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Examensarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Technische Universität Berlin, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit soll zeigen, dass der Wald und die Bäume in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm eine besondere Rolle spielen. Es geht darum, die Funktion der Bäume und des Waldes in den Märchen darzustellen. Unter diesem Aspekt habe ich alle Märchen der Gebrüder Grimm einer Analyse unterzogen. In der Arbeit geht es einerseits um die Frage, ob es in den Grimmschen Märchen tatsächlich überwiegend einen dunklen, bösen Wald gibt oder nicht. Woran liegt es, dass der Wald überwiegend dunkel und böse wirkt? Andererseits geht es mir um die Frage, welche Rolle die Bäume in den Märchen spielen. Sind sie nur passive Helfer der Märchenhelden oder können sie aktiv ins Geschehen eingreifen? Welche Funktion der Wald und die Bäume in den Märchen haben, wird im Verlauf der Arbeit verdeutlicht werden. Zum Thema gibt es keine spezielle Literatur, deswegen werde ich in erster Linie mit den Märchen arbeiten und dabei einen intensiven Blick auf die Rolle der Bäume und des Waldes in der germanischen Mythologie, der deutschen Volkskunde und der Kulturgeschichte werfen. Anhand einer ausführlichen Textanalyse und -interpretation werde ich die Märchen in Bezug auf die oben angeführten Fragen untersuchen. Es geht mir um „die Bäume in den Köpfen, der Haltung der Früheren zu den Bäumen, deren stets wechselnde und doch immer vorhandene Rolle im Bewusstsein, in der Phantasie: in Religion und Mythos, in Poesie und Kunst, im Denken und Fühlen“. Welche Bedeutung Wald und Bäume in der Kulturgeschichte haben und wie sich das in den Märchen niederschlägt, wird bei der Analyse der Märchen im Einzelnen deutlich werden. Ich verwende die Ausgabe letzter Hand. Wenn es diese Märchen in der Urfassung auch schon gab, zusätzlich auch diese, um deutlich zu machen, was seit der Urfassung verändert wurde. Bevor die Texte analysiert werden, schicke ich einen kurzen Abriss des Lebens und Wirkens der Brüder Grimm voraus, der es einem erleichtert zu verstehen, wie die Brüder Grimm an die Märchen herangegangen sind. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Proseminar "Lanzelet" SS 2008, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: (...) Deutlich wird hier die erfundene âventiure als Transmitter einer höheren, moralisch- erbauenden Weisheit präsentiert. Der Wert von Literatur wird dabei ausdrücklich über ihr belehrendes Potential und die durch sie erfolgende charakterliche Besserung des Rezipienten definiert. Problematisch erscheinen vor diesem Hintergrund dann aber solche Erzählungen, bei denen das Publikum nicht mehr zwischen Ernst und Ironie, Fiktion und Wirklichkeit, Didaxe und Belustigung unterscheiden kann. Genau dies scheint aber dem Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven lange zum Verhängnis geworden zu sein. Je nach zeitgenössischem Gusto verherrlichte man ihn als neue Form der Tugendlehre im Sinne der Werke eines Thomasin oder Gregorius, oder man verurteilte ihn als frappierend inhaltsloses und zudem stilistisch defizitäres Imitat der Artusepik Hartmann’scher bzw. Crétien’scher Prägung. Die vorliegende Analyse sieht ihr Ziel darin, die Position des Lanzelet im Spannungsfeld von delectare und prodesse anhand der Ausgestaltung der Erzählerrolle neu zu bestimmen. Dabei sollen zuerst Einzelcharakteristika wie die aphoristischen Sinnsprüche, die Erzählerkommentare sowie die narratologische Präsentation des Helden eine genauere Untersuchung erfahren. Im Folgenden seien dann die Einzeldiagnosen durch die Diskussion der Fiktionalitätsfrage und in der Darstellung der divergierenden Forschungsansätze exemplarisch zusammengefasst. Schlussendlich soll auch der Versuch einer ganzheitlichen Zusammenschau der festgestellten Ergebnisse eine neue Sichtweise auf die Ausgestaltung des mittelalterlich- literarischen Moral- und Wertediskurs eröffnen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Technische Universität Berlin (Germanistik), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Don Juan Max Frischs hat eine neue Grundkondition: „Ich liebe. Aber wen?“. Er liebt sich zunächst einmal selbst, ist ein Narziss wie Tirso de Molinas oder Molières Don Juan. Der Don Juan Frischs erlebt allerdings eine Art Identitätskrise, die er bewusst auslebt. Seine Liebe ist ziellos auf jeden gerichtet, sie macht auch vor seinem Freund Roderigo nicht Halt, nur weiß er nicht, was er mit ihr anfangen soll. Ein pubertierender Don Juan demnach, denn der zerstörerische Trieb, den seine literarischen Vorgänger hatten, fehlt ihm. Tirsos und Molières Don Juan konnten ihre Lebensgrundlage aus der Triebbefriedigung ziehen. Sören Kierkegaard zufolge ließe sich noch differenzieren, ob sie je nach Reflexionsvermögen als Betrüger oder als Verführer agierten: „Von Don Juan muss man den Ausdruck Verführer mit großer Vorsicht gebrauchen, (...) weil er überhaupt nicht unter ethische Bestimmungen fällt. Ich möchte ihn aber lieber einen Betrüger nennen (...). Um Verführer zu sein, bedarf es stets einer gewissen Reflexion und Bewusstheit (...). An dieser Bewusstheit fehlt es Don Juan. Er begehrt, und diese Begierde wirkt verführend; insofern verführt er.“ Ihr Lebensprinzip infrage zu stellen, war ihnen unmöglich: „Ich fühle in mir die Kraft, die ganze Welt zu lieben, und wie Alexander wünschte ich, es gäbe noch eine andere Welt, auf der ich meine Liebeseroberungen ausdehnen könnte.“
