Martin Heidegger - Jean-Paul Sartre - Hannah Arendt: Drei handlungstheoretische Konzeptionen

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Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Philosophie), 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Cogito ergo sum" war das formelhafte Ergebnis, zu dem René Descartes in der Meditation gekommen war, nachdem ihn der Zweifel an seinem eigenen Sein und dem Sein der Welt nicht zur Ruhe kommen lassen wollte. In der regungslosen Versunkenheit in Gedanken war das der Schluss, zu dem er kam und auf welchem sich das Sein gründen sollte. Das Denken als ausgezeichnete Zugangsvoraussetzung zum Sein, das war das Ergebnis seiner Überlegungen. Ein bedeutender Schluss, der der Nachwelt einiges aufgab. Erst Kant sollte es gelingen, das Bewusstsein als Ort des Zugangs zu relativieren und das Sein an sich wieder hinter verschlossene Türen zu bringen. Weder dem Denken, noch sonst einer Fähigkeit sollte es möglich sein, zum unvermittelten Sein vorzudringen, auch wenn es dadurch nicht ganz aus der Welt verschwinden sollte. In den zu Ende gehenden zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts beschert schließlich die abgeschiedene innere Einkehr in den Schwarzwälder Bergen der philosophischen Welt eine neue Konzeption, die die carthesische Position grundlegend revidiert. Martin Heidegger greift die alte Frage nach dem Sinn vom Sein erneut auf und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Nicht die Sphären des Bewusstseins sollten danach auserwählt sein, den ursprünglichsten Platz in der ontologischen Hierarchie einzunehmen, sondern vielmehr wurde es von Heidegger zu all den anderen Sphären in die zweite Reihe verwiesen. Er formuliert eine Genealogie des Seins, die das menschliche Handeln oder besser den "umsichtigen Umgang" an oberste Stelle rückt. Bevor das Bewusstsein seine Stellung im Universum des Seins manifestieren könne, stehe es bereits im "umsichtigen Umgang" mit der Welt. Das Handeln als neuer Ausgangspunkt für die menschliche Wirklichkeit soll vielen späteren Denkern die Tür zu neuen Wegen des Denkens öffnen. Trotz seines umstrittenen Verhaltens während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, wird Heidegger zu einem der einflussreichsten Denker dieses Jahrhunderts. Ausgehend von seinem philosophischen Neuanfang können einige neue Überlegungen entstehen, unter ihnen die Jean-Paul Sartres und Hannah Arendts. Es soll hier nicht der Anspruch erhoben werden, sowohl Heideggers Philosophie als auch die Sartres und Arendts in voller Breite vergleichend untersuchen zu können. Der bescheidene Ansatz des Autors liegt im Begriff des Handelns und soll die, die in seiner Nähe stehen, mitberücksichtigen...
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 8, 2008
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Pages
25
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ISBN
9783640158485
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Language
German
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Genres
Philosophy / General
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Content Protection
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn die Philosophie in das Gefilde einer Spezialwissenschaft eindringt, um von den Frücten, die dort geerntet wurden, mitzuessen, so kann es mitunter vorkommen, daß dem Philosophen die besondere Schmackhaftigkeit einer Frucht bewußt wird, die dem Spezialwisseschaftler bis dahin verborgen geblieben ist. So könnte man es beschreiben, wenn Robert Brandom den der Sprachwissenschaft durchaus geläufigen, der Philosophie aber weitgehend fremden Begriff der Anapher aufgreift, weil er das Potential entdeckt, das dieser Begriff für sein Denken darstellt. Zwar gibt es auch andere Autoren, die philosophisches Interesse an der Anapher gezeigt haben. Doch Brandom ist sicher derjenige, der diesem Begriff die größte Ehre erwiesen hat, indem er ihn zu dem grundlegendsten Bestandteil seiner semantischen Theorie gemacht hat. Wie er dies macht, soll in diesem Aufsatz erklärt werden. Zunächst muß gezeigt werden, was diesen Begriff für ein philosophisches System interessant macht. Dazu wird eine allgemeine Einführung in Brandoms „Making it Explicit“ geboten, die sich einseitig darauf konzentriert, zu dem Begriff der