Ist der Dativ dem Genitiv sein Tod?: Eine linguistische Beurteilung populärer Sprachkritik am Beispiel Bastian Sick

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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,7, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprachliche Themen, Fragen und Probleme sind auch hierzulande brandaktuell. Nicht nur aufgrund der Orthographiereform sind daher sprachliche Verwirrungen und Fragen nach sprachlicher Korrektheit keine Seltenheit mehr. Sie manifestieren sich in Äußerungen wie: „Heißt es: wegen Dir oder Deinetwegen?“. Zudem die Klagen über den grässlichen Einfluss der englischen Sprache auf die einstige Sprache der großen Dichter und Denker. Die Beliebtheit und Allgegenwärtigkeit von Fragen zu derartigen sprachlichen Zweifelsfällen zeigt sich nicht zuletzt an dem immensen Erfolg populärer Sprachkritiker, wie Wolf Schneider und der Kolumnist Bastian Sick. Üblicherweise lautet die „Diagnose“ populärer Sprachkritiker über die „krankhaften Symptome“ des aktuellen deutschen Sprachgebrauchs wie folgt: Sprachverfall, Sprachverwässerung, Sprachverlotterung oder Sprachniedergang. Doch wie plausibel ist der Topos vom Sprachverfall? Wann kann von sprachlicher Richtigkeit gesprochen werden? Ist es ferner möglich, diese sprachlichen Entwicklungstendenzen zu bewerten – und wenn ja: wie? Eine interessante Frage ist es daher, welche Position die Sprachwissenschaft zu diesen Fragen bzw. zu den Thesen populärer Sprachkritiker einnimmt. Aus diesem Grund ist es das Ziel dieser Arbeit, der folgenden Fragestellung nachzugehen: Wie ist die populäre Sprachkritik aus sprachwissenschaftlicher Perspektive zu beurteilen und welche Gründe sprechen in diesem Zusammenhang für eine grundsätzliche Auseinandersetzung der Sprachwissenschaft mit Sprachkritik? Zur Beantwortung dieser Frage orientiert sich die Arbeit an der folgenden Struktur: Zunächst stehen ausgewählte Beispiele der Kolumnen Bastian Sicks im Mittelpunkt des Interesses. Daher wird in 2.1 zuerst eine kurze Darstellung der Person und des öffentlichen Status des populären Sprachkritikers erfolgen, um anschließend anhand einiger Beispiele der Kolumnen Sicks eine linguistische Einschätzung der populär-sprachkritischen Methodik und Analyse zu demonstrieren. Unter Berücksichtigung der im zweiten Kapitel erarbeiteten Ergebnisse wird dritten Kapitel das Verhältnis zwischen Sprachkritik und Sprachwissenschaft genauer diskutiert. Zu diesem Zweck wird unter 3.1 ein kurzer Überblick darüber gegeben, welches Verhältnis seit Begründung der modernen Linguistik zwischen Sprachwissenschaft und Sprachkritik besteht, mit dem Ziel, daran anknüpfend wesentliche Gründe zu nennen, die für eine sprachkritische Auseinandersetzung von linguistischer Seite sprechen.
