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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,3, Universität Hamburg (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Politik und Kommunikation, Sprache: Deutsch, Abstract: „Politischer Popstar wieder Willen“ „Vom Popper zum Regierenden“ „Ein Bürgermeister zum Kuscheln“ „Ole für alle“ „Glaubwürdiger, tatkräftiger, sympathischer“ (allesamt Zitate aus dem Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 2008) In dieser Arbeit wird aufgezeigt, wie das Zusammenspiel von Politikern, Medien und Wählern dazu führen kann, dass nicht die Politik im Mittelpunkt der politischen Berichterstattung steht, sondern persönliche Merkmale von einzelnen Politikern. Hierbei wird zu Beginn der Verlauf der Erforschung von Nachrichtenfaktoren entlang des Faktors Personalisierung dargestellt. Die Bedeutung bzw. der mögliche Bedeutungszuwachs dieses Faktors ist in der Fachliteratur höchst umstritten. Während Sarcinelli und Tenscher „keinen generellen Trend zur Personalisierung der Politik“ ausmachen (Sarcinelli/Tenscher 2003: 19), gewinnt die Personalisierung der Politik für Meng an Bedeutung (vgl. Meng 2003: 179). Gerade diese Uneinigkeit in der Wissenschaft macht den Reiz einer Untersuchung der Wirkungsweise des Faktors Personalisierung aus. Da diese Differenzen bereits bei der eindeutigen Begriffsfestlegung von Personalisierung beginnen, folgt nach einer historischen Betrachtung des Nachrichtenfaktors, ein Überblick über verbreitete Deutungsweisen. Im folgenden Kapitel wird zunächst gezeigt, welche Rolle die Interaktion von Wählern, Medien und Politikern für die Bedeutung des Nachrichtenfaktors Personalisierung spielt. Daraufhin werden verschieden Handlungsweisen der betroffenen Akteure dargestellt, die dazu führen können, dass der Politiker, und nicht der politische Inhalt, im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht. Als nächstes werden Erklärungen aus verschiedenen Perspektiven angeführt, welche das zuvor beschriebene Handeln legitimieren. Abschließend gilt es, negative Wirkungen einer personalisierten Politikberichterstattung aufzuzeigen. Bei der Recherche des beschriebenen Themas fiel auf, dass es sehr unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Personalisierung gibt, aus denen höchst unterschiedliche Befunde resultieren. Die Wirkung des Nachrichtenfaktors Personalisierung ist ebenso umstritten, wie das Zustandekommen der Befunde. Es ist nicht Ziel dieser Arbeit, den gesamten Forschungsverlauf der Personalisierung darzustellen. Vielmehr gilt es aufzuzeigen, wie Personalisierungen zu Stande kommen können und welche Resultate folgen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,0, Universität Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Afrika und das fernöstliche Asien im Vergleich – Informelle Politik und wirtschaftliche Entwicklung, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit zehn Jahren teilen sich eine Vielzahl an EU-Staaten eine gemeinsame Währung. Relativ unbeachtet im Kontext von Währungsunionen ist die Tatsache geblieben, dass sich die Staaten Zentral- und Westafrikas seit 1945 eine Währung teilen. Den Franc CFA. Zunächst war die Währungsunion aus der Initiative der Kolonialmacht Frankreich entstanden. Beachtenswerter Weise wurde an der Währungsunion auch nach dem Ende der Kolonialzeit festgehalten, obwohl es an Kritik in diesem Zusammenhang keineswegs mangelt. Insbesondere die Rolle Frankreichs wird oftmals sehr kritisch gesehen. So verurteilt Chabal die französische Afrikapolitik im Kontext des Franc CFA als Neo-Kolonialismus (vgl. Chabal 1991: 293). In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der afrikanischen Währungsunion, welche sich zum Großteil aus ehemaligen französischen Kolonien zusammensetzt, lassen sich eine Vielzahl unterschiedlichster Einwände gegen den Zusammenschluss finden. Zum einen sei der Franc CFA für Frankreich wirtschaftlich irrational (vgl. Schlichte 2007: 10). Zum anderen gibt es auf afrikanischer Seite teils martialische Formulierungen im Zusammenhang mit dem Franc CFA. Hier ist von einer „Nuklearwaffe“ gegen die afrikanischen Ökonomien die Rede (vgl. Nabakwe 2007). Der ehemalige Finanzminister der Elfenbeinküste Mamadou Koulibaly bezeichnet den Zusammenschluss als ineffizientes System (vgl. Koulibaly 2008: 30) und der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade spricht dem gesamten Konstrukt jegliche Rationalität ab (vgl. Tete 2008: 33). Nach diesen einführenden Formulierungen scheint eine negative Bewertung des Franc CFA-Systems der einzig mögliche Schluss zu sein. Wenn ein Urteil jedoch so klar zu fällen scheint, stellt sich die Frage, warum dieses System seit nunmehr gut sechzig Jahren – mit geringen Anpassungen und Veränderungen – Bestand hat. Zudem gibt es auch Stimmen in der Wissenschaft, die zu einem komplett anderen Urteil gelangen und zusammenfassend eine durchweg positive Wirkung des Systems ausmachen (vgl. Gulde 2008: 13). Tatsächlich lassen sich zahlreiche positive Effekte des Franc-CFA-Systems ausmachen. Hierbei sind die Interessen der beteiligten Akteure und Staaten, sowie deren Zusammenspiel hochkomplex.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,3, Universität Hamburg (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Die politische Ökonomie der Wirtschaftsreform, Sprache: Deutsch, Abstract: „Nach wie vor ist die Behauptung eines Marktversagens Grundlage der europäischen Agrarpolitik. Schaut man sich ihre Entwicklung näher an, ist Staats- und Politikversagen wahrscheinlicher“ (Rieger 1999). Während Vertreter der Agrarinteressen gerne mit der besonderen Situation der Landwirtschaft argumentieren um die immensen EU-Agrarausgaben zu rechtfertigen, sollen in dieser Arbeit politikökonomische Erklärungen angeführt werden. Im Jahr 2005 machten die Ausgaben im Rahmen der GAP 45,5 % des gesamten EU-Haushaltes aus. Der überproportionale Anteil der GAP am EU-Haushalt wird des weiteren dadurch verdeutlicht, dass lediglich 3,4 % der EU-Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig waren, und diese wiederum nur 2 % des EU-BIP erwirtschafteten (vgl. Zandonella 2007: 47). Während die zu Beginn produktionsgebundenen Subventionen in den siebziger Jahren zu den als „Butterberge“ und „Milchseen“ titulierten Überschüssen führte (vgl. Giering 2006), stellten sich auch die einkommensorientierten Zahlungen in der Folge als ineffektiv heraus. Vielmehr erwies sich die neue Politik der Direktzahlungen als einkommensneutral. Das Ziel der Einkommenssteigerung konnte trotz immenser Ausgaben nicht erreicht werden (vgl. Sobania 2003: 224 f.). Da Reformen trotzdem ausblieben liegt ein Politikversagen nahe. Diese Schlussfolgerung lässt sich zudem unter zur Hilfenahme von einigen politikökonomischen Theorien, welche den Großteil dieser Arbeit einnehmen, erhärten. So liefert zum Beispiel die Betrachtung der GAP-Reformbestrebungen unter dem Aspekt des Gefangenendilemmas aussagekräftige Argumente für das resultierende Kollektivhandlungsproblem. Des Weiteren bietet das komplexe Entscheidungsfindungssystem der EU Interessenvertretern eine Vielzahl an Möglichkeiten der Einflussnahme. Dieser Einfluss soll im Folgenden derart beleuchtet werden, dass deutlich wird, inwieweit Agrarfunktionäre die Rolle eines Vetospielers innehaben, wenn es auf EU-Ebene um Reformen der GAP geht. Hierfür gilt es im Verlauf der Arbeit zentrale Aspekte der Vetospieler-Theorie zu benennen. Abschließend sollen weitere theoretische Aspekte, welche zur Verzögerung bzw. zum Ausbleiben von Reformen ursächlich sein können, auf die GAP-Reformbestrebungen Anwendung finden. Untersucht werden der „war-of-attrition“, sowie „uncertainty-about-net-benefits“.