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Komplettausgabe
Das meist diskutierte Politikwerk seiner Zeit. Auch heute noch missverstanden, umgedeutet, fehlinterpretiert und missbraucht.
Unsterblich in seinem verlegerischen Eifer wurde der französische Arzt Gustave Le Bon (1841-1931) durch ein Buch „Die Psychologie der Massen“ – Siegmund Freud und Max Weber zählten zu seinen Bewunderern. Aber auch Hitler und Göbbels sollen sich hier ihre Blaupausen zur Manipulation der Massen verschafft haben.
Le Bon kämpft mit den Waffen der Freiheit: Aufklärung und Intellekt - gegen die Barbarei der Masse, die, einmal auf den Weg gebracht, nichts aufhalten kann. Er beklagt den „außerordentlichen geistigen Tiefstand der Massen“, ihre Triebhaftigkeit, ihren Hass, ihre Wankelmütigkeit, ihre Manipulierbarkeit.
Die Politik als Theater, als Schauspiel, als emotionale Inszenierung war Le Bon zuwider. Als radikaler Demokrat, liberaler Freigeist, als Mensch der Vernunft musste Le Bon an den Auswüchsen der Jahrhundertwende 19/20 verzweifeln: Kriege, Massenpsychosen, Aberglauben, Rassenwahn allenthalben.
Prophetisch waren seine (nun über 100 Jahre alten) Worte zu den Massenmedien: „... Welches Blatt wäre heute reich genug, seinen Schriftleitern eigne Meinungen gestatten zu können? Und welches Gewicht könnten diese Meinungen bei Lesern haben, die nur unterrichtet oder unterhalten werden wollen und hinter jeder Empfehlung Berechnung wittern?...“ – Hört man daraus nicht das „Lügenpresse“-Grölen in Dresden?
Kein Buch zur politischen Welt war jemals so zeitlos.

Die Schar der Menschenschlächter umfasste ungefähr dreihundert Mitglieder und zeigte vollkommen die Grundform einer ungleichartigen Masse. Abgesehen von einer ganz geringen Anzahl gewerbsmäßiger Bettler, bestand sie namentlich aus Händlern und Handwerkern aller Art, aus Schustern, Schlossern, Perückenmachern, Maurern, Angestellten, Dienstmännern usw. Unter dem Einfluss der empfangenen Suggestion sind sie, wie der obenerwähnte Koch, völlig überzeugt davon, eine vaterländische Pflicht zu erfüllen. Sie üben ein doppeltes Amt aus, das des Richters und das des Henkers, und halten sich in keiner Weise für Verbrecher.

