Aktuelle Public Diplomacy Strategien der VR China in Afrika - Alte Propaganda im neuen Gewand?

GRIN Verlag
Free sample

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,3, Universität Hamburg (Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschft), Veranstaltung: Politik und Kommunikation, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] In dieser Arbeit geht es um aktuelle Public Diplomacy Strategien Chinas auf dem afrikanischen Kontinent. Über sino-afrikanische Wirtschaftsbeziehungen gibt es eine ganze Reihe an Literatur. Die Vermittlung der chinesischen Diplomatie und deren Strategien wurden bisher weniger beleuchtet. Unter Public Diplomacy versteht Joseph Nye: „(...) diplomacy aimed at public opinion (Nye 2004: X).“ Schwerpunkt meiner Arbeit sollen die Instrumente sein, die China verwendet, um ihre soft power auf dem afrikanischen Kontinent zu steigern. Unter soft power versteht Nye „(...)getting others to want the outcomes you want – co-opts people rather than coerces them (Nye 2004: 5).” Soft Power ist nach gerade nach dem 11. September 2001 ein viel rezipiertes Konzept (s. Kapitel II). Die Frage ist wie das immer noch autoritär geführte China von soft power Gebrauch macht. Hierfür liefere ich erste Antworten Kapitel III Chinas Strategie der Nichteinmischung – Beijing Consensus. Die Frage ist an dieser Stelle auch, inwieweit China heute Propaganda als Mittel auf dem afrikanischen Kontinent anwendet. Um dieser Frage nachzugehen werde ich in Kapitel IV die heutigen Public Diplomacy Strategien Chinas in Afrika untersuchen. China ist aufgrund seiner politischen Situation für die Untersuchung der Public Diplomacy Strategien besonders interessant. Zunächst werde ich in ‚Oil Diplomacy‘ untersuchen, wie China wirtschaftliche Anreize für ihre diplomatischen Zwecke benutzt. Im Anschluss werde ich zeigen, welche außenkulturpolitischen Maßnahmen China in Afrika anwendet. Zuletzt stelle ich Chinas ‚Health Diplomacy‘ in Afrika vor, die dort bereits eine sehr lange Tradtion hat. Bei allen Strategien werde ich der Frage nachgehen, inwieweit sich China von seiner selbst auferlegten Doktrin der Nichteinmischung leiten lässt.
Read more
Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
Oct 5, 2011
Read more
Pages
16
Read more
ISBN
9783656021476
Read more
Language
German
Read more
Genres
Language Arts & Disciplines / Communication Studies
Social Science / Media Studies
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Read Aloud
Available on Android devices
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Hamburg (Institut für Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Politische Anthropologie, Sprache: Deutsch, Abstract: „Economists are good at many things, but arguing for a particular conception of the ultimate ends of human life does not seem to be among them (Nussbaum 2000: 107).” Martha Nussbaum argumentiert gegen die ökonomische Position, ein gutes menschliches Leben ausschließlich an monetären Faktoren messen zu können (Vgl. Nussbaum und Sen 1993: 1). Stattdessen sucht sie nach einer Bestimmung eines guten und lebenswerten menschlichen Lebens abseits der ökonomischen Theorien und legt eine Antwort in Form des aristotelischen Sozialdemokratismus (ASD) vor. In dieser Arbeit geht es um die Frage, inwieweit Martha Nussbaums ASD eine valide Interpretation Aristoteles‘ Vorstellung einer idealen Polis entspricht. Meine Arbeit wird sich vor allem auf Nussbaums Wirken in den 1990er Jahren und den beginnenden 2000er Jahren fokussieren, da sie diese Phase im Besonderen der Erforschung des guten Lebens widmete. Die Untersuchung auf weitere Episoden Nussbaums Schaffen auszudehnen, hieße, zahlreiche Wandlungen in ihrem Denken nachzuzeichnen. Meine bewusst vorgenommene Reduktion erlaubt es mir, Nussbaums Position aus dieser Episode in aller Deutlichkeit anderen Autoren gegenüberzustellen . Mit