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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Analyse literarischer Dialoge ist in der Linguistik ein verhältnismäßig junger Forschungszweig. Bis heute besteht keineswegs Einigkeit darüber, ob literarische Dialoge überhaupt zum Gegenstand linguistischer Analysen gemacht werden sollten und wenn ja, nach welchen Methoden dabei vorzugehen ist. Wie ein forschungsgeschichtlicher Überblick von Anne Betten (1994) zeigt, gibt es statt eines einheitlichen und verbindlichen Analyseverfahrens eine Vielzahl unterschiedlicher Herangehensweisen. Dezidiert linguistische Analysen literarischer Gespräche beschränken sich dabei häufig auf eine sog. Codeanalyse, d.h. auf die Untersuchung mikrostruktureller Gesprächsmerkmale. Eine solche Beschränkung erscheint auf den ersten Blick durchaus sinnvoll, nicht zuletzt, um sich von den Ansätzen anderer Disziplinen, insbesondere der Literaturwissenschaft, abzugrenzen. Analysiert man literarische Dialoge allerdings einseitig nach linguistischen Fragestellungen und Methoden wird man deren Komplexität und dem Ziel, zum besseren Textverständnis beizutragen, nur bedingt gerecht. Betten (1994) plädiert daher für eine bewusste Methodenvielfalt. Die „ideale“ Analyse umfasst ihr zufolge, unabhängig davon, ob der Schwerpunkt ein sprach- oder literaturwissenschaftlicher ist, immer alle für die Interpretation relevanten Faktoren. Zurecht empfiehlt sie die Berücksichtigung mikro- und makrostruktureller Gesprächsmerkmale und damit eine Zusammenführung linguistischer und literaturwissenschaftlicher Ansätze. In diesem Sinne weiß sich auch die vorliegende Arbeit im Grenzbereich zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft angesiedelt, wobei der Schwerpunkt nichtsdestotrotz auf linguistischen Analyseaspekten liegen wird. Als Textgrundlage dient ein Kundengespräch aus Martin Walsers Roman „Angstblüte“, in dem es nicht zuletzt um das Problem der deutschen Vergangenheitsbewältigung geht. Wie die vorliegende Analyse zeigt, stellt der betreffende Dialog damit eine literarische Ergänzung zu Walsers umstrittener Friedenspreisrede dar.
Dieses eBook: "Gesammelte Werke: Gedichte + Dramen + Erzählungen + Roman + Schriften zu Kunst und Literatur" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Rainer Maria Rilke (1875-1926) war ein Lyriker deutscher Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne. Daneben verfasste er Erzählungen, Dramen, einen Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur. Beeinflusst durch die Philosophen Schopenhauer und vor allem Nietzsche, deren Schriften er früh kennengelernt hatte, ist Rilkes Werk geprägt durch eine scharfe Kritik an der Jenseitsorientierung des Christentums und an einer einseitig naturwissenschaftlich-rationalen Weltdeutung. Die Anerkennung der Wirklichkeit ohne Jenseitsvertröstungen oder soziale Entwicklungsromantik prägt auch Rilkes Weltverständnis. Dafür stehen intensive Beobachtungen der Natur sowie des menschlichen Verhaltens und Gefühlslebens. Dies alles bildet Rilkes "Weltinnenraum", in dem sich Außen- und Innenwelt verbinden. Inhalt: Roman: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge Lyrische Prosa: Erzählungen aus dem Nachlaß Erzählungen und Skizzen Briefe an einen jungen Dichter Kunstwerke: August Rodin Offener Brief an Maximilian Harden Von Kunst-Dingen: Kritische Schriften - Dichterische Bekenntnisse Worpswede: Monographie einer Landschaft und ihrer Maler Gedichte: Mir zur Feier Engellieder Mädchen-Gestalten Lieder der Mädchen Gebete der Mädchen zu Maria Das Marien-Leben Das Stunden-Buch Duineser Elegien Requiem: Für eine Freundin Requiem: Für Wolf Graf von Kalckreuth Das Buch der Bilder Neue Gedichte Der neuen Gedichte anderer Teil Gedichte von 1906 bis 1910 Gedichte von 1910 bis 1922 Die Sonette an Orpheus Sieben Gedichte Erste Gedichte Gedichte in französischer Sprache Dramen
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Didaktik - Germanistik, Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Erziehungswissenschaftliches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Lois Lowry wurde 1937 als Tochter eines Zahnarztes der US - Armee in Hawaii geboren. Bedingt durch seinen Job war die Familie sehr viel auf Reisen. Lois Lowry lebte unter anderem in New York und Pennsylvania und besuchte die Junior High School in Tokio. Bereits mit 19 Jahren, heiratete sie und war im Alter von 26 Jahren Mutter von 4 Kindern. Erst mit über 30 begann sie Literatur und Fotographie zu studieren und als Autorin tätig zu werden. Heute lebt sie abwechselnd in Boston und einem kleinen Ort in New Hampshire. Lois Lowry sagt über sich selbst, sie habe schon sehr früh lesen gelernt und ihre Freizeit lieber mit Büchern als auf dem Sportplatz mit anderen Kindern verbracht. Aus diesen Umständen heraus habe sich, ihrer eigenen Aussage zu Folge, ihr frühes und ausgeprägtes Gefühl für Sprache entwickelt. Häufig wurde sie zum Thema oder der Aussage ihrer eigenen Bücher befragt, mit der Antwort, dass all ihre Romane zweifelsohne einen tieferen Hintergrund – eine Botschaft haben - doch sei es keineswegs der Fall, dass sie sich als Autorin vor dem Schreiben überlege, was das folgende Buch dem Leser mit auf den Weg geben solle. Die Bedeutung entstünde, so Lowry, aus der Geschichte selbst – und das eigentliche und wichtigste Ziel ihrer Arbeit sei, Geschichten zu erzählen1. In Amerika erschien Lois Lowrys Jugendbuch „The Giver“ bereits 1993. Hochgelobt wurde es mit dem wichtigsten Jugendbuchpreis, der Newbery Medal ausgezeichnet. In Deutschland kam es 1994 unter dem Titel „Der Hüter der Erinnerung“ auf den Markt.2 3 1 Vgl.: http://www.randomhouse.com/teachers/authors/lowr.html 2 Vgl.: http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/KJL/ 3 Vgl.: Lowry, Lois: „Hüter der Erinnerungen“; aus dem Amerikanischen von Anne Braun; Loewe; Bindlach 1994; Klappentext
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft, Note: 2,0, Universität Vechta; früher Hochschule Vechta, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erzählung Astrid Lindgrens ́Pippi Langstrumpf ́ ist 1945 in schwedischer und 1949 in deutscher Sprache erschienen. 1950 folgte ́Pippi geht an Bord ́ und 1951 ́Pippi in Taka- Tuka-Land ́. Pippi Langstrumpf wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt1 und ist „eines der berühmtesten Kinderbücher der Welt.“2 Die drei ́Pippi Langstrumpf ́-Bände „haben sich [...] zu einem Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur des 20. Jahrhunderts entwickelt. Sie gehören sowohl zu den Longsellern als auch zu den Bestsellern und sind nach wie vor äußerst beliebt bei den jungen Leserinnen und Lesern.“3 Astrid Lindgren rückt eine Kinderfigur in den Mittelpunkt des Buches, die den Mut hat, ihr Leben eigenständig zu steuern. Sie stellt eine Person mit ungewöhnlichen Eigenschaften dar und tut das, wovon Kinder nur träumen. Die Autorin vermischt in den Erzählungen eine kindliche Fantasiewelt mit realistischem Hintergrund. Anliegen dieser Arbeit ist es, das Besondere des Buches herauszustellen und zu zeigen, dass es eines der beliebtesten Kinderbücher der Welt ist. Dabei wird auf die unterschiedlichen Charaktere der drei Hauptpersonen eingegangen, das Fantastische und Außergewöhnliche bei Pippi Langstrumpf verdeutlicht und eine didaktische Untersuchung durchgeführt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsche Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Mitte der neunziger Jahre hat das Internet als Informations- und Kommunikationsmittel einen enormen Zuwachs erfahren. Heutzutage ist jedem Nutzer der elektronische Austausch von Informationen und Nachrichten möglich. Seit der Etablierung des Smartphones ist dieser Informations- und Nachrichtenaustausch nicht einmal mehr an den Computer gebunden. Das Smartphone wird immer mehr zu einer