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2, Technische Universität Berlin (Germanistik), Veranstaltung: HS Albrechts von Scharfenberg "Jüngerer Titurel", Sprache: Deutsch, Abstract: Der „Jüngere Titurel“ ist um 1270 entstanden. Wahrscheinlich hat ihn Albrecht von Scharfenberg geschrieben. Albrecht, der wie alle seine Zeitgenossen selbst nie in Indien war, beschreibt im „Jüngeren Titurel“ ein Bild Indiens, das in sich geschlossen und räumlich vorstellbar wird. Niemand wusste wirklich etwas über Indien, dieses Land am Ende der Welt. Alle Informationen, die man zu Zeiten Albrechts hatte, entstammten dem literarisch-tradierten Bildungswissen und den lateinischen oder landessprachlichen Alexanderromanen. Nicht nur gelehrte Geographen und Kartographen beschäftigten sich mit dem Sammeln und Ausphantasieren von Nachrichten und Gedankenbildern des fernen Orients, die Beschäftigung damit gehörte zum Zeitgeist und war ein prägendes Moment der poetischen Vorstellungswelten. Durch die Kreuzzüge des 12. Jahrhunderts war das Interesse am Orient geweckt worden. Das Scheitern der Kreuzzüge im 13. Jahrhundert zwang zum Nachdenken über die Vergleichbarkeit zwischen Ost und West, weil die Christianisierung im Orient nicht wie geplant verlaufen war. Die Erwartungen und Vorstellungen über den fernen Orient waren mit Ängsten, aber auch mit Hoffnungen verbunden. Auf den Mappae mundi, den Weltkarten des Hohen Mittelalters, ist der Orient fast durchweg die oberste und somit vornehmste Erdregion. Für den mittelalterlichen Menschen war Indien das Land, das an das Paradies grenzte. Die Zeit, in der Albrecht den „Jüngeren Titurel“ schrieb, war geprägt vom Interregnum, von Kaiser und Gegenkaiser. Nach dem Tod Kaiser Friedrichs II. entzündete sich der Streit zwischen Imperium und Sacerdotium. Das Reich drohte, durch die vereinzelten Machtansprüche der Fürsten zu zerfallen. Es war in zwei Lager gespalten, das eine war für die Gewaltenteilung, das andere für den Papstkaiser. Mit den politischen Wirren wuchs die Sorge um die jenseitige Glückseligkeit, es herrschte Endzeitstimmung. Die Sehnsüchte der Menschen waren groß, die Kenntnisse gering, und der Phantasie waren beinahe keine Grenzen gesetzt. Albrecht bediente im „Jüngeren Titurel“ diese Sehnsüchte und bot zusätzlich eine Gesamtlösung der Probleme der mittelalterlichen christlichen Welt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Kunst hat die Tendenz wieder die Natur zu sein. Sie wird sie nach Massgabe ihrer jedweiligen Reproduktionsbedingungen und deren Handhabung“. Mit diesem von Arno Holz so formulierten „Kunstgesetz“ ist die Auffassung, Sprache sei ein bloßes Reproduktionsmittel, das eine unverstellte Darstellung der Geschehnisse mehr hemmt als ihr förderlich zu sein, untrennbar verbunden. Für zeitgenössische Kritiker war dies wahrlich „schwere Kost“. Eine konsequente Umsetzung wurde anfangs aus stilistischen Prinzipien abgelehnt oder für unmöglich gehalten. 1889 legte Arno Holz in dem Werk Neue Gleise sieben, in Zusammenarbeit mit Johannes Schlaf entstandene, Prosaskizzen vor. Waren dies die Resultate einer ungebrochenen Umsetzung solcher Stilprinzipien? Schnell entbrannte darüber ein immenser Gelehrtenstreit. Die dieser Interpretation zu Grunde liegende Skizze Papa Hamlet erregte dabei besonderes Aufsehen. Inhaltlich scheint sie mehr ein Verlegenheitswerk zu sein: Ein alternder, verarmter Schauspieler kann sich in der Realität nicht zurechtfinden, erschlägt im Affekt seinen Sohn und stirbt schließlich im Alkoholrausch. Auf sprachlicher Ebene aber etabliert Holz eine neue Darstellungsart, die, glaubt man seinen Kritikern, entweder den Weg in die Zukunft oder den in die Steinzeit weise. Die vorliegende Arbeit soll vor dem Hintergrund dieser Wertungen die Funktionalität von Sprache in Papa Hamlet näher beleuchten. Erscheint sie tatsächlich nur als grobes Mittel Bild und Abbild zur vollständigen Deckung zu bringen, oder flechtet Holz vielleicht in der Art der „Reproduktion“ weitere Bedeutungsebenen mit ein? Zur vollständigen Klärung dieser Frage werden zuerst die wörtliche Figurenrede und die Besonderheiten der Erzählersprache untersucht; besondere Berücksichtigung findet dabei die Sprache des verarmten Schauspielers Niels Thienwiebel. Hiernach sollen die im Vorangegangen festgestellten Phänomene auch auf den Berichtsstil der Gegenstands- und Naturdarstellungen übertragen werden. Den Abschluss der Betrachtungen wird ein kurzer Blick auf die sprachliche Ausformung des letzten Kapitels bilden.
