Reichsexekution gegen Preußen - der 20. Juli 1932

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Die Weimarer Republik, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Während der Weimarer Republik galt Preußen als „Bollwerk der Demokratie“: Hier gab es meist stabile Regierungen auf demokratischer Mehrheitsbasis, der Beamtenapparat wurde nach dem Kapp-Putsch demokratisch umgestaltet. Somit herrschte über fast der gesamten Dauer der Republik über zwei Drittel des Reichsgebietes eine feste, demokratische Regierung. Ihr gegenüber stand die Reichsregierung. Sie wollte das ganze Reich beherrschen, war aber auf die preußische Regierung zur Durchführung ihrer Anweisungen angewiesen. Als zum Ende der Republik zunehmend rechte Strömungen die Reichspolitik bestimmte, wuchs dieser Gegensatz zu einer Spannung heraus. Dieser Konflikt wurde am 20. Juli 1932 dahingegen gelöst, dass mit Hilfe einer Einsetzung eines Reichskommissars Preußen und das Reich quasi gleichgeschaltet wurden. Um die ausdauernden Bemühungen der Papenregierung, Preußen unter seine Kontrolle zu bringen, zu veranschauliche, sollen zunächst detailliert die Ereignisse beginnend mit der Änderung der Geschäftsordnung des preußischen Landtags bis einschließlich des 20. Julis geschildert werden. Im Anschluss daran wird der Frage, warum die abgesetzte Regierung keinen gewaltsamen Widerstand leistete, Beachtung geschenkt. Zum Schluss sollen kurz die Folgen der Reichsexekution dargestellt werden. Diese Arbeit will besonderen Augenmerk auf die Motive Papens legen. Der sog. Preußenschlag, wie die gesamte Epoche der Weimarer Republik, ist Gegenstand zahlreicher Publikationen gewesen. Die angegebene Literatur soll nur einen Einblick geben. Am 24. April 1932 standen in Preußen Landtagswahlen an. In der Befürchtung, die Wahl könne eine relative Mehrheit der äußersten Rechten und somit einen NSDAP- Ministerpräsident ergeben, änderte die Regierung Braun am letzten Sitzungstag des Parlamentes am 12. April die Geschäftsordnung des Landtages . Bisher hatte es in Paragraph 20 „Der Landtag wählt mit verdeckten Stimmzetteln den Ministerpräsidenten“ in den Absätzen eins und zwei geheißen: „[...]Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Ergibt sich keine solche Mehrheit, so kommen die beiden Anwärter mit den höchsten Stimmenzahlen in die engere Wahl [...]“. Das heißt nichts anderes, als das im ersten Wahlgang zur Ministerpräsidentenwahl die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen, im zweiten jedoch nur eine relative von Nöten war.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Jun 10, 2008
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Pages
18
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ISBN
9783638060646
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Language
German
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Genres
History / Europe / Germany
History / Modern / 20th Century
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Content Protection
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Nordeuropa im Hoch- und Spätmittelalter, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am Ende des 14. Jahrhunderts entstand im Norden Europas ein Zusammenschluss der drei großen Reiche Dänemark, Schweden und Norwegen. Diese Vereinigung ist als Kalmarer Union in die Geschichte eingegangen. Bei der Betrachtung dieser Geschichte stellen sich mehrere Fragen: Wie weit wurden die Mitgliedsstaaten institutionell miteinander verwoben? Wie stark war die Krone im Verhältnis zum Adel? Für die Beantwortung dieser Fragen soll zunächst kurz der Weg zur Union beschrieben werden. Am Ende dieser Entwicklung und am Beginn der Union stehen zwei Dokumente: der Krönungs- sowie der Unionsbrief. Sie stellen konkurrierende Herrschaftsansichten dar, die später einzuführen sind: das regimen regale und regimen politicum. Somit sind die beiden Briefe immens wichtig für die Beantwortung unserer Fragen. Im Anschluss an die Interpretation beider Briefe soll ein Blick auf die Herrschaftsausübung von Königin Margarethe und König Erik erfolgen. Dabei soll ihre Politik am Beispiel Schwedens geprüft werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt also auf innenpolitische Vorgänge. Die Außenpolitik der Herrscher bleibt weitestgehend unbeachtet, soweit sie nicht für die Beantwortung der Fragen