Pico della Mirandola: Ein typischer Renaissance-Denker?

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: „Fürst der Versöhnung“ wurde Pico della Mirandola von seinen Freunden und Zeitgenossen scherzhaft genannt. Verweist dieser Titel einerseits auf seine adlige Herkunft, so spielt er doch vor allem auf sein umfassendes philosophisches Synthesestreben an. Völlig untypisch für seine Zeit lernte er Arabisch und Hebräisch, studierte islamische Philosophen und begann als erster Christ sich intensiv mit der mystischen Tradition des Judentums - der Kabbala - auseinanderzusetzen. Sein Bestreben christliche Glaubensinhalte durch Magie und Kabbala zu beweisen brachte ihm 1487 die Exkommunikation durch Papst Innozenz VIII. ein. Seine postum veröffentlichte Rede „De hominis dignitate“ wird von Jacob Burckhardt als „eins der edelsten Vermächtnisse“ der Renaissance überhaupt gefeiert. Gleichzeitig bildete sie die Einleitung zu einer für das Jahr 1478 geplanten Disputation in Rom, bei der Pico seine 900 synkretistischen Thesen den einflussreichsten Gelehrten seiner Zeit vorstellen und sie anschließend verteidigen wollte. Dieses ehrgeizige Unterfangen und die eindrucksvolle Spannweite seiner Quellen verhalfen ihm schon zu Lebzeiten, trotz des Scheiterns der Disputation, zu dem Ruf eines Ausnahmegelehrten. Doch wie passt dieser vielseitige Philosoph in seine Zeit? Ist er Sonderfall oder Musterbeispiel für einen Renaissance-Denker? Wie eigenständig sind seine Ideen überhaupt? Offenbaren die vielfältigen Einflüsse und Quellen des jungen Grafen nicht gleichzeitig fehlende philosophische Originalität, wie sie ihm und anderen Renaissance-Humanisten niemand geringeres als Hegel vorwarf? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Hausarbeit, indem sie, ausgehend von der Biographie Picos, dessen Berührpunkte zu den geistigen Strömungen seiner Zeit aufzeigt und seine Ausführungen dann vor diesem Hintergrund beleuchtet. Hierzu beziehe ich mich auf seine Rede über die Würde des Menschen, in der Anthropologie und philosophisches Synthesestreben deutlich werden. Unter besonderer Berücksichtigung der eklektischen Vorgehensweise Picos und ihrer historischen Beurteilung soll abschließend geklärt werden, wie repräsentativ der Denker für seine Zeit ist.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Feb 13, 2012
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Pages
13
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ISBN
9783656128007
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Language
German
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Genres
History / Europe / General
History / Europe / Medieval
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Content Protection
This content is DRM protected.
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Friedrich Schiller
Dieses eBook: "Geschichte des dreißigjährigen Kriegs (Vollständige Ausgabe)" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Friedrich Schiller (1759-11805) war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik. Schillers Beschäftigung mit Geschichte ist von der Aneignung und Weiterentwicklung des Spektrums der universalhistorischen Ideen der Aufklärung gekennzeichnet. Die Ästhetisierung der Geschichte als Wissenschaft, die anthropologische Wende und die Hervorhebung des Menschen als Objekt der Geschichte, die Begründung der erzieherischen Funktion der Geschichte sowie die Proklamation der Methode der historischen Analogie dienten als Schlüsselelemente nicht nur für die weitere Entwicklung des historischen Denkens von Schiller in sein historisches Werk ''Geschichte des dreißigjährigen Krieges'', sondern auch für die Entstehung seines klassischen Geschichtsdramas. Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene derjenige zwischen Kaiser und Katholischer Liga einerseits und Protestantischer Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Reich trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus. Infolgedessen verbanden sich eine Reihe weiterer Konflikte mit dem Dreißigjährigen Krieg: der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien, der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659) und der Torstenssonkrieg (1643–1645) zwischen Schweden und Dänemark.
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