English:
This book is for all learners of German who love to read and who would like a simple, effective and enjoyable way to improve their German language skills. The short story and the explanations are written in German and suitable for learners who have good basic knowledge of Level A2 and upwards. The book can also be used as a complementary preparation for the B1 exam.
The book has three parts:
1. The easy short story with translations for difficult or important words in English and Japanese
2. Konjunktiv 2 (subjunctive / conditional): Form and use, explanations of passages from the story, tests with solutions
3. Verbs with fixed prepositions: Explanations, tips and tests with solutions
* Lively dialogues from everyday life
* Pictures to support the reading comprehension
* Audio book, more exercises and tips on the author's website
Tagline:
Tim is living in Germany and is learning German at a language school. One day, he believes that his classmate Jeanice wants more than just a simple friendship from him.

Deutsch:
Dieses Buch ist für alle, die gerne lesen und die auf eine einfache, effektive und angenehme Weise ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen. Die Kurzgeschichte und die Erklärungen sind auf Deutsch geschrieben und für Lerner mit guten Grundkenntnissen ab Niveaustufe A2 geeignet. Das Buch kann auch als ergänzende Vorbereitung auf die B1 Prüfung benutzt werden.
Das Buch hat drei Teile:
1. Die Geschichte: Mit Fußnoten für schwierige oder wichtige Wörter auf Englisch und Japanisch
2. Konjunktiv 2: Form und Gebrauch, Erklärungen der Textstellen, Tests mit Lösungen
3. Verben mit festen Präpositionen: Erklärung, Gebrauch, Tipps und Tests mit Lösungen
* Lebendige Dialoge aus dem Alltag
* Bilder unterstützen das Leseverstehen
* Hörbuch, weitere Übungen und Hinweise auf der Homepage des Autors
Handlung:
Tim lebt in Deutschland und lernt in einer Sprachschule Deutsch. Eines Tages glaubt er, dass seine Mitschülerin J
Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 103 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Literatur- bzw. generell in der Medienlandschaft spricht man in den letzten zehn Jahren von einem regelgerechten „Erinnerungsboom“. Plötzlich sind auch Themen von Interesse, die zuvor weniger Berücksichtigung fanden, zumindest auf offizieller Ebene. Im Zusammenhang dieser Arbeit möchte ich von „blinden Flecken“ sprechen, von Leerstellen im Geschichtsbewusstsein, die nach und nach an die Oberfläche der Erinnerungskultur transformiert werden. Neben den Themenkomplexen „Flucht und Vertreibung der Deutschen während des "Zweiten Weltkrieges"“, „Bombardierung der deutschen Städte und das Leid der Zivilbevölkerung“ sowie die „Erfahrungen von Soldaten während der Kriegsgefangenschaft“ sind die „Rolle der Wehrmacht im Regime des Nationalsozialismus“ und die „Erfahrungen der Nachkriegsgeneration in der Zeit des "Wirtschaftswunders"“ zu den „blinden Flecken“ im Geschichtsbewusstsein zu rechnen, welche nun allmählich von der deutschen Erinnerungskultur entdeckt werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich aus literaturwissenschaftlicher Perspektive mit der (Re-)Konstruktion von Vergangenheit. Untersucht werden soll, wie in der aktuellen Literatur (der älteste der untersuchten Romane stammt von 1998) „blinde Flecken“ in der Vergangenheit der deutschen Geschichte dargestellt bzw. der Wahrnehmung zugeführt werden. Anhand der Romane „Am Beispiel meines Bruders“ von Uwe Timm, „Unscharfe Bilder“ von Ulla Hahn und „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich Treichel werden unterschiedliche thematische Schwerpunkte der jüngsten deutschen Literatur beleuchtet, die die These vom „Paradigmenwechsel in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik“ (aufgestellt vom Sozial- und Kulturwissenschaftler Harald Welzer) untermauern. Ob sie jedoch im Zusammenhang mit der Transformation der Täter- in eine Opfergesellschaft als Werke betrachtet werden können, welche diesen Prozess befördern, soll am Ende dieser Arbeit hinterfragt werden. Bevor die einzelnen Prosatexte analysiert werden und gezeigt wird, wie sie „blinde Flecken“ bzw. „Leerstellen im Geschichtsbewusstsein“ der Leser der Wahrnehmung zuführen bzw. füllen, ist es notwendig einige theoretische Grundlagen (Erinnerungskultur der Bundesrepublik nach 1945; „Globalisierung der NS-Vergangenheit“; Gedächtnistheorien; Verhältnis von Literatur, Gedächtnis und Geschichtsschreibung).