Anapher hinzuführen. Danach wird dieser als sprachliches Phänomen erklärt. Ausgehend von dem elementaren Fall der intersetentialen Anapher werden zunehmend problematische Beispiele vorgeführt, die belegen sollen, daß es sich hierbei um ein äußerst komplexes und uneindeutiges Phänomen handelt. Die Frage ist, ob die Anapher zwangsläufig einen Vorgänger haben muß bzw. ob ein solcher immer auffindbar sein muß? Mit dem Betreten des intrasententialen und interpersonalen Bereichs wird es wichtig, den Gegenstandsbezug singulärer Termini und schließlich den Weltbezug der Sprache allgemein zu berücksichtigen. Es wird Brandoms Strategie gefolgt, die schließlich zu der Gegenüberstellung von Deixis und Anapher führt. Das Besondere und Neue an dieser Gegenüberstellung ist, daß der Anapher eine Bedeutung zugewiesen wird, die die der Deixis übersteigt. Es wird sich zeigen, daß Brandom die Anapher dazu verwendet, eine holistisch verfaßte Begriffswelt zu öffnen und an die außersprachliche Welt anzubinden. Erst nach dieser Öffnung kommen deiktische Ausdrü-cke ins Spiel, die immer noch die kürzeste Verbindung zwischen Wort und Welt darstellen. Ob es Brandom gelingt, bei der Auswertung der Anapher für seine Zwecke der Komplexität dieses Phänomens gerecht zu werden, sei hier eine weitere Frage. Wenn sich die Anapher als ein zweifelhafter Mechanismus erweist, so wird damit auch die von Brandom genutzte Be-deutung dieses Begriffs in Zweifel gezogen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit Nietzsches Denken werden für gewöhnlich vier Etikette in Verbindung gebracht. In beliebiger Reihenfolge werden der „Tod Gottes“, der „Wille zur Macht“, der „Übermensch“ und die „ewige Wiederkunft“ als diejenigen Aspekte aufgezählt, ohne die über ihn nicht zu reden sei. Die Verkündung vom „Tod Gottes“ und die damit einhergehende Rede vom „Antichristen“ sind aufgrund ihrer provokanten Art zu Berühmtheit gelangt. Der „Übermensch“ und der „Wille zur Macht“ sind zwei Begriffe, die zu ideologischer Propaganda missbraucht wurden. Die „ewige Wiederkunft“ dagegen hatte für Nietzsche selbst die größte Bedeutung. An diesem „Gedanken der Gedanken“1 hat er sich die letzten acht Jahre seines bewussten Lebens abgearbeitet. Er hat diesen Gedanken förmlich gelebt und gelitten. Zu großen Teilen bleibt das unter diesem Begriff Zusammengefasste eine Privatangelegenheit Nietzsches. In den Nachgelassenen Fragmenten seiner Werke finden sich etliche Passagen, die sich mit diesem Gedanken auseinandersetzen. Dort findet auch fast ausschließlich die Erörterung des naturwissenschaftlichen Potentials des Gedankens statt, während in den Veröffentlichungen das existentiell Bedrohliche und das moralisch Entmutigende zur Sprache kommt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese beiden sehr unterschiedlichen Aspekte des für Nietzsche so wichtigen Gedankens herauszustellen und zu erörtern. Zunächst wird der Gedanke in den literarischen Veröffentlichungen gesucht und erklärt werden. Daraufhin werden die für diesen Gedanken bedeutendsten Stellen des Nachlasses dazu verwendet, die mathematischnaturwissenschaftliche Dimension aufzuweisen. Es wird der Frage nach der Plausibilität der zu dem Gedanken gehörenden Argumente gestellt werden. Zusätzlich wird auf die Konsequenz für die Metaphysik und den Identitätsbegriff eingegangen. Zum Schluss der Arbeit wird schließlich das merkwürdige Nebeneinander von autorisierter Veröffentlichung und privatem Nachlass diskutiert. Es wird nach Gründen gesucht werden, die diese Trennung im Werk Nietzsches erzeugt haben könnten.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Kulturwissenschaftliches Seminar), 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was kann die Beschäftigung mit einem so durch und durch postmodernen Autor wie Zygmunt Bauman anderes leisten, als einen weiteren Beitrag zur Terminologiedebatte der europäisch-amerikanischen Wissenschaft? Obwohl die Diskussion um die Postmoderne und die Frage nach der Gültigkeit ihrer gesellschaftsdiagnostischen Ansätze so alt ist, wie die Postmoderne selbst, hat sie ihre Berechtigung und ihren Reiz nicht verloren. Noch immer bleibt offen, wie die zeitgenössische gesellschaftliche und kulturelle Situation der westlichen Welt einzuschätzen ist. Die postmodernen Denker, wie ihre Antagonisten werden