Null Papier Verlag
www.null-papier.de
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Richard Rorty – Politik und Pragmatismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem autobiografischen Essay „Wilde Orchideen und Trotzki“ aus dem Jahre 2000 skizziert der amerikanische Philosoph Richard Rorty den Weg seiner denkerischen Entwicklung vom infantilen Trotzkisten über die Platonliebe des Pubertierenden hin zum unorthodoxen Pragmatismus, in dessen Rahmen er heute für ein praxisorientiertes und säkulares Denken eintritt, welches in philosophischer Hinsicht den Objektivismus oder einen Glauben an nicht-weltliche Autoritäten rundweg ablehnt, und sich politisch der, mit dem deutschen Begriff der Sozialdemokratie zu charakterisierenden, Tradition Deweys verpflichtet sieht. Als vorrangigen Grund für die essayistische Retrospektive seines intellektuellen Werdegangs, welche en Gros an die eigenhändig gezogene Lebens- und Werksbilanz Friedrich Nietzsches im „Ecce Homo“ erinnert, gibt Rorty eingangs die Notwendigkeit einer politisch-philosophischen Rechtfertigung und einer damit einhergehenden Erklärung seiner Position an, die, vom intellektuellen Standpunkt her, „von der Rechten und Linken gleich weit entfernt“ sei. Während die konservative Kritik in bezug auf Rortys philosophische Argumente mit Ismen wie „Relativismus“, „Irrationalismus“ und „Dekonstruktivismus“ operiert, seiner „zynischen und nihilistischen Anschauung“ eine Untauglichkeit für die öffentliche demokratische Sprache attestiert und diese im Kampf gegen die Feinde der Demokratie für undienlich hält, so ist auch die Linke vom „Vokabular des Ironikers“ abgestoßen. Rorty, der sich zur solidarischen Initiative und zur Aktionsgebundenheit einer (von ihm) so genannten, bis in die 1960er Jahre existenten, „politischen Linken“ in der Nachfolge Whitmans und Deweys bekennt, subsumiert seine postmodernen sowie –marxistischen Kritiker unter dem Oberbegriff der „kulturellen Linken“ und etikettiert sie vorwurfsvoll mit den Siegeln „kontemplativ“ und „untätig“. Linke Gegner, wie Richard Bernstein, ordnen Rorty – entgegen seinem Selbstverständnis - dem Postmodernismus ironischerweise zu, werfen ihm den „Liberalismus eines kalten Kriegers“ vor, wohingegen Rorty selbst eben jenen vagen Terminus verwendet, um unter anderen den Politdenker und Linguisten Noam Chomsky zu brandmarken, der Amerika von einer faschistischen und korrupten Elite regiert sieht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,0, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Auswahl des Themas meiner Studienarbeit zur Lehrveranstaltung „Ethik“ war es mir wichtig, mit dieser Arbeit einen Bezug zu meiner bisherig erlebten Praxis in der Justizvollzugsanstalt darzustellen. Da ich in einer Frauenstrafanstalt tätig bin, war schnell entschieden, dass ich mich näher mit den Menschenrechten in deutschen Gefängnissen befassen möchte. Ich bin der Meinung, dass es zu diesem Thema viele unterschiedliche Meinungen gibt und ein Großteil der Gesellschaft die Ansicht hat, dass es in deutschen Gefängnissen zu Menschenrechtsverletzungen kommt, aufgrund der zahlreichen und oft auch falschen Darstellungen bezüglich der Behandlung von Gefangenen und ihren Rechten. Beispielsweise wird im Fernsehen wöchentlich die Serie „Hinter Gittern- Der Frauenknast“ ausgestrahlt, die meiner Ansicht nach keinen Bezug nimmt, wie es wirklich in einem deutschen Gefängnis abläuft, sondern sehr zu Übertreibungen neigt und die Realität in deutschen Gefängnissen so darstellt, als wenn es täglich im Umgang mit Inhaftierten zu massiven Verletzungen der Menschenrechte kommt. Bevor ich in der Vollzugsanstalt gearbeitet habe, hatte ich mich im gewissen Sinn an dieser Serie orientiert. Im Laufe meiner Praxisphasen habe ich schnell gemerkt, dass die Realität in einem Gefängnis ganz anders aussieht. Während meiner Tätigkeiten in der Vollzugsanstalt wird mir immer wieder vor Augen geführt, wie sehr die Gefangenen in ihrem Tun und Handeln durch Regeln eingeschränkt werden. Oft stelle ich mir die Frage, ob bei den Inhaftierten die Menschenrechte überhaupt berücksichtigt werden beziehungsweise welche Rechte die Gefangenen noch haben. Zu Beginn meiner Praxis habe ich jedoch immer wieder gedacht, dass die Betroffenen trotz ihrer Inhaftierung ein gutes Leben innerhalb der Anstalt führen. Sie haben einen geregelten Tagesablauf, bekommen ihr Abendessen und ihr Frühstück auf die Zelle und können bei allen auftretenden Fragen und Problemen Anträge schreiben oder direkt zu einer Vollzugsbeamtin oder einem Sozialarbeiter gehen. Doch mit der Zeit wurde mir immer bewusster, dass sie in ihren Rechten sehr stark eingeschränkt sind. Der gesamte Tagesablauf wird ihnen vorgeschrieben, so dass sie selbst nur wenig Freiraum haben zu entscheiden, welche Aktivitäten sie beispielsweise durchführen wollen. [...]
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Leserstimmen zum Buch