zwingend notwendig sind. Eingeführt hat die oben genannten Begriffe zur Herrschaftsauffassung Erik Lönnroth. Und auch Vivian Etting sowie Jens E. Olesen haben wichtige Beiträge zur Erforschung der Kalmarer Union verfasst. Die Politik seines Vorgängers auf dem schwedischen Thron, Magnus Eriksson, sowie dynastische Gründe führten 1363 zur Inthronisierung Albrechts III. von Mecklenburg. Allerdings leisteten Magnus und sein Sohn Håkon, König von Norwegen und nach der Absetzung seines Vaters seit 1362 König von Schweden (dabei ließ er Magnus in Schweden mitregieren), noch einen einjährigen Widerstand. Letztendlich konnte aber Magnus gefangen genommen werden und Håkon musste sich nach Norwegen zurückziehen. Dennoch war das Bestreben der Folkunger nach dem schwedischen Thron ungebrochen: 1371 versuchte Håkon erneut in Schweden einzudringen, wurde aber von einem Heer der Aristokratie geschlagen. Dieser Sieg stärkte wiederum die Position des Adels gegenüber Albrecht III. So zeigte sich schon zu Beginn von Albrechts Regentschaft, wessen Interessen er zu wahren hatte: die der Aristokratie, denn auf dieser Schicht beruhte seine Herrschaft.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Niederlage Deutschlands und dem Hinwegfegen des Kaiserreiches durch die Revolution war das Mann’sche Oppositionspaar aus Kriegstagen obsolet geworden. In den wirren Geburtstunden der Weimarer Republik sah sich Thomas Mann mit einer ganz neuen politischen Situation konfrontiert. Dies musste unweigerlich Auswirkungen auf die 1919 wieder aufgenommene Arbeit am Zauberberg-Manuskript haben. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern die beiden gegensätzlichen Ideologien Settembrinis und Naphtas mit dem Oppositionspaar Zivilisation und Kultur gleichzusetzen sind. Zu hinterfragen ist, ob Thomas Mann seine feindliche Einstellung gegenüber des Prinzips Zivilisation aufgrund der veränderten politischen Frontlinien in der jungen Republik beibehalten hat oder ob er nun den Zivilisationsliteraten Settembrini anders betrachtet. Es gilt ferner zu überprüfen, ob die lapidare Feststellung Scholdts und Walters, es sei „literaturwissenschaftliches allgemeinwissen“, dass Naphta den Kultur-Begriff der Betrachtungen verkörpere, dieser Figur gerecht wird. Daher sollen zunächst die Begriffe „Zivilisation“ und „Kultur“ im Sinne der Gedanken im Kriege vorgestellt werden. Im Hauptteil erfolgt anschließend eine getrennte Untersuchung der beiden Kontrahenten. Es gilt dabei, ihre jeweilige politische Position zu bestimmen. Anhand der Beschreibung der Figuren durch den Erzähler wird versucht, auf die Einstellung des Autors zu den beiden Personen und zu den durch sie vertretenen Meinungen zu schließen. Daher kommt es auch darauf an, festzustellen, wie die hier betrachteten Figuren dargestellt sind. Die Interpretationen über den Zauberberg sind zahlreich. Auffallend ist dabei, dass Naphta weitaus häufiger im Mittelpunkt des Interesses steht als Settembrini. Des Weiteren wird häufig das historische Vorbild gesucht, welches Thomas Mann als Vorlage für seine Figurenkonzeption gedient haben könnte. Hier geht es jedoch darum, literarische Figuren mit dem essayistischen Werk zu vergleichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Niederlage Deutschlands und dem Hinwegfegen des Kaiserreiches durch die Revolution war das Mann’sche Oppositionspaar aus Kriegstagen obsolet geworden. In den wirren Geburtstunden der Weimarer Republik sah sich Thomas Mann mit einer ganz neuen politischen Situation konfrontiert. Dies musste unweigerlich Auswirkungen auf die 1919 wieder aufgenommene Arbeit am Zauberberg-Manuskript haben. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern die beiden gegensätzlichen Ideologien Settembrinis und Naphtas mit dem Oppositionspaar Zivilisation und Kultur gleichzusetzen sind. Zu hinterfragen ist, ob Thomas Mann seine feindliche Einstellung gegenüber des Prinzips Zivilisation aufgrund der veränderten politischen Frontlinien in der jungen Republik beibehalten hat oder ob er nun den Zivilisationsliteraten Settembrini anders betrachtet. Es gilt ferner zu überprüfen, ob die lapidare Feststellung Scholdts und Walters, es sei „literaturwissenschaftliches allgemeinwissen“, dass Naphta den Kultur-Begriff der Betrachtungen verkörpere, dieser Figur gerecht wird. Daher sollen zunächst die Begriffe „Zivilisation“ und „Kultur“ im Sinne der Gedanken im Kriege vorgestellt werden. Im Hauptteil erfolgt anschließend eine getrennte Untersuchung der beiden Kontrahenten. Es gilt dabei, ihre jeweilige politische Position zu bestimmen. Anhand der Beschreibung der Figuren durch den Erzähler wird versucht, auf die Einstellung des Autors zu den beiden Personen und zu den durch sie vertretenen Meinungen zu schließen. Daher kommt es auch darauf an, festzustellen, wie die hier betrachteten Figuren dargestellt sind. Die Interpretationen über den Zauberberg sind zahlreich. Auffallend ist dabei, dass Naphta weitaus häufiger im Mittelpunkt des Interesses steht als Settembrini. Des Weiteren wird häufig das historische Vorbild gesucht, welches Thomas Mann als Vorlage für seine Figurenkonzeption gedient haben könnte. Hier geht es jedoch darum, literarische Figuren mit dem essayistischen Werk zu vergleichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Institut für Deutsche Philologie), Veranstaltung: Roman nach 1945, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Für die Analyse einer Erzählung kann es sehr hilfreich sein, wenn man die Zeit untersucht. Die Manipulation der Zeit gehört zu den „wichtigsten erzählerischen Verfahren“ und deren Analyse ist dabei „vergleichsweise einfach als auch außerordentlich aufschlussreich“. Die Untersuchung der Zeit kann somit ein guter Einstieg in die Besprechung einer Erzählung sein. Allerdings fällt unter die Kategorie „Zeit“ in der Erzähltheorie eine Vielzahl von Begriffen. Es kann einmal die „äußere“ Zeit betrachtet werden. Gemeint ist die Zeitstruktur des Werkes. Hierzu gehören Punkte wie das Erzähltempo, die Ordnung oder die Frequenz. Interessant ist auch, welche Bedeutung die Zeit für den Helden einer Erzählung hat („innere“ Zeit). Man kann sich dem Aspekt der Zeit auf unterschiedliche Weise nähern. Wir wollen unser Augenmerk bei der Besprechung von Arno Schmidts Roman „Schwarze Spiegel“ auf das Erzähltempo richten. Dafür ist es zunächst notwendig, sich der theoretischen Grundlagen bewusst zu werden. Aus diesem Grund werden Eingangs die Begriffe Erzählzeit und erzählte Zeit, sowie ihr Verhältnis zueinander geklärt, um in der Vorstellung der Erzählgeschwindigkeit zu münden. Im Anschluss an diesen theoretischen Teil wird das Erzähltempo in „Schwarze Spiegel“ analysiert. Diese Untersuchung zielt auf die Frage der Erzählform dieses Romans hin. Zu deren Beantwortung wird schlussendlich Schmidts eigene Erzähltheorie herangezogen. Grundlage für die Besprechung des theoretischen Teils ist Bodes Werk „Der Roman“, welches durch Ausführungen Müllers und Genettes ergänzt wird. Eine Erzählung braucht Zeit. Sie braucht sie im doppeltem Sinn: um sich zu entfalten und um erzählt zu werden. Somit muss zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit unterschieden werden. Die Erzählzeit ist dabei die Zeit, die für das Erzählen einer Geschichte benötigt wird, also eine „bestimme (sic!) Spanne der physikalischen Zeit.“ . Der Begriff kann und wird vom mündlichen Erzählen zum Lesen der verschriftlichten Form der Geschichte übertragen. Die exakte Lesegeschwindigkeit spielt dabei keine Rolle, dafür ist sie zu variabel. Das „Lesetempo kann nicht mit dem Metronom ein für allemal festgelegt werden“ . Die Größenordnung der Dauer an sich ist entscheidend. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Erzählzeit von Romanen innerhalb einiger Stunden liegt, abhängig nach Umfang der jeweiligen Geschichte.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Nordeuropa im Hoch- und Spätmittelalter, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am Ende des 14. Jahrhunderts entstand im Norden Europas ein Zusammenschluss der drei großen Reiche Dänemark, Schweden und Norwegen. Diese Vereinigung ist als Kalmarer Union in die Geschichte eingegangen. Bei der Betrachtung dieser Geschichte stellen sich mehrere Fragen: Wie weit wurden die Mitgliedsstaaten institutionell miteinander verwoben? Wie stark war die Krone im Verhältnis zum Adel? Für die Beantwortung dieser Fragen soll zunächst kurz der Weg zur Union beschrieben werden. Am Ende dieser Entwicklung und am Beginn der Union stehen zwei Dokumente: der Krönungs- sowie der Unionsbrief. Sie stellen konkurrierende Herrschaftsansichten dar, die später einzuführen sind: das regimen regale und regimen politicum. Somit