Ist durch die Selbstbestimmung des Patienten das Recht der Tötung auf Verlangen – d.h. die aktive Sterbehilfe – ethisch vertretbar?: Hat das Recht auf Selbstbestimmung bei passiver und aktiver Sterbehilfe den gleichen Stellenwert?

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Therapie - Begrenzung, Ergänzung, Überschreitung, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Sterben wird in der Gesellschaft vielfach verdrängt und ist mit großen Ängsten belastet, mit denen sich die Mehrheit der Menschen quält. So z.B. die Angst unerträgliche Schmerzen erleiden zu müssen oder beim Sterben allein gelassen zu werden. Hinzu kommen die Ängste den Angehörigen zu Last zu fallen oder Fremden (z.B. dem medizinischem Personal) ausgeliefert zu sein. Um diesen Ängsten vorzubeugen, fällt es leichter den Willen zu äußern, dass dem Leben ein vorzeitiges Ende bereitet werden soll. Diesem Wunsch kann je nach Diagnose und verbleibende Behandlungsmethoden mit Sterbehilfe entsprochen werden. Dabei unterscheidet man vier Formen der Sterbehilfe: 1. Beihilfe zur Selbsttötung, 2. Indirekte Sterbehilfe, 3. Passive Sterbehilfe und 4. Aktive Sterbehilfe. Gemeinsame Vorraussetzung jeder Form der Sterbehilfe ist, dass sie aufgrund des Patientenwunsches erfolgen muss und somit nicht gegen den Willen erfolgen darf. Die Beihilfe zur Selbsttötung geschieht, indem eine Person (oft der Arzt) ein Mittel zur Selbsttötung dem Patienten bereitstellt, damit dieser selbst dieses Mittel einnimmt. Indirekte Sterbehilfe ist der Einsatz von Medikamenten zur Linderung von Beschwerden, die als Nebenwirkung die Lebensdauer verkürzen. Dies erfolgt in Krankenhäusern regelmäßig mit Morphium im Endstadium der Krebserkrankungen. Unter passiver Sterbehilfe versteht man hingegen die aktive Beendigung von lebensverlängernden oder –erhaltenden Maßnahmen bei expliziter oder mutmaßlicher Einwilligung des Patienten. Die gezielte und von einem Arzt aktiv herbeigeführte vorzeitige Beendigung des Lebens durch Verabreichung tödlicher Substanzen wird als aktive Sterbehilfe bezeichnet. Viele Sterbende sind in ärztlicher Behandlung und sterben in den meisten Fällen im Krankenhaus. Dabei hat jeder Mensch ein Recht auf einen würdevollen Tod. Jeder sollte bestimmen können, wann er seinem Leben ein würdevolles Ende setzen möchte. Es hängt aber oftmals vom Arzt ab, ob ein Sterbeprozess würdevoll oder qualvoll abläuft. Hierbei besteht ein Konflikt zwischen dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten und der Fürsorgepflicht des Arztes. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage wie weit das Recht auf Selbstbestimmung, das auch in der letzten Lebensphase gilt, reicht und ob das Recht auf Selbstbestimmung bei passiver und aktiver Sterbehilfe den gleichen Stellenwert hat.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Apr 8, 2010
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Pages
17
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ISBN
9783640587896
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Language
German
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Genres
Philosophy / General
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Content Protection
This content is DRM protected.
