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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Hautseminar: Mehrsprachigkeit und Schule, Sprache: Deutsch, Abstract: Beim Erlernen oder Lehren einer Fremdsprache sind unterschiedliche Arten von Prü-fungen ein unentbehrlicher Teil des Unterrichts. Grundsätzlich werden die Prüfungen bzw. die sogenannten Tests im Fremdsprachenunterricht zum Zwecke der Überprüfung der Lernfortschritte, wie Lernfortschrittstests, oder der Feststellung des erreichten Kenntnisstandes, wie Leistungs- oder Sprachstandstests, gebraucht. Eine andere Art der Sprachtests, die sogenannten Einstufungstests, werden verwendet, wenn der Frage nachgegangen werden muß, was ein Lernender an Voraussetzungen für ein erfolgreiches Erlernen einer Fremdsprache mitbringt oder ob es Möglichkeiten gibt, den Lernerfolg in gewissem Maße vorauszusagen (vgl. Albers 1995:15f). Das eigentliche Forschungsobjekt der vorliegenden Arbeit sind allgemeine Sprachstandstests oder auch Abschlußtests, die durchweg eine größere Verbreitung bei der Leistungsmessung aufweisen als die anderen Tests. Die allgemeinen Sprachstandstests überprüfen den Sprachstand der lernenden Person in Hinblick auf ein vorab festgelegtes Leistungsniveau. Dieses Leistungsniveau gilt meistens überregional und institutionenübergreifend. Die allgemeinen Sprachstandstests sind außerdem unabhängig von bestimmten Sprachkursen oder Lehrbüchern. In der vorliegenden Arbeit werden zwei allgemeine Sprachstandstests aus dem Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) verglichen, und zwar der relativ „junge“ Sprachstandstest DaF und der Sprachstandstest des Goethe-Instituts - die Zentrale Mittelstufen-Prüfung.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Russistik / Slavistik, Note: 1,5, Ruhr-Universität Bochum (Seminar für Slavistik), Veranstaltung: Sprachkontakt und seine Konsequenzen im Fall Sorbisch, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Sorbische, die Muttersprache der indigenen slavischen Bevölkerung auf deutschem Territorium - der Sorben, gliedert sich in zwei Hauptdialekte, den obersorbischen und den niedersorbischen. Das Sorbische bildet unter den westslavischen Sprachen einen Übergang vom Lechischen zum Tschechisch-Slovakischen, wobei das Obersorbische dem Tschechisch-Slovakischen, das Niedersorbische dem Lechischen näher zu stehen scheinen. Den Kern des Westslavischen bilden das Polnische und das Niedersorbische, mit erfaßt sind auch das Obersorbische, das Polabische und das Pomoranische. Obwohl die beiden sorbischen Hauptdialekte eine große Anzahl von Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten untereinander und mit anderen westslavischen Sprachen aufweisen, kann man dennoch beträchtliche Unterschiede beobachten. Die vorliegende Hausarbeit hat einen strukturalistischen Charakter, sie stützt sich auf die Grundlagen der strukturalistischen Sprachlehre, nach der die Sprache ein Zeichensystem mit bestimmten semantischen Funktionen ist. An dieser Stelle wird die phonologische Sprachebene ins Visier genommen. Bei der Darstellung phonologischer Entwicklungsprozesse in den gegebenen Sprachsystemen wird das Phonem wiederum in seinem klassischen "funktionalen" Sinne betrachtet, als „die Gesamtheit der phonologisch relevanten Eigenschaften eines Lautbildes“ (s. Trubetzkoy 1962:35) und kleinste lineare Einheit des Sprachsystems, das zur Bedeutungsunterscheidung dient, definiert. Es werden ebenfalls weitere Begriffe klassischer Phonologie aufgegriffen, wie Opposition - die Gegenüberstellung von Phonemen nach Zahl und Qualität der beteiligten phonologischen Merkmale (vgl. Trubetzkoj 1962:66)1 - oder Korrelation - die eindimensionale privative Opposition, wobei das Korrelationsmerkmal phonologisch relevant sein muß (s. Bartschat 1986:87). Im Rahmen dieser Hausarbeit werden das sorbische Phonemsystem und die Besonderheiten seiner phonologischen Entwicklung im Rahmen zweier Lautentwicklungsprozesse, wie Konsonantismus und Vokalismus, im Vergleich zu anderen westslavischen Sprachen dargestellt. Dabei wird sowohl auf die Affinitäten zu anderen westslavischen Sprachen als auch auf die Idiosynkrasien des Sorbischen hingewiesen. 1 über die Arten von Oppositionen in Trubetzkoj (1962:66ff)
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Fremdes im deutschen Wortschatz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Seminars "Fremdes im deutschen Wortschatz". Das Thema also waren Fremdwörter: einerseits ging es um Wortentlehnungen, bei denen es sich um Wörter handelt, die aus anderen Sprachen übernommenen wurden, der Sprachstruktur des Deutschen nicht angepaßt oder nur teilweise angepaßt sind; andererseits ging es um Lehnwortbildungen, also um Wörter, die innerhalb des Deutschen von fremdstämmigen Wörtern und Wortbildungseinheiten geprägt sind, und ebenfalls nicht assimiliert oder nur teilweise assimiliert sind. Ein großer Teil des Seminars war den Entlehnungen aus dem Englischen gewidmet, es wurden aber auch Internationalismen, Romanismen und Lateinismen behandelt. Das Thema "Fremdwort" geht normalerweise Hand in Hand mit dem Sprachpurismus. Der Sprachpurismus, oder auch Sprachreinigung, ist keinesfalls nur ein deutsches Phänomen, sondern er ist in allen europäischen Sprachgemeinschaften aufzuweisen. Da es sich allerdings hier um das Fremde im deutschen Wortschatz handelt, werden der deutsche Sprachpurismus und seine Entwicklungsgeschichte dargelegt. Der deutsche Sprachpurismus nimmt seinen Ursprung im Barockzeitalter (1600 - 1750) (s. Wells, S. 283ff.) und läßt sich grob in zwei Zeitabschnitte aufgliedern: das 17. und 18.Jh., sowie das 19. und 20.Jh. (s. Kirkness, 1998:407ff). Der Sprachpurismus im 17. und 18.Jh verfolgte das Ziel, eine gültige hochsprachliche Norm herauszubilden und bezog sich damit auf syntaktische, phonologische, morphologische und lexikalische Prinzipien innerhalb der deutschen Sprache. In der zweiten Phase der Entwicklung des deutschen Sprachpurismus stieg das Nationalgefühl unter dem Einfluß politischer Ereignisse (Niedergang der Napoleonischen Herrschaft, Reichsgründung von 1871, Ausbruch des ersten Weltkrieges), die innersprachlichen Auseinandersetzungen traten in den Hintergrund und die Aufmerksamkeit der Puristen richtete sich auf die Lexik, vor allem auf die Wörter und Wortbildungseinheiten fremden Ursprungs. Aus dieser Periode der Geschichte des deutschen Sprachpurismus ist die Tätigkeit der Sprachreiniger im Dritten Reich (1933 - 1945) von besonderem Interesse. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum jemand hat so hautnah über die Auswirkungen des nationalsozialistischen Terrors geschrieben wie der jüdische Romanist Victor Klemperer. Klemperer war kein klassischer Held des Widerstands, der durch besonderen Witz, Charme oder Mut überlebt hat. Er war ein Mensch, der unter Ängsten litt, manchmal ungerecht war, sich irrte, aber eben auch durchhielt bis zum Letzten, weil er sich durch Nichts und Niemanden davon abbringen ließ, Zeugnis abzulegen. Zeitlebens führte er Tagebuch und notierte akribisch alles, was sich in seinem Leben zutrug. So schildert der in Dresden lebende Klemperer, wie sich der gewöhnliche Faschismus nach und nach in den Alltag einnistet. Im Aufbau-Verlag erscheinen 1995 jene Tagebücher, die Victor Klemperer zwischen 1933 und 1945 geschrieben hatte. Binnen kurzer Zeit avancieren die beiden Bände mit dem Titel "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" zum Bestseller und werden vier Jahre später für das Fernsehen verfilmt (1999, ARD). Seither ist der Name Victor Klemperer in Deutschland ein fester Begriff. Auch sein Buch LTI - Notizbuch eines Philologen, eine Sprachanalyse des Dritten Reichs, die auf den Aufzeichnungen der Tagebücher basiert, wurde ein Kultbuch. In seinem Werk LTI, das eine profunde Kritik an der Sprache des Dritten Reichs liefert, verbindet Klemperer in seiner Darstellung sowohl wissenschaftliche Analysen sprachkritischer Betrachtungen als auch biographische Elemente miteinander. Diese eher ungewöhnliche Konzeption präsentiert die LTI anschaulich und verständlich, ohne sich dabei im Rahmen einer rein wissenschaftlichen Abhandlung auf einen tendenziell elitären Leserkreis zu konzentrieren. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum sich Klemperers LTI einer solchen Beliebtheit erfreut. Im Folgenden soll darauf eingegangen werden, was Klemperer dazu bewegte das Buch LTI zu schreiben und wie seine Entstehungsgeschichte aussah, warum er es LTI nannte und vor allem, was man bzw. Klemperer unter dem LTI-Begriff versteht. Eine Analyse unter dem Gesichtspunkt des LTI-Begriffes, worauf im weiteren Verlauf immer wieder Bezug genommen wird, ist im Anhang zu finden. Dabei wurde der LTI-Begriff sowohl im engeren als auch im weiteren Sinn verstanden und unterteilt, die Charakteristika der LTI herausgearbeitet und ein Versuch eines Lexikons unternommen, welches sich wiederum in Wortarten und bestimmte Einzelmerkmale unterteilt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Justus-Liebig-Universität Gießen (Sprache Literatur Kultur - Germanistik), Veranstaltung: Paul Celan, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Niemandsrose ist der vierte von acht Bänden und seine Fertigstellung dauerte vier Jahre. Das Gedicht „Die Silbe Schmerz“, welches ich in dieser Arbeit analysieren werde, befindet sich ziemlich am Ende des Gedichtszyklus. Dieser Gedichtband nimmt eine besondere Stellung innerhalb des Gesamtwerkes ein, denn er stellt den Höhe- und Wendepunkt Celanscher Dichtung dar: Die Gedichte entstanden zwischen 1959 und 1963. Eine Lebensphase Celans, die durch zunehmende psychische Instabilität gezeichnet war. Einerseits sah er sich durch antisemitische Literaturkritiker bedroht, fühlte sich wegen seiner jüdischen Herkunft diskriminiert und fürchtete ein Wiederaufleben des Antisemitismus in Deutschland. Andererseits stürzte ihn die sogenannte „Goll-Affäre“ in tiefe Depressionen. Claire Goll bezichtigte Celan im Jahre 1960, er habe von ihrem Mann Ivan Goll abgekupfert. Für Celan begann hiermit eine persönliche sowie dichterische Neuorientierung. Im Zentrum standen jetzt vor allem die Beschäftigung mit russischer Literatur (besonders zwischen den Jahren 1960 und 1961) und dem Judentum. In keinem andern Zyklus tauchen so häufig jüdische Begrifflichkeiten, Mythen und derartiges auf. Er widmete den Zyklus dem russischen Lyriker Ossip Mandelstam. Dieser stellt einen besonderen Bezugspunkt Celans dar, da Mandelstam ebenfalls jüdischer Abstammung und verfolgter Dichter war. Viele Gedichte haben biografischen Hintergrund und wurden zu bestimmten Ereignissen verfasst. Einige der letzten Gedichte des Bandes beziehen sich zum Beispiel auf einen Aufenthalt in der Bretagne. Es handelte sich dabei damals um einen für Celan sehr schwierigen Lebensabschnitt, da er oben genannte Rückschläge zu verkraften hatte und sich im Zuge dessen zum ersten Mal in klinische Behandlung begeben musste. Sein psychisch instabiler Zusstand verschlechtert sich auch in den darauffolgenden Jahren immer mehr und er verfällt in tiefe Depressionen. Gebeutelt vom schicksalhaften Leben flüchtet er sich immer wieder in sein dichterisches Schaffen. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Neuere deutsche Literatur), Veranstaltung: Einführung in die Dramenanalyse, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es soll geklärt werden, wie Claire Zachanassian im Rahmen des Stückes dargestellt wird und welche Rolle ihr darin zukommt. Dabei soll folgendermaßen vorgegangen werden: Da die Entstehungszeit relevant für das Textverständnis ist, erfolgt zuerst ein kurzer Überblick zu Genese und Rezeption des gesamten Stückes. Danach kann sich der Figur formal genähert und die Mittel der Personendarstellung geklärt werden. In diesen Kontext gehört, auf das Groteske als Stilmittel der Figurencharakterisierung einzugehen. Dies wird in einem gesonderten Kapitel geschehen. Ein Fazit darüber, in welchem Maße die eingangs gestellten Fragen nach dem Formalen und dem Grotesken der alten Dame beantwortet werden konnten und welche Sichtweisen ausgeklammert werden mussten, soll die Arbeit zusammenfassend abschließen. Zur Auswahl des Themas haben den Verfasser drei Gründe bewogen. Zum einen das Interesse an der Dramentheorie des Schweizer Autors, zum anderen das Anliegen, den Begriff 'grotesk' näher zu untersuchen und letztendlich, eine weibliche Dramengestalt zu fokussieren, da im Rahmen des Seminars der Hauptakzent auf die Rolle der Frau im Drama gelegt wurde. Als "formale Mittelpunktsfigur des Dramas" [Müller, Rolf: Komödie im Atomzeitalter. Gestaltung und Funktion des Komischen bei Friedrich Dürrenmatt. Frankfurt / Main, Bern, New York, Paris: Lang 1988. S.96.] wird sie beschrieben und als "groteske Zentralfigur des Stückes" [Ebd.]: Claire Zachanassian aus Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der alten Dame" [Dürrenmatt, Friedrich: Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie. In: Friedrich Dürrenmatt: Gesammelte Werke in sieben Bänden. Band 1: Stücke. Zürich: Diogenes 1991a. S.571-696.]. Andere, wie zum Beispiel Elisabeth Brock- Sulzer meinen, "Claire Zachanassian ist der Katalysator dieses Dramas - kaum mehr." [Brock-Sulzer, Elisabeth: Friedrich Dürrenmatt. Stationen seines Lebens. Mit Fotos, Zeichnungen, Faksimiles. Zürich: Diogenes 1986. S.80.] Diese gegensätzlichen Aussagen sollen der vorliegenden Hausarbeit als Ansätze dienen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutsches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar "Heinrich von Kleist", Sprache: Deutsch, Abstract: Zu Beginn der Novelle trifft der Leser auf eine im Einklang lebende Familie, bald muss er jedoch feststellen, dass diese Einheit -einer Fassade gleich- so schnell zerstört wie aufgebaut werden kann. Der zweifelhafte und unbeständige Charakter der dargestellten Familie, der sich nach der Aufnahme des kleinen Nicolo immer deutlicher manifestiert, führt letztendlich zu einer versuchten Vergewaltigung und einer brutalen Mordszenerie. Der Rezipient gewinnt beim unkritischen Lesen schnell den Eindruck, dass Kleists Findling die Geschichte eines jungen Mannes namens Nicolo erzählt, dessen Charakter sich im Handlungsverlauf als durch und durch boshaft entpuppt. Damit wäre auch die Frage nach der Schuldigkeit an der Gewaltentwicklung eindeutig geklärt: Nicolo, das Findelkind, dankt seinen Adoptiveltern die freundliche Aufnahme in den Kreis der Familie mit Hass und Gewalt. Diese negative und einseitige Einschätzung des Protagonisten ergibt sich vor allem aus den zahlreichen Bewertungen des Erzählers, die der Leser schnell geneigt ist zu übernehmen. Bis in die 1970er Jahre wurde in der Forschung die Ansicht vertreten, dass Nicolo das absolut Böse verkörpere. Erst in den 80er Jahren wurde diese Auffassung hinterfragt und Nicolo wurde vom Status des ewigen Sündenbocks befreit. Jürgen Schröder diskutiert in seinem Aufsatz Kleists Novelle Der Findling. Ein Plädoyer für Nicolo die Frage, ob eine klare Schuldzuweisung überhaupt von Kleist intendiert war. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die Mehrdeutigkeit ein typisches Merkmal für den kleistschen Stil ist, erhält die Anzweiflung der Hauptschuldigkeit Nicolos erst recht eine Berechtigung. Ist es überhaupt möglich, eine spezifische Quelle, z.B. ein bestimmtes Ereignis, für das gewaltvolle Ende auszumachen oder liegt die Triebfeder für den Gewaltakt vielleicht in der vielschichtigen Figurenkonstellation und in der allmählichen Verkettung diverser „Vorfälle“ ? In vorliegender Arbeit soll herausgearbeitet werden, in welchem Verhältnis die Familienmitglieder zueinander stehen und inwiefern diese Konstellation den Nährboden für die grauenvolle Entwicklung darstellt. Dabei wird die Sonderrolle Nicolos von zentralem Interesse sein, der als Letzter in den Kreis der Familie aufgenommen wird und damit die Künstlichkeit derselben komplettiert.
