Die Sexualratgeber im Wandel der Zeit: Eine Analyse ausgewählter Text- und Bildelemente der Aufklärungsrubriken in der Jugendzeitschrift „Bravo“

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 3,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar „Spezialgebiete der germanistischen Linguistik: Textualität – Vom mono-zum multimodalen Text“, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit basiert auf der Textlinguistik und beschäftigt sich in erster Linie mit Text- und Bildelementen in einem Printmedium. Das Verhältnis zwischen Text und Bild ist eine umstrittene Thematik, vor allem da Text- und Bildelemente oft nicht gezielt voneinander unterschieden werden können und fließend ineinander übergehen. Schon der Text als solcher bereitet der Linguistik verschiedenste Definitionsprobleme, doch vor allem mit dem Auftreten des Bildes, welches den Text oftmals ergänzt, ihn aber auch ersetzen oder verändern kann, trifft die Textlinguistik auf neue Herausforderungen. Das Bild schafft es, den Text auf eine andere Ebene zu heben und die Leser eines Textes zusätzlich zu beeinflussen. Um Bild und Text in Kombination zu analysieren ist es essenziell, zu verstehen, dass Bild und Text in einer dynamischen Wechselwirkung stehen (vgl. Stöckl 2004, 2ff.). Das Bild als solches muss dekodiert und in den Kontext des damit verbundenen Textes gebracht werden. Als Materialgrundlage für die folgende Arbeit dient die Jugendzeitschrift „Bravo“. Vor allem Zeitschriften, deren Zielpublikum Jugendliche sind, bedienen sich oftmals konkret bestimmter Text-und Bildelemente und vereinen diese gezielt, um Aufmerksamkeit zu erregen und Leser anzulocken. Vor allem durch die Modernisierung der Medien und die fortschreitende Technik ist es möglich, immer mehr Bild- und Textelemente miteinander zu vereinen und Blickfänge zu schaffen. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Sexualratgebern der Zeitschrift „Bravo“ und deren Wandel in Bezug auf die Text-und Bildelemente in den letzten dreißig Jahren. Die Sexualratgeber in der Jugendzeitschrift zeigen deutliche Veränderungen auf, vor allem auch durch die fortschreitende Wissensneugier und die Veränderung der Sexualmoral. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Sexualratgeber auch in ihrer Ausführung und Gestaltung variieren. Eingeleitet wird die Arbeit mit einem kurzen Abriss über die Geschichte der Ratgeberliteratur sowie über die Entstehung der Sexualratgeber in der Jugendzeitschrift „Bravo“. Anschließend werden exemplarische Beispiele aus den letzten dreißig Jahren anhand verschiedenster Analyseinstrumente einer näheren Betrachtung unterzogen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die einzelnen Text-und Bildelemente, sowie deren Verschmelzung im Wandel der Zeit. Inwieweit hat sich die Ratgeberrubrik der „Bravo“ in den letzten dreißig Jahren in Bezug auf die Text- und Bildkombinationen verändert?
