Das Imperium der Fugger. Eine chronologische Übersicht

GRIN Verlag
1
Free sample

Skript aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: sehr gut, Freie Universität Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut), Veranstaltung: Skript zur Zwischenprüfung, 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Handelshaus Fugger hat zu Beginn der frühen Neuzeit, vom Ende des 15. bis in die 50er Jahre des 16. Jh. das Wirtschaftsleben Europas und der entstehenden Kolonien beherrscht. Erstmals bestand ein Handelsimperium, das seine Gewinne aus der Tatsache zog, daß Rohstoffe, Veredelung und Distribution in den Händen ein und derselben Gesellschaft lagen. In diesem unbestreitbaren Vorteil lag aber gleichzeitig auch der Grund für den Untergang dieses Hauses, da es nicht ausbleiben konnte, daß mit der vermehrten Monopolisierung der Rohstoffquellen, die dem Unternehmen als Pfänder für Großkredite an den Kaiser bzw. König von Spanien zufielen, die Fugger in die Politik eingriffen. War es Jakob Fugger noch möglich gewesen, aktiv Vorgänge zu initiieren und durch bewußtes Zusammenfassen wirtschaftliche Kräfte zu bündeln, mußte die Handelsgesellschaft unter Anton Fugger eher Politik treiben. Insofern ist es fragwürdig, ob die Geschichte des Hauses Fugger geeignet ist, als Musterbeispiel eines frühkapitalistischen Unternehmens herzuhalten. Oder anders formuliert: Sind die Fugger durch Art und Umfang ihres Handels eher zufällig und schrittweise in die europäische Politik des 16. Jh. gelangt, oder war dies ein gezielt geplantes, über mehrere Jahrzehnte stringent durchgeführtes Projekt? Die nachfolgende Zeittabelle soll dafür einige Anhaltspunkte liefern, da sie zeigt, wie sich die Fugger gezielte Leistungen mit passenden Gegenleistungen entgelten ließen. Es entstand ein komplexes System von Geben und Nehmen, dem inhärent war, das Leistungen und Gegenlei-stungen mit fortscheitender Zeit immer umfangreicher werden mußten. Dies löste schließlich eine Krise aus (Staatsbankrott Spaniens), die die Fugger zwang, sich aus dem internationalen Handel und aus der Politik zurückzuziehen und auf ihren Gütern als adelige Grundherren zu leben. Damit hatten sie nach über einem Jahrhundert den Traum Jakobs des Alten Fugger, ihres Gründers, verwirklicht, durch Arbeit in die höchsten Schichten des Augsburger Patriziats aufzusteigen.
Read more
5.0
1 total
Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
Jan 24, 2002
Read more
Pages
4
Read more
ISBN
9783638110433
Read more
Language
German
Read more
Genres
History / Europe / General
History / Europe / Medieval
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Read Aloud
Available on Android devices
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Kunst - Kunsthandwerk, Note: 1, Freie Universität Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Proseminar/Übung, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nacherfindung des Porzellans in Europa ist eine aus verschiedenen Blickwinkeln interessante Begebenheit. [...] Schon in dieser frühen Zeit scheinen diese Kostbarkeiten wertvolle Fassungen aus Edelmetall erhalten zu haben. Das früheste überlieferte Beispiel, zugleich das früheste datierbare Chinaporzellan in Europa überhaupt, ist ein Familienbecher der Familie von Catzenelnbogen, heute im Landesmuseum Kassel befindlich2. Es handelt sich um ein Yüan-zeitliches Seladon mit einer europäischen Fassung um 1450. In großen Mengen - als Schiffsballast nämlich - wurde Porzellan erst seit dem 16.Jh. in Europa eingeführt. Es blieb allerdings so kostbar, daß einheitliche Service, selbst für eine Person, nicht überliefert sind. Eine bedeutende Wende vollzog sich, als in China die Yüan-Dynastie 1368 von der Ming-Dynastie abgelöst wurde: In der Folgezeit