Exzerpte aus den Tagebüchern Franz Kafkas und André Gides im Vergleich

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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: befried., Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Komparatistik), Veranstaltung: Proseminar: Europäische Tagebücher, Sprache: Deutsch, Abstract: I) Einleitung Im Folgenden möchte ich zweierlei Texte untersuchen, die aus den Tagebüchern der modernen Autoren, dem Prager Franz Kafka einerseits und dem Pariser André Gide andererseits, entnommen sind. Die Exzerpte aus Franz Kafkas Tagebüchern handeln zunächst von Eintragungen aus den Jahren 1910 bis 1912 und des weiteren aus den Jahren 1921 bis 1923. Somit setzen wir uns hier mit dem letzten Jahrzehnt aus Kafkas Leben auseinander. Die mir vorliegenden früheren Eintragungen entstanden bis kurz vor dem Zeitpunkt, wo Kafka seine wohl bekannteste Erzählung, „Die Verwandlung“, verfasste, nämlich bis in den Juli 1912. Die hier zu untersuchenden späteren Eintragungen stammen aus den letzten Jahren seines Lebens. Meiner Hausarbeit liegt eine Ausgabe der Tagebücher Kafkas zugrunde, welche die Jahre 1910 – 1923 umfassen, aber erst im Jahre 1949 in New York veröffentlicht wurde. [...]
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Mar 24, 2002
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Pages
23
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ISBN
9783638117647
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / German
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Komparatistik), Sprache: Deutsch, Abstract: I. (S. 7-10) - fiktiver Biograf Serenus Zeitblom beginnt das Leben seines Freundes Adrian Leverkühn am 23. Mai 1943, drei Jahre nach dessen Tod, niederzuschreiben - 2. Weltkrieg: daher fraglich, ob die Schrift Europa jemals verlassen wird - Th. Mann beginnt den Dr. Faustus am selben Tag in Kalifornien zu schreiben - Zeitblom schreibt in Freising/Isar, er ist Lateinlehrer und Violinspieler - Dämonisches als Anteil am Genie wird von Zeitblom als Einfluss auf das Menschenleben geleugnet, ignoriert – er lässt sich nicht mit den „unteren Mächten“ ein - Lehrerberuf wg. NS-Herrschaft aufgegeben - Unterscheidung: lauteres (von Gott gegeben) versus unlauteres (vom Teufel?) Genie II. (S. 10-16) - Dr. phil. Serenus Zeitblom stellt sich dem Leser vor: *1883 in Kaisersaschern an d. Saale geboren - Vater Wolgemut Zeitblom: Apotheker, katholisch / Apotheke „Zum seligen Boten“ - Kaisersaschern: Katholiken + protestantisch-lutherische Majorität - Pfarrer Zwilling und Rabbiner Dr. Charlebach (klein, langbärtig, Kippa, Talmudist, von schärferem Verstand, als Pfarrer Zwilling) verkehren im Hause Zeitblom über den Geschäftsräumen der Apotheke: Weltoffenheit - Selbstcharakterisierung Zeitblom: 1. Katholizismus, 2. Humanismus - Leverkühn: Lutheraner - Naturwissenschaften (Lehrer dieser kann niemals wirklich Erzieher sein) - Geisteswissenschaften ( Zusammenhang mit dem Schönen, Lehrbaren; „sprachliche und humane Passion) - Musik – Geisterwelt = Vernunft gg. Gefahren / edle pädagogische Welt des Geistes (14) - Alle menschlichen Bereiche vom unteren Reich beeinflusst? – befruchtende Berührung (15) - Kultur als fromme, ordnende Einbeziehung des Nächtlich-Ungeheuren in den Kult der Götter - Ab 25. Lebensjahr: Latein/Griechisch/Geschichte-Lehrer in Kaisersaschern - Ab 1912 Freising: Gymnasialprofessor und Theologiedozent - Verheiratet mit Helene (geb. Ölhafen) [...]
