Extrawurst

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Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als einen Grill... Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt. Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer schnellen, hochpointierten und sehr aktuellen Komödie.
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Über den Autor

Dietmar Jacobs wurde 1967 in Mönchengladbach geboren. Er schreibt Theaterstücke und Drehbücher unter anderem für die Fernsehserien „Stromberg“, „Pastewka“ und „Mord mit Aussicht“. Dazu verfasste er zahlreiche Solo-Stücke und Kabarettprogramme, u.a. mit Richard Rogler, Thomas Freitag, Jürgen Becker, Jochen Busse und Christian Ehring. Als Hausautor zeichnet er zudem für die Erfolgsstücke „Couch“,„Sushi“, „Freaks“ und „Irgendwas mit Menschen“ am Düsseldorfer Kom(m)ödchen verantwortlich. Für „Freaks“ erhielt er den „Monika-Bleibtreu-Preis“. Daneben schreibt er regelmäßig für Satiresendungen wie „Extra 3“ (ARD) die „heute-show“ (ZDF) und die „Mitternachtsspitzen“ (WDR) Für seine Arbeiten wurde er u.a. mit dem Deutschen Comedypreis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Moritz Netenjakob wurde 1970 in Köln geboren. Er war Chefautor von „Switch“ und „Die Wochenshow“. Außerdem schrieb er Drehbücher für die Serien „Pastewka“, „Dr.Psycho“ und „Stromberg“ – für letztere erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. Sein Roman-Debüt „Macho Man“ stand monatelang in den Top Ten der Spiegel-Liste und wurde mit Christian Ulmen in der Hauptrolle verfilmt (Drehbuch: Netenjakob/Schmelzer). Auch in den Nachfolge-Romanen „Der Boss“ und „Milchschaumschläger“ (ebenfalls Spiegel-Bestseller) verarbeitet Netenjakob den Kulturen-Clash zwischen seinen intellektuellen Eltern und der Großfamilie seiner türkischen Ehefrau. Zudem bespielt Netenjakob sehr erfolgreich Deutschlands Kabarett- und Kleinkunstbühnen, u.a. das Düsseldorfer Kommödchen.

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Zusätzliche Informationen

Verlag
epubli
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Veröffentlichungsdatum
03.09.2019
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Seiten
83
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ISBN
9783748586975
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Sprache
Deutsch
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Genres
Drama / Allgemeines
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