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2,7, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Rezeption antiker Mythen erfreut sich bereits seit Jahrhunderten besonderer Beliebtheit. Schon in der Antike selbst wurden die meist mündlich tradierten Sa¬gen immer wieder neu erzählt und verändert. Auf Grund der Variationsvielfalt der mythischen Stoffe, ihrer Zeitlosigkeit und der Offenheit der Überlieferungen, ist ein breites Interpretationsspektrum gegeben. Diese Varianz hat im Besonderen Autoren der Moderne gereizt und somit zu immer wieder neuartigen Varianten des Mythos beigetragen. So auch der Medea-Mythos, der im Laufe der Literaturgeschichte bereits zahlrei¬che Bearbeitungen, Umdeutungen und Korrekturen erfahren musste. Über Jahr¬tausende beweist sich die Figur der Medea als höchst ambivalente Persönlichkeit. Ihre umstrittenen Taten und ihr charakterstarkes Wesen rücken sie in ein sehr viel¬schichtiges Licht. Tabuisierte und düstere Seiten von Liebe und Mütterlichkeit werden aufgeschlagen und erinnern an barbarische, unzivilisierte Zeiten, die mit dem Lauf der Jahrhunderte überwunden werden konnten. Positive und negative Eigenschaften sind in dieser Figur vereint und in zahlreichen literarischen Varia-tionen zugespitzt, oder auch abgeschwächt. Die vielfache Mörderin und rachsüch¬tig Liebende steht dabei im Gegensatz zur intellektuellen, erotischen, sowie selbstbewussten Frau und sorgender Mutter. Als tragische Heldin wird ihre gren¬zenlose Liebe, die sie anderen Individuen gegenüber empfindet zum Verhängnis und lässt sie in ihrer ambiguen Gestalt besonders interessant wirken. Die zahlrei¬chen Widersprüche, in der sich die Figur Medeas bewegt macht die Bearbeitung eines solchen Sujets besonders reizvoll. Die Tragik, die diesem mythischen Stoff inhärent ist, soll anhand zweier Beispiele analysiert werden. Zunächst soll die antike Vorlage des Medea-Stoffes, in Form von Euripides Tragödie „Medea“ auf ihre tragischen Komponenten untersucht und in einen direkten Vergleich zu Senecas Medea-Bearbeitung gestellt werden. Nach eingehender Analyse von Christa Wolfs Roman „Medea. Stimmen“, soll ein Vergleich der beiden tragischen Konzepte Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufdecken und somit eine vielseitige Sicht auf den Mythos Medea ermöglichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 2,0, Universität Duisburg-Essen, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Peter Härtling wurde am 13.11.1933 in Chemnitz geboren. Zunächst besuchte er die Schule in Olmütz, wo er während des Krieges aufwuchs. 1945 floh er mit seinen Eltern aus Böhmen nach Niederösterreich. Sein Vater war Rechtanwalt; er starb in sowjetischer Gefangenschaft. Ein Jahr später nahm sich seine Frau das Leben. Peter Härtling lebte fortan bei Verwandten. Er besuchte ein Gymnasium in Nürtingen. Dieses verließ er jedoch noch vor dem Abitur. Stattdessen arbeitete er von 1952-1955 bei schwäbischen Lokalzeitungen und später als Literaturredakteur bei der „Deutschen Zeitung“ in Köln und Stuttgart. Von 1962-1970 was Härtling Mitherausgeber der Zeitschrift „Der Monat“ in Westberlin. Anschließend arbeitete er bis 1973 als Geschäftsführer des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. Seit 1974 arbeitete Härtling als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main. Zunächst verfasste er eine Reihe von Lyrikbänden. Sein erster großer Erfolg war der Roman „Niembsch oder der Stillstand“(1964). Außerdem war er der Anfang einer Reihe von Portraits schwäbischer Dichter (z.B. E. Mörike). Außerdem machte Härtling es sich zur Aufgabe, fiktive Lebensgeschichten zu erzählen, wie z.B. „Eine Frau“ (1974) und „Das Familienfest“ (1969). Er schrieb aber auch autobiographisch fundierte Texte, in denen immer wieder der Zusammenhang zu Familie und Flucht deutlich wurde, wie beispielsweise in „Herzwand“ (1990). Peter Härtling machte sich aber auch als Kinderbuchautor einen Namen. Besonders in seinen Büchern „Das war der Hirbel“ und „Der Ausreißer“ wird eine klare sozialkritische Tendenz deutlich. Heute lebt Peter Härtling in Walldorf/ Hessen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Universität Paderborn (für Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Schriftlich oder mündlich? – Kommunikation in den digitalen Medien, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass die sprachliche Kommunikation in digitalen Medien mit ihrer einhergehenden