Die Stadt ohne Juden: ein Roman von übermorgen

Library of Alexandria
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Publisher
Library of Alexandria
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Published on
Dec 31, 1924
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Pages
217
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ISBN
9781465521934
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Features
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Language
German
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Hugo Bettauer
Hugo Bettauer
In dieser Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 20er Jahre verschwinden fünf heiratswillige Frauen auf rätselhafte Weise aus ihren Pensionen und waren nie mehr gesehen. Allein ein blonder Herr scheint das Bindeglied zwischen den Fällen zu sein: Unter der Chiffre »Idylle an der Havel« hat er in einer Zeitung annonciert und so seine Opfer gefunden. Detektiv Krause wird auf den Fall angesetzt und alsbald fündig: Thomas Hartwig, ein erfolgloser Schriftsteller mit Geldsorgen, ist der tatverdächtige Blonde. Er wird als Mörder angeklagt, doch Krause, dessen Bauchgefühl vor voreiligen Schlüssen warnt, ermittelt weiter...

Hugo Bettauer, heute beinahe vergessen, war Anfang des 20. Jahrhunderts ein ebenso unbequemer wie idealistischer Schriftsteller und Journalist. Er schrieb eine Reihe von Romanen, in denen es ihm gelang, brisante gesellschaftliche Themen in Trivialliteratur zu verpacken und so ein breites Publikum zu erreichen. 1924 gründete Hugo Bettauer die Zeitschrift »Er und Sie«, in der er die sozialen Bedingungen und die Unterdrückung von Frauen anprangerte und versuchte, ein Forum für alternative Lebensformen zu schaffen. Schon nach der fünften Nummer wurde die Zeitschrift als sittengefährdend beschlagnahmt.

Hugo Bettauer wurde 1925 von einem fanatischen Nationalsozialisten ermordet.

Krause war ein unglücklicher Mensch und hatte einen Knacks weg, von dem er sich nicht erholen konnte. Er hieß in Wirklichkeit Joachim von Dengern, entstammte einer wenig begüterten, aber um so vornehmeren Familie, hatte sein Einjährigenjahr bei den Gardekürassieren abgedient, war Reserveleutnant geworden und nach Erlangung des Juristischen Doktordiploms und später des Referendarexamens in die Kanzlei eines der berühmtesten Berliner Rechtsanwälte, des Justizrates Rodenbach, eingetreten. Man war jung, hatte in Pommern einen Bruder Gutsbesitzer, der durch Heirat klotzig reich geworden war, man jeute also ein bißchen, gab für nette kleine Mädchen mehr Geld aus, als man eigentlich durfte, pumpte von Zeit zu Zeit den um zehn Jahre älteren Bruder kräftig an, kam oft etwas verkatert und zu spät in das Bureau oder zu Gericht — kurzum, man lebte so und nicht schlechter als tausend andere junge Referendare, die »von« sind, als nette, lustige Kerle gelten und gut daran tun, sich die Hörner abzustoßen, bevor es unter das Joch der Ehe und Würden geht.

ISBN 978-3-94346-617-1 (Kindle)
ISBN 978-3-94346-675-1 (Epub)
ISBN 978-3-94346-676-8 (PDF)

Null Papier Verlag
www.null-papier.de
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