"Dieses Büchlein kann einem mit kleinen Mitteln schlagartig das Leben verbessern."
"...man liest wunderschöne, aber auch traurige Geschichten, die zum Nachdenken anregen."
"Dieses Buch hat meine Seele berührt und mich sehr nachdenklich gemacht."
"10 Ratschläge von Sterbenden, einfach zu befolgen und großartig in der Nachwirkung."
"Das Buch ist wirklich sehr interessant geschrieben und ich konnte mich oft mit mir selbst identifizieren."
"In diesem Text verbinden sich eine gute Beobachtungsgabe mit starken Erfahrungen. Empfehlenswert!"
"Ich habe ähnliche Bücher zu diesem Thema gelesen, aber dieses gehört meiner Meinung nach zu einem der Besten."
"Dieses Buch ist wirklich eines der schönsten Bücher die ich in letzer Zeit gelesen habe. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und mich zu Tränen gerührt."

strongÜber das Buch

Wir alle haben nur eine begrenzte Zeit auf Erden. Ist man jung, so glaubt man, die Ewigkeit erstreckt sich vor einem und für alles und jeden hat man unendlich viel Zeit. Im Lebensabend angekommen, stellen wir jedoch ernüchtert fest, dass Chancen ungenutzt blieben, falsche Entscheidungen getroffen wurden und aus Gewohnheit an ungeliebten Menschen oder Aufgaben festgehalten wurde. Wie wäre das Leben wohl verlaufen, hätte man eine andere Wahl getroffen...?
Madame Missou stellt Ihnen in diesem kleinen Buch Menschen vor, die ihre Vergangenheit am Ende des Lebens infrage stellen. Wieso habe ich nicht mehr an mich selbst gedacht? Wieso war ich nicht spontan und hatte immer so viel Angst? Warum habe ich mein Potenzial nicht ausgeschöpft und immer erst andere glücklich gemacht, ehe ich an mein eigenes Glück dachte? Oder war vielleicht doch alles gut so, wie es war?
Rückblickend betrachtet mag so mancher Entschluss falsch gewesen sein, aber wo sich eine Tür schließt, öffnet sich dafür eine andere. Das Leben ist nicht schwarz und weiß. Nicht jede Entscheidung war tatsächlich falsch, und verpasste Gelegenheiten werden nicht selten glorifiziert.
Was genau Sterbende bereuen und ändern würden, wenn sie noch einmal von vorne anfangen könnten, möchte Madame Missou in diesem kleinen Buch in rund 45 Leseminuten erläutern. Sie schickt einen kleinen Schmetterling auf Reisen, um verschiedene Männer und Frauen zu besuchen und an ihren Geschichten teilzuhaben. Die dabei erzählten Erlebnisse der Personen beruhen auf echten Begebenheiten. Es sind echte Berichte, Erlebnisse und Emotionen von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten. Fliegen Sie mit und begleiten Sie den Schmetterling auf seiner Reise zu diesen Menschen. Es wird Sie berühren...

emAus der Reihe "Madame Missou KOMPAKT - Wissen in 45 Minuten"
Buchumfang: Ca. 45 Minuten Lesezeit, 42 DIN-A4 Seiten, 75.000 Zeichen, 12.000 Worte

Reproduzierbarkeit von Fakten kennzeichnet eine Naturwissenschaft, die Unmöglichkeit, bis unendlich zu zählen, den Messprozess, das "Gesetz der großen Zahl" eine Statistik. Aussagen wie "Nichts kommt aus nichts, nichts geht verloren" liefern Erhaltungssätze. Bells eigene Auslegung seiner No-go-Theoreme führt dann unmittelbar zur Quantengravitation, deren Iteration zur Vereinigung sämrlicher Kräfte der Natur (" Neue Physik").

Diese Abhandlung umreißt die Logik von Quantengravitation und Neuer Physik, nicht so sehr ihre technischen Details - soweit sich dies überhaupt voneinander trennen lässt.

