Elektrolytische Abscheidung und Elektrokristallisation von Metallen

Springer-Verlag
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Die junge Wissenschaft der elektrolytischen Abscheidung von Metal len ist ein Grenzgebiet par excellence. Nicht nur Elektrochemie, Metall kunde, Kristallphysik und Grenzflächenchemie begegnen sich hier auf Schritt und Tritt, sehr häufig gesellen sich noch chemische Kinetik, Thermodynamik, Kolloidchemie, Hydrodynamik usw. dazu. Bei einer derartigen Vielfalt des Stoffes bedeutet es immerhin ein Wagnis, dar über ein Buch schreiben zu wollen. Kein Wunder also, wenn ein grund legendes Werk über die wissenschaftliche Seite dieses Gebietes bislang fehlte. Daß gerade der Verfasser den Mut aufbrachte, einen solchen Ver such zu wagen, ist wohl kein Zufall: Als Elektrochemiker aus innerer Neigung und als Betreuer der Werkstoff-Forschung in einem großen Industrieunternehmen glaubte er für diese schwierige Aufgabe einiger maßen gerüstet zu sein. Eigene Vorlesungen dienten dabei als Grund lage. Einmal mußte ein solches Werk geschrieben werden. Es war auch keine Zeit mehr zu versäumen. Zwar konnte die Technik das Ge biet der elektrolytischen Metallniederschläge im Laufe vieler Jahre zu einer bewundernswerten Höhe entwickeln. Unstreitig hat sie dabei auch von Anbeginn Initiative und Führung in der Hand behalten. Aber eine immer nur im technischen Geleise laufende Entwicklung findet schlie߭ lich eine Grenze. Seit Jahr und Tag werden die Fortschritte spärlicher, sie bringen nichts grundsätzlich N eues mehr. Heute verlangt diese Tech nik dringend Anregungen, die ihr die Forschung zu geben hat. Noch fehlt aber unserem Gebiet das notwendige wissenschaftliche Fundament. Ein solches Fundament aufzubauen, bildet das Hauptziel des vorliegen den Werkes.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Dec 11, 2013
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Pages
721
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ISBN
9783642865497
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Best For
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Language
German
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Genres
Science / Chemistry / General
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Wenn in diesem Buch von den Mitteln der atomistischen Physik, der Quantenmechanik und der Statistik ausgiebig Gebrauch gemacht wird, behandelt es doch die alten, teilweise sogar prähistorischen Pro bleme der Metallkunde, etwa die Frage nach dem Gang der Atom volumina (Atomradien) im Periodischen System oder die nach der Ursache der zwei Modifikationen des Eisens und ihres vollkommen verschiedenen ferromagnetischen Verhaltens. Die in dieser Richtung in den letzten Jahren erreichten tiefergehenden Einblicke rechtfertigen zweifellos eine zusammenfassende Darstellung auch in deutscher Sprache. Ihre schwierigste Seite war die Auswahl des zu Bringenden aus dem ungeheuren, von der Kristallographie, Physik, Chemie und Technologie her sich allmählich zusammenfügenden Stoff, von dessen Ausmaß die bekannten Referatenorgane ein Bild geben. Sicherlich kann das Buch den verschiedenartigen Ansprüchen und Vorkenntnissen der an der Metallforschung Interessierten jeweils nur zu einem kleinen Teil genügen; das von mir in dieser Hinsicht angestrebte Gleichgewicht wird ein dialektisches bleiben müssen. In Zweifelsfällen habe ich mich auf meine Erfahrungen beim Unterricht der in Stuttgart ausgebildeten Metall physiker gestützt; insbesondere war es unumgänglich, Kenntnisse in theoretischer Physik etwa im Umfang des bekannten Lehrbuchs von Joos vorauszusetzen. Jedoch habe ich mich bemüht, die physikalische Melodie samt ihrem empirischen Kontrapunkt nicht durch eine zu dicke Instrumentierung mit Formeln zu verdecken. Mehr Wert als auf einzelne Zahlenrechnungen habe ich auf die stets von mir gepflegte chemische Denkweise gelegt, d. h. auf den systematischen Vergleich eines möglichst umfangreichen empirischen Materials.
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