Gesellschaftliche Probleme als Anstoß und Folge von Politik: Wissenschaftlicher Kongreß der DVPW 4.–7. Oktober 1982 in der Freien Universität Berlin Tagungsbericht

Springer-Verlag
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Das Thema "Gesellschaftliche Probleme als AnstoB und Folge von Politik" war der ubergraifende Verhandlungsgegenstand des wissenschaftlichen Kongressas der Deutschan Vereinigung fur Politische Wissenschaft Yom 4. bis 7. Oktober 1982 in Berlin. Die Tagung befaBte sich also mit dem zentralen Faktum, daB gesellschaftliche Probleme zu politischer Gestaltung fuhre~ wenn und weil ein unabweislicher politischer Hand lungsbedarf besteht, und daB andererseits - Analysen der soziallibe ralen Regierungszeit mach en das besonders deutlich - gesellschaftliche Probleme als Folgen von Politik erkannt und politisch bewaltigt wer den mussen. Es versteht sich, daB eine solche generelle, theoretisch einleuchtende, aber auch nicht unkompliziert formulierte Problemstel lung dar exemplarischen Bearbeitung bedarf. Nur so sind die auf der Tagung und in diesem Band analysierten policy-Bereiche zu verstehen. Ebenso konnen und sollen die bearbeiteten Institutionen und "Steu erungsmedien" naturlich keinen Anspruch auf Vollstandigkeit erheben. Mit diesen Einschrankungen erschien es sinnvoll und notwendig, daB die Deutsche Vereinigung fur Politische Wissenschaft an gegenwartig brennenden Fragen aufzeigte, wie sie analytisch verfahrt und welche ihrer Ergebnisse und Erkenntnisse auf welche Weise die Prozesse pol i tiBcher Steuerung und Gestaltung befruchten kOnnen. Darliber Bollen die in diesem Tagungsband abgedruckten Beitrage Zeugnis geben.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Oct 5, 2013
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Pages
538
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ISBN
9783322835741
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Best For
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Language
German
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Genres
Social Science / General
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Content Protection
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Hans-Hermann Hartwich
Am 22. /23. November 1984 fand, finanziert durch die Stiflung Vol- wagenwerk, im Leibniz-Haus zu Hannover ein Wissenschaftliches Symposium "Zum Verhaltnis der Policy-Forschung/Policy-Studies zu den 'Kernbereichen' des Faches" statt. Die Idee zu einer solchen wissenschaftlichen Abklarung innerhalb der Kollegenschaft geht auf meine Kritik an den Politikfeldanalysen des Berliner Kongresses der DEUTSCHEN VEREINIGUNG FOR POLITISCHE WISSENSCHAFT im Jahre 1982 und die Replik Frieder Nascholds zurUck. Als 1983 gewahlter Vorsit zender dieser Vereinigung habe ich dann sogleich eine Initiative in Form eines Antrages an die Stiftung Volkswagenwerk ergriffen und vor allem die Fachkollegen aus der PolicY-Forschung und aus den neu gebildeten "Sektionen" der Vereinigung, die ja eine Art "BUndelung" von "Kernbereichen" der Politikwissenschaft darstellen, eingeladen. Es ging schliefilich bei dem Symposium auch urn eine Bestandsaufnahme der Disziplin nach stUrmischen Jahren des Ausbaus an den wissenschaftlichen Hochschulen der Bundesrepublik Deutsch land. 1. Das Symposium wurde durch zwei umfassend angelegte Ausarbeitun gen von Klaus von Beyme und Joachim Hesse vorbereitet. Rund die Halfte der aktiven Teilnehmer am Symposium reich ten dazu und zu den Unterpunkten des Besprechungsprogramms umfangmafiig begrenzte Statements ein. Aufierdem waren fUr die drei Untergliederungen des Programms in "Leistungen der Policy-Forschung", "Was ist tradi tionelle Politikwissenschaft?" und "Moglichkeiten und Grenzen der Verklammerung" (s. das vollstandig abgedruckte Programm im An hang dieses Bandes) Frau Adrienne Windhoff-Heritier sowie die Kolle gen Wilhelm Hennis und GUnther Schmid urn pointierende "EinfUhrun gen" in die Diskussion gebeten worden.
