Biomasseanbau und Naturschutz: Reformvorschl„ge fr einen zunehmend ”kologisch, gesellschafts- und klimapolitisch fragwrdigen Anbau von Biomasse

Diplomica Verlag
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Die Klimaerw rmung ist in aller Munde. Als L sungsansatz wird u.a. die Bioenergie angeboten und tats chlich boomen Biogasanlagen und Biosprit auch gewaltig. Die bisher vorherrschende euphorische Sichtweise auf die Bioenergie wird dabei ei-ner kritischen Evaluierung unterzogen. Nicht nur die negative Klimabilanz von Biosprit, sondern auch die mit der Bioenergie verbundenen Risiken f r Natur und Umwelt spielen dabei eine Rolle. Nachfolgend wird die mit dem Biomasseanbaus zusammenh ngende Fl chenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und zum Naturschutz st rker ins Blickfeld ger ckt. Diese Konkurrenz f hrt in L ndern des S dens bereits zu Hungerrevolten. Den Fokus dieses Buches bilden jedoch die bestehenden Konflikte mit den Zielen des Naturschutzes. Ankn pfend wird eine Strategie entwickelt, den Ausbau der Biomasseproduktion in einem kologischen Sinne zu optimieren. Daf r m ssen Nachhaltigkeitskriterien entwickelt werden. Die Studie zeigt die g ngigsten Vorschl ge zur Erreichung von Nachhaltigkeit auf. Im Anschluss werden M glichkeiten erl utert, naturschutzfachliche Ziele durch Steuerung des Biomasseanbaus mit existierenden legislativen und exekutiven Mitteln zu erreichen. Als Res mee werden schlie lich Reformvorschl ge f r die Rechtsetzung und das konkrete Verwaltungshandeln unterbreitet, die M glichkeiten f r die Rettung des Klimas mit dem Biomasseanbau auch ohne Kolalateralsch den an der Natur aufzeigen.
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About the author

Jens Lüdeke, - Dipl.-Ing. Landschaftsplanung (Studium TU-Berlin und UPC Barcelona) - Aufbaustudium Anlagenplaner Erneuerbare Energien (Uni Kassel) - Referendariat beim Umweltministerium NRW (Assessor Landespflege) - seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesamt für Naturschutz (FG Erneuerbare Energien)
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Additional Information

Publisher
Diplomica Verlag
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Published on
Dec 31, 2009
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Pages
184
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ISBN
9783836666138
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Best For
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Language
German
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Genres
Technology & Engineering / General
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Neben Qualit t und Quantit t der Gewinnung von Materialien oder Energie ist die Fl che der wichtigste Wirtschaftsfaktor bei nachwachsenden Rohstoffen. In der Vergangenheit wurde die Nachhaltigkeit von nachwachsenden Rohstoffen insbesondere in Bezug auf die Umweltwirkungen des Anbaus hin untersucht. Ein Projekt am Wuppertal-Institut f r Klima, Umwelt und Energie, in welchem die vorliegende Studie eingebunden war, hat mit gro em Aufwand zum ersten Mal die globalen Fl chenaufwendungen Deutschlands untersucht, welche auftreten, wenn die quantitativen Nutzungsziele nachwachsender Rohstoffe bis 2030 realisiert w rden. Das Ergebnis dabei ist eine erschreckende Fl chenverknappung. Ziel der hiesigen Studie war es nun zu analysieren, inwiefern als notwendig erachtete alternative Fl chenpotenziale freigesetzt werden k nnen, wenn weniger tierisch basierte Nahrungsmittel in der BRD produziert bzw. konsumiert w rden. Die globalen Fl chenfreisetzungen in der Landwirtschaft erg ben sich hierbei aus dem geringeren Bedarf an Tierfutter. Der gr te Teil des Tierfutterbedarfs der BRD wird durch Selbsterzeugung in Deutschland gedeckt, wobei der Gro teil der verf gbaren landwirtschaftlichen Fl chen hierf r genutzt wird. In zwei Kapiteln der Studie wird einerseits das Thema der Fl chenverf gbarkeit er rtert, andererseits wird ausf hrlich die in Nutzungspfade, Ziele und Umweltwirkungen von nachwachsenden Rohstoffen eingef hrt. In dem analytischen Teil der Studie wird zum einen produktionsseitig die Herstellung von Futtermittel in Deutschland bis 2030 untersucht. Auf der Konsumseite wird der unter bestimmten Annahmen prognostizierte Verbrauch tierisch basierter Nahrungsmittel f r eben diesen Zeitraum berechnet. F r beide Seiten wird die jeweilige globale Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Fl chen bzw. das eventuelle Freisetzungspotenzial aus den projizierten Entwicklungen ermittelt. Abschlie end folgen eine Bewertung der Ergebnisse im Rahmen der Fragestellungen zu den Fl chenpotenzialen s
Die Nachhaltigkeit, propagiert als Modell einer ganzheitlichen Perspektive, wird als Ansatz dargestellt, der konomische, kologische und soziale Faktoren in seine Betrachtungsweise mit einbezieht. Hervorzuheben ist, dass sich die einzelnen, gleichrangigen Elemente nicht unabh ngig voneinander realisieren lassen und nur ber die Schnittmenge dieser so genannten "Drei S ulen der Nachhaltigkeit" die Zielvorstellungen umgesetzt werden k nnen. Ziel dieser Studie war es, den erneuerbaren Energietr ger Biodiesel darauf hin zu untersuchen, ob und auf welche Art und Weise er die Forderung nach einer vernetzten Umsetzung der drei Dimensionen erf llt. Aus den relativ abstrakten Leitbildern nachhaltiger Entwicklung mussten daher differenzierte Qualit ts- und Handlungsziele abgeleitet werden. Dies geschah unter Zuhilfenahme des Strategiepapiers der Bundesregierung "Perspektiven f r Deutschland; Unsere Strategie f r eine nachhaltige Entwicklung" aus dem Jahr 2001/2002 und daraus ausgew hlter Schl sselindikatoren, wie bspw. die Treibhausgase zu reduzieren, das Besch ftigungsniveau zu steigern und die Importsubstitution von Dieselkraftstoffen. Zun chst wurden im Rahmen der Studie die politischen Vorbedingungen aufgezeigt, unter denen sich erst der Anbau von Non - Food Raps zur Biodieselproduktion entwickeln konnten. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europ ischen Union, die immer lauter werdenden Forderungen nach einem verst rkten Umwelt- und Klimaschutz und die Preisentwicklung der Ressource l und damit einhergehend von fossilem Diesel waren hier die ausschlaggebenden Faktoren. Im folgenden wurde die gesamte Wertsch pfungskette von Biodiesel untersucht. In der konomischen Bewertung wurden unter anderem Herstellkosten, Importsubstitution und Steuermindereinnahmen aufgrund von Subventionspolitik untersucht. In der kologischen Analyse wurden Energiebilanzen und Schadstoffemissionen verglichen. Abschlie end wurde in der gesellschaftlichen Bewertung Besch ftigungseffekte durch Biodies
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