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Richard Rorty – Politik und Pragmatismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem autobiografischen Essay „Wilde Orchideen und Trotzki“ aus dem Jahre 2000 skizziert der amerikanische Philosoph Richard Rorty den Weg seiner denkerischen Entwicklung vom infantilen Trotzkisten über die Platonliebe des Pubertierenden hin zum unorthodoxen Pragmatismus, in dessen Rahmen er heute für ein praxisorientiertes und säkulares Denken eintritt, welches in philosophischer Hinsicht den Objektivismus oder einen Glauben an nicht-weltliche Autoritäten rundweg ablehnt, und sich politisch der, mit dem deutschen Begriff der Sozialdemokratie zu charakterisierenden, Tradition Deweys verpflichtet sieht. Als vorrangigen Grund für die essayistische Retrospektive seines intellektuellen Werdegangs, welche en Gros an die eigenhändig gezogene Lebens- und Werksbilanz Friedrich Nietzsches im „Ecce Homo“ erinnert, gibt Rorty eingangs die Notwendigkeit einer politisch-philosophischen Rechtfertigung und einer damit einhergehenden Erklärung seiner Position an, die, vom intellektuellen Standpunkt her, „von der Rechten und Linken gleich weit entfernt“ sei. Während die konservative Kritik in bezug auf Rortys philosophische Argumente mit Ismen wie „Relativismus“, „Irrationalismus“ und „Dekonstruktivismus“ operiert, seiner „zynischen und nihilistischen Anschauung“ eine Untauglichkeit für die öffentliche demokratische Sprache attestiert und diese im Kampf gegen die Feinde der Demokratie für undienlich hält, so ist auch die Linke vom „Vokabular des Ironikers“ abgestoßen. Rorty, der sich zur solidarischen Initiative und zur Aktionsgebundenheit einer (von ihm) so genannten, bis in die 1960er Jahre existenten, „politischen Linken“ in der Nachfolge Whitmans und Deweys bekennt, subsumiert seine postmodernen sowie –marxistischen Kritiker unter dem Oberbegriff der „kulturellen Linken“ und etikettiert sie vorwurfsvoll mit den Siegeln „kontemplativ“ und „untätig“. Linke Gegner, wie Richard Bernstein, ordnen Rorty – entgegen seinem Selbstverständnis - dem Postmodernismus ironischerweise zu, werfen ihm den „Liberalismus eines kalten Kriegers“ vor, wohingegen Rorty selbst eben jenen vagen Terminus verwendet, um unter anderen den Politdenker und Linguisten Noam Chomsky zu brandmarken, der Amerika von einer faschistischen und korrupten Elite regiert sieht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: befriedigend, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: WS 2002/03, Sprache: Deutsch, Abstract: In §§ 82 – 90 der Monadologie behandelt Leibniz im Besonderen jene Monaden, welche, dem bis hierher entworfenen Konzept des Monaden-Begriffes zufolge, eine hervorgehobene Stellung in den Beziehungen (rapports) der, das Universum füllenden, einfachen Substanzen haben – die Geister, die vernünftigen Seelen oder die Geistmonaden. Die Prämisse einer Tierseele führt Leibniz zunächst zu einer Unterscheidung jener von der Menschenseele, die durch ihre Begabung zur Vernunft über der ersteren steht. Des weiteren sind die Geister mit der Möglichkeit ausgestattet, das Ich und gleichsam Gott denken zu können. Ein Vorzug, in dem die Fähigkeit zur Vernunft ihre höchsten Blüten treibt. Diese Fähigkeit ermöglicht es den Geistern, „das System des Universums zu erkennen und ... nachzuahmen“1, in einer Art Vater-Kind-Verhältnis zu Gott stehend, den vollkommensten, moralischen Staat bildend, „diese wahrhafte Universalmonarchie“.2 In dem besonderen Zugang, den diese Geister aufgrund ihrer hervorgehobenen Stellung zu Gott haben, manifestiert sich also Gottes Güte, die sich zwar überall, im gesamten Universum, zeigt, und trotzdem insbesondere in der « Cité de Dieu » zur Geltung kommt. Denn hier ist Gottes Ruhm in einem wechselseitigen Verhältnis zu den fürstlichen Individuen insofern gewährleistet, als die Geister jenen erkennen und hochschätzen. In diesem Punkte unterscheiden sich also das Reich der Natur und das moralische Reich der Gnade Gottes, ohne dass es zu einer Disharmonie zwischen beiden kommen könnte. Ist doch die Harmonie als unerlässliches Fundament für alles Geschehen zu begreifen. Dem natürlichen Regelwerk gemäß, dessen Schöpfer Gott ist und für dessen Umsetzung die Geister sozusagen als Vollstrecker des Willen Gottes sorgen, verlangt die herausgehobene Position der Geistmonaden, die sich in ihrer Herrschaft offenbart, sogar eine Art Jüngstes Gericht. [...] 1 Leibniz, G.W. – Monadologie (1714) in: Krüger, G. – Leibniz. Die Hauptwerke, Stuttgart 1949, S. 130- 150, § 83 2 ebd.