Georg Büchners 'Woyzeck' als Gesellschaftsanalyse des beginnenden 19. Jahrhunderts

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Oslo (Universität Oslo, Institutt for litteratur, områdestudier og europeiske språk), Veranstaltung: Das bürgerliche Trauerspiel, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um das Drama Woyzeck, das etwas Neues in der Literatur jener Zeit darstellt, soll es in dieser Arbeit gehen. Verfasst wurde das Werk vermutlich zwischen Juni und September 1836. Allerdings konnte es der Autor aufgrund seines frühen Todes nie vollenden und es blieb als Fragment zurück. Die Fragmentartigkeit und weil das Werk in mehreren Entwurfsstufen überliefert ist, führte in der Büchnerforschung viele Jahre zu Diskussionen, wie die einzelnen Szenen zu ordnen seien. Heute ist man sich darüber weitgehend einig. Veröffentlicht wurde das Stück erst im Jahre 1879. Büchner knüpft mit seinem Werk an die Gattungskonventionen des Bürgerlichen Trauerspiels an; allerdings schreibt er dieses Genre um, und zwar im Sinne des sozialen Dramas. Daher soll zu Beginn meiner Hausarbeit auf die Verknüpfungspunkte zwischen dem bürgerlichen Trauerspiel und dem sozialen Drama eingegangen werden. Und weil jede neue Gattung auch neue Formen mit sich bringt, soll innerhalb dieses Themenschwerpunktes auch auf die offene Form des Dramas eingegangen werden. Georg Büchners Werk beruft sich auf einen historischen Fall, der sich zu Lebzeiten des Autors ereignet hat. Er stützt sich dabei auf ein Dokument eines Dr. Clarus, welches dem historischen Johann Christian Woyzeck die volle Zurechnungsfähigkeit bescheinigt, nachdem dieser seine Geliebte ermordet hat. Deswegen werde ich in meiner Hausarbeit eine Diskursanalyse durchführen, bei der herausgearbeitet werden soll, wie Büchner den Woyzeck, den Clarus beschreibt, in seinem Werk darstellt und welche Ursachen er für den Mord in Betracht zieht. Dabei lässt sich feststellen, dass für Büchner die Hauptursache der Tat im gesellschaftlichen System der damaligen Zeit begründet liegt. Büchners Drama ist zugleich auch eine Analyse der Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eine Gesellschaft, die verantwortlich dafür ist, dass dieser Mord geschieht. Aufgrund dessen soll im darauf folgenden Kapitel auf die sich im Umbruch befindende historische Situation jener Zeit verwiesen werden. Am Ende meiner Arbeit erfolgt eine Interpretation des Dramas, welche noch einmal das Ergebnis der Diskursanalyse argumentativ bestätigt, denn das Werk spiegelt die Gesellschaft als ein System der Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung wider, zeigt die Ursachen und die Folgen dessen anhand der Person des Woyzeck.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Mar 25, 2008
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Pages
30
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ISBN
9783638027434
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / German
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Content Protection
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Anja Brzezinski
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Doreen Fräßdorf
Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 15 Punkte, Philipps-Universität Marburg (Germanistik und Kunstwissenschaften), Veranstaltung: Geschichte mit Comics im DaF-Unterricht, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Ziel ist, den Lernern landeskundliches Wissen zu vermitteln. Da dies nicht ausschließlich mit längeren Abhandlungen über die Geschichte der DDR erfolgen soll, werden hier zur Thematik Fluchtversuche aus der DDR ein Zeitungartikel aus der Bild am Sonntag vom 1. August 1965, ein Comic mit dem Titel Mit der Seilbahn über die Mauer sowie drei kurze Ausschnitte aus einem längeren Artikel im Spiegel vom 11. August 1965 dienen. Insbesondere mit der Einbindung des Comics in den