Selbstschädigung durch Drogenkonsum: Der Cannabis-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. BVerfGE 90, 145

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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Jura - Strafrecht, Note: 12/2,5, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Im deutschen Strafrecht gilt der Grundsatz der Straflosigkeit der Selbstschädigung. Betrachtet man jedoch das Betäubungsmittelstrafrecht, fällt auf, dass die Regelungen des BtMG gerade darauf abzielen, Selbstschädigung infolge Betäubungsmittelkonsums zu vermeiden. Diese Problematik lässt sich am besten an folgender Gegenüberstellung verdeutlichen: Wer beispielsweise Cannabis, Kokain oder Heroin konsumiert, muss fast in allen Ländern mit einer Bestrafung rechnen. Gefährdet hingegen jemand seine eigene Gesundheit, indem er raucht, sich ungesund ernährt oder sich sogar selbst tötet, bleibt derjenige straflos. Dieser Widerspruch mit dem Grundsatz der Straflosigkeit der Selbstschädigung führt dazu, dass das BtMG häufig Gegenstand von Diskussionen und Kritik ist. Darf der Staat den Menschen vor sich selbst schützen? Und inwieweit ist die Bestrafung des Umgangs mit Betäubungsmitteln mit der Straflosigkeit von Selbstschädigung zu vereinbaren? Umstritten ist daher, wie das strafrechtliche Verbot im BtMG zu legitimieren ist. Geht man von der Rechtsgutslehre aus, müsste durch das BtMG ein Rechtsgut geschützt werden. Diesbezüglich spalten sich die Meinungen in Rechtsprechung und Literatur. Wo das Bundesverfassungsgericht das BtMG mit dem Schutz des Rechtsguts der Volksgesundheit rechtfertigt, stellt ein Teil der Literatur auf den Schutz des Einzelnen ab. Die vorliegende Arbeit setzt sich zum einen mit der Problematik der Selbstschädigung im Strafrecht auseinander und soll Aufschluss darüber geben, ob sich die mittelbare Bestrafung des Drogenkonsums trotz des Grundsatzes der Straflosigkeit der Selbstschädigung legitimieren lässt. Zum anderen soll anhand des Cannabis-Beschlusses dargelegt werden, wie das Bundesverfassungsgericht das strafrechtliche Verbot von Drogenstraftaten begründet. Anschließend werden verschiedene Ansichten aufgeführt, worauf die Strafbarkeit von Drogenstraftaten beruhen kann, wenn man die Ansicht des Bundesverfassungsgerichts ablehnt. Ziel ist es zu klären, ob der strafrechtliche Grundsatz der Straflosigkeit der Selbstschädigung auch im Betäubungsmittelstrafrecht erhalten bleibt oder diesbezüglich eine Ausnahme gemacht wird.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Mar 7, 2013
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Pages
24
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ISBN
9783656385035
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Best For
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Language
German
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Genres
Law / Criminal Law / General
Social Science / Criminology
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Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 13,00, , Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder kennt sie, die alten Geschichten der Götter und Heroen aus der Antike. Jeder kennt Charaktere wie den starken Herkules und die schöne Helena. Doch was ist der Grund dafür, dass uns diese Figuren auch heute noch im Fernsehen oder in der Literatur begegnen? Die Basis dafür schaffen die alten Mythen aus dem klassischen Altertum, die sich mit existenziellen Fragen des Lebens auseinandersetzen. Hierbei werden Werte wie Schuld, Rache oder Sühne verpackt in Geschichten, die den Menschen berühren, vermittelt . Da diese ethischen und moralischen Vorstellungen der Grundstock jeder Gesellschaft sind, lässt sich sagen, dass die Menschen „mit Mythen [...] ihre Kultur erschaffen“ haben . Der österreichische Schriftsteller und Kulturphilosoph Egon Friedell schreibt in einem seiner Bücher: „Unsere Mythologie lesen wir täglich dreimal in der Zei-tung“ . Damit spielt er auf die Präsenz der Themen der Mythologie in der heutigen Zeit an. In meiner Arbeit werde ich diese Präsenz mittels der Tragödie „Antigone“ von Sophokles an deren Rezeption „Die Berliner Antigone“ von Rolf Hochhuth darstellen. Beide Werke handeln von einer jungen Frau, die im Verstoß gegen das Rechtssystem der jeweiligen Zeit, ihren Bruder bestattet. Der Vergleich der beiden Werke umfasst eine Charakterisierung der Personen, sowie eine ausführliche Darstellung des Konflikts zwischen Antigone bezie-hungsweise Anne und der Obrigkeit. Im Hinblick auf den historischen Rahmen der Tragödie und der Novelle werde ich die Umstände zur jeweiligen Zeit analy-sieren. Ziel meiner Arbeit ist es herauszufinden, welche Gründe Rolf Hochhuth dazu bewegt haben, die antike Figur der Antigone als Vorbild für seine Novelle zu nehmen.