Wege und Ziele der Wirtschaft Österreichs

Springer-Verlag
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Die Österreichische Wirtschaft hat nach dem Notstand der ersten Nach kriegszeit auf allen Gebieten einen Aufschwung erfahren, der kaum er hofft und für möglich gehalten worden ist. Es war ein langer, beschwer licher Weg, der bis zur Hochkonjunktur der letzten Jahre geführt hat. Die Blüte der Gegenwart ist dem unermüdlichen Arbeitseinsatz der ge samten Bevölkerung zu danken, die, geführt durch eine kluge staatliche Wirtschafts- und Finanzpolitik und unterstützt durch die Weltkonjunk tur, diese großen Erfolge erreicht und damit auch die Voraussetzungen für die glückliche Staatspolitik der letzten Zeit geschaffen hat. Die vorliegende Studie versmht, den gegenwärtigen Stand der Öster reichischen Wirtschaft zusammenfassend darzustellen. Die Darstellung der Gegenwart und ihrer Grundlagen leitet zu der Frage über, welche Möglichkeiten für die Zukunft bestehen und welche Ziele sich die Wirt schaftspolitik setzen kann. Es scheint, daß der gegenwärtige Zeitpunkt eine solche Untersuchung rechtfertigt. Nach dem raschen, stürmischen Aufstieg der letzten Jahre dürfte eine Verlangsamung in der weiteren Entwicklung eintreten. Man che meinen, daß es zu einer Stabilisierung und vielleicht auch zu vorüber gehenden Rückschlägen kommen könnte. Ob die Optimisten oder die mehr pessimistischen Meinungen Recht behalten, hängt von vielen, auch außer halb der Wirtschaft liegenden Momenten ab. Eine jedenfalls zu erwar tende Änderung der Aufstiegskurve schafft aber neue Situationen für die Wirtschaft und durch ihre Auswirkungen auch für die allgemeine Politik.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Jul 2, 2013
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Pages
271
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ISBN
9783662247105
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Best For
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Language
German
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Genres
Business & Economics / Economics / General
Business & Economics / General
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Inhaltsangabe:Einleitung: Die Liberalisierung der Arbeitsmärkte führt zu einer eingeschränkten Kontrolle der Zuwanderung von Arbeitskräften und wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Besonders die Migrationsdebatte der vergangenen Jahrzehnte ist aufgrund zunehmend schlechter Arbeitsmarktbedingungen immer stärker durch eine negative Stimmung geprägt. In Zeiten fortschreitender Globalisierung ist Arbeitsimmigration für die marktwirtschaftliche Ordnung einer Volkswirtschaft jedoch eine wesentliche Erfolgsbedingung und verhilft zur Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt. Dessen ungeachtet führt vermehrte Zuwanderung auch zu Einkommensumverteilung bei inländischen Arbeitskräfte: Während Immigranten und Kapitaleigner meist als Gewinner aus dieser Situation hervorgehen, sind Teile einheimischer Arbeitskräfte die Lohn-Verlierer . Passen sich die Löhne nicht an die durch Immigration bedingte modifizierte Angebots- und Nachfragesituation an, kann dies unter bestimmten Bedingungen zu Substitution und somit steigender Arbeitslosigkeit einheimischer Arbeitnehmer (AN) führen. Durch Immigration können demnach auch negative Wohlfahrtseffekte entstehen. Diese negativen Effekte von Immigration sind umso größer, je geringer der Ausbildungsgrad der Immigranten ist und je stärker der Qualifikationslevel der Immigranten von dem der Einheimischen abweicht. Wanderungsbewegungen von ANn im Niedriglohnbereich wirken sich aufgrund der Konkurrenzsituation vorwiegend nachteilig für niedrig qualifizierte einheimische AN aus. Es kann eine Situation entstehen, in der für diese Arbeiter die Gefahr besteht, durch Immigranten substituiert zu werden. Diese Situation kann zu der Forderung einheimischer Niedrigqualifizierter (NQ) führen, die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu unterbinden oder zumindest stärker zu reglementieren. Insbesondere wenn die Zuwanderungspolitik eines Landes vorwiegend liberal ausgerichtet ist, kann dies zu einer vermehrten Immigration von Arbeitskräften mit geringem Ausbildungslevel führen. Vor dem beschriebenen Hintergrund erscheint die Forderung nach mehr Restriktionen gegenüber der Zuwanderung ausländischer Arbeiter nicht zwingend als irrational. Irlands Immigrationspolitik ist eine der liberalsten in ganz Europa. Seit einigen Jahren sieht sich das Land einer Immigrationssituation gegenüber, die es unter Umständen erfordert, von dieser liberalen Haltung Abstand zu nehmen: Nach jahrzehntelangen Emigrationserfahrungen hat sich [...]
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