nicht müde einander zu widersprechen und mit neuen Argumenten alte zu widerlegen. Zygmunt Bauman ist hier ein Autor, dem immer daran lag den Unterschied zu betonen. Für ihn kann die heutige Zeit nicht im selben Atemzug mit der von vor hundert Jahren beschrieben werden. Es muss dazwischen Luft geholt werden, um zu betonen, daß ein Wandel stattgefunden hat und um kurz Zeit zu gewinnen für den Rückblick und die Neubeschreibung. Baumans Interesse galt immer schon der Idee von Sicherheit und Ordnung in der modernen Gesellschaft. Angetrieben hat ihn dabei stets der Wunsch, Erklärungsmodelle für den Faschismus und den Holocaust zu finden. Seit einigen Jahren nun taucht der Begriff der Postmoderne in den Titeln seiner Arbeiten auf. Es scheint, als sei er nun voll davon überzeugt, den richtigen Namen für das Kind gefunden zu haben, das er zwar schon lange mit Interesse beobachtet, dessen Name ihm aber bisher noch nicht so leicht von der Zunge gehen wollte. Der Terminus Postmoderne dient Bauman, deutlicher als vielen anderen Autoren, zur Etikettierung der derzeitigen gesellschaftlichen Konstitution. Er findet in diesem Ausdruck der Tatsache genügend Rechnung getragen, daß die Zeit sich geändert hat und das entschieden. Die beiden Bücher "Ansichten der Postmoderne" und "Moderne und Ambivalenz" bilden die Grundlage für die Auseinandersetzung mit einem renommierten und originellen Denker dieser Zeit. Dabei steht ein Begriff im Mittelpunkt des Interesses: die Ordnung. Ordnung als ein Begriff, der zunächst vielfältige Assoziationen evoziert, gerät in Baumans Denken in einen Kontext, der so einleuchtend ist, daß es verwundert, daß er doch der Erklärung bedarf. Mit dem Verschwinden des mittelalterlichen Heilsversprechens und der Aufklärung über die eigene Mündigkeit erhielt die Ordnung einen gravierenden Zuwachs an Bedeutung, auf die Bauman nicht müde wird hinzuweisen...
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Philosophie), 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Von Emmanuel Levinas ist ein Anekdote überliefert, die Edmund Husserl ihm selbst bei einem Aufenthalt in Straßburg erzählt haben soll . Dieser Geschichte zufolge bekam Husserl als Kind einmal ein Taschenmesser geschenkt. Da ihm die Klinge dieses Messers jedoch nicht scharf genug erschien, schliff er sie immer wieder. Ausschließlich darauf bedacht die Klinge zu schärfen, merkte der junge Husserl nicht, wie diese immer kleiner wurde und schließlich verschwand. Husserl maß dieser Erinnerung eine symbolische Bedeutung bei, die ihn beim Erzählen derselben traurig gestimmt haben soll. Er muß gespürt haben, wie seine Tendenz, seine philosophische Methode stets zu vervollkommnen, ihn immer wieder um eine endgültige systematische Formulierung gebracht hat. Immer wieder sind seine Entwürfe einer Gesamtdarstellung gescheitert. Sei es, daß sie inhaltlich noch nicht abgerundet waren, wie bei seinen „Logischen Untersuchungen“ , sei es, daß wichtige Teile nicht mitveröffentlicht wurden, wie bei den „Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie“ , oder sei es, daß er bei der Überarbeitung eines bereits zum Druck eingesandten und wieder zurückverlangten Manuskriptes erkrankte und starb, wie es sich bei seinem letzten Werk, der „Krisis-Schrift“ ereignete. Husserl unterzog seine Arbeitsergebnisse immer wieder neuen Korrekturen. Bis an sein Lebensende gab er sich mit dem, was er bisher erarbeitet hatte, nicht zufrieden, sodaß er schließlich nie zu einem vollendeten abgeschlossenen Lebenswerk gelangen konnte. Daß dieses unermüdliche Weiterkommen- und Vervollkommnen-wollen zuweilen zu der Einsicht geführt hat, dem Ziel wohl auf ewig fern bleiben zu müssen und daß dies wiederum Husserls Stimmung gelegentlich verdunkelt hat, ist leicht einzusehen. Wieviel Kraft mag es gekostet haben, immer wieder aufs Neue eine Einleitung in eine neuzugründende Philosophie zu schreiben und doch nie über diese Einleitung hinaus zu kommen. Müssen doch Husserls große Werke allesamt als Einleitungen zu einer Philosophie verstanden werden, deren Eigenart es mitunter war, nicht zu einem Ende gebracht werden zu können. Die „Phänomenologie“ muß als ein neuerschlossener Nährboden für ein neues Denken gesehen werden, der vielen späteren Denkern die Möglichkeit gegeben hat, neue Erträge einzufahren...