Hans-Hermann Hartwich
Die Technik hat mit neuen und noch nicht absehbaren Moglichkeiten Wirt schaft, Gesellschaft und Politik in der Bundesrepublik Deutschland in einem gleichermaBen umfassenden wie tiefgreifenden AusmaB erfaBt. Die Wirkungen reichen von der industriellen Produktion und den Arbeits verhaltnissen im tertiaren Sektor bis hin zu neuen Informations- und Kommunikationsmedien, die die klassichen Vorstellungen von "Offentlich keit" revolutionieren. Die Menschen sind in ihrer Arbeit davon eben so betroffen wie in ihrer Freizeit. Die neuen Technologien bedeuten zu gleich eine enorme geistige Herausforderung. Die Politik sieht sich sehr komplexen Problemlagen gegenuber, unter denen die technisch bedingte Arbeitslosigkeit gewiB einen herausragen den, jedoch keineswegs den einzigen grundlegenden Aspekt darstellt. Wenn "Telekommunikation" in immer starkerem MaBe die herkommlichen Formen der Kommunikation - auch im politischen Bereich - ersetzt, dann ist das eine bislang unbekannte Herausforderung. Dies sind nur zwei besonders markante Beispiele dafur, wie sehr sich privates und offent liches Leben gegenwartig in einer Phase von Veranderung und Umwertung befinden, deren Ergebnisse und Folgen noch weitgehend unbekannt sind. Hinzu kommt die Eigendynamik der technischen Entwicklung im nationalen und internationalen MaBstab, die den Gestaltungsraum von Politik zu tiefst tangiert. In diesem Sinne hat es die Politik wahrlich mit der "Macht der Technik" zu tun. Natiirlich besitzt die Technik als solche keine Macht. Sie wirkt immer wirtschaftlich oder gesellschaftlich vermittelt. Die Technik bzw.
Hans-Hermann Hartwich
"In den Montagsvortragen sollen allen Universitatsangehorigen, aber auch der interessierten Offentlichkeit der Stadt Halle, die Universitat Halle-Wittenberg, ihre Geschichte sowie wichtige Gelehrtenperson lichkeiten naher gebracht werden". So hatte der Rektor der Universi tat, Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg, 1994 die Publikation des ersten Bandes der Montagsvortrage eingeleitet. Auch der hiermit vorgelegte zweite Band stammt noch aus der Aufbruchstimmung des dreihundertsten Universitatsjubilaums 1994. Es war vor allem von dem Willen zur Besinnung auf Tradition einer seits, zur akademisch-wissenschaftlichen Emeuerung andererseits ge tragen (vgl. die Universitatsreden in: Universitatsjubilaum und Er neuerungsprozel5, hrsg. v. Hans-Hermann Hartwich, Opladen 1995). Dennoch weist dieser Band II liber den Anlal5 und die eingangs zitierte Zielsetzung hinaus. Die "Vortrage" sind von den damaligen Referenten zu umfassenden und aul5erst gehaltvollen Abhandlungen weiterentwickelt worden. Man kann gelegentlich ohne Dbertreibung von "gelehrten" Abhandlungen uber hallenser "Gelehrte" sprechen. Den Autoren sei Dank fUr Engagement und Sorgfalt in der Sache. Fur die Herausgabe eines Bandes liber bedeutende Gelehrte in der Geschichte einer Universitat bieten sich verschiedene Methoden an. Schon die Auswahl der Gelehrten wirft die Frage auf, wie denn "Be deutung" zu messen sei. Es werden am Ende immer unterschiedliche Ansichten bleiben. Wichtig ist es, die disziplinare Vielfalt einer "klas sischen" Universitat zu belegen. Die Entwicklung von Fachwissen schaften und ihrer akademischen Facher soll erkennbar werden. "Ent wicklung" kann hier aber nicht Chronologie und schon gar nicht Llik kenlosigkeit bedeuten. Aber auch der Begriff "exemplarisch" ware nicht angemessen.