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Reviews

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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Dec 12, 2013
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Pages
35
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ISBN
9783656558156
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Best For
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / German
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Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "1968", Sprache: Deutsch, Abstract: „Solidarität, das ist eine Droge, die high macht, andererseits auch abhängig.“ (Fritz Teufel, Kommune I)1 Der Einsatz für gemeinsame Werte und Ziele war das Hauptanliegen der ‚Kommune I', eine der zentralen Gruppierungen der Achtundsechziger und Beteiligte an den Studentenrevolten in der BRD, deren Protestformen heute noch als charakteristisch für diese Zeit gelten. Als Kommune I bezeichnete sich eine Gruppierung von Studenten sowie arbeitslosen Ex-Studenten, die sich in Berlin zusammengeschlossen haben und als politisch engagierte Wohngemeinschaft zusammenlebten. Ihre Mitglieder versuchten, sich mit aller Macht gegen die bestehenden Gesellschaftsnormen zu wehren und ihren Lebensstil als radikales Gegenmodell zu präsentieren.2 Seit 1967 bildete die Kommune I den Vorstand der Berliner SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund), wurde aber im Mai 1967 wegen diverser Störaktionen, wie zum Beispiel das „Pudding-Attentat“, vom Verband ausgeschlossen. Die Kommune beschloss ihre Aktivitäten trotzdem fortzusetzen. Am 24. Mai 1967 verteilten sie vor der Freien Universität Berlin eine Flugblattreihe. Jene Flugblätter, nummeriert mit Nr. 6 bis Nr. 9, bezogen sich auf einen Kaufhausbrand in Brüssel. Nach der Veröffentlichung der Protestflugblätter wurde die Kommune I wegen Anstiftung zur schweren Brandstiftung angezeigt.3 Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Produktion und Rezeption dieser Flugblätter und stellt den Vergleich zwischen der Intention der Produzenten und der Interpretation der Rezipienten in den Mittelpunkt. Im Laufe der Recherche wurde immer wieder deutlich, dass der Inhalt der Flugblätter durch Mitwirken der Presse deutlich verzerrt wurde: Wegen der ambivalenten Formulierungen wurde das ursprünglich Gemeinte oftmals verkannt. Deshalb stellt sich in erster Linie die Frage, welche unterschiedlichen Interpretationsansätze im Genauen auf die Flugblätter angewandt werden können und welche Auswirkungen dieselben auf die Produzenten und deren Intentionen haben. Eingeleitet wird die Seminararbeit mit einer kurzen Definition des Flugblattes als Medium und die Nutzung desselben als Mittel des Protests. Anschließend wird der Grundgedanke der Flugblattreihe beispielhaft am Flugblatt Nr. 7 aufgearbeitet. Durch genauere Analyse soll es dem Leser möglich sein, die Intentionen der Kommune I genauer nachvollziehen zu können sowie einen Einblick in die verschiedensten Interpretationsansätze zu erhalten, welche im zweiten Teil der Arbeit aufgearbeitet werden. Um einen gezielten Vergleich anstellen zu können, wird die Reaktion der Medien der Analyse der Gutachter, die am Prozess gegen die KI beteiligt waren, gegenübergestellt. Entscheidende Fragen, die in dieser Arbeit beantwortet werden sollen, sind zum einen, inwieweit sich die Intention der Flugblätter von der Interpretation derselben unterscheidet und zum anderen, inwieweit die Ambiguität der Flugblätter und die unterschiedlichen Reaktionen der Rezipientengruppen protestfördernd wirkten. 1 Carini, Marco: Fritz Teufel. Wenn’s der Wahrheitsfindung dient. Eine Biographie. S. 70. 2 Vgl. Taubes, Jacob: Surrealistische Provokation: Ein Gutachten zur Anklageschrift im Prozess Langhans-Teufel über die Flugblätter der ‚Kommune I‘. In: Merkur 236. S. 1069. 3 Vgl. Bentz, Ralf (u.a.): Protest! Literatur um 1968. S. 164 ff.
Anja Brzezinski
You want to learn German quick and easy without getting bored about grammar? This book will help to train your language skills while saving your time. It contains five short and easy reading texts about the topic Shopping. These short stories train your vocabulary. Reading is an effective method to learn new vocabulary in the context. Important words about the topic are listed at the end of the book. For every text there are ten easy questions and solutions. The book is ideal for beginners at the level A1-A2 (Common European Framework of Reference for Languages). To translate words in your language, it is important to use your translation-feature on your e-book-reader.