A combined reader/workbook for second-year German, Sammelsurium focuses on cultural awareness while building competence in reading, writing, and speaking, and can be used with equal effectiveness as either a supplementary text or as the main reader in a course. Included are thirty-eight brief yet stimulating readings on a wide range of topics of special significance to German culture, each of which offers intermediate-level grammatical constructions and vocabulary. Many readings incorporate a verb-tense exercise, and each reading is accompanied by a separate set of vocabulary as well as an array of comprehension questions and communicative exercises. From the Brothers Grimm to German film—and from fashion to the nightlife of Berlin—Sammelsurium offers something for every taste, while strengthening skills needed by every student of German.

Features:
  • Literary texts spanning 400 years, profiles of iconic historical figures, and fascinating articles on contemporary German culture.
  • In-depth coverage of Berlin as the capital and leading cultural center of Germany.
  • Articles on the German passion for soccer and golf.
  • Focus on major historical figures in the sciences (e.g., Röntgen, Koch, and Copernicus) as well as music (Ludwig van Beethoven and Wolfgang Amadeus Mozart).
  • Innovative emphasis on the narrative past, aimed at both acquiring new verbs and using them in composition.
  • Readings that challenge common cultural preconceptions, as well as offer unexpected insights into similarities and differences between German and American culture.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Universität Paderborn (für Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Schriftlich oder mündlich? – Kommunikation in den digitalen Medien, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass die sprachliche Kommunikation in digitalen Medien mit ihrer einhergehenden Veränderung durchaus hohen Stellenwert bei den Germanisten und Sprachwissenschaftlern einnimmt, zeigt schon die Tatsache, dass eben diese seit nunmehr zwanzig Jahren immer wieder Tatbestand verschiedener Forschungs- und Untersuchungsansätze ist. Im Verlauf dieser Arbeit soll nun auf den verschiedenen Sprachgebrauch zweier unterschiedlicher Kommunikationsmittel näher eingegangen werden. Als Untersuchungsgegenstände liegen hierbei zum einen das Medium der E-Mail und zum anderen das verschiedener Messenger Programme zugrunde. Die Wahl der E-Mail ist damit zu begründen, dass diese seit nun mehr rund zwanzig Jahren einen stetigen Begleiter im Alltag und Arbeitsbereich einer großen Bevölkerungsanzahl darstellt und somit auch die Veränderung der Sprache in den digitalen Kommunikationsmitteln, quasi seit Beginn dieser, mit beeinflusst hat. Als Vergleichsobjekt zur E-Mail sollen in dieser Arbeit zwei verschiedene Messenger Programme untersucht und verglichen werden. Zum einen soll hierbei der Sprachgebrauch in dem Programm WhatsApp analysiert und zum anderen sollen Facebook Nachrichten genauer beleuchtet werden. Die Auswahl der Messenger Programme ist darauf zurückzuführen, dass diese sich erst seit wenigen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen, verstärkt genutzt werden und gleichwohl ein eher jüngeres Kommunikationsmittel darstellen. Da die Kommunikation per Messenger Programm eher dem privaten Bereich zuzuordnen ist, sollen auch vornehmlich private E-Mails untersucht werden. Beide Kommunikationsformen sind graphisch realisiert und da der Fokus in dieser Arbeit auf der privaten Konversation zwischen Gesprächsparteien liegen soll, kann auch davon ausgegangen werden, dass sowohl die E-Mail als auch die Messenger Programme eine Tendenz zur konzeptionellen Mündlichkeit aufweisen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Kafkas Romane, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ein rätselhaftes Gericht macht einem rätselhaften Prokuristen angesichts dessen rätselhafter Schuld einen rätselhaften Prozess, und niemand wundert sich – ‚absurd’, möchte man meinen, korrigiert sich und bringt es auf den Terminus ‚grotesk’, auch nicht, vielleicht ‚auf groteske Weise absurd’, besser, wenngleich nicht treffend. Man merkt, welchem Bedürfnis der Neologismus ‚kafkaesk’ gerecht wird – dieser Terminus vermag nämlich, einen beklemmenden, geheimnisvollen und die Logik der Alltagswelt transzendierenden Sachverhalt zu titulieren, ohne das diesem Sachverhalt Eigentümliche und das für Kafkas Erzählungen typisch Rätselhafte durch althergebrachte Begrifflichkeiten zu verschleiern. Doch wieso gibt Kafka des Rätsels Lösung so ungern preis, wieso lässt Kafka seine Rezipienten stets so hilflos zurück, ja wieso schreibt Kafka so kafkaesk? Einen möglichen Erklärungsansatz liefert der Verweis auf den für Kafka vielleicht erkenntnistheoretisch notwendigen erzähltechnischen Perspektivenmonismus, welcher den Schritt aus einem bewusstseinsimmanenten Standpunkt in den Raum einer objektiven Realität – für Erzähler, Figur und Rezipienten gleichermaßen – schlichtweg verweigert. Durch Friedrich Beißner wurde Kafkas Œuvre erstmals in extenso erzähltheoretisch durchleuchtet – Beißner gab entscheidende und folgenreiche Aufschlüsse über Kafkas spezifische Erzähltechnik, welche man fortan mit dem von Beißner etablierten Begriff der Einsinnigkeit zu fassen versuchte. Was diese Einsinnigkeit zu bedeuten hat und ob das einsinnige Erzählen von Kafka tatsächlich derart rigoros, wie von Beißner behauptet, beibehalten wird, soll exemplarisch am Roman Der Proceß untersucht werden. Genettes verdienstvolle Theorie der Erzählung soll das dafür notwendige Instrumentarium bieten. Die Frage des ersten Teils dieser Untersuchung lautet demgemäß: ‚Ob und inwiefern lässt sich die für Kafkas Werk von Beißner propagierte spezifische Einsinnigkeit des Erzählens am Roman Der Proceß anhand Genettes Erzähltheorie nachweisen?’ Darauf basierend soll die Frage nach der Funktion dieses Erzählens gestellt werden. ‚Inwiefern lässt sich Kafkas Erzähltechnik als Indikator für ein erkenntnistheoretisches Problemfeld oder auch als Symptom für ein geschichts- oder gesellschaftsspezifisches Krankheitsbild verstehen?’, lautet die Fragestellung für den zweiten Teil dieser Untersuchung.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,8, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der einstige Titel des Gedichtes „Einem, der vor der Tür stand“, nämlich „Que sont mes amis devenus?“ 5 scheint einen Hinweis auf einen Freund, womöglich auf einen falschen, vielleicht auch auf eine reale Person zu geben. Es könnte auch der Schluss gezogen werden, dass es sich bei dieser getilgten Überschrift um einen Versuch handelt, die Interpreten davon abzuhalten, den vor der Tür stehenden als Golem zu identifizieren. Ob nun bloße Irreführung oder eine Gleichsetzung mit einer existierenden Person das Motiv war, geht aus dem Inhalt nicht hervor, der einstige Titel erscheint nicht im Druck der „Niemandsrose“ und Celans Gedichte werden folglich nach ihrer ersten Zeile benannt, da jegliche bezeichnenden Überschriften fehlen. Es liegt auch nahe, bei den falschen Freunden eine Parallele zur „Goll-Affäre“ zu ziehen, welche etwa ein Jahrzehnt vor der Publikation der „Niemandsrose“ durch eine Plagiat-Anschuldigung begann. In Paris lernte Paul Celan den Leukämiepatienten und Lyriker Yvan Goll kennen und übersetzte auf dessen Wunsch einige seiner Gedichtszyklen aus dem Französischen ins Deutsche. Drei Jahre nach dem Ableben von Yvan Goll wurde Celan durch die erste private Beschuldigung von Claire Goll bezichtigt, die letzten entstandenen Verse ihres Ehemannes für den Band „Mohn und Gedächtnis“ verwendet zu haben. Paul Celan war zutiefst erschüttert, versuchte stets die Anschuldigungen von sich zu weisen, vermutete eine antisemitische Kampagne hinter den Plagiatsvorwürfen und wurde zusehends misstrauischer. Bis zu seinem Tod versuchte Celan seine poetische Integrität zu verteidigen und chiffrierte in seinen Gedichten die Erschütterung über diesen Rufmordversuch. Die Übersetzung der einstigen Überschrift, folglich: „Was sind meine Freunde geworden?