Veränderung durchaus hohen Stellenwert bei den Germanisten und Sprachwissenschaftlern einnimmt, zeigt schon die Tatsache, dass eben diese seit nunmehr zwanzig Jahren immer wieder Tatbestand verschiedener Forschungs- und Untersuchungsansätze ist. Im Verlauf dieser Arbeit soll nun auf den verschiedenen Sprachgebrauch zweier unterschiedlicher Kommunikationsmittel näher eingegangen werden. Als Untersuchungsgegenstände liegen hierbei zum einen das Medium der E-Mail und zum anderen das verschiedener Messenger Programme zugrunde. Die Wahl der E-Mail ist damit zu begründen, dass diese seit nun mehr rund zwanzig Jahren einen stetigen Begleiter im Alltag und Arbeitsbereich einer großen Bevölkerungsanzahl darstellt und somit auch die Veränderung der Sprache in den digitalen Kommunikationsmitteln, quasi seit Beginn dieser, mit beeinflusst hat. Als Vergleichsobjekt zur E-Mail sollen in dieser Arbeit zwei verschiedene Messenger Programme untersucht und verglichen werden. Zum einen soll hierbei der Sprachgebrauch in dem Programm WhatsApp analysiert und zum anderen sollen Facebook Nachrichten genauer beleuchtet werden. Die Auswahl der Messenger Programme ist darauf zurückzuführen, dass diese sich erst seit wenigen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen, verstärkt genutzt werden und gleichwohl ein eher jüngeres Kommunikationsmittel darstellen. Da die Kommunikation per Messenger Programm eher dem privaten Bereich zuzuordnen ist, sollen auch vornehmlich private E-Mails untersucht werden. Beide Kommunikationsformen sind graphisch realisiert und da der Fokus in dieser Arbeit auf der privaten Konversation zwischen Gesprächsparteien liegen soll, kann auch davon ausgegangen werden, dass sowohl die E-Mail als auch die Messenger Programme eine Tendenz zur konzeptionellen Mündlichkeit aufweisen.
Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: 2, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Kinder- und Jugenbuchforschung), Veranstaltung: Lesepubertät als didaktische Herausforderung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Hausarbeit ist die Ausarbeitung einer Unterrichtsstunde zum komischen Kinderroman „Rennschwein Rudi Rüssel“ von Uwe Timm. Sie entstand im Rahmen des Seminars „Lesepubertät als didaktische Herausforderung. Jugendliteratur im Deutschunterricht der Sekundarstufe I“ von Frau Dr. Hannelore Daubert im Wintersemester 2003/2004 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Zunächst ist die Unterrichtsvorbereitung und -durchführung dargestellt (Kapitel 2). Es folgt ein Exkurs, indem noch mal auf die Besonderheiten von Unterhaltungsliteratur und komischer Kinderliteratur eingegangen wird (Kapitel 3) und schließlich die Reflexion der Stunde (Kapitel 4). Die beschriebene Unterrichtsstunde fand im Rahmen eines Praktikums in der Sekundarstufe I (Klasse 5) einer Realschule statt. Die Klasse hatte mit dem Roman „Rennschwein Rudi Rüssel“ bereits begonnen, als ich mein Praktikum antrat. Da dieser Roman auch Teil des Seminars „Lesepubertät“ war, ich ihn im Laufe dieses Seminars bereits gelesen und er mir sehr gut gefallen hatte, war es für mich ein Glücksfall ihm in meinem Praktikum wieder zu begegnen und Unterricht hierzu halten zu dürfen. Im Anhang befindet sich die Verlaufsplanung des durchgeführten Unterrichts.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,0, Universität Erfurt (Erziehungswissenschaftliches Institut), Veranstaltung: Kinderliteratur und Neue Medien, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit Astrid Lindgrens Kinderbuch Ronja Räubertochter und dessen Umsetzung in verschiedenen Medien, nämlich Film, Hörspiel und Computerspiel. Zuerst werden das Buch und einige Gedanken zur Analyse vorgestellt und in den folgenden Kapiteln werden die verschiedenen Adaptionen behandelt. Ronja Räubertochter kann man durchaus als einen Klassiker der Kinderliteratur bezeichnen. Obwohl das Buch erst vor gut zwanzig Jahren geschrieben wurde, kann man aufgrund der zeitlosen und in der menschlichen Gesellschaft stets aktuellen Thematik von Freundschaft, Liebe zur Natur, Verantwortungsbewußtsein und daraus resultierender Ablehnung von Gewalt, davon ausgehen, dass das Buch seine Brisanz behält. Für Kinder im Grundschulalter ist diese Geschichte sicherlich von besonderem Interesse. Wie aus einer Studie des Institutes für Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung der Universität Erfurt hervorgeht, bevorzugen Kinder im Grundschulalter Literatur, in denen Abenteuer erzählt werden und die phantastische Elemente enthält (also Märchen, Sagen und Phantasiegeschichten).1 Abenteuer und Märchenhaftes kommen in Ronja Räubertochter auf nahezu jeder Seite vor. Man kann also davon ausgehen, dass dieses Buch eine gute Möglichkeit bietet, Lesemotivation bei Grundschulkindern zu fördern, da es all das beinhaltet, was Kinder fesselt, träumen läßt und emotional bewegt. 1 vgl. Richter 2002