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Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 2,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: "Warum lässt Gott das zu?" Philosophische, theologische und literarische Antworten auf dem Prüfstand, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Glaube an die Allmacht, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes ist ein zentraler wie fundamentaler Teil des islamischen Bekenntnisses. Die stets größere Gerechtigkeit Gottes zu bejahen und auf sie zu vertrauen entspricht der gläubigen Grundhaltung eines jeden Muslims. Was könnte aber der Islam z.B. einer trauernden Frau überhaupt noch versprechen, wenn ihre Frömmigkeit quasi mit dem Tod der 4 jährigen Tochter durch die Flutkatastrophe 2009 in Istanbul bestraft wurde? Dieses Ereignis ist beispielhaft für viele andere Situationen, in denen Gottes Gerechtigkeit hinterfragt werden könnte. In diesem Kontext ist es unerlässlich, den Ursprung des Leids zu suchen: Bei Gott oder beim Menschen selber? Um die letztgenannte Frage beantworten zu können, müsste vorher geklärt werden, ob der Mensch frei handeln kann, d.h. aus eigener Kraft, Verantwortung und eigenem Willen oder ob all seine Taten letztendlich auf Gott zurückzuführen ist. Herrscht eine Handlungsfreiheit des Menschen, so sollte auch der Mensch für Böses verantwortlich sein. Doch was wenn man Böses erfährt ohne es verdient zu haben? Wie ist unverschuldetes Leid mit der Barmherzigkeit Gottes zu vereinbaren? Ist der Mensch jedoch in seinem Handeln von Gott bestimmt, müsste dann nicht jede leidvolle Widerfahrnis und jedes existierende Übel ebenfalls göttlichen Ursprungs sein? Doch so würde die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes in Frage gestellt werden. Während in der christlichen Tradition die Fragen nach dem Verhältnis von der Gerechtigkeit Gottes und der Freiheit des Menschen vielfältig diskutiert werden und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Frage nach offenbar unverschuldetem Leid, das dem Menschen widerfährt, gerichtet ist, misst der Islam dieser Themenstellung kaum Bedeutung bei. Die islamische Theologie hat die Frage nach dem Leid stets im größeren Fragenzusammenhang der Allmacht und Gerechtigkeit Gottes und des freien Willens des Menschen verortet. Diese Problematik zu ergründen, soll Gegenstand dieser der vorliegenden Arbeit sein.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,5, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Mehr als ein Gefühl? Glück und Liebe in ihrer ethischen Relevanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Das fundamentale Gebot des Alten Testaments lautet wie folgt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und mit allen deinen Kräften! Was bedeutet es aber Gott aus ganzem Herzen zu lieben? Ermöglicht die Liebe zu Gott eine diesseitige oder jenseitige Glückseligkeit? Darf ich eine „Gegenleistung“ erwarten, indem in mir durch meine Liebe zu Gott und durch mein dadurch geprägtes Verhalten die das Licht der Hoffnung auf das Paradies leuchtet? Braucht die Liebe Beweise, dass sie auf Gegenseitigkeit beruht? Darf ich böse auf Gott sein, wenn ich mich für ihn hingebe, ihn liebe und verehre, aber dennoch einen Platz in der Hölle zugewiesen bekomme? Wie erfahre ich, dass Gott meine Liebe verdient? Zu all diesen Fragen hat der Quietismus, eine mystische Geistesströmung, die vor allem im 17. Jh. in der christlichen Frömmigkeit auftrat, versucht Antworten zu liefern. Jeanne Marie Bouvieres de la Mothe Guyon wurde gemessen an der Wirkungsgeschichte die erfolgreichste Vertreterin des mystischen Quietismus. Sie kam durch ihre frühe Klostererziehung mit dem mystischen Gedankengut innerster Christusfrömmigkeit in Berührung. Gegen ihren Willen wurde sie bereits als sechzehn Jährige mit dem wesentlich älteren und kränklichen Jacques Guyon verheiratet. Sie sorgte sich um ihren Ehemann und ihre fünf Kinder und lebte zugleich nach dem Tod ihres Mannes zunehmend in der mystischen Übung des innerlichen Lebens und der inneren Einkehr im „stillen Gebet“. Nach einer freiwillig aufgegebenen Leiterposition einer Vereinigung von calvinistischen Konvertitinnen, gab sie ihren großen Besitz zugunsten der Armen auf und ließ sie