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Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Soziologie - Methodologie und Methoden, Note: 2,0, Technische Universität Darmstadt (Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Gruppendiskussion und Focusgruppe handelt es sich um Diskussionen im Gruppenrahmen, die künstlich zu Forschungszwecken hergestellt werden. In dieser ausführlichen Arbeit wird sich mit beiden qualitativen Forschungsinstrumenten auseinandergesetzt und diese anhand ihrer Theorie, Geschichte und Aufbau miteinander verglichen. Zuerst wurde das Verfahren der Gruppendiskussion in den USA von Kurt Lewin in den 30er und 40er Jahren angewendet. Sein Erkenntnisinteresse als Sozialpsychologe lag aber auf „dem Gesichtspunkt des Führungsstils und der Reaktion der Gruppenmitglieder untereinander. Annahme war, daß Gefühle und Verhaltensweisen entscheidend durch soziale Gruppen beeinflußt werden“ (Krüger, 1983). Er versuchte für das Verhältnis von Individuum und Gruppe die Wirkungen und Wechselwirkungen verschiedener einzelner Variablen herauszufinden, d.h. z.B. für die Ausbildung gruppenintern verbindlicher Normen (vgl. Mangold, 1962). Die Erkenntnisse aus diesen Verfahren wurden in der angewandten Sozialpsychologie zur Meinungs- und Einstellungsbeeinflussung in Gruppen verwendet. Daneben wurde die Gruppendiskussion auch zur „Untersuchung der inhaltlichen Struktur von Meinungen, Einstellungen und Motiven neben oder gar anstelle von Methoden des Einzelinterviews nutzbar“ gemacht (Mangold, 1962). Sie wurde von der Markt- und Meinungsforschung recht bald aufgegriffen und „dabei diente sie der Vorbereitung von Verbraucherbefragungen und zur Untersuchung von Motivationsstrukturen bei Konsumenten“ (Lamnek, 1993). „Die Frankfurter (Pollock, Mangold) leiteten die Wende zur Berücksichtigung gruppenprozeßübergreifender Diskussionsergebnisse ein. Die hier ausgelöste Diskussion und ihr Diskussionsstand ist noch heute weithin anerkannter und gültiger Ausgangspunkt für den Gegenstandsbereich der informellen und öffentlichen Meinung und für die methodischen Vorzüge der Gruppendiskussion“ (Krüger, 1983). In Deutschland war es Pollock aus dem Frankfurter Institut für Sozialforschung, der die Gruppendiskussion Anfang der 50er zur Untersuchung der politischen Einstellung und des Bewußtseins der deutschen Bevölkerung anwendete. Sein Interesse war vor allem auf die Herausbildung einer nicht-öffentlichen Meinung durch Gruppenprozesse, aber auch auf die Reaktionen der deutschen auf das Dritte Reich bzw. deren psychische Abwehr gerichtet. [...]
Von der Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien werden erhebliche Auswirkungen auf , Struktur und Funktionsweise der Arbeitsmärkte erwartet. Im Rahmen einer repräsentativen quantitativen Betriebsbefragung wurden diese Erwartungen bestätigt. Die Bedeutung dieser Technologien für die externe und interne Arbeitskräfteallokation auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt ist ausgeprägt. Eine Segmentierung in Teilarbeitsmärkte besteht aber weiterhin.

Zwar hat der externe elektronische Teilarbeitsmarkt die größte Bedeutung, der interne Arbeitsmarkt spielt aber nach wie vor eine wichtige Rolle, er entwickelt sich tendenziell in einen unternehmensinternen Arbeitsmarkt. Elektronische Arbeitsnetze sind entgegen den Erwartungen von untergeordneter Bedeutung. Die durch sinkende Transaktionskosten erwartete Vermarktlichung von Teilarbeitsmärkten besteht bei einer Nutzung der neuen Technologien nicht wie erwartet.

