktur und die Methoden, die noch heute in der Gruppenarbeit mit Jugendlichen Geltung haben, sollen hier näher betrachtet werden. Die bürgerliche Jugendbewegung entstand Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Initiative ging hauptsächlich von Oberschülern und Studenten, die aus gutem Hause kamen, aus. Die Gründung eines Wandervereins („Wandervogel – Ausschuss für Schülerfahrten“) markiert den Beginn der Jugendbewegung. Darum wird der Begriff Jugendbewegung oft mit dem Ausdruck „Wandervogel“ gleichgesetzt. Dabei werden aber andere Gruppen, die ebenfalls zur Jugendbewegung zählten, ausgeblendet. „Das mag einerseits seine Berechtigung haben, weil der „Wandervogel“ die wohl bekannteste Untergruppe der Jugendbewegung ausmachte und die frühen Wandervögel die Pioniere und Gründerväter der Jugendbewegung waren – andererseits gab es aber durchaus noch viele andere Gruppen, die der Jugendbewegung zugerechnet werden“ (http://www.uni konstanz.de/FuF/Philo/Geschichte/kursss99/deck/Jugendbewegung_Begriff.htm. Die Ursachen für die Entstehung dieser Jugendbewegung werden hier anhand der Beschreibung der Gesellschaft um das Jahr 1900 ausführlich behandelt. Aus der damaligen Situation heraus wird dann die Entstehung des Wandervereins und damit der Jugendbewegung beschrieben. Daraufhin wird die Einzigartigkeit dieses Vereins ermittelt, um somit die Beliebtheit bei den Jugendlichen zu erklären. Dabei kommen die Inhalte dieser Bewegung ins Visier. Im Laufe der Zeit kam es zu inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen des Vereins. Darum wird die weitere Entwicklung des Wandervogels erst im Anschluss dieses Teils der Hausarbeit behandelt. Danach wird das besondere Gruppenkonzept des Wandervogels näher betrachtet, wonach die allgemeine pädagogische Bedeutung des Vereins ausgearbeitet wird. Am Schluss werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Hausarbeit zusammengefasst.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Pädagogisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: ‚Internationalität‘ und ‚Globalisierung‘ sind Begriffe, die heute nicht mehr aus unserem Sprachgebrauch weg zu denken sind. Die kühle Cola im Café, der Cheeseburger aus dem McDonalds und die hippe Blue Jeans, die man trägt, all diese Dinge, die zum Alltag eines jeden gehören, symbolisieren globale „Marken“. Sie tragen dazu bei, dass die Welt zu einem kleinen bekannten Dorf wird, indem man überall bekannte und gewohnte Dinge erkennt. Nicht nur ökonomische Marken werden weltweit konsumiert, sondern auch kulturelle und soziale Güter werden zu globalen „Marken“. Die Nationalstaaten sind geprägt durch Pluralität auf den Ebenen des Sozialen, der Kultur, der Sprache, der Religion sowie der Politik. Die internationale Migration ist in großem Maße an diesen Prozessen beteiligt. Studien zeigen aber, dass Fortzüge nicht unbedingt zu einer dauerhaften Auswanderung führen müssen, sondern auch Pendelbewegungen entstehen (vgl. Grünheid 2008: 2,10). Grenzüberschreitende Wanderungen dieser Art, die in der Migrationsforschung seit den 90er Jahren unter „Transnationale Migration“ (Fürstenau 2008: 207) betrachtet werden, stehen im Mittelpunkt der Magisterarbeit. Bei der „Transnationalen Migration“ spielen nicht nur Pendelbewegungen von Menschen eine zentrale Rolle, sondern auch komplexe Vernetzungen. Hierbei können Menschen, Netzwerke sowie Organisationen in mehreren Ländern über die jeweiligen Nationalgrenzen hinweg verbunden sein. Dabei kann es sich um grenzüberschreitende Beziehungen sowohl ökonomischer, politischer als auch kultureller Natur handeln (vgl. Mittag/ Unfried 2008: 10,15; Radtke 2009: 15). Dieses Migrationsphänomen wird anhand der srilankisch-tamilischen Migrationslandschaft der 2. Generation in Deutschland analysiert. Die srilankisch-tamilische Exilgemeinschaft in