DaF-Unterricht soll erreicht werden, dass der Lerner Visuelles und landeskundliche Informationen verknüpft. Der Artikel aus der Bild am Sonntag dient den Lernern als Grundlage, um den Comic selbst zusammen zu puzzeln. Dafür wurden 19 Panels aus dem Original-Comic ausgewählt, ausgeschnitten und gemischt. Sowohl der Comic als auch der Zeitungsartikel befassen sich mit der Flucht der Familie Holzapfel mittels Seilbahn von Ost- nach West-Berlin. Des Weiteren sollen die Lerner kontrastiv die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Zeitungsartikel und der künstlerischen Umsetzung dessen, dem Comic, erarbeiten. Auch eine ästhetische Analyse des Comics soll Aufgabe der Lerner sein. Dies dient wiederum u.a. als Basis für die abschließende Gruppenarbeit, in der die Lerner andere authentische Fluchtversuche anhand kleinerer Ausschnitte aus einem Artikel des Magazins Spiegel visuell in Form eines Comics darstellen sollen. Da bei der Vermittlung von landeskundlichem Wissen im DaF-Unterricht oftmals lediglich auf geschichtliche Texte oder Zeitzeugenberichte zurückgegriffen wird, bietet ein Comic den Lernern Abwechslung und zeigt ihnen das Verhältnis von Text und Bild bzw. das Zusammenwirken dieser beiden sonst oft getrennt auftretenden Medien. Mit einem Comic besteht durchaus die Möglichkeit, bestimmte Themen so aufzubereiten, dass sie für Lerner interessanter oder einfacher wirken. Comics bieten den Vorteil, dass neben den textlichen Aussagen – oft in Sprechblasen oder Blockkommentaren verfasst – Bilder diese untermauern, vervollständigen oder erklären. So lassen sich Verständnisschwierigkeiten, was Vokabeln oder Inhaltliches angeht, über die Betrachtung der Bilder aus dem Weg räumen. Auch ist es möglich, dass durch die Verknüpfung von Text und Bild das Gelernte eher im Gedächtnis bleibt, da mehrere Sinne des Lerners angesprochen werden.
Doreen Fräßdorf
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 13 Punkte, Philipps-Universität Marburg (Germanistik und Kunstwissenschaften), Veranstaltung: Lehrmaterialanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Lehrwerke verschiedener methodisch-didaktischer Konzeptionen zur selben Zeit zugänglich sind und der Fremdsprachenunterricht nicht mehr nur für eine relativ homogene Lernergruppe, sondern für Lernende mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen und -motivationen zur Verfügung steht, ist ein praktisches Bedürfnis nach der Beurteilung von Lehrwerken entstanden – die Lehrwerkanalyse, die Lehrwerkkritik (vgl. NEUNER 2003, 400f.). Eine Lehrwerkanalyse dient dem Lehrenden als Entscheidungshilfe, ob ein Lehrwerk seine Aufgaben im Hinblick für den Unterricht mit einer bestimmten Lernergruppe im Rahmen eines vorgegebenen Lernkontexts erfüllt oder nicht (vgl. NEUNER 2003, 400). Es wird also überprüft, ob ein Lehrwerk für die zu unterrichtende Zielgruppe und das Ziel des Unterrichts geeignet ist; ein und dasselbe Buch kann für die eine Zielgruppe ideal sein, für eine andere wiederum völlig ungeeignet. In der Vergangenheit wurden diverse Kriterienkataloge für die Beurteilung von Lehrwerken veröffentlicht; die bekanntesten sind das Mannheimer Gutachten (1977) und der Stockholmer Kriterienkatalog (2003), welche sehr umfangreich sind. Da eine Analyse nach allen dort genannten Punkten hier nicht geleistet werden kann, werde ich mich in der Beurteilung eines ausgewählten Lehrwerks auf wenige Aspekte und Kriterien beschränken. Der Übersichtlichkeit halber und um den Lesefluss zu gewährleisten, wurden die meisten Beispiele, auf die aus dem Lehrwerk zum Zwecke der Analyse verwiesen wird, direkt als Illustrationen in den Text mit eingegliedert. Im Anhang befindet sich allerdings zusätzlich eine komplette Lektion (sowohl der Kursbuch- als auch der Arbeitsbuchbereich) aus dem zu analysierenden Lehrwerk, um den Aufbau eines solchen zu veranschaulichen.