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
May 20, 2010
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Pages
19
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ISBN
9783640627448
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Language
German
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Genres
Language Arts & Disciplines / Linguistics / General
Language Arts & Disciplines / Linguistics / Historical & Comparative
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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1, 0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Internationale Gerechtigkeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Anspruch, den moralisch kontraintuitiven Implikationen des utilitaristischen Durchschnittsnutzenprinzips entgegenzuwirken, konzipiert Rawls eine Theorie, in der die moralischen Urteile des Common Sense den Bezugspunkt zur Beurteilung von Gerechtigkeitsvorstellungen bilden (vgl. Düwell/Hübenthal/Werner 2006, S. 179). Im Ergebnis stehen zwei normative Prinzipien der Gerechtigkeit, die nach Rawls die Grundstruktur einer liberalen, d. h. konstitutionellen demokratischen Gesellschaft regulieren sollen: das Prinzip der Gleichverteilung gesellschaftlicher Grundgüter sowie das so genannte Differenzprinzip. Zur Plausibilisierung dieser beiden Gerechtigkeitsprinzipien rekurriert Rawls in modifizierender Form auf das klassische Gedankenexperiment des Gesellschaftsvertrags: So kommen die Verteilungsgrundsätze durch ein hypothetisches (nicht faktisches) Vertragsverfahren zustande, bei welchem sich freie, vernünftige und rationale Individuen unter den fairen Bedingungen eines ursprünglichen Zustands der Gleichheit, dem so genannten Urzustand, einstimmig auf sie einigen. Auf diese Weise fungiert die Urzustandsidee für Rawls als epistemisch-heuristisches Mittel, um zu allgemein zustimmungsfähigen sowie universal gültigen Prinzipien intranationaler Gerechtigkeit zu gelangen. Analog geht Rawls nun auch in seinem dritten Hauptwerk Das Recht der Völker (1999, deutsch: 2002) vor, wo er die Konzeption des einzelgesellschaftlichen Urzustandes auf „eine Gesellschaft von Völkern“ ausweitet (vgl. 2002, S. 1 f.) mit dem Ziel, die Prinzipien internationaler Gerechtigkeit zu eruieren und damit ein „Recht der Völker“ zu entfalten, das „[...] die Grundstruktur der Beziehungen zwischen Völkern reguliert“ (ebd., S. 37). Dabei versucht Rawls, dem Kriterium einer „realistischen Utopie“ zu genügen, sofern er mit seinem Ansatz beansprucht, das, was man für gewöhnlich als die Grenzen des praktisch-politisch Möglichen ansieht, auszudehnen und in Einklang mit bestehenden politischen und sozialen Lebensbedingungen zu bringen (vgl. ebd., S. 13). Entgegen Rawlsʼ Anspruch lässt sich in der einschlägigen Literatur jedoch der Vorwurf finden, die Rawls’sche Völkerrechtskonzeption sei weder hinreichend utopisch noch hinreichend realistisch (vgl. Bock 2008, S. 13). In der vorliegenden Arbeit geht es daher darum zu untersuchen, ob, und wenn ja, inwiefern Rawlsʼ vertragstheoretische Rechtfertigung der internationalen Gerechtigkeitsprinzipien der Idee einer realistischen Utopie widerspricht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Amerikanistik - Literatur, Note: 2,0, Universität Mannheim, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der weltberühmte Roman "The Great Gatsby" wurde von Francis Scott Fitzgerald geschrieben und ist 1925 erschienen. Er wird gemeinhin als Fitzgeralds Meisterwerk bezeichnet, obwohl er sich nach seiner Veröffentlichung zunächst nur mäßig verkaufte. In dem Roman werden die Ereignisse eines Sommers im Leben von Nick Carraway erzählt, einem jungen Mann aus dem amerikanischen Mittleren Westen, der nach seinem Umzug an die Ostküste die Bekanntschaft des schwerreichen Jay Gatsby macht und in dessen glamouröse Welt hineingezogen wird. Es gibt zahlreiche Werke, die sich mit verschiedensten Aspekten dieses Romans beschäftigen. Einige behandeln die Frage, wie stark der Einfluss von Fitzgeralds eigenem Leben auf den Roman war; andere versuchen, die verschiedenen Leitmotive des Romans zu interpretieren und wieder andere beschäftigen sich mit der Frage, inwieweit die Handlung des Romans auch in heutigen Zeiten noch aktuell ist. Ein Aspekt wird in vielen dieser Arbeiten erwähnt – der "American dream". Ich möchte in dieser Hausarbeit zeigen, wie das Phänomen des "American dream" in The Great Gatsby dargestellt wird und was das Besondere am persönlichen "American dream" der Hauptfigur Jay Gatsby ist. Zunächst werde ich einen kurzen Abriss der Biografie des Autors F. S. Fitzgerald geben und mich dann mit der Figur Jay Gatsby befassen. Danach werde ich das Konzept des "American dream" vorstellen und im Anschluss daran die Besonderheit des "Gatsby-schen" Traums erläutern. Ich möchte aufzeigen, dass der Leser des Romans gerade durch Gatsbys unerschütterlichen Glauben an seinen Traum und durch seine Fähigkeit, zu hoffen, dazu gebracht wird, Sympathie mit Gatsby zu empfinden und sein Scheitern (und das seines Traums) zu bedauern.