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten, Note: 1,7, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 75 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Geil auf Gewalt“, der Titel des gleichnamigen Buches von Bill Buford, ist Programm. Zumindest für die allzeit bereiten jugendlichen Gewalttäter, die seit den 90er Jahren im Umfeld von Fußballspielen (...) Fußballstadien und öffentliche Plätze gleichermaßen zu Schlachtfeldern mutieren lassen, (...) an Fußball nicht interessiert sind und sich (.) Hooligans nennen. Die Liste derartiger (Vor-)Urteile (...) [zeigt] die weit verbreitete Vorstellung der deutschen Medien und Bevölkerung von einer „Kultur“, deren Herkunft vielen ebenso verborgen bleibt, wie Intentionen und (Hinter-)Gründe. Das Thema der Diplomarbeit orientiert sich an diesem „Gewalttäterpostulat“, an der Frage, ob es sich bei Hooligans um Fußballfans, missverstandene Jugendliche oder Gewalttäter handelt. Ausgehend von der Idee, dass es nicht festlegbar ist, was das Abstraktum „Gewalttäter“ ausmacht und dass es so etwas wie den, universell und seine gesamte Persönlichkeit umfassenden „Gewalttäter“ nicht gibt, geht die vorliegende Diplomarbeit den Ursachenbeziehungen des Hooliganismus nach, die Hooligans und jugendliche Fußballfans dennoch als Gewalttäter erscheinen lassen. Tatsächlich zeigt sich, dass der Hooliganismus kein Phänomen der 90er Jahre darstellt. Gewalttätige Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Fußballspielen sind im Gegenteil so alt wie der moderne Fußball selbst. Der erste Teil der Diplomarbeit beschäftigt sich mit dieser Entstehungsgeschichte des Fußballs und stellt Verknüpfungen zwischen dem Fußball und dem Auftreten von Ausschreitungen bzw. der Genese des Hooliganismus dar. Eine phänomenologische Beschreibung der Kultur des Hooliganismus verdeutlicht erste Gewaltzusammenhänge. Diese werden im zweiten Teil vertieft und auf die Frage bezogen, inwieweit es sich bei den Anhängern des Hooliganismus um „missverstandene Jugendliche“ handelt. Anhand einiger Theorien werden hierzu die Lebensbedingungen Jugendlicher auf Ursachen für das gewalttätige Verhalten jugendlicher Fußballfans und Hooligans untersucht. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit der Rezeptionsebene der Gesellschaft. Über die Wechselwirkung aus Fan- bzw. Hooliganverhalten mit Maßnahmen der Polizei bzw. der Darstellung durch Massenmedien und der Aufnahme dieses Bildes durch die Öffentlichkeit wird das Bild vom „Gewalttäter“ Hooligan einer Prüfung unterzogen. Zusätzlich werden Wechselwirkungen zwischen Kontrollinstanzen, den Medien und gewalttätigem Verhalten jugendlicher Fußballfans und Hooligans näher beleuchtet.
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 13,00, , Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder kennt sie, die alten Geschichten der Götter und Heroen aus der Antike. Jeder kennt Charaktere wie den starken Herkules und die schöne Helena. Doch was ist der Grund dafür, dass uns diese Figuren auch heute noch im Fernsehen oder in der Literatur begegnen? Die Basis dafür schaffen die alten Mythen aus dem klassischen Altertum, die sich mit existenziellen Fragen des Lebens auseinandersetzen. Hierbei werden Werte wie Schuld, Rache oder Sühne verpackt in Geschichten, die den Menschen berühren, vermittelt . Da diese ethischen und moralischen Vorstellungen der Grundstock jeder Gesellschaft sind, lässt sich sagen, dass die Menschen „mit Mythen [...] ihre Kultur erschaffen“ haben . Der österreichische Schriftsteller und Kulturphilosoph Egon Friedell schreibt in einem seiner Bücher: „Unsere Mythologie lesen wir täglich dreimal in der Zei-tung“ . Damit spielt er auf die Präsenz der Themen der Mythologie in der heutigen Zeit an. In meiner Arbeit werde ich diese Präsenz mittels der Tragödie „Antigone“ von Sophokles an deren Rezeption „Die Berliner Antigone“ von Rolf Hochhuth darstellen. Beide Werke handeln von einer jungen Frau, die im Verstoß gegen das Rechtssystem der jeweiligen Zeit, ihren Bruder bestattet. Der Vergleich der beiden Werke umfasst eine Charakterisierung der Personen, sowie eine ausführliche Darstellung des Konflikts zwischen Antigone bezie-hungsweise Anne und der Obrigkeit. Im Hinblick auf den historischen Rahmen der Tragödie und der Novelle werde ich die Umstände zur jeweiligen Zeit analy-sieren. Ziel meiner Arbeit ist es herauszufinden, welche Gründe Rolf Hochhuth dazu bewegt haben, die antike Figur der Antigone als Vorbild für seine Novelle zu nehmen.
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