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Wer bezweifelt, daß es Sinn hat, Geschichte in Epochen zu gliedern, und insbesondere bestreitet, daß sich das Selbstverständnis solcherart angenommener Epochen verbindlich bestimmen lasse, kann seinen Zweifel kaum besser begründen als durch den Hinweis auf die Vagheit der Bezeichnungen 'Humanismus', 'Renaissance', oder 'Barock'. Obwohl im Gebrauch und in Grenzen tauglich, die geistesgeschichtliche Entwicklung Europas im 15., 16. und 17. Jahrhundert zu beschreiben, blieben sie als 'Epochenbegriffe' unscharf - schon deshalb, weil die unter diesen Begriffen gemeinten geistigen Strömungen sich regional unterschiedlich artikulierten. Entsprechend verfügt die Forschung bislang zwar über eine Fülle von Einzelstudien, nicht aber über eine systematische Gesamtdarstellung der als 'Epoche' nicht faßlichen Epoche. Die vorliegende Studie will und kann dem nicht abhelfen. Sie nennt den Grund: Der Wissenschaftsbegriff eines Zeitalters, das den Begriff des Systems erst hervorbrachte, läßt sich nicht systematisch definieren. Gerade darum, weil in der hier zu beschreibenden Phase der Geschichte des Denkens erstmals die Möglichkeit entdeckt und erprobt wird, Wissenschaft nicht mehr nur als Form des Wissens, sondern als Technik zu begreifen, deren Beherrschung es erlaubt, den Bereich des Wissbaren systematisch zu erweitern, bildet das schließlich in der 'Scientia universalis' seinen höchsten Ausdruck findende Modell humanistischer und barocker Wissenschaft das erste Paradeigma neuzeitlicher Wissenschaft überhaupt. In der hier vorlegten Studie wird die Entstehung des Modells im Ausgang von den Konstituentien nachgezeichnet, in denen es vorbereitet wurde, ohne bereits vor Augen zu stehen. So wird von innen her erfaßt, was von außen nicht faßlich ist: das Selbstverständnis des Zeitalters der 'Topica universalis'.
Dieses eBook: "Briefe" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Horaz stellt in diesem Buch, das aus 20 Briefgedichten in Hexametern besteht, seine Lebensphilosophie dar. Diese Lebensphilosophie geht nicht von abstrakten Begriffen aus, sondern vom einzelnen Menschen mit seinen Fehlern, Schwächen und Eigenheiten. Sie fordert nicht auf, über den eigenen Schatten zu springen, wohl aber, sich in der eigenen Art um ein rechtes Maß zu bemühen, damit das Zusammenleben der Menschen erträglich bleibt. Vorbild für die "Epistulae" waren ihm wahrscheinlich die Briefe des attischen Philosophen Epikur. Im zweiten Buch der "Epistulae" ab 13 v. Chr. betätigte sich Horaz als Literaturkritiker. Drei große Briefgedichte widmete er am Ende seiner Schaffenszeit diesem Thema. Zwei davon bilden das zweite Buch der "Epistulae". Im ersten Brief an Augustus kritisiert der Dichter die gedankenlose Überbewertung der altrömischen Dichtung, vor allem des Dramas, und weist auf den Wert der neuen Klassik, mit den Werken von Vergil und Varius, hin. Horaz (65 v. Chr. - 8 v. Chr.) ist neben Vergil, Properz, Tibull und Ovid einer der bedeutendsten römischen Dichter der "Augusteischen Zeit". Seine philosophischen Ansichten und dicta gehörten bis in die Neuzeit zu den bekanntesten des Altertums und erfuhren eine reiche Rezeption in Humanismus und Klassizismus. Horaz trieb die klassische Literatur seiner eigenen Zeit auf eine neue Spitze und war besonders für den englischen Klassizismus das bedeutendste antike Vorbild.