Thermodynamische Prinzipien zwingen uns 2 alternative Kanäle auf: Abgeschlossene Systeme ergeben den Reaktionskanal mit Wahrscheinlichkeitserhaltung, offene Systeme den dynamischen Kanal. Kausalität beherrscht den offenen Kanal, Verschränkung den Reaktionskanal. Paritäten bilden den Schlüssel zum Verständnis eines Schwarzen Loches frei von Singularitäten.

Raum, Zeit und Masse lassen sich als 2-Quant-Eigenschaften aus den Nicht-Valenzteilen von Teilchen abzählen; Higgs ist überflüssig. Das Spektrum stabiler Teilchen wird aus der Darstellung unseres statischen Multiversums hergeleitet. Dessen Universen gaukeln uns als seine Komponenten die Illusion von Bewegung vor (Art Daumenkino).

Lagrange-Formalismus und kanonische Quantisierung erweisen sich als klassische Sackgassen überholter Zeiten. Die Fülle positiver Ergebnisse, wie z.B. die korrekt berechnete Feinstrukturkonstante, sprechen zugunsten der Neuen Physik, das komplette Fehlen "gebrochener" Quantenzahlen für ihr tiefer greifendes "Verständnis" der Natur.

Einsteins revolutionäre Ideen zur Physik krankten an seiner rudimentären Kenntnis in der Mathematik außerhalb der Differenzialgeometrie. Die Invarianten seiner Allgemeinen Relativitätstheorie hat er nie erkannt, seine "Weltformel" nie formulieren können.

So blieb seine Grundgleichung unscharf und unvollständig; sie berührt nur eine der Invarianten. Die anderen hat er komplett übersehen. So wird seine Beschreibung in der Umgebung starker Massen grob falsch: Die Rotation der Sterne um das Zentrum der Milchstraße widerspricht seiner Gleichung; die Beschreibung eines Schwarzen Loches gelingt ihm überhaupt nicht. Zur Schein-Rettung seiner Gleichung erfand man nachträglich eine "Dunkle Materie".

Die "Dunkle Energie" hatte Einstein unbeabsichtigt mit seiner "kosmologischen Konstante" ermöglicht. Nicht gewusst hatte er jedoch, dass diese keine "Konstante" war sondern eine Variable. Ein Rätsel blieben ihm und seinen Nachfolgern bis heute deren Herkunft und Zusammensetzung.

Prinzipiell richtig hingegen lag er mit seinen Überlegungen zu den "Verborgenen Parametern", die Bell vorschnell gemeint hatte, mit seinen No-go-Theoremen verwerfen zu können, dann aber über seinen "absoluten Determinismus" doch wieder hatte zulassen müssen. Letztendlich eröffneten sie den Weg über die Quantengravitation zur Neuen Physik, die all jene Probleme bis hin zur Quantisierung von Einsteins gekrümmter Raumzeit und zur Nicht-Valenzstruktur der Materie in recht einfacher Weise löst. Völlig zwanglos ergibt sich auch die 4-Dimensionalität von Raum und Zeit, das Quark Confinement und der (korrekte) numerische Wert der Feinstruktur-Konstante.

Diese Arbeiten des Autors zur Quantengravitation sind exklusiv; mangels zündender Lösungsideen arbeitet nämlich niemand sonst echt daran. Der Autor hat diese harte Nuss geknackt.

Philosophie wäre keinen Pfifferling wert, widerspräche sie den Naturwissenschaften; das gleiche gilt für die Wissenschaften, stünden sie im Konflikt mit der Natur. Der Anspruch der Naturwissenschaften besteht darin, die Natur abzubilden. Zur Konsistenz umreißt der Autor hier also die letzten Grenzen, über die die Grundlagenphysik derzeit verfügt.

Die vorliegende Schnittstelle von der Physik zur Philosophie gründet sich auf Erkenntnissen aus der Quantengravitation, der konsistenten Vereinigung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie mit Plancks Quanten und Gell-Manns Quarkmodell. Die Quantisierung von Einsteins krummliniger Raumzeit liefert eine vollständig neuartige Ebene "verborgener" Strukturen weit unterhalb der von Quarks und Leptonen. In Übereinstimmung mit Bells No-Go-Theoremen führt dies zur Aussage, dass unsere Welt in ihrem Innersten "absolut" deterministisch sein sollte: Das Postulat eines freien Willens widerspricht strikt den Regeln der Natur - falls solche überhaupt existieren.