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,3, Universität Erfurt (Fakultät für Staatswissenschaften), Veranstaltung: Strategischer Wandel bei der Suche nach einer Regelung des Kurdenproblems seit 1991, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit fast einem Jahrhundert kämpfen die Kurden in der Türkei. Der Kampf war zu beginn noch ein Kampf um Autonomie oder um einen eigenen kurdischen Nationalstaat. Natürlich war es auch immer ein Ziel die Diskriminierung und Leugnung der kurdischen Bevölkerung zu stoppen. Gerade seit den 70er und mit dem Aufkommen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), war das Bestreben nach einem kurdischen Nationalstaat zu einem gewaltsamen Konflikt geworden. Die PKK orientierte sich hierbei ideologisch am Sozialismus und stand somit konträr zum westlichen Liberalismus, dem sich die Türkei angeschlossen hatte. Abdullah Öcalan, der ideologische und politische Anführer der PKK, entwickelte immer wieder neue Theorien zum Erreichen des ausgegebenen Zieles. In den 90er Jahren wechselte die Stimmung jedoch. Noch vor der Festnahme Öcalans durch türkische Sicherheitskräfte, bekannte sich eben dieser zu einem Verbleib der Kurden innerhalb der Grenzen der Türkei. Diese Forderung wurde jedoch an die Bedingung einer Demokratisierung der Türkei geknüpft und Öcalan entwickelte die Theorie der radikalen Demokratie. Erstmals erwähnte er diese in einem, im Jahr 2000 auf deutsch veröffentlichten Buch „Zur Lösung der kurdischen Frage“ als Verteidigungsschrift bei seiner Anklage. Dieses Buch bildet das Fundament seiner Theorie zur Radikal Demokratie. Seine weiteren Fortführungen sind allerdings noch nicht auf deutscher oder englischer Sprache verfügbar, weshalb sich in dieser Arbeit auf Sekundärliteratur bezogen werden wird. Die Theorie der Radikalen Demokratie besteht dabei im Wesentlichen aus drei Punkten. So kann man diese aufteilen in die Demokratisierung des Staates, die demokratische Konföderation sowie die demokratische Autonomie. Dieser Hausarbeit soll daher im ersten Schritt die Modelle der Konföderation und der Autonomie im Allgemeinen darstellen. Hierfür soll auf Werke von Murray Bookchin, sowie Thomas Sempf, für eine juristische Sichtweise der Konföderation, zurückgegriffen werden um einen ersten allgemeinen Überblick über die Konzepte zu erhalten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 2,0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Failed States, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der vierte jugoslawische Erbfolgekrieg hat erneut gezeigt, dass Europa noch weit entfernt ist von einer stabilen Friedensordnung, die Kriege wie im ehemaligen Jugoslawien undenkbar macht. Der Kosovo-Krieg 1998 bis 1999 wurde aus vielen Gründen von einer Krise zu einem Krieg. Ethnische, religiöse, nationale, sozio- ökonomische und demographische Faktoren sind im Kosovo mit einer doppelten Mehrheit- Minderheiten- Problematik verwoben. Schon vor der Intervention der North Atlantic Treaty Organisation (NATO) mit Luftangriffen auf Serbien wurde diskutiert, ob einzelne Staaten sowie die Organisation gegen das festgeschriebene Völkerrecht verstoßen haben und welche Legitimationen für bestimmte Rechte für einflussreiche Staaten gelten. Diese Konfliktanalyse soll die Internationalisierung des Konfliktes in den Vordergrund stellen, dabei vor allem die Organisation der NATO. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick möchte ich erst einmal eine allgemeine Konfliktanalyse durchführen und den Kosovo im Kontext des jugoslawischen Zerfallsprozess darstellen. Nach dieser Beschreibung des Einflusses und der Handlungsblockaden der internationalen Organisationen wie UNO, OSZE und EU, möchte ich auf die NATO detaillierter eingehen. Bei der thematischen Behandlung der NATO versuche ich eine Verbindung zwischen der Organisation, dem Völkermord und der Gewaltspirale im Kosovo sowie die internationale Politik in der Kosovo-Krise, darzustellen. Außerdem soll die Diskussion eines möglichen Völkerrechtsbruchs durch die NATO-Intervention wieder gegeben werden. Im letzten Punkt versuche ich auf die Strategien und Präventionen der NATO sowie auf alternative Strategien und Präventionsmöglichkeiten einzugehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 2,0, Universität Rostock (Politik- und Verwaltungswissenschaften), Veranstaltung: PS Islam und Staat, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Seminararbeit werden die Entstehung der Taliban-Bewegung sowie die Dekrete, nach denen die Afghanen (besonders die Frauen) unter der Herrschaft der Taliban ihr Leben richten mussten näher beleuchtet. Um das "Taliban-Problem" besser verstehen zu können, wird auch ein kurzer Überblick über Afghanistan im 20.Jh gegeben. Als ich mir dieses Thema für die Hausarbeit wählte, hieß es ursprünglich "Afghanistan und Pakistan". Da es den Umfang einer Hausarbeit sprengen würde, auch noch auf Pakistan näher einzugehen, habe ich mich entschlossen, den Bezug zu Afghanistans östlichen Nachbarn dahingehend zu erhalten, indem ich die Beziehung Pakistans zur Talibanregierung beleuchte. Dieses geschieht im dritten Kapitel. Da Pakistan in dieser Hausarbeit aus den genannten Gründen im Vergleich zu Afghanistan keine gleichberechtigte Rolle spielt, habe ich mich entschlossen, es auch nicht im Titel zu nennen. Diesen habe ich geändert in "Afghanistan und die Taliban". Obwohl sich der größte Teil dieser Hausarbeit mit den Taliban beschäftigt, steht "Taliban" nicht an erster Stelle im Titel. Dazu hat mich die Tatasche bewegt, das die Talibanbewegung wohl ohne Afghanistan nie entstanden wäre, Afghanistan aber sehr wohl ohne die Taliban ein existierender Staat war und ist. Die Taliban waren also von Afghanistan abhängig, und nicht umgekehrt. Rostock, August 2002
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: HS 15233: Die künftige Rolle der Türkei in der Europäischen Union: Erwartungen und Konflikte, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Mitte Februar 1999 wurde der kurdische PKK-Führer Abdullah Öcalan am Flughafen von Nairobi vom türkischen Militärgeheimdienst festgenommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sich in der griechischen Botschaft Kenia versteckt gehalten. Vier Monate zuvor hatte seine Flucht von Syrien aus, wo er sich seit 1979 aufhielt und die Aktionen der PKK organisierte, begonnen und führte ihn über Griechenland, Russland, Italien, Belarus, wieder Griechenland, letztlich nach Kenia. Seiner Verhaftung folgte die Aufgabe des offenen Kampfes der PKK gegen den türkischen Staat. Dem vorausgegangen war ein jahrelanger gewaltsam ausgetragener Konflikt. Jüngste Meldungen aus der Türkei berichten von einer scheinbar gänzlich anderen Sachlage. Ehemaligen Kämpfern der PKK werden von türkischer Seite Amnestie-Angebote gemacht, mit dem Ziel diese in die Gesellschaft wieder einzugliedern. 1 Von einer „türkische(n) Revolution“ ist die Rede; und sogar das traditionell einflussstark in Verfassung und Staatsverständnis verankerte türkische Militär ist auf dem Rückzug aus der Politik und gibt sich reformfreudig.2 Es könnte der Eindruck entstehen in den letzten vier Jahren habe sich vieles in der Türkei geändert. Der türkisch-kurdische Konflikt ist beigelegt und Staatsreformen werden wohlwollend angegangen. Demzufolge stünde einem EU-Beitritt der Türkei nicht mehr viel im Wege. Ganz so einsichtig und überschaubar gestaltet es sich jedoch nicht. Der türkisch-kurdische Konflikt bestand nicht nur aus den Auseinandersetzungen zwischen der PKK und dem türkischen Militär. Dies war lediglich die äußere Erscheinungsform, die durch die Medien immer wieder an die Weltöffentlichkeit drang. Die Ursachen und Hintergründe hingegen haben eine weitaus komplexere und vielschichtigere Gestalt. Und auch der Weg in die Europäische Union ist noch nicht so freigeräumt wie es oberflächlich den Anschein haben mag. Es ist der Gegenstand dieser Arbeit hinter die Kulissen des türkisch-kurdischen Konflikts in Vergangenheit und Gegenwart zu blicken. Dabei kann keinesfalls der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Vielmehr liegt der Fokus darauf, verschiedene essentielle Faktoren zu analysieren, den Konflikt sowohl in die türkische als kurdische Gesellschaft einzufügen, die Rolle der Akteure zu beleuchten, den internationalen Kontext zu skizzieren und schließlich den Bezug und die Bedeutung des Konflikts zu einem EU-Beitritt der Türkei herzustellen. ...
