Shilumbu: Was will er in Afrika

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Wieder war Jürgen Leskien in Afrika, wieder in Angola. Diesmal sieben Autostunden von der Hauptstadt Luanda entfernt im SWAPO-Camp, dem „Namibia Health and Education Center“. Dort lebt er unter vielen Frauen, der „Shilumbu“, der weißhäutige Mann. Was will er in Afrika? Der Autor berichtet in seiner aus vielfältigem Material komponierten Collage auch über die Schwierigkeit der Frauen dort, ohne Männer leben zu müssen und doch diese Sehnsucht nach Zweisamkeit zu haben. Alle versichern ihm, dass der Begriff „Shilumbu“ kein Schimpfwort sei. Aber das änderte nichts. Tauchte er in einem Winkel des Camps auf, in dem man ihn nicht kannte, erwiderten die Erwachsenen seinen Gruß, ihn neugierig anschauend, mit Zurückhaltung, aber keineswegs unfreundlich. Die Kinder indes, die kleinen vor allem, schrien es heraus, angstvoll mit schreckensweiten Augen. Noch mehr schmerzten ihn aber die Bemerkungen und die Verachtung der Halbwüchsigen. Was will er in Afrika, Shilumbu? INHALT: PROLOG DAS TRANSIT-CAMP ÜBER DONDO NACH N’DALATANDO. ODER RICHTUNG CALULO MEIN ERSTER MORGEN IM CAMP DIE LETZTEN HÜTTEN CAXICAS DAS CAMP HATTE KEINEN ZAUN FRÜHER MORGEN LIEBE RITA DIE SCHWEDEN WAREN NICHT ZU ÜBERSEHEN BOM DIA DEN SCHMERZ DER BÄUME KENNT NIEMAND MARTTI WAR ANGEKOMMEN BOTSWANA IM CAMP! WAS WILL DER SHILUMBU IN AFRIKA! SAM NAMBINGA IST EIN VERRÄTER SONNENAUFGANG EINMISCHUNG UND INTOLERANZ LIDYA WAR IN SORGE MONTAG KOMMT DER REGEN! LUNGENTUBERKULOSE SIE HABEN BAZOOKAS! TRAUMVISION, DREI NÄCHTE DANACH SANFTER ZWANG DER DÄMMERUNG DAS MEER DAS LEBEN EINES MENSCHEN IST KURZ ABSCHIEDSSTIMMUNG EPILOG ANMERKUNGEN
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About the author

Jürgen Leskien 19.10.1939 in Berlin-Friedrichshain geboren. Ausbildung und Arbeit als Motorenschlosser. Ab 1959 Offizier, Flugzeugführer/Navigator der Luftstreitkräfte der DDR. Ingenieur für zivile Flugsicherung, 1972 Entlassung aus der Armee. Ab 1972 Studium der Theaterwissenschaften an der Theaterhochschule Leipzig, Arbeiten über Heinrich von Kleist, 1977 Diplom. Dramaturg beim Fernsehen der DDR in Berlin. Seit 1978 freiberuflich tätig. 1978/79, 1981, 1982 Arbeit als Kfz-Schlosser im Rahmen der Entwicklungshilfe der DDR in Angola. 1983/84, 1988/89 Arbeit im UNHCR Flüchtlingscamp für namibische Flüchtlinge (Kwanza Sul in Angola) und im „ ANC Entwicklungs- und Ausbildungscamp Dakawa (Tansania) / Mazimbu“. Die Berührung mit AFRIKA wird prägend für die schriftstellerische und publizistische Arbeit. März 1990 bis Oktober 1990 Mitglied der Volkskammer der DDR. Mitarbeit u. a. im "Ausschuss für Entwicklungspolitik". Als Parlamentarier offizieller Namibiabesuch, Rückführung der in der DDR lebenden namibischen Flüchtlingskinder. 1991 Teilnahme an der Afrikanischen Buchmesse in Harare / Simbabwe. 1994 / 1995 Mitinitiator der Spendenaktion ”Fischkutter für Angola”, 1995 als Maschinenassistent an Bord, Überführung eines ”DDR/Treuhand-Fischkutters” von Rostock nach Luanda. Seit 1990 Arbeit in Namibia, u.a. Mitarbeit am Konversionsprojekt (ehemalige Basis der Südafrikanischen Luftwaffe, Projektleiter vor Ort) des Bremer Afrika Archivs und des Centre of Africa Studies (Universität Bremen) - "Ruacana Education with Production Centre" in Ruacana / Namibia. Seit 2005 engagiert in der AFRI-LEO Foundation Namibia/Damaraland. Bis 1992 Berlin-Prenzlauer Berg, seit 1993 Wohnsitz in Kleinbeuthen bei Berlin, wahlweise Namibia - Swakopmund, Damaraland, Farm Karos. Literaturpreise Erich Weinert Literaturpreis 1978 Literaturpreis der Stadt Berlin (DDR) 1984 FDGB-Literaturpreis 1987
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Additional Information