In der Reihe erscheinen Studien und Quellen zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur von den Anfängen der Überlieferung im 8. Jahrhundert bis in die jüngere Sprachgeschichte. Publiziert werden philologisch hochwertige sprach- und literaturwissenschaftliche Untersuchungen und Editionen, aber auch Werke, die sich mit Aspekten von Sprach- und Literaturwissenschaft gleichermaßen beschäftigen. Thematisch ist die ganze Breite diachroner und synchroner Fragestellungen willkommen: Variationen und Varietäten, Sprachwandel, Norm und Gebrauch, Sprachkritik, Sprachkontakt, Empirie und Theorie, Produktion und Rezeption, Handschriften und Drucke. Als Publikationsformen sind Monographien, aber auch Sammelbände vorgesehen. Sämtliche Manuskripte durchlaufen eine anonymisierte Begutachtung im Doppelblindverfahren. Bevorzugte Veröffentlichungssprache ist Deutsch. Die LHG wird von vier Mitgliedern der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte (GGSG) herausgegeben: Stephan Müller, Professor für Ältere deutsche Sprache und Literatur an der Universität Wien, Jörg Riecke, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Sprachgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Claudia Wich-Reif, Professorin für Geschichte der Deutschen Sprache und Sprachliche Variation an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, sowie Arne Ziegler, Professor für Deutsche Sprache mit besonderer Berücksichtigung der historischen Sprachwissenschaften und Varietätenlinguistik an der Karl-Franzens Universität Graz
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2.3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie ist der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel ums Leben gekommen? Wurde er Opfer der Antoninischen Pest oder verstarb er nach einer langjährigen Krankheit? Ist er ermordet worden? Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen Forschungsstand bezüglich der Todesursache Marc Aurels. Er verstarb am 17. März 180 n. Chr., nach neuestem Forschungsstand wahrscheinlich in Bononia nahe Sirmium, der heutigen Stadt Sremska Mitrovica in Serbien. Auch heute, ca. 1830 Jahre nach seinem Tod, beschäftigt sich die Wissenschaft immer noch mit der Frage, wie dieser große Kaiser ums Leben kam. Über sein Ableben gibt es in der Forschung verschiedene Thesen. Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit einem Überblick der unterschiedlichen Forschungstheorien zur Todesursache Marc Aurels. Im zweiten Teil der Arbeit werden die beiden wahrscheinlichsten Theorien der Todesursache, Krankheit und Mord, intensiver betrachtet. Im Schlussteil der Arbeit erfolgt eine resümierende Betrachtung der möglichen Todesursachen des Kaisers. Als Grundlage dieser Arbeit dienen sowohl Quellen als auch aktuelle Literatur. Als antike Quellen wurden für diese Hausarbeit insbesondere die „Historia Augusta“ und das Werk „Römische Geschichte“ von Cassius Dio verwendet. Als wichtigste Werke aus der heutigen Forschungsliteratur dienen für diese Hausarbeit die beiden Werke „Mark Aurel. Kaiser und Philosoph“ von Anthony Birley und „Marc Aurel. Der Philosph auf dem Caesarenthron“ von Ute Schall. Den neusten Forschungsstand zu diesem Thema stellt beispielsweise das Werk „Marc Aurel. Gestalten der Antike“ von Jörg Fündling aus dem Jahr 2008 dar.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: sehr gut, Universität Basel (Theologische Fakultät), Veranstaltung: Philemon und andere Sklaventexte, 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nur schwer lässt sich im Zeitalter institutionalisierter Menschenrechte ein soziales Gefüge vorstellen, in dem philosophische Debatten über Wesen und Menschlichkeit von Sklaven geführt wurden. Obwohl oder gerade weil seit der Ära staatlich sanktionierter Sklaverei noch keine zwei Jahrhunderte vergangen sind, bewerten wir grosse Denker der Vergangenheit gerne anhand ihrer gesellschaftlich-sozialen Progressivität. Übertragen wir diese Ansprüche jedoch auf die römische Antike, so verhindern sie historisches Verständnis. Die damalige Selbstverständlichkeit der Sklaverei und nicht vorhandene Infragestellung ihrer Legitimität beruhte auf der Macht jahrhundertelanger Gewohnheit und Tradition. Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen liessen die Institution der Sklaverei so natürlich erscheinen wie die der Familie oder des Staates. Bezeichnend ist, dass der Sklave als fester Bestandteil der Gesellschaft kaum je als solcher zum Gegenstand besonderer Reflexion wurde. Während philosophische Abhandlungen der Akademiker, Stoiker und Epikureer kein ethisch relevantes Thema ausliessen, zeitigte die historische Forschung bis heute keine spezifische Literatur peri douleias oder peri doulon im Altertum. Umso beachtlicher ist es, dass sich der Philosoph Seneca in der frühen Kaiserzeit gleich an zwei Stellen seiner Werke ausschliesslich und eingehend mit der Stellung und Behandlung von Sklaven auseinandergesetzt hat. Als einziger römischer Schriftsteller fühlte er sich gedrängt, zum selten erörterten Verhältnis zwischen Herren und Sklaven Stellung zu nehmen. Obwohl auch er das System als solches nicht grundsätzlich hinterfragte, ging er in seinen Forderungen nach mehr Menschlichkeit über die zeitgenössische Gesetzgebung und übliche Praxis hinaus. In der folgenden Arbeit sollen seine Aussagen zur Sklaverei und zum Umgang mit Sklaven zusammengetragen, systematisiert und diskutiert werden. In einem ersten Teil werden Senecas Leben und Werk sowie die sozial- und philosophiegeschichtlichen Hintergründe zusammengefasst, um dann im zweiten Teil die wesentlichen Aspekte seiner Lehre herauszuarbeiten. Im letzten Teil sollen seine Ausführungen auf ihre Ursache, Kohärenz, Auswirkung und Motivation hin untersucht werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 3,0, Technische Universität Dresden (für Geschichte), Veranstaltung: Einführung in die Alte Geschichte: Kleopatra, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung In meiner Hausarbeit werde ich versuchen darzulegen, wie eine, laut Ronald Syme, „schäbige Affäre“ ein Weltreich völlig verändern kann. Mit der „schäbigen Affäre“ ist natürlich die Seeschlacht bei Actium gemeint - die Entscheidungsschlacht um die Nachfolge Caesars zwischen Octavian und Antonius. Dabei muss natürlich als erstes geklärt werden, welche Differenzen der beiden zu einer solchen Schlacht führten. Hierzu werde ich einen kurzen Abriss über die Zeit der beiden nach Caesars Ermordung 44 v. Chr. geben. Hiernach komme ich zum eigentlich Hauptteil meiner Arbeit, der den Blockadekrieg Octavians und die sich daran anschließenden Übertritte vieler Offiziere Antonius’ ins feindliche Lager zum Thema hat. Als Folge dessen tagt der Kriegsrat des Antonius, der die Schlacht unausweichlich macht. Diese werde ich im folgenden Kapitel darstellen. Danach wird kurz thematisiert, ob die Flucht von Antonius und Kleopatra tatsächlich von langer Hand geplant war, oder ob es sich um eine spontane Entscheidung handelte. Abschließen möchte ich mit einem Fazit, in dem kurz dargelegt werden soll, wie sich die Schlacht auf das römische Weltreich auswirkte. Ich stütze mich bei meinen Aussagen hauptsächlich auf die Bücher von Hermann Bengtson, Francois Chamoux und Hans Volkmann. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut), Veranstaltung: Proseminar AG II: Einführung in die Alte Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Augustus ist als Begründer des Prinzipats in die Geschichte eingegangen und bewies ein hohes Maß an politischem Geschick. Er verstand es wie kein Zweiter seine Herrschaft auszubauen, den Kaiserkult zu verbreiten und Ansehen beim Volk zu gewinnen. Seine Macht wurde besonders durch seine Bauwerke, Denkmäler und deren Bilder sichtbar gemacht. Die Überreste, die uns bis heute erhalten geblieben sind, geben uns Aufschluss über die Stellung des Kaisers. Der schmale Grat zwischen Verehrung und Vergöttlichung des Augustus ist nicht zu übersehen und in der Forschung breit diskutiert. Diesbezüglich lohnt es sich besonders einen Blick auf die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus zu werfen und zu untersuchen, inwiefern die Verbindung des Kaiserkultes mit dem Kompitalkult zu einer Vergöttlichung des Kaisers führte. Des Weiteren sind auch die Beweggründe für eine Erneuerung des Kultes in Augenschein zu nehmen. Da sich der augusteische Kaiserkult besonders in den Bildern und Monumenten widerspiegelt, lohnt es sich auch, einen näheren Blick auf die Larenaltäre zu werfen. Zu Beginn der Ausarbeitung wird zunächst einleitend die Geschichte des Kompitalkultes näher beleuchtet. Darauf aufbauend werden die Besonderheiten der Erneuerung des Kultes dargestellt und es wird kurz auf deren Auswirkungen auf die untere Volksschicht eingegangen. Im Folgenden werden drei gut erhaltene Larenaltäre näher betrachtet und deren Bildsymbolik abschließend in einem Fazit bezüglich der Fragestellung ausgewertet.