Deutschland repräsentiert eine von den großen asiatischen Migrantengruppen in der BRD. Rund 65.000 Personen srilankischer Abstammung, die mehrheitlich der tamilischen Ethnie angehören, sind in Deutschland ansässig (vgl. Baumann 2000: 11; Salentin 2002: 67). Die Arbeit gibt u.a. Einblick in die Lebens- und Organisationsweise der Tamilen und nimmt insbes. die 2. Generation der Migrantengruppe in den Blick. Es wird ergründet, ob ein srilankisch-tamilischer Transnationalismus der 2. Generation in Deutschland vorliegt und wie dieser sie beeinflusst. Das Interesse gilt somit den grenzüberschreitenden Strukturen, Prozessen und Netzwerken sowie deren Einflüsse auf die Biografie der jungen TamilInnen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2,3, Katholische Stiftungsfachhochschule München, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff „Schwarze Pädagogik“ klingt wie ein Titel eines düsteren Filmes und mutet altväterlich und vorsintflutlich an. Doch mitnichten ist die Schwarze Pädagogik aus unserem Kulturkreis verschwunden, sie wurde nur etwas „abgemildert“: Während mein Vater in seiner Schulzeit noch Schläge mit Stock und Lederriemen bekam, erlebte ich selber in meiner Schulzeit (bei anderen Kindern, es waren immer Jungen) „nur“ Ohrfeigen und Kopfnüsse. Als Mädchen blieben mir körperliche Strafen in der Schule erspart, ich erlebte „nur“ verbale Demütigungen und Anschreien (was mich auch ohne Schläge jedesmal zu Tode ängstigte). Wer glaubt, dass „Schwarze Pädagogik“ ein Relikt aus längst vergangengen Tagen sei, der begebe sich in Institutionen, die sich der Erziehung von Kindern und Jugendlichen verschrieben haben, und er wird dort zuhauf fündig werden. Sei es in Kindergärten oder in der Internatserziehung: Das Menschenbild vom Kind als boshaften und starrsinnigen Wesen, das es zu bändigen, zu zähmen und zu unterdrücken gilt, dem „gezeigt werden muss, wer das Sagen hat“, diese Einstellung ist bis zum heutigen Tage gang und gäbe. Dies trotz aller sorgsam ausgearbeiteten Curriculae wie dem Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan, trotz aller Bewegungen wie der antiautoritären und partner-schaftlichen Erziehung, dies auch trotz aller Erkenntnisse, die uns über kindliches Werden und Entwickeln heute vorliegen. Die in den letzten Wochen an die Öffentlichkeit gedrungenen Gewalttaten an Schutzbefohlenen in klösterlichen Internaten sprechen darüberhinaus ihre eigene Sprache. So haben Aspekte der „Schwarzen Pädagogik“ beklemmende Aktualität. In dieser Arbeit werde ich mich vor allem mit dem Buch „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller auseinandersetzen. Ich werde darstellen, was der Begriff der „Schwarzen Pädagogik“ bedeutet sowie die möglichen Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaft. Auch möchte ich aufzeigen, worin die Lösungen bestehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: gut, Universität Lüneburg (Institut für Sozialpädagogik), Veranstaltung: Pädagogik und Psychoanalyse / Wege der Erkenntnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Grundüberlegung Auf der Suche nach Erkenntnis beschreitet man verschiedene Wege, kann sich dabei verschiedener Methoden bedienen. Mit einem solchen Weg möchte ich mich hier beschäftigen. Jedoch soll es nicht in wissenschaftstheoretischem Sinne um die methodische Betrachtung von Erkenntnisprozessen gehen. Nicht die äußeren Handlungen stehen im Mittelpunkt des Interesses, sondern die inneren, psychischen Prozesse, welche die äußeren Handlungen begleiten, ihnen nachfolgen oder ihnen vorausgehen. Wie im Titel bereits angedeutet, soll „Brachliegen“ das Thema dieses Aufsatzes sein. Nun stellt sich die Frage, was Brachliegen ist. Wir wissen, daß Felder und Äcker brachliegen, bzw. brachliegen gelassen werden, um sich von bisheriger Bewirtschaftung zu erholen