Die Gruppe der G7: Multilateralismus in einer interregionalen Welt?: Zu Kapitel VI aus dem Werk "Europa, Amerika und Asien zwischen Globalisierung und Regionalisierung" von Ralf Roloff

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Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,3, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Internationale Politik), 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Literaturbericht beschäftigt sich mit dem Kapitel VI „Die multilaterale Komponente des Interregionalismus“ aus dem Buch „Europa, Amerika und Asien zwischen Globalisierung und Regionalisierung“ aus dem Jahr 2001 von Ralf Roloff. Die Welt befindet sich in einer Phase der Globalisierung, vor allem auf dem wirtschaftlichen Sektor. Ein Großteil der wirtschaftlichen Macht der Welt liegt bei wenigen Akteuren. Die drei wohl maßgeblichsten Akteure auf dieser internationalen Ebene bilden die weltwirtschaftliche Triade, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Europäische Union und Japan. Diese drei mächtigen Spieler stehen sich konfrontativ gegenüber, schon oft entzündeten sich aus dieser Konkurrenz Handelskriege und wirtschaftliche Krisen. Die Beziehungen und Konflikte der großen Drei werden unter dem Wort Interregionalismus zusammengefasst. Neben der Triade existieren jedoch noch andere einflussreiche Gruppierungen. Die wichtigste ist die Gruppe der größten westlichen Industrienationen, die G7. Die G7 veranstalten jährlich den Weltwirtschaftsgipfel und nehmen für sich in Anspruch die Weltwirtschaft zu leiten. Das übergeordnete Ziel der, von manchen institutionalisierte Hegemonie1 genannten, Gruppe ist der Aufbau und die Erhaltung einer liberalen Weltwirtschaftsordnung. Die Mitglieder sind interessanterweise die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan. Die wichtigsten Staaten der Triade stehen sich also einerseits interregional als Konkurrenten gegenüber. Andererseits versuchen sie jedoch als multilaterales und weitgehend informelles Gremium zusammenzuarbeiten um ihren wirtschaftlichen Status zu erhalten. Wie lässt sich eine derartige Konstellation erklären? Welche Bedeutung haben die G7 für den Interregionalismus und umgekehrt? Welchen Einfluss hat ein Gebilde wie die G7 auf das multipolare und plurilaterale Geflecht des globalen Systems? Diesen Fragen widmet sich Ralf Roloff, bei seiner Betrachtung der G7, vor dem Hintergrund einer interregional verflochtenen Weltordnung. Dieser Literaturbericht versucht die Argumentation des Autors kritisch nachzuvollziehen. Besonders interessant ist hier die methodische Herangehensweise an das Problem, sowie die Plausibilität der These. Die Gliederung orientiert sich daher am Aufbau des Beitrags.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 16, 2005
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Pages
10
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ISBN
9783638418485
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Language
German
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Genres
Political Science / Globalization
Political Science / International Relations / General
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Content Protection
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Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Literaturbericht beschäftigt sich mit dem Buch „Thomas Hobbes“ von Herfried Münkler. Die benutzte Ausgabe erschien 1993 beim Campus Verlag in Frankfurt am Main und New York. Herfried Münkler ist Professor und seit 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Münkler mit der politischen Ideengeschichte und der Theorie des Krieges. Zu beiden Themenbereichen hat er bereits vielbeachtete Arbeiten, u.a. „Machiavelli“, veröffentlicht. Im vorliegenden Buch beschäftigt sich Münkler mit der politischen Theorie des Philosophen Thomas Hobbes. Er versucht dabei Hobbes politische Ideen als Ganzes zu erfassen, indem er die gedankliche Entwicklung der Theorie nachvollzieht und dabei auf die ganze Breite der von Hobbes verfassten Schriften zurückgreift. Davor beleuchtet Münkler die historischen Einflüsse auf Hobbes als Denker um die Entwicklung der Theorie verständlicher zu machen. Dazu teilt er die Betrachtung in zwei große Teile, im ersten Kapitel geht es um Hobbes Erfahrungen und die daraus resultierenden Konsequenzen, im zweiten Teil behandelt er die Grundelemente der politischen Theorie. Die Gliederung der Rezension orientiert sich weitgehend an den Kapiteln des Autors.
Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,7, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Internationale Politik), 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Literaturbericht beschäftigt sich mit dem Aufsatz „From Traditional to Institutionalized Hegemony“ von Alison Bailin. Die hier verwendete Version ist vom Februar 2001 und stammt von der G8-Website der Universität von Toronto. Dr. Alison Bailin forscht derzeit an der Universität von Toronto mit der G8 Forschungsgruppe. In einer von Globalisierung gekennzeichneten Welt stellt die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7), mit den jährlichen Weltwirtschaftsgipfeln, eine Besonderheit dar. Die Besonderheit liegt zum einen in dem selbstgewählten Anspruch die globalisierte Weltwirtschaft zu steuern und auftretende Krisen zum eigenen Nutzen zu bewältigen. Zum anderen liegt sie in dem betont informellen Gefüge der Gruppe der G7. Die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan bilden heute die G7. Weiterhin gehört Russland zur Gruppe der G8, es besitzt jedoch kein Stimmrecht. Auf den Weltwirtschaftsgipfeln werden unterschiedliche Themen behandelt wie z.B. gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Währungspolitik, Welthandel, Energiepolitik, Nord-Süd-Probleme u.a. Bei der Betrachtung dieser Tatsachen stellen sich viele Fragen. Wieso bilden gerade diese Staaten heutzutage die G7? Worauf gründet sich die Macht einer Gruppe von Staaten die sich absichtlich kein umfassendes formelles Gefüge geben will? Besonders interessant ist in Anbetracht dieser speziellen Voraussetzungen die Frage was die G7 eigentlich darstellt und wie es funktioniert. Alison Bailin versucht in dem vorliegenden Beitrag eine Antwort auf diese letzte Frage zu geben. Dabei nutzt die Autorin die traditionelle intergouvernementale Hegemonietheorie und die Institutionalismustheorie als Ausgangspunkt für ihre Argumentation. Dieser Literaturbericht versucht nun die Argumentation der Autorin kritisch nachzuvollziehen. Besonders interessant ist hier die methodische Herangehensweise an das Problem, sowie die Plausibilität der These. Die Gliederung orientiert sich daher am Aufbau des Beitrags.
Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie steht es um die verfassungsmäßig einzig wirklich demokratisch legitimierten Institutionen in Deutschland? Welche Position übernehmen die Parlamente im politischen Orchester Deutschlands heutzutage? Dieser Literaturbericht will sich der Frage weniger von der theoretischen Seite als vielmehr von der Seite der praktischen Politik aus nähern. Dies geschieht anhand der Betrachtung einer Fallstudie zum Thema Koalitionen auf Landesebene. Die Arbeit beschäftigt sich mit ausgesuchten Teilen der Studie „Regieren in Koalitionen. Handlungsmuster und Entscheidungsbildung in deutschen Länderregierungen“ von Sabine Kropp. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Koalitionsverhandlungen. Diese Studie von verschiedenen Koalitionsverhandlungen und deren übergreifenden Gemeinsamkeiten bietet Möglichkeiten, aus der Realität heraus, Antworten auf die Frage nach der Relevanz von Länderparlamenten zu finden. Aus Struktur und Ablauf der Koalitionsverhandlungen sowie aus den Handlungen der beteiligten Koalitionspartner sollen Rückschlüsse auf die reale Position der Parlamente im Politikprozess gezogen werden. Die übergeordnete Fragestellung der Arbeit ist demnach, welches Verständnis von der Rolle von Parlamenten sich aus der Betrachtung von Koalitionsverhandlungen