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Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "Lektüre und Interpretation: Kudrun", Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit basiert auf dem Epos Kudrun, welches mit seinen 1705 Strophen in der Handschrift Ambraser Heldenbuch aus dem frühen 16.Jahrhundert überliefert wurde. Entstanden könnte die Kudrun im 13. Jahrhundert sein. Bis zum Zeitpunkt der Niederschrift wurde sie mündlich tradiert. Das Heldenepos wird – in der Tradition der germanischen Heldendichtung stehend - als Gegenstück zum Nibelungenlied verstanden. Durch die mündliche Tradition ist der Autor unbekannt.1 Besonders in Bezug auf das Frauenbild nimmt die Kudrun einen besonderen Stellenwert im Bereich des höfischen Epos ein. Deshalb werden im Fokus der Arbeit die gleichnamige Hauptfigur des Werks und ihre sprachlichen Äußerungen liegen. Die Kudrun-Figur als höfische Königstochter wird im gleichnamigen Kudrun-Teil des Epos bekannt und zeichnet sich durch verschiedenste Rollenwandel und charakteristische Aussagen aus. Somit kann man die zentrale Fragestellung der Arbeit wie folgt definieren: Wie charakterisieren Kudruns sprachliche Aussagen und Interaktionen ihre Rolle als höfische Dame? Teil dieser Fragestellung ist folglich auch der Vergleich, inwieweit Kudrun die Grenzen der Rolle einer klassischen höfischen Frau ausreizt und diese neu definiert.Um zu gezielten Ergebnissen zu gelangen, bedarf es einem Kommunikationsanalyseinstrument sowie einer Theorie zur Definition von Status und Rolle, welche im ersten Teil der Arbeit vorgestellt und im nachfolgenden Teil auf die Figur der Kudrun übertragen werden. Da das Epos Kudrun mündlich tradiert wurde, kann man durchaus auch Analyseinstrumente der Mündlichkeit anwenden. Dies ist im Besonderen notwendig, da die Arbeit den Fokus auf die sprachlichen Aussagen der Kudrun legt, die die Grundlage der Charakterisierung bilden. Die linguistische Textanalyse dient somit in erster Linie zur Untermauerung der interpretativen Auslegung. Dabei kann aber durch die fehlenden Merkmale der Mündlichkeit (Intonation, Mimik, Gestik,...) in der schriftlichen Überlieferung nicht vermieden werden, dass diverse Ergebnisse der linguistischen Analyse auf subjektiven Einschätzungen des Schreibers sowie auf Erzählerkommentaren basieren und folglich auch teilweise interpretativ genannt werden müssen. Bezug genommen wird in erster Linie auf die für die Handlung und Charakterisierung der Hauptfigur entscheidenden Textstellen und Schlüsselwörter. Aussagen anderer Figuren des Werkes werden nur in Bezug auf die Hauptfigur Kudrun genannt und dementsprechend in diesem Kontext analysiert.
Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "Österreichische Lyrik seit 1945", Sprache: Deutsch, Abstract: „Sich auf das Lebens-Werk Paul Celans einzulassen, ist ein schwieriges Unterfangen. Aus Finsternis und Verwunderung schuf er frappierende Gedichte, die die Wege unserer Welt in Frage stellen.“1 Die Lyrik Paul Celans ist heutzutage weitreichend bekannt und Celan selbst gehört zu den meist bekannten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Lyrik bezeugt das Leid und die Tragödie des Holocaust, gedenkt den Opfern des Faschismus und fordert zur Erinnerung auf: Aufarbeitung der Vergangenheit und das Übertragen dieser in die Gegenwart wird zur Hauptaufgabe seiner Poesie. In seiner Lyrik versucht er dies auf vielschichtige Weise zu reflektieren, wobei er immer wieder auf die Hürde der Sprachlosigkeit trifft. Die Begebenheiten, die sich in den Gaskammern vollzogen haben, rauben ihm die Sprache, jene deutsche Sprache, die beim Mord an Millionen als Organisations- und Propagandamedium genutzt wurde. Seine Poesie, die als symbolistische Lyrik beginnt und sich zur surrealistischen Lyrik weiterentwickelt, zeigt die Kunst des Umgangs mit Sprache auf, obwohl diese mehr verschlüsselt als enthüllt und erst im zeitgenössischen Kontext aufgearbeitet und interpretiert werden kann. Seine Dichtung zeigt trotz verwendeter Chiffren, Neologismen, Metaphern und Zusammenfügen des eigentlich nicht Zusammenpassenden eine Präzision im Ausdruck und in der Kunst und überwindet somit die Sprachskepsis.2 Diese Einzigartigkeit des lyrischen Umgangs mit Sprache und Vergangenheitsbewältigung zeigt die nachfolgende Seminararbeit durch die Analyse zweier ausgewählter Gedichte auf. „Corona“ und „Tenebrae“ stammen aus zwei verschiedenen Gedichtbänden und Schaffensphasen im Werk Paul Celans und zeigen demzufolge verschiedenste Eigenheiten seiner Lyrik auf. Die Frage, die sich immer wieder stellt, ist vor allem welche unterschiedlichen Interpretationsansätze im zeitgenössischen, sowie biographischen Kontext auf die Gedichte angewandt werden kann. Demzufolge ist es wichtig, die Arbeit mit biographisch wichtigen Elementen Celans einzuleiten, um die Eigenheiten der anschließenden Lyrik deutlicher hervorzubringen und das Verständnis zu fördern. Gewählt wurden zwei unterschiedliche Gedichte, sei es inhaltlich als auch im literarischen Ton. Ziel ist aber nicht einen Vergleich im konkreten Sinne anzustellen, sondern zwei verschiedene Facetten des literarischen Werks Celans herauszukristallisieren, die die Thematik der Vergangenheitsbewältigung des Holocaust auf unterschiedlichste Weise bearbeiten.
Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "Österreichische Lyrik seit 1945", Sprache: Deutsch, Abstract: „Sich auf das Lebens-Werk Paul Celans einzulassen, ist ein schwieriges Unterfangen. Aus Finsternis und Verwunderung schuf er frappierende Gedichte, die die Wege unserer Welt in Frage stellen.“1 Die Lyrik Paul Celans ist heutzutage weitreichend bekannt und Celan selbst gehört zu den meist bekannten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Lyrik bezeugt das Leid und die Tragödie des Holocaust, gedenkt den Opfern des Faschismus und fordert zur Erinnerung auf: Aufarbeitung der Vergangenheit und das Übertragen dieser in die Gegenwart wird zur Hauptaufgabe seiner Poesie. In seiner Lyrik versucht er dies auf vielschichtige Weise zu reflektieren, wobei er immer wieder auf die Hürde der Sprachlosigkeit trifft. Die Begebenheiten, die sich in den Gaskammern vollzogen haben, rauben ihm die Sprache, jene deutsche Sprache, die beim Mord an Millionen als Organisations- und Propagandamedium genutzt wurde. Seine Poesie, die als symbolistische Lyrik beginnt und sich zur surrealistischen Lyrik weiterentwickelt, zeigt die Kunst des Umgangs mit Sprache auf, obwohl diese mehr verschlüsselt als enthüllt und erst im zeitgenössischen Kontext aufgearbeitet und interpretiert werden kann. Seine Dichtung zeigt trotz verwendeter Chiffren, Neologismen, Metaphern und Zusammenfügen des eigentlich nicht Zusammenpassenden eine Präzision im Ausdruck und in der Kunst und überwindet somit die Sprachskepsis.2 Diese Einzigartigkeit des lyrischen Umgangs mit Sprache und Vergangenheitsbewältigung zeigt die nachfolgende Seminararbeit durch die Analyse zweier ausgewählter Gedichte auf. „Corona“ und „Tenebrae“ stammen aus zwei verschiedenen Gedichtbänden und Schaffensphasen im Werk Paul Celans und zeigen demzufolge verschiedenste Eigenheiten seiner Lyrik auf. Die Frage, die sich immer wieder stellt, ist vor allem welche unterschiedlichen Interpretationsansätze im zeitgenössischen, sowie biographischen Kontext auf die Gedichte angewandt werden kann. Demzufolge ist es wichtig, die Arbeit mit biographisch wichtigen Elementen Celans einzuleiten, um die Eigenheiten der anschließenden Lyrik deutlicher hervorzubringen und das Verständnis zu fördern. Gewählt wurden zwei unterschiedliche Gedichte, sei es inhaltlich als auch im literarischen Ton. Ziel ist aber nicht einen Vergleich im konkreten Sinne anzustellen, sondern zwei verschiedene Facetten des literarischen Werks Celans herauszukristallisieren, die die Thematik der Vergangenheitsbewältigung des Holocaust auf unterschiedlichste Weise bearbeiten.
Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "1968", Sprache: Deutsch, Abstract: „Solidarität, das ist eine Droge, die high macht, andererseits auch abhängig.“ (Fritz Teufel, Kommune I)1 Der Einsatz für gemeinsame Werte und Ziele war das Hauptanliegen der ‚Kommune I', eine der zentralen Gruppierungen der Achtundsechziger und Beteiligte an den Studentenrevolten in der BRD, deren Protestformen heute noch als charakteristisch für diese Zeit gelten. Als Kommune I bezeichnete sich eine Gruppierung von Studenten sowie arbeitslosen Ex-Studenten, die sich in Berlin zusammengeschlossen haben und als politisch engagierte Wohngemeinschaft zusammenlebten. Ihre Mitglieder versuchten, sich mit aller Macht gegen die bestehenden Gesellschaftsnormen zu wehren und ihren Lebensstil als radikales Gegenmodell zu präsentieren.2 Seit 1967 bildete die Kommune I den Vorstand der Berliner SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund), wurde aber im Mai 1967 wegen diverser Störaktionen, wie zum Beispiel das „Pudding-Attentat“, vom Verband ausgeschlossen. Die Kommune beschloss ihre Aktivitäten trotzdem fortzusetzen. Am 24. Mai 1967 verteilten sie vor der Freien Universität Berlin eine Flugblattreihe. Jene Flugblätter, nummeriert mit Nr. 6 bis Nr. 9, bezogen sich auf einen Kaufhausbrand in Brüssel. Nach der Veröffentlichung der Protestflugblätter wurde die Kommune I wegen Anstiftung zur schweren Brandstiftung angezeigt.3 Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit der Produktion und Rezeption dieser Flugblätter und stellt den Vergleich zwischen der Intention der Produzenten und der Interpretation der Rezipienten in den Mittelpunkt. Im Laufe der Recherche wurde immer wieder deutlich, dass der Inhalt der Flugblätter durch Mitwirken der Presse deutlich verzerrt wurde: Wegen der ambivalenten Formulierungen wurde das ursprünglich Gemeinte oftmals verkannt. Deshalb stellt sich in erster Linie die Frage, welche unterschiedlichen Interpretationsansätze im Genauen auf die Flugblätter angewandt werden können und welche Auswirkungen dieselben auf die Produzenten und deren Intentionen haben. Eingeleitet wird die Seminararbeit mit einer kurzen Definition des Flugblattes als Medium und die Nutzung desselben als Mittel des Protests. Anschließend wird der Grundgedanke der Flugblattreihe beispielhaft am Flugblatt Nr. 7 aufgearbeitet. Durch genauere Analyse soll es dem Leser möglich sein, die Intentionen der Kommune I genauer nachvollziehen zu können sowie einen Einblick in die verschiedensten Interpretationsansätze zu erhalten, welche im zweiten Teil der Arbeit aufgearbeitet werden. Um einen gezielten Vergleich anstellen zu können, wird die Reaktion der Medien der Analyse der Gutachter, die am Prozess gegen die KI beteiligt waren, gegenübergestellt. Entscheidende Fragen, die in dieser Arbeit beantwortet werden sollen, sind zum einen, inwieweit sich die Intention der Flugblätter von der Interpretation derselben unterscheidet und zum anderen, inwieweit die Ambiguität der Flugblätter und die unterschiedlichen Reaktionen der Rezipientengruppen protestfördernd wirkten. 1 Carini, Marco: Fritz Teufel. Wenn’s der Wahrheitsfindung dient. Eine Biographie. S. 70. 2 Vgl. Taubes, Jacob: Surrealistische Provokation: Ein Gutachten zur Anklageschrift im Prozess Langhans-Teufel über die Flugblätter der ‚Kommune I‘. In: Merkur 236. S. 1069. 3 Vgl. Bentz, Ralf (u.a.): Protest! Literatur um 1968. S. 164 ff.