und sich für kommende zu regenerieren. Doch wenn es hier um Betrachtung und Beschreibung eines psychischen Prozesses gehen soll, sind nicht landwirtschaftliche Produktionsflächen als solche für uns interessant und in diesem Zusammenhang relevant, sondern ausschließlich als Allegorie für die Psyche, auf deren Feldern und Äckern u.a. Erkenntnisse gedeihen können. Brachliegen soll als eine Stimmung verstanden werden, die gutartig ist. Ich beziehe mich hierbei auf Ausführungen von Masud R. Khan in dessen Werk „Erfahrungen im Möglichkeitsraum“. Dort heißt es: „Brachliegen ist ein Übergangszustand der Erfahrung, eine Bewußtseinslage, die sich durch aufmerksame innere Ruhe und einen empfänglichen, regen Geist auszeichnet“1. Ich werde also das Brachliegen erläutern, wie Masud R. Khan es beschreibt, und in diesem Rahmen darzustellen versuchen, inwieweit dies als Weg der Erkenntnis – oder auch als Weg zur Erkenntnis - zu verstehen ist. Daß der Titel dieses Aufsatzes „liegen wir brach“ sowohl als Aufforderung als auch als Frage(2) zu lesen ist, ist beabsichtigt. Warum ich mich für eine solche Doppeldeutigkeit entschieden habe, wird sich im Zuge meiner Ausführungen herausstellen. [...] ____ 1 Masud R. Khan 1991, S. 295. 2 Dies auch, wenn hier auf das Fragezeichen verzichtet wurde.
Inhaltsangabe:Einleitung: Jeden Tag hört man es aufs neue, ein grelles und aufschreckendes Geräusch, welches uns zu verstehen gibt: „Es ist etwas passiert“ oder „jemand braucht Hilfe“. Die Rede ist vom Martinshorn, das von Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr benutzt wird, um sich schnell freie Bahn zu verschaffen, um Gesundheitsschäden abzuwenden und Menschenleben zu retten. Doch oft wird nicht beachtet, dass sich hinter dem Steuer und auf dem Beifahrersitz eines solchen Fahrzeuges Menschen befinden, die es zwar gewohnt sind mit Not und Leid umzugehen, dennoch nahezu jeder Einsatz verläuft nicht ohne psychische Belastungen für die Helfer. Schwere Verkehrsunfälle – Reanimationen – plötzlicher Kindstod – Wohnungsbrände mit eingeschlossenen Personen – Kindesmisshandlung – Vergewaltigung – Transporte ins Hospiz – Großschadenslagen mit vielen Verletzten und Toten.... All dies sind Notfälle, zu denen die Helfer im Rettungsdienst, Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notärzte, jederzeit gerufen werden können um lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Die Helfer sind sehr gut ausgestattet und ausgebildet um diese Situationen in den Griff zu bekommen und den Einsatz „abzuarbeiten“. Oft wird vergessen, dass da nicht das „stumpfe Bauchtrauma“ liegt, sondern ein Mensch, der Gefühle, wie Todesangst, Unsicherheit und Schmerzen hat. Das wird dem Helfer erst dann klar, wenn er sich mitten in diesem Einsatzgeschehen befindet oder wenn der Einsatz abgeschlossen ist. Bei der Leistungsfähigkeit unserer Helfer gibt es natürliche Grenzen, denn die stete Auseinandersetzung mit Tod, Trauer, Leid und schwerer Krankheit geht an keinem Menschen spurlos vorbei. Diese Belastung und die damit verbundenen Probleme der Helfer sind kein Anzeichen dafür, dass die Helfer ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, sondern vielmehr, dass es sich bei den Helfern auch um Menschen handelt. Um genau diesen Stress, diese Belastungen und die Lösungsansätze, die bereits existieren, geht es in dieser Arbeit. Ich werde die Probleme aufzeigen und bestehende Lösungskonzepte, die in der Psychologie und der Stressbearbeitung angewendet werden, vorstellen. Im Mittelpunkt der Betrachtung soll auch die Fragestellung „Was kann Sozialarbeit in diesem Zusammenhang leisten? Können Sozialarbeiter/-innen mitwirken?“ stehen. An diesem Thema habe ich ein eigenes tiefes Interesse, da ich seit nunmehr sieben Jahren im Rettungsdienst als Rettungsassistent arbeite. Im Zivildienst habe ich [...]