multifunktionalen Kommunikationszentrale, die es dem Verbraucher ermöglicht, unabhängig vom Ort jederzeit Daten zu erhalten. So lösen die angebotenen Internetdienste wie Chats, Diskussionsforen oder E-Mails klassische Mitteilungsträger wie den Brief nahezu gänzlich ab. Die Entstehung und Nutzung der, durch das Smartphone eröffneten, neuen Kommunikationsformen, führen zu einem neuen Forschungsfeld für die Sprachwissenschaft. Gerade der Chat stellt ein notwendiges Verständigungsmittel für den Mitteilungsaustausch dar. Als die Service-Leistungen der Smartphones, die heute zur Selbstverständlichkeit geworden sind, 2002 noch vage Visionen waren, prognostizierte Freyermuth, dass das Internet zu einem ‚Evernet‘ werden würde und die permanente Vernetzung und die ‚Immer-an-Kommunikation‘ zum Regelfall. Diese Prognose ist zur heutigen Realität geworden. Insbesondere für Jugendliche ist die Nutzung von Chats und Instant-Messengern nicht mehr wegzudenken. Eine besonders tragende Rolle spielt dabei die Applikation ‚WhatsApp‘ (Eine Form des Chats für Smartphones). Binnen vier Jahren hat WhatsApp rund 450 Millionen aktive Nutzer gewonnen, Tendenz stark steigend. Der WhatsApp Gründer Jan Koum berichtet davon, dass täglich fast eine Millionen Nutzer hinzukommen. Durch derartige Zahlen wird deutlich: Ein Großteil der Kommunikation findet heute über das Internet statt. Das Schreiben hat durch die Medien einen neuen Status bekommen. Dies hat, wie sich bereits vermuten lässt, auch Auswirkungen auf unseren Schreibstil. Es wurde bereits hinreichend festgestellt, dass sich in den computerbasierten Kommunikationsformen des Internets tatsächlich ein neuer Schreibstil etabliert hat, der viele Elemente beinhaltet, die als ‚konzeptionell Mündlich‘ einzuordnen wären.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für deutsche Philologie), Veranstaltung: Sprache und Sexualität, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits seit einiger Zeit ist in zahlreichen Magazinen wie der „Coupé“, „Praline“, „Wochen- end“ oder selbst der „Bild-Zeitung“ der Begriff Sexualität kein Tabuthema mehr, über welches aufgrund der Gefahr von Anstößigkeiten nicht geschrieben werden darf. Fernsehen, Buchautoren, ja selbst der Hörfunk stehen dem bis vor kurzer Zeit noch brisanten Thema, welches höchstens in privater, stiller Umgebung hinter den eigenen vier Wänden angesprochen wurde, mittlerweile offen und aufgeschlossen gegenüber. Vielfach wurde dies von Sprachwissenschaftlern erkannt und zum Anlass genommen, ihre Forschungen auch auf dieses Gebiet auszuweiten und zu konzentrieren. Im heutigen Informationszeitalter ist es daher unabdingbar, den Forscherdrang überdies auf neuartige Kommunikationsmöglichkeiten zu lenken. Eine wohl unbestreitbar revolutionäre Entwicklung stellt hierbei das Internet mit seinen zahlreichen Kommunikationsplattformen dar. Besonders hervorzuheben sind dabei die verschiedenartigen Chats, mit denen das Internet dem Nutzer aufwartet. Der Begriff „chat“ ist dem Englischen entlehnt und steht für „plaudern“ bzw. „schwatzen“. Früher geschah dies über den so genannten IRC (internet relay chat), welcher den Usern (Nutzern) jedoch ein umfangreiches Wissen über notwendige Befehlseingaben abverlangte und den Einsatz einer chatspezifischen Software (Telnet) forderte. Mit der Entwicklung neuartiger Webchats wurde dieser Nachteil beseitigt: Die User surfen über das Internet eine zentrale Chatseite an, bei der sie sich anmelden und unter fiktiven Namen einer Art Konferenzschaltung beitreten, deren einzelne Chaträume (Channel) meist durch ein zentrales Oberthema vorab charakterisiert sind. So finden sich bestimmte Themenchannel wie z.B. Jugendchannel im Sinne von „Teen-Spirit“ oder „Schueler“ und Channel für fremdsprachige Chatter wie „Europa“ oder „Bizim-Kanal“ wieder. Für diese Arbeit soll der Blick einzig und allein auf den erotischen Channeln liegen. Hierbei stellt der Webchat „Chatcity“ eine überaus geeignete Kommunikationsplattform dar, da er alle möglichen Unterhaltungsthemen in einem Chat vereinigt und somit ein breites Userspektrum bietet, an dem Untersuchungen bequem vorgenommen werden können. Zentrales Untersuchungsthema sollen dabei die Möglichkeiten sein, die sich den Usern für eine erotische bzw. sexual-verbale Kommunikation bieten; aber auch Schwierigkeiten der Onlinekommunikation sollen gleichfalls erörtert und vorgestellt werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Philipps-Universität Marburg (Germanistik), Veranstaltung: Prosodie des Deutschen, Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrer Arbeit „Deutsche Wortprosodie: Abschwächungs- und Tilgungsvorgänge“ von 1997 stellt Sylvia C. Löhken ein umfassendes Modell vor, welches anhand einer eigenen Weiterentwicklung der Optimalitätstheorie versucht, Lautwandelphänomene in den Sprachstufen des Deutschen zu erfassen. Neben der Akzentverschiebung im Althochdeutschen und Vokalabschwächungen in den Stufen des Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen behandelt die Autorin Phänomene der Vokaltilgung im Übergang vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen. Diese Arbeit greift die Ergebnisse ihres constraintbasierten Ansatzes auf, um sich dem Phänomen der Varianz auf der Sprachstufe des aktuellen Umgangsdeutsches bzw. seiner „regionalen“ Sonderformen innerhalb der Neuen Medien – insbesondere innerhalb des Internets und vergleichbarer digitaler Dienste (Email, SMS, LARP) – zu beschäftigen, insoweit sie Tilgungen des Schwa-Lautes betreffen. Es stehen diejenigen „optionalen“ Schwa-Tilgungen im Zentrum des Interesses, welche eine Verkürzung des Stammorphems mit sich bringen; außerdem auch diejenigen innerhalb der ersten Person Indikativ von Verben. Gerade das zuletzt angesprochene Phänomen spielt auch eine entscheidende Rolle in den üblich gewordenen „Comicwörtern wie *freu*, *grins*, *schmoll*“, welche im Deutschen auf den Gebrauch durch Erika Fuchs in den Mickey-Mouse-Heften zurückgeführt werden
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,15, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Lothar-Günther Buchheims Das Boot, 1973 erschienen, ist zunächst als Roman gekennzeichnet, d. h. ein Kernbereich, in den das Buch einzuordnen und in dem es zu behandeln ist, ist die Kriegsprosa nach 1945, und zwar in der Hauptsache die deutsche Kriegsprosa nach 1945. Einen weiteren Bereich der Literatur, in den Das Boot aufgrund seiner speziellen Thematik fällt, stellt die sog. ‚U-Boot-Literatur’ dar. Die Bandbreite ist enorm. Sie reicht von historiographischen und technisch-wissenschaftlichen Arbeiten (maritimer Fachliteratur) bis zu populärwissenschaftlichen Büchern und erstreckt sich bis in die ‚Niederungen’ der sog. ‚Landserhefte’. Die Bedeutung von Buchheims Boot für diesen Literaturbereich wird ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeit sein. Zunächst soll in einem knappen Exkurs die Frage geklärt werden, ob Das Boot als erster Teil einer angeblichen Trilogie, gewissermaßen isoliert von den anderen beiden Teilen, untersucht werden kann. Dann soll kurz auf die grundsätzlichen Probleme bei der Kategorisierung in Kriegsliteratur bzw. Anti-Kriegsliteratur eingegangen werden. In einem nächsten Schritt wird Das Boot dann mit der Kriegsprosa nach 1945 in Zusammenhang gebracht. Dazu sollen Motive, Hauptströmungen und Kontinuitäten innerhalb dieses thematischen Teilbereichs herausgestellt und der Roman auf Entsprechungen bzw. Divergenzen untersucht werden. In diesem Rahmen wird auch auf die wesentlichen Unterschiede der west- und ostdeutschen Kriegsprosa in dieser durch den Systemgegensatz, den ‚Kalten Krieg’, geprägten Ära eingegangen werden. Außerdem sollen die Hauptkritikpunkte, mit denen sich Das Boot immer wieder konfrontiert sieht, erörtert werden. Ein weiteres Kapitel wird sich mit der Gattungsfrage des Romans beschäftigen, die bislang in der Forschung noch nicht hinreichend beantwortet wurde. Der Fokus wird sich dabei auf dokumentarische Literatur im weiteren und den ‚Dokumentarroman’ im engeren Sinne richten. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich dann mit der Stellung, die Das Boot innerhalb der U-Boot-Literatur einnimmt. Dabei soll neben der heftigen Debatte, die der Roman auslöste, auch beleuchtet werden, inwieweit das Werk Buchheims im Schatten seines Autors bzw. dessen Ruf steht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke, Note: 2,3, Universität Kassel, Veranstaltung: Historische Imagination und Geschichtsdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kinder- und Jugendliteratur zur Epoche des Nationalsozialismus hat ein immenses Ausmaß angenommen und wird in der Schule oft zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit genutzt. Vor allem wird dort auf den Jugendroman Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter zurückgegriffen, der schon als Klassiker für den Geschichtsunterricht angesehen werden kann. Doch wird ein genauerer Blick auf diesen Jugendroman geworfen, so wird schnell ersichtlich, dass auch dieser Mängel vorzuweisen hat. Diese Defizite beziehen sich nicht nur auf kleinere Aspekte, wie beispielsweise eine tadelnswerte Identifikationsmöglichkeit für beide Geschlechter, sondern interessanterweise auf die Darstellung der Juden, die einen zentralen Aspekt für die Thematisierung des Nationalsozialismus darstellt. Der Auslöser dieser Arbeit war vor allem die Kritik von Wermke , der u.a. den Umgang mit antisemitischen Stereotypen in dem Roman thematisiert. Dies wurde allerdings nur kurz angeschnitten und auf eine Beschreibung von Stereotypen oder einer Illustration der Judendarstellung im Drittem Reich wurde gänzlich verzichtet. Diese Gesichtspunkte sollen in dieser Arbeit weiter ausgebaut werden. So sollte vorab die Frage geklärt werden, was überhaupt ein Vorurteil und Stereotyp ist und welche Gefahren diese mit sich bringen. Daraufhin sollte die Frage thematisiert werden, ob die Darstellungen der Juden bzw. des Stereotyps Jude in der NS-Propaganda Parallelen mit der in Damals war Friedrich vorweisen. Ebenfalls sollte der Frage nachgegangen werden, wie sich diese Mängel des Romans im Schulunterricht beheben lassen können. [...] Neben diesen genannten Aspekten, stechen vor allem die Aussagen des Lehrer Neudorfs – er ist kein Sympathisant der NSDAP – hervor. [...] Die Erzählung wird von Neudorf fortgesetzt und er erklärt den Schülern, dass die Juden geldgierig sein müssen, denn im Laufe ihrer Geschichte wurden sie auf fürchterlichste Weise beraubt und enteignet, so dass ihnen bewusst wurde, „[...] dass Geld das einzige Mittel ist, mit dem sie sich notfalls Leben und Unversehrtheit erkaufen können.“ Durch diese Textpassage vermittelt Richter eine weitere negative Eigenschaft und zwar Geldgier.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Das Titanic-Archiv, Sprache: Deutsch, Abstract: Sie galt als unsinkbar und doch ist das für unmöglich gehaltene geschehen. Am 15. April 1912 ist die Titanic nach einer Kollision mit einem Eisberg, circa 30 Seemeilen von Neufundland entfernt, gesunken. 1517 Menschen sollen bei einem der größten Seefahrtkatastrophen aller Zeiten ihr Leben gelassen haben. Auch fast 99 Jahre später sorgt das Titanic-Unglück immer mal wieder für Gesprächsstoff. Oft wurde sich in all’ den Jahren diesem Thema angenommen. Die Titanic ist zu einem Medienmythos geworden. Es wurde viel über sie geschrieben und zahlreiche Filme wurden gedreht. Die bekannteste Verfilmung ist wohl die von Regisseur James Cameron aus dem Jahre 1997, die nicht nur elf Oscars einheimste, sondern auch der jüngeren Generation das Unglück ins Bewusstsein rief. Die vorliegende Seminararbeit wird sich mit der Frage der Schuld beschäftigen. Wer oder was ist für den Zusammenstoß mit dem Eisberg und die hohe Opferzahl verantwortlich? Etwa die Reederei White Star Line, weil sie, wie vermutet wird, einen neuen Rekord auf der Strecke zwischen Southampton und New York aufstellen wollte? Oder vielleicht der Kapitän Smith, weil er in der Notsituation falsch handelte? Waren vielleicht zu wenig Rettungsboote an Bord? Wenn ja, warum? Die Frage der Schuld nahm auch in den zeitgenössischen Presseberichten eine nicht unbedeutende Stellung ein. In der vorliegenden Arbeit werden Presseberichte der beiden österreichischen Zeitungen “Neue Freie Presse” und “Prager Tagblatt” untersucht. Die Leitfrage lautet: Wie versuchen die jeweiligen Medien die Frage der Schuld zu klären? Untersucht werden die Berichte zwischen dem 15. April 1912 und dem 22. April 1912, also direkt die Woche nach dem Unglück. Eine ausgedehnte Untersuchung des Unglücks hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht stattgefunden, so dass schon jetzt gesagt werden kann, dass keine Aussage über den wahren Schuldigen gemacht werden kann. Vielmehr setzt die Seminararbeit einen Schwerpunkt auf die Frage wie mit der Frage der Schuld umgegangen wird. Was werden für Erklärungen gesucht und wie plausibel sind diese? Auf welche Quellen stützen sich die Journalisten? Die Arbeit beginnt mit einer genauen Vorstellung der beiden untersuchten Tageszeitungen. Es folgt eine Einteilung in drei Kategorien in die man die Frage der Schuld einteilen könnte. In einem nächsten Kapitel werden die beiden Zeitungen auf diese Kategorien hin untersucht. Ein Fazit fasst die gewonnen Ergebnisse zusammen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Institut für Neuere Deutsche Literatur), Veranstaltung: Fiktion, Mimesis, Mythos, Poesie. Grundbegriffe und Grundfragen der Literaturwissenschaft, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thema dieser Hausarbeit ist die Frage, ob es ein universelles Muster für den Weg des Protagonisten gibt, nach dem gelungene Geschichten funktionieren. Dabei werde ich mich an Christopher Vogelers Buch “Die Odyssee des Drehbuchschreibens”, das diese These vertritt, halten und sie an Hand von zwei Werken überprüfen. Vogeler geht davon aus, dieses universelle Muster gefunden zu haben, das sich daraus ergibt, dass der gelungene Held einer Geschichte sowohl in den überlieferten Mythen als auch in modernen Geschichten immer dieselben Entwicklungsschritte durchmachen muss. Da dieses Muster sich auch in der realen Welt wiederhole, gelinge so auch eine stärkere Identifikation mit dem Helden. Vogeler stützt sich bei seiner These auf den Mythenforscher Joseph Campbell, der die großen Religionen, Märchen, Mythen und Bräuche auf ihre Gemeinsamkeiten hin untersucht hat. Wenn Vogeler Recht hat, muss seine Theorie sich auch auf die großen Werke der Literatur beziehen lassen können, deshalb soll seine These auch an einem Klassiker der Dramenliteratur, Schillers “Wilhelm Tell“, überprüft werden. Gleichzeitig werde ich “Sling Blade” von Billy Bob Thornton, ein modernes Drehbuch, auf Vogelers These hin untersuchen, um den Vergleich abzurunden. Beide Beispiele behandeln das Motiv des Tyrannenmordes. Auch die Verschiedenheit der Gattungen ist nur vordergründig, wenn man dem Lesen den Vorrang vor der Inszenierung gibt. Zunächst gehe ich deshalb in einem Exkurs über die Verwandtschaft von Drehbuch und Drama sowie gesondert auf die Poetik ein, da sich seine Anforderungen an die Tragödie zum größten Teil auch auf Drehbücher übertragen lassen. Daraufhin interpretiere ich die einzelnen Szenen der beiden Werke im Hinblick auf die Übereinstimmung mit den jeweiligen Etappen der Reise des Helden nach Vogeler. Dabei geht es nicht um eine vollständige Interpretation, sondern darum, herauszufinden, inwieweit Vogelers Theorie auf zwei scheinbar völlig weit auseinanderliegende Werke zutrifft. Dabei werde ich mich auf das “Zweite(s) Buch: Die Etappen der Reise” konzentrieren und untersuchen, inwieweit Karl Childers und Wilhelm Tell den “Weg des Helden“ vollziehen.