Anna Rauch
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,0, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Germanistik), Veranstaltung: Seminar "Lektüre und Interpretation: Kudrun", Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit basiert auf dem Epos Kudrun, welches mit seinen 1705 Strophen in der Handschrift Ambraser Heldenbuch aus dem frühen 16.Jahrhundert überliefert wurde. Entstanden könnte die Kudrun im 13. Jahrhundert sein. Bis zum Zeitpunkt der Niederschrift wurde sie mündlich tradiert. Das Heldenepos wird – in der Tradition der germanischen Heldendichtung stehend - als Gegenstück zum Nibelungenlied verstanden. Durch die mündliche Tradition ist der Autor unbekannt.1 Besonders in Bezug auf das Frauenbild nimmt die Kudrun einen besonderen Stellenwert im Bereich des höfischen Epos ein. Deshalb werden im Fokus der Arbeit die gleichnamige Hauptfigur des Werks und ihre sprachlichen Äußerungen liegen. Die Kudrun-Figur als höfische Königstochter wird im gleichnamigen Kudrun-Teil des Epos bekannt und zeichnet sich durch verschiedenste Rollenwandel und charakteristische Aussagen aus. Somit kann man die zentrale Fragestellung der Arbeit wie folgt definieren: Wie charakterisieren Kudruns sprachliche Aussagen und Interaktionen ihre Rolle als höfische Dame? Teil dieser Fragestellung ist folglich auch der Vergleich, inwieweit Kudrun die Grenzen der Rolle einer klassischen höfischen Frau ausreizt und diese neu definiert.Um zu gezielten Ergebnissen zu gelangen, bedarf es einem Kommunikationsanalyseinstrument sowie einer Theorie zur Definition von Status und Rolle, welche im ersten Teil der Arbeit vorgestellt und im nachfolgenden Teil auf die Figur der Kudrun übertragen werden. Da das Epos Kudrun mündlich tradiert wurde, kann man durchaus auch Analyseinstrumente der Mündlichkeit anwenden. Dies ist im Besonderen notwendig, da die Arbeit den Fokus auf die sprachlichen Aussagen der Kudrun legt, die die Grundlage der Charakterisierung bilden. Die linguistische Textanalyse dient somit in erster Linie zur Untermauerung der interpretativen Auslegung. Dabei kann aber durch die fehlenden Merkmale der Mündlichkeit (Intonation, Mimik, Gestik,...) in der schriftlichen Überlieferung nicht vermieden werden, dass diverse Ergebnisse der linguistischen Analyse auf subjektiven Einschätzungen des Schreibers sowie auf Erzählerkommentaren basieren und folglich auch teilweise interpretativ genannt werden müssen. Bezug genommen wird in erster Linie auf die für die Handlung und Charakterisierung der Hauptfigur entscheidenden Textstellen und Schlüsselwörter. Aussagen anderer Figuren des Werkes werden nur in Bezug auf die Hauptfigur Kudrun genannt und dementsprechend in diesem Kontext analysiert.
Anna Rauch
Seminar paper from the year 2012 in the subject English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, grade: 1, University of Innsbruck (ImoF), course: Developing Reading Strategies, language: English, abstract: The new developed genre of Mini-Sagas is, sadly, not really popular outside of the United Kingdom. This realization leads me to introduce Mini-Sagas into a language learning environment like schools for example. The following paper deals with Mini-Sagas as a new and innovative genre for writers and readers. Up till today not many attempts have been made to design tasks which involve Mini-Sagas as a text-stimulus. Outside of the annual competitions which take place in the UK, they seem to have been forgotten in schools outside Great Britain. Firstly, the primary aim of this paper will be to explore the possibilities connected to Mini- Sagas according to their learning and teaching potential with the main focus on improving the learners’ reading skills. The tasks were designed by me, based on several teaching handbooks concerning teaching English as a foreign language. As I was given the opportunity to try out the tasks in practice and to improve my original approach by including helpful suggestions concerning the strengths and weaknesses of the tasks, the paper should provide the reader with an evaluation and discussion of the mentioned tasks. Furthermore, it should describe the usage of Mini-Sagas in the language classroom according to their advantages and how the students can benefit concerning reading as well as integrated skills. The first paragraph will give a detailed overview of the basics of the genre Mini-Sagas and describe the main characteristics of the text type, which are needed to understand the genre and the presented tasks.
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