Rausch und Rationalität: Indes 2013, Ausgabe 3

Vandenhoeck & Ruprecht
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Die dritte INDES-Ausgabe des Jahres 2013 widmet sich dem Begriffspaar »Rausch & Rationalität«: Ob in der Politik oder in der Freundschaft, beim Essen oder in der Musik, ob im Krieg, im Glauben oder bei der Arbeit und in der Freizeit – rauschhafte Erlebnisse haben schon immer Personen geprägt und Gesellschaften mitgeformt. Im Kleinen wie im Großen: Sie können der Treibstoff einzigartiger Leistungen sein, jedoch auch in wahnhafte Übersteigerungen führen. Wie viel Rausch tut gut? Und umgekehrt: Wie viel Vernunft ist »richtig«? Gibt es gar so etwas wie den berechneten Rausch und die rauschhafte Ratio? Das sind einige Fragen, denen sich INDES in einem Schwerpunkt annimmt. Darin fragt INDES danach, ob Vertrauen und Freundschaft in der Politik vernünftig sind, erörtert, über wie viel Leidenschaft und wie viel Sachlichkeit heutige Politiker-Generationen verfügen und entdeckt dass, dass Essen und Trinken – Völlerei und Verzicht – rauschhafte Quellen der Mächtigen sein können. Darüber hinaus nähert sich INDES grundlegend der Frage, wie über Rausch gesellschaftliche Debatten ablaufen und stellen mit Robert Pfaller einen Philosophen vor, der dezidiert die Meinung vertritt, die pure Vernunft darf niemals siegen. Am Beispiel Ernst Jüngers wird sichtbar, wie Denken, Schreiben und Leben im Rausch zusammenfallen. Ein weiterer Fokus dieser Ausgabe wird, anlässlich der Bundestagswahl, den Zustand der Demokratie ausführlich betrachten. Franz Walter, Danny Michelsen und Ingolfur Blühdorn werfen vor allem skeptische Blicke auf die gegenwärtige demokratische Verfasstheit und skizzieren eine gefährliche Lage.
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About the author

Prof. Dr. Franz Walter ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.
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Additional Information

Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht
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Published on
Sep 26, 2013
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Pages
152
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ISBN
9783647800042
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Best For
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Language
German
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Genres
Political Science / General
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Content Protection
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Franz Walter
Franz Walter
Ein Gutteil des gewachsenen Misstrauens gegenüber politischen Volksvertretern bzw. den Funktionsmechanismen von Demokratie und den ökonomischen Organisationsgrundlagen unserer Gesellschaften beruht auf Verschwörungsglauben. Nicht nur im Graubereich des politischen Diskurses, bei sektiererischen oder radikalen Gruppierungen, scheint mittlerweile die Überzeugung Anklang zu finden, dass hinter vielen Entwicklungen unsichtbare Kräfte walten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen und mit ihrem Tun klandestin dem Allgemeinwohl der breiten Bevölkerungsmehrheit zuwiderhandeln. Die INDES beschäftigt sich vor diesem Hintergrund im Heft 4/2015 mit der Frage, wer in welchen (historischen wie gegenwärtigen) Situationen an Verschwörungen glaubt – und welche sozialen, politischen oder psychologischen Ursachen, Anlässe, Folgewirkungen solche Annahmen haben. Wie funktioniert und auf welcher Grundlage basiert der generalisierende Verdacht? Sind in Gegenwartsgesellschaften die nüchterne Sachrationalität und der emotionale Unterstellungsfuror nur die Kehrseiten ein und derselben Medaille? Taugt das Gebot der Transparenz als Remedur gegen den Verschwörungsglauben – oder richtet es mehr Schaden als Nutzen an? Und wie äußerte sich der Verschwörungsglaube historisch, etwa bei den legendären Weimarer »Inflationsheiligen«? Neben Rückschauen in die Geschichte fehlen auch Porträts und der Blick in das Ausland nicht. Auf diese Weise gibt das Heft Hinweise darauf, was uns der Verschwörungsglaube und seine Verbreitung ebenso wie seine Instrumentalisierung über die Verfasstheit unserer Gesellschaften zu erzählen vermögen.
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