Die Kunst im Dritten Reich

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen des Seminars „Recht und Justiz im Dritten Reich“ nimmt der Bereich der Bildenden Kunst nur scheinbar eine exotische Stellung ein. Kaum ein anderer Bereich des öffentlichen und geistigen Lebens stand so sehr im Interessenschwerpunkt Adolf Hitlers und war so sehr von der Regelungswut und dem Kontrollbedürfnis der nationalsozialistischen Machthaber betroffen wie die sämtlichen Formen des künstlerischen Ausdrucks auf dem Gebiet des Deutschen Reiches und später im gesamten Machtbereich Großdeutschlands. Es kann daher am Beispiel der zahlreichen Restriktionen, Rechtsbeugungen und Eingriffe in das Wirken der Kunstschaffenden sehr gut exemplarisch das wahre Wesen der „Rechtsunordnung“ jener zwölf Jahre aufgezeigt und anhand des Schicksals von Einzelpersönlichkeiten und dem positiven oder negativen Einwirken des Regimes näher beleuchtet werden. Es soll hierbei versucht werden, nahezu alle Bereiche des damaligen Kunstschaffens knapp, und wo möglich auf der Grundlage der Vita herausragender oder für den jeweiligen Kunstzweig charakteristischen oder prägenden Einzelpersönlichkeiten zu betrachten, ohne hierbei Anspruch auf Vollzähligkeit oder Umfassendheit der dargebotenen Information oder der ausgewählten Quellen und Sekundärliteratur zu erheben. Ein Teilschwerpunkt soll jedoch auf den Bereich der von den damaligen Machthabern als „entartet“ gebrandmarkten Teil der bildenden Kunst – und hier besonders auf das Gebiet der Malerei – gelegt werden, um so die Brutalität und Rigidität des Regimes im Umgang mit mißliebigen Kunstschaffenden – auch und gerade im Hinblick auf deren Rechtsstellung – besonders klar aufzuzeigen. Eine Hauptfragestellung dieser Seminararbeit soll hierbei – bezogen auf sämtliche betrachteten Bereiche der Bildenden Kunst - die Frage nach der Urheberschaft des Nationalsozialismus in Bezug auf bestimmte Formen der Darstellung, der Motivwahl und der allgemeinen Gestaltung gerade durch bestimmte durch das System protegierte Künstler sein; die Frage also, ob die Ideologie und die Politikgestaltung des Hitlerregimes wirklich neue, und somit aufdoktrinierte Strömungen im deutschen Kunstschaffen erzeugte, oder nicht vielmehr lediglich bereits vorhandene Stilrichtungen, auch aus der Entstehungsgeschichte der „Bewegung“ heraus verstanden, aufgriff und integrierte und nur weiterentwickelte und durch Protektion zu besonderer Geltung führte. [...]