“ ließe nun den Schluss zu, in die Richtung zu interpretieren, dass ein einstiger Freund, namentlich die Witwe Goll, zu einem Feind geworden war. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: Sehr gut, Universität Wien, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Erec, ein höfischer Roman von 10135 Versen, entstand etwa um 1180/85 und wurde – trotz seines hohen Bekanntheitsgrades nach seiner Entstehung – nur in einer einzigen, annähernd vollständigen Hs. (im sog. Ambraser Heldenbuch, A) überliefert (der Iwein in fast 20!). Die Hs. stammt aus der Sammlung des Erzherzogs Ferdinand von Tirol (1529 – 1595) und wurde in der Klosterbibliothek auf Schloss Ambras bei Innsbruck gefunden. Heute wird die Sammelhandschrift in der österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt (Wien, Cod. Vind., Ser. nova 2663). Das Ambraser Heldenbuch wurde zwischen 1504 und 1515 von Hans Ried, Zöllner am Eisack bei Bozen, in einem bairischen frühneuhochdeutschen Schreibdialekt der Innsbrucker Kanzleien für Kaiser Maximilian I. angefertigt. Darin sind 25 verschiedene Texte zur mhd. Epik aus dem 12. und 13. Jahrhundert enthalten, 15 davon werden als Unikate angesehen, da sie ausschließlich im Ambraser Heldenbuch überliefert wurden. Die Ambraser Hs. enthält bedeutende, literarhistorische Werke; unter ihnen Heldenepen (z.B. Nibelungenlied, Biterolf, Wolfdietrich, Kudrun), sowie weitere höfische Epen und Verserzählungen (z.B. Hartmanns Iwein und Erec, Strickers Frauenlob und Wernhers Meier Helmbrecht, und Wolframs Titurel). Daneben sind noch drei (mit dem neuen Zwettler-Bruchstück vier) Fragmente aus dem 13. und 14. Jahrhundert überliefert: K, V und W. Außerdem sind noch weitere zwei Hs. urkundlich bezeugt, jedoch nicht überliefert. Die Vermutung, dass mehrere Textzeugen verloren gegangen sind, ist kaum von der Hand zu weisen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsche Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Mitte der neunziger Jahre hat das Internet als Informations- und Kommunikationsmittel einen enormen Zuwachs erfahren. Heutzutage ist jedem Nutzer der elektronische Austausch von Informationen und Nachrichten möglich. Seit der Etablierung des Smartphones ist dieser Informations- und Nachrichtenaustausch nicht einmal mehr an den Computer gebunden. Das Smartphone wird immer mehr zu einer multifunktionalen Kommunikationszentrale, die es dem Verbraucher ermöglicht, unabhängig vom Ort jederzeit Daten zu erhalten. So lösen die angebotenen Internetdienste wie Chats, Diskussionsforen oder E-Mails klassische Mitteilungsträger wie den Brief nahezu gänzlich ab. Die Entstehung und Nutzung der, durch das Smartphone eröffneten, neuen Kommunikationsformen, führen zu einem neuen Forschungsfeld für die Sprachwissenschaft. Gerade der Chat stellt ein notwendiges Verständigungsmittel für den Mitteilungsaustausch dar. Als die Service-Leistungen der Smartphones, die heute zur Selbstverständlichkeit geworden sind, 2002 noch vage Visionen waren, prognostizierte Freyermuth, dass das Internet zu einem ‚Evernet‘ werden würde und die permanente Vernetzung und die ‚Immer-an-Kommunikation‘ zum Regelfall. Diese Prognose ist zur heutigen Realität geworden. Insbesondere für Jugendliche ist die Nutzung von Chats und Instant-Messengern nicht mehr wegzudenken. Eine besonders tragende Rolle spielt dabei die Applikation ‚WhatsApp‘ (Eine Form des Chats für Smartphones). Binnen vier Jahren hat WhatsApp rund 450 Millionen aktive Nutzer gewonnen, Tendenz stark steigend. Der WhatsApp Gründer Jan Koum berichtet davon, dass täglich fast eine Millionen Nutzer hinzukommen. Durch derartige Zahlen wird deutlich: Ein Großteil der Kommunikation findet heute über das Internet statt. Das Schreiben hat durch die Medien einen neuen Status bekommen. Dies hat, wie sich bereits vermuten lässt, auch Auswirkungen auf unseren Schreibstil. Es wurde bereits hinreichend festgestellt, dass sich in den computerbasierten Kommunikationsformen des Internets tatsächlich ein neuer Schreibstil etabliert hat, der viele Elemente beinhaltet, die als ‚konzeptionell Mündlich‘ einzuordnen wären.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Veranstaltung: Wissenschafts- und Literaturgeschichte der Atombombe, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Reportage und ihr Produzent, der Reporter, sind landläufig die Begriffe, die am ehesten mit Journalismus in Verbindung gebracht werden.“ Der heute unbekannte Korrespondent der New York Times, William L. Laurence, der am 9. August 1945 Zeuge der Zerstörung Nagasakis wurde, hat den ersten Bericht über den zweiten Atombombenabwurf der Geschichte geschrieben. Jedoch zeigt sein Bericht wenig Recherche und ist der betroffenen Zivilbevölkerung gegenüber völlig gefühllos. Das Ergebnis ist eine schlechte Berichterstattung des Ereignisses. Laurence verschenkte so den Ruhm einer Pionierarbeit. Kritiker sagen seine Engstirnigkeit sei nicht zu entschuldigen, Laurence ziehe den Ruf des Reporters in den Dreck. John Hersey dagegen, der erst im Nachhinein mit einigem Abstand zu seinem Augenzeugenbericht über die Opfer der ersten Atombombe in Hiroshima schrieb, ist dem amerikanischem Publikum ein geläufiger Name. Er setzt mit seiner Reportage „Hiroshima, 6.August 1945, 8 Uhr 15“, einer Reihe von personell verknüpften Augenzeugenberichten, den Markstein, der eigentlich Laurence hätte gehören müssen. Nüchtern und doch einfühlsam berichtete Hersey von den Gefühlen, dem Leid und den Gedanken sechs Betroffener. Er wählt hierfür die Form der journalistischen Reportage, die 1946 in dem Magazin „The New Yorker“ gedruckt wurde und auf großes Interesse stieß. In folgender Arbeit wird aufgezeigt, inwiefern „Hiroshima“ als Reportage gilt. Über die Begriffsbestimmung und den geschichtlichen Hintergrund, nähert sich dieser Aufsatz der Praxis des Reportageschreibens. Dabei werden sowohl Funktion und Anforderung an die Reportage, als auch mögliche Themenfelder und Vorraussetzungen besprochen. Zum Schluss grenzt diese Arbeit die Elemente einer spannenden Reportage ein. All diese Punkte sollen direkt am Beispiel von „Hiroshima“ aufgezeigt werden und mit Exempeln aus dem Text belegt werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für deutsche Philologie), Veranstaltung: Sprache und Sexualität, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits seit einiger Zeit ist in zahlreichen Magazinen wie der „Coupé“, „Praline“, „Wochen- end“ oder selbst der „Bild-Zeitung“ der Begriff Sexualität kein Tabuthema mehr, über welches aufgrund der Gefahr von Anstößigkeiten nicht geschrieben werden darf. Fernsehen, Buchautoren, ja selbst der Hörfunk stehen dem bis vor kurzer Zeit noch brisanten Thema, welches höchstens in privater, stiller Umgebung hinter den eigenen vier Wänden angesprochen wurde, mittlerweile offen und aufgeschlossen gegenüber. Vielfach wurde dies von Sprachwissenschaftlern erkannt und zum Anlass genommen, ihre Forschungen auch auf dieses Gebiet auszuweiten und zu konzentrieren. Im heutigen Informationszeitalter ist es daher unabdingbar, den Forscherdrang überdies auf neuartige Kommunikationsmöglichkeiten zu lenken. Eine wohl unbestreitbar revolutionäre Entwicklung stellt hierbei das Internet mit seinen zahlreichen Kommunikationsplattformen dar. Besonders hervorzuheben sind dabei die verschiedenartigen Chats, mit denen das Internet dem Nutzer aufwartet. Der Begriff „chat“ ist dem Englischen entlehnt und steht für „plaudern“ bzw. „schwatzen“. Früher geschah dies über den so genannten IRC (internet relay chat), welcher den Usern (Nutzern) jedoch ein umfangreiches Wissen über notwendige Befehlseingaben abverlangte und den Einsatz einer chatspezifischen Software (Telnet) forderte. Mit der Entwicklung neuartiger Webchats wurde dieser