Hans-Hermann Hartwich
"In den Montagsvortragen sollen allen Universitatsangehorigen, aber auch der interessierten Offentlichkeit der Stadt Halle, die Universitat Halle-Wittenberg, ihre Geschichte sowie wichtige Gelehrtenperson lichkeiten naher gebracht werden". So hatte der Rektor der Universi tat, Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg, 1994 die Publikation des ersten Bandes der Montagsvortrage eingeleitet. Auch der hiermit vorgelegte zweite Band stammt noch aus der Aufbruchstimmung des dreihundertsten Universitatsjubilaums 1994. Es war vor allem von dem Willen zur Besinnung auf Tradition einer seits, zur akademisch-wissenschaftlichen Emeuerung andererseits ge tragen (vgl. die Universitatsreden in: Universitatsjubilaum und Er neuerungsprozel5, hrsg. v. Hans-Hermann Hartwich, Opladen 1995). Dennoch weist dieser Band II liber den Anlal5 und die eingangs zitierte Zielsetzung hinaus. Die "Vortrage" sind von den damaligen Referenten zu umfassenden und aul5erst gehaltvollen Abhandlungen weiterentwickelt worden. Man kann gelegentlich ohne Dbertreibung von "gelehrten" Abhandlungen uber hallenser "Gelehrte" sprechen. Den Autoren sei Dank fUr Engagement und Sorgfalt in der Sache. Fur die Herausgabe eines Bandes liber bedeutende Gelehrte in der Geschichte einer Universitat bieten sich verschiedene Methoden an. Schon die Auswahl der Gelehrten wirft die Frage auf, wie denn "Be deutung" zu messen sei. Es werden am Ende immer unterschiedliche Ansichten bleiben. Wichtig ist es, die disziplinare Vielfalt einer "klas sischen" Universitat zu belegen. Die Entwicklung von Fachwissen schaften und ihrer akademischen Facher soll erkennbar werden. "Ent wicklung" kann hier aber nicht Chronologie und schon gar nicht Llik kenlosigkeit bedeuten. Aber auch der Begriff "exemplarisch" ware nicht angemessen.
Hans-Hermann Hartwich
Am 22. /23. November 1984 fand, finanziert durch die Stiflung Vol- wagenwerk, im Leibniz-Haus zu Hannover ein Wissenschaftliches Symposium "Zum Verhaltnis der Policy-Forschung/Policy-Studies zu den 'Kernbereichen' des Faches" statt. Die Idee zu einer solchen wissenschaftlichen Abklarung innerhalb der Kollegenschaft geht auf meine Kritik an den Politikfeldanalysen des Berliner Kongresses der DEUTSCHEN VEREINIGUNG FOR POLITISCHE WISSENSCHAFT im Jahre 1982 und die Replik Frieder Nascholds zurUck. Als 1983 gewahlter Vorsit zender dieser Vereinigung habe ich dann sogleich eine Initiative in Form eines Antrages an die Stiftung Volkswagenwerk ergriffen und vor allem die Fachkollegen aus der PolicY-Forschung und aus den neu gebildeten "Sektionen" der Vereinigung, die ja eine Art "BUndelung" von "Kernbereichen" der Politikwissenschaft darstellen, eingeladen. Es ging schliefilich bei dem Symposium auch urn eine Bestandsaufnahme der Disziplin nach stUrmischen Jahren des Ausbaus an den wissenschaftlichen Hochschulen der Bundesrepublik Deutsch land. 1. Das Symposium wurde durch zwei umfassend angelegte Ausarbeitun gen von Klaus von Beyme und Joachim Hesse vorbereitet. Rund die Halfte der aktiven Teilnehmer am Symposium reich ten dazu und zu den Unterpunkten des Besprechungsprogramms umfangmafiig begrenzte Statements ein. Aufierdem waren fUr die drei Untergliederungen des Programms in "Leistungen der Policy-Forschung", "Was ist tradi tionelle Politikwissenschaft?" und "Moglichkeiten und Grenzen der Verklammerung" (s. das vollstandig abgedruckte Programm im An hang dieses Bandes) Frau Adrienne Windhoff-Heritier sowie die Kolle gen Wilhelm Hennis und GUnther Schmid urn pointierende "EinfUhrun gen" in die Diskussion gebeten worden.
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