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Erziehungswissenschaftliches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Lois Lowry wurde 1937 als Tochter eines Zahnarztes der US - Armee in Hawaii geboren. Bedingt durch seinen Job war die Familie sehr viel auf Reisen. Lois Lowry lebte unter anderem in New York und Pennsylvania und besuchte die Junior High School in Tokio. Bereits mit 19 Jahren, heiratete sie und war im Alter von 26 Jahren Mutter von 4 Kindern. Erst mit über 30 begann sie Literatur und Fotographie zu studieren und als Autorin tätig zu werden. Heute lebt sie abwechselnd in Boston und einem kleinen Ort in New Hampshire. Lois Lowry sagt über sich selbst, sie habe schon sehr früh lesen gelernt und ihre Freizeit lieber mit Büchern als auf dem Sportplatz mit anderen Kindern verbracht. Aus diesen Umständen heraus habe sich, ihrer eigenen Aussage zu Folge, ihr frühes und ausgeprägtes Gefühl für Sprache entwickelt. Häufig wurde sie zum Thema oder der Aussage ihrer eigenen Bücher befragt, mit der Antwort, dass all ihre Romane zweifelsohne einen tieferen Hintergrund – eine Botschaft haben - doch sei es keineswegs der Fall, dass sie sich als Autorin vor dem Schreiben überlege, was das folgende Buch dem Leser mit auf den Weg geben solle. Die Bedeutung entstünde, so Lowry, aus der Geschichte selbst – und das eigentliche und wichtigste Ziel ihrer Arbeit sei, Geschichten zu erzählen1. In Amerika erschien Lois Lowrys Jugendbuch „The Giver“ bereits 1993. Hochgelobt wurde es mit dem wichtigsten Jugendbuchpreis, der Newbery Medal ausgezeichnet. In Deutschland kam es 1994 unter dem Titel „Der Hüter der Erinnerung“ auf den Markt.2 3 1 Vgl.: http://www.randomhouse.com/teachers/authors/lowr.html 2 Vgl.: http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/KJL/ 3 Vgl.: Lowry, Lois: „Hüter der Erinnerungen“; aus dem Amerikanischen von Anne Braun; Loewe; Bindlach 1994; Klappentext
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsche Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Mitte der neunziger Jahre hat das Internet als Informations- und Kommunikationsmittel einen enormen Zuwachs erfahren. Heutzutage ist jedem Nutzer der elektronische Austausch von Informationen und Nachrichten möglich. Seit der Etablierung des Smartphones ist dieser Informations- und Nachrichtenaustausch nicht einmal mehr an den Computer gebunden. Das Smartphone wird immer mehr zu einer multifunktionalen Kommunikationszentrale, die es dem Verbraucher ermöglicht, unabhängig vom Ort jederzeit Daten zu erhalten. So lösen die angebotenen Internetdienste wie Chats, Diskussionsforen oder E-Mails klassische Mitteilungsträger wie den Brief nahezu gänzlich ab. Die Entstehung und Nutzung der, durch das Smartphone eröffneten, neuen Kommunikationsformen, führen zu einem neuen Forschungsfeld für die Sprachwissenschaft. Gerade der Chat stellt ein notwendiges Verständigungsmittel für den Mitteilungsaustausch dar. Als die Service-Leistungen der Smartphones, die heute zur Selbstverständlichkeit geworden sind, 2002 noch vage Visionen waren, prognostizierte Freyermuth, dass das Internet zu einem ‚Evernet‘ werden würde und die permanente Vernetzung und die ‚Immer-an-Kommunikation‘ zum Regelfall. Diese Prognose ist zur heutigen Realität geworden. Insbesondere für Jugendliche ist die Nutzung von Chats und Instant-Messengern nicht mehr wegzudenken. Eine besonders tragende Rolle spielt dabei die Applikation ‚WhatsApp‘ (Eine Form des Chats für Smartphones). Binnen vier Jahren hat WhatsApp rund 450 Millionen aktive Nutzer gewonnen, Tendenz stark steigend. Der WhatsApp Gründer Jan Koum berichtet davon, dass täglich fast eine Millionen Nutzer hinzukommen. Durch derartige Zahlen wird deutlich: Ein Großteil der Kommunikation findet heute über das Internet statt. Das Schreiben hat durch die Medien einen neuen Status bekommen. Dies hat, wie sich bereits vermuten lässt, auch Auswirkungen auf unseren Schreibstil. Es wurde bereits hinreichend festgestellt, dass sich in den computerbasierten Kommunikationsformen des Internets tatsächlich ein neuer Schreibstil etabliert hat, der viele Elemente beinhaltet, die als ‚konzeptionell Mündlich‘ einzuordnen wären.