Doreen Fräßdorf
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 1,0, Philipps-Universität Marburg (Kunstgeschichtliches Institut), Veranstaltung: Proseminar: Claude Monet, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Claude Monet wird in der Malerei als eine Schlüsselfigur im Übergang zur Abstraktion betrachtet und darüber hinaus aufgrund der spezifischen Erscheinungsweise seiner Bilder in einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Abstrakten Expressionismus der 50er Jahre gebracht. In meiner Arbeit möchte ich auf die Entwicklungen und Veränderungen der Seerosenbilder im Laufe der Jahre eingehen. Monet verbrachte die gesamte zweite Hälfte seines Lebens in Giverny, wo sich sein Seerosenteich und die japanische Brücke, welche über diesen Teich führte, befanden. Er beschäftigte sich viele Jahre lang allein mit diesem Motiv. So entstanden in Giverny etwa 300 Gemälde, auf denen als Motiv Monets Garten zu sehen ist. Aufgrund des Umfangs an Bildern, auf denen die japanische Brücke oder der Seerosenteich dargestellt sind, werde ich mich alleine auf die Gemälde beziehen und Details aus Monets Biografie oder zeitgeschichtliche Aspekte vernachlässigen. Es geht mir im Wesentlichen um die Beleuchtung der Genese der Abstraktion in den Gemälden der Seerosen-Serie. Aufgrund dessen, dass Claude Monet die Angewohnheit besaß, über Jahrzehnte hinweg immer wieder ein und dasselbe zu malen, lassen sich die Bilder gut untereinander vergleichen und durchaus mit seinem Augenleiden in Verbindung bringen, was ich im vorletzten Teil meiner Arbeit näher beleuchten werde.
Doreen Fräßdorf
Seminar paper from the year 2008 in the subject Art - Painting, grade: "keine", Universität Oslo (Universität Oslo), 8 entries in the bibliography, language: Norwegian, abstract: Odd Nerdrum er kanskje en av de mest kjente kunstnerne i dag. Verkene hans blir utstilt i hele verden; man finner dem eksempelvis i Washington, New York eller Oslo. Likevel er Nerdrum en svært omdiskutert kunstner. På den ene side kaller kritikere maleriene hans «kitsch», og på den annen side kjøpes bildene hans for 300.000 US-$ på kunstmarkedet. Den første delen av oppgaven min handler om Nerdrums gammelmesterlige idealer fordi han avbrøt sin kunstutdannelse i løpet av 1960-tallet for å utdanne seg selv i den klassiske måten i forlengelsen av gamle mestre som Caravaggio eller Rembrandt. Jeg skal nevne forbildene hans, gi noen eksempler på bilder og grunngi hvorfor Nerdrum har valgt de gamle mestre som idealer. Først vil jeg fortelle kort om Odd Nerdrums biografi. Nerdrum er mest kjent for sine provoserende malerier. Eksempler på det er Mordet på Andreas Baader (1977/78), der han framstiller den tyske terroristen Baader som et offer, eller Selvportrett i gylden kjortel (1998), der han avbilder seg selv med erigert penis, og diverse andre bilder som viser mennesker med amputerte kroppsdeler, eller mens de tisser og så videre. Nerdrum maler ikke bare bilder som minner om maleriene til gamle mestre, han maler også bilder som provoserer. Denne kombinasjonen av den gamle stilen og det provoserende innholdet i bildene hans har flere ganger skapt offentlig debatt om kunst i Norge. Og derfor skal jeg gi et overblikk over denne debatten, over hva medier mener og han selv mener om arbeidet sitt.