trat das unterglasurblau dekorierte weiße Porzellan gleichberechtigt neben die Seladon-Porzellane und verdrängte diese schließlich. Daher war für die Europäer, die Porzellan in verstärktem Maße erst im Verlauf des 16. und 17.Jh. kennenlernten, der Farbdualismus Blau-Weiß mit Porzellan assoziert, was eine nicht unerhebliche Rolle bei der Erfindung und in der Frühzeit des europäischen Hartporzellans spielen sollte. Der Traums von einer europäischen Porzellanproduktion wurde in Sachsen zu Beginn des 18. Jh. verwirklicht. Die nachfolgende Arbeit wird den daran beteiligten Personen jeweils ein eigenes Kapitel widmen. Sie waren es, die schließlich das Porzellan als Ergebnis systematischer Untersuchungen auf der Basis strenger Naturwissenschaft hervorbrachten. Die Versuche, mit dem neuen Material zu einer eigenen, europäischen Formen- und Dekorsprache zu gelangen, setzten bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt ein, als man kaum über das Versuchsstadium hinausgelangt war. Es entstand ein gänzlich neuer Zweig des Kunstgewerbes, dessen sich das 18.Jh. zum Ausdruck seiner künstlerischen Auffassungen so vollkommen bedient hat, daß Zeitalter und Material quasi miteinander identisch wurden. Abschließend soll ein kurzer Blick auf die Wiederentdeckung des sog. ,,Böttcher-Steinzeugs" am Beginn unseres Jahrhunderts diese Arbeit über die Frühzeit des europäischen Porzellans beschließen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Kunst - Kunsthandwerk, Note: 2+, Freie Universität Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Proseminar / Übung, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Meissner Porzellan ist selbst Gegenstand und Ausdruck einer im späten 17. und frühen 18. Jh. blühenden Chinamode in Europa. Nachdem in einer Anfangsphase chinesische Originale in Form und Dekor lediglich durch direkte Abformung kopiert worden waren, entstanden fast zeitgleich chinoise Dekore europäischen Ursprungs. Die Meissner Manufaktur hat Chinoiserien in allen erdenklichen Formen entwickelt und bis zum heutigen Tage benutzt1. Da dies Dekore außerordentlich gut dokumentiert sind und keine andere Manufaktur im 18. Jh. eine derartig breite Palette chinoiser Dekore verwendet hat, kann die Meissner Manufaktur auf diesem Gebiet als exemplarisch gelten, wenn man sich einen Überblick über diese Dekorform auf Porzellan verschaffen will. Strenggenommen, müssten unter die Gattungsbezeichnung ,,Chinoiserie" mindestens drei große Dekorgruppen gefasst werden: - Direkte Übernahmen ostasiatischer Vorbilder2 - Von europäischen Malern entwickelten Dekore im chinoisen Stil3 - Figürliche Chinoiserien (z.B. von Johann Gregorius Höroldt, Adam von Löwenfink, Johann Ehrenfried Stadler) Die vorliegende Arbeit wird sich ausschließlich mit den figürlichen Chinoiserien befassen, sie in eine Chronologie zu stellen versuchen und ihre jeweiligen Besonderheiten aufzeigen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: befried., Freie Universität Berlin (Deutsche und Niederländische Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 5. Buch von DuW entstand zwischen dem 16. IV. und dem 7. VII. 1811, wie wir dem Tagebuch Goethes1 entnehmen können. Über Goethes historische Quellen für die Beschreibung der Kaiserkrönung Joseph II. sind wir durch die Ausleihverzeichnisse der Weimarer Hofbibliothek unterrichtet. E. Beutler3 hat das Buch prägnant charakterisiert: ,,Dieses 5. Buch ist ... eine Meisterleistung Goethes, ja es ist nicht nur eine der vollendetsten Partien in DuW, sondern ein Kronjuwel der Goethschen Altersprosa schlechthin, nicht an Gehalt, aber in der Kunst des Erzählens, in der Mischung von Intimität und Glanz." Das 5. Buch kann als ein Musterbeispiel für jene Anforderungen gelten, die Herder, und darauf