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut fuer Afrikawissenschaften), Veranstaltung: Entwicklungstendenzen Internationaler Afrikapolitik, 40 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die internationalen und lokalen Akteurs- und Interessenkonstellationen im Vorfeld und während der drei Interventionen der „Internationalen Gemeinschaft" in Somalia zu Beginn der 1990er Jahre. Sie verfolgt einen akteurszentrierten Ansatz unter Berücksichtigung der temporären Handlungslogiken der relevanten Akteure vor dem Hintergrund der innenpolitischen Lage Somalias sowie der neuen geopolitischen Konstellation nach dem Ende des "Kalten Krieges". Zunächst erfolgt ein Überblick über die somalische Clanstruktur, dem entscheidenden Faktor für die historischen und aktuellen Konfliktlinien, sowie eine Hinführung zum Ogaden-Krieg 1977/78, der für die Region im Allgemeinen und Somalia im Speziellen eine zentrale Wendemarke war. Darauf aufbauend, analysiert die Arbeit die neuen innen- und außenpolitischen Interessenkonstellationen nach dem Ende des Ogaden-Krieges. Dabei wird dargestellt, wie bestehende innersomalische Clan-Rivalitäten begünstigt durch regionale und geopolitische Entwicklungen verstärkt ausbrachen und in den 1980ern zu einem offenen Bürgerkrieg führten. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Analyse der Interventionen UNOSOM I, UNITAF und UNOSOM II in Somalia. Dabei wird gezeigt, welche Rationale der zentralen lokalen und internationalen Akteure einen Einfluss auf den Politikwechsel und das verstärkte Eingreifen der USA hatten, das den Beginn einer neuen Generation der Peace-keeping Operationen bedeutete und den entscheidenden Rahmen für UNITAF und UNOSOM II bildete. Es wird nachgezeichnet, wie sich die US-geführten UNITAF und UNOSOM II bedingt durch eine Verknüpfung von mangelnder Berücksichtigung lokaler Dynamiken und eigenen – teilweise persönli-chen – Handlungslogiken in eine fehdenartige Auseinandersetzung mit dem Kriegsherrn Mohammed Farah Aideed hineinziehen ließen und wie die UN damit faktisch zu einer Kriegspartei wurden. Die Arbeit zeigt, wie das externe Eingreifen in eine kaum zu erfassende lokale Konfliktkonstellation in Verbindung mit dem geschickten Vorgehen lokaler Akteure dazu führte, dass UNOSOM II an Ansehen in der somalischen Bevölkerung verlor, zunehmend als Feind angesehen wurde und schließlich scheitern musste.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: USA, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Vergleichende Analyse ausländischer politischer Systeme: Einführung in das politische System der USA, Sprache: Deutsch, Abstract: "Lobbyism has always played a necessary part in our democratic form of representative government. In effect it is the institutionalization of the people′s constitutional right to petition their government" (Sieper 1975, 125). Diese Aussage stammt aus einem Bericht des amerikanischen Senate Foreign Relations Committee von 1964. Darin spiegelt sich die positive Sichtweise der Teilnahme von Interessengruppen am politischen Prozess wider. In den USA wird diese also nicht nur als legal angesehen, sondern sie ist auch erwünscht. Anders in der BRD. Dort definiert sich Lobbyismus als "Versuch, Abgeordnete, Regierungs- oder Verwaltungsbeamte durch Information, Überzeugungsarbeit oder Gefälligkeiten im eigenen Interesse zu beeinflussen" (Nohlen 2001, 267). Die negative Konnotation des Begriffs liegt im Korporatismus begründet, der Interessengruppen anders als in den USA formell in den politischen Prozess einbindet und den Begriff "Lobbyist" für den reserviert, der um eine Beeinflussung der Politik ohne die institutionalisierte "Kooperation von Kapital, Arbeit und Staat" bemüht ist (Adams et al. 1992, 506). In dieser Hausarbeit werde ich der Frage nachgehen, welche Methoden des Lobbyismus US-amerikanischer Verbände anwenden und welches Maß an Einfluss sie dadurch auf den politischen Prozess ausüben. Dabei werde ich zunächst auf die Struktur der Verbände, ihre Adressaten und rechtliche Einbindung im Vergleich zu Deutschland eingehen, um auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Interessengruppen in einer pluralistischen Präsidial-Demokratie wie den USA hinzuweisen. Nach einer allgemeinen Beschreibung der Methoden des amerikanischen Lobbyismus werde ich an zwei Fallbeispielen (AIPAC, Öl-Lobby) die Einflussreichweite einiger Lobbyisten aufzeigen und das Ergebnis mit den Einschätzungen zweier Politologen vergleichen. Dabei werde ich zu dem Schluss kommen, dass der politische Prozess nicht von einer "tyranny of minorities" beherrscht wird, wie Hans O. Staubs Buch mit gleichnamigem Titel suggeriert (Hrebenar 1982, 259). Vielmehr möchte ich mich Lester W. Milbrath anschließen, der - abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen - den Einfluss der Lobbys für gering hält: "There are many forces in addition to lobbying which influence public policy; in most cases these other forces clearly outweigh the impact of lobbying" (Milbrath 1970, 428).
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: Sehr gut, Universität Wien (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Methoden und Elemente des politikwissenschaftlichen Denkens und Arbeitens, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Proseminararbeit dreht sich die Problemstellung um die „Nation der Bosniaken“. Diese Nation wird im 20. Jhd. und zu Beginn des 21. Jhd. immer noch falsch verstanden bzw. dargestellt. Darum ist es umso wichtiger unter anderem auch im Rahmen dieses Proseminars und der dazugehörigen Proseminararbeit zu versuchen diese Thematik aufzuarbeiten und für die Nachwelt fest zu halten. Wird dieses Thema auf dem Balkan in den vergangenen 100 Jahren betrachtet, wird es deut-lich, dass die Nation der Bosniaken ihre Aktualität nicht verloren hat. In den vergangenen 100 Jahren fand ein erbittertet Kampf dieser Nation um die erneute Akzeptanz in der internationa-len Gemeinschaft statt. Eine Aufopferung und starker Patriotismus für die Anerkennung. Von 1991 bis 1996 fand diese Aufopferung neue Dimensionen. Seit der Ausrufung der unabhängi-gen Republik Bosnien und Herzegowina (Republika Bosna i Hercegovina) 1992 und deren internationale Anerkennung, am 6. April des selben Jahres, haben sich die Bosniaken, nicht nur in Bosnien und Herzegowina oder Europa, sondern Weltweit an ihre Wurzeln besinnt, versuchen ihre Identität weiter zu festigen und ihre ursprüngliche Heimat auf allen Gebieten voran zu bringen. Für Europa, speziell für die Europäische Union, ist die Erhaltung des Frie-dens in Bosnien und Herzegowina ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche und politi-sche Stabilität des Balkans. Die Bosniaken an sich sind ein konstitutives Volk in der Regie-rungsbildung Bosnien und Herzegowinas und nehmen an der Europäischen und Weltweiten Politik teil.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Note: 1, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Seminar Institutionen des modernen Staates, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit soll es sein, den Begriff „Diplomatie“, der nicht nur in der politikwissenschaftlichen Literatur in mannigfaltiger Art und Weise verwendet wird, genauer zu definieren, d.h. operationalisierbar und für die staatstheoretische Forschung brauchbarer zu machen. Es wird also zunächst überblicksmäßig dargestellt, welche gängigen Definitionen von Diplomatie im wissenschaftlichen Mainstream gebraucht werden, woraufhin sie auf Stärken und Schwächen untersucht und als Grundlage für eine eigene Definition verwendet werden sollen, nämlich Diplomatie als Institution zur Gestaltung offizieller Beziehungen zwischen souveränen Staaten mit gewaltlosen Mitteln. Ein solches (vergleichsweise enges) Verständnis von Diplomatie, das sich ausschließlich auf Staaten beschränkt, richtet sich bewusst gegen die Tendenz der neueren einschlägigen Literatur, den Diplomatiebegriff auch auf die Tätigkeit nichtstaatlicher Akteure auszudehnen, was im Folgenden argumentiert und begründet werden soll. Um Diplomatie als Institution zu beschreiben, sollen Erkenntnisse des historischen Institutionalismus angewendet werden, wobei hier angemerkt sei, dass es sich beim historischen Institutionalismus nicht um eine abgeschlossene Theorie, sondern vielmehr um ein Forschungsprojekt handelt, dass bisher einige interessante Ergebnisse geliefert, aber noch keine genauer beschriebene Methodik entwickelt hat. Es ist jedenfalls erforderlich die historische Entwicklung dieser Institution nachzuzeichnen und insbesondere auf die Bedeutung der Entwicklung moderner Staatlichkeit für die Diplomatie als auch umgekehrt auf die Bedeutung der Diplomatie für den modernen Staat hinzuweisen. Dabei soll auch die oft unterstellte pazifizierende Wirkung von Diplomatie auf das Verhalten von Staaten untersucht und in gewisser Hinsicht relativiert werden. Zuletzt sollen mögliche Zukunftsszenarien für die Institution Diplomatie angesichts der Auswirkungen von moderner Telekommunikation, Internationalisierung und Multilateralisierung von Politik, also kurzum der Globalisierung, anhand rezenter Entwicklungen vorgezeichnet werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa, Note: 1,7, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Fakultät Wirtschaft und Soziales), Veranstaltung: Staatsorganisation und Verfassungsgrundsätze, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Menschen werden durch die Sprache geformt, mehr als die Sprache durch den Menschen geformt wird. Es ist die natürliche Kraft einer Sprache, die dem Entstehungsprozess einer Nation Gestalt gibt.