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Aug 26, 2003
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Pages
31
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ISBN
9783638212854
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Language
German
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Genres
History / Europe / Germany
History / Modern / 20th Century
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Content Protection
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Bernd Floer
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: 1,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] In jenen Bereich der "Orchideenwissenschaften" ist nun auch die "Mentalitäten-Geschichte" einzuordnen. Aus der Schule der bedeutenden französischen historischen Zeitschrift "Anna- les" hervorgegangen, wagt die Mentalitäten-Geschichte als erste und vielleicht einzige Teildisziplin in der Geschichtswissenschaft den Schritt in die Interdisziplinarität. Verstanden als die "sozialpsychologische Dimension der Sozialgeschichte" versucht die Mentalitäten- Geschichte seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, diejenigen Einflussgrößen auf die historische Entwicklung offen zu legen, welche nicht etwa der bewussten Reflexion der handelnden, Geschichte machenden und erlebenden Personen entspringen, sondern viel- mehr jenem geheimnisvollen, nur halbbewussten "Kollektivwissen" - in der Alltagssprache zumeist als "Mentalität" bezeichnet - entstammen. Die besondere Bedeutung der Mentalitäten-Geschichte liegt hierbei sowohl in ihrem doch recht außergewöhnlichen, fachübergreifenden und psychologische, soziologische und anthro- pologische Elemente integrierenden Anspruch, als auch in ihrer bis heute nicht durch eine gemeinsame Theorie versöhnten Heterogenität ihrer Interpreten bezüglich der Forschungs- weise, Schwerpunktsetzung und auch bezüglich des Verständnisses des bloßen Begriffs der "Mentalität" als ihrem Forschungsgebiet. In dieser Seminararbeit soll nun zunächst versucht werden, am Beispiel einiger Hauptinter- preten der Mentalitäten-Geschichte in Frankreich und Deutschland die Entwicklung und die Vorgehensweise jener jungen Forschungsdisziplin deutlich zu machen. Anhand zweier kon- kreter Beispiele mentalitäten-geschichtlicher "Exegese" soll das Verständnis hierfür anschlie- ßend noch vertieft werden. Eine kurze Betrachtung der jeweils in Frankreich und Deutschland schwerpunktmäßig durch die Mentalitäten-Geschichte erforschten Zeiträume und Histori-schen Orte sowie eine Diskussion von Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der Men- talitäten-Geschichte dieseits und jenseits des Rheins bildet sodann den Abschluß dieser Ar- beit. Ziel dieser Arbeit soll es zum einen sein, einen gerafften und sicherlich auch unvollständigen Überblick über Herkommen und Forschungsweise dieser jungen Disziplin zu geben, zum an- deren aber auch, die enormen Chancen und Zukunftsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche sich in jener neuen Herangehensweise an die Menschheitsgeschichte eröffnen.
Bernd Floer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,00, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), 122 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur "mikrohistorischen" Katholizismus- und Widerstandsforschung und stellt in vier Kapiteln ein bemerkenswertes Fallbeispiel kollektiven Widerstandes gegen den Nationalsozialismus dar. Im ersten Kapitel wird zunächst der Kirchenkampf zwischen katholischer Kirche und Nationalsozialismus bis zum Abschluss des Reichskonkordats in allen seinen Facetten dargestellt, dann die Situation in der betrachteten Region - dem Erzbistum Köln - im Jahre 1935 beleuchtet. Im zweiten Kapitel wird das Konstrukt "katholisches Milieu" ausfürlich in seiner sozial- und mentalitätsgeschichtlichen und auch sozialpsychologischen Dimension entwickelt und als "Raster" auf die betrachtete Landgemeinde und ihre Menschen im Jahr 1935 übertragen. Hierbei wird vor allem auf unveröffentlichte Quellen aus kirchlichen und privaten Beständen zurückgegriffen. Im dritten Kapitel wird die für diese Arbeit zentral wichtige Priesterpersönlicheit ausführlich vorgestellt und aus den Perspektiven von Zeitzeugen, Freunden, kirchlichen Vorgesetzten und seinen Gegnern anhand von Quellenzitaten betrachtet. In Kapitel vier wird sodann der Fall "kollektiven Widerstands" einer katholischen Dorfgemeinschaft im Zuge des Schulstreits auf Grundlage aller verfügbaren Quellen in Ursachen, Verlauf und Folgen dargestellt. Im Schlussteil, werden zentrale Fragen, die sich durch die vorliegende Arbeit ergeben haben, kurz diskutiert und neue Forschungsfragen aufgezeigt.