gewinnen lässt. Von Interesse sind daher hauptsächlich die Aussagen zur Rolle des Parlamentes. Die Arbeit ist daher selektiv und es werden größere Teile der Studie ausgeklammert. Im ersten Teil werden die Ziele der Studie aufgezeigt und der Aufbau sowie die theoretischen Grundlagen zusammengefasst. Der zweite Abschnitt befasst sich dann mit den konkreten Erkenntnissen der Fallstudie. Hier steht die Beschreibung der Koalitionsverhandlungen im Vordergrund. Die Koalitionsverhandlungen sind daher von besonderem Interesse, da sie das Bindeglied zwischen der Wahl und der späteren parlamentarischen Arbeit darstellen und ein großer Teil der Politik bereits hier festgelegt wird. Die Rolle und das Verständnis von Parlamentarismus soll dann im dritten Teil anhand der Betrachtung der Fallbeispiele herausgearbeitet werden. In der Schlussbetrachtung werden die Ergebnisse zusammengefasst und eine abschließende Bewertung vorgenommen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 2,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Internationale Politik), Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem 2. Weltkrieg ist ein wesentlicher Nutzen der europäischen Integration, wirtschaftliche Interessen gemeinsam nach außen zu vertreten. So können die, wohlgemerkt gemeinsamen Interessen, mit stärkerer Kraft verfolgt werden, als ein einzelner Nationalstaat dazu in der Lage wäre. Dazu haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ehemals souveräne Rechte an die supranationale Organisation in Brüssel abgegeben. Setzt sich Pascal Lamy heute an einen Verhandlungstisch, so hat er, im besten Fall, die gebündelte europäische Wirtschaftsmacht im Rücken. Die europäisch-amerikanischen Beziehungen sind nun gerade aufgrund ihrer Größe und ihrer Relevanz für den Welthandel besonders konfliktträchtig. Beide Seiten sind grundsätzlich, aufgrund ihrer Exportkapazität, an einem liberalisierten Welthandel in höchstem Maße interessiert und sind auch stets darum bemüht ihrer Forderung nach Liberalisierung Ausdruck zu verleihen. Doch trotz dieses generellen Anliegens gibt es bei beiden Akteuren Sektoren die, aus unterschiedlichen Gründen, nicht dem freien Handel zugänglich gemacht werden und sogar stark protektionistisch geschützt werden. Hier gibt es klar ein Spannungsfeld zwischen möglicher Kooperation und notwendigem Eigeninteresse. Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten sollen in dieser Arbeit von Seiten der Europäischen Union aus kritisch untersucht werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Verhältnis zwischen Kooperation und Konflikt gelegt. Dazu gliedert sich der Hauptteil in vier Teile. Im ersten Teil werden die wichtigen Meilensteine der Entwicklung kurz skizziert, um den Rahmen zu verdeutlichen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Entstehen der Handelspolitik innerhalb der Europäischen Union und den daran beteiligten Personen und Institutionen, sowie mit den Instrumenten mit denen die Politik dann, z.B. gegenüber den Vereinigten Staaten, verwirklicht wird. Der dritte Abschnitt befasst sich dann mit den transatlantischen Beziehungen auf bilateraler Ebene, besonders mit den innewohnenden Problemen und Konflikten. Die multilaterale Ebene ist Thema des vierten Teils. Dieser bezieht sich auf die Welthandelsorganisation und wie dieses System von den beiden Akteuren genutzt wird. Im Schlussteil soll das Thema kritisch reflektiert werden und die gewonnenen Erkenntnisse mit aktuellen Ereignissen in Bezug gesetzt werden.
Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Note: 1,3, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Gesellschaftswissenschaften), 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Literaturbericht befasst sich mit dem Beitrag von Jens-Rainer Ahrens „Gesinnungs- und verantwortungsethische Dimensionen der Bildungspolitik. Zur anhaltenden Struktur einer anhaltenden Kontroverse“, veröffentlicht im Sammelband von Anton Sterbling „Zeitgeist und Widerspruch“ in Hamburg 1993. Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen den Begriffen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit und analysiert theoretisch deren ethische Dimensionen. Dazu nutzt der Autor Max Webers Instrumentarium, um sich den Begriffen und ihrem Inhalt zu nähern. Ziel dieses Literaturberichtes ist es die Schwerpunkte in der Argumentation des Autors aufzuzeigen und am Schluss einen kurzen Ausblick auf die realen Folgen der Ergebnisse zu werfen. Hierzu teilt sich der Hauptteil in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt befasst sich mit dem angelegten analytischen Rahmen, der zweite erläutert die Grundlagen und Ziele für die beiden Orientierungsmuster Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit. Der dritte Abschnitt befasst sich mit den Konzeptionen von Bildungsfähigkeit, die den Mustern innewohnen und der vierte Abschnitt mit den rationalen Folgen für realen Positionen. Bevor die Schwerpunkte des Gedankengangs aufgezeigt werden sollen, ist es sinnvoll die Ausgangslage zu erklären und einzuordnen. Dazu wird hier nun kurz der politische Vorlauf innerhalb der Parteienlandschaft skizziert, um die realen Bezüge der Überlegungen zu verdeutlichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Internationale Politik), 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Probleme und Hindernisse die sich aus der Europäischen Integration ergeben sind vielschichtig. Die Tatsache, daß sich der Prozeß hauptsächlich auf intergouvernementaler Ebene vollzieht, ist sicherlich ein Hauptproblem, das bedingt daß die Entwicklung schwerfällig und häufig von Minimalkonsens geprägt ist, da keine Regierung ihre Interessen vernachlässigen kann und die Integration im eigenen Land rechtfertigen muß. Vielen Bürgern in Europa fällt es daher schwer, die Europäische Einigung zu unterstützen und sich von der starken Rolle der Nationalstaaten zu trennen. Ein strukturelles Problem stellt die Union in ihrer derzeitigen Form selbst dar, indem sie nur über eine mangelnde demokratische Legitimation verfügt. Daher rührte auch der Grund für Manfred Brunners Verfassungsbeschwerde, der fürchtete, daß mit der im EU-Vertrag festgelegten Ausweitung der Supranationalität und der Erweiterung der Entscheidungskompetenzen auf EU-Ebene, die vom Volk legitimierten Nationalstaaten zu stark entmachtet und ihre demokratischen Kompetenzen ausgehöhlt werden. Er vertritt die Meinung, allein der Nationalstaat ist geeignet Demokratie in Europa zu verwirklichen, da nur der Nationalstaat vom Staatsvolk demokratisch legitimiert werden kann. Gleichzeitig wies er darauf hin, daß die Europäische Union ihrerseits nicht über eine ausreichende demokratische Legitimation verfügt, denn es gäbe zwar ein europäisches Parlament, jedoch kein europäisches Volk. Mit dem Maastrichter Vertrag würde nun, unter Abgabe von Hoheitsrechten an die Europäische Union, der Einfluß der nationalen Parlamente weiter verringert und so das Mitbestimmungsrecht der Bürgers unterminiert. Dies verstoße gegen Artikel 38 GG, der jedem Bürger das Recht garantiert an der Legitimation der Staatsgewalt (durch Wahl des Bundestages) mitzuwirken, da der Bundestag entmachtet und der Bürger entmündigt würde. Brunner befürchtete ebenfalls einen unumkehrbaren Automatismus hin zu einer Währungsunion, sowie weiterer Kompetenzausweitung seitens der Union, dem sich die Bundesrepublik nicht mehr entziehen könne. Somit mußte sich das oberste deutsche Gericht nicht nur mit der staatsrechtlichen Frage der Verfassungskonformität der Verträge befassen, sondern, aus o.g. Gründen, auch mit der europäischen Integration allgemein. Diese Situation, internationaler Aufmerksamkeit, nutzte das BVerfG zu einer Standortbestimmung und Festlegung von Grenzen für die weitere Entwicklung.
Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,7, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Internationale Politik), 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Literaturbericht beschäftigt sich mit dem Aufsatz „From Traditional to Institutionalized Hegemony“ von Alison Bailin. Die hier verwendete Version ist vom Februar 2001 und stammt von der G8-Website der Universität von Toronto. Dr. Alison Bailin forscht derzeit an der Universität von Toronto mit der G8 Forschungsgruppe. In einer von Globalisierung gekennzeichneten Welt stellt die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7), mit den jährlichen Weltwirtschaftsgipfeln, eine Besonderheit dar. Die Besonderheit liegt zum einen in dem selbstgewählten Anspruch die globalisierte Weltwirtschaft zu steuern und auftretende Krisen zum eigenen Nutzen zu bewältigen. Zum anderen liegt sie in dem betont informellen Gefüge der Gruppe der G7. Die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan bilden heute die G7. Weiterhin gehört Russland zur Gruppe der G8, es besitzt jedoch kein Stimmrecht. Auf den Weltwirtschaftsgipfeln werden unterschiedliche Themen behandelt wie z.B. gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Währungspolitik, Welthandel, Energiepolitik, Nord-Süd-Probleme u.a. Bei der Betrachtung dieser Tatsachen stellen sich viele Fragen. Wieso bilden gerade diese Staaten heutzutage die G7? Worauf gründet sich die Macht einer Gruppe von Staaten die sich absichtlich kein umfassendes formelles Gefüge geben will? Besonders interessant ist in Anbetracht dieser speziellen Voraussetzungen die Frage was die G7 eigentlich darstellt und wie es funktioniert. Alison Bailin versucht in dem vorliegenden Beitrag eine Antwort auf diese letzte Frage zu geben. Dabei nutzt die Autorin die traditionelle intergouvernementale Hegemonietheorie und die Institutionalismustheorie als Ausgangspunkt für ihre Argumentation. Dieser Literaturbericht versucht nun die Argumentation der Autorin kritisch nachzuvollziehen. Besonders interessant ist hier die methodische Herangehensweise an das Problem, sowie die Plausibilität der These. Die Gliederung orientiert sich daher am Aufbau des Beitrags.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 2,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Institut für Politikwissenschaft), 56 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau, dem Ablauf und dem Ergebnis des Konvents zur Zukunft der Europäischen Union aus dem Blickwinkel intergouvernementaler Argumente, die auch von vielen Europaskeptikern verwendet werden. Der Intergouvernementalismus ist eine staatszentrierte Richtung der Integrationstheorie, die nationalen Regierungen werden als zentrale Akteure der Integration betrachtet. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Betrachtung der Arbeit bei staatlichen Akteuren. Der Blickwinkel des Intergouvernementalismus ist für das Fallbeispiel des Konvents aus verschiedenen Gründen interessant. Intergouvernementalistische Theorien befassen sich im Allgemeinen stark mit den nationalen Regierungen und deren Verhandlungen auf großen Konferenzen. Der Konvent stellt in seiner Form eine Neuerung dar. Es stellt sich die Frage, wie sich staatliche Akteure in diesem Umfeld bewegen und wie dies theoretisch zu bewerten ist. Lassen sich intergouvernementale Prämissen und Betrachtungsweisen auch auf den Konvent anwenden? Besitzen Theorien wie der Neorealismus hier Erklärungskapazitäten? Dass auch die nationalen Regierungen sich der möglichen Tragweite des Konvents bewusst waren, zeigte sich an der Tatsache, dass sie zum Schluss sehr hochrangige Vertreter, z. B. Außenminister Joschka Fischer, zum Konvent entsandten, um ihre Interessen zu vertreten. Das Erkenntnisinteresse verteilt sich auf zwei Schwerpunktbereiche. Auf der ersten Ebene soll analysiert werden, wie sich maßgebliche Nationalstaaten wie Großbritannien und Deutschland zu national besonders relevanten Themen verhalten haben. Wer konnte seine Vorstellungen im Entwurf unterbringen? Wo sind Gewinne oder Verluste zu verzeichnen? Konnten sich die Regierungsvertreter gegen die europäischen Institutionen durchsetzen? Auf der zweiten Ebene sollen die Ergebnisse auf Grundlage des gewählten theoretischen Blickwinkels eingeordnet werden. Verhalten sich die staatlichen Akteure gemäß neorealistischer Muster? Gibt es Abweichungen, z. B. unter den verschiedenen Nationalstaaten? Ist die Theorie anwendbar auf dieses neue Phänomen der europäischen Integration? Die Arbeit soll zum einen das Verhalten staatlicher Akteure analysieren und so zum besseren Verständnis dieser neuen Form europäischer Integration dienen. Zum anderen soll ein Beitrag zur Einordnung des Phänomens Verfassungskonvent in die europäische Integrationsforschung geliefert werden.
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