All die großen Rätsel jüngster Forschung - von der dunklen Materie, der dunklen Energie, der kosmischen Inflation, der Zusammensetzung der kosmologischen Konstante usw. bis hinunter zum Quark-Confinement und dem Wert der Feinstrukturkonstante - sind gelöst; das Innere eines Schwarzen Loches wurde berechnet. Die Natur gibt ihre letzten Geheimnisse preis.

Der Laie, der in die Tiefen gegenwärtiger Erkenntnis vorstoßen möchte, ist gut beraten, sich bei der Aufnahme all jener spannenden Fakten, die uns die Natur anbietet, einige Muße zu gönnen.

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,7, Technische Universität Berlin (Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte), Veranstaltung: Lektüre von zentralen Texten der Wissenschaftsgeschichte des 17. und 18. Jh., Sprache: Deutsch, Abstract: Vieles was unser tägliches Leben bestimmt wird durch Wissenschaft begründet. Die Anwendungsmöglichkeiten von Technologie, bemerkenswerte Entdeckungen und bisweilen Lebensinhalt definieren sich durch Wissenschaft. Viele Menschen verwenden wissenschaftliche Begriffe, Definitionen und Erkenntnisse zusammen mit dem Geltungsanspruch der Vernunft, um Interessen durchzusetzen oder den (ihrer Ansicht nach) fundamentalen Bedeutungsgehalt ihres Standpunktes zu artikulieren. Die zu differenzierende Bedeutung und die Interpretationsschwierigkeiten wissenschaftlicher Erkenntnis werden nicht wahrgenommen und sind aus dem Bewusstsein vieler Menschen völlig verschwunden. Richard P. Feynman äußerte sich während eines Vortrages 1963 an der Universität Washington dazu anhand eines aus dem alltäglichen Leben aufgegriffenen Beispieles: „[...] Nicht jeder, der Zeitung liest braucht jeden einzelnen Artikel zu verstehen, der abgedruckt ist. Manche Leute interessieren sich nicht für Wissenschaft. Andere schon. Zumindest könnten sie auf diese Weise herausfinden, was das alles bedeutete, anstatt darüber aufgeklärt zu werden, man habe ein atomares Teilchen verwendet, das aus einer Maschine abgefeuert worden sei, die sieben Tonnen wiege. Ich kann diese Artikel in der Zeitung einfach nicht lesen. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll, was da drinsteht. Nur weil sie sieben Tonnen wiegt, ist mir noch lange nicht klar, um was für eine Art Maschine es sich handelt. Man kennt mittlerweile zweiundsechzig Teilchenarten, und ich würde ganz gerne wissen, von welchen er spricht.“ Die Schwierigkeit liegt nicht darin möglichst alle Details eines Sachverhaltes darzulegen, sondern Zusammenhänge zu erklären, die einem das Verstehen ermöglichen. Sonst begreift man die Natur nur noch über physikalische Definitionen. Die großen Entdecker und Forscher der Menschheit haben oft ihr ganzes Leben gebraucht um ein Naturgesetz zu formulieren. Ihre damalige Gedankenwelt bleibt einem heute oft verborgen und man reduziert das Lebenswerk großer Entdecker nur noch auf eine Formel. Doch so besteht die Natur nicht aus dieser Formel, sondern versucht die Natur zu beschreiben. Die physikalische Theorie ist eben nicht von Natur aus gegeben, sondern vom Menschen formuliert. Wie konnte es soweit kommen, dass man Physik und Natur nur noch als mathematisches Konstrukt identifiziert? Wie entwickelte sich die mechanistische Interpretation der Newtonschen Mechanik?