Anhand einer konzeptionellen Unterscheidung von Koordinationsform und Organisationsform wurde gezeigt, dass die drei Koordinationsformen Wettbewerb, Hierarchie und Kooperation auf den externen Arbeitsmärkten ebenso existieren wie auf internen Arbeitsmärkten. Auf diesen Teilarbeitsmärkten besteht eine differenzierte Koordinierung, die nicht der in der Literatur prognostizierten Mehr Markt am Arbeitsmarkt entspricht. Die Studie zeigt, dass es empirisch und theoretisch weiterer Arbeiten bedarf, um eine Koordinationstheorie des Arbeitsmarktes zu etablieren, die die Kombination der drei Koordinationsformen auf den Teilarbeitsmärkten erklärt.
In relativ kurzer Zeit haben Open Source-Projekte als selbst organisierte, informale (Arbeits-)Netzwerke freiwillig Arbeitender, die durch eine rechtlich spezifische Lizenz ein „öffentliches Gut“ erstellen, neben kommerzieller Software eine hohe Bedeutung erlangt. In dieser Arbeit wird die Zusammenarbeit der Open Source-Mitarbeiter bei der Softwareentwicklung anhand einer qualitativen Fallstudie des Open Source-Projekts KDE analysiert, das eine grafische Benutzeroberfläche besonders für Linux erstellt. Als zentrale Fragestellung wird die Koordination in den Arbeitsprozessen des Projekts untersucht. Daneben wird auf den Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) auf die hoch virtuelle Zusammenarbeit der Softwareentwicklung eingegangen. In der Literatur ging man bisher davon aus, dass die Organisationsform Netzwerk (ähnlich wie in Unternehmen und Märkten) nur durch eine Koordinationsform, in diesem Fall Kooperation, bestimmt wird. In dieser Studie kann nachgewiesen werden, dass neben Kooperation auch Hierarchie und Wettbewerb als Koordinationsformen in bestimmten Teilprozessen der Softwareentwicklung eine manchmal auch bedeutende Rolle spielen. Ausgehend von diesem Befund werden erste Anstrengungen durchgeführt, eine Theorie der Koordination zu erstellen. Zugleich werden Hypothesen und Vermutungen über die Ausprägung und die Bedeutung der Koordinationsformen im Open Source-Projekt KDE anhand der Neuen Institutionenökonomie und des soziologischen Neo-Institutionalismus aufgestellt.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Zusammenwachsen der verschiedenen europäischen Länder zu einer Europäischen Union mit Blick auf die Globalisierung ist ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte. Dabei werden die entwickelten Arbeitsbeziehungssysteme der EU-Staaten beeinflußt und die Gewerkschaften somit gezwungen, ihre Arbeitsbeziehungen auf die europäische Ebene auszuweiten. Es existieren vier Ebenen der europäischen Arbeitsbeziehungen, die zentrale, sektorale, interregionale und die betriebliche Ebene, in denen Gewerkschafts- und Ar-beitgeberverbände in Beziehung treten oder treten können. In dieser Arbeit werden zwei Fragen bezüglich der Ebenen verfolgt. Die erste Frage behandelt den Unterschied und die Sinnhaftigkeit von Sozialdialogen oder Kollektivverhandlungen. Die zweite Frage untersucht die Ebenen auf ihre Chancen, daß zukünftig Kollektivverhandlungen ausgebildet werden. Diese Ebenen sind neu eingerichtet worden bzw. haben einen großen Impuls in den 90er Jahren bekommen. Trotzdem bestehen verschiedene Handlungsblockaden und Probleme. Aus diesem Grund werden die verschiedenen Ebenen nacheinander vorgestellt, wobei der zentralen als der wichtigsten und am weitesten entwickelten Ebene breiter Raum gewidmet wird. In diesem branchenübergreifenden Bereich werden am Anfang die europäischen Akteure mit großem Einfluß auf die europäischen Arbeitsbeziehungen dargestellt. Danach folgt die Beschreibung des Sozialdialogs mit der Darstellung seiner Probleme. Danach werden die anderen Ebenen nach vorhandenen und möglichen Sozialdialogen und Kollektivverhandlungen sowie nach Hindernissen untersucht. Am Ende dieses Textes werden dann die oben genannten Fragen mit Bezug zu den vorigen Kapiteln beantwortet. Im Anhang werden zusätzliche Informationen zur Geschichte und Struktur der EU sowie der europäischen Verbände gegeben.
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