Inhaltsangabe:Einleitung: In Deutschland engagieren sich 36% der Bürger unentgeltlich. Das sind über 23 Millionen Menschen. Weshalb engagieren sich diese Menschen? Wer setzt sich ehrenamtlich ein? Und wer setzt sich in welcher Form für die Ehrenamtlichen ein? Die vorliegende Arbeit hat die Motivation von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften in sogenannten Non-Profit-Organisationen zum Gegenstand. Die Hintergründe, Ziele und Bedürfnisse der Handelnden werden aufgezeigt und die moderne Organisation von freiwilliger Arbeit, das Freiwilligenmanagement, vorgestellt. Die leitende Fragestellung der Untersuchung: Wie ist motivierendes Management in der Freiwilligenarbeit von Non-Profit-Organisationen möglich? Um eine möglichst weitreichende Erfassung des Themenkomplexes zu gewährleisten, wird im 1. Kapitel die Freiwilligenarbeit in Deutschland vorgestellt. Nachdem hier auf Begrifflichkeit und Geschichte eingegangen ist, folgt eine ausführliche Betrachtung der aktuellen Bedeutung. Es schließt sich ein 2. Kapitel an, das grundlegende und tiefergehende Informationen zum Motivationsbegriff gibt. Auf die Inhalte der beiden ersten Kapitel wird in den folgenden zurückgegriffen. Im 3. Abschnitt Motivationsrelevante Aspekte des Freiwilligenmanagements werden die Begriffe Freiwilligenmanagement und Non-Profit-Organisation definiert. Es wird aufgezeigt, dass Motivation in allen Phasen des Managementprozesses bedeutsam ist. Ein entscheidender Aspekt für eine gelingende Freiwilligenarbeit ist neben der Tätigkeit des Freiwilligenmanagers auch die verantwortliche Haltung der Trägerorganisation. Beide Faktoren werden daher hier vorgestellt und beschrieben. Nachdem im 2. Kapitel basale Erkenntnisse dargestellt wurden, erfolgt im 4. Teil die Spezifizierung auf den Motivationsaspekt im Freiwilligenmanagement. Hierfür werden Motivationen, Bedürfnisse und Ziele haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter differenziert erläutert und Umstände aufgeführt, die negative Auswirkungen auf die Begeisterung der Akteure haben. Auch das für die Freiwilligenarbeit bedeutsame Verhältnis zwischen den Mitarbeitergruppen wird skizziert. Ein daran anschließendes Modell des Motivationskreislaufes in Non-Profit-Organisationen soll das Prinzip von Wirkung und Gegenwirkung der Vorgehens- und Verhaltensweisen veranschaulichen. Innerhalb meiner zweijährigen Tätigkeit als Freiwilligenmanager für die Jugendarbeit der Arbeiterwohlfahrt Rhein-Neckar e.V. konnte ich einige Erfahrungen im [...]
Diplomarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Hochschule Mannheim (Hochschule für Sozialwesen), Sprache: Deutsch, Abstract: Um einen geeigneten Zugang zum emotionslastigen Thema zu verschaffen, handelt das erste Kapitel von Drogen, von ihrer Geschichte, von Wirkungen und Gefahren, von Rauschzuständen und damit zusammenhängenden Vorgängen im menschlichen Gehirn. Letztere sind denn auch zu einem zentralen Punkt im Verständnis von Sucht avanciert, womit sich die plausible Überleitung zum zweiten Kapitel anbietet, welches von Süchten, ihrer Entstehung und den verschiedenen Erscheinungsformen handelt. Außer der Beschreibung des Bedeutungswandels des Suchtbegriffes werden hier die klassischen Erklärungsmuster für die Entstehung von Sucht aufgeführt und kritisch hinterfragt. Neben einer Beschreibung verschiedener Formen von Sucht finden hier gängige theoretische Modelle, Klassiker wie neuere Ansätze ihren Platz. Nun ergeben sich zwar inzwischen plausible Erklärungszusammenhänge, ohne jedoch auch die gesellschaftlich-kulturellen Hintergründe mit einzubeziehen, muß ein Bild von Sucht unvollständig bleiben. Um dieser Anforderung zu genügen, wird im dritten Kapitel der Bogen zu maßgeblichen Normen und Werten heutiger westlich-kapitalistisch geprägter Gesellschaftssysteme geschlagen. Hierbei erschien es auch wichtig, die Prozesse zu beschreiben, die zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führen und – bezogen auf die Bildung von Drogenszenen als Legitimationsargument - die herrschende Strafverfolgungspolitik gegen Drogengebraucher mitbestimmen. Bezüglich juristischer Rahmenbedingungen und der damit zusammenhängenden Bindung der klassischen Drogen- und Suchthilfe an die wissenschaftlich längst überholten Mythen vom Abstinenzideal und der Utopie einer drogenfreien Gesellschaft war es im vierten Kapitel notwendig, noch deutlicher Stellung zu beziehen. So wird im ersten Abschnitt die zum Zeitpunkt der Textentstehung herrschende Gesetzgebung analysiert und hinterfragt und die entsprechenden Wirkungen auf die Drogenhilfe beschrieben. Hierhin gehört auch die Diskussion darüber, warum die Maßnahmen klassischer Prävention nicht die erhofften Resultate erbringen (können), obwohl der Bedeutung präventiver Aspekte ein unumstritten hoher Rang zugestanden werden muss. Am Ende wird mit der Beschreibung einer Utopie der Blick in eine Zukunft gewagt, die dem Konsum von Drogen jeder Art den notwendigen Stellenwert zuweist; nämlich den Menschen zu Entspannung und Genuß zu dienen, eingefügt in eine aufgeklärte Gesellschaft und nicht schädlich sondern vielmehr der menschlichen Entwicklung förderlich...
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2,3, Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Braunschweig (Fachhochschule), Veranstaltung: Individuum und Gesellschaft + Sozialer Wandel, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was ist Familie? Die etymologische Nominaldefinition von Familie hat zwei Auslegungen. 1.“verwandtschaftlich verbundene Gruppe von Menschen (Latein) a) Eltern und Kinder; Kleinfamilie b) alle, auch entfernt verwandte einer Familie; Großfamilie. 2.In der Klassifizierung der Lebewesen die Stufe unterhalb der Gattung und oberhalb der Art.