“ Versucht man in wenigen Sätzen zu beschreiben, was den Kern der belgischen Krise ausmacht, ist notwendigerweise der „Sprachenstreit“ als einer der wesentlichen Gründe für die Disparitäten zwischen Flamen und Wallonen zu nennen. Nach ihm wird der historisch begründete soziale Konflikt benannt, der sich aus dem Zusammenschluss zweier im Kern verschiedener Volksgruppen zu einem unabhängigen Königreich Belgien ergab. Vielen ist der tief in die Gesellschaft unseres Nachbarlandes hineingreifende Konflikt nicht bekannt, auch in der deutschen Tagespresse findet er wenig Erwähnung. Daher ist es weniger verwunderlich, dass Belgien von vielen als „Land ohne Profil“ und eher als der „unbekannte Nachbar“ gesehen wird. Um die Tiefe des Konflikts zu erfassen ist es notwendig, einen Blick auf die historische Entwicklung im Lande zu werfen. Dies soll im ersten Abschnitt dieser Ausarbeitung geschehen. Im zweiten Teil wird die Umsetzung der Idee des Föderalismus auf das System des belgischen Staates betrachtet. Diese kleine Einführung in das Staatsgefüge soll die Grundlage bieten, den daran anschließenden Kern der Arbeit, die Ausei-nandersetzung mit den Problemen des Systems und den daraus resultierenden Folgen für die (Un-)Regierbarkeit und Krisenanfälligkeit nachvollziehen zu können.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,7, Universität Augsburg, 80 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die über 40jährige Erfolgsgeschichte der europäischen Vereinigung war von Anfang an kein homogener Prozess. Es gab immer wieder Fortschritte, notwendige Kompromisse, aber auch Rückschläge. Um einen für alle Beteiligten akzeptablen Weg zu finden, sind kontroverse Diskussionen unvermeidlich. Aber kaum ein Thema wurde seither so kontrovers diskutiert wie ein möglicher EU-Beitritt der Türkei, und kein Land musste so lang wie die Türkei –mehr als 40 Jahre- warten, um Mitglied der Europäischen Union zu werden. Dabei waren und sind die am häufigsten diskutierten Streitpunkte bei dieser Debatte die Frage nach der Zugehörigkeit der Türkei zu Europa in geographischer, geschichtlicher, politischer, religiöser und kultureller Hinsicht sowie Menschenrechtsverletzungen, Demokratiedefizite, Europas Grenzen, Migration und Sicherheit. Die Diskussionen darüber werden meistens sehr emotionsgeladen geführt und erschöpfen sich oft in der Aufzählung bestehender Probleme, ohne ernsthaft auf Lösungen abzuzielen und eine realistische Perspektive zu bieten. Es werden je nach der parteipolitischen Position des Sprechers größtenteils einseitig entweder nur Vorteile oder Nachteile aufgeführt, ganz so, wie sich das Argument in der politischen Auseinandersetzung gebrauchen lässt. Das liegt teilweise daran, dass die Aufnahme der Türkei nicht nur, wie bis zu den derzeitigen Erweiterungsrunden, auf der technischen Ebene von Beamten, sondern auch auf der politischen von den Staats- und Regierungschefs verhandelt wird. Die Türkei-Frage ist ein öffentliches Diskussionsthema Europas geworden. Ziel dieser Magisterarbeit ist es einen möglichst objektiven, wissenschaftlichen Beitrag zum Thema EU-Beitritt der Türkei, insbesondere in Bezug auf Pro- und Contra- Argumente zu leisten. Der Verfasser dieser Arbeit ist der Meinung, dass jeder politischen Entscheidung eine gründliche wissenschaftliche Analyse vorausgehen muss, ohne dabei soziale und gesellschaftliche Interessen aus den Augen zu verlieren. Da sowohl eine positive als auch eine negative Entscheidung über den EU-Beitritt der Türkei nicht nur für die Türkei sondern auch für die EU von großer Bedeutung ist, ist die Aufnahme oder die Ausgrenzung der Türkei eine historische Entscheidung, die nicht auf der Ebene „Boulevardpresse“, sondern sachlich diskutiert werden muss.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,7, Bergische Universität Wuppertal, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Central Intelligence Agency (CIA), einer von 16 Geheimdiensten der Vereinigten Staaten, geschaffen, um das Land vor überraschenden, äußeren Angriffen zu schützen und um die restlichen Geheimdienste zu koordinieren, ist in der Vergangenheit, besonders mit Blick auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001 und den darauffolgenden Interventionen in Afghanistan und im Irak, in den öffentlichen Blickpunkt geraten. Diese Arbeit gliedert sich in drei zusammenhängende Teile, so werden zunächst die Geschichte, also die Entstehung der Agency und die wichtigsten Aufgabenbereiche beschrieben, um daraufhin eine der umstrittensten Operationen der CIA dar zu stellen (Die Invasion in der Schweinebucht (Kuba 1961)) und schließlich auf das Buch „State of War – Die Geheime Geschichte der CIA und der Bush-Administration“ von James Risen einzugehen. Dabei steht wiederum George Tenet, langjähriger Leiter der Behörde, im Vordergrund. Risens Ausführungen sollen Antworten auf die Frage liefern, in welchem Maße eine einzelne Person in Ausübung ihrer Tätigkeit als CIA-Chef die gesamte Arbeit der Agency beeinflussen bzw. in eine bestimmte Richtung lenken kann und welche Faktoren speziell bei Tenet dazu führten. Die Arbeit soll natürlich in keinem Bereich den Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Transparenz erheben, da dies bei dieser Thematik auch gar nicht möglich wäre. Die von den Autoren benutzten Quellen, auf die ich im Laufe der Arbeit eingehen werde, sind z.T. entweder geheim oder werden nicht explizit genannt. Es ist nachvollziehbar, bei der Auseinandersetzung mit einem Geheimdienst keine offiziellen oder zweifellos glaubhaften Informationen beziehen zu können, diesen Umstand birgt das diesbezüglich problematische Thema von Beginn an in sich. Die Arbeit ist daher als überschaubarer Einblick in die Entwicklung, die Aufgaben und einzelne Prozesse innerhalb der CIA zu verstehen, mit dem Versuch, im letzten Teil der Arbeit auf die innere Struktur, ausgehend von dem Leiter der Agency, Bezug zu nehmen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südasien, Note: 1,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Nicht-demokratische Systeme der Gegenwart, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Im Rahmen des Proseminars „Nicht-demokratische Systeme der Gegenwart“ soll sich diese Seminararbeit mit der Thematik der Verfassung und der Verfassungswirklichkeit in Vietnam beschäftigen. Hierbei werden auftretende Widersprüche zu klären sein, soweit sie in der zur Verfügung stehenden Literatur gefunden werden können. Der Weg zur neuen Verfassung des Jahres 1992, sowie das jeweilige Inkrafttreten der vorangegangenen Verfassungen soll aufgezeigt werden. Weiterhin soll das Auftreten nicht-demokratischer Elemente in der Verfassung untersucht werden und auf die Gefahren, die solche Konstellationen mit sich bringen, hingewiesen werden. Literarische Grundlage bilden hierbei „The Constitution of the Socialist Republic of Vietnam 1992“, sowie der Text „Typologie politischer Systeme“ von Wolfgang Merkel. Weiterhin werden Berichte von Amnesty International und Freedom House hinzugezogen, sowie Sekundärliteratur. Gleich zu Beginn soll darauf hingewiesen werden, dass durch das bestehende politische System etliche Informationslücken bestehen, da internationale Journalisten nur bedingt zugelassen werden. Auch über die Objektivität und wissenschaftlichen Anhaltspunkte kann spekuliert werden, so zum Beispiel bei den Publikationen von Jörg Wischermann der sich oftmals auf Briefe oder Zeitungsartikel bezieht, deren Wissenschaftlichkeit angezweifelt werden kann. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 2,0, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Politischer Islam, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit den Attentaten des 11. September 2001, meldete sich neben Osama bin Laden auch ein Land zurück auf der Bühne der internationalen Politik, dass lange Zeit fast vergessen war. Das Gespenst „Taliban“ war nun wieder in aller Munde, obwohl eigentlich niemand so recht wusste, wer diese Taliban sind, was sie mit ihrer Politik bezwecken und woher sie kamen. Taliban wurde all zu oft gleichgesetzt mit internationalem Terrorismus, was so allerdings nicht ganz zutreffend ist und so war der Krieg gegen diesen Terrorismus folglich auch ein Krieg gegen die Taliban. Was jahrelang versäumt wurde sollte nun, Ende 2001, so schnell wie möglich erledigt werden – Veränderung der Umstände in Afghanistan. Jetzt schmiedete man eine weltweite Koalitionen aus den verschiedensten Ländern, die allesamt und gemeinsam gegen diesen Feind der westlichen Zivilisation vorzugehen gedachte, das was man seit spätestens 1996 nicht im Stande war zu vollbringen, geschah nun mit rasender Geschwindigkeit. Wer aber diese Taliban nun tatsächlich sind, wissen immer noch die wenigsten. Bis auf wenige Dinge, wie zum Beispiel die Burqa als Pflichtbekleidung für Frauen, weiß man in der Regel nicht viel über Afghanistan unter der Führung der Taliban. In dieser Arbeit will ich auf diese Dinge eingehen, indem ich versuchen werde, die geistigen Ursprünge zu erläutern, die politische Situation Afghanistans vor den Taliban zu schildern und die Denkweise der Taliban darzulegen. Dabei soll auf zu viele Einzelheiten des afghanischen Bürgerkrieges und Feldzuges der Taliban verzichtet werden. Auch will ich auf die internationale Politik und die Außenpolitik der Taliban nicht weiter eingehen.