der Namensgebung ASD wird deutlich, dass Nussbaum ein Programm verfolgt, das sich an dem Denken Aristoteles‘ orientiert. Aufgrund der enormen Wirkmächtigkeit von Aristoteles Schriften, ist es kaum verwunderlich, dass Nussbaums Aristotelesinterpretation viele Kritiker findet (Vgl. u.a. Sturma 2000: 257). Manuel Knoll -der sich ihnen einreiht- stellt eine kritische Frage, der ich im Laufe dieser Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven nachgehen möchte: „Ist Nussbaums Auffassung wirklich zutreffend, daß Aristoteles als Vordenker eines sozialdemokratischen Politikverständnisses begriffen werden muss (Knoll 2009: 15)?“ Um diese Frage beantworten zu können, werde ich die Frage klären, ob Aristoteles‘ Denken überhaupt demokratisch zu nennen ist. Erst wenn diese Klärung vorgenommen ist, ließe sich die berechtigte Frage stellen, ob Aristoteles als Sozialdemokrat zu bezeichnen ist und ob sich Martha Nussbaum wissenschaftlich haltbar Aristoteles‘ Denken bedient hat. Nach Veröffentlichung ihres ASD in „Gerechtigkeit oder das gute Leben“ im Jahr 1999 haben sich Anfang des neuen Jahrtausends besonders in der angloamerikanischen wissenschaftlichen Debatte zahlreiche Kritiker gefragt, ob Nussbaum in treffender Weise auf Aristoteles Bezug nimmt (Vgl. Arneson 2000; Mulgan 2000; Antony 2000). [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, Universität Hamburg (Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Politikwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Einführend widme ich ein Kapitel dem Forschungs- und Theorieansatz des Postkolonialismus. Hier stelle ich heraus, welche Argumente besonderen Wert für meine spätere Untersuchung haben. In „3 Staat und Staatszerfall“ erörtere ich den Begriff failed state, um die zentrale Begrifflichkeit meiner Arbeit zu konturieren. Hierzu lege ich zunächst zur Erfassung den Begriff „Staat“ aus sozialwissenschaftlicher Perspektive dar; dabei beziehe ich mich auf die Ideen Max Webers. Eine Definition des Staatsbegriffs ist aus meiner Sicht essentiell, um zu klären in welcher Theorietradition die Idee des failed state steht. Zur Verdeutlichung ziehe ich einige Forschungsarbeiten heran, die mangelnde Staatlichkeit untersuchen. „4 Konzepte abseits des failed state“ schließt sich mit der Diskussion möglicher Organisationsformen außerhalb staatlicher Gebilde an. Da der Hauptgegenstand die Diskussion um den failed state ist, verweise ich an dieser Stelle auf wenige Daten zur geschichtlichen und politischen Situation Somalias. Seit 1960 ist Somalia von italienischer und britischer Herrschaft unabhängig und wurde von Anfang der siebziger Jahre bis 1991 vom Diktator Siad Barre 20 Jahre lang beherrscht. Seit dieser Zeit strebt die nördliche Provinz Somaliland nach ihrer Unabhängigkeit, 1998 folgte die Region Puntland. Beiden Provinzen wird allerdings bisher die Autonomie seitens der internationalen Gemeinschaft verweigert. Aktuell herrscht in der Hauptstadt Mogadischu ein Machtkampf zwischen der Übergangsregierung Sheik Sharif Ahmed, gestützt durch Truppen der AMISOM-Mission der Afrikanischen Union (AU), und Al-Shaabab Milizen, die für die Errichtung eines islamischen Staates kämpfen (vgl. AKUF 2010). Seit Anfang der neunziger Jahre gab es verschiedene aus UN-Resolutionen hervorgegangene Missionen seitens der Europäischen Union, der AU und der USA2. Unter anderem firmierten UNOSOM I und II im Namen der Vereinten Nationen, um für eine Waffenruhe zu sorgen und um humanitäre Hilfe zu koordinieren. Im Rahmen von UNOSOM II wurden von Juni bis Oktober 1993 militärische Mittel zur Bekämpfung der Somalia National Alliance angewandt. Verlustreiche Kämpfe vor allen Dingen seitens der USA, führten 1995 zur Beendigung des Mandats. Eine Staatlichkeit nach europäischem Vorbild konnte mittels der verschiedenen Missionen bis heute nicht implementiert werden (vgl. AKUF 2010).
