Rules and Violence / Regeln und Gewalt: On the Cultural History of Collective Violence from Late Antiquity to the Confessional Age / Zur Kulturgeschichte der kollektiven Gewalt von der Spätantike bis zum konfessionellen Zeitalter

Walter de Gruyter GmbH & Co KG
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Obgleich Gewalt oft irrational wirkt, hat die neuere Forschung auf Regeln hingewiesen, welchen Gewalt als eine Form nonverbaler Kommunikation folgt. Diesem Phänomen gehen die Beiträge unter besonderer Beachtung von kollektiver Gewalt nach. Untersucht werden Beispiele aus der Kultur- und Literaturgeschichte der sog. Vormoderne. Es geht um Regeln, denen Gewalthandlungen folgen, die Gewalt provozieren, und des Sprechens über Gewalt.
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Cora Dietl und Titus Kn�pper, Universit�t Giessen, Germany.

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Additional Information

Publisher
Walter de Gruyter GmbH & Co KG
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Published on
Jul 28, 2014
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Pages
267
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ISBN
9783110379372
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / General
Literary Criticism / European / German
Literary Criticism / Medieval
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Cora Dietl
Johanns von Würzburg "Wilhelm von Österreich" gehört zu den späthöfischen mittelhochdeutschen Romanen, die lange Zeit mißverstanden worden sind. Er wird hier erstmals in seinem literarhistorischen Kontext betrachtet, als ein Werk, das an der Schwelle zwischen dem Untergang des höfischen Romans und dem Triumph der didaktischen Kleinepik und Allegorie sowie am Gipfelpunkt der Historisierung höfischer Dichtung steht. Die Verfasserin versteht ihn als ein literarisches Experiment und untersucht, wie Johann in der Motivik, der Erzählhaltung und der Struktur seines Werks Elemente der Minnerede, des höfischen Romans und der Geschichtsschreibung verbindet und aufeinanderstoßen läßt, um die Gattungsmischung erkenntlich zu machen. Ein Vergleich mit Ulrichs "Frauendienst", dem "Jüngeren Titurel", dem "Reinfrid von Braunschweig" und Wittenwilers "Ring" verdeutlicht schließlich die Einzigartigkeit der Gattungsmischung bei Johann, die über eine schlichte Integration gattungsfremder Elemente in einen Roman weit hinausgeht: Johann schafft eine neue Romanstruktur, die Lehre und Handlung aufeinander bezieht und der Minnedidaxe wie dem Fürstenpreis dient. Den Abschluß der Untersuchung bildet eine Analyse der Rezeption des Werks im 14.-16. Jahrhundert, von der Handschriftentradition über die Prosaisierung und Hans Sachs' Tragödie bis hin zu Erwähnungen des "Wilhelm" in anderen Werken, v.a. bei Hermann von Sachsenheim. Die Gattungsmischung ist offensichtlich von den frühen Rezipienten erkannt und z.T. als störend empfunden und bereinigt worden. Im Anhang finden sich die bisher unedierte "Liebesklage" (Brandis 40) und der vollständige Zyklus der Holzschnitte aus dem Augsburger Prosadruck von 1481.
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