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Erörterungen und Aufsätze, Note: 2, , Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Ich habe mich für die Geschichte des doppelten Lottchens von Erich Kästner entschieden, da ich bereits als Kind Kästners Romane wie: Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das doppelte Lottchen sehr gemocht und geradezu verschlungen habe. Besonders an dieser Geschichte gefällt mir heute, dass Erich Kästner mit den damaligen Konventionen gebrochen hat und einen für die damalige Zeit untraditionellen Familienroman geschrieben hat. In dieser Arbeit möchte ich das Buch Das doppelte Lottchen von 1949 mit dem Film Charlie & Louise von 1994 vergleichen. Ich habe mich für die Film-Adaption von 1994 entschieden, da sich in den knapp 50 Jahren von 1949 bis 1994 eine immenser gesellschaftlicher Umbruch vollzogen hat, speziell hinsichtlich des Familienbildes und der Rolle der Frau innerhalb der Familie. So ergibt sich die Leitfrage dieser Arbeit: „Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung der Familie im Film von der Darstellung der Familie in Erich Kästners Roman?“ Zunächst werde ich kurz den Inhalt von Buch und Film wiedergeben, woraufhin ich im Hauptteil meiner Arbeit Buch und Film miteinander vergleichen und die Unterschiede in der Darstellung der Familien herausarbeiten werde. Besonderes Augenmerk bei diesem Vergleich werde ich auf den Wandel der Familienbilder in den 50er bis 90er Jahren legen und mögliche Ursachen und Hintergründe für eine abweichende Darstellung aufweisen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,3, Universität Siegen (Germanistik), Veranstaltung: Einführung in das Mittelhochdeutsche, Sprache: Deutsch, Abstract: 1.1 Begriffsklärung Ursprünglich bezeichnet der Begriff Minne das im Feudalismus übliche gegenseitige Treueverhältnis zwischen Lehnsherrn und Lehnsmann. Das Land ist im Besitz des Adels, der schwerttragenden Herrenschicht, und wird von untergebenen Bauern bewirtschaftet. Da nur der Adel das Recht hat, Waffen zu tragen, sind die Bauern auf den Schutz der Lehnsherren angewiesen. Im Gegenzug haben die Vasallen Abgaben zu leisten und müssen dem jeweiligen adligen Grundherrn die Treue schwören. Im 12. Jahrhundert wird Minne auch zur Bezeichnung für das Liebesverhältnis zwischen Ritter und Dame. Es wird zwischen der Hohen Minne und der Niederen Minne unterschieden. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Arten der Minne ist die soziale Stellung sowie das Verhalten der Frau. In der Hohen Minne steht die Frau auf einer sozial höheren Stufe als der sie umwerbende Ritter und wird von diesem idealisiert. Charakteristisch für diese höfische Auffassung der Minne ist die "Ferne zur Frau" , denn die Dame gibt dem Werben des Ritters nicht nach. Da sie sich verweigert und der Werbende keine Möglichkeit hat, die Dame für sich zu gewinnen, wird die Minne für ihn zum Selbstzweck. Der Ritter hält trotz der Unerreichbarkeit der Dame an seiner Minne fest. Durch den steten Minnedienst erlangt der Ritter höfische Qualitäten. Die sich verweigernde Frau übt einen sittlichen Einfluss auf den Ritter aus, so dass dieser im Sinne der höfischen Kultur geläutert wird. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität Mannheim (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Einführung in die Erzähltheorie, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Comic ist eine „Gattung visuell-verbalen Erzählens“. Wie in narrativen Texten wird also auch in diesem Medium Geschehen in einer bestimmten Form erzählerisch vermittelt. Doch wie sieht diese erzählerische Vermittlung genau aus? Dies wird die vorliegende Hausarbeit klären, denn sie untersucht die Art der erzählerischen Vermittlung im Comic Metamorphosis von Robert Crumb und David Zane Mairowitz. Dazu ist die Arbeit in zwei Teile gegliedert: Im ersten Abschnitt untersuche ich zunächst mit welchen narrativen Mitteln es der Comic schafft, die Erzählung Die Verwandlung von Franz Kafka zu vermitteln. Zu diesem Zweck wird das spezielle Zeicheninventar des Comics hinsichtlich der Informationsvergabe durch das Bild, den Text und andere Codes analysiert. Diesem Bereich der Untersuchung liegt das von Marianne Krichel entworfene Analyseraster der Gattungsmerkmale des Comics aus ihrem Buch Erzählerische Vermittlung im Comic am Beispiel des amerikanischen Zeitungscomics 'Calvin and Hobbes' zugrunde. Im zweiten Teil der Arbeit vergleiche ich schließlich die Struktur der erzählerischen Vermittlung zwischen dem Erzähltext der Verwandlung und seiner Comicadaption hinsichtlich der Erzählsituation, Fokalisierung und Zeit. Dabei wird zugleich auf die Frage eingegangen, welche erzähltheoretischen Probleme sich in der Comicumsetzung des narrativen Textes zeigen. „Comics sind [...] ein eigenständiges Kommunikationsmittel und verfügen über ein eigenes Zeichensystem.“ Deshalb wird in diesem Kapitel zunächst das Zeicheninventar des Metamorphosis-Comics dargestellt, um seine medialen Eigenschaften der erzählerischen Vermittlung zu veranschaulichen. Der wohl auffälligste Unterschied des Comics zum Erzähltext ist die Informationsvergabe durch das Bild. „Die Informationsvergabe durch das Bild eines Comics erfolgt über die grafischen (visuellen) Elemente Bildanordnung, Bildkomposition, Zeichenstil, Darstellung der Situation und der Figuren.“ Im Falle der Comicversion der Metamorphosis stellt sich die graphische Gestaltung nach diesen Kriterien folgendermaßen dar:
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Sprachwissens), Veranstaltung: Mehrdeutigkeiten im Wortschatz und in der Grammatik, Sprache: Deutsch, Abstract: Ob man bestimmte Witze lustig findet und darüber lachen kann, ist subjektiv und sei hier dahingestellt, aber eines haben viele Witze gemeinsam: sie basieren auf dem Spiel mit der Sprache und der verschiedenen Bedeutung einzelner Wörter. (1) Was ist die Steigerung von leer? Antwort: Lehrer! In Beispiel (1) regt der Witz, der in diesem Fall mündlich vorgetragen werden sollte, deshalb zum Schmunzeln an, weil mit der identischen Lautung von leerer und Lehrer gespielt wird und eine gewisse Übertragung der Bedeutung des Adjektivs leer auf den Beruf des Lehrers initiiert werden soll. In der Sprache entspricht eine Sprachform nicht immer auch genau einer Bedeutung. Hätte jeder Begriff, jede Vorstellung und jede Bedeutungsnuance eine lautliche Entsprechung, wäre das Erlernen einer Sprache praktisch nicht zu bewältigen. 1 Nicht selten kommt es durch diese Unschärfe der Wortbedeutung in mündlicher oder schriftlicher Kommunikation zu Missverständnissen. Abhängig vom sprachlichen und nicht-sprachlichen Kontext müssen die Kommunikationspartner sich die Bedeutungen häufig selbst erschließen. Die Ursache dafür liegt vor allem in der Unbestimmtheit, die im Wortschatz einer Sprache auftritt. Eine von drei Formen der Unbestimmtheit ist neben Vagheit und Kontextabhängigkeit die Mehrdeutigkeit. 2 Dieses interessante Phänomen im deutschen Wortschatz in seinen Formen soll in dieser Hausarbeit diskutiert werden. Zunächst wird versucht eine Unterscheidung der zwei bekanntesten Arten von Mehrdeutigkeit in der traditionellen Lexikologie vorzunehmen: Welche Merkmale können dazu dienen Homonymie und Polysemie voneinander abzugrenzen? Wie werden beide Formen in Wörterbüchern dargestellt? Zentraler Gegenstand dieser Hausarbeit soll jedoch das spezielle Phänomen der Homophonie sein, welches Wörter mit identischer Lautung, aber unterschiedlicher Schreibweise umfasst (siehe Beispiel (1)). Welche Definitionen des Begriffs „Homophonie“ lassen sich in der einschlägigen Literatur finden und welche Ursachen für die Entstehung der verschiedenen Schreibweise werden angegeben? Abschließend dazu möchte ich einige ausgewählte Beispiele dieser Erscheinung ausführlicher erläutern. [...]
Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit stellt sich die Aufgabe, die Verwendung jugendsprachlicher Sprechweisen in ausgewählten Musiktexten, die allesamt aus der Hip-Hop-Kultur stammen, zu analysieren. In einem Eingangskapitel wird ein Überblick über den allgemeinen Forschungsstand gegeben, in dem zunächst die Jugendsprachforschung näher beleuchtet wird. Es soll die Behauptung gestützt werden, dass es keine homogene Jugendsprache gibt. Außerdem soll versucht werden, Raptexte in vorliegende wissenschaftliche Gefüge einzuordnen. Des Weiteren soll gezeigt werden, dass Hip-Hop den Subkulturen zuzuordnen ist, wofür der Begriff Subkultur bzw. Szene definiert und von dem Terminus der Kultur abgegrenzt werden wird. Das darauffolgende Kapitel enthält einen geschichtlichen Abriss der wohl weltweit erfolgreichsten Musikrichtung, wobei zunächst die Anfänge und Ursprünge näher beleuchtet werden sollen, um dieses Phänomen besser verstehen zu können. Dabei soll am Ende die Annahme bestätigt werden, dass Hip-Hop mehr als nur eine Musikrichtung ist. Im zweiten Teil soll der Einfluss des Hip-Hops in Deutschland näher betrachtet werden. Somit sollen in diesem dritten Kapitel allgemeine Fragen wie die Folgenden geklärt werden: Was ist Hip-Hop? Wo liegen seine Ursprünge? Wie hat er sich entwickelt? Und wie äußert er sich im deutschen Rap? Als Grundlage für die später anschließende empirische Untersuchung soll weiterhin eine umfassende Systematik jugendsprachlicher Merkmale gegeben werden, die die besondere Kommunikationsweise von Jugendlichen von denen der Erwachsenen abgrenzt. Es sollen neben dem jugendtypischen Wortschatz und den viel kritisierten Vulgarismen linguistische Besonderheiten wie die Verwendung von Anglizismen, Hyperbolisierungen, Lautwörtern und Partikeln aufgearbeitet und vorgestellt werden. Dabei wird Bezug auf namenhafte Sprachforscher wie Eva Neuland, Helmut Henne und Jannis Androutsopoulos genommen. Diese linguistischen Charakteristika sollen dann an insgesamt sieben Liedtexten verschiedener Interpreten des Hip-Hop, die chronologisch aufsteigend geordnet sind, untersucht werden. Dabei soll am Ende das Ergebnis stehen, dass die kommerziell erfolgreichen Gruppen eine leicht verständliche Umgangssprache mit vielen sprechsprachlichen Elementen wählen, während die sogenannten „Gangsta-Rapper“ provozierend auch vulgäre und diskriminierende Ausdrücke verwenden. Es kann demnach von der Annahme ausgegangen werden, „dass ein Rapsong, je radio- und großmarktfähiger er sein soll, auch ...
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Justus-Liebig-Universität Gießen, Veranstaltung: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit "Michael Endes "Der satanachäolugenialohölische Wunschpunsch"- Ein Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur?" setzt sich im ersten Abschnitt mit der Frage auseinander, was ein Klassiker ist. Hierbei wird auf die gängigen Theorien der letzen fünf Jahrzehte eingegangen. Die theoretischen Ansätze werden erläutert, miteinander verglichichen und kritisch diskutiert. Im zweiten und dritten Abschnitt werden der Autor, Michael Ende, und der Inhalt des Buches näher beschrieben. Bei der Autorenbeschreibung liegt der Schwerpunkt auf dem Vergleich der Biographie mit der Veröffentlichung der wichtigsten Werke sowie deren Erfolg. Im letzen Abschnitt erfolgt die Analyse des "Wunschpunschs" ausgehend von den literarischen Katerogien nach Tabbert. Es werden nur die Kategorien näher betrachtet, die außerhalb der kommertiellen Vermarktung im Text selbst durch den Autor angelegt wurden. Hierzu gehören u. a. die Handlung, Gattung, Figuren usw. Abschließend erfolg eine Diskussion dieser Ergebnisse und der Versuch der Antwort auf die Frage, ob der "Wunschpunsch" tatsächlich ein Klassiker der Kinder- und Jugendliterut ist. Der Aufbau der Arbeit und die beschriebenen theoretischen Grundlagen können als Schema zur Betrachtung weiterer Werke der Kinder- und Jugendliteratur dienen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Note: 2, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Veranstaltung: Logik des Behauptens, Sprache: Deutsch, Abstract: Die hier vorliegende Arbeit behandelt Kent Bachs1 Aufsatz „Context ex machina“. In diesem Aufsatz verteidigt Kent Bach die klassische beziehungsweise traditionelle Bild der Semantik-Pragmatik-Unterscheidung gegen nicht näher spezifizierte Kritik2, die offenbar eine traditionell vorgenommene Unterscheidung der Felder Semantik und Pragmatik mangels klarer Abgrenzung ablehnt. Zu diesem Zweck formuliert Bach zehn Thesen, in denen er seine Argumente darlegt. Nach einer kurzen und verkürzten Begriffsdarstellung der Semantik und Pragmatik werden in dieser Arbeit die Argumente Bachs zunächst dargestellt und anschließend einer begründeten Bewertung unterzogen. Die Vorgehensweise dieser Arbeit ist die textimmanente Bearbeitung von Bachs Aufsatz, weshalb auf Sekundärliteratur – abgesehen von Punkt I – verzichtet wird. Genau auf diesen Aufsatz Bachs bezogene Sekundärliteratur scheint aber ohnehin nicht zu existieren, ebenso wenig wie eine deutsche Übersetzung von „Context ex machina“, weshalb alle Begriffe vom Verfasser eigenhändig ins Deutsche übertragen werden, inklusive der möglicherweise daraus entstehenden Probleme. 1 Tätig am Institut für Philosophie der San Francisco State University, Kalifornien, USA 2 Bach erwähnt auf Seite 2 den Kontextualismus und die Wahrheitsbedingte Pragmatik
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutsches Seminar II), Veranstaltung: Prosa der Romantik, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] nach Italien, nach Italien! rief ich voller Vergnügen aus, und rannte, ohne an die verschiedenen Wege zu denken, auf der Straße fort, die mir eben vor die Füße kam. – voller Ungestüm zieht es Eichendorffs Taugenichts nach Italien. Joseph von Eichendorff ist selbst nie in Italien gewesen – „[...] dennoch hat interessanterweise seine bekannteste Erzählung ‘Aus dem Leben eines Taugenichts’ von 1826 das romantische Italienbild geprägt wie kaum ein anderer Text, [...] Warum zieht es den Taugenichts ausgerechnet nach Italien und dort insbesondere nach Rom [...]? Eichendorff ist nicht der erste und einzige Dichter, der Italien als Schauplatz seiner Dichtung wählt. Vielmehr reiht sie sich eine lange Tradition literarischer Italienbilder ein, die ungefähr mit Goethe beginnt und bis in die Gegenwart hinein anhält. Die Darstellung und Symbolik Italiens nimmt dabei in der deutschen Dichtung eine wichtige „literaturhistorische Konstante“ ein. Wie äußert sich diese bei Eichendorff? Wie gestaltet ein Dichter sprachlich eine Gegend, eine Landschaft, die er selbst noch nie bereist hat? Wie lässt er seinen Protagonisten Land und Leute erfahren? Welche Bedeutung hat Italien und seine Darstellung in Hinblick auf den gesamten Text? Die folgende Arbeit möchte diesen Fragen auf den Grund gehen und hierzu das Italienbild in Eichendorffs Erzählung „Aus dem Leben eines Taugenichts“ untersuchen. Dazu sollen im ersten Teil der Arbeit einschlägige Textstellen auf die Darstellung des Italienbildes hin untersucht und analysiert werden. Erste Deutungen werden an dieser Stelle weitestgehend immanent erfolgen. Im zweiten Teil der Arbeit sollen unter Einbezug der Forschungsliteratur verschiedene Bedeutungsaspekte Italiens herausgearbeitet werden. Die Frage nach dem Italienbild Eichendorffs bildet den Abschluss der Untersuchung.
Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 2, Technische Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Der historische Roman gehört zu den epochetypischen Kunstformen des 19. Jahrhunderts, die in ganz Europa ein Massenpublikum ansprach und begeisterte. Von der Geschichtswissenschaft und ihrem steten Streben nach Gelehrsamkeit und Objektivität als unhistorisch gebrandmarkt, bewegt sich der historische Roman in einer Grauzone zwischen Fiktionalität und geschichtlicher Wahrheit. Die vorliegende Dissertation Quo vadis? - Untersuchungen zur Antike im historischen Roman beschäftigt sich mit eben diesem Spannungsverhältnis von Wissenschaft und Kunst, indem es die Funktion und Verwendungsmöglichkeiten der Antike im historischen Roman seit Walter Scott analysiert. Im Zentrum der Arbeit steht die Untersuchung exemplarischer Romane, durch die verschiedene Tendenzen in der Verwendung historischer Stoffe in der Literatur aufgezeigt werden konnten: Felix Dahns Ein Kampf um Rom, Edward Bulwer-Lyttons The Last Days of Pompeii, Robert Harris Pompeii (2003), Lion Feuchtwangers Der falsche Nero, Bertold Brechts Romanfragment Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar und schließlich Robert Graves Ich, Claudius, Kaiser und Gott stehen beispielhaft für die zahlreichen historischen Romane, die seit 1814 geschrieben worden sind. Ein eigenes Kapitel erhält der Jesus-Roman, eine Unterart des historischen Romans, der sich mit dem Leben und Wirken Jesu beschäftigt. Am Beispiel Lewis Wallaces Ben-Hur, Henryk Sienkiewicz' Quo vadis?, Dostojewskis Der Idiot und Georg Hauptmanns Der Narr in Christo Emanuel Quint werden wichtige Entwicklungslinien des Jesus-Romans aufgezeit. Die Analyse der historischen Antikenromane hat schließlich gezeigt, dass sich trotz der Heterogenität der Gattung einige Tendenzen und Gemeinsamkeiten feststellen lassen: Geprägt wurden die Entstehung der Romane, die Wahl des Stoffes und die Art seiner Verarbeitung von den politischen Veränderungen, vor allem jedoch von der gesellschaftlichen Entwicklung des Menschen seit dem 19. Jahrhundert. Im Unterschied zum Historiker sucht der Schriftsteller in seinem Werk nicht nach einem objektivem Geschichtsbild, sondern nutzt die Antike zu einem bestimmten Zweck. Ob als Metapher für die Moderne, bloßes Kostüm oder Mittel zur Korrektur der Überlieferung – die Antike bietet als Reservoir literarischer Stoffe eine nahezu unbegrenzte Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Kerr definiert den Begriff Satire in seinem Werk „Die Diktatur des Hausknechts“ gleich selbst: „Die Satire soll, [...] scharf treffen; belichten; vergegenwärtigen; − und Menschen beglücken: durch Wahrheitskraft; durch Abbildung der Unanständigkeit; durch verschärfte Wiedergabe des Seienden. Durch Überlegenheit über den Dreck.“ (Kerr 1934, S. 41f.) Kerrs eigene Gedichte an seinem Anspruch an die Satire zu messen, ist somit ein logisches und interessantes Ziel. Kerr lässt Satire allerdings nicht nur in seinen Gedichten auf den Leser wirken, sondern arbeitet auch im Prosateil mit diesem „gattungsübergreifenden Verfahren“ (Reallexikon 2003, Bd. 3, S. 355). Dieser Prosateil kann hier grundsätzlich nicht berücksichtigt werden und fliesst nur dort in die Gedichtsanalysen ein, wo ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Ebenso wenig können alle Gedichte ausführlich analysiert und die historischen Zusammenhänge erschlossen werden. Trotzdem sollen neben den ‚Hauptgedichten’ „Sie rüsten.“, „Diese Zeit.“ und „Hitler 1934. Der Anführer spricht.“ auch andere Gedichte in die Analyse und vor allem ins Fazit mit einbezogen werden, wobei die Gedichte vor 1930 ganz ausser Acht gelassen werden. Nebst dieser quantitativen Einschränkung sollen noch einige Erklärungen zum methodischen Vorgehen und zu der thematischen Gliederung gegeben werden. Grundsätzlich ist hierfür festzuhalten, dass sich Kerrs Satire auf eine vorhandene Realität beziehen muss, vor allem, wenn er nicht gegen seine eigene Bedingung, die „Wahrheitskraft“, verstossen möchte. Somit ist Kerrs Satire stets Reaktion. Bevor man Kerrs Satire mit seiner Definition vergleichen kann, muss Klarheit über diese Aktion bestehen. Dieser Bezug zur Aktion wird als ordnendes Prinzip verwendet. Die Gliederung dieser Arbeit stützt sich deswegen auf die Satire-Definition aus dem Brockhaus: „Die Literaturgattung, die durch Spott, Ironie, Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder lächerlich machen will.“ (Brockhaus 2000, „Satire“). Aus diesen Zielobjekten der Satire habe ich die Bereiche „Personen“ und „Zustände“ ausgewählt, da sich Kerr in seinen Gedichten sehr oft mit den Themen „Hitler“ und „Weimarer Republik“ auseinandersetzt. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Philipps-Universität Marburg (Germanistik), Veranstaltung: Der junge Bertolt Brecht, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinen ersten Stücken, beginnend beim 1918 verfaßten „Baal“ und nach dem durch die Aufgabenstellung vorgegebenen Fokus um die Zeit der „Maßnahme“ von 1930 endend, durchläuft Bertolt Brecht eine gewisse Entwicklung, in der sein Verhältnis zu konventionellen bzw. traditionellen Moralvorstellungen sowie Moral oder Amoral überhaupt eine wesentliche Rolle spielt. Meine Arbeit läßt sich dabei in zwei wesentliche Hauptteile gliedern. Zuerst soll eine historisch-reflektierende Entwicklung der Moralvorstellungen bis in die Weimarer Republik nachgezeichnet werden. Da die Betonung vor allem auf moralkritischen oder amoralischen Ideen liegen soll, gilt es, diesen Teil mit einer theoretischen Betrachtung der Moral zu beginnen, aber ohne differenziert auf die verschiedenen Ethiken und Philosopheme einzugehen, wie sie jenes Ideal prägten bzw. heute noch in den moralischen Diskursen relevant sind. Statt dessen erscheint es sinnvoll, daraufhin die Person Friedrich Nietzsche und insbesondere seine Moralkritik zu untersuchen, welche