sich in Thonon am Genfer See als freie religiöse Schriftstellerin mystischer Erbauungsliteratur nieder. Es begann eine außergewöhnlich erfolgreiche und wirkungsvolle schriftstellerische Tätigkeit, obwohl sie keine formale Bildung genossen hatte. Sie schrieb Traktate über die Gottesliebe. Zeugnis dessen ist der Quietismusstreit zwischen Jacques Bénigne Bossuet und François Fénelon. Bei diesem wird im Grundsätzlichen über folgende Fragen gestritten: Ist es möglich Gottesliebe zu üben, ohne die Tugend der Hoffnung auf zukünftigen Lohn aufgeben zu müssen? Und die Gegenfrage wie es möglich sei nach der Auslöschung des Verlangens zu verlangen. Diese Arbeit soll einen Versuch darstellen diese Fragen zu erläutern.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Italienische Philosophie von Dante bis Bruno, Sprache: Deutsch, Abstract: Einführung in das Thema und Problemstellung Der Schicksalsbegriff beinhaltet Probleme, die einen wesentlichen Bestandteil der Philosophiegeschichte ausmachen. Wie entscheidet sich das Schicksal (Fortuna) einige Menschen in die Katastrophe zu stürzen, während andere unverdienterweise mit Reichtümern ausgestattet zum höchsten Ruhm gelangen? Was nützen einem der Gebrauch von Vernunft und Einsicht, wenn ein sittliches Handeln keine gerechte Strafe und Belohung erhält? Nimmt in einer durch die göttliche Vorsehung geordneten Welt, das Schicksal einen höheren Rang ein als die Ordnung Gottes? Oder ist Gott selbst ungerecht, indem er Menschen nach seinem Gutdünken bestraft oder belohnt ohne auf ihr Handeln näher einzugehen? Vor Dante Alighieri haben sich auch andere Philosophen mit diesem Problem befasst. Für Dantes Fortunabild waren dabei hauptsächlich die Quellen der christlichen Interpretationen von Augustinus und Boethius, die Lehren der großen Scholastiker Albertus Magnus und Thomas von Aquin maßgebend. Während Augustinus für die Schicksalsgöttin der Heiden keinen Raum in der christlichen Lehre sieht und die Fortuna in das Reich der Dämonen versetzt, verhalf Boethius in der Consolatio philosophiae der Gestalt der antiken Glücksgöttin zu frischem Leben um sie schließlich ganz in den Dienst Gottes zu stellen. Albertus Magnus und sein Schüler Thomas von Aquin gewinnen ihre Fortuna-Konzeption in der Auseinandersetzung mit Aristoteles und versuchen dabei eine Synthese zwischen christlicher Theologie und aristotelischer Metaphysik zu finden. Damit verschafften sie Dante den Zugang zu den philosophischen Systemen griechischer Tradition. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass das von Boethius erzeugte ambivalente Bild einer christlichen Fortuna zur Grundlage für den mittelalterlichen Fortuna-Begriff wurde, sondern vor allem auch, weil sich Dante in seiner Diskussion auf die philosophische Quelle des Boethius beruft und einige Aspekte seiner Argumentation mit ihm teilt , soll in dieser Arbeit die Herangehensweisen an das Problem der Fortuna dieser beiden Autoren auf ihre gegenseitige Beziehung überprüft werden.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 2,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Landeskunde: Katalonien kennen lernen, Sprache: Deutsch, Abstract: Spanien ist geprägt durch seine Sprachenvielfalt. Obwohl im ganzen Land das Kastilisch als Staatssprache verwendet wird, werden in einigen Gebiete zusätzlich folgende Sprachen als Amtssprachen gebraucht: Galizisch, Asturleonesisch, Baskisch, Aragonesich, Aranesisch und Katalanisch. Das katalanische Sprachgebiet umfasst auf spanischem Territorium die Autonome Region Katalonien, weite Teile des País Valencià die dortige Variante des Katalanischen heißt auch Valencianisch (valencià) und die Balearischen Inseln wobei die Varianten des Katalanischen auf Mallorca: Mallorquinisch (mallorquí), auf Menorca: Menorquinisch (menorquí) und auf Eivissa: Ibizenkisch (eivissenc) heißen. In diesen Gebieten hat das Katalanisch neben dem Kastilischen einen offiziellen Status als Amtssprache. Auf dem Staatsgebiet Andorras gilt das Katalanisch als alleinige offizielle Landessprache. Keinen offiziellen Status hat das Katalanisch in dem östlichen Randgebiet Aragons, auf französischem Territorium in Département Pyrénées Orientales (auch Nordkatalonien genannt) und auf italienischem