fußend Goethe, an Inhalt und Stil einer gelungenen Autobiographie stellten. Inhaltlich zerfällt das Buch in zwei Geschichten: Die Kaiserkrönung Joseph II. am 27. März 1763, mit den Tagen davor und danach sowie die Gretchen-Novelle. Die erste interessant, als ein kulturhistorisches Dokument - jedoch nicht historischer Bericht-, da diese Kaiserkrönung die letzte, in Frankfurt stattfindende Krönung des Alten Reichs war, die zweite eine ganz intime Schilderung der ersten Liebe Goethes, zu einem Mädchen namens Gretchen, von der weiter nichts bekannt ist, als was Goethe uns in DuW über sie berichtet. Das Meisterliche des 5. Buches besteht in der komplexen Verschränkung beider Erzählstränge miteinander und den vielfältigen Beziehungen, in die das erzählendes Subjekt (Goethe als junger & alter) dazu gesetzt wird. Damit verwirklicht er seine, in der Kritik an von Müllers Autobiographie geäußerten, Anforderungen (große & kleine Welt, Wechselwirkung derselben aufeinander, Ich und die anderen, Wechselwirkungen; Liebe als Gegenseitige Erziehung · Metamorphosegedanken). Die nachfolgende Arbeit wird versuchen, die kunstvollen Inszenierungen dieses Abschnitts von Dichtung und Wahrheit auf dem Hintergrund des neuen, von Herder und Goethe erarbeiteten Konzepts der Autobiographie im Zeitalter der Aufklärung darzustellen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Kunst - Kunsthandwerk, Note: 2+, Freie Universität Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Proseminar / Übung, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Meissner Porzellan ist selbst Gegenstand und Ausdruck einer im späten 17. und frühen 18. Jh. blühenden Chinamode in Europa. Nachdem in einer Anfangsphase chinesische Originale in Form und Dekor lediglich durch direkte Abformung kopiert worden waren, entstanden fast zeitgleich chinoise Dekore europäischen Ursprungs. Die Meissner Manufaktur hat Chinoiserien in allen erdenklichen Formen entwickelt und bis zum heutigen Tage benutzt1. Da dies Dekore außerordentlich gut dokumentiert sind und keine andere Manufaktur im 18. Jh. eine derartig breite Palette chinoiser Dekore verwendet hat, kann die Meissner Manufaktur auf diesem Gebiet als exemplarisch gelten, wenn man sich einen Überblick über diese Dekorform auf Porzellan verschaffen will. Strenggenommen, müssten unter die Gattungsbezeichnung ,,Chinoiserie" mindestens drei große Dekorgruppen gefasst werden: - Direkte Übernahmen ostasiatischer Vorbilder2 - Von europäischen Malern entwickelten Dekore im chinoisen Stil3 - Figürliche Chinoiserien (z.B. von Johann Gregorius Höroldt, Adam von Löwenfink, Johann Ehrenfried Stadler) Die vorliegende Arbeit wird sich ausschließlich mit den figürlichen Chinoiserien befassen, sie in eine Chronologie zu stellen versuchen und ihre jeweiligen Besonderheiten aufzeigen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Kunst - Kunsthandwerk, Note: 1, Freie Universität Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Proseminar/Übung, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nacherfindung des Porzellans in Europa ist eine aus verschiedenen Blickwinkeln interessante Begebenheit. [...] Schon in dieser frühen Zeit scheinen diese Kostbarkeiten wertvolle Fassungen aus Edelmetall erhalten zu haben. Das früheste überlieferte Beispiel, zugleich das früheste datierbare Chinaporzellan in Europa überhaupt, ist ein Familienbecher der Familie von Catzenelnbogen, heute im Landesmuseum Kassel befindlich2. Es handelt sich um ein Yüan-zeitliches Seladon mit einer europäischen Fassung um 1450. In großen Mengen - als Schiffsballast nämlich - wurde Porzellan erst seit dem 16.Jh. in Europa eingeführt. Es blieb allerdings so kostbar, daß einheitliche Service, selbst für eine Person, nicht überliefert sind. Eine