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Note: 1,7, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Medien-und Kulturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Seminararbeit Imagebildung in der Werbung am Beispiel von EDEKA sollen mehrere Faktoren erörtert werden; der erste Faktor wäre, die Wirkungsweise des Images und damit den Markenerfolg zu bestimmen. Es geht hierbei um Stereotypisierung und die Frage, mit welcher Strategie dem Kunden das Produkt attraktiv gemacht werden kann. Dazu gibt es eine Reihe von Faktoren, wie z.B. die Imagebildung einer Unternehmenskette und die Rückschlüsse auf die Erfolgsgeschichte, die daraus resultiert. Hierzu soll zuerst der Begriff des Images und der Vorurteile erläutert werden, der hinüber geht in die ausführliche Beschreibung des Begriffes der Stereotypisierung bis hin zu Differenzierung und Mediennutzung. Um einen Einblick in die Struktur der Unternehmenskette „EDEKA“ zu bekommen, wird zusammengefasst die Geschichte über die Entstehung und Marktpositionierung des Unternehmens erläutert. An den darauf folgenden verschiedenen Videoclips der Werbung werden die o.g. theoretischen Ansätze an visuellen Beispielen analysiert. Es geht um die Frage nach der Möglichkeit des Zustandekommens eines Markenimages und Differenzierungskriterien. Hier ist jedoch auch die Zielgruppe interessant, da diese auf das Image ansprechen sollen und somit in die Strategie und den Wirkungsprozess mit einbezogen sind.
Seminar paper from the year 2011 in the subject Politics - International Politics - Region: Africa, grade: 1,7, University of Hamburg (Politikwissenschaft), course: Krieg, Friedensbildung und Staatlichkeit in Afrika, language: English, abstract: [...] To contextualize the situation after the power-sharing agreement one needs to bear in mind the Zimbabwean political genesis of the past decades. Until the end of the 1990s Zimbabwe was considered as “the breadbasket of southern Africa” (Tarisayi 2009: 11). Zimbabwe was one of Africa’s role models in terms of educational system, a free press, independent judiciary and consolidated economy by then long time governed by Robert Mugabe. The Zimbabwean dilemma started when the military intervened in a costly conflict in the DR Congo in 1998 and started to ruin its own economy. Two years later Mugabe encouraged occupations of white commercial farms. By intentionally weakening one of the most vibrant economic sectors Zimbabwe soon faced high inflation rates, food shortages and growing unemployment. By 2008, the year of elections Zimbabwe according to IMF formed the fastest shrinking economy in the world with four million people in desperate need of food (Tarisayi 2009: 11- 13). After the formation of a power-sharing arrangement in 2008 the crucial question was if such a construction would work for Zimbabwe. In addition to the enormous challenges within the country there are many reservations concerning power-sharing arrangements in general as the concept already failed in many African countries before (Roeder and Rothchild 2005: 41). There were many actors involved such as SADC, AU and South Africa who were playing a vital role in negotiating the Global Political Agreement (GPA) which makes it necessary to have a closer look on their role in this process (EISA 2008: 78). In my paper I start with a chapter on theory: “Power-sharing democracy by Arend Lijphart and his critics”. Then I will continue with a chapter regarding the 2008 polls and the points agreed for in the GPA leading to a chapter 4 where I combine theory and practice of cosociationalism in Zimbabwe. My research question “Power-sharing as an “Impediment” for Transition or the Road to Democracy?” refers to the concepts of democracy and transition. By democracy I use the short definition formulated by Abraham Lincoln: “government of the people, by the people and for the people” (Schultze 2009: 137). Transition means the change of system from totalitarian to democratic regimes (Nohlen 2009: 1108). I use these terms introductory to lead the reader to the possible improvements associated with power-sharing governments.