Territorium in der auf Sardinien gelegene Stadt L'Alguer / Alghero. Entgegen der herrschenden Meinung in der Allgemeinheit ist Katalanisch kein Dialekt des Spanischen sondern ein primärer Dialekt des sogenannten Vulgärlateins. Verfolgt man die Geschichte des Katalanischen, wird man feststellen, dass kaum eine Sprache sich so sehr behaupten musste. Die Ausmerzung der katalanischen Sprache und Kultur wurde in den Dreißiger Jahren vom damaligen Diktator drastisch vorangetrieben, so dass das Katalanisch systematisch aus der Öffentlichkeit verbannt wurde: Z.B. wurden katalanische Straßenbilder , Zeitungen, Firmenpapiere vernichtet, Bibliotheken geschlossen. Auf Meldebehörden bekamen Katalanen kastilische Vornamensformen. Das Gesprochene Katalanisch wurde aus der Öffentlichkeit z.B. Schule, Universität, Radio abgeschafft. Katalanen hatten keine Möglichkeit ihre eigene Muttersprache zu hören oder zu lesen. Den Nachkommen haben sie ihre Sprache heimlich zu Hause weitergegeben. Entgegen aller Hindernisse erlangte Katalanisch durch das vom 1979 erlassenen Statut die Autonomie, ist aber noch heute mit unauflöslichen Konflikten konfrontiert. Eine nun folgende naturwissenschaftliche Ausarbeitung soll Vorteile der Mehrsprachigkeit aufdecken um einem interkulturellen Zusammenleben Raum zu geben.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 2,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: "Warum lässt Gott das zu?" Philosophische, theologische und literarische Antworten auf dem Prüfstand, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Glaube an die Allmacht, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes ist ein zentraler wie fundamentaler Teil des islamischen Bekenntnisses. Die stets größere Gerechtigkeit Gottes zu bejahen und auf sie zu vertrauen entspricht der gläubigen Grundhaltung eines jeden Muslims. Was könnte aber der Islam z.B. einer trauernden Frau überhaupt noch versprechen, wenn ihre Frömmigkeit quasi mit dem Tod der 4 jährigen Tochter durch die Flutkatastrophe 2009 in Istanbul bestraft wurde? Dieses Ereignis ist beispielhaft für viele andere Situationen, in denen Gottes Gerechtigkeit hinterfragt werden könnte. In diesem Kontext ist es unerlässlich, den Ursprung des Leids zu suchen: Bei Gott oder beim Menschen selber? Um die letztgenannte Frage beantworten zu können, müsste vorher geklärt werden, ob der Mensch frei handeln kann, d.h. aus eigener Kraft, Verantwortung und eigenem Willen oder ob all seine Taten letztendlich auf Gott zurückzuführen ist. Herrscht eine Handlungsfreiheit des Menschen, so sollte auch der Mensch für Böses verantwortlich sein. Doch was wenn man Böses erfährt ohne es verdient zu haben? Wie ist unverschuldetes Leid mit der Barmherzigkeit Gottes zu vereinbaren? Ist der Mensch jedoch in seinem Handeln von Gott bestimmt, müsste dann nicht jede leidvolle Widerfahrnis und jedes existierende Übel ebenfalls göttlichen Ursprungs sein? Doch so würde die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes in Frage gestellt werden. Während in der christlichen Tradition die Fragen nach dem Verhältnis von der Gerechtigkeit Gottes und der Freiheit des Menschen vielfältig diskutiert werden und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Frage nach offenbar unverschuldetem Leid, das dem Menschen widerfährt, gerichtet ist, misst der Islam dieser Themenstellung kaum Bedeutung bei. Die islamische Theologie hat die Frage nach dem Leid stets im größeren Fragenzusammenhang der Allmacht und Gerechtigkeit Gottes und des freien Willens des Menschen verortet. Diese Problematik zu ergründen, soll Gegenstand dieser der vorliegenden Arbeit sein.