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Grundpositionen der Bio- und Medizinethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Der australische Philosoph Peter Singer zählt zu den kontroversesten Autoren im bio- und medizinethischen Diskurs. In Deutschland entstand die Kontroverse um Singer Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie manifestierte sich u.a. darin, dass Vorträge des Bioethikers zu erheblichen Protesten, Ausladungen zu Folgevorträgen sowie zu Tagungsverlegungen führten (vgl. Geißendörfer 2009, S. 44). Was Singer bis heute so umstritten macht, sind insbesondere seine Auffassungen zum moralischen Status und Wert des frühen menschlichen Lebens, die er in seinem Werk Praktische Ethik (dritte Auflage: 2013; erste Auflage: 1984) formuliert. Singers argumentativer Ausgangspunkt in diesem Werk bildet die kritische Auseinandersetzung mit der seiner Ansicht nach „tief verwurzelten westlichen Überzeugung“ (2013, S. 145), menschliches Leben besitze ein intrinsisches Recht auf Leben und genieße daher kategorischen moralischen Schutz (vgl. Schramme 2002, S. 98). Da für Singer diese so genannte Lehre von der „Heiligkeit“, d.h. Unantastbarkeit menschlichen Lebens letztlich ein Dogma christlich-religiöser Provenienz konstituiert, spricht er dem Menschen einen An-sich-Anspruch auf Leben und moralische Schutzwürdigkeit ab; der Wert menschlichen Lebens hat nach Singer damit keine absolute Geltung, sondern ist relativierbar. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Moralphilosoph die moralische Vertretbarkeit der Tötung menschlichen Lebens im Kontext der ethischen Frage nach der moralischen Bewertung von Abtreibung und Infantizid. Singers Absicht besteht hierbei darin, zugunsten der moralischen Zulässigkeit der Tötung von Embryonen bzw. Föten sowie von Euthanasie an schwerbehinderten Neugeborenen zu argumentieren. Wie jedoch in der vorliegenden Arbeit dargelegt werden soll, erweist sich Singers Argumentation aus mehreren Gründen als nicht überzeugend. Deshalb besteht das Ziel der nachstehenden Ausführungen darin, zum einen zu untersuchen, welche Argumente Singer für die moralische Vertretbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen und die Tötung schwerbehinderter Säuglinge anführt und, zum Zweiten, wie sich seine Argumentation aus philosophischer Sicht beurteilen lässt. Entsprechend geht es zur Beantwortung dieser Frage in einem ersten Schritt darum, Singers Argumente für Abtreibung und Euthanasie an schwerbehinderten Neugeborenen zu eruieren (vgl. 2), um sie anschließend zu problematisieren (vgl. 3). Zuletzt erfolgt eine Zusammenfassung der generierten Ergebnisse (vgl. 4).
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Philosophisches Institut), Veranstaltung: Einführung in die Praktische Philosophie (Lektürekurs), Sprache: Deutsch, Abstract: Innerhalb der Philosophiegeschichte hat es in der praktischen Philosophie seit der Antike einige Moralkonzeptionen gegeben, die sich mit der grundlegenden ethischen Frage auseinandergesetzt haben, welche Handlungen des Menschen als moralisch richtig oder moralisch gut angesehen werden sollen. Bei dieser Beurteilung moralischer Handlungen wurden verschiedenartige Akzente gesetzt, die den moralischen Wert einer Handlung bestimmen sollten: von den faktischen Folgen einer Handlung bis hin zu ihren erfolgreich umgesetzten Absichten und Zwecken. Erst im Zusammenhang der Moralphilosophie Immanuel Kants, in welcher ein eigener Begriff der „Pflicht“ entwickelt wurde, sollte ein neuer Akzent für die Bewertung moralischer Handlungen gesetzt werden. Genau um diese „Pflichtethik“ kreist der thematische Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit. Dort unterscheidet Kant zwischen „pflichtgemäßen Handlungen“ und „Handlungen aus Pflicht“. Das Ziel dieser Arbeit ist dabei die Untersuchung des Pflichtbegriffs unter der folgenden Fragestellung: Wie unterscheidet Kant pflichtgemäße Handlungen von Handlungen aus Plicht und wie plausibel ist diese Unterscheidung im Hinblick auf die Bewertung moralischer Handlungen? Um diese Frage angemessen beantworten zu können, wird die Arbeit innerhalb des zweiten Kapitels den Pflichtbegriff gründlich untersuchen und dabei die folgende Vorgehensweise verfolgen: Zunächst wird in Kapitel 2.1 sowohl der Begriff des „guten Willens“ als auch bereits grundlegend der Begriff der Pflicht sowie der Zusammenhang beider Begriffe erläutert, der für den weiteren Verlauf der Arbeit entscheidend ist. Im Anschluss daran wird in 2.2 auf dieser Basis die grundlegende Unterscheidung zwischen pflichtgemäßen Handlungen und Handlungen aus Pflicht in moralischer Hinsicht untersucht, um darauf aufbauend in 2.3 diesen Unterschied präzise anhand der Untersuchung des moralischen Werts von Handlungen aus Pflicht zu analysieren. Nachdem die Bedeutung des Pflichtbegriffs für die Bewertung moralischer Handlungen dargestellt wurde, wird sich das dritte Kapitel mit einer kritischen Beurteilung der Plausibilität der Pflichtethik Kants für die Bewertung moralischer Handlungen befassen. Schließlich endet die Arbeit mit einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung. Die Textgrundlage dieser Arbeit bildet der erste Abschnitt: „Übergang von der gemeinen sittlichen Vernunfterkenntnis zur philosophischen“ aus Kants Schrift: „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ (1785).