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Veranstaltung: Wissenschafts- und Literaturgeschichte der Atombombe, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Reportage und ihr Produzent, der Reporter, sind landläufig die Begriffe, die am ehesten mit Journalismus in Verbindung gebracht werden.“ Der heute unbekannte Korrespondent der New York Times, William L. Laurence, der am 9. August 1945 Zeuge der Zerstörung Nagasakis wurde, hat den ersten Bericht über den zweiten Atombombenabwurf der Geschichte geschrieben. Jedoch zeigt sein Bericht wenig Recherche und ist der betroffenen Zivilbevölkerung gegenüber völlig gefühllos. Das Ergebnis ist eine schlechte Berichterstattung des Ereignisses. Laurence verschenkte so den Ruhm einer Pionierarbeit. Kritiker sagen seine Engstirnigkeit sei nicht zu entschuldigen, Laurence ziehe den Ruf des Reporters in den Dreck. John Hersey dagegen, der erst im Nachhinein mit einigem Abstand zu seinem Augenzeugenbericht über die Opfer der ersten Atombombe in Hiroshima schrieb, ist dem amerikanischem Publikum ein geläufiger Name. Er setzt mit seiner Reportage „Hiroshima, 6.August 1945, 8 Uhr 15“, einer Reihe von personell verknüpften Augenzeugenberichten, den Markstein, der eigentlich Laurence hätte gehören müssen. Nüchtern und doch einfühlsam berichtete Hersey von den Gefühlen, dem Leid und den Gedanken sechs Betroffener. Er wählt hierfür die Form der journalistischen Reportage, die 1946 in dem Magazin „The New Yorker“ gedruckt wurde und auf großes Interesse stieß. In folgender Arbeit wird aufgezeigt, inwiefern „Hiroshima“ als Reportage gilt. Über die Begriffsbestimmung und den geschichtlichen Hintergrund, nähert sich dieser Aufsatz der Praxis des Reportageschreibens. Dabei werden sowohl Funktion und Anforderung an die Reportage, als auch mögliche Themenfelder und Vorraussetzungen besprochen. Zum Schluss grenzt diese Arbeit die Elemente einer spannenden Reportage ein. All diese Punkte sollen direkt am Beispiel von „Hiroshima“ aufgezeigt werden und mit Exempeln aus dem Text belegt werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für deutsche Philologie), Veranstaltung: Sprache und Sexualität, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits seit einiger Zeit ist in zahlreichen Magazinen wie der „Coupé“, „Praline“, „Wochen- end“ oder selbst der „Bild-Zeitung“ der Begriff Sexualität kein Tabuthema mehr, über welches aufgrund der Gefahr von Anstößigkeiten nicht geschrieben werden darf. Fernsehen, Buchautoren, ja selbst der Hörfunk stehen dem bis vor kurzer Zeit noch brisanten Thema, welches höchstens in privater, stiller Umgebung hinter den eigenen vier Wänden angesprochen wurde, mittlerweile offen und aufgeschlossen gegenüber. Vielfach wurde dies von Sprachwissenschaftlern erkannt und zum Anlass genommen, ihre Forschungen auch auf dieses Gebiet auszuweiten und zu konzentrieren. Im heutigen Informationszeitalter ist es daher unabdingbar, den Forscherdrang überdies auf neuartige Kommunikationsmöglichkeiten zu lenken. Eine wohl unbestreitbar revolutionäre Entwicklung stellt hierbei das Internet mit seinen zahlreichen Kommunikationsplattformen dar. Besonders hervorzuheben sind dabei die verschiedenartigen Chats, mit denen das Internet dem Nutzer aufwartet. Der Begriff „chat“ ist dem Englischen entlehnt und steht für „plaudern“ bzw. „schwatzen“. Früher geschah dies über den so genannten IRC (internet relay chat), welcher den Usern (Nutzern) jedoch ein umfangreiches Wissen über notwendige Befehlseingaben abverlangte und den Einsatz einer chatspezifischen Software (Telnet) forderte. Mit der Entwicklung neuartiger Webchats wurde dieser Nachteil beseitigt: Die User surfen über das Internet eine zentrale Chatseite an, bei der sie sich anmelden und unter fiktiven Namen einer Art Konferenzschaltung beitreten, deren einzelne Chaträume (Channel) meist durch ein zentrales Oberthema vorab charakterisiert sind. So finden sich bestimmte Themenchannel wie z.B. Jugendchannel im Sinne von „Teen-Spirit“ oder „Schueler“ und Channel für fremdsprachige Chatter wie „Europa“ oder „Bizim-Kanal“ wieder. Für diese Arbeit soll der Blick einzig und allein auf den erotischen Channeln liegen. Hierbei stellt der Webchat „Chatcity“ eine überaus geeignete