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Italienische Philosophie von Dante bis Bruno, Sprache: Deutsch, Abstract: Einführung in das Thema und Problemstellung Der Schicksalsbegriff beinhaltet Probleme, die einen wesentlichen Bestandteil der Philosophiegeschichte ausmachen. Wie entscheidet sich das Schicksal (Fortuna) einige Menschen in die Katastrophe zu stürzen, während andere unverdienterweise mit Reichtümern ausgestattet zum höchsten Ruhm gelangen? Was nützen einem der Gebrauch von Vernunft und Einsicht, wenn ein sittliches Handeln keine gerechte Strafe und Belohung erhält? Nimmt in einer durch die göttliche Vorsehung geordneten Welt, das Schicksal einen höheren Rang ein als die Ordnung Gottes? Oder ist Gott selbst ungerecht, indem er Menschen nach seinem Gutdünken bestraft oder belohnt ohne auf ihr Handeln näher einzugehen? Vor Dante Alighieri haben sich auch andere Philosophen mit diesem Problem befasst. Für Dantes Fortunabild waren dabei hauptsächlich die Quellen der christlichen Interpretationen von Augustinus und Boethius, die Lehren der großen Scholastiker Albertus Magnus und Thomas von Aquin maßgebend. Während Augustinus für die Schicksalsgöttin der Heiden keinen Raum in der christlichen Lehre sieht und die Fortuna in das Reich der Dämonen versetzt, verhalf Boethius in der Consolatio philosophiae der Gestalt der antiken Glücksgöttin zu frischem Leben um sie schließlich ganz in den Dienst Gottes zu stellen. Albertus Magnus und sein Schüler Thomas von Aquin gewinnen ihre Fortuna-Konzeption in der Auseinandersetzung mit Aristoteles und versuchen dabei eine Synthese zwischen christlicher Theologie und aristotelischer Metaphysik zu finden. Damit verschafften sie Dante den Zugang zu den philosophischen Systemen griechischer Tradition. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass das von Boethius erzeugte ambivalente Bild einer christlichen Fortuna zur Grundlage für den mittelalterlichen Fortuna-Begriff wurde, sondern vor allem auch, weil sich Dante in seiner Diskussion auf die philosophische Quelle des Boethius beruft und einige Aspekte seiner Argumentation mit ihm teilt , soll in dieser Arbeit die Herangehensweisen an das Problem der Fortuna dieser beiden Autoren auf ihre gegenseitige Beziehung überprüft werden.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,5, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Mehr als ein Gefühl? Glück und Liebe in ihrer ethischen Relevanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Das fundamentale Gebot des Alten Testaments lautet wie folgt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und mit allen deinen Kräften! Was bedeutet es aber Gott aus ganzem Herzen zu lieben? Ermöglicht die Liebe zu Gott eine diesseitige oder jenseitige Glückseligkeit? Darf ich eine „Gegenleistung“ erwarten, indem in mir durch meine Liebe zu Gott und durch mein dadurch geprägtes Verhalten die das Licht der Hoffnung auf das Paradies leuchtet? Braucht die Liebe Beweise, dass sie auf Gegenseitigkeit beruht? Darf ich böse auf Gott sein, wenn ich mich für ihn hingebe, ihn liebe und verehre, aber dennoch einen Platz in der Hölle zugewiesen bekomme? Wie erfahre ich, dass Gott meine Liebe verdient? Zu all diesen Fragen hat der Quietismus, eine mystische Geistesströmung, die vor allem im 17. Jh. in der christlichen Frömmigkeit auftrat, versucht Antworten zu liefern. Jeanne Marie Bouvieres de la Mothe Guyon wurde gemessen an der Wirkungsgeschichte die erfolgreichste Vertreterin des mystischen Quietismus. Sie kam durch ihre frühe Klostererziehung mit dem mystischen Gedankengut innerster Christusfrömmigkeit in Berührung. Gegen ihren Willen wurde sie bereits als sechzehn Jährige mit dem wesentlich älteren und kränklichen Jacques Guyon verheiratet. Sie sorgte sich um ihren Ehemann und ihre fünf Kinder und lebte zugleich nach dem Tod ihres Mannes zunehmend in der mystischen Übung des innerlichen Lebens und der inneren Einkehr im „stillen Gebet“. Nach einer freiwillig aufgegebenen Leiterposition einer Vereinigung von calvinistischen Konvertitinnen, gab sie ihren großen Besitz zugunsten der Armen auf und ließ sie sich in Thonon am Genfer See als freie religiöse Schriftstellerin mystischer Erbauungsliteratur nieder. Es begann eine außergewöhnlich erfolgreiche und wirkungsvolle schriftstellerische Tätigkeit, obwohl sie keine formale Bildung genossen hatte. Sie schrieb Traktate über die Gottesliebe. Zeugnis dessen ist der Quietismusstreit zwischen Jacques Bénigne Bossuet und François Fénelon. Bei diesem wird im Grundsätzlichen über folgende Fragen gestritten: Ist es möglich Gottesliebe zu üben, ohne die Tugend der Hoffnung auf zukünftigen Lohn aufgeben zu müssen? Und die Gegenfrage wie es möglich sei nach der Auslöschung des Verlangens zu verlangen. Diese Arbeit soll einen Versuch darstellen diese Fragen zu erläutern.