bedeutende Wende vollzog sich, als in China die Yüan-Dynastie 1368 von der Ming-Dynastie abgelöst wurde: In der Folgezeit trat das unterglasurblau dekorierte weiße Porzellan gleichberechtigt neben die Seladon-Porzellane und verdrängte diese schließlich. Daher war für die Europäer, die Porzellan in verstärktem Maße erst im Verlauf des 16. und 17.Jh. kennenlernten, der Farbdualismus Blau-Weiß mit Porzellan assoziert, was eine nicht unerhebliche Rolle bei der Erfindung und in der Frühzeit des europäischen Hartporzellans spielen sollte. Der Traums von einer europäischen Porzellanproduktion wurde in Sachsen zu Beginn des 18. Jh. verwirklicht. Die nachfolgende Arbeit wird den daran beteiligten Personen jeweils ein eigenes Kapitel widmen. Sie waren es, die schließlich das Porzellan als Ergebnis systematischer Untersuchungen auf der Basis strenger Naturwissenschaft hervorbrachten. Die Versuche, mit dem neuen Material zu einer eigenen, europäischen Formen- und Dekorsprache zu gelangen, setzten bereits zu einem ganz frühen Zeitpunkt ein, als man kaum über das Versuchsstadium hinausgelangt war. Es entstand ein gänzlich neuer Zweig des Kunstgewerbes, dessen sich das 18.Jh. zum Ausdruck seiner künstlerischen Auffassungen so vollkommen bedient hat, daß Zeitalter und Material quasi miteinander identisch wurden. Abschließend soll ein kurzer Blick auf die Wiederentdeckung des sog. ,,Böttcher-Steinzeugs" am Beginn unseres Jahrhunderts diese Arbeit über die Frühzeit des europäischen Porzellans beschließen.
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: befried., Freie Universität Berlin (Deutsche und Niederländische Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 5. Buch von DuW entstand zwischen dem 16. IV. und dem 7. VII. 1811, wie wir dem Tagebuch Goethes1 entnehmen können. Über Goethes historische Quellen für die Beschreibung der Kaiserkrönung Joseph II. sind wir durch die Ausleihverzeichnisse der Weimarer Hofbibliothek unterrichtet. E. Beutler3 hat das Buch prägnant charakterisiert: ,,Dieses 5. Buch ist ... eine Meisterleistung Goethes, ja es ist nicht nur eine der vollendetsten Partien in DuW, sondern ein Kronjuwel der Goethschen Altersprosa schlechthin, nicht an Gehalt, aber in der Kunst des Erzählens, in der Mischung von Intimität und Glanz." Das 5. Buch kann als ein Musterbeispiel für jene Anforderungen gelten, die Herder, und darauf fußend Goethe, an Inhalt und Stil einer gelungenen Autobiographie stellten. Inhaltlich zerfällt das Buch in zwei Geschichten: Die Kaiserkrönung Joseph II. am 27. März 1763, mit den Tagen davor und danach sowie die Gretchen-Novelle. Die erste interessant, als ein kulturhistorisches Dokument - jedoch nicht historischer Bericht-, da diese Kaiserkrönung die letzte, in Frankfurt stattfindende Krönung des Alten Reichs war, die zweite eine ganz intime Schilderung der ersten Liebe Goethes, zu einem Mädchen namens Gretchen, von der weiter nichts bekannt ist, als was Goethe uns in DuW über sie berichtet. Das Meisterliche des 5. Buches besteht in der komplexen Verschränkung beider Erzählstränge miteinander und den vielfältigen Beziehungen, in die das erzählendes Subjekt (Goethe als junger & alter) dazu gesetzt wird. Damit verwirklicht er seine, in der Kritik an von Müllers Autobiographie geäußerten, Anforderungen (große & kleine Welt, Wechselwirkung derselben aufeinander, Ich und die anderen, Wechselwirkungen; Liebe als Gegenseitige Erziehung · Metamorphosegedanken). Die nachfolgende Arbeit wird versuchen, die kunstvollen Inszenierungen dieses Abschnitts von Dichtung und Wahrheit auf dem Hintergrund des neuen, von Herder und Goethe erarbeiteten Konzepts der Autobiographie im Zeitalter der Aufklärung darzustellen.
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.