Doreen Fräßdorf
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 2,0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Kunstgeschichte), Veranstaltung: An den Grenzen der Malerei: Gerhard Richter, 26 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Gerhard Richters Gemäldezyklus umfasst fünfzehn Werke und trägt den schlichten Titel 18. Oktober 1977. Die Gemälde zeigen im Wesentlichen den Tod der in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Mitglieder der Rote-Armee-Fraktion (RAF) Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Hinzu kommen Motive damaliger begleitender Geschehnisse sowie Darstellungen von Einzelobjekten. Entstanden ist der Zyklus zwischen März und November 1988. Die Bilder wurden der Öffentlichkeit im Jahre 1989 zum ersten Mal vorgestellt und auf eine zweijährige, internationale Ausstellungstour geschickt. Kaum eine andere Einzelausstellung eines deutschen Künstlers in den 80er Jahren hat zu solch kontroversen Veröffentlichungen geführt und wurde derart heftig diskutiert. Da der Betrachter den Bilderzyklus Richters zum Tod der führenden RAF-Mitglieder historisch nur dann richtig sehen und verstehen kann, wenn er die Hintergründe zum Deutschen Herbst sowie die Ziele und Verbrechen der Terroristen kennt, werde ich zu Beginn meiner Hausarbeit eine kurze Zusammenfassung zu den damaligen historisch-politischen Ereignissen geben, um anschließend auf den Gemäldezyklus einzugehen. Hierbei lege ich großen Wert auf die Beschreibung der einzelnen Bilder des Zyklus und deren Vergleich mit den fotografischen Vorlagen, welche Richter nutzte. Dies ist die Voraussetzung für die Interpretation und für das Herausarbeiten der Intention des Künstlers, was im Punkt 3.4 erfolgt. Da sich auch andere Künstler intensiv mit der RAF auseinandergesetzt haben, werde ich im letzten Teil meiner Arbeit exemplarisch zeigen, wie mit diesem Thema umgegangen wurde, um dann einen Vergleich zu Richters Werk zu ziehen. Die Wahl ist hierbei auf Hans-Peter Feldmann und Sigmar Polke gefallen. Zum einen weil die beiden und auch Gerhard Richter die Kunstakademie Düsseldorf besuchten, zum anderen weil es offensichtliche Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten beim Bearbeiten der RAF-Thematik gibt.
Doreen Fräßdorf
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 1,7, Philipps-Universität Marburg (Institut für Kunstgeschichte), Veranstaltung: Hauptseminar: DIe Malerei der alten Niederländer, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Terminus des Andachtsbildes wird in der Forschung nicht einheitlich verwendet und ist ausgesprochen problematisch. Es besteht zwar Einigkeit darüber, dass es sich bei dem Andachtsbild um einen Bildtyp handelt, der aufgrund neuer Devotionsformen im 13. Jahrhundert entstanden ist und im 14. und 15. Jahrhundert seine Blüte erlebt1, jedoch ergeben sich Schwierigkeiten in vielfacher Hinsicht, will man das Andachtsbild von anderen Bildern abgrenzen beziehungsweise genauer bestimmen, wann ein Bild ein Andachtsbild ist oder nicht. Das Hauptaugenmerk meiner Hausarbeit soll daher darauf ausgerichtet sein, wie sich ein Andachtsbild erkennen und von anderen Bildtypen unterscheiden lässt. Des Weiteren möchte ich insbesondere auf die Andachtsbilder eingehen, die einen Schmerzensmann zeigen und mit der Eucharistie in engem Zusammenhang stehen. Eine besondere Erschwernis stellt die Frage nach Privatheit und Öffentlichkeit dar. Denn es gibt durchaus Vesperbilder, Christus-Johannes-Gruppen und andere