Von Neukรถlln รผber Amiens in die Normandie. Sommertage, von Hitze betรคubt, klebrig und schwer. In einer halbrenovierten Villa einer franzรถsischen Kleinstadt beziehen Francesco und der Erzรคhler Quartier. Sie gehรถrt Gรฉdรฉon, der von allen guten Geistern verlassen scheint und mal Hund, mal Katze, mal Mรคrtyrer spielt. Francesco arbeitet in einer kleinen Kirche an seiner Kunstinstallation, wรคhrend der Erzรคhler sich nur mit Mรผhe auf den Beinen hรคlt. Was nur ist geschehen an jenem Tag, da er verstoรen wurde? Warum ist Chaim nach Israel zurรผckgekehrt? Und weshalb nimmt der Erzรคhler nicht ab, wenn Hatice anruft? Ihm, der sich selbst nicht vertraut, ist lรคngst alles entglitten. Das Suchen hat er aufgegeben, ans Finden glaubt er nicht. Er fรคhrt allein an die Kรผste, wirft das summende Handy ins Meer und weiร dann doch, was zu tun ist. Finn Job zieht in seinem rauschhaften Debรผtroman viele Sprachregister โ vom hohen Ton bis zum delirierenden Trash: verspielt, facettenreich und eigensinnig. Er erfindet unvergessliche Szenen und รผberzeichnet phantasie- und lustvoll seine Figuren. Ein exzessiver, ein fiebernder Liebeskummerroman.