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 13, Fachhochschule für Verwaltung Saarland; Saarbrücken, Veranstaltung: Polizeiwissenschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Fokus dieser Arbeit steht der Salafismus, als besondere Strömung des Islams. Das Phänomen „Salafistische Bestrebungen“ ist seit dem Jahr 2010 Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes, da erkannt wurde, dass das Gedankengut der Salafisten viele Gefahren in sich birgt. Im April 2012 machten die Salafisten durch Koranverteilungen als Propaganda-Aktion in ganz Deutschland auf sich aufmerksam. Über eine solche Eigenwerbung wurde kontrovers diskutiert, denn Korane zu verteilen ist nicht verboten. Obwohl es zweifelsfrei nicht verwerflich ist, ein Gebetsbuch kostenfrei zu verteilen, stellten sich dennoch viele Menschen die Frage, was mit dieser Verteilungsaktion bezweckt werden soll. Zum Teil wirkt eine derartige Form der Öffentlichkeitsarbeit, nicht zuletzt wegen des oftmals befremdlichen Auftretens der salafistischen Anhänger, bedrohlich auf die Menschen. Doch ist der zum Teil weit verbreitete Unmut auch objektiv begründbar? Wenn jedoch auf einer Demonstration gegen eine islamkritische Aktion der rechtsextremen Splitterpartei PRO NRW die dort eingesetzten Polizisten mit Steinen beworfen werden und sogar zwei dieser Polizisten gezielt durch einen Salafisten mit einem Messer attackiert und dadurch schwer verletzt werden, zeigt sich ein deutliches Gefahrpotential. Fraglich ist jedoch, ob die Gefahr von der gesamten Strömung ausgeht oder nur von einzelnen Personen. Weiterhin stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob es nicht möglich ist, eine derartige Eskalation der Lage bereits im Vorfeld zu verhindern? Ziel dieser Arbeit wird es daher sein, anhand einer Literatur- und Internetrecherche die einzelnen Strömungen des Salafismus näher zu beleuchten und ihre Verbreitung in Deutschland festzustellen. Um die Hintergründe dieser Strömungen besser verstehen zu können, werden zunächst wichtige islamische Grundlagen und die Entstehungsgeschichte aufgeführt. Ferner wird auch Bezug auf bekannte Prediger und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten der Salafisten deutschlandweit genommen. Im Anschluss wird die Verbreitung des Salafismus speziell im Saarland dargelegt. Um eine möglichst detaillierte und möglichst aktuelle Darstellung über die salafistischen Bestrebungen im Saarland gewährleisten zu können, wurde ein Experteninterview mit einem Mitarbeiter des Landespolizeipräsidiums des Saarlandes, Abteilung Staatsschutz, durchgeführt. Schlussendlich wird eine Gefahrenprognose gestellt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 3,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: .... Ist ein friedlicher afrikanischer Kontinent den Mitgliedern der VN nicht wichtig genug um einzugreifen? Oder ist das System der VN im Rahmen des peace-buildings nicht in der Lage rechtzeitig und effektiv einzugreifen? Nach der Entlassung der afrikanischen “Staaten” in die Unabhängigkeit ist Afrika auch oft zum Spielball und Spielplatz der am sog. “kalten Krieg” beteiligten Großmächte USA und UDSSR geworden (s. Zaire u.A.). Aufgrund der heraus- ragenden Stellung der beiden Großmächte, vor allem im VN-Sicherheitsrat (Veto- Mächte) und ihrer machtpolitischen Differenzen waren die VN größtenteils nicht in der Lage, ja es war ihnen teils nahezu unmöglich (oder egal?)5, ein einheitliches, Afrika befriedendes Vorgehen planen oder gar durchsetzen zu können. Die Folge fehlender staatlicher Strukturen bzw. von Staatszerfall und der oft damit einher-/ vorhergehenden Miss- und Vetternwirtschaft ist oft Armut, was wiederum, nach dem ehem. US-Präsidenten Truman “den Nährboden von Terror und Gewalt bildet”. In Anbetracht der weltweiten Zunahme terroristischer Aktivitäten und Gefahren muss Afrika und v.a. den sog. failing-states mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. ...... Die Analyse der Möglichkeiten, die am Beispiel des Somalischen Bürgerkriegs vollzogen wird, stellt zwei Fragen in den Mittelpunkt, nämlich ob und wie die VN überhaupt in der Lage bzw. ob die Mitgliedsstaaten der VN, vor allem in Gestalt der Sicherheitsrats-Mitglieder, auch willens sind, dauerhaften Frieden in Afrika zu schaffen und zu bewahren. Dabei wird davon ausgegangen, dass die VN kein eigentlicher Akteur sind, sondern nur die Struktur für das Handeln der Mitglieds- staaten vorgibt, welche von eben diesen auch beeinflusst und verändert werden kann.....
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Joschka Fischer, 7. April 1999 Mit diesen Worten erläuterte Joschka Fischer 1999 das Dilemma der humanitären Intervention der Kosovo Krise. Laut ihm gilt es einen Krieg und damit ein militärisches Eingreifen zu verhindern und die Bevölkerung trotzdem vor menschenrechtsverletzenden Situationen zu bewahren. Im März 2011 wurden in Syrien Jugendliche gefangen genommen, da sie regierungsfeindliche Parolen an Wände gesprüht haben sollen. Daraufhin begannen erste Proteste gegen das Regime von Baschar al-Assad. Diese Proteste wurden stets militärisch niedergeschlagen und bekämpft. Als die Bevölkerung begann, sich selbst zu verteidigen, entwickelte sich aus den Protesten ein Bürgerkrieg. Laut UN-Mitteilungen hat der Bürgerkrieg bis zum März des Jahres 2013 ungefähr 70 000 Todesopfer gefordert. Da bis zum heutigen Tag kein Ende der Bürgerkriege in Sicht ist, stellt sich für die außenstehende Europäische Union die Frage nach der Verantwortung für die Menschen in diesem Land. Es wird also die Frage laut: Ist ein Eingreifen der EU in Form einer humanitären Intervention in dieser Situation legitim? Aufgrund der Aktualität der Problematik in Syrien ist es wichtig sich mit diesem Thema näher zu befassen und auseinander zu setzten. Ich habe dieses Thema als grundlegende Frage meiner Seminararbeit gewählt, da ich erwarte durch die angestellten Recherchen und Erörterungen eine Antwort auf die politische Situation in Syrien und die Position Deutschlands zu finden. Ich werde im weiteren Verlauf meiner Arbeit näher auf die Probleme der humanitären Intervention eingehen und erörtern, ob sie in dieser Situation legitim ist. Hierzu werden Faktoren wie Menschenrechte, Politik oder wirtschaftliche Aspekte, welche für und gegen eine Intervention sprechen, näher betrachtet um abschließend zu klären, ob eine Intervention durchgeführt werden sollte.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südasien, Note: 2,6, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit der Gründung der Staaten Indien und Pakistan nach dem Ende der britischen Kolonialherrschaft auf dem indischen Subkontinent, führten beide Staaten drei Kriege gegeneinander. Der Konflikt um die Region Kashmir beherrscht bis heute die Aussenpolitik beider Länder. Beim Unabhängigkeitskampf von Ostpakistan trat dieser Konfliktherd in den Hintergrund. Das militärische Eingreifen der Indischen Union führte zum dritten Krieg mit Pakistan und schließlich zur Teilung Pakistans und zur Gründung von Bangladesch. Die Besonderheit dieses Konfliktes war, dass nicht Gebietsansprüche, wie in Kashmir zu ihm führten. „The Bangladesh crisis 1970-71 is the best historical example of a war into which India and Pakistan were drawn by domestic factors.” Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen zu dem Krieg der Indischen Union mit Pakistan 1971. •Welche außenpolitischen Rahmenbedingungen bestanden für Indien?•Welche Ursachen führten zum militärischen Eingreifen Indiens auf der Seite der Unabhängigkeitsbewegung in Ostpakistan?•Was waren die Hauptgründe? •Was für Rückschlüsse lassen sich daraus für die heutige Situation ziehen? Um diese Fragen zu beantworten, gliedert sich die Hausarbeit in vier Kapitel. Nach der Einleitung wird in Kapitel zwei ein historischer Überblick gegeben, welcher die Ausgangssituation vor dem Eingreifen Indiens in den Konflikt auf dem indischen Subkontinent betrachtet. Im dritten Kapitel werden die außenpolitischen Rahmenbedingungen analysiert, die dem militärische Eingreifen Indiens zugrunde lagen. Das Kapitel vier diskutiert die Gründe für das Eingreifen, gewichtet sie und unterzieht sie einer Gesamtbewertung. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, in welchem die Ausgangsfragen beantwortet werden und Rückschlüsse für die heutige Situation gezogen werden. Für diese Arbeit wurde in erster Linie angelsächsische Literatur herangezogen. Besonders hervorzuheben ist das Buch „War and secession. Pakistan, India, and the creation of Bangladesh” von Richard Sisson und Leo E. Rose, welches einen guten Einblick in die Thematik verschafft und in dieser Arbeit umfangreich Erwähnung findet.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Politikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Beitrittsprozeß der Mittel- und Osteuropäischen Länder ist in vollem Gange und mit ihm kommt ein Einigungsprozeß in politischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht, mit ungeahnten Dimensionen, Folgen und Möglichkeiten. In der öffentlichen Wahrnehmung werden die Folgen des europäischen Einigungsprozesses oft aus rein wirtschaftlicher Sicht beurteilt und zumeist als negativ bewertet. In der Befragung des EURO-Barometers vom April 2001 werden die Bürger unter anderem nach ihren Ängsten befragt, welche sie mit dem europäischen Einigungsprozeß verbinden. Dabei ergibt sich leider, wenn auch nicht überraschend, daß die meisten Menschen Sorgen um ihre wirtschaftliche und finanzielle Zukunft haben. Konkret drückt sich dies unter anderem darin aus, daß an erster Stelle der Rangliste 60% der Befragten angaben, daß sie Angst vor einer drohenden Verlegung ihrer Arbeitsplätze in Länder mit geringeren Arbeitskosten haben. Entsprechend sehen es dann auch 88% der Befragten als wichtigste Aufgabe der EU an, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, gleichrangig mit der Bewahrung von Sicherheit und Frieden in Europa. Es zeigt sich deutlich, daß mehr Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Zukunft haben. Diese Angaben sollen in dieser Hausarbeit zum Anlaß genommen werden, sich mit einigen Folgen des europäischen Einigungsprozesses auseinanderzusetzen. In der öffentlichen Diskussion in Deutschland herrscht die Angst, daß nach dem EU-Beitritt der Mittel- und Osteuropäischen Länder und der damit verbundenen Arbeitnehmerfreizügigkeit massenweise "Wirtschaftsflüchtlinge" nach Deutschland fliehen und auf unsere Kosten leben wollen. Drei damit verbundene Vorurteile sollen daher genauer diskutiert werden: 1.) "Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg !", 2.) "Die Ausländer leben auf unsere Kosten !" und 3.) "Die Ausländer drücken unsere Löhne !"