Ferda Cav
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 2,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Landeskunde: Katalonien kennen lernen, Sprache: Deutsch, Abstract: Spanien ist geprägt durch seine Sprachenvielfalt. Obwohl im ganzen Land das Kastilisch als Staatssprache verwendet wird, werden in einigen Gebiete zusätzlich folgende Sprachen als Amtssprachen gebraucht: Galizisch, Asturleonesisch, Baskisch, Aragonesich, Aranesisch und Katalanisch. Das katalanische Sprachgebiet umfasst auf spanischem Territorium die Autonome Region Katalonien, weite Teile des País Valencià die dortige Variante des Katalanischen heißt auch Valencianisch (valencià) und die Balearischen Inseln wobei die Varianten des Katalanischen auf Mallorca: Mallorquinisch (mallorquí), auf Menorca: Menorquinisch (menorquí) und auf Eivissa: Ibizenkisch (eivissenc) heißen. In diesen Gebieten hat das Katalanisch neben dem Kastilischen einen offiziellen Status als Amtssprache. Auf dem Staatsgebiet Andorras gilt das Katalanisch als alleinige offizielle Landessprache. Keinen offiziellen Status hat das Katalanisch in dem östlichen Randgebiet Aragons, auf französischem Territorium in Département Pyrénées Orientales (auch Nordkatalonien genannt) und auf italienischem Territorium in der auf Sardinien gelegene Stadt L'Alguer / Alghero. Entgegen der herrschenden Meinung in der Allgemeinheit ist Katalanisch kein Dialekt des Spanischen sondern ein primärer Dialekt des sogenannten Vulgärlateins. Verfolgt man die Geschichte des Katalanischen, wird man feststellen, dass kaum eine Sprache sich so sehr behaupten musste. Die Ausmerzung der katalanischen Sprache und Kultur wurde in den Dreißiger Jahren vom damaligen Diktator drastisch vorangetrieben, so dass das Katalanisch systematisch aus der Öffentlichkeit verbannt wurde: Z.B. wurden katalanische Straßenbilder , Zeitungen, Firmenpapiere vernichtet, Bibliotheken geschlossen. Auf Meldebehörden bekamen Katalanen kastilische Vornamensformen. Das Gesprochene Katalanisch wurde aus der Öffentlichkeit z.B. Schule, Universität, Radio abgeschafft. Katalanen hatten keine Möglichkeit ihre eigene Muttersprache zu hören oder zu lesen. Den Nachkommen haben sie ihre Sprache heimlich zu Hause weitergegeben. Entgegen aller Hindernisse erlangte Katalanisch durch das vom 1979 erlassenen Statut die Autonomie, ist aber noch heute mit unauflöslichen Konflikten konfrontiert. Eine nun folgende naturwissenschaftliche Ausarbeitung soll Vorteile der Mehrsprachigkeit aufdecken um einem interkulturellen Zusammenleben Raum zu geben.
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