Nachteil beseitigt: Die User surfen über das Internet eine zentrale Chatseite an, bei der sie sich anmelden und unter fiktiven Namen einer Art Konferenzschaltung beitreten, deren einzelne Chaträume (Channel) meist durch ein zentrales Oberthema vorab charakterisiert sind. So finden sich bestimmte Themenchannel wie z.B. Jugendchannel im Sinne von „Teen-Spirit“ oder „Schueler“ und Channel für fremdsprachige Chatter wie „Europa“ oder „Bizim-Kanal“ wieder. Für diese Arbeit soll der Blick einzig und allein auf den erotischen Channeln liegen. Hierbei stellt der Webchat „Chatcity“ eine überaus geeignete Kommunikationsplattform dar, da er alle möglichen Unterhaltungsthemen in einem Chat vereinigt und somit ein breites Userspektrum bietet, an dem Untersuchungen bequem vorgenommen werden können. Zentrales Untersuchungsthema sollen dabei die Möglichkeiten sein, die sich den Usern für eine erotische bzw. sexual-verbale Kommunikation bieten; aber auch Schwierigkeiten der Onlinekommunikation sollen gleichfalls erörtert und vorgestellt werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der vorliegenden Hausarbeit soll untersucht werden, ob es sich bei dem von Sascha Lobo geprägten Begriff „Latenznazi“ um ein neues Schlagwort handelt. Hierzu wird der Begriff zunächst anhand von Definitionen von Schlagwörtern analysiert. Nach einem ersten Zwischenfazit werden anschließend verschiedene Merkmale und Analysekategorien speziell nach Schröter näher betrachtet und diese mit dem Latenznazi in Beziehung gesetzt. Zum Schluss soll eine abschließende Einschätzung über die Eignung als Schlagwort erfolgen. Am 17.12.2014 wurde der Artikel „Die Mensch-Maschine: Nichts sehen, nichts hören, viel sagen“ bei Spiegel Online veröffentlicht. Bei dem Autor handelt es sich um den Blogger und Kolumnisten Sascha Lobo. Der Artikel ist eine Reaktion auf eine anhaltende Bewegung des Vereins „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida). Es herrscht allgemeine Unstimmigkeit darüber, wer diese Menschen sind, die bei Demonstrationen von Pegida mitlaufen. Außenstehenden fällt ihre Einordnung in die Gesellschaft schwer. In seinem Artikel versucht Lobo, die Anhänger von Pegida zu bestimmen. So spricht er von einem neuen „Bürgertypus“, der die Bühne betritt: der „Latenznazi“. Hierbei handle es sich um Leute, „die rechtsextreme Positionen vertreten, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, dass sie rechtsextrem sind.“ Von den Anhängern gehen xenophobe Signale aus, ohne dass sie sich das eingestehen müssen. So befürworte man beispielsweise das Asylrecht, doch sei gleichzeitig gegen Asylanten.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Institut für Neuere Deutsche Literatur), Veranstaltung: Fiktion, Mimesis, Mythos, Poesie. Grundbegriffe und Grundfragen der Literaturwissenschaft, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thema dieser Hausarbeit ist die Frage, ob es ein universelles Muster für den Weg des Protagonisten gibt, nach dem gelungene Geschichten funktionieren. Dabei werde ich mich an Christopher Vogelers Buch “Die Odyssee des Drehbuchschreibens”, das diese These vertritt, halten und sie an Hand von zwei Werken überprüfen. Vogeler geht davon aus, dieses universelle Muster gefunden zu haben, das sich daraus ergibt, dass der gelungene Held einer Geschichte sowohl in den überlieferten Mythen als auch in modernen Geschichten immer dieselben Entwicklungsschritte durchmachen muss. Da dieses Muster sich auch in der realen Welt wiederhole, gelinge so auch eine stärkere Identifikation mit dem Helden. Vogeler stützt sich bei seiner These auf den Mythenforscher Joseph Campbell, der die großen Religionen, Märchen, Mythen und Bräuche auf ihre Gemeinsamkeiten hin untersucht hat. Wenn Vogeler Recht hat, muss seine Theorie sich auch auf die großen Werke der Literatur beziehen lassen können, deshalb soll seine These auch an einem Klassiker der Dramenliteratur, Schillers “Wilhelm Tell“, überprüft werden. Gleichzeitig werde ich “Sling Blade” von Billy Bob Thornton, ein modernes Drehbuch, auf Vogelers These hin untersuchen, um den Vergleich abzurunden. Beide Beispiele behandeln das Motiv des Tyrannenmordes. Auch die Verschiedenheit der Gattungen ist nur vordergründig, wenn man dem Lesen den Vorrang vor der Inszenierung gibt. Zunächst gehe ich deshalb in einem Exkurs über die Verwandtschaft von Drehbuch und Drama sowie gesondert auf die Poetik ein, da sich seine Anforderungen an die Tragödie zum größten Teil auch auf Drehbücher übertragen lassen. Daraufhin interpretiere ich die einzelnen Szenen der beiden Werke im Hinblick auf die Übereinstimmung mit den jeweiligen Etappen der Reise des Helden nach Vogeler. Dabei geht es nicht um eine vollständige Interpretation, sondern darum, herauszufinden, inwieweit Vogelers Theorie auf zwei scheinbar völlig weit auseinanderliegende Werke zutrifft. Dabei werde ich mich auf das “Zweite(s) Buch: Die Etappen der Reise” konzentrieren und untersuchen, inwieweit Karl Childers und Wilhelm Tell den “Weg des Helden“ vollziehen.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Deutsch - Erörterungen und Aufsätze, Note: 2, , Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Ich habe mich für die Geschichte des doppelten Lottchens von Erich Kästner entschieden, da ich bereits als Kind Kästners Romane wie: Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton oder Das doppelte Lottchen sehr gemocht und geradezu verschlungen habe. Besonders an dieser Geschichte gefällt mir heute, dass Erich Kästner mit den damaligen Konventionen gebrochen hat und einen für die damalige Zeit untraditionellen Familienroman geschrieben hat. In dieser Arbeit möchte ich das Buch Das doppelte Lottchen von 1949 mit dem Film Charlie & Louise von 1994 vergleichen. Ich habe mich für die Film-Adaption von 1994 entschieden, da sich in den knapp 50 Jahren von 1949 bis 1994 eine immenser gesellschaftlicher Umbruch vollzogen hat, speziell hinsichtlich des Familienbildes und der Rolle der Frau innerhalb der Familie. So ergibt sich die Leitfrage dieser Arbeit: „Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung der Familie im Film von der Darstellung der Familie in Erich Kästners Roman?“ Zunächst werde ich kurz den Inhalt von Buch und Film wiedergeben, woraufhin ich im Hauptteil meiner Arbeit Buch und Film miteinander vergleichen und die Unterschiede in der Darstellung der Familien herausarbeiten werde. Besonderes Augenmerk bei diesem Vergleich werde ich auf den Wandel der Familienbilder in den 50er bis 90er Jahren legen und mögliche Ursachen und Hintergründe für eine abweichende Darstellung aufweisen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,7, Philipps-Universität Marburg (Germanistik), Veranstaltung: Prosodie des Deutschen, Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrer Arbeit „Deutsche Wortprosodie: Abschwächungs- und Tilgungsvorgänge“ von 1997 stellt Sylvia C. Löhken ein umfassendes Modell vor, welches anhand einer eigenen Weiterentwicklung der Optimalitätstheorie versucht, Lautwandelphänomene in den Sprachstufen des Deutschen zu erfassen. Neben der Akzentverschiebung im Althochdeutschen und Vokalabschwächungen in den Stufen des Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen behandelt die Autorin Phänomene der Vokaltilgung im Übergang vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen. Diese Arbeit greift die Ergebnisse ihres constraintbasierten Ansatzes auf, um sich dem Phänomen der Varianz auf der Sprachstufe des aktuellen Umgangsdeutsches bzw. seiner „regionalen“ Sonderformen innerhalb der Neuen Medien – insbesondere innerhalb des Internets und vergleichbarer digitaler Dienste (Email, SMS, LARP) – zu beschäftigen, insoweit sie Tilgungen des Schwa-Lautes betreffen. Es stehen diejenigen „optionalen“ Schwa-Tilgungen im Zentrum des Interesses, welche eine Verkürzung des Stammorphems mit sich bringen; außerdem auch diejenigen innerhalb der ersten Person Indikativ von Verben. Gerade das zuletzt angesprochene Phänomen spielt auch eine entscheidende Rolle in den üblich gewordenen „Comicwörtern wie *freu*, *grins*, *schmoll*“, welche im Deutschen auf den Gebrauch durch Erika Fuchs in den Mickey-Mouse-Heften zurückgeführt werden