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Sonstiges, Note: 1,0, Universität Rostock (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Der 1899 gegründete Futbol Club Barcelona ist heute mit über 170000 Mitgliedern nicht nur der größte und erfolgreichste Sportverein Kataloniens, sondern auch eine einflussreiche Organisation, die sich für Katalonien und für die katalanische Nation einsetzt. Da der Verein, wie auch der Katalanismus, zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen schnellen Aufschwung erlebte, entwickelte er sich bereits kurz nach seiner Gründung zu einer Institution, die den katalanischen Nationalismus aktiv unterstützte. Zur Zeit der Diktaturen von Primo de Rivera und Franco war der „FC Barcelona“ stets eine Hochburg des Widerstandes in der Region. Der Verein organisierte Demonstrationen, im Stadion wurden damals verbotene katalanische Lieder gesungen sowie katalanische Sprache gesprochen und während der Spiele fanden Protestaktionen gegen die Zentralregierung statt. Seit dem Tod Francos 1975 fördert der Klub verstärkt katalanische Projekte im Bereich Kultur und setzt sich für die Erhaltung der katalanischen Sprache ein. Viele Funktionäre des Vereins sind politisch aktiv und stehen dem Katalanismus nahe. Außerdem erhält der „FC Barcelona“ Unterstützung aus der Politik, vor allem aus der bürgerlich-katalanistischen CiU (Convergéncia i Unió, dt. „Konvergenz und Union“). Auf Grund seines großen gesellschaftlichen Einflusses wird der „FC Barcelona“ nicht selten als ein „nationaler Klub“ Kataloniens gesehen. Wodurch zeichnet sich der katalanische Nationalismus aus? Wie erheblich ist die Rolle des „FC Barcelona“ innerhalb des politischen Katalanismus? Wie entwickelte sich der Klub im Laufe seiner Geschichte zu einer politischen Institution? Welche waren die bedeutendsten Stationen in dieser Entwicklung? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich diese Hausarbeit befasst.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,7, Kreisgymnasium St. Ursula, Haselünne (-), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff Globalisierung ist aus der politischen Diskussion in der heutigen Zeit kaum wegzudenken. Die Globalisierung hat eine breit gefächerte Debatte hervorgerufen und ist für eine Vielzahl politischer, kultureller aber vorwiegend wirtschaftlicher Veränderungen verantwortlich. Neben den im Mittelpunkt stehenden Problemen in der Globalisierungsdebatte wie etwa Umwelt oder die Einbindung der dritten Welt in die Weltwirtschaft gewinnt jedoch ein weiterer Ansatz ebenfalls an Bedeutung, nämlich ob dieses Zitat des Wirtschaftswissenschaftlers Ulrich von Weizsäcker zutreffend ist. Um zu klären, ob der Begriff Globalisierung eine neue Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts oder aber tatsächlich nur ein neuer Begriff für ein altes Phänomen ist, ist es notwendig, sich einen Überblick über die einzelnen Phasen der weltwirtschaftlichen Entwicklung zu verschaffen. Im ersten Teil dieser Arbeit werden daher die einzelnen Epochen der weltwirtschaftlichen Entwicklung dargestellt, um sie dann im zweiten Teil der Arbeit mit der modernen Definition des Begriffs Globalisierung abzugleichen. Hierbei soll insbesondere darauf Wert gelegt werden, mögliche Parallelen aber auch Unterschiede zwischen früheren Entwicklungsstufen und dem heutigen Stand der Globalisierung aufzuzeigen. Aufgrund des großen Umfangs des Themas und um die Länge der Arbeit in Grenzen zu halten, beschränke ich mich auf den wirtschaftlichen Teil der Globalisierung und gehe auf kulturelle Aspekte weitestgehend nicht ein.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik, Note: 1,3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: „Climate change presents a new and real threat of severe environmental, economic, political and security impacts in the Arab region“. Dieses Zitat von ELASHA, einer Mitarbeiterin des UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME geht bereits treffend auf gravierende Problematiken ein. Die Folgen des globalen Klimawandels sind allumfassend und wirken sich auf das gesamte globale Gefüge aus. Es kommt zu einem generellen Anstieg der Temperaturen auf der Erdoberfläche, was widerrum einige andere Effekte verstärkt. Die festen Eismassen der Erde, sei es an den beiden Polen oder in den verschiedenen Gebirgen gehen zurück und treiben dadurch eine Erhöhung des Meeresspiegels voran. Eine direkte Folge wäre eine Ausdehnung der Ozeane und Meere, das heißt eine Verkleinerung der verfügbaren Landmassen. Damit verknüpft wären enorme Migrationsbewegungen in Richtung der höher gelegenen Gebiete, jedoch bei gleichzeitig anwachsender Erdbevölkerung. Desweiteren kann davon ausgegangen werden, dass, bedingt durch die steigenden Temperaturen die Häufigkeit von extremen Wettererscheinungen zunehmen wird. „Climate theory and models predict that global warming will increase the frequency and/or intensity of some types of extreme events“. Starke Regenfälle, Gewitter oder länger anhaltende Trockenperioden häufen sich und können zu enormen ökonomischen, als auch ökologischen Schäden und Beeinträchtigungen der betroffenen Regionen führen. Dabei bleibt anzumerken, dass laut wissenschaftlicher Ansicht, in der Hauptsache die für ein gewisses Gebiet bereits typischen Wetterphänomene in ihrer Intensität ansteigen werden. Es kommen weder neue Wettererscheinungen hinzu, noch verbreiten sich diese gar global. Vielmehr werden bestehende Problematiken verstärkt und können dadurch zu ökonomischen, politischen und sicherheitspolitischen Spannungen und Gefährdungen führen.