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 15 Punkte, Friedrich-Wilhelm-Gymnasium,Trier (-), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Macht der Sprache – ein mächtiges Werkzeug für die, die es geschickt einsetzen können. Wenn Sie das Wort „Wirtschaft“ lesen, assoziieren Sie es heute wahrscheinlich sofort mit dem Wort „Krise“. Das war vor einigen Jahren vielleicht nicht so. Vielleicht dachten Sie bei „Wirtschaft“ vor mehreren Jahren noch an einen großen Erfolg in Ihrem Berufsleben. Assoziationen ändern sich – wenn es denn einen Anstoß dazu gibt. Doch manche Wörter werden mit Bedeutungen behaftet und diese werden oft nicht mehr hinterfragt. Sie schwingen mit dem Wort mit und schweben in der Luft, sobald es ausgesprochen wird. Nach einiger Zeit sind diese Assoziationen, diese verborgenen Bedeutungen des Wortes, gar so mächtig, dass sie den eigentlichen Begriff ersetzen. Diesen Prozess rückgängig zu machen ist fast unmöglich, je nachdem wie lange der Begriff von diesen Assoziationen überlagert wird. Das Beispiel, auf das es mir in folgendem ankommt ist der Begriff „Kommunismus“ – der vielleicht missverstandenste Begriff der Neuzeit. Woran das liegt, ist die feste Überzeugung der Mehrheit zu wissen, ohne wirklich zu wissen; etwas hinzunehmen und nicht mehr zu hinterfragen. So lernen die Menschen diesen Begriff in Verbindung mit dem Kalten Krieg, mit Enteignung und Diktatur. Und so wird dieses Wort geprägt. Und niemand fragt sich, was es eigentlich bedeutet, weil jeder meint, es bereits zu wissen. Dieses Missverständnis gilt es hier zu erläutern. Ich werde zeigen, wie Karl Marx den Kommunismus definierte, und anhand des Beispiels der UdSSR erläutern, wie die Versuche der Realisierung des Kommunismus in staatlichen Systemen aussahen und schließlich untersuchen, wie viel diese Umsetzungsversuche tatsächlich mit Karl Marx zu tun hatten. Es soll gezeigt werden, dass das wahre Gesicht des Kommunismus etwas ist, mit dem sich viele identifizieren, dem viele zustimmen würden... ...wenn denn der Begriff mit seiner dunklen Vergangenheit selbst nicht wäre, der die Menschen davor zurückschrecken lässt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen (Fachbereich 1, Institut für Philosophie), Veranstaltung: Philosphie des 20. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie kaum ein Philosoph seines Zeitalters hat der am 15.10.1844 in Röcken geborene Friedrich Wilhelm Nietzsche eine polarisierende Wirkung auf seine Exegeten. Die Meinungen oszillieren zwischen Abstoßung und Bewunderung. Seine Biographie und sein Werk übten einen großen Einfluss auf Literatur, Philosophie und die Psychologie aus. In der Literatur inspirierte er u.a. Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig, Heinrich Mann, Thomas Mann, Gottfried Benn und Hermann Hesse. Unter den Philosophen erstreckte sich sein Einfluss auf u.a. Martin Heidegger und Karl Jaspers, wie auch auf die Psychologen Sigmund Freud, Ludwig Klages und Carl Gustav Jung. Der Grund warum Nietzsche so umstritten ist, liegt in erster Linie in seiner Wirkungsgeschichte. Die Nationalsozialisten griffen seine Gedanken vom „Willen zur Macht“, der „Herrenmoral“ missbräuchlich auf und politisierten diese in propagandistischer Weise. Systematisch betrachtet lässt sich seine Philosophie in drei Phasen einteilen [...]. Die vorliegende Arbeit hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kritik Nietzsches an der metaphysischen Moral aus der Formel Gott ist tot! herauszuarbeiten und zu überprüfen, ob der daraus resultierende Immoralismus konsistent durchdacht ist. Hierzu wird im ersten Schritt die oben erwähnte Demontage der Moral in Nietzsches Spätschriften "Jenseits von Gut und Böse" (1886) und "Zur Genealogie der Moral" (1887) dargestellt. Da die Kritik am Christentum ein wichtiger Bestandteil für die Kritik an der metaphysischen Moral ist, wird im folgenden Kapitel darauf Bezug genommen werden. Nachstehend widmet sich die vorliegende Arbeit der Kritik der metaphysischen Moral selbst. Den drei zentralen Gedanken „ewige