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: sehr gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: Der Rationalismus der Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch die biologische Problematik der frühen Jahre als Forscher auf dem Gebiete der Naturwissenschaft vor grundlegende philosophische Probleme gestellt, widmet sich Hans Driesch ab 1904 der Ausarbeitung seines ersten rein philosophischen Werkes, der „Ordnungslehre“. Drieschs Neubegründung des Vitalismus, dargelegt in der „Philosophie des Organischen“, eines im Jahre 1909 in deutscher Sprache erschienenen naturphilosophischen Werkes, welches Drieschs Tätigkeit an der schottischen Universität Aberdeen dokumentiert, muss seinem Denken eine logische und erkenntnistheoretische Rechtfertigung der auf Aristoteles zurückgehenden Annahme einer besonderen Lebenskraft, vis vitalis, abverlangt haben. Seinen Vitalismus auf harmonisch-äquipotentiellen Systemen fundierend1, welche die Eigenschaft organischer bzw. embryonaler Teile bezeichnen, das ganze System, dessen Teile sie sind, aus sich selbst erzeugen zu können, was in endgültiger Abkehr vom einstigen Lehrer Ernst Haeckel geschah, der eine von Darwin ausgehende mechanistisch-materialistische Weltsicht bevorzugte, erkannte Driesch umgehend, dass „ohne stete Berührung mit der Erkenntnislehre eine fruchtbare Naturwissenschaft nicht möglich sei.“2 Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte Driesch nun ein System des nicht-metaphysischen Teiles der Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Werden, so die umfangreiche Ergänzung zum Titel des Werkes „Ordnungslehre“. [...] 1 Vgl. Driesch, Hans – Mein System und sein Werdegang. In: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Leipzig 1923, S. 52: „Harmonisch-äquipotentielle Systeme nennen ich solche in der Embryologie oder bei der Wiederherstellung der gestörten Organisation (Restitution) auftretenden Zellgesamtheiten, für deren organisatorische Leistung es nichts ausmacht, ob man ihnen beliebige Teile nimmt oder ihre Teile verlagert.“ 2 Ebd. 3 Driesch, Hans – Ordnungslehre. Ein System des nicht-metaphysischen Teiles der Philosophie. Mit besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Werden, Jena 1912, S. 9
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: befriedigend +, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Komparatistik), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Thomas Manns epochalem Roman „Doktor Faustus“, begonnen am 23. Mai 1943 im amerikanischen Exil und vollendet im Jahre 1947, handelt es sich um eine höchst beziehungsreiche Komposition. „Deutschlandroman“, „Nietzscheroman“ – dies sind nur zwei der gewaltigen Benennungen der fiktiven Biographie des „deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn“, so lautet der Untertitel des Werkes, seitens der professionellen Literaturkritik. Und der Dichter selbst weist diese Betitelungen nicht von sich, weiß sie zu schätzen, oder zu ertragen, hat er doch mit seinem monumentalen Unterfangen, das ihn fünf Jahre lang bis hin zu körperlichem Leiden beanspruchte, keinen geringeren Versuch unternommen, als den zeitlichen Rahmen der mitunter kriegerischen Jahre von 1884 bis 1945, den wohl bis dato tragischsten der deutschen Geschichtsschreibung, in die komplexe und schwierige Vita der Künstlerexistenz des komponistisch tätigen Protagonisten zu hüllen, sie darin unterzubringen. Assoziationsreich ist der hier zu besprechende Roman vor allem deshalb, weil er ein schier unergründliches Geflecht von Personen der Weltgeschichte bietet, welche sorgsam in die Struktur der Erzählung eingereiht werden – ein fein gearbeitetes Gewebe von kulturellen, geschichtlichen, philosophischen, medizinischen und theologischen Themata, um nur einige zu nennen, vorzufinden in den zahlreichen Charakteren im Laufe der Handlung des „Doktor Faustus“. Goethe, Luther, Wagner, Beethoven, Strawinski, Schönberg, Adorno – all diese Geistesgrößen finden ihren Platz, wohnen oder leben in Thomas Manns Künstlerroman, um den vielfältigen Namensgebungen und Kategorisierungen, oder besser Charakterisierungen des opus magnum noch eine weitere hinzuzufügen. Variantenreich scheinen Denker, Musiker, Künstler und auch Mediziner in dem Werke mit der beschriebenen Epoche zu korrespondieren – die bedeutendsten finden ihre literarische Realisierung in dem Charakter Adrian Leverkühns. Zudem spielen, bei Thomas Mann wohl kaum wegzudenken, Weggefährten, Freunde und auch Familienmitglieder des Schriftstellers in dem Roman ihre Rolle. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Richard Rorty – Politik und Pragmatismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem autobiografischen Essay „Wilde Orchideen und Trotzki“ aus dem Jahre 2000 skizziert der amerikanische Philosoph Richard Rorty den Weg seiner denkerischen Entwicklung vom infantilen Trotzkisten über die Platonliebe des Pubertierenden hin zum unorthodoxen Pragmatismus, in dessen Rahmen er heute für ein praxisorientiertes und säkulares Denken eintritt, welches in philosophischer Hinsicht den Objektivismus oder einen Glauben an nicht-weltliche Autoritäten rundweg ablehnt, und sich politisch der, mit dem deutschen Begriff der Sozialdemokratie zu charakterisierenden, Tradition Deweys verpflichtet sieht. Als vorrangigen Grund für die essayistische Retrospektive seines intellektuellen Werdegangs, welche en Gros an die eigenhändig gezogene Lebens- und Werksbilanz Friedrich Nietzsches im „Ecce Homo“ erinnert, gibt Rorty eingangs die Notwendigkeit einer politisch-philosophischen Rechtfertigung und einer damit einhergehenden Erklärung seiner Position an, die, vom intellektuellen Standpunkt her, „von der Rechten und Linken gleich weit entfernt“ sei. Während die konservative Kritik in bezug auf Rortys philosophische Argumente mit Ismen wie „Relativismus“, „Irrationalismus“ und „Dekonstruktivismus“ operiert, seiner „zynischen und nihilistischen Anschauung“ eine Untauglichkeit für die öffentliche demokratische Sprache attestiert und diese im Kampf gegen die Feinde der Demokratie für undienlich hält, so ist auch die Linke vom „Vokabular des Ironikers“ abgestoßen. Rorty, der sich zur solidarischen Initiative und zur Aktionsgebundenheit einer (von ihm) so genannten, bis in die 1960er Jahre existenten, „politischen Linken“ in der Nachfolge Whitmans und Deweys bekennt, subsumiert seine postmodernen sowie –marxistischen Kritiker unter dem Oberbegriff der „kulturellen Linken“ und etikettiert sie vorwurfsvoll mit den Siegeln „kontemplativ“ und „untätig“. Linke Gegner, wie Richard Bernstein, ordnen Rorty – entgegen seinem Selbstverständnis - dem Postmodernismus ironischerweise zu, werfen ihm den „Liberalismus eines kalten Kriegers“ vor, wohingegen Rorty selbst eben jenen vagen Terminus verwendet, um unter anderen den Politdenker und Linguisten Noam Chomsky zu brandmarken, der Amerika von einer faschistischen und korrupten Elite regiert sieht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen Ludwig Wittgensteins Bemerkungen zum Thema „Bewusstsein“ innerhalb seiner „Philosophischen Untersuchungen“ erörtert werden. Das Hauptaugenmerk wird hierbei zunächst auf die Paragraphen PU 412 – 420 gerichtet werden, in denen das in der Philosophiegeschichte vieldiskutierte Leib-Seele-Problem aufgegriffen, und unter den Vorzeichen der sprachphilosophischen Erwägungen des späten Wittgenstein – z.T. ironisch – betrachtet wird. Begriffe wie „Geist“ oder eben „Bewusstein“, die im philosophischen Kontext vielschichtige und abstrakte Bezugsebenen haben können, werden auf ihre Rolle in unserem alltäglichen Sprachgebrauch hin untersucht, was zu einer Relativierung ihrer nahezu mystischen Bedeutsamkeit führt: Eine „unüberbrückbare Kluft“ (PU 412) tut sich in erster Linie dann auf, wenn Vorgänge, die im Alltag als völlig unproblematisch erscheinen, unter philosophischen Gesichtspunkten analysiert werden. Wittgensteins in PU 38 geäußerte Feststellung, dass „(...) die philosophischen Probleme entstehen, wenn die Sprache feiert“, wird im genannten Abschnitt anhand von verschiedenen Beispielen – u.a. mit einem William James-Zitat – illustriert. Ab Paragraph PU 421, der erneut exemplarisch auf den Leib-Seele-Dualismus Bezug nimmt, beschäftigt sich Wittgenstein mit der Anwendung von Bildern. Dieses Stichwort soll im Hauptteil der Arbeit besonders ausführlich besprochen, und in bezug auf Wittgensteins Sprachauffassung im „Tractatus logico-philosophicus“ beleuchtet werden – vor allem die in PU 426 enthaltenen Äußerungen über Sinn, Bilder und wirkliche (Sprach-)Verwendung können als Anspielungen auf das Frühwerk gedeutet werden. Als Orientierungspunkt für die folgende Darstellung kann das Plädoyer aus PU 116 gelten: „Wenn die Philosophen ein Wort gebrauchen – `Wissen ́, `Sein ́, `Gegenstand ́, `Ich ́, `Satz ́, `Name ́ – und das Wesen des Dings zu erfassen trachten, muss man sich immer fragen: Wird denn dieses Wort in der Sprache, in der es seine Heimat hat, je tatsächlich so gebraucht? – Wir führen die Wörter von ihrer metaphysischen, wieder auf ihre alltägliche Verwendung zurück.“
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