Publisher
EDITION digital
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Published on
Jan 25, 2014
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Pages
282
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ISBN
9783863945978
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Language
German
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Genres
Fiction / Action & Adventure
Fiction / Fairy Tales, Folk Tales, Legends & Mythology
Fiction / Family Life
Fiction / General
Fiction / Political
Fiction / War & Military
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Als „afrikanischer Stamm deutscher Zunge“ leben die Namibia-Deutschen in einem Land, das von ihren Großvätern vor mehr als hundert Jahren ungebeten betreten wurde. Ihr heutiges Leben vollzieht sich in einem kulturellem Umfeld, das von widersprüchlichen Traditionen und von der afrikanischen Variante eines Aufbruchs in die Moderne gezeichnet ist. Jürgen Leskien hat sich auf die Suche nach dem Erbe dieser vergessenen Geschichte gemacht und ist auf bewegende Geschichten von einstigen deutschen Aussiedlern in Namibia gestoßen. Als Ausgangspunkt des Erzählens wird dabei immer wieder auf die Niederschlagung des Herero-Aufstandes am Waterberg, den grausamen Feldzug der deutschen Schutztruppen gegen das Volk der Hereros im Jahre 1904, Bezug genommen. LESEPROBE: Meine Geburt ereignete sich gewissermaßen zufällig, während des Urlaubs meiner Eltern in Swakopmund. Groß geworden bin ich in Otjiwarongo. Wir wohnten zwar ein oder zwei Jahre zwischendurch in Otavi, sind aber dann hierher zurückgekehrt. Damals hatte der Ort so um die fünfzehntausend Einwohner, ich schätze dreitausend davon waren Deutsche. In Otjiwarongo bin ich auch bis zum zwölften Schuljahr zur Schule gegangen. Dann an die Uni nach Stellenbosch/Südafrika zur Lehrerausbildung. Dort habe ich erst einmal mein BSc, den Bachelor of Science, naturwissenschaftliche Richtung, gemacht. Dem folgte 1986 das Lehrerdiplom. Das waren politisch ziemlich turbulente Zeiten. Südafrikanisches Militär stand im Norden Namibias, war praktisch überall im Lande. Wir hatten auch hier in der Stadt eine große Militärbasis. Unter den Studenten an der Uni hatte ich liberale Freunde, die teilweise die SWAPO unterstützten. Ansonsten waren die Universitäten in Südafrika weiß und sehr konservativ. In Namibia gab es damals überhaupt keine Universität. In Otjiwarongo hielten sich die Leute konsequent an die Gewohnheiten der Apartheid. Sie kennen ja sicher das Hotel Hamburger Hof bei uns in Otjiwarongo. Da gab es während der Apartheid zwei Türen. Auf der einen Tür stand: nur Weiße, und auf der anderen Seite stand: nur Schwarze. Und dann ist man eben auch in zwei Bars gegangen. Die eine Bar war für schwarze Leute und die andere für weiße Leute. Auch in den Geschäften gab es einen Eingang für die schwarzen Menschen und einen Eingang für die weißen Menschen. Am Postamt das Gleiche. Verschiedene Eingänge für Schwarz und Weiß.
DREI LÄNDER. DREI FAMILIEN. EIN JAHRHUNDERT. Die große Familiensaga von Ken Follett, Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT.

1914. In Europa herrscht Frieden, doch die Weltmächte rüsten zum Krieg. Ein einziger Funke könnte dieses Pulverfass entzünden. Der Schatten des drohenden Konflikts fällt auf die Lebenswege mehrerer Familien aus verschiedenen Ländern, die sich über ein ganzes Jahrhundert immer wieder kreuzen werden.

- Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt, während die Männer ins Feld ziehen, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

- Walter von Ulrich, Spross einer Adelsfamilie, sehnt sich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der Krieg reißt die Liebenden auseinander.

- Grigori und Lew Peschkow wachsen in St. Petersburg als Waisen auf. Der rechtschaffene Grigori wird zum Revolutionär. Sein leichtfertiger Bruder gelangt in Amerika zu Reichtum. Doch dann muss Lew zur Armee, kehrt als Soldat in die Heimat zurück - und sieht sich seinem Bruder gegenüber.

Als in sich abgeschlossener historischer Roman ist STURZ DER TITANEN der spannende Auftakt von Ken Folletts Jahrhundert-Trilogie, die mit WINTER DER WELT fortgesetzt wird und mit KINDER DER FREIHEIT ihren Abschluss findet.

Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. "Bildgewaltig, dramatisch und atemberaubend spannend." Dr. Sascha Priester, P.M. History.
Ondjango. Was bedeutet eigentlich dieser Titel? Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren wieder Deutsche nach Angola gekommen, diesmal mit blauen Hemden und mit Werkzeugkästen in den Händen. Vom ersten Tag an waren sie den Angolanern companheiros. Mit der Ablösung dieser Männer kam auch Jürgen Leskien für ein Dreivierteljahr nach Angola, um dort zu leben, zu helfen und – Tagebuch zu führen. Seine Aufzeichnungen nehmen den Leser mit in die Zeit kurz nach dem Erringen der Unabhängigkeit des Landes 1975, erlauben Einblicke in die Geschichte des Landes und in das gegenwärtige Leben in Hauptstadt Luanda. Wir nehmen teil an der Fahrt durch den Regenwald, treffen ein am Stützpunkt der FDJ-Brigade in der Stadt Uige, wo sie W 50-LKWs aus der DDR reparieren und jungen Leuten aus Angola zeigen, wie das geht. Jürgen Leskien ist angekommen in Afrika. Er wird noch viel hören und sehen und noch viel aufschreiben von diesem Afrika, von diesem Angola, damals Ende der siebziger Jahre. Geschrieben hat er damals übrigens mit der Schreibmaschine ... Ondjango. Dieses Wort bezeichnet eine etwas größere runde Hütte mit kegeligem Grasdach, die gewöhnlich in der Mitte des Dorfes steht und der nach Sonnenuntergang ein Feuer brennt. Dann wird in dem Ondjango über alles geredet, was wichtig ist. Der Ondjango ist der Treffpunkt der Leute im Dorf: „Sie sitzen und reden miteinander. Der Alte auf der Matte, in der Nähe seine Kinder und Kindeskinder. Erzählen, zuhören, einander in die Gesichter schauen und darin lesen. Die Bedeutung der Pausen zwischen den Worten erspüren, der Melodie der Sprache lauschen wie einem Lied. Sich hineinsenken in die Gedankenwelt des anderen. Zueinander sprechen, einander zuhören - die ursprünglichste, wichtigste Form des Umgangs der Menschen miteinander. Für uns müssen wir sie erst wieder entdecken.“ Das angolanische Tagebuch von Jürgen Leskien ist wie ein solcher Ondjango.
Ondjango. Was bedeutet eigentlich dieser Titel? Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren wieder Deutsche nach Angola gekommen, diesmal mit blauen Hemden und mit Werkzeugkästen in den Händen. Vom ersten Tag an waren sie den Angolanern companheiros. Mit der Ablösung dieser Männer kam auch Jürgen Leskien für ein Dreivierteljahr nach Angola, um dort zu leben, zu helfen und – Tagebuch zu führen. Seine Aufzeichnungen nehmen den Leser mit in die Zeit kurz nach dem Erringen der Unabhängigkeit des Landes 1975, erlauben Einblicke in die Geschichte des Landes und in das gegenwärtige Leben in Hauptstadt Luanda. Wir nehmen teil an der Fahrt durch den Regenwald, treffen ein am Stützpunkt der FDJ-Brigade in der Stadt Uige, wo sie W 50-LKWs aus der DDR reparieren und jungen Leuten aus Angola zeigen, wie das geht. Jürgen Leskien ist angekommen in Afrika. Er wird noch viel hören und sehen und noch viel aufschreiben von diesem Afrika, von diesem Angola, damals Ende der siebziger Jahre. Geschrieben hat er damals übrigens mit der Schreibmaschine ... Ondjango. Dieses Wort bezeichnet eine etwas größere runde Hütte mit kegeligem Grasdach, die gewöhnlich in der Mitte des Dorfes steht und der nach Sonnenuntergang ein Feuer brennt. Dann wird in dem Ondjango über alles geredet, was wichtig ist. Der Ondjango ist der Treffpunkt der Leute im Dorf: „Sie sitzen und reden miteinander. Der Alte auf der Matte, in der Nähe seine Kinder und Kindeskinder. Erzählen, zuhören, einander in die Gesichter schauen und darin lesen. Die Bedeutung der Pausen zwischen den Worten erspüren, der Melodie der Sprache lauschen wie einem Lied. Sich hineinsenken in die Gedankenwelt des anderen. Zueinander sprechen, einander zuhören - die ursprünglichste, wichtigste Form des Umgangs der Menschen miteinander. Für uns müssen wir sie erst wieder entdecken.“ Das angolanische Tagebuch von Jürgen Leskien ist wie ein solcher Ondjango.
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