Dieses Kompendium dokumentiert erstmals vollständig und methodisch reflektiert die Sentenzen und Sprichwörter in den deutschen Artus-, Gral- und Tristanromanen des Mittelalters und erschließt damit eine wichtige, zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit aufgespannte kommunikativ-pragmatische Dimension der höfischen Versromane. In einem differenzierten Gesamtverzeichnis werden die Sentenzen in 21 Romanen aus einem Zeitraum von ca. 100 Jahren (ca. 1170-1300) gesammelt, im narrativen Kontext abgebildet, über eine Sinnparaphrase semantisch erläutert, durch den Nachweis von Parallelstellen im Sentenzen-Netzwerk des jeweiligen Werks verortet und mittels Belegen aus der Bibel und der lateinischen bzw. volkssprachlichen Literatur des Mittelalters in die zugehörige Anwendungstradition eingeordnet.

Das Kompendium fundiert damit nicht nur die Theorie der mediävistischen Sentenzen- und Sprichwörterforschung neu, sondern rekonstruiert über die Abbildung der einzelnen Belege hinaus werkimmanente ‚Sentenzen-Netzwerke', die interpretatorisch von großer Bedeutung sind und aufzeigen, wie sehr im hohen Mittelalter schriftliterarische Erzählhandlungen von mündlich vermittelten Wertmaßstäben und allgemeinem ‚Weltwissen' durchzogen sind. Die narrativ eingebetteten Sentenzen tragen maßgeblich zur Lenkung des Lesers und zur semantischen Aufladung der Handlungselemente bei, indem sie allgemein akzeptiertes Orientierungswissen in die fiktionalen Texte integrieren und diese damit kausal bzw. ethisch autorisieren.

Durch die tabellarische Dokumentation des Materials geraten hier erstmals die Quantität, aber auch die kommunikativen Leistungen der in die Romane eingearbeiteten Sentenzen systematisch in den Blick. Das Werk berücksichtigt die neueste Forschung zur Sprichwortforschung und ist ein wichtiges Hilfsmittel sowohl für die Erforschung der berücksichtigten einzelnen Romane als auch der Poetik der epischen Literatur des Mittelalters im Ganzen. Neben dem eigentlichen Tabellenwerk stellt die ausführliche Einleitung die methodischen Grundlagen des Handbuchs sowie den gattungsgeschichtlichen und textpragmatischen Erkenntniswert des dokumentierten Textkorpus dar. Das aus einem DFG-Projekt hervorgegangene Kompendium ist eine Gemeinschaftsleistung der Universitäten Bochum und Münster.

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für Alte Geschichte), Veranstaltung: Orte des Politischen, Orte des Religiösen in der griechischen Polis, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu einem Heiligtum kann jeder Platz werden, dem die Griechen einen heiligen Charakter zusprechen. Dieser heilige Charakter beruht auf der Existenz einer Grabstätte oder auf einem anderen Zeichen göttlicher Präsenz, wie zum Beispiel einem Felsen oder Baum. Als temenos wird der umgrenzte Bereich bezeichnet, dies bedeutet soviel wie „abgetrennt“. Das heißt, dass der umgrenzte Bereich von dem Areal abgetrennt ist, welches nicht heilig ist. Ein temenos kann den Kult einzelner oder mehrerer Götter unterbringen. Die Grenzen können durch Grenzsteine, welche als horoi benannt, gekennzeichnet werden oder auch durch eine umlaufende Mauer. Eine solche Umfriedung wird durch den Begriff peribolos ausgedrückt. Die meisten Heiligtümer sind einfache Plätze dieser Art, die auf die Charakteristik der Einfriedung passen. Im Inneren der Grundstücke kann sich unter anderem ein heiliger Hain befinden, eine Quelle oder eine Grotte oder sonstige natürliche Erscheinungen, ohne dass es dort irgendwelche anderen außer provisorischen Bauwerke gäbe. Die Heiligkeit des Platzes birgt dementsprechend auch Verbote. So ist es verboten darin ein Kind zu gebären, sexuellen Kontakt zu haben oder dort zu sterben. Auch mit Makel behaftete Personen dürfen das Heiligtum nicht betreten. Mit Wasser gefüllte heilige Gefäße stehen am Eingang der Heiligtümer, die es jedem