Wiederkehr“, „Wille zur Macht“ und „Übermensch“ kann kein Platz eingeräumt werden, da sonst der Rahmen dieser Ausarbeitung gesprengt werden würde. Was jedoch unbedingt für das Verständnis Nietzsches mit in die vorliegende Erörterung in Betracht gezogen wird, ist der Gedanke der „ewigen Wiederkehr“. Dieser bildet m.E. das konstruktive Zentrum, respektive das Fundament Nietzsches Philosophie und wird daher ein Unterkapitel dieser Arbeit bilden. Im letzten Kapitel – der Schlussbetrachtung – werden abschließend die vorherigen Ausarbeitungen evaluiert werden.
No single theoretician provoked a greater tradition of the reception of his thought throughout changing times and across diverse cultures than did Aristotle, and so Hegel, who calls him the ‘teacher of the human race’, well describes the man known for ages simply as ‘the philosopher’. The present volume examines from a philosophical-historical standpoint the intellect-theory of De Anima III 4-5, which stands in the center of the Aristotelian system and composes one of the most provocative Aristotelian theories. It concentrates on the critical engagement with Aristotle’s conception of nous in Theophrastus and his colleagues (Dicaearchus, Aristoxenus) and students (Demetrius of Phaleron, Menander, Erasistratus) in the Peripatos as well as in the Academic, Socratic, Epicurean and Stoic schools. The analysis of the relevant texts leads to a new assessment of Theophrastus’s philosophical-historical significance in the Aristotelian tradition and documents that in early Hellenism the Aristotelian theory itself played a surprisingly limited role, so that the loss of the original Aristotelian manuscripts as reported by Strabo and Plutarch — a matter hotly debated in recent studies — was of only marginal importance.Kein Theoretiker provozierte über eine ähnlich lange Zeitspanne eine so intensive, kontinuierliche und multikulturelle Rezeption wie Aristoteles. Die Geschichte der Philosophie verlangt es daher geradezu, unter der Perspektive der ebenso konstanten wie vielgestaltigen Auseinandersetzung mit “dem Philosophen” analysiert zu werden. Den geeignetsten Kristallisationspunkt hierfür stellt die in “De Anima” G 4-5 präsentierte Nous-Theorie dar, denn zum einen stand sie im Zentrum des aristotelischen “Systems”, zum anderen handelt es sich bei ihr um die mit gröîter Kontinuität, höchster Intensität und unterschiedlichsten Resultaten rezipierte philosophische Theorie überhaupt.
Der vorliegende Band thematisiert, im Anschluî am die “Topographie” der aristotelischen Noetik, die frühhellenistische Resonanz. Den ersten Schwerpunkt bildet Theophrasts philosophisch-kritische Auseinandersetzung mit der Nous-Konzeption seines Lehrers, den zweiten die “De Anima”-Rezeption in der damaligen Philosophie-Szene, die im wesentlichen durch drie Gruppen konstituiert wurde: Theophrasts Kollegen im “Peripatos” (Dikaiarch, Aristoxenos); Theophrasts eingene Hörerschaft (Demetrios v. Phaleron, Menander, Erasistratos); und die zahlreichte philosophische Konkurrenz: die “Akademiker”, “Sokratiker”, und die Schulen Epikurs bzw. Zenons. Die Analyse der relevanten Texte führt erstens zu einder grundsätzlichen Neubewertung der philosophiehistorischen Position Theophrasts. Zweitens dokumentiert sie, daî die aristotelische Theorie entgegen der heutigen opinio communis gerade im Frühhellenismus eine erstaunlich bescheidene Rolle spielte. Rezeptionsgeschichtlich kommt dem von Strabon/Plutarch berichteten und in der neueren Forschung heiîdiskutierten Verlust der aristotelischen Originalmanuscripte deshalb allenfalls eine sekondäre Bedeutung zu.
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