als wichtigste Grundlage für Amoralismen der 1920er Jahre angesehen werden kann. Abschließend soll ein exemplarischer Überblick gegeben werden zu den diversen „Bewegungen“, welche in der angesprochenen Zeit nebeneinander existierten. Hinsichtlich moralkritischer, amoralischer oder antimoralischer Tendenzen soll sich die Aufmerksamkeit dabei insbesondere auf Dadaismus, Surrealismus, Futurismus und Naturalismus richten. Der zweite Teil wendet sich der Person Brecht textimmanent und in Grenzen auch biographisch zu. Die dabei erfolgende Untergliederung orientiert sich allerdings nicht chronologisch, da die aufzuzeigenden Aspekte sich nicht wirklich auf einen Zeitraum festlegen lassen. Zunächst steht dabei die Sicht der Welt bzw. der Gesellschaft als „Bestiarium“ im Mittelpunkt, verbunden mit naturalistischen bzw. vitalistischen Vorstellungen Brechts. Danach soll die bei Brecht durch Auseinandersetzung mit dem Marxismus entstandene revolutionäre Idee als Antipode veranschaulicht werden – insbesondere mit Bezügen zur „heiligen Johanna der Schlachthöfe“ (1929/30) und der „Maßnahme“. Letztlich müssen diese in gewisser Weise einander gegenüberstehenden Aspekte in Beziehung zueinander gebracht werden über die als Brücke dienende Rückführung auf den „armen B.B.“ (1921).
Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,6, Bergische Universität Wuppertal (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit bietet einen umfassenden Einblick in die veröffentlichten Bücher des Autors Ingo Schulze geben, das heißt, sowohl der Erzählband „33 Augenblicke des Glücks“ als auch der Roman „Simple Storys“ sind Gegenstand dieser Untersuchung. In den Blickwinkel gerückt werden dabei die verschiedenen Verfahrensweisen des Autors hinsichtlich des Redesubjekts, der verschiedenen Erzähltechniken, des Stils und das Spezielle an seiner Art der Geschehensvermittlung. Dabei wird - was für eine wissenschaftliche Arbeit dieser Art unüblich ist – der Inhalt beider Werke wiedergegeben, da es sich zum einen um einen jungen, der Literaturwissenschaft noch eher unbekannten Autor handelt, zum anderen dadurch auch ein direkter Vergleich der beiden Bücher möglich wird. Zum besseren Verständnis und zur Einordnung in bezug auf das Redesubjekt und andere strukturtypologische Fragen wurden Fachtermini aus dem Werk „Erzählliteratur“ von Professor Dietrich Weber verwendet. Auch eigene Anmerkungen des Autors, die er gegenüber der Verfasserin dieser Arbeit in mehreren persönlichen Gesprächen gemacht hat, wurden an den entsprechenden Stellen verarbeitet. Die Person Ingo Schulze wird bei diesen Einblicken in sein Werk natürlich mitberücksichtigt, da die Biographie und persönliche Anekdoten unerläßlich sind für die weitere Zielsetzung dieser Arbeit, die aufzeigen soll, inwieweit der Autor Reales literarisch verarbeitet und in fiktives Geschehen umgewandelt hat. Diese zweite Blickrichtung schließt sich an ein 1997 gehaltenes Seminar von Professor Dietrich Weber mit dem Titel „Fiktion und Dokumentation in der Erzählliteratur“ an, in welchem man sich, ausgehend von den Thesen Bernd W. Seilers in seinem Buch „Die leidigen Tatsachen“, mit der wahrscheinlichen Darstellung von Wirklichkeit beschäftigte. Die Arbeit untersucht demnach zugleich, inwieweit der Autor sich in bezug auf Zeit, Raum, Personen, Markenartikel und Gegenstände an die Realität gehalten hat. Zusätzliche Elemente aus dem Bereich des Nichtfiktionalen werden gesondert dargestellt. Außerdem wird aufgezeigt, inwieweit sich die beiden Bücher ähneln, ob sich eine Entwicklung vom ersten zum zweiten Werk abzeichnet, und inwiefern in diesen ersten beiden Publikationen bereits das Signifikante der literarischen Arbeit Ingo Schulzes auszumachen ist.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Philosophische Fakultät II / Institut für deutsche Literatur), Veranstaltung: Zwischen Literatur und Journalismus: Reportage und Feuilleton, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit den 80er Jahren ist in Deutschland eine Renaissance journalistischen Schreibens zu beobachten, welches in seiner neuartigen Akzentuierung die klassischen Formen des Feuilletons und der Reportage abzulösen scheint. Gravierende Veränderungen in Medientechnologie und –ökomonie während der letzten zwei Jahrzehnte – vor allem die zunehmende Konkurrenz elektronischer Medien im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers respektive Zuschauers – führten zu einer experimentellen Öffnung der Genres und damit zu ihrer Vermischung und Kreuzung, die „von Bild-Text-Experimenten über Fiktionalisierung, Narrativierung oder Dramatisierung von Reportagen, Kombination von Berichterstattung und Essayistik hin zum Mix aus Tagebuch, Kalendergeschichte und Aphoristik in der Kolumne“ reicht.1 Eine einheitliche Stilrichtung innerhalb dieser „Bastardliteratur“2 ist bei so unterschiedlichen Autoren wie Christoph Dieckmann, Alexander Osang, Matthias Matussek auf der einen, Sibylle Berg, Max Goldt, Diedrich Diederichsen, Wiglaf Droste und Maxim Biller auf der anderen Seite nicht auszumachen, wohl aber eine allgemeinere Tendenz feuilletonistischen Schreibens: die Veränderung hin zu kürzeren Formen und zur Kolumnisierung der Texte. Die Kolumne an sich erlebte vor allem mit dem Aufkommen sogenannter Lifestyle- oder Zeitgeist-Magazine wie Spex, Tempo oder Max einen regelrechten Boom und ist „mittlerweile in seriösen Tageszeitungen ebenso anzutreffen wie in angesehenen Wochenzeitungen“3, wobei die Texte in ihrem Gestus zwischen Kritik und Dialog, Chanson und Parodie, Skizze und Anekdote, Essay und Polemik changieren.4 Maxim Biller als Prototyp eines solchen neuen, stark subjektivistisch geprägten literarischen Journalismus ist vielleicht nicht die „gewichtigste, wohl aber die schrillste Stimme aus der Kohorte der um 1960 geborenen Kolumnisten“.5 Während man deren Artikel inzwischen meist auch als „Best of“- Kollektionen in Buchform nachlesen kann und die literarischjournalistischen Produktionen damit ständig die medialen Grenzen zwischen Zeitung, Zeitschrift und Buch überschreiten, wenden auch die Autoren selbst sich vermehrt dem literarischen Schreiben zu.[...] 1Schütz: Fliegen des Geistes, S.56 2Meyer: Bastardliteratur? Über Reporter, Chronisten und Kolumnisten (Feature) 3Cord Schnibben: Reklamerepublik. Warum Werbung wie Journalismus wird und Journalismus wie Werbung, zitiert nach Schütz: Fliegen des Geistes, S.54 4vgl. Schütz: Tucholskys Erben, S.102 5 Schütz: Fliegen des Geistes, S.67