Bernd Floer
Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,00, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), 122 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur "mikrohistorischen" Katholizismus- und Widerstandsforschung und stellt in vier Kapiteln ein bemerkenswertes Fallbeispiel kollektiven Widerstandes gegen den Nationalsozialismus dar. Im ersten Kapitel wird zunächst der Kirchenkampf zwischen katholischer Kirche und Nationalsozialismus bis zum Abschluss des Reichskonkordats in allen seinen Facetten dargestellt, dann die Situation in der betrachteten Region - dem Erzbistum Köln - im Jahre 1935 beleuchtet. Im zweiten Kapitel wird das Konstrukt "katholisches Milieu" ausfürlich in seiner sozial- und mentalitätsgeschichtlichen und auch sozialpsychologischen Dimension entwickelt und als "Raster" auf die betrachtete Landgemeinde und ihre Menschen im Jahr 1935 übertragen. Hierbei wird vor allem auf unveröffentlichte Quellen aus kirchlichen und privaten Beständen zurückgegriffen. Im dritten Kapitel wird die für diese Arbeit zentral wichtige Priesterpersönlicheit ausführlich vorgestellt und aus den Perspektiven von Zeitzeugen, Freunden, kirchlichen Vorgesetzten und seinen Gegnern anhand von Quellenzitaten betrachtet. In Kapitel vier wird sodann der Fall "kollektiven Widerstands" einer katholischen Dorfgemeinschaft im Zuge des Schulstreits auf Grundlage aller verfügbaren Quellen in Ursachen, Verlauf und Folgen dargestellt. Im Schlussteil, werden zentrale Fragen, die sich durch die vorliegende Arbeit ergeben haben, kurz diskutiert und neue Forschungsfragen aufgezeigt.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: 1,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] In jenen Bereich der "Orchideenwissenschaften" ist nun auch die "Mentalitäten-Geschichte" einzuordnen. Aus der Schule der bedeutenden französischen historischen Zeitschrift "Anna- les" hervorgegangen, wagt die Mentalitäten-Geschichte als erste und vielleicht einzige Teildisziplin in der Geschichtswissenschaft den Schritt in die Interdisziplinarität. Verstanden als die "sozialpsychologische Dimension der Sozialgeschichte" versucht die Mentalitäten- Geschichte seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, diejenigen Einflussgrößen auf die historische Entwicklung offen zu legen, welche nicht etwa der bewussten Reflexion der handelnden, Geschichte machenden und erlebenden Personen entspringen, sondern viel- mehr jenem geheimnisvollen, nur halbbewussten "Kollektivwissen" - in der Alltagssprache zumeist als "Mentalität" bezeichnet - entstammen. Die besondere Bedeutung der Mentalitäten-Geschichte liegt hierbei sowohl in ihrem doch recht außergewöhnlichen, fachübergreifenden und psychologische, soziologische und anthro- pologische Elemente integrierenden Anspruch, als auch in ihrer bis heute nicht durch eine gemeinsame Theorie versöhnten Heterogenität ihrer Interpreten bezüglich der Forschungs- weise, Schwerpunktsetzung und auch bezüglich des Verständnisses des bloßen Begriffs der "Mentalität" als ihrem Forschungsgebiet. In dieser Seminararbeit soll nun zunächst versucht werden, am Beispiel einiger Hauptinter- preten der Mentalitäten-Geschichte in Frankreich und Deutschland die Entwicklung und die Vorgehensweise jener jungen Forschungsdisziplin deutlich zu machen. Anhand zweier kon- kreter Beispiele mentalitäten-geschichtlicher "Exegese" soll das Verständnis hierfür anschlie- ßend noch vertieft werden. Eine kurze Betrachtung der jeweils in Frankreich und Deutschland schwerpunktmäßig durch die Mentalitäten-Geschichte erforschten Zeiträume und Histori-schen Orte sowie eine Diskussion von Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der Men- talitäten-Geschichte dieseits und jenseits des Rheins bildet sodann den Abschluß dieser Ar- beit. Ziel dieser Arbeit soll es zum einen sein, einen gerafften und sicherlich auch unvollständigen Überblick über Herkommen und Forschungsweise dieser jungen Disziplin zu geben, zum an- deren aber auch, die enormen Chancen und Zukunftsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche sich in jener neuen Herangehensweise an die Menschheitsgeschichte eröffnen.
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