Essay aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: keine, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Bio- und Medizinethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Im bio- und medizinethischen Diskurs ist die Position des so genannten Prinzipialismus, deren Ausgangspunkt für die Beurteilung moralisch richtigen und falschen Handelns allgemein verbreitete Moralvorstellungen sind, von zentraler Relevanz. Ihre Bedeutung zeigt sich nicht zuletzt an der praxisbezogenen Relevanz des Werks Principles of Biomethical Ethics (erste Auflage: 1979) von Tom L. Beauchamp und James F. Childress, das in den USA im Bereich Medizin und Medizinethik als Standardwerk gilt (vgl. etwa Ach/Runtenberg 2002, 56). In diesem Ansatz verfolgen die Autoren ausgehend von vier traditionell anerkannten moralischen Prinzipien ein bestimmtes Ziel: die Rechtfertigung einer commom morality, d.h. einer gemeinsamen Moral, „[...] die bei der gesellschaftlichen Urteilsbildung über moralisch strittige Fragen eine hinreichende Urteilsgrundlage zur Verfügung stellt“ (Düwell 2008, 91). Dabei diskutieren Beauchamp und Childress auch die Frage nach der moralischen Rechtfertigung von Paternalismus, den sie allgemein definieren als: „the intentional overriding of one person’s known preferences or actions by another person, where the person who overrides justifies the action by the goal of benefiting or avoiding harm to the person whose preferences or actions are overridden“ (2001, 178, Hervorhebung im Original). Die Frage nach der Rechtfertigung paternalistischer Eingriffe bildet das Thema des vorliegenden Essays. Der Fokus liegt dabei auf der Diskussion paternalistischer Eingriffe in Verbindung mit suizidgefährdeten Personen. In diesem Zusammenhang soll folgende Frage untersucht werden: Bietet der Ansatz von Beauchamp und Childress eine ausreichende Grundlage zur moralischen Rechtfertigung paternalistischer Handlungen als Mittel zur Suizidprävention? Im Fortgang soll dargelegt und diskutiert werden, dass der von den Autoren vorgeschlagene Ansatz als moralische Urteilsgrundlage unzureichend ist. Zu diesem Zweck ist es zunächst erforderlich, zu demonstrieren, mittels welcher Argumente Beauchamp und Childress Paternalismus im Kontext der Suizidvorbeugung rechtfertigen (vgl. 2.1.), um anschließend ihre Position anhand eines Gedankenexperimentes als heuristisches Mittel zu problematisieren (vgl. 2.2.). Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung, in welcher auf die Ergebnisse des zweiten Kapitels zurückgegriffen und der Ansatz von Beauchamp und Childress kritisch gewürdigt wird (vgl. 3.).