Essay from the year 2011 in the subject Politics - International Politics - Topic: European Union, grade: 1,3, University of Hamburg, language: English, abstract: European nation states are being incorporated in many different formations on the international and supranational level such as the European Union or the World Trade Organization. The ongoing process of integration challenges the ‘old’ image of the sovereign Westphalian state. Looking at the concept of the European nation state in the light of European Integration today, it is hard to approach changes by means of commonly used approaches. It often seems like “we analyse the future by the standards of the past” still applying customary concepts to the latest developments in IR (Anderson 2003: IX). Introducing constructivist approaches to European Integration Theory (EIT) allows scholars to “take a step back” and to look at the categories used to describe Integration themselves – in other words the construction of the categories of European Integration (ibid.). Discourse approaches can be understood as both a methodology and theory. While discourse analysis as a method is used to complement a wide range of theories in EIT already, discourse theory - after his founding father Michel Foucault - is interested in deconstructing the hegemonic discourse in any given society (Mole 2007: 19)1. I will use the term discourse in the following as a “system that regulates the formation of statements” (Wæver 2009: 164)2. It is thereby important that theorists applying discourse analysis are not interested in the meaning of “things” for themselves but how these “things” become meaningful in discourse (ibid.). In the next chapter I start by explicating the historical roots of discourse analysis and give a broader outline of its contents. The categories used to construct “Europe” are numerous and differ completely as I will show. Wæver therefore subsumes that „there is not one Europe but many“ (Wæver 2009: 168). In this respect I will critically assess two different discursive approaches in this paper3. I will focus on the approach “Foreign policy Explained from concepts of State, Nation and Europe” advocated by Wæver et al. and give a more detailed account of the example of “three competing ‘Europes’” (Wæver 1990). Hereby I will argue that discursive approaches fill gaps that conventional approaches fail to take account of which I will specify in the passage dealing with “approaches in European Discourse Theory”.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, Universität Hamburg (Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Politikwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Einführend widme ich ein Kapitel dem Forschungs- und Theorieansatz des Postkolonialismus. Hier stelle ich heraus, welche Argumente besonderen Wert für meine spätere Untersuchung haben. In „3 Staat und Staatszerfall“ erörtere ich den Begriff failed state, um die zentrale Begrifflichkeit meiner Arbeit zu konturieren. Hierzu lege ich zunächst zur Erfassung den Begriff „Staat“ aus sozialwissenschaftlicher Perspektive dar; dabei beziehe ich mich auf die Ideen Max Webers. Eine Definition des Staatsbegriffs ist aus meiner Sicht essentiell, um zu klären in welcher Theorietradition die Idee des failed state steht. Zur Verdeutlichung ziehe ich einige Forschungsarbeiten heran, die mangelnde Staatlichkeit untersuchen. „4 Konzepte abseits des failed state“ schließt sich mit der Diskussion möglicher Organisationsformen außerhalb staatlicher Gebilde an. Da der Hauptgegenstand die Diskussion um den failed state ist, verweise ich an dieser Stelle auf wenige Daten zur geschichtlichen und politischen Situation Somalias. Seit 1960 ist Somalia von italienischer und britischer Herrschaft unabhängig und wurde von Anfang der siebziger Jahre bis 1991 vom Diktator Siad Barre 20 Jahre lang beherrscht. Seit dieser Zeit strebt die nördliche Provinz Somaliland nach ihrer Unabhängigkeit, 1998 folgte die Region Puntland. Beiden Provinzen wird allerdings bisher die Autonomie seitens der internationalen Gemeinschaft verweigert. Aktuell herrscht in der Hauptstadt Mogadischu ein Machtkampf zwischen der Übergangsregierung Sheik Sharif Ahmed, gestützt durch Truppen der AMISOM-Mission der Afrikanischen Union (AU), und Al-Shaabab Milizen, die für die Errichtung eines islamischen Staates kämpfen (vgl. AKUF 2010). Seit Anfang der neunziger Jahre gab es verschiedene aus UN-Resolutionen hervorgegangene Missionen seitens der Europäischen Union, der AU und der USA2. Unter anderem firmierten UNOSOM I und II im Namen der Vereinten Nationen, um für eine Waffenruhe zu sorgen und um humanitäre Hilfe zu koordinieren. Im Rahmen von UNOSOM II wurden von Juni bis Oktober 1993 militärische Mittel zur Bekämpfung der Somalia National Alliance angewandt. Verlustreiche Kämpfe vor allen Dingen seitens der USA, führten 1995 zur Beendigung des Mandats. Eine Staatlichkeit nach europäischem Vorbild konnte mittels der verschiedenen Missionen bis heute nicht implementiert werden (vgl. AKUF 2010).