erlauben, sich zu reinigen. Weiterhin übernimmt das Heiligtum eine Asylfunktion beispielsweise für entflohene Sklaven oder politisch Verfolgte. Sollte es doch geschehen, dass sich an jemandem vergriffen wird, der im Heiligtum Zuflucht findet, ist dies eine so gewaltige Schandtat, welche eine Plage heraufbeschwören kann, die dann die ganze Stadt heimsucht. Die Lage der Heiligtümer hat einen sehr vereinzelt verteilten Charakter. Sie sind über das ganze Gebiet der Polis verstreut und befinden sich sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Jedoch sind Heiligtümer, die auf der Akropolis errichtet wurden und sich in der Mitte der Stadt Athen befinden, eine Ausnahme. Dessen ungeachtet möchte ich nur bemerken, dass sich das Athena Nike Heiligtum natürlich nicht in der Mitte Athens befindet. Die städtischen Heiligtümer waren weit entfernt davon, dass Stadtbild zu beherrschen, sie gingen im Gewirr von Bauten und Wegen unter.
Essay aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: keine, Technische Universität Dortmund, 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Platons „Politeia“ behauptet Sokrates ́ Gesprächspartner Glaukon, dass der Gerechte, der nicht gerecht scheinen, sondern sein will, anderen ungerecht erscheint und sogar gekreuzigt würde. Der Ungerechte hingegen will demnach gerecht scheinen aber ungerecht sein. Seine Ungerechtigkeiten verschleiert er und kann die Vorzüge des Lebens, in einem gerechtem Rufe stehend, genießen. Diese Annahme mag zunächst widersprüchlich sein, denn die meisten von uns haben schon von klein auf gelernt, was gut und was böse ist. Ziemlich schnell lernten wir auch den Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit kennen und im Einklang mit unserer moralischen Erziehung war es uns schließlich möglich die Gerechtigkeit dem Guten und die Ungerechtigkeit dem Bösen und Schlechten zuzuordnen. Warum also sollte der Gerechte letztlich gestraft werden, wohingegen dem Ungerechten ein besseres Los bestimmt ist? Aus der Konsequenz dieser Annahme entspringt folgende Vermutung: der Ungerechte ist glücklicher (eudaimoner) als der Gerechte. Sokrates jedoch will diese Vermutung widerlegen. Aber wenn er oder auch Glaukon von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sprechen, so dürfen wir nicht mit naiver Leseart herangehen und beide Begriffe vorbehaltlos mit unserem heutigem Verständnis gleichsetzten. Nein, wir müssen unser wachsames Auge für Sokrates ́ Begriffsbestimmung erst schärfen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2,0, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Richtet man sein philosophisches Interesse auf den antiken Autor Platon, ist es unumgänglich, dabei auf die Begriffe Idee und Ideenlehre zu stoßen. Platon hat seine Ideenlehre nicht in einem systematischen Zusammenhang dargelegt, sie muss daher aus verschiedenen Stellen seiner Werke zusammengetragen werden. Die Ideenlehre bildet das Fundament und den Kerngedanke des platonischen Denkens, und war für Platon selbst keineswegs selbstverständlich, was besonders in seinen Spätdialogen ersichtlicht wird. Platon hat fast alle Bereiche der Philosophie diskutiert: Ethik, politische Philosophie, Metaphysik, Ontologie etc. Die Ideenlehre liegt allen Bereichen der Philosophie Platons zu Grunde. Sie ist kein unverändertes Ganzes, das als theoretisches Konzept in der gleichen Form durch die gesamte Philosophie Platons hindurch bestehen bleibt, sondern wird seinem Gedankengang entsprechend weiter entwickelt. Eines bleibt jedoch unveränderlich: Die Ideenlehre ist Platons Suche nach dem einzigen und einenden Grund zugleich. (...) Für das platonische Verständnis der Idee lassen sich keine klaren Definitionen aus den Dialogen herausschälen. Man findet dort verstreut nur Aussagen, Erwähnungen und teilweise auch nur Gedanken, die Ideen implizieren. Es steht also nicht nur zu