Heidegger: Die Erotik der Erkenntnis

BookRix
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"Der größte Denker des 20. Jahrhunderts" noch einmal in ganz neuer Lesart?

Dieser Kurzreader versucht zu beweisen, daß die Lektüre der schon veröffentlichten Werke Martin Heideggers ein ausgesprochen sinnliches Vergnügen bereiten kann. Man darf ihn nämlich durchaus ähnlich lesen, wie Arno Schmidt in "Sitara oder der Weg dorthin" seinen Karl May gelesen hat.

Möglicherweise war kein Denker seit Plato vom philosophischen Eros stärker beseelt als dieser "Ek-sistenzialist", der die Sexualia nie zu den menschlichen "Existenzialien" zählte. Ist die sonderbare Kunstsprache, die Heidegger für seine Seinslehre eigens erfunden hat, vielleicht auch eine einzige philosophische Chiffrierung geheimer erotischer Phantasien, eine metaphysische Verkleidung höchst physischer Phantasmagorien, ein ächzender Kompromiß zwischen logischen und skatologischen Bedürfnissen des Autors und seiner Kunden, deren beider Unbewußtes hinter ihrem Rücken miteinander kommuniziert?

Ein Teil von Heideggers Faszination könnte auf dem Genuß höherer Pornographie im unverdächtigen Gewande von Philosophie als Feigenblatt beruhen. Heidegger: der dirty old man der Berufsdenkerei, geheimer Liebhaber einer Dame namens Sophie? Oder hier nur ein Opfer abwegiger Projektionen, die mehr vom Satiriker verraten als von seinem seriösen Gegenstand?

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Additional Information

Publisher
BookRix
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Published on
Apr 10, 2019
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Pages
31
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ISBN
9783743809864
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Language
German
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Genres
Fiction / Satire
Philosophy / General
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Komplettausgabe
Das meist diskutierte Politikwerk seiner Zeit. Auch heute noch missverstanden, umgedeutet, fehlinterpretiert und missbraucht.
Unsterblich in seinem verlegerischen Eifer wurde der französische Arzt Gustave Le Bon (1841-1931) durch ein Buch „Die Psychologie der Massen“ – Siegmund Freud und Max Weber zählten zu seinen Bewunderern. Aber auch Hitler und Göbbels sollen sich hier ihre Blaupausen zur Manipulation der Massen verschafft haben.
Le Bon kämpft mit den Waffen der Freiheit: Aufklärung und Intellekt - gegen die Barbarei der Masse, die, einmal auf den Weg gebracht, nichts aufhalten kann. Er beklagt den „außerordentlichen geistigen Tiefstand der Massen“, ihre Triebhaftigkeit, ihren Hass, ihre Wankelmütigkeit, ihre Manipulierbarkeit.
Die Politik als Theater, als Schauspiel, als emotionale Inszenierung war Le Bon zuwider. Als radikaler Demokrat, liberaler Freigeist, als Mensch der Vernunft musste Le Bon an den Auswüchsen der Jahrhundertwende 19/20 verzweifeln: Kriege, Massenpsychosen, Aberglauben, Rassenwahn allenthalben.
Prophetisch waren seine (nun über 100 Jahre alten) Worte zu den Massenmedien: „... Welches Blatt wäre heute reich genug, seinen Schriftleitern eigne Meinungen gestatten zu können? Und welches Gewicht könnten diese Meinungen bei Lesern haben, die nur unterrichtet oder unterhalten werden wollen und hinter jeder Empfehlung Berechnung wittern?...“ – Hört man daraus nicht das „Lügenpresse“-Grölen in Dresden?
Kein Buch zur politischen Welt war jemals so zeitlos.

Die Schar der Menschenschlächter umfasste ungefähr dreihundert Mitglieder und zeigte vollkommen die Grundform einer ungleichartigen Masse. Abgesehen von einer ganz geringen Anzahl gewerbsmäßiger Bettler, bestand sie namentlich aus Händlern und Handwerkern aller Art, aus Schustern, Schlossern, Perückenmachern, Maurern, Angestellten, Dienstmännern usw. Unter dem Einfluss der empfangenen Suggestion sind sie, wie der obenerwähnte Koch, völlig überzeugt davon, eine vaterländische Pflicht zu erfüllen. Sie üben ein doppeltes Amt aus, das des Richters und das des Henkers, und halten sich in keiner Weise für Verbrecher.