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Hamburg (Institut für Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Politische Anthropologie, Sprache: Deutsch, Abstract: „Economists are good at many things, but arguing for a particular conception of the ultimate ends of human life does not seem to be among them (Nussbaum 2000: 107).” Martha Nussbaum argumentiert gegen die ökonomische Position, ein gutes menschliches Leben ausschließlich an monetären Faktoren messen zu können (Vgl. Nussbaum und Sen 1993: 1). Stattdessen sucht sie nach einer Bestimmung eines guten und lebenswerten menschlichen Lebens abseits der ökonomischen Theorien und legt eine Antwort in Form des aristotelischen Sozialdemokratismus (ASD) vor. In dieser Arbeit geht es um die Frage, inwieweit Martha Nussbaums ASD eine valide Interpretation Aristoteles‘ Vorstellung einer idealen Polis entspricht. Meine Arbeit wird sich vor allem auf Nussbaums Wirken in den 1990er Jahren und den beginnenden 2000er Jahren fokussieren, da sie diese Phase im Besonderen der Erforschung des guten Lebens widmete. Die Untersuchung auf weitere Episoden Nussbaums Schaffen auszudehnen, hieße, zahlreiche Wandlungen in ihrem Denken nachzuzeichnen. Meine bewusst vorgenommene Reduktion erlaubt es mir, Nussbaums Position aus dieser Episode in aller Deutlichkeit anderen Autoren gegenüberzustellen . Mit der Namensgebung ASD wird deutlich, dass Nussbaum ein Programm verfolgt, das sich an dem Denken Aristoteles‘ orientiert. Aufgrund der enormen Wirkmächtigkeit von Aristoteles Schriften, ist es kaum verwunderlich, dass Nussbaums Aristotelesinterpretation viele Kritiker findet (Vgl. u.a. Sturma 2000: 257). Manuel Knoll -der sich ihnen einreiht- stellt eine kritische Frage, der ich im Laufe dieser Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven nachgehen möchte: „Ist Nussbaums Auffassung wirklich zutreffend, daß Aristoteles als Vordenker eines sozialdemokratischen Politikverständnisses begriffen werden muss (Knoll 2009: 15)?“ Um diese Frage beantworten zu können, werde ich die Frage klären, ob Aristoteles‘ Denken überhaupt demokratisch zu nennen ist. Erst wenn diese Klärung vorgenommen ist, ließe sich die berechtigte Frage stellen, ob Aristoteles als Sozialdemokrat zu bezeichnen ist und ob sich Martha Nussbaum wissenschaftlich haltbar Aristoteles‘ Denken bedient hat. Nach Veröffentlichung ihres ASD in „Gerechtigkeit oder das gute Leben“ im Jahr 1999 haben sich Anfang des neuen Jahrtausends besonders in der angloamerikanischen wissenschaftlichen Debatte zahlreiche Kritiker gefragt, ob Nussbaum in treffender Weise auf Aristoteles Bezug nimmt (Vgl. Arneson 2000; Mulgan 2000; Antony 2000). [...]
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.