Evaluierung von Winterzwischenfrüchten in einem Zweikultur-Nutzungssystem mit Mais für die Biogaserzeugung

· Cuvillier Verlag
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Es ist ein aktuelles politisches Ziel, die Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer Energie zunehmend aus regenerativen Quellen zu bewerkstelligen. Mit dem Beschluss des EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetz, Bundesministerium für Justiz 2008) sollen Biokraftstoffe sowie Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden, um so bis zum Jahr 2020 den Energieverbrauch durch Strom in Deutschland zu mindestens 30% aus erneuerbarer Energie decken zu können. Eine Möglichkeit zur Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energie ist durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in Biogasanlagen gegeben. Hier kann durch die Vergärung von Biomasse brennbares Gas (Methan) erzeugt werden, welches anschließend in einem Blockheizkraftwert zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Die wichtigste Biomassequelle für Biogasanlagen in Deutschland ist derzeit der Mais. Durch enge Fruchtfolgen wird dessen Anbau jedoch zunehmend von Schaderregern und dem Auftreten schwer bekämpfbarer Unkräuter begleitet (Hötte et al. 2010). Die intensive landwirtschaftliche Flächennutzung ist vielfach mit hohem Einsatz stickstoffhaltiger Düngemittel verbunden. In Fruchtfolgen, in denen aus der Vorkultur bereits Überhänge aus der Stickstoffdüngung bestehen und nicht unmittelbar eine Folgefrucht angebaut wird, befinden sich unter Umständen große Mengen mineralischen Stickstoffs im Boden. Zudem können im Herbst durch Mineralisation weitere Stickstoffmengen hinzukommen. Werden diese sehr beweglichen Nährstoffe nicht gebunden, steigt die Gefahr, dass mit dem Beginn der winterlichen Sickerwasserperiode beachtliche Nitratmengen aus dem Boden ausgetragen werden. Die Eutrophierung von Gewässern sowie eine Verschlechterung der Trinkwasserqualität sind nur einige der auftretenden Risiken. Ziel muss es daher sein, die Austragung von Nitrat zu minimieren.

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