(Biologisch)“ (Büntig 1996, 359) Zusammenfassend könnte man Familie nun als eine Instanz, welche durch nahe oder ferne Verwandtschaft gekennzeichnet ist, formulieren. Betrachtet man Familie unter biologischem Aspekt, ist sie hierarchisch unter dem Nomen der Gattung und über dem Begriff der Art zuzuordnen. Folglich ist eine Familie, in einer Gesellschaft wie auch im Tierreich, als ein in sich geschlossenes System zu benennen, wo die Grenzen zur Zugehörigkeit innerhalb der verwandtschaftlichen Züge klar gesteckt sind. Demgegenüber steht die Definition des Wortes aus der lateinischen Übersetzung. Familie stammt von „familia“ ab und bedeutet Hausgemeinschaft, wozu „alle zu einem Hauswesen gehörenden und der Gewalt des Hausherren unterstehenden Mitglieder der Hausgemeinschaft, Herrschaft und Diener zusammen“, (Langenscheidt-Redaktion 2001, 491) gehören. Somit hat eine historische Veränderung der Definition von Familie stattgefunden. Zu Zeiten des römischen Reiches, das ca. 470v.Chr. entstand, sich jedoch teilte und im Westen 476 n.Chr. sowie im Osten 1453 n.Chr. unterging, zählten zu ihr noch alle, die innerhalb einer Hausgemeinschaft lebten. Heutzutage geht man von einer Familie als biologisch verwandte Menschengruppe aus. Was ist eine Funktion? In der Etymologie ist eine „Funktion eine 1.a) Aufgabe, Tätigkeit, b) Stellung, Rolle, c) Tätigkeit, Aufgabe innerhalb eines Ganzen (Latein) 2.Veränderlichkeit einer Größe von einer oder mehreren anderen (Math.) 3.gegenseitige Abhängigkeit von Harmonien (Musik) 4.Leistung der Sprache, Leistung der Sprachelemente“ (Sprachwiss.) (Büntig 1996, 412) Im Kontext zur Fragestellung ist der Bezug hier zu Punkt 1, eine Funktion ist etwas zu Bewältigendes, folglich eine klar definierte Ansage über Handlungen und Verpflichtungen. Der Ursprung des Nomens stammt auch hier aus dem Lateinischen, abstammend von „functio“ bedeutet es „Verrichtung, Besorgung“ (Langenscheidt-Redaktion 2001, 534), was sich mit dem heutigen Sprachgebrauch nahezu deckt.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 3, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FB Sozialpädagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die beruflichen pädagogischen Beziehungen sind ein kompliziertes Gefüge, das von einer Reihe subjektiver wie objektiver Faktoren bestimmt wird: von der Schichtzugehörigkeit der Beteiligten, von den institutionellen Vorgaben, von der individuellen Ausfüllung der Rollen und von der Geschlechtszugehörigkeit. Alle diese Faktoren sind wiederum einer historischen Veränderung unterworfen. Alles zusammen fließt schließlich in die Definition der Art und Weise einer Beziehung mit ein. Eine menschliche Beziehung ist immer von beiden Seiten aus zu betrachten: aus der Sicht des Kindes und aus der des Erwachsenen. Die Perspektive des Kindes ist uns für die Vergangenheit jedoch kaum zugänglich, da Kinder im Allgemeinen keine Quellen hinterlassen. Die Ansichten heutiger Kinder könnten wir mit den Methoden der empirischen Forschung erfassen. Dabei zeigt sich, daß diese Definition unterschiedlich ausgefallen ist. Pestalozzi sah das Kind als Geschwisterkind, Wichern und Bosco als Gottes Kind. Makarenko verstand das Kind als Kollektivmitglied und Korczak als einen unterdrückten Menschen. An diesen unterschiedlichen Akzentuierungen wird deutlich, daß seit dem Ende des 18. Jahrhunderts mit der Entstehung des modernen pädagogischen Denkens das Kind in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Im Folgenden wird A.S. Makarenkos Verständnis des Kindes als Kollektivmitglied dargestellt.