Kommunikationsplattform dar, da er alle möglichen Unterhaltungsthemen in einem Chat vereinigt und somit ein breites Userspektrum bietet, an dem Untersuchungen bequem vorgenommen werden können. Zentrales Untersuchungsthema sollen dabei die Möglichkeiten sein, die sich den Usern für eine erotische bzw. sexual-verbale Kommunikation bieten; aber auch Schwierigkeiten der Onlinekommunikation sollen gleichfalls erörtert und vorgestellt werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Philipps-Universität Marburg (Germanistik), Veranstaltung: Prosodie des Deutschen, Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrer Arbeit „Deutsche Wortprosodie: Abschwächungs- und Tilgungsvorgänge“ von 1997 stellt Sylvia C. Löhken ein umfassendes Modell vor, welches anhand einer eigenen Weiterentwicklung der Optimalitätstheorie versucht, Lautwandelphänomene in den Sprachstufen des Deutschen zu erfassen. Neben der Akzentverschiebung im Althochdeutschen und Vokalabschwächungen in den Stufen des Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen behandelt die Autorin Phänomene der Vokaltilgung im Übergang vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen. Diese Arbeit greift die Ergebnisse ihres constraintbasierten Ansatzes auf, um sich dem Phänomen der Varianz auf der Sprachstufe des aktuellen Umgangsdeutsches bzw. seiner „regionalen“ Sonderformen innerhalb der Neuen Medien – insbesondere innerhalb des Internets und vergleichbarer digitaler Dienste (Email, SMS, LARP) – zu beschäftigen, insoweit sie Tilgungen des Schwa-Lautes betreffen. Es stehen diejenigen „optionalen“ Schwa-Tilgungen im Zentrum des Interesses, welche eine Verkürzung des Stammorphems mit sich bringen; außerdem auch diejenigen innerhalb der ersten Person Indikativ von Verben. Gerade das zuletzt angesprochene Phänomen spielt auch eine entscheidende Rolle in den üblich gewordenen „Comicwörtern wie *freu*, *grins*, *schmoll*“, welche im Deutschen auf den Gebrauch durch Erika Fuchs in den Mickey-Mouse-Heften zurückgeführt werden
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,15, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Lothar-Günther Buchheims Das Boot, 1973 erschienen, ist zunächst als Roman gekennzeichnet, d. h. ein Kernbereich, in den das Buch einzuordnen und in dem es zu behandeln ist, ist die Kriegsprosa nach 1945, und zwar in der Hauptsache die deutsche Kriegsprosa nach 1945. Einen weiteren Bereich der Literatur, in den Das Boot aufgrund seiner speziellen Thematik fällt, stellt die sog. ‚U-Boot-Literatur’ dar. Die Bandbreite ist enorm. Sie reicht von historiographischen und technisch-wissenschaftlichen Arbeiten (maritimer Fachliteratur) bis zu populärwissenschaftlichen Büchern und erstreckt sich bis in die ‚Niederungen’ der sog. ‚Landserhefte’. Die Bedeutung von Buchheims Boot für diesen Literaturbereich wird ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeit sein. Zunächst soll in einem knappen Exkurs die Frage geklärt werden, ob Das Boot als erster Teil einer angeblichen Trilogie, gewissermaßen isoliert von den anderen beiden Teilen, untersucht werden kann. Dann soll kurz auf die grundsätzlichen Probleme bei der Kategorisierung in Kriegsliteratur bzw. Anti-Kriegsliteratur eingegangen werden. In einem nächsten Schritt wird Das Boot dann mit der Kriegsprosa nach 1945 in Zusammenhang gebracht. Dazu sollen Motive, Hauptströmungen und Kontinuitäten innerhalb dieses thematischen Teilbereichs herausgestellt und der Roman auf Entsprechungen bzw. Divergenzen untersucht werden. In diesem Rahmen wird auch auf die wesentlichen Unterschiede der west- und ostdeutschen Kriegsprosa in dieser durch den Systemgegensatz, den ‚Kalten Krieg’, geprägten Ära eingegangen werden. Außerdem sollen die Hauptkritikpunkte, mit denen sich Das Boot immer wieder konfrontiert sieht, erörtert werden. Ein weiteres Kapitel wird sich mit der Gattungsfrage des Romans beschäftigen, die bislang in der Forschung noch nicht hinreichend beantwortet wurde. Der Fokus wird sich dabei auf dokumentarische Literatur im weiteren und den ‚Dokumentarroman’ im engeren Sinne richten. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich dann mit der Stellung, die Das Boot innerhalb der U-Boot-Literatur einnimmt. Dabei soll neben der heftigen Debatte, die der Roman auslöste, auch beleuchtet werden, inwieweit das Werk Buchheims im Schatten seines Autors bzw. dessen Ruf steht.
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