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1, 3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Gegenstände, die es nicht gibt, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu den zentralen Fragen in der Philosophie zählt die Frage, ob Existenz ein Prädikat ist. Hier sollte zunächst berücksichtigt werden, dass mit ‚Prädikat‘ kein grammatikalisches Prädikat gemeint ist; es steht daher nicht zur Debatte, ob das Vollverb ‚existieren‘ bei Eigenschaftszuschreibungen wie ‚ist ein Student‘ oder ‚ist fleißig‘ die grammatikalische Funktion des Kopula-Verbs erfüllt und damit eine grammatikalische Kategorie darstellt (vgl. auch Reicher 2005, S. 193). Gemeint ist stattdessen die Frage, ob Existenz eine Eigenschaft oder ein Merkmal ist, das individuellen Gegenständen zu- oder abgeschrieben werden kann. Denn wenn es so wäre, dann entspräche ein Satz der Form ‚a existiert‘ der logischen Form ‚Fa‘, wobei ‚F‘ ein genereller Term zur Bezeichnung eines Prädikatbegriffs und ‚a‘ einen singulären Term zur Bezeichnung eines bestimmten Individuums darstellt. Somit geht es bei der Frage, ob Existenz ein Prädikat sei, darum, ob Existenz vernünftigerweise als logisches Prädikat betrachtet werden kann. – Mit anderen Worten: Welche ist die angemessene logische Interpretation des Existenzbegriffs? (vgl. ebd.) Die Beantwortung dieser Frage erfordert eine (logische) Analyse des Existenzbegriffs, die in der vorliegenden Arbeit auf der Grundlage von Texten Immanuel Kants beziehungsweise eines Texts von Gottlob Frege vorgenommen werden soll. Dabei wird folgende Untersuchungsfrage im Fokus des Interesses stehen: Wie interpretieren Kant und Frege den Existenzbegriff in logischer Hinsicht, und wie lassen sich ihre jeweiligen Positionen philosophisch beurteilen? Den Beginn bildet Kants Analyse des Existenzbegriffs (vgl. 2.1.). Die Textgrundlage ist in diesem Zusammenhang der Abschnitt Von der Unmöglichkeit eines ontologischen Beweises vom Dasein Gottes aus der Kritik der reinen Vernunft (erste Auflage: 1781; zweite Auflage: 1787) sowie der erste Abschnitt Das Dasein ist gar kein Prädikat oder Determination von irgend einem Dinge aus der vorkritischen Abhandlung Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes (erste Auflage: 1763; dritte Auflage: 1783). Anschließend wird der Existenzbegriff bei Gottlob Frege anhand des Textes Funktion und Begriff (1891) (vgl. 2.2.) untersucht. Die jeweiligen Ergebnisse beider Analysen werden dabei in den entsprechenden Abschnitten hinsichtlich ihrer philosophischen Relevanz betrachtet und entsprechend kritisch beurteilt. Die Untersuchung endet mit einer Zusammenfassung (vgl. 3.).
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1, 0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Internationale Gerechtigkeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Anspruch, den moralisch kontraintuitiven Implikationen des utilitaristischen Durchschnittsnutzenprinzips entgegenzuwirken, konzipiert Rawls eine Theorie, in der die moralischen Urteile des Common Sense den Bezugspunkt zur Beurteilung von Gerechtigkeitsvorstellungen bilden (vgl. Düwell/Hübenthal/Werner 2006, S. 179). Im Ergebnis stehen zwei normative Prinzipien der Gerechtigkeit, die nach Rawls die Grundstruktur einer liberalen, d. h. konstitutionellen demokratischen Gesellschaft regulieren sollen: das Prinzip der Gleichverteilung gesellschaftlicher Grundgüter sowie das so genannte Differenzprinzip. Zur Plausibilisierung dieser beiden Gerechtigkeitsprinzipien rekurriert Rawls in modifizierender Form auf das klassische Gedankenexperiment des Gesellschaftsvertrags: So kommen die Verteilungsgrundsätze durch ein hypothetisches (nicht faktisches) Vertragsverfahren zustande, bei welchem sich freie, vernünftige und rationale Individuen unter den fairen Bedingungen eines ursprünglichen Zustands der Gleichheit, dem so genannten Urzustand, einstimmig auf sie einigen. Auf diese Weise fungiert die Urzustandsidee für Rawls als epistemisch-heuristisches Mittel, um zu allgemein zustimmungsfähigen sowie universal gültigen