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn die Philosophie in das Gefilde einer Spezialwissenschaft eindringt, um von den Frücten, die dort geerntet wurden, mitzuessen, so kann es mitunter vorkommen, daß dem Philosophen die besondere Schmackhaftigkeit einer Frucht bewußt wird, die dem Spezialwisseschaftler bis dahin verborgen geblieben ist. So könnte man es beschreiben, wenn Robert Brandom den der Sprachwissenschaft durchaus geläufigen, der Philosophie aber weitgehend fremden Begriff der Anapher aufgreift, weil er das Potential entdeckt, das dieser Begriff für sein Denken darstellt. Zwar gibt es auch andere Autoren, die philosophisches Interesse an der Anapher gezeigt haben. Doch Brandom ist sicher derjenige, der diesem Begriff die größte Ehre erwiesen hat, indem er ihn zu dem grundlegendsten Bestandteil seiner semantischen Theorie gemacht hat. Wie er dies macht, soll in diesem Aufsatz erklärt werden. Zunächst muß gezeigt werden, was diesen Begriff für ein philosophisches System interessant macht. Dazu wird eine allgemeine Einführung in Brandoms „Making it Explicit“ geboten, die sich einseitig darauf konzentriert, zu dem Begriff der Anapher hinzuführen. Danach wird dieser als sprachliches Phänomen erklärt. Ausgehend von dem elementaren Fall der intersetentialen Anapher werden zunehmend problematische Beispiele vorgeführt, die belegen sollen, daß es sich hierbei um ein äußerst komplexes und uneindeutiges Phänomen handelt. Die Frage ist, ob die Anapher zwangsläufig einen Vorgänger haben muß bzw. ob ein solcher immer auffindbar sein muß? Mit dem Betreten des intrasententialen und interpersonalen Bereichs wird es wichtig, den Gegenstandsbezug singulärer Termini und schließlich den Weltbezug der Sprache allgemein zu berücksichtigen. Es wird Brandoms Strategie gefolgt, die schließlich zu der Gegenüberstellung von Deixis und Anapher führt. Das Besondere und Neue an dieser Gegenüberstellung ist, daß der Anapher eine Bedeutung zugewiesen wird, die die der Deixis übersteigt. Es wird sich zeigen, daß Brandom die Anapher dazu verwendet, eine holistisch verfaßte Begriffswelt zu öffnen und an die außersprachliche Welt anzubinden. Erst nach dieser Öffnung kommen deiktische Ausdrü-cke ins Spiel, die immer noch die kürzeste Verbindung zwischen Wort und Welt darstellen. Ob es Brandom gelingt, bei der Auswertung der Anapher für seine Zwecke der Komplexität dieses Phänomens gerecht zu werden, sei hier eine weitere Frage. Wenn sich die Anapher als ein zweifelhafter Mechanismus erweist, so wird damit auch die von Brandom genutzte Be-deutung dieses Begriffs in Zweifel gezogen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Motto dieser Arbeit kann auf eine einfache Formel gebracht werden: drei Autoren – drei Paradoxien. Ausgehend von Kants Definition des Rechtsbegriffs werden drei Autoren behandelt, die gemeinsam eine kanonische Rezeptionsgeschichte schreiben: Jacques Derrida liest Walter Benjamin, Giorgio Agamben liest Jacques Derrida. Genau genommen rekurrieren aber Derrida und Agamben zuforderst auf Benjamin. Dessen Aufsatz Zur Kritik der Gewalt (1921) ist die Grundlage für Überlegungen zu dem Verhältnis von Recht, Gewalt und Gerechtigkeit. Derrida widmet diesem Aufsatz mit Gesetzeskraft. Der „mystische Grund der Autorität“ (1990) zwei ausführliche Vorträge, in denen er ihn einer dekonstruktivistischen Lektüre unterzieht. Für Agambens Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben (1995) hat er katalytische Wirkung. Er droht zwar, in der Fülle der referierten Textquellen unterzugehen. Es ist aber nicht zu übersehen, dass Agamben vor allem diesem, aber auch anderen Texten Benjamins