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: sehr gut, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Israel-Palästina-Konflikt, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Grundlagen für den I. Weltkrieg wurden im eigentlichen Sinne durch verschiedene politische Veränderungen schon im Europa des 19. Jahrhunderts gelegt, die alle miteinander in Verbindung stehen. Ein Faktor entwickelte sich so entweder als Grund oder Ursache des anderen. Der osmanische Staat trat neben den Deutschen in den I. Weltkrieg ein, nachdem die deut-schen Kriegsschiffe Goeben und Breslau am 29. Oktober 1914 mit Wissen von Enver Pascha im Schwarzen Meer einliefen und russische Häfen bombardierten. In den beiden der Schwarzmeerschlacht folgenden Tagen verlangten die Staaten der Entente den Abzug der Deutschen. Der osmanische Staat dagegen lehnte diese Forderung ab, worauf der Krieg ausbrach. Nach diesem Vorfall ergriffen die Russen am 1. November an der kauka-sischen Grenze die Offensive. England dagegen erklärte am 5. November 1914 dem osmani-schen Staat den Krieg und erklärte zugleich, Zypern annektiert zu haben. Dieser Tag, an dem die Entente dem Osmanischen Reich den Krieg erklärte, war auch zugleich der Tag, wo Boden- und Grenzprobleme ihren Anfang nahmen. Der im späteren Verlauf durch das letzte osmanische Abgeordneten-Parlament erklärte Nationalpakt (Misak-i Milliye) basierte eben auf den an diesem Tag noch im Territorium des os-manischen Staates liegenden Grenzen. Auch bei den Friedensgesprächen von Lausanne griff die türkische Delegation in Bezug auf die Boden- und Grenzprobleme als Basis immer wieder auf dieses Datum und auf den Nationalpakt zurück. Da dieser „Pakt“ die Grenzen und Ziele der anzuwendenden Außenpolitik des „neuen türkischen Staates“ festlegt, stellte er die Infrastruktur für die abzuschließenden Abkommen und der Grenzdefinition dar. In diesem Kontext werden im ersten Teil dieser Arbeit die Gründe des Ersten Weltkrieges und die Lage des osmanischen Staates analysiert. Im zweiten Teil wird die Situation des osmani-schen Staates an verschiedenen Fronten während der Kriegsjahre behandelt und im dritten Teil in groben Zügen auf die Resultate des Krieges sowie die geschlossenen Verträge eingegangen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,7, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institute für Politikwissenschaften und Japanologie), Veranstaltung: Aufbaumodul Regierungslehre, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt zwei zentrale Thesen im politikwissenschaftlichen Diskurs über die Rolle von Parlamenten in der Außenpolitik, die Niedergangsthese und die Unvereinbarkeitsthese. Beide sehen den Einfluss der Parlamente auf die Außenpolitik als minimal an oder im Schwinden begriffen und beiden widerspricht das Konzept der „parlamentarischen Außenpolitik“ (engl. „parliamentary diplomacy“). Bislang wenig beachtet in der Politik-wissenschaft, stellt dieses Forschungsfeld einen interessanten Untersuchungsgegenstand dar, bietet es doch die Möglichkeit einen blinden Fleck beim Verständnis außenpolitischen Handelns zu tilgen, möglicherweise gar die Außenpolitik selbst um eine Dimension zu erweitern. Da sich alle bisherigen Forschungsarbeiten entweder auf nationale Parlamente beziehen oder aber nicht systematisiert sind, ist es umso interessanter das Europäische Parlament zu untersuchen, welches als überstaatliche Volksvertretung eines Staatenverbundes „sui generis“ formal sogar noch weit weniger Einflussmöglichkeiten auf die in großen Teilen intergouvernementalisierte EU-Außenpolitik hat. Betreibt das Europäische Parlament parlamentarische Außenpolitik und sind Tendenzen in der zukünftigen Entwicklung absehbar? Führt möglicherweise am Ende gerade dieser Intergouvernementalismus zu noch stärker ausgeprägten außenpolitischen Aktivitäten des Parlaments als im Nationalstaat?
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten, Note: 1,7, Universität Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist, zu zeigen, dass gut begründbar von einer Transnationalisierung des religiös motivierten usbekischen Terrorismus die Rede sein kann. Hierzu wird zunächst die theoretische Konzeption des transnationalen Terrorismus näher vorgestellt. Die zentralen Charakteristika dieses „neuen Terrorismus“, prototypisch verkörpert durch das islamistische Terrornetzwerk al-Qaida, werden in Abgrenzung zu „herkömmlichen“ Formen von Terrorismus erläutert und als Analysehilfsmittel greifbar gemacht. Anhand der herausgestellten Merkmale, wird im Weiteren der usbekische Jihadismus auf die Ausprägung dieser zentralen Wesenszüge des transnationalen Terrorismus untersucht. Hierzu wird innerhalb der einzelnen Merkmale chronologisch vorgegangen. Vom Aufkommen der islamistischen Bewegung „Adolat“ zu Beginn der 90er Jahre, bis zur „modernen“ Erscheinung der IJU, wird die Entwicklung der Ausprägung der einzelnen Merkmale zugänglich gemacht. Es wird argumentiert, dass der usbekische Jihadismus erst mit Auftreten der IJU eine Komponente aufweist, welche den theoretischen Annahmen des transnationalen Terrorismus vollständig entspricht. Zwar zeigt schon die IBU im Laufe ihrer Geschichte deutliche Anzeichen einer Internationalisierung, doch die Spezifika in Agenda, Ideologie, Mitgliederstruktur und Vernetzungsgrad mit anderen Gruppen werden erst durch die IJU zu Beispielen für die empirische Haltbarkeit der Annahmen über Charakteristika des transnationalen Terrorismus.
Masterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik, Note: 2,1, Freie Universität Berlin (Politik- und Sozialwissenschaften; Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU)), Veranstaltung: Öffentliches und betriebliches Umweltmanagement, Sprache: Deutsch, Abstract: Das bislang anhaltende Verkehrswachstum, die beharrliche Dominanz des motorisierten Individualverkehrs sowie die daraus resultierende und bis dato ungelöste Problematik der verkehrsinduzierten Umweltbelastungen weisen daraufhin, dass der deutsche Verkehrsbereich nach wie vor einem nicht-nachhaltigen Trend folgt. Bisher unzureichend gelöste Themen sind nach wie vor die wirksame Internalisierung externer Kosten sowie der Abbau von Wettbewerbsverzerrungen aufgrund ungleicher Kostenstrukturen der Verkehrsmittelalternativen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen auf den Treibstoffmärkten untersucht die vorliegende Arbeit das Reaktionsverhalten der Autofahrer auf steigende Kraftstoffpreise. Zudem werden mit Hilfe der Rational-Choice-Theorie subjektive Handlungsbarrieren, die den Umstieg vom Auto auf Verkehrsmittel des Umweltverbunds erschweren, analysiert. Die Untersuchung des Reaktionsverhaltens der Autofahrer auf steigende Kraftstoffpreise zeigt, dass eine Trendwende in Richtung mehr Nachhaltigkeit auch bei den derzeitigen Treibstoffpreissteigerungen nicht zu erwarten ist. Die meist gewählte Anpassungsstrategie der autofahrenden Haushalte besteht in der Kompensation der steigenden Mobilitätsausgaben durch Einkommenszuwächse oder mittels der Umschichtung des Haushaltsbudgets zugunsten ihrer Automobilität. Langfristig werden deutlichere Effekte bei der Neuwagenbeschaffung in Richtung umweltschonender Fahrzeugtechnologie erwartet. Das Ergebnis der Analyse der Handlungsbarrieren weist daraufhin, dass neben dem Pkw-Besitz die subjektive Wahrnehmung und Bewertung dominanter Verhaltensdeterminanten wie Komfort und Reisezeit bedeutende Handlungsrestriktionen hinsichtlich des Umstiegs vom Auto zum Umweltverbund darstellen. Die Kosten der Verkehrsmittelnutzung sind eher von geringer Bedeutung. Zusätzlich ist die individuelle Verkehrsmittelwahl im Alltagsverkehr im hohen Maße routinisiert. Vor allem der Pkw erlaubt dem Verkehrsteilnehmer ein Handeln ohne zu denken und entlastet somit den Autofahrer vom alltäglichen Entscheidungszwang. Des Weiteren zeigt die Untersuchung, dass die Rational-Choice-Theorie ein geeignetes Instrument zur Evaluation verhaltensbeeinflussender verkehrspolitischer Maßnahmen darstellt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan, Note: 1,7, Universität Trier, Veranstaltung: Proseminar: Typologie politischer Gewalt - Staatenkriege, Aufstände, Terroranschläge, OK, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit hat eine angemessene Einordnung der verschiedenen Ausprägungen der UÇK zum Ziel und soll dabei eine Antwort auf die Forschungsfrage, wie und warum sich das Akteursprofil der UÇK (Ushtria Çlirimtare e Kosoves) wandelte, geben. Um die Einordnung vornehmen zu können, sollen zunächst in einem ersten Teil der Arbeit Abgrenzungskriterien entwickelt werden, um terroristische Organisationen, Rebellenbewegungen, Kriegsherren und Kriminelle, im Zuge der so genannten „neuen Kriege“ voneinander unterscheiden zu können. Da sich nicht-staatliche Akteure, wie die UÇK, in der asymmetrischen Kriegsführung im Laufe eines Konflikts wandeln können, bietet dieser Ansatz zur Beantwortung der Forschungsfrage ein hohes Erklärungspotential, was eine ausführlichere Beschäftigung mit ihm notwendig