Debatte, ob Platons Aussagen über Ideen eine reelle Wahrheit treffen, sondern auch immer schon der eigentliche Inhalt seiner Darlegungen und deren Status. Platons Spätdialoge Parmenides und Sophistes haften in diesem Bezug eine Besonderheit an. Sie setzen sich in expliziter und kritischer Weise mit dem Konzept der platonischen Idee auseinander. Diese beiden Spätdialoge Platons sind die einzigen Dialoge, in denen Ideen nicht nur verwendet werden, um ein Argument zu unterstützen oder eine Erklärung zu leisten, sondern deren Existenz und damit verbundenen Folgen selbst im größeren Umfang Gegenstand der Diskussion sind. Dies soll Inhalt meiner Hausarbeit sein, die eine Revision und Problematisierung der Ideenlehre in eben diesen beiden Spät-dialogen Parmenides und Sophistes thematisiert. Meine Hausarbeit will zunächst einen Einblick in das Konzept der Idee bei Platon geben, was sie ist, und warum sie für Platon notwendig wird. Dafür sind kurze Betrachtungen nötig, auch wie die Ideelehre allgemein verstanden wird. Anschließend werde ich auf die Spätdialoge Parmenides und Sophistes diesbezüglich in Hinsicht Kritik und Selbstkritik tiefer eingehen. Am Ende der Hausarbeit steht der Versuch eines Resümees an.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Universität Bielefeld, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dieser Arbeit soll das Verhältnis des zweiten römischen Kaisers Tiberius zum Senat näher beleuchtet werden. Als Tiberius sein Amt als Princeps von seinem Adoptivvater Augustus am 19. August des Jahres 14 n.Chr., nach dessen Tod, übernahm, befand sich das römische Reich in einem Transformationsprozess von der Republik zum Prinzipat. Besonderes Augenmerk wird in dieser Arbeit auf die Festigung des Prinzipats als politische Instanz, mit der, unter Augustus bereits da gewesenen, und unter Tiberius fortgeführten, Entmachtung des Senats und den alten aristokratischen Führungsschichten, gelegt. Zwar sah sich Tiberius anfangs nur als erster Bürger des Staates und nicht als Alleinherrscher, anderseits war er aber mit so weit reichenden Machten ausgestattet, dessen er sich auch bewusst war1, dass er zum Regieren nicht auf den Senat angewiesen war, sondern dieser auf ihn. Die Frage ob er es ehrlich mit dem Senat meinte oder ob es nur darum ging die politische Opposition zu beruhigen wird eine der Hauptfragen sein, die diese Arbeit zu lösen versucht. Das erste Kapitel beschäftigt sich zunächst einmal mit den verschiedenen Positionen der modernen Forschung zu der Frage ob es sich bei der römischen Kaiserzeit um eine Fortführung der res publica oder um eine absolute Monarchie handelte. Im zweiten Kapitel wird die Amtsübernahme des Tiberius und seine Herrschaft untersuchen, welche in zwei Phasen, in die ersten Regierungsjahre nach seinem Amtsantritt und die Herrschaft nach seinem Rückzug auf Capri, unterteilt ist. Im dritten Kapitel wird Tiberius ́ Verhältnis zum Senat, die Aufgaben, die dem Senat unter Tiberius zukamen und welche politische Rolle der Senat überhaupt noch während der Herrschaft des Tiberius spielte, behandelt. Das Senatsgericht und die Majestätsprozesse sind hierbei als besonders prägnant für die tiberianische Regierungszeit herausgestellt worden. Beim fünften Abschnitt handelt es sich letztendlich um eine Zusammenfassung der Arbeit. Die Forschungslage über die Herrschaft des Tiberius ist als relativ gut einzustufen und als zeitgenössische Quellen werden besonders die Angaben von Tacitus und Sueton berücksichtigt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, FernUniversität Hagen (Kultur - und Sozialwissenschaftliches Institut), Veranstaltung: Außengrenzen Alteuropas, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Alexander nach Asien ging und seinen Feldzug gegen Dareios III, den König der Perser startete, verfolgte er offiziell zwei Ziele: Das Erste war