viel verdankt. In dieser Arbeit werden drei Paradoxien formuliert: die Paradoxie der Gewalt (Benjamin), die Paradoxie des Ursprungs (Derrida) und die Paradoxie der Souveränität (Agamben). Während Agamben seine Paradoxie explizit benennt und zum Titel der systematischen Vorüberlegungen seines Buches Homo sacer macht, formulieren Benjamin und Derrida lediglich, was ich jeweils als Paradoxie bezeichne. Die Lektüre der drei Autoren und der drei Kerntexte wird weitgehend unabhängig und in autonomen Blöcken stattfinden. Erst in der Schlussbetrachtung wird es zu übergreifenden Interpretationen kommen. Zunächst wird Benjamins Kritik der Gewalt insbesondere in Bezug auf die Unterscheidungen von rechtsetzender und rechterhaltender Gewalt dargelegt und interpretiert. Daran schließt sich Derridas Gesetzeskraft an. Es wird in groben Zügen in die Terminologie der Dekonstruktion eingeführt, um die Lektüre vor diesem Hintergrund verständlich zu machen. Schließlich wird Agambens Schlüsselfigur des homo sacer im Zusammenhang mit der Carl Schmitt entlehnten Souveränitätstheorie vorgestellt. Es werden vor allem Agambens strukturtheoretische Überlegungen dazu und die Auflösung dieser beiden Konzeptionen in der der „Lebens-Form“ referiert. Am Schluss der Arbeit stehen schließlich einige vergleichende Überlegungen zu dem Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit bei den drei Autoren und zu der Position, in der sie jeweils zu ihrem theoretischen Gegenstand stehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit Nietzsches Denken werden für gewöhnlich vier Etikette in Verbindung gebracht. In beliebiger Reihenfolge werden der „Tod Gottes“, der „Wille zur Macht“, der „Übermensch“ und die „ewige Wiederkunft“ als diejenigen Aspekte aufgezählt, ohne die über ihn nicht zu reden sei. Die Verkündung vom „Tod Gottes“ und die damit einhergehende Rede vom „Antichristen“ sind aufgrund ihrer provokanten Art zu Berühmtheit gelangt. Der „Übermensch“ und der „Wille zur Macht“ sind zwei Begriffe, die zu ideologischer Propaganda missbraucht wurden. Die „ewige Wiederkunft“ dagegen hatte für Nietzsche selbst die größte Bedeutung. An diesem „Gedanken der Gedanken“1 hat er sich die letzten acht Jahre seines bewussten Lebens abgearbeitet. Er hat diesen Gedanken förmlich gelebt und gelitten. Zu großen Teilen bleibt das unter diesem Begriff Zusammengefasste eine Privatangelegenheit Nietzsches. In den Nachgelassenen Fragmenten seiner Werke finden sich etliche Passagen, die sich mit diesem Gedanken auseinandersetzen. Dort findet auch fast ausschließlich die Erörterung des naturwissenschaftlichen Potentials des Gedankens statt, während in den Veröffentlichungen das existentiell Bedrohliche und das moralisch Entmutigende zur Sprache kommt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese beiden sehr unterschiedlichen Aspekte des für Nietzsche so wichtigen Gedankens herauszustellen und zu erörtern. Zunächst wird der Gedanke in den literarischen Veröffentlichungen gesucht und erklärt werden. Daraufhin werden die für diesen Gedanken bedeutendsten Stellen des Nachlasses dazu verwendet, die mathematischnaturwissenschaftliche Dimension aufzuweisen. Es wird der Frage nach der Plausibilität der zu dem Gedanken gehörenden Argumente gestellt werden. Zusätzlich wird auf die Konsequenz für die Metaphysik und den Identitätsbegriff eingegangen. Zum Schluss der Arbeit wird schließlich das merkwürdige Nebeneinander von autorisierter Veröffentlichung und privatem Nachlass diskutiert. Es wird nach Gründen gesucht werden, die diese Trennung im Werk Nietzsches erzeugt haben könnten.
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