Andachtsbilder, die in öffentlichen oder doch zumindest in teilöffentlichen Räumen positioniert wurden, um dort individuell genutzt zu werden.2 Diese Bilder entzogen sich somit aufgrund ihrer Aufstellung der gänzlichen Privatheit, obwohl Andachtsbilder im privaten Bereich anzusiedeln sind. Das in der privaten Sphäre benutzte Bild ist wiederum allerdings nicht allein auf den Typ des Andachtsbildes zu beschränken. Auf die Problematik der Öffentlichkeit und Privatheit werde ich im Verlauf meiner Arbeit noch einmal hinweisen. Zu Beginn der Hausarbeit sollen die Grundlagen der Thematik genauestens beleuchtet werden, wobei die Definitionen und wichtigsten Forschungsergebnisse kurz vorgestellt werden. Auch soll auf die Funktion des Andachtsbildes und dessen Einzug in den privaten Wohnraum verwiesen werden. Als Beispiel eines Andachtsbildes soll Petrus Christus' Imago Christi dienen. Es ist hervorragend geeignet, da es eine Paraphrase des Christusbildnisses von Jan van Eycks Heiliges Antlitz darstellt. Petrus Christus formte dieses Kultbild van Eycks in ein Andachtsbild um. Anhand dieser beiden Bildnisse lassen sich so die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bildtypen sehr genau ausmachen und verdeutlichen. Um bessere Übersichtlichkeit zu erlangen, werde ich Grundlegendes zum Schmerzensmann, der Eucharistie und zu den Bildtypen, von denen sich das Andachtsbild abgrenzen lässt, in den Analyseteil zum Bild von Petrus Christus integrieren.
Doreen Fräßdorf
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 13 Punkte, Philipps-Universität Marburg (Germanistik und Kunstwissenschaften), Veranstaltung: Lehrmaterialanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Lehrwerke verschiedener methodisch-didaktischer Konzeptionen zur selben Zeit zugänglich sind und der Fremdsprachenunterricht nicht mehr nur für eine relativ homogene Lernergruppe, sondern für Lernende mit den unterschiedlichsten Lernvoraussetzungen und -motivationen zur Verfügung steht, ist ein praktisches Bedürfnis nach der Beurteilung von Lehrwerken entstanden – die Lehrwerkanalyse, die Lehrwerkkritik (vgl. NEUNER 2003, 400f.). Eine Lehrwerkanalyse dient dem Lehrenden als Entscheidungshilfe, ob ein Lehrwerk seine Aufgaben im Hinblick für den Unterricht mit einer bestimmten Lernergruppe im Rahmen eines vorgegebenen Lernkontexts erfüllt oder nicht (vgl. NEUNER 2003, 400). Es wird also überprüft, ob ein Lehrwerk für die zu unterrichtende Zielgruppe und das Ziel des Unterrichts geeignet ist; ein und dasselbe Buch kann für die eine Zielgruppe ideal sein, für eine andere wiederum völlig ungeeignet. In der Vergangenheit wurden diverse Kriterienkataloge für die Beurteilung von Lehrwerken veröffentlicht; die bekanntesten sind das Mannheimer Gutachten (1977) und der Stockholmer Kriterienkatalog (2003), welche sehr umfangreich sind. Da eine Analyse nach allen dort genannten Punkten hier nicht geleistet werden kann, werde ich mich in der Beurteilung eines ausgewählten Lehrwerks auf wenige Aspekte und Kriterien beschränken. Der Übersichtlichkeit halber und um den Lesefluss zu gewährleisten, wurden die meisten Beispiele, auf die aus dem Lehrwerk zum Zwecke der Analyse verwiesen wird, direkt als Illustrationen in den Text mit eingegliedert. Im Anhang befindet sich allerdings zusätzlich eine komplette Lektion (sowohl der Kursbuch- als auch der Arbeitsbuchbereich) aus dem zu analysierenden Lehrwerk, um den Aufbau eines solchen zu veranschaulichen.
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