sind die beiden Briefe immens wichtig für die Beantwortung unserer Fragen. Im Anschluss an die Interpretation beider Briefe soll ein Blick auf die Herrschaftsausübung von Königin Margarethe und König Erik erfolgen. Dabei soll ihre Politik am Beispiel Schwedens geprüft werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt also auf innenpolitische Vorgänge. Die Außenpolitik der Herrscher bleibt weitestgehend unbeachtet, soweit sie nicht für die Beantwortung der Fragen zwingend notwendig sind. Eingeführt hat die oben genannten Begriffe zur Herrschaftsauffassung Erik Lönnroth. Und auch Vivian Etting sowie Jens E. Olesen haben wichtige Beiträge zur Erforschung der Kalmarer Union verfasst. Die Politik seines Vorgängers auf dem schwedischen Thron, Magnus Eriksson, sowie dynastische Gründe führten 1363 zur Inthronisierung Albrechts III. von Mecklenburg. Allerdings leisteten Magnus und sein Sohn Håkon, König von Norwegen und nach der Absetzung seines Vaters seit 1362 König von Schweden (dabei ließ er Magnus in Schweden mitregieren), noch einen einjährigen Widerstand. Letztendlich konnte aber Magnus gefangen genommen werden und Håkon musste sich nach Norwegen zurückziehen. Dennoch war das Bestreben der Folkunger nach dem schwedischen Thron ungebrochen: 1371 versuchte Håkon erneut in Schweden einzudringen, wurde aber von einem Heer der Aristokratie geschlagen. Dieser Sieg stärkte wiederum die Position des Adels gegenüber Albrecht III. So zeigte sich schon zu Beginn von Albrechts Regentschaft, wessen Interessen er zu wahren hatte: die der Aristokratie, denn auf dieser Schicht beruhte seine Herrschaft.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Opposition, Widerstand und politische Verfolgung in der DDR, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der DDR galt der Faschismus offiziell als mit „Stumpf und Stiel“ ausgerottet. Jedoch sah man in den achtziger Jahren zunehmend Jugendliche mit kahlgeschorenem Kopf, Bomberjacke usw. auf den Strassen, die sich selbst als Skinheads bezeichneten. Sie skandierten nationalsozialistische Parolen und wetterten gegen den sozialistischen Staat. Oft waren sie in Schlägereien mit anderen jugendlichen subkulturellen Gruppen, aber auch mit der Polizei verwickelt. Höhe- und Wendepunkt dieser Ausschreitungen war der Überfall einer Gruppe von Skinheads auf die Berliner Zionskirche 1987. Der Staat setzte daraufhin zu einer groß angelegten Verfolgung der Skinheads an. Diese reagierten mit Rückzug und entwickelten sich zu den noch politischeren Faschos weiter. Diese Arbeit soll einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der rechtsextremen Jugendszene der DDR geben. Zu Beginn soll daher zunächst der Versuch einer Definition des Begriffes „Rechtsextremismus“ erfolgen. Der genaue Untersuchungszeitraum erstreckt sich von der Entstehung der Skinheadszene Anfang der achtziger Jahre bis zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, denn ab diesem Zeitraum versuchten westdeutsche Parteien und Gruppierungen wie die Republikaner u. ä. Fuß in Ostdeutschland zu fassen. Auch die staatliche Reaktion soll dabei Beachtung finden. Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit die staatliche Reaktion die rechten Gruppen beeinflusste. In einem dritten Teil soll die Frage nach den Ursachen für rechtsextreme Einstellungen beantwortet werden. Allerdings kann die Antwort darauf nur aus Ansätzen bestehen, da die Entwicklung zu einem Rechtsextremen bei jedem Jugendliche andere Ursachen und Gründe haben kann. Daher sollen in dieser Arbeit ein paar staatlich- verursachte Probleme vorgestellt werden, die als Ursachen für Rechtsextremismus angesehen werden können. Die wissenschaftliche Untersuchung des Problems setzte ziemlich bald nach der Wiedervereinigung ein. Besonders Busche- Baumann, Schumann und Waibel sind hier zu erwähnen, welche die Skinheadszene sowie rechte Gewalttaten anschaulich darstellen. Der Begriff „Rechtsextremismus“ ist weit verbreitet und eng mit Termini wie „Rechtsradikalismus“ oder „Neofaschismus“ verknüpft. Daher ist eine genaue Begriffsbestimmung von Nöten. Doch eine genaue Definition ist schwierig, da es eine einheitliche Ideologie nicht gibt, dafür aber eine Vielzahl von verwandten Begriffen existieren, die häufig für ähnliche Phänomene verwendet werden.
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