und sinnvoll erscheinen lässt. Anschließend sollen die aus dem theoretischen Teil gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden, um die Wandlungsprozesse der UÇK deutlich zu machen. Da sich der Erklärungsansatz des Akteurswandels über die asymmetrische Kriegsführung eben auf den Kriegsführungsprozess an sich, als auf die Akteure rückwirkenden und sie verändernden Faktor bezieht, soll im empirischen Teil der Arbeit der Kriegsführungsprozess im Mittelpunkt stehen, auch wenn einzelne durch die Demilitarisierung der UÇK entstandene Strukturen in einem späteren Teil der Arbeit beleuchtet werden. Aufgrund des mangelnden Platzes wird auf aktuellere Entwicklungen im Kosovo weitestgehend nicht eingegangen, stattdessen soll den Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Aufstiegs eines nichtstaatlichen Akteurs, wie der UÇK, mehr Bedeutung beigemessen werden. Die Rolle, die dabei traditionelle Formen der sozialen Organisation und die Stärkung von Partikulargemeinschaften im Zuge des Aufstiegs der neuen Formen politischer Gewalt spielen, soll ausführlich auf die UÇK bezogen werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,0, Universität Augsburg, Veranstaltung: Environmental Simulation and Gaming, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit umreißt die politischen Ereignisse rund um das Thema Flüchtlinge nach dem Erstelldatum des Planspiels (Mai 2015) bis zur Abgabe der Arbeit (Juni 2016) und skizziert die politischen Tendenzen in den wichtigsten Ländern Europas. Das von der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg veröffentlichte Planspiel Festung Europa? stellt die Situation der Flüchtlingspolitik und der Zuströme von Geflüchteten bis Mai 2015 zusammenfassend vor. Es liefert umfassende Daten zur Entwicklung der Migrationsbewegungen und zum Anstieg der Flüchtlingszahlen der letzten Jahre. Außerdem stellt es die einzelnen Positionen der europäischen Länder mit Hinblick auf die Flüchtlingsthematik vor. In der vorliegenden Arbeit wird der Stand der Flüchtlingspolitik anhand von Zahlen der letzten vier Jahre im zweiten Kapitel zusammenfassend präsentiert, um auf dieser Basis die Entwicklungen der Flüchtlingskrise ab dem Sommer 2015 im dritten Kapitel zu erarbeiten. Darin werden die wichtigsten Gründe für den Anstieg der Flüchtlingszahlen in Europa dargestellt und in Kapitel vier zwei Diskussionspunkte aus dem zugrunde liegenden Planspiel herausgegriffen: die Problematik eines Verteilungsschlüssels und die Veränderungen im bestehenden Dublin-Verfahren. Das darauffolgende Kapitel behandelt weitere Veränderungen, die es seit Mai 2015 in der Flüchtlingspolitik gegeben hat, wie das EU-Türkei-Abkommen, Kontrollen an den Landesgrenzen und die Bewegungen entlang der Balkanrouten. Das vorletzte Kapitel zieht eine vorzeitige Bilanz der vorgestellten Flüchtlingspolitik und das letzte Kapitel beschließt die vorliegende Arbeit mit einem Fazit. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,0, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: SE: Private Formen politisch-militärischer Einflussnahme, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2005 gab es 249 politische Konflikte, wovon 74 vom Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung (HIIK) als Krisen mit sporadischem Gewalteinsatz und 24 als echte Konflikte mit massivem Gewalteinsatz klassifiziert werden. Es liegt auf der Hand, dass sich eine Organisation, die als Zusammenschluss von Nationalstaaten gegründet wurde, um die Menschheit „von der Geißel des Kriegs“ zu befreien, angesichts dieser Situation einige Fragen über Zukunftsperspektiven stellen muss und das auch getan hat. In unterschiedlichen Analysen taucht hierbei die Frage, wie mit privaten Militärfirmen umzugehen ist, ob sie als moderne Söldner abzustempeln sind, oder als aktive Partner bei der Bewältigung humanitärer Einsätze, immer wieder auf. Nach dem Reformvorstoß des ehemaligen UN-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali in seiner „Agenda for peace“ wurden die Reformansätze nach den Misserfolgen in Ruanda und Somalia zunehmend realistischer und verfolgten eine Politik der kleinen Schritte. Die beim Völkermord in Ruanda vom damals zuständigen stellvertretenden UN-Generalsekretär Kofi Anan abgegebene Erklärung ließ aufhorchen: “Als wir kampferprobte Soldaten brauchten, um Kombattanten und Flüchtlinge voneinander zu trennen, habe ich die Möglichkeit erwogen, eine Privatfirma zu engagieren. Aber vielleicht ist die Welt noch nicht bereit dazu, den Frieden zu privatisieren" . Die Präsenz der PMCs ist im Bereich aktiver militärischer Einflussnahmen in den letzten Jahren zurückgegangen und hat sich zunehmend auf den Bereich logistischer Dienste konzentriert. Dennoch ist ihr militärisches Potenzial für internationale Organisationen nicht zu unterschätzen, wie das Angebot der Northbridge Services Group Anfang des Jahres 2003 über die Ergreifung des liberischen Präsidenten und Kriegsverbrechers Charles Taylor deutlich macht. Die Frage über den Einsatz von PMCs bei Friedensmissionen auch im Bereich des peace-enforcement ist also keineswegs geklärt und weiterhin von Brisanz. Ich widme mich in dieser Arbeit der Frage, welchen Beitrag diese Firmen in Zukunft im internationalen Konfliktmanagement leisten können, und wie sie vielleicht einige der zentralen Probleme der bei der Jubiläumsfeier 1995 als „erfolgreiche Organisation mit Reformbedarf“ charakterisierten UNO lösen könnten. Der Fokus liegt bei militärischen Dienstleistungen, da logistische Unterstützung sowie Training und Ausbildungsaufträge bereits fester Bestandteil von UN-Einsätzen sind.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa, Note: 3, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Nationalismus und Demokratie, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Ich werde in meiner Hausarbeit am Beispiel der ehemaligen Jugoslawischen Republik „Mazedonien“ (von nun an: e.J.R.M) argumentieren, dass die wichtigsten Charakteristika einer Kulturnation - nämlich Sprache, Kultur, Religion und Abstammung - besonders nach 1944 von bestimmten Akteuren hervorgehoben wurden, um die Grundlagen einer „mazedonischen“ Nation zu unterstützen. Ich werde mich auf den Zeitraum von 1944 bis 2001 mit vier Abschnitten fokusieren: 1. Die Periode von 1944-1952, in der eine neue „mazedonische“ Sprache geschaffen bzw. kodifiziert wurde und kulturelle sowie wissenschaftliche „mazedonische“ Einrichtungen gegründet worden sind; 2. Der Abschnitt von 1967-1986, in dem eine „autokephale mazedonische orthodoxe Kirche“ (von nun an: AMOK) gegründet worden ist und eine national-orientierte Strömung für ein „freies, unabhängiges und vereinigtes Mazedonien“ entstanden ist. In den Verfassungen der Teilrepublik der jugoslawischen Föderation von 1974 und hauptsächlich von 1986 bekam die „mazedonische“ Nation offensichtlich eine besondere Stellung im Vergleich zu den anderen Nationalitäten des Staates. 3. Die Einführung der ersten Verfassung von 1991 nach der Unabhängigkeit der ehemaligen Teilrepublik bestätigt noch einmal und „etabliert“ die Dominanz der „mazedonischen“ Nation. 4. In Bezug auf die Kosovokrise und die Minderheitenprobleme wurde im Jahr 2001 eine neue Verfassung eingeführt, die klare Anzeichen dafür aufwies, die Kulturnation zu einer Staatsnation zu formieren. In dem heutigen unabhängigen Staat des ehemaligen Jugoslawiens hat nach dem Ende des zweiten Weltkrieges der Aufbau einer Nation begonnen, die Charakteristika einer Kulturnation beweist. Im Laufe der Jahre und durch Verfassungsreformen gab es aufgrund von inneren Konflikten zwischen den Völkern Versuche...
Essay aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Zeit, in der die Menschen der Auffassung sind, ihr Schicksal selbst bestimmen zu können, suchen sie nun auch das Glück auf eigene Faust. Aber was ist Glück? Erfahren wir Glück und Zufriedenheit durch materielle Werte, etwa eine Gehaltserhöhung, das neueste Mobiltelefon oder den Urlaub auf der eigenen Yacht – schlichtweg Erfolg, Besitz und Wohlstand? Oder besinnen wir uns auf die immateriellen Werte, wie Liebe, Freude und Freundschaft? Können wir Glück vielleicht nur erfahren, wenn wir uns von all diesen Bedürfnissen lösen? In Deutschland ist die Suche nach dem eigenen Glück zum Trend geworden. Glücksratgeber halten sich seit Jahren in den Bestsellerlisten, jeder strebt und sehnt sich nach dem eigenen Glück, hofft auf einen zufälligen Glücksmoment im eigenen Leben. Dabei wird eines ganz offensichtlich – Glück bedeutet für jeden etwas anderes. Und jeder erlangt sein Glück auf eigene Weise. Ist es im Sinne dieser modernen Subjektivierung des Glücks überhaupt möglich, Glück durch Politik bewirken zu wollen? Wenn Glück zum Staatsziel erklärt wird, muss dann nicht zunächst feststehen, was Glück bedeutet? Bhutan, eine kleine Nation im Herzen des Himalaya, misst als einzige auf dieser Welt das Bruttosozialglück, um den Fortschritt und die Zufriedenheit ihrer Bürger zu beurteilen.
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