Einführung Pädagogik: Begriffe - Strömungen - Klassiker - Fachrichtungen, Ausgabe 2

Springer-Verlag
Free sample

Absicht dieses Lehrbuches ist es, in zentrale Inhalte und Themen der Pädagogik in konzentrierter Form einzuführen. Es ist sowohl als ein Überblick bzw. eine Orientierung in das Fach als auch im Sinne eines Repetitoriums zur Prüfun- vorbereitung zu nutzen. Das Buch ist als ein Grundkurs zu verstehen, der eine Art Basiswissen für Studierende anbietet, bevor eine Spezialisierung beginnt. Hauptzielgruppe sind Lehramtsstudierende und Studierende des Haupt- und Nebenfachs Pädagogik. Die Auswahl der Inhalte und Themen des Lehrbuches beruhen auf den langj- rigen Lehr- und Prüfungserfahrungen der Autoren, auf deren Basis eine prak- sche Examenshilfe gegeben wird. Allerdings ist auf zwei Punkte hinzuweisen. Zum einen sind die Überblickstexte selbstverständlich an die persönliche Sicht der Autoren, ihre Konstruktionen von Bedeutungen und wissenschaftlichen Positionen gebunden. Aus diesem Grund und der komprimierten Form der A- führungen wird die Lektüre der angegebenen Einführungsliteratur zum Weit- lesen als Empfehlung nahe gelegt. Zum anderen erfordert eine Einführung in Pädagogik Selektionen. Man steht vor der Wahl, entweder in einem groben Überblick alles zu erwähnen, was relevant erscheint. Oder man konzentriert sich auf Themenbereiche, die – trotz des dann immer noch notwendigen Charakters eines Überblicks – etwas genauer dar- stellt werden können. Da eine Einführung nie erschöpfend sein kann, haben wir uns für die zweite Variante entschieden. Themen, die ohne Zweifel auch bede- sam wären, die aber eine eigenständige, nähere Erörterung verlangten wie etwa Methoden der Erziehungswissenschaft oder das deutsche Bildungssystem w- den nicht behandelt.
Read more

About the author

Dr. Jürgen Raithel war Mitarbeiter und Dozent am Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
PD Dr. Bernd Dollinger ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Sozialpädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Dr. mult. Georg Hörmann ist Professor am Lehrstuhl für Pädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Read more
Loading...

Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
Read more
Published on
Oct 28, 2007
Read more
Pages
356
Read more
ISBN
9783531905914
Read more
Read more
Best For
Read more
Language
German
Read more
Genres
Education / General
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
zu einer eigentümlichen Spezies Bernd Dollinger 1 Einleitung Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, was „Klassiker“ sind und wie sie ihren Status zugesprochen bekommen. Als Überblick über die pädagogische Klassikerdiskussion seien im Folgenden drei idealtypische Deutungen unt- schieden, die Auskunft über die Wesensart dieser Spezies versprechen: Erstens die These der besonderen, zeitlosen Qualität, zweitens Annäherungen über Kri- rienkataloge und drittens die These der Qualifizierung. Zugrunde gelegt wird dabei eine Art gedanklichen Kontinuums. Auf der einen Seite dieses Kontinuums steht gemäß einer traditionellen Sichtweise der Klassiker dekontextualisiert für sich. Er ist ein Klassiker auf der Grundlage des klassischen Werkes, das er - schaffen hat und das Werke anderer Autoren überstrahlt. Am anderen Ende steht der Klassiker als Konstrukt, das von einer Rezeptionsgemeinde etabliert und am Leben erhalten wird. Der Klassiker ist vollständig kontextualisiert; als isoliertes Wesen, ohne Menschen, die an ihn „glauben“, würde er nicht existieren. Z- schen diesen Extrempolen bewegen sich derzeit die „Klassiker der Pädagogik“. a) Der zeitlose Klassiker Zunächst zur ersten These, die einen zeitlosen, durch herausragende Qualität ausgezeichneten Klassiker unterstellt. Er wird in Anspruch genommen, um- historisch gültige Antworten auf immer wieder aufkommende Fragen oder um zumindest überdauernde Perspektiven zu erfahren, an denen sich der Einsteiger in ein Fachgebiet schulen und der Experte sich seines Wissens versichern kann. Wer sich mit dem Klassiker auseinandersetzt steht, um ein von Robert K. Merton (1980) popularisiertes Bild zu verwenden, „auf den Schultern von Riesen“ und kann nur wegen ihrer Größe weiter sehen als sie selbst.
Als Vor-Einleitungen können Vorworte den Sinn haben, eine erste Klärung d- sen zu vermitteln, was im Folgenden zu erwarten ist. Dem soll hier entsprochen werden. Es geht weder um eine allgemeine Geschichte der Pädagogik noch um eine Geschichte der Sozialpädagogik, wie sie als Ausschnittspädagogik heute meist verstanden wird. Beabsichtigt ist etwas anderes: Die Freilegung einer W- sensschicht in der Pädagogik, der bislang nicht die ihr gebührende Aufmerks- keit zuteil wurde: das „Soziale“ der Pädagogik. Weder Erziehung noch die pä- gogische Reflexion über sie erfolgen in einem außer-sozialen Bereich, sondern sie sind immer gesellschaftlich fundiert und begründet. Obwohl dies prinzipiell zutrifft, setzte in der Geschichte der Pädagogik erst zu einer spezifischen Zeit ein Punkt ein, an dem sich dieses Bewusstsein kristallisierte, indem man sich - wusst wurde, eine soziale Pädagogik zu vertreten, die auch als „Sozialpäda- gik“ formuliert wurde. Dies war eng verbunden mit dem Anspruch, soziale Pr- leme zu lösen, wie „Sozialität“ in erster Linie als Krisenthema existierte. Die „soziale Frage“ bezeugt dies in besonderem Maße, ohne dass die nachstehenden Ausführungen nur auf sie bezogen wären. Sie bildet lediglich einen Ankerpunkt der Verdeutlichung, um zu zeigen, wie eine soziale Pädagogik in einem vora- setzungsvollen Prozess „erfunden“ werden konnte, und wie in Auseinanders- zungen um sie verschiedene Sozialpädagogiken entwickelt wurden. Diesen Weg und seine zentralen Gabelungen nachzuzeichnen, ist das Ziel dieser Studie. Ohne Unterstützung hätte die Rekonstruktion dieses Weges nicht gelingen können.
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.