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,15, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Lothar-Günther Buchheims Das Boot, 1973 erschienen, ist zunächst als Roman gekennzeichnet, d. h. ein Kernbereich, in den das Buch einzuordnen und in dem es zu behandeln ist, ist die Kriegsprosa nach 1945, und zwar in der Hauptsache die deutsche Kriegsprosa nach 1945. Einen weiteren Bereich der Literatur, in den Das Boot aufgrund seiner speziellen Thematik fällt, stellt die sog. ‚U-Boot-Literatur’ dar. Die Bandbreite ist enorm. Sie reicht von historiographischen und technisch-wissenschaftlichen Arbeiten (maritimer Fachliteratur) bis zu populärwissenschaftlichen Büchern und erstreckt sich bis in die ‚Niederungen’ der sog. ‚Landserhefte’. Die Bedeutung von Buchheims Boot für diesen Literaturbereich wird ein wesentlicher Aspekt dieser Arbeit sein. Zunächst soll in einem knappen Exkurs die Frage geklärt werden, ob Das Boot als erster Teil einer angeblichen Trilogie, gewissermaßen isoliert von den anderen beiden Teilen, untersucht werden kann. Dann soll kurz auf die grundsätzlichen Probleme bei der Kategorisierung in Kriegsliteratur bzw. Anti-Kriegsliteratur eingegangen werden. In einem nächsten Schritt wird Das Boot dann mit der Kriegsprosa nach 1945 in Zusammenhang gebracht. Dazu sollen Motive, Hauptströmungen und Kontinuitäten innerhalb dieses thematischen Teilbereichs herausgestellt und der Roman auf Entsprechungen bzw. Divergenzen untersucht werden. In diesem Rahmen wird auch auf die wesentlichen Unterschiede der west- und ostdeutschen Kriegsprosa in dieser durch den Systemgegensatz, den ‚Kalten Krieg’, geprägten Ära eingegangen werden. Außerdem sollen die Hauptkritikpunkte, mit denen sich Das Boot immer wieder konfrontiert sieht, erörtert werden. Ein weiteres Kapitel wird sich mit der Gattungsfrage des Romans beschäftigen, die bislang in der Forschung noch nicht hinreichend beantwortet wurde. Der Fokus wird sich dabei auf dokumentarische Literatur im weiteren und den ‚Dokumentarroman’ im engeren Sinne richten. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich dann mit der Stellung, die Das Boot innerhalb der U-Boot-Literatur einnimmt. Dabei soll neben der heftigen Debatte, die der Roman auslöste, auch beleuchtet werden, inwieweit das Werk Buchheims im Schatten seines Autors bzw. dessen Ruf steht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Justus-Liebig-Universität Gießen, Veranstaltung: Intermedialität, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1985 erschien der Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Von der Presse hoch gelobt, war er jahrelang auf Bestsellerlisten (nicht nur in Deutschland) zu finden. Er wurde in 46 Sprachen übersetzt und mit über 15 Millionen Exemplaren verkauft. Solch ein erfolgreiches Buch schrie förmlich danach verfilmt zu werden. Doch eigentlich entspricht Grenouille so gar nicht dem typischen Kinohelden. Süskind wehrte sich lange Zeit sein Drehbuch frei zu geben. Ridley Scott, Tim Burton, Steven Spielberg zeigten neben Bernd Eichinger Interesse an der Verfilmung. Allerdings hoffte der Autor, Gerüchten zufolge darauf, dass Stanley Kubrick seinen Roman verfilmen würde. 2001 erhält Eichinger endlich die Rechte an „Das Parfum“. Es heißt sie haben ihn 10 Millionen Euro gekostet. Aufgrund der Beliebtheit des Romans, wurde die Verfilmung des Stoffes ungeduldig erwartet. Ich werde nun im Folgenden die Romanvorlage in einigen Punkten mit der Verfilmung vergleichen und auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Buches eingehen (Darstellung der Gerüche, des Protagonisten usw.). Des Weiteren möchte ich mich mit einigen Filmrezensionen beschäftigen, um am Ende ein eigenes Resümee bezüglich der filmischen Welt des Grenouille aus den gewonnen Erkenntnissen ziehen zu können.
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, , Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll der von Astrid Lindgren verfasste Roman „Die Brüder Löwenherz“, anhand diverser Kennzeichen nach Michael Titzmann, dahingehend analysiert werden, inwiefern es sich bei der Geschichte um eine Initiationsgeschichte im Sinne der Definition handelt. Der Strukturalist und Wissenschaftler Michael Titzmann bildete dazu eine Definition heraus, die auf der Theorie von van Genneps basiert. In Hinblick auf Erzähltexte der Goethezeit und unter Einbezug Genneps Theorien etabliert Michael Titzmann den Begriff „Initiationsgeschichte“. Dabei hat Titzmann „Erzählmuster vorgeschlagen, die strukturell einer Initiation gleichen.“ Damit der Prozess der Initiation in Anlehnung an Titzmann als erfolgreich gilt, müssen drei Schritte im Roman stattfinden. Die erste Phase zeichnet sich durch eine Ablösung von einem sozialen Ausgangssystems aus. Ein soziales Ausgangssystem im Roman kann beispielsweise die Herkunftsfamilie darstellen. Im zweiten Schritt findet die Phase des Experimentierens statt, wobei hier „der Initiand jedoch der Gefahr des Scheiterns ausgesetzt“ ist und der Initiand gleichzeitig entweder eine Selbstfindung oder einen Selbstverlust erlebt. Der Endzustand und somit die letzte Phase in einer Initiationsgeschichte bildet die soziale Reintegration, nachdem sich der Initiand „kurzzeitig in einen außersozialen Zustand“ begeben hat.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 2,3, Universität Kassel, Veranstaltung: Historische Imagination und Geschichtsdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kinder- und Jugendliteratur zur Epoche des Nationalsozialismus hat ein immenses Ausmaß angenommen und wird in der Schule oft zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit genutzt. Vor allem wird dort auf den Jugendroman Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter zurückgegriffen, der schon als Klassiker für den Geschichtsunterricht angesehen werden kann. Doch wird ein genauerer Blick auf diesen Jugendroman geworfen, so wird schnell ersichtlich, dass auch dieser Mängel vorzuweisen hat. Diese Defizite beziehen sich nicht nur auf kleinere Aspekte, wie beispielsweise eine tadelnswerte Identifikationsmöglichkeit für beide Geschlechter, sondern interessanterweise auf die Darstellung der Juden, die einen zentralen Aspekt für die Thematisierung des Nationalsozialismus darstellt. Der Auslöser dieser Arbeit war vor allem die Kritik von Wermke , der u.a. den Umgang mit antisemitischen Stereotypen in dem Roman thematisiert. Dies wurde allerdings nur kurz angeschnitten und auf eine Beschreibung von Stereotypen oder einer Illustration der Judendarstellung im Drittem Reich wurde gänzlich verzichtet. Diese Gesichtspunkte sollen in dieser Arbeit weiter ausgebaut werden. So sollte vorab die Frage geklärt werden, was überhaupt ein Vorurteil und Stereotyp ist und welche Gefahren diese mit sich bringen. Daraufhin sollte die Frage thematisiert werden, ob die Darstellungen der Juden bzw. des Stereotyps Jude in der NS-Propaganda Parallelen mit der in Damals war Friedrich vorweisen. Ebenfalls sollte der Frage nachgegangen werden, wie sich diese Mängel des Romans im Schulunterricht beheben lassen können. [...] Neben diesen genannten Aspekten, stechen vor allem die Aussagen des Lehrer Neudorfs – er ist kein Sympathisant der NSDAP – hervor. [...] Die Erzählung wird von Neudorf fortgesetzt und er erklärt den Schülern, dass die Juden geldgierig sein müssen, denn im Laufe ihrer Geschichte wurden sie auf fürchterlichste Weise beraubt und enteignet, so dass ihnen bewusst wurde, „[...] dass Geld das einzige Mittel ist, mit dem sie sich notfalls Leben und Unversehrtheit erkaufen können.“ Durch diese Textpassage vermittelt Richter eine weitere negative Eigenschaft und zwar Geldgier.
Zwischenprüfungsarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Veranstaltung: Literatur zwischen den Weltkriegen, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Um meine Geschichte zu erzählen, muss ich weit vorn anfangen. Ich müsste, wäre es möglich, noch viel weiter zurückgehen, bis in die allerersten Jahre meiner Kindheit und noch über sie hinaus in die Ferne meiner Herkunft zurück.“ Diesem Zitat liegt der tiefe Sinn des Romans zugrunde. Der Autor gibt dem Leser den ersten Einblick in die Geschichte der Hauptfigur des Textes, indem er den Rezipienten in die Chronologie seines eigenen Lebens involviert. Darüber hinaus verweist er auf die Einflüsse, die sowohl auf ihn als auch auf seinen Ahnen gewirkt haben. Bei der Interpretation des vorliegenden Textes und zeitgleicher Auseinandersetzung mit Hesses Biographie wird deutlich, dass viele Parallelen zwischen der Romanfigur Emil Sinclair und dem Autor existieren. Hesse versteht es, einen literarischen Text derart in autobiographischer Form darzustellen, dass der Leser den Eindruck bekommen kann, es handele sich selbst um eine Autobiographie. Eben diese Relationen zwischen Leben des Autors und seinem Werk „Demian“ werden in dieser Arbeit erörtert. Beginnend mit dem Übergang von Kindheit zu Jugend stellt Hesse eine Person dar, die in einem Zwiespalt zwischen innerer und äußerer Welt befindet. Die Geschichte von Emil Sinclair ist ein intimer literarischer Text, dessen Intention es ist, auf autobiographischer Ebene Hesses Kindheitsgefühle zum Ausdruck zu bringen. Die autobiografische Natur des Werkes beweist uns der Autor, indem er schreibt: „Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst.“ Mit „Demian“ wendet sich Hesse seiner Kindheit zu, manifestiert in der Jugend der Romanfigur Emil Sinclair. Die in diesem Zusammenhang dargestellten Personen gehören ausschließlich zur inneren Welt der Hauptfigur. Als primäre Hauptfigur der äußeren Welt wird Pistorius dargestellt, der wiederum, die Biographie Hesses berücksichtigend, mit einer Person aus Hesses Leben zu vergleichen ist, nämlich Hesses Psychotherapeut Dr.Lang. „Alle anderen Figuren des Romans sind im Sinne von Jung nur Archetypen“, Symbole, die uns helfen, das Gesamte zu verstehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Das Titanic-Archiv, Sprache: Deutsch, Abstract: Sie galt als unsinkbar und doch ist das für unmöglich gehaltene geschehen. Am 15. April 1912 ist die Titanic nach einer Kollision mit einem Eisberg, circa 30 Seemeilen von Neufundland entfernt, gesunken. 1517 Menschen sollen bei einem der größten Seefahrtkatastrophen aller Zeiten ihr Leben gelassen haben. Auch fast 99 Jahre später sorgt das Titanic-Unglück immer mal wieder für Gesprächsstoff. Oft wurde sich in all’ den Jahren diesem Thema angenommen. Die Titanic ist zu einem Medienmythos geworden. Es wurde viel über sie geschrieben und zahlreiche Filme wurden gedreht. Die bekannteste Verfilmung ist wohl die von Regisseur James Cameron aus dem Jahre 1997, die nicht nur elf Oscars einheimste, sondern auch der jüngeren Generation das Unglück ins Bewusstsein rief. Die vorliegende Seminararbeit wird sich mit der Frage der Schuld beschäftigen. Wer oder was ist für den Zusammenstoß mit dem Eisberg und die hohe Opferzahl verantwortlich? Etwa die Reederei White Star Line, weil sie, wie vermutet wird, einen neuen Rekord auf der Strecke zwischen Southampton und New York aufstellen wollte? Oder vielleicht der Kapitän Smith, weil er in der Notsituation falsch handelte? Waren vielleicht zu wenig Rettungsboote an Bord? Wenn ja, warum? Die Frage der Schuld nahm auch in den zeitgenössischen Presseberichten eine nicht unbedeutende Stellung ein. In der vorliegenden Arbeit werden Presseberichte der beiden österreichischen Zeitungen “Neue Freie Presse” und “Prager Tagblatt” untersucht. Die Leitfrage lautet: Wie versuchen die jeweiligen Medien die Frage der Schuld zu klären? Untersucht werden die Berichte zwischen dem 15. April 1912 und dem 22. April 1912, also direkt die Woche nach dem Unglück. Eine ausgedehnte Untersuchung des Unglücks hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht stattgefunden, so dass schon jetzt gesagt werden kann, dass keine Aussage über den wahren Schuldigen gemacht werden kann. Vielmehr setzt die Seminararbeit einen Schwerpunkt auf die Frage wie mit der Frage der Schuld umgegangen wird. Was werden für Erklärungen gesucht und wie plausibel sind diese? Auf welche Quellen stützen sich die Journalisten? Die Arbeit beginnt mit einer genauen Vorstellung der beiden untersuchten Tageszeitungen. Es folgt eine Einteilung in drei Kategorien in die man die Frage der Schuld einteilen könnte. In einem nächsten Kapitel werden die beiden Zeitungen auf diese Kategorien hin untersucht. Ein Fazit fasst die gewonnen Ergebnisse zusammen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Der „Glasperlenspieler“ – Hermann Hesses Leben und Werk, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei kaum einem Autor lassen sich so eindeutig autobiografische Züge in den Werken finden wie bei Hermann Hesse. Ob „Siddharta“, „Kurgast“ oder „Klingsors letzter Sommer“ – Hesses Selbstdarstellung in seinen Werken ist deutlich erkennbar. Herausstechend werden die Ähnlichkeiten zu Hesses eigenem Leben jedoch im „Steppenwolf“, in welchem eine Zeit aufgegriffen wird, in der Hermann Hesse einen neuen Weg suchte, nachdem er einmal in der Hingabe in der Kunst und ein anderes Mal in der Hingabe im Leben an Grenzen gestoßen oder gescheitert war. „Mein Beruf, meine Reisen und Studien, meine Ehe, alles das hatte seine Werte und seine Freuden, und war doch alles schon beschattet und nur halb wirklich, erfüllte mich nicht ganz, ließ viel Leere, schmeckte oft fad und verlogen.“ (Vorwort zum Steppenwolf, in: Hermann Hesse – Sämtliche Werke (Bd. 4), Volker Michels (Hrsg.), Frankfurt am Main 2001, S. 208) Begierig nach dem Tod dürstete Hermann Hesse nach dem Leben. So antithetisch wie sein Innerstes waren auch sein Leben und sein Werk „Steppenwolf“. Im Folgenden werde ich einige Daten, Fakten oder Ideen herausgreifen und erörtern, welche die biografischen Parallelen zwischen Hermann Hesse und Harry Haller, der Hauptfigur des „Steppenwolf“ und dem Steppenwolf selbst, deutlich machen. Nicht nur die sich natürlich nicht zufällig gleichenden Initialen der beiden regen an, diesen Vergleich vorzunehmen, sondern auch die zahlreichen und offensichtlichen Bezüge der beiden Steppenwölfe untereinander. Nachfolgend gestalte ich also den Versuch, Hermann Hesse im „Steppenwolf“ eindeutig in der Person des Harry Haller zu finden. Für dieses Vorhaben ist es nötig, eine oberflächige Interpretation des „Steppenwolf“ zu geben, die ich im Verlauf der Arbeit immer wieder einfließen lasse.
English:
This book is for all learners of German who love to read and who would like a simple, effective and enjoyable way to improve their German language skills. The short story and the explanations are written in German and suitable for learners who have good basic knowledge of Level A2 and upwards. The book can also be used as a complementary preparation for the B1 exam.
The book has three parts:
1. The easy short story with translations for difficult or important words in English and Japanese
2. Konjunktiv 2 (subjunctive / conditional): Form and use, explanations of passages from the story, tests with solutions
3. Verbs with fixed prepositions: Explanations, tips and tests with solutions
* Lively dialogues from everyday life
* Pictures to support the reading comprehension
* Audio book, more exercises and tips on the author's website
Tagline:
Tim is living in Germany and is learning German at a language school. One day, he believes that his classmate Jeanice wants more than just a simple friendship from him.

Deutsch:
Dieses Buch ist für alle, die gerne lesen und die auf eine einfache, effektive und angenehme Weise ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen. Die Kurzgeschichte und die Erklärungen sind auf Deutsch geschrieben und für Lerner mit guten Grundkenntnissen ab Niveaustufe A2 geeignet. Das Buch kann auch als ergänzende Vorbereitung auf die B1 Prüfung benutzt werden.