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Deutsches Seminar), Veranstaltung: PS I Einführung in die Analyse von Erzählprosa, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Interpretation von Clemens Brentanos „Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl“ setzt sich zum Ziel, gemäß der Definition von „Geschichte“1 sowohl die Begebenheiten als auch die Art des Erzählens durch die narrative Instanz zu untersuchen. Hierbei soll dem Aspekt der Zeit besondere Aufmerksamkeit zukommen, denn dieser wird sich als Bindeglied verschiedener Handlungsstränge und für die Erzählweise prägend erweisen. Die erzähltechnischen Begriffe entstammen der Terminologie Gérard Genettes. 2.1 Zeit als Oberkategorie dieser Erzähltextanalyse - Thesen Die Geschichte bedient sich unterschiedlicher Zeitebenen, die von der Jugend Kaspers und Annerls bis in die Gegenwart des Ich-Erzählers hineinreichen. Da diese eng mit den narrativen Ebenen und daher mit den zugehörigen Erzählern verknüpft sind, wird Zeit zu etwas subjektiv Wahrgenommenem: Mal wird sie nicht beachtet (Ruhe der Alten beim Erzählen), mal könnte ihr keine größere Bedeutung zukommen (Versuch der Rettung Annerls durch den Ich-Erzähler) und gegen Ende zu wird sie sogar aufgehoben, indem sie im Monument erstarrt. Über dieses subjektive Zeitempfinden der Figuren spannt sich ein Netz von Symbolen und Dingsymbolen, welche die Erzählstränge verknüpfen, deren Beitrag zur Auflösung der Problematik dieser Erzählung und des Erzählens an sich jedoch zweifelhaft bleibt. Im Folgenden soll nun überprüft werden, inwieweit sich diese Thesen bewahrheiten. 1 Gerhard Kluge: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl – Text, Materialien, Kommentar, S.52
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universität Trier, Veranstaltung: NDL III Textanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Ein Werk von Bertolt Brecht zu interpretieren, ist ohne einen Blick auf sein Leben und sein besonderes politisches Weltbild zu werfen schlecht möglich. Sehr früh schon schärfte sich in dem 1898 in Augsburg geborenen, „wichtigsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts“, das Bewußtsein für Ungerechtigkeiten seiner Zeit. Er, der bourgeoise Fabrikantensohn, wandte sich den unteren Klassen zu, verschloß nicht die Augen vor ihren Lebensverhältnissen, sondern prangerte sie mit einem unvergleichlichen Haß auf die Menschen seines Standes an. Mit sechzehn Jahren saß er auf der Augsburger Sonntagspromenade und pöbelte die vorbeistolzierenden Bürger an, mit siebzehn kombinierte sich diese aufrührerische Art zum ersten mal mit seinem Schreibtalent: Während in fast ganz Europa der Weltkrieg tobte, machte sich Brecht in einem Schulaufsatz offen über den wilhelminischen Heldenkult lächerlich. Dieses Ich festigte sich und wurde um eine von Grund auf pazifistische Haltung ergänzt, als er 1917 in einem Augsburger Lazarett Sanitätsdienst ableisten mußte, und die endgültigen Resultate der Kriegsmaschine vor Augen sah, die Verkrüppelten, Geschundenen und Gebrochenen, die gekommen waren zu sterben, in seiner Stadt und in seinen Armen, fernab der heldenhaften Front. So war es dann nur eine Frage der Zeit, bis Brecht mit den Leuten in Kontakt kam, die in großen Märschen und mit roten Fahnen durch die Städte zogen und die die gleichen Gedanken und Ideen hatten wie er. Im November 1918 wurde er Mitglied des kommunistischen Augsburger Arbeiter- und Soldatenrates. Vier Jahre später, 1922, war sein Wandel zum Agitator perfekt: Sein erstes, „kritisch-engagiertes, linksorientiertes“ Stück ‚Trommeln in der Nacht’ wurde in München uraufgeführt. Ab 1926 erläuterte er in seinen sogenannten ‚Lehrstücken’ die gesellschaftlichen Mißstände der Zeit auf der Grundlage des Marxismus. Jedoch: „Obwohl er mit den revolutionären Zielen der Kommunisten sympathisiert, wird er nie Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands“ Doch vor den braunen Schatten, die Anfang der 30er-Jahre auf Deutschland fielen, konnte sich auch und gerade ein Mann von Brechtscher Einstellung und kultureller Schaffenskraft nicht verstecken. Schon 1931 wird sein Film ‚Kuhle Wampe’ wegen kommunistischer Agitation von der Filmprüfstelle in Berlin verboten, und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das öffentliche Klima für Brecht noch gefährlicher...
Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke, Note: 1,3, Universität Siegen (Fakultät I), Sprache: Deutsch, Abstract: Zu Beginn des Jahres 2010 wurde ein Roman veröffentlicht, der im Feuilleton zunächst überschwänglich gelobt wurde, dann aber Anlass für eine Literaturdebatte war. Der Roman Axolotl Roadkill von Helene Hegemann beherrschte, nachdem Plagiatsvorwürfe im Internet aufgetaucht waren, wochenlang die Feuilletons der deutschen Zeitungen. Dabei wurde die Debatte zunehmend unsachlicher und schärfer, im Internet setzten sich Diffamierungen der erst 17-jährigen Autorin über Monate fort. Was hatte dieser Roman an sich, dass das Feuilleton ihn derart lobte? Was hatte es mit den Plagiatsvorwürfen auf sich, dass derart viele Journalisten, aber auch eher literaturferne Milieus, so gereizt reagierten? Und wie konnte es dazu kommen, dass die Debatte die größte öffentliche Aufmerksamkeit erhielt, die einer Auseinandersetzung über Literatur seit Langem zukam. Die Jugend der Autorin, die Resonanz in Feuilleton und Internet, die Gesetze des Literaturmarktes haben in einzigartiger Weise zusammengewirkt, sodass sich Literatur in großem Maße Aufmerksamkeit verschaffen konnte. Hierzu bedurfte es nach den Gesetzen der Massenmedien allerdings eines Skandals: Für die größtmögliche Aufmerksamkeit musste ein neuer Literaturstar erschaffen und bloß gestellt werden. Diesen Fragen wird diese Arbeit auch nachgehen. Die zentrale Frage wird aber darin bestehen, inwiefern die von Helene Hegemann übernommenen Stellen aus dem Roman Strobo eine erzählerische Funktion haben. Dabei wird auch geklärt werden müssen, ob diese Passagen tatsächlich weite Teile des Romans ausmachen und ob es sich um die wesentlichen Stellen des Romans handelt. Der Roman Hegemanns wäre von Airen geklaut, würde es sich um die wesentlichen Stellen handeln, da somit die Handlung nahezu identisch wäre. Diese im Feuilleton immer wiederholte Behauptung wird einer Textanalyse und einem Textstellenvergleich standhalten müssen. Handelt es sich nicht um wesentliche Stellen, kann nicht im gleichen Maße von Diebstahl geredet werden. Man könnte von Inspiration sprechen. Zuletzt stellt sich die für die Staatsarbeit zentrale Frage, ob Hegemanns Übernahmen im Rahmen der künstlerischen Freiheit stattfinden oder lediglich ein Plagiat sind. Die Beantwortung der Frage hat bereits kontroverse Beiträge hervorgebracht. In dieser Arbeit soll dies auf der fundierten Basis einer Analyse des Romans geschehen.
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