Prinzipien intranationaler Gerechtigkeit zu gelangen. Analog geht Rawls nun auch in seinem dritten Hauptwerk Das Recht der Völker (1999, deutsch: 2002) vor, wo er die Konzeption des einzelgesellschaftlichen Urzustandes auf „eine Gesellschaft von Völkern“ ausweitet (vgl. 2002, S. 1 f.) mit dem Ziel, die Prinzipien internationaler Gerechtigkeit zu eruieren und damit ein „Recht der Völker“ zu entfalten, das „[...] die Grundstruktur der Beziehungen zwischen Völkern reguliert“ (ebd., S. 37). Dabei versucht Rawls, dem Kriterium einer „realistischen Utopie“ zu genügen, sofern er mit seinem Ansatz beansprucht, das, was man für gewöhnlich als die Grenzen des praktisch-politisch Möglichen ansieht, auszudehnen und in Einklang mit bestehenden politischen und sozialen Lebensbedingungen zu bringen (vgl. ebd., S. 13). Entgegen Rawlsʼ Anspruch lässt sich in der einschlägigen Literatur jedoch der Vorwurf finden, die Rawls’sche Völkerrechtskonzeption sei weder hinreichend utopisch noch hinreichend realistisch (vgl. Bock 2008, S. 13). In der vorliegenden Arbeit geht es daher darum zu untersuchen, ob, und wenn ja, inwiefern Rawlsʼ vertragstheoretische Rechtfertigung der internationalen Gerechtigkeitsprinzipien der Idee einer realistischen Utopie widerspricht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300), Note: 1, 0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Veranstaltung: Analyse von Texten zu Problemen der Philosophie des Mittelalters und der Renaissance, Sprache: Deutsch, Abstract: Entsprechend der Grundüberzeugung Thomas von Aquins, dass die Vernunft nicht im Widerspruch zur von Gott gnadenhaft offenbarten ewigen christlichen Wahrheit stehen könne, versuchte der christliche Theologe und katholische Kirchenvater, die Philosophie mit der christlichen Theologie miteinander zu vereinbaren (vgl. Leppin 2009, S. 24). So hatte für Thomas die Philosophie als Metaphysik, deren Gegenstand von Aristoteles durch das Unbeweglich-Intelligible sowie höchste Sein bestimmt worden war, denselben Gegenstandsbereich wie die Theologie im von Thomas bestimmten Sinne als Wissenschaft von Gott. Das inhaltliche Unterscheidungsmerkmal der beiden Wissenschaften sollte jedoch darin bestehen, dass die Theologie Gott nicht nur als verstandesmäßigen Erkenntnisgegenstand, sondern zudem als Ordnungsprinzip aller die Vernunft überschreitenden theologischen Aussagen aus der Offenbarung – in Form der sacra doctrina (Heilige Lehre) – betrachtete (vgl. ebd., S. 29 sowie Forschner 2006, S. 44). In diesem Zusammenhang bediente sich die Theologie der Philosophie, insofern sie „[...] methodisch-formal mit einer an die Philosophie angeglichenen Struktur versehen [wurde] [...]“ (Leppin 2009, S. 31). Mithilfe des philosophischen Instrumentariums sah Aquino die Möglichkeit, Gottes metaphysische Existenz, die auch unabhängig von der christlichen Lehre erkannt werden könne (siehe ebd., S. 52), wissenschaftlich-argumentativ zu beweisen. Dies erfolgte in Form von fünf Argumenten, welche den Gegenstand der vorliegenden Arbeit bilden. Dabei soll folgende Frage untersucht werden: Welche Argumentationsstruktur liegt den Gottesbeweisen zugrunde, und wie ist die Argumentation philosophisch zu beurteilen? Zur Beantwortung dieser Frage wird zunächst das Weltbild des Aquinaten erläuternd dargestellt, insoweit dieses zum Verständnis des erkenntnistheoretischen und ontologischen Hintergrunds seiner Argumentation beiträgt und verdeutlicht, inwiefern Thomas Gottes Existenz für erkennbar beziehungsweise beweisbar hält (vgl. 2.). Anschließend werden anhand von Einwänden gegen die Position des Aquinaten die Legitimationsgründe seiner Gottesbeweise herausgearbeitet, welche grundlegend für das Verständnis sowie für die Beurteilung seiner Argumentation sind (vgl. 3.1). Vor diesem Hintergrund werden die einzelnen Argumente für die Existenz Gottes vorgestellt und hinsichtlich ihrer argumentativen Struktur sowie Haltbarkeit untersucht (vgl. 3.2). Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung(vgl. 4).
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