Null Papier Verlag
www.null-papier.de
Altertum und Mittelalter wussten es noch : Das kontemplative Leben der Theoretiker ist praktischer als jede "vita activa", Aristoteles hielt es für göttlich. "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Kant)

Wo sich alle "engagieren" sollen, ist es Zeit, den berüchtigten "geistigen Elfenbeinturm" zu verteidigen gegen alle enragiert Engagierten. Gelassenes Degagement tut not. Wer sich aktiv und praktisch "einsetzt", für oder gegen etwas, wird kalkulierbarer. Das Volk wusste immer, dass es nichts ändern kann, und wer das Gegenteil behauptet, ist ein Dummkopf oder Demagoge. Gott will, dass wir Ihn erkennen, Seine Schöpfung anschauen und nicht umbauen. Autodidaktischer Rückzug des proletarischen Individuums in den Elfenbeinturm der Schriftkulturen wäre schon selbst die soziale Revolution, die sie angeblich nur verhindert. Der so individuell verfeinerte und unausbeutbar gewordene Prolet hätte Industriekultur wie Kulturindustrie intellektuell überwunden. Die Ökonomie wäre nicht mehr sein Schicksal. Nur Religion offenbart noch, dass die gesellschaftliche "Klassenfrage" weltweit ungelöst ist und verdrängt wird.

"Nicht sein, sondern denken, denken, denken!" (Stanislaw J. Lec)

" "Handeln" : Sein Gold in Kleingeld umwechseln." (Henri de Montherlant)

I N H A L T

Zur Literatur und Philosophie

Von Kant zu Schiller

Phänomenologische Ästhetik

Zur Metaphysik und Logik des ZEN-Buddhisten

Denker oder Moralisten ?

Philosophie und Weltgeschichte

Ideal oder nur subjektiv ?

Zurück zum Elfenbeinturm der reinen Theorie!

Platonismus der pragmati(sti)schen Neuzeit

Zahlen oder Begriffe ?

Vom Aufklärer Kant zum Idealisten Fichte

Schöpfung und Geschichte

Hochreligion und Volksreligion

Fachphilosophie und Volksreligion

Religion und Revolution

Trinitarisch und dialektisch

Von Phänomenologen zu Existenzialisten

Theodor Adorno oder Hermann Schmitz ?

Willen oder Wissen ?

Logische Analyse von Adornos Nominalismus

Etymologische Etymosophie

Erlebnisdenken oder Erkenntnisspiel ?

"Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehen, und wie dumpf und besinnungslos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken. Sie gleichen Uhrwerken, welche aufgezogen werden und gehen, ohne zu wissen, warum : und jedes Mal, dass ein Mensch gezeugt und geboren worden, ist die Uhr des Menschenlebens aufs Neue aufgezogen, um jetzt ihr schon zahllose Male abgespieltes Lehrstück zu wiederholen, Satz vor Satz und Takt vor Takt, mit unbedeutenden Variationen. – " (Arthur Schopenhauer : "Die Welt als Wille und Vorstellung", 1. Band, 4. Buch, § 58)

"In die Geschichte gehen höchstens Sätze mit sieben Wörtern ein." (Hugo Steinhaus)

"Kein guter Leser ist, wer Aphorismen nicht fortlaufend lesen kann – mit ebenso viel Aufmerksamkeit wie einen philosophischen Text und ebenso viel Vergnügen wie einen guten Roman. Erst bei solcher Lektüre gewinnt die Physiognomie des Autors Profil." (Alfred Behrmann : "Umrisse", 2010)

"Jeder Satz muss einen selbständigen Charakter haben - ein selbständiges Individuum, Hülle eines witzigen Einfalls sein." (Novalis)

"Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." "Die eigentlche Form der Universalphilosophie sind Fragmente - Aphorismen als Notizen der innern Symphilosophie." (Friedrich Schlegel)

"Begriffsspiel" : "Der Aphorismus ist nur aus seiner Stellung zwischen Poesie und Philosophie beschreibbar." (Stefan Fedler, 1992)

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