Das Buch hat drei Teile:
1. Die Geschichte: Mit Fußnoten für schwierige oder wichtige Wörter auf Englisch und Japanisch
2. Konjunktiv 2: Form und Gebrauch, Erklärungen der Textstellen, Tests mit Lösungen
3. Verben mit festen Präpositionen: Erklärung, Gebrauch, Tipps und Tests mit Lösungen
* Lebendige Dialoge aus dem Alltag
* Bilder unterstützen das Leseverstehen
* Hörbuch, weitere Übungen und Hinweise auf der Homepage des Autors
Handlung:
Tim lebt in Deutschland und lernt in einer Sprachschule Deutsch. Eines Tages glaubt er, dass seine Mitschülerin J
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1-, Universität Duisburg-Essen (Geisteswissenschaften), Veranstaltung: Proseminar: „Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur“, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Jules Verne kann unbestritten als ein klassischer und wohl auch einer der bekanntesten Vertreter der frühen Science-Fiction Literatur bezeichnet werden. Auch wenn sich seine Romane allgemein gefasst dem Genre der Abenteuerromane zuordnen lassen, so spielen doch in einigen von seinen Werken faszinierende technologische Innovationen, welche zum größten Teil der Fantasie des Autors entspringen, eine maßgebliche Rolle. Meist sind diese technischen Errungenschaften weniger als Schreckgespenster, sondern als bewundernswerte und von einem genialen Geist ihres Erschaffers zeugende Wunderwerke, welche innerhalb der Handlung eine faszinierende Wirkung auf die übrigen Charaktere ausüben. Diese Wirkung vollzog sich sowohl bei vielen Lesern zu Jules Vernes Zeit als auch noch bei der heutigen Leserschaft. 20000 Meilen unter den Meeren aus dem Jahre 1871 ist eines der bekanntesten Werke Jules Vernes, auf welche die vorangegangene Beschreibung zutrifft. Im Zentrum der Geschichte steht ein äußerst intelligenter, gebildeter aber auch zynischer und brutaler Mann, welcher ausschließlich das Innere seines U-Bootes mit dem Namen NAUTILUS sein Zuhause und die Weltmeere seine Heimat nennt. Das Besondere an diesem Roman sind die entstehenden Spannungsverhältnisse. So besteht ein Kontrast zwischen utopischen Technikinnovationen und Kritik an der Gesellschaft. Dabei ist es doch die Zivilisation, welche hinter der Entstehung und dem Fortschritt der modernen Technik steht und eben diese auch als Mittel der Zerstörung und Unterdrückung missbraucht. Beide Aspekte sind im Charakter des KAPITÄN NEMO zu finden. Des Weiteren treffen im Roman die Welt der Technik und die Welt der Natur aufeinander, wobei es keiner von beiden an ästhetischer Beschreibung mangelt. Nun ist die Frage, ob Jules Verne in diesem Roman einer bestimmten Richtung den Vorrang einräumt, der des technischen Optimismus und Fortschrittglaubens oder der der besinnten Bescheidenheit gegenüber Mensch und Natur.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Germanistik), Veranstaltung: Hauptseminar Buddenbrooks, Sprache: Deutsch, Abstract: Als repräsentative Seelengeschichte des deutschen Bürgertums, von der nicht nur dieses selbst, sondern auch das europäische Bürgertum überhaupt sich angesprochen fühlen konnte, bezeichnete Thomas Mann sein meistgelesenes und meistgeliebtes Buch. Dass er für seinen ersten und zudem noch sehr umfangreichen Roman 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, verschaffte ihm endgültig weltweit literarische Anerkennung1. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich eingehend mit der Figur, die die Linie der Buddenbrooks zum Abschluss bringt. Hanno Buddenbrook ist nicht nur der „Inbegriff lebensfremder Zartheit und sensiblen Künstlertums, in dessen musikalischen Neigungen der Prozess der Entbürgerlichung sich vollendet“2, sondern auch der Erbe, dessen „biologisches Schicksal [es ist], die Genealogie enden zu lassen“3. Ursprünglich wollte sich der Autor auch nur mit der Geschichte des sensitiven Spätlings Hanno auseinandersetzen, woraus sich die Fokussierung auf diese Figur im vorliegenden Text ergibt4. Konkret wird dreht es sich um die Frage, welche Faktoren Hannos Tod entweder direkt oder indirekt mit beeinflussen und wie er auf diese reagiert beziehungsweise, was er passiv mit sich geschehen lässt. Neben dem physischen Aspekt, der ausführlich behandelt werden soll, da Thomas Mann viele Krankheitsbilder verwendet hat, die bei Erscheinen des Romans intensiv erforscht wurden, findet auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem physischen Aspekt statt, der Hannos Niedergang bedingt. Die psychische Komponente wird hierbei als ebenso wichtig angesehen wie die physische. Die psychosomatische Wechselwirkung soll im Mittelpunkt der Arbeit stehen und somit ergibt sich der Versuch, Hanno Buddenbrooks „Untergang“ und Lebensfremdheit zu erforschen und zu erklären. Abschließend wird der Versuch unternommen, die herausgearbeiteten physischen und psychischen Faktoren miteinander zu verbinden und somit die gegenseitige Bedingung, sofern sie vorhanden ist, aufzuzeigen. 1 Ottomeyer, Prof. Dr. Hans: Deutsches Historisches Museum Berlin: http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/kunst/buddenbrooks/ (Stand: 03.09.2009) 2 Ebd. 3 Max, Katrin: Niedergangsdiagnostik: zur Funktion von Krankheitsmotiven in „Buddenbrooks“. Frankfurt am Main 2008, S. 233. 4 Grawe, Christian: Struktur und Erzählform. In: Buddenbrooks-Handbuch, hrsg. von K. Moulden, Stuttgart 1988, S. 69.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Deutsches Seminar), Veranstaltung: PS I Einführung in die Analyse von Erzählprosa, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Interpretation von Clemens Brentanos „Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl“ setzt sich zum Ziel, gemäß der Definition von „Geschichte“1 sowohl die Begebenheiten als auch die Art des Erzählens durch die narrative Instanz zu untersuchen. Hierbei soll dem Aspekt der Zeit besondere Aufmerksamkeit zukommen, denn dieser wird sich als Bindeglied verschiedener Handlungsstränge und für die Erzählweise prägend erweisen. Die erzähltechnischen Begriffe entstammen der Terminologie Gérard Genettes. 2.1 Zeit als Oberkategorie dieser Erzähltextanalyse - Thesen Die Geschichte bedient sich unterschiedlicher Zeitebenen, die von der Jugend Kaspers und Annerls bis in die Gegenwart des Ich-Erzählers hineinreichen. Da diese eng mit den narrativen Ebenen und daher mit den zugehörigen Erzählern verknüpft sind, wird Zeit zu etwas subjektiv Wahrgenommenem: Mal wird sie nicht beachtet (Ruhe der Alten beim Erzählen), mal könnte ihr keine größere Bedeutung zukommen (Versuch der Rettung Annerls durch den Ich-Erzähler) und gegen Ende zu wird sie sogar aufgehoben, indem sie im Monument erstarrt. Über dieses subjektive Zeitempfinden der Figuren spannt sich ein Netz von Symbolen und Dingsymbolen, welche die Erzählstränge verknüpfen, deren Beitrag zur Auflösung der Problematik dieser Erzählung und des Erzählens an sich jedoch zweifelhaft bleibt. Im Folgenden soll nun überprüft werden, inwieweit sich diese Thesen bewahrheiten. 1 Gerhard Kluge: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl – Text, Materialien, Kommentar, S.52
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum, Veranstaltung: Romane der Aufklärung, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Der Roman „die Insel Felsenburg“ von Johann Gottfried Schnabel ist ein Zwitterprodukt aus Abenteuerroman und Utopie; eine Robinsonade, die sich mit einem utopischen Problem auseinandersetzt. Sie stellt einen pietistisch, idealisierten Staat dar, in dem sich alle Bürger redlich, gottesfürchtig und vernunftsorientiert verhalten und miteinander umgehen. Die Fragestellung wirft sich auf, warum gestaltet Schnabel eine solche Utopie und was wollte er damit darstellen, aus didaktischer Hinsicht vermitteln? Mein erster einleitender Arbeitsschritt wird die Eingliederung in die historisch-politischen, kulturgeschichtlichen und literaturgeschichtlichen Kontexte sein, in denen sich Schnabel bewegte. Im zweiten Arbeitsschritt gehe ich kurz auf die utopische Konzeption Schnabels ein, mit dem Ziel die im Schriftstück innewohnende Intention adäquat darzustellen und mögliche literaturwissenschaftliche Methoden, die während Schnabels Schaffungsprozesses aktuell waren, folgerichtig zu analysieren. Das Augenmerk wird dann anschließend auf das Werk an sich gerichtet. Mit einer kurzen Inhaltsangabe werde Ich den Roman zusammenfassen, um dann auf den eigentlichen Punkt, der Charakterkonzeption Schnabels, anzukommen. Die theologischen Dimensionen der einzelnen Charaktere sind ausschlaggebend um die soziale Kompatibilität der jeweiligen Person in dem komplexen Gesellschaftsgefüge der Insulaner zu veranschaulichen. Meine Beobachtungen werden sich analytisch auf die vier Hauptcharaktere Albert Julius, van Leuven, Concordia Plürs und Kapitän Lemelie konzentrieren. Ich werde gravierende, aber auch nur ganz feine Unterschiede in der Mentalität, der immanenten Disposition des Charakters aufzeigen. Insbesondere das empfindsame Gefühl, aber auch in dem jeweiligen Verhalten in überraschenden Situationen, der Religiosität und der Präsenz in der Gemeinschaft sind zu untersuchen. Diese Unterschiede im Verhalten gestalten den Handlungsverlauf derart konzeptionell, dass man Rückschlüsse auf die Absichten und grundlegende Idee des Autors, also des idealen Verhaltens in einer Gesellschaft ziehen kann. Deshalb möchte ich diese Schlussfolgerungen vor einem Hintergrund präsentieren, der nicht nur den Autor, sondern den Autor in seiner Zeit darstellt, um möglichst wirklichkeitsgetreu die Motivation darzustellen, die ihn dazu veranlasste sein Werk zu verfassen.
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