Rache. Rache an den Persern für die Verwüstung Griechenlands, die Xerxes in Athen hinterlassen hatte. Das zweite Ziel war die Befreiung der Völker von der persischen Herrschaft. Das inoffizielle dritte Ziel stellte die komplette Aneignung Asiens und somit einen Eroberungskrieg dar, und wurde nicht erst nach der Einnahme von Persepolis Programm, sondern zeigte sich schon nach der Schlacht bei Issos (333) in einem Briefwechsel mit Dareios. Mit allen Zielen hatte Alexander, wie sich im Verlaufe dieser Arbeit zeigen wird, Erfolg, doch ist es nicht zu vernachlässigen und würde der Geschichte Unrecht tun, wenn wir den Asienfeldzug „nur“ als einen Rachefeldzug betrachten würden. Zusätzlich zu den gesetzten Zielen kann der Zug nach Osten auch als Forschungszug gesehen werden, was sich an zwei Auswirkungen besonders deutlich zeigt: Die Erste ist, dass der Asienfeldzug besondere wissenschaftliche Erkenntnisse für die Griechen bereit hielt. Im Stab Alexanders befanden sich neben Strategen auch Gelehrte, die in den einzelnen Städten den geistigen Austausch vorantrieben. Ein Beispiel dafür ist Kallisthenes, der Chronist Alexanders, der während des Feldzugs in Babylon mit der Astronomie in Berührung kam. Seine Erkenntnisse schickte er weiter an seinen Verwandten, Aristoteles. Die Zweite ist, dass auf geographischer Ebene neue Entdeckungen zustande kamen, da Alexanders Zug teilweise als geographische Erkundungsreise konzipiert worden war. Alexanders Feldzug wirkte sich direkt auf den Vorstellungshorizont des griechischen Weltbildes aus und machte die damals bekannte Welt schlicht und ergreifend "größer". Mehr noch: Mit Alexander begann die Epoche des Hellenismus, die bis in die Spätantike andauerte und von einer "wechselseitigen Durchdringung der orientalischen und griechischen Kulturen"5 gekennzeichnet ist. Es ist also unbestreitbar, dass Alexander der Auslöser für einen Kulturkontakt mit dem Osten war. Fraglich bleibt jedoch, welche Vorraussetzungen er geschaffen hat, so dass eine derart bedeutende Epoche entstand. Mit anderen Worten: wie sah sein "persönlicher" Kontakt mit dem Osten aus, was machte er mit der vorgefundenen Situation und was hielten die Europäer bzw. Griechen davon? Dies soll anhand seiner politischen Entscheidungen so weit wie möglich analysiert werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Universität Rostock (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Folgenden soll untersucht werden, ob die Usurpation des Magnus Maximus (383 – 388 n.u.Z.) im westlichen Reichsteil während der Regierungszeit Theodosius I., und ihr Verlauf zum stetigen Zerfall des westlichen Imperium Romanum beitrugen oder diesen zumindest beschleunigten. Das Hauptaugenmerk soll dabei auf der Reaktion des Theodosius liegen, wobei untersucht werden soll, ob eine dauerhafte Koexistenz mit Maximus nicht nur möglich, sondern auch für die Zukunft des gesamten Reiches die bessere Alternative gewesen wäre. Dabei sollen auch die Motive seiner Handlungen gegenüber Maximus untersucht werden. Ziel der Arbeit ist jedoch nicht, Theodosius I. falsches Handeln nachzuweisen, sondern es soll gezeigt werden, dass es eventuell langfristig zweckdienlicher gewesen wäre, den Usurpator gewähren zu lassen, statt ihn mit großem Aufwand an Mensch und Material zu stürzen und an seiner Stelle einen Marionettenkaiser zu platzieren. Diese These soll auch anhand des Verlaufs späterer Ereignisse untermauert werden. Da es sowohl unterschiedliche Möglichkeiten der Datierung, als auch vielfache Gründe für den "Untergang" des Imperium Romanum gibt, soll explizit der Anteil dieser Ereignisse und ihre direkten Folgen an eben dieser Zäsur der Spätantike ermittelt werden.1 Alle dabei verwendeten Jahresangaben sind nach unserer Zeitrechnung datiert. Falls nicht, ist es entsprechend kenntlich gemacht.
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