Inhaltsangabe:Einleitung: Die Arbeit befasst sich zunächst mit den Hintergründen und Grundlagen der Kinderbeteiligung, indem aufgezeigt wird, wie sich Kindheit im Laufe der Jahrhunderte durch Veränderungen der gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse gewandelt hat, ab dem wievielten Lebensjahr Kinderbeteiligung aus entwicklungspsychologischer Sicht sinnvoll ist, inwieweit rechtliche Grundlagen existieren sowie welche Ziele verfolgt werden und welche Voraussetzungen notwendig sind. Gang der Untersuchung: Im folgenden Kapitel Kinderpolitik werden die verschiedenen Formen der Kinderbeteiligung, die Funktionen und Aufgaben der Kinderinteressenvertretungen sowie die unterschiedlichen Partizipationsformen und methoden dargestellt. Das anschließende Kapitel befasst sich mit der Methode Zukunftswerkstatt. Die Darstellung orientiert sich an der von Robert Jungk entwickelten Form, indem Ursprünge und Grundzüge sowie verschiedene Arten, Ziele und Merkmale, die Rolle der Moderatoren und die einzelnen Phasen einer Zukunftswerkstatt vorgestellt werden. Abschließend wird darauf eingegangen, welche Rolle die Zukunftswerkstatt als Methode in der Kinderbeteiligung spielt. Im Anschluss folgt die Beschreibung des konkreten Beteiligungsprojektes Berliner Platz Lohfelden , das sich an der von der Aktion Schleswig-Holstein Land für Kinder des Ministeriums für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau des Landes Schleswig-Holstein und des Deutschen Kinderhilfswerkes entwickelten Beteiligungsspirale orientiert. Die einzelnen Bausteine der Beteiligungsspirale werden anhand des Projektes dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Partizipationsmethode Zukunftswerkstatt, da eine solche im Rahmen des Projektes mit Kindern durchgeführt wurde sowie auch eine generationsübergreifende mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Darstellung der Zukunftswerkstatt mit Kindern beinhaltet auch Ausführungen zum Sinn und Zweck der einzelnen Phasen im Bereich der Kinderbeteiligung. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: VORWORT3 1.EINLEITUNG5 2.HINTERGRÜNDE UND GRUNDLAGEN DER KINDERBETEILIGUNG9 2.1Kindheit im Wandel9 2.2Kinderbeteiligung aus entwicklungspsychologischer Sicht12 2.3Rechtliche Grundlagen der Kinderbeteiligung16 2.4Ziele22 2.5Voraussetzungen23 3.KINDERPOLITIK26 3.1Politik für, mit und von Kindern26 3.2Kinderinteressenvertretungen29 3.3Partizipationsformen und -methoden32 3.3.1Alltägliche Formen33 3.3.2Punktuelle Formen33 3.3.3Parlamentarische [...]
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit zeigt eine neue Perspektive in Bezug auf First-Person-Shooter und wendet sich sozialen Aspekten in Clans dieses Genres zu. Dem bislang vorherrschenden Fokus auf Gewalt wird damit durch eine neue Richtung ergänzt. Die Studie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten sozialer Interaktion zwischen den Clanmitgliedern und den unterschiedlichen Wegen, auf denen die Kommunikation sich vollzieht. Sie stellt die Hypothese auf, dass Shooter-Clans hauptsächlich Männer ansprechen, und geht der Frage nach, welche Faktoren für diese Geschlechterdifferenz verantwortlich sind. Die empirische Forschung wurde in Form eines Online-Fragebogens durchgeführt. Dieser wurde an 26 Shooter-Clans, die „Call of Duty – Modern Warfare“ spielen, versandt und erzielte 83 auswertbare Datensätze. Durch die Studie wird deutlich, dass das Spiel für die Mitglieder sowohl eine kompetitive als auch eine soziale Komponente hat. Austausch und Interaktion sind den Clanspielern wichtig. Die Kommunikation vollzieht sich über unterschiedliche Wege, vor allem im Spiel selbst und über die Webseiten der Clans. Die Spieler treten den Clans gezielt und aus bestimmten Motiven bei. Der Clan als Sozialraum „Gleichgesinnter“ ist dabei ein wichtiger Faktor. Clans erweisen sich als Männerdomäne, die Mitglieder fordern eine klare Regelstruktur und Hierarchien. Aus der Arbeit ergeben sich Anknüpfungspunkte für weitere Forschungen. Ebenso werden Unterschiede zu bisherigen Forschungsergebnissen deutlich, die näher betrachtet werden müssen. Dieser Art von Spielen und deren Clans muss durch die Ergebnisse der Arbeit eine andere Beachtung entgegengebracht werden, da sie ein wichtiges Sozialisationsfeld für Männer bieten.
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