Autismus bei Kindern: Ein Leitfaden für ergotherapeutische Behandlungsansätze

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Seit dem Kinohit „Rain Man“ mit Dustin Hoffmann oder „Das Mercury Puzzle“ hat das Krankheitsbild Autismus viel Interesse in der Öffentlichkeit geweckt, welches weit über den Kreis der Fachleute hinausgeht. Ein Vorteil dieser Popularität ist, dass Eltern, deren autistisches Kind durch unangepasstes Verhalten auffällt, vermutlich mit mehr Verständnis in der Öffentlichkeit rechnen können wenn der Name der Störung genannt wird. Nachteil besteht darin, dass durch die Kinofilme der Begriff Autismus eine Verallgemeinerung der Störungssymptomatik erhält. Denn obwohl die sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten, die starren und zwanghaften Verhaltensweisen ein Leben lang in irgendeiner Form erhalten bleiben, unterscheiden sich Schwere und Ausmaß der Verhaltensprobleme der betroffenen Menschen deutlich. In der Literatur findet man wenige Beschreibungen von Therapieeinheiten bei Autismus. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen, wie erfahrene Ergotherapeutinnen eine gut gelungene Therapieeinheit bei autistischen Kindern beschreiben, und ob bei den Therapieansätzen Parallelen zu erkennen sind. Diese Arbeit soll dazu beitragen, dass die speziell im Fachbereich Pädiatrie tätigen Ergotherapeutinnen in ihrer Arbeit unterstützt werden.
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Publisher
diplom.de
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Published on
Oct 1, 2015
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Pages
44
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ISBN
9783958208728
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Best For
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Language
German
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Genres
Education / Special Education / General
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Katrin Herten
Das Therapeutische Reiten birgt eine große Chance der Förderung von Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Durch das naturgegebene Zusammengehörigkeitsgefühl, die „Biophilie“, besteht beim Menschen eine Affinität und Verbundenheit zum Tier. Dies macht man sich im Bereich des Therapeutischen Reitens für Autisten zu Nutze. Da Pferde nicht den Inhalt des menschlichen Wortes verstehen, muss in diesem Zusammenhang eine spezielle gemeinsame Verständigungsebene gefunden werden. Die Basis der Kommunikation liegt somit nach Watzlawick in der analogen Kommunikation. Der Dialog während des Therapeutischen Reitens ist geprägt von Körperhaltung, Mimik, Blickkontakt, Gestik und Körperkontakt. Die natürliche nonverbale Kommunikation zwischen Mensch und Pferd mobilisiert Ressourcen der autistischen Kinder, deren Beeinträchtigungen vor allem im Bereich der Kommunikation und der sozialen Interaktion liegen. Um eine professionelle Anerkennung als Heil- und Hilfsmittel zu erreichen muss jedoch zukünftig evidenzbasiert und umfangreicher geforscht werden und das Qualitätsmanagement auf diesem Gebiet vorangetrieben werden. Im Bereich des Therapeutischen Reitens wird immer wieder auffällig, dass ein Pferd einen Einfluss auf den Patienten hat, der sich nicht nur auf körperliche, sondern auch auf geistige und seelische Aspekte bezieht. Die Fragen, die sich hierbei stellen sind: Wie kommt es zu diesen Einflüssen? Und mit welchen Einflüssen wirkt das Pferd auf die Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion und der Kommunikation eines ASS-Kindes während des Therapeutischen Reitens?
Kathleen Seifert
Examensarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Note: 1, Justus-Liebig-Universität Gießen (Heil- und Sonderpädagogik), 76 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Selbstverletzendes Verhalten (im Folgenden SVV) ist längst kein unbekanntes Problem für Psychologen und Psychotherapeuten. Auch in den öffentlichen Medien liest oder hört man gelegentlich etwas über bestimmte Formen SVVs. Die Verletzung der Haut mit scharfen oder spitzen Gegenständen, auch Ritzen genannt, scheint aber immer noch ein Tabuthema zu sein, auch wenn dieses Verhalten keinesfalls ein seltenes Problem darstellt. Bei den Vorbereitungen zu dieser Arbeit ist mir aufgefallen, dass fast jeder meiner Bekannten, der mich nach meinem Thema fragte, meinte: „Oh, da kenne ich auch jemanden.“ oder „Ja, damals in der Schule hatten wir auch eine, die das tat.“ Nahezu jeder scheint, mit dem Wort „Ritzen“ etwas anfangen zu können und zu wissen, worum es sich handelt: Eben um Leute, die Narben an Handgelenken oder Unterarmen haben, vermutlich von Schnitten, die sie sich selbst zufügten, vielleicht um Aufmerksamkeit zu erregen. Vielleicht! Fragt man aber genauer nach, merkt man schnell, dass sich kaum jemand ernsthafte Gedanken darüber macht, warum diese Personen so etwas tun. Es ist schwer nachzuvollziehen, dass jemand sich selbst Verletzungen zufügt. Mein Eindruck in Gesprächen mit einigen Lehrern aus meinem Bekanntenkreis war, dass auch sie, selbst wenn sie eine Schülerin, die sich ritzte in der Klasse haben, sich wenig Gedanken um die Gründe des Verhaltens machen und sich eher unverantwortlich oder überfordert fühlen und nicht eingreifen. Ich selbst habe eine Ritzerin getroffen als ich nach meinem Abitur aushilfsweise in einem Kindergarten arbeitete. Sie war dort für einige Wochen meine Kollegin. Wir verstanden uns recht gut, und sie machte sich keine Mühe, ihre verschorften Einschnitte am Unterarm mir gegenüber zu verbergen. Auch ich habe damals nicht viel darüber nachgedacht. Für mich war klar, dass ihr Verhalten etwas mit der Suche nach Aufmerksamkeit zu tun haben muss. Ich habe dies aber nicht ernst genommen und nicht gesehen, dass vielleicht ein größeres Problem hinter der Selbstverletzung steht. Viele Pädagogen sind meiner Meinung nach zu wenig über das Thema SVV aufgeklärt, sie wissen zu wenig über psychische Probleme und Belastungen ihrer Schüler, und so denken sie vielleicht oft genauso wie ich damals.
Nicola Heinen
Karl-Heinz Haudum
Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Physiotherapie, Ergotherapie, Note: "2", , 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Forschungsfrage: Wie beschreiben erfahrene Ergotherapeutinnen eine gut gelungene Therapieeinheit bei autistischen Kindern und sind Parallelen bei diesen Therapieansätzen zu erkennen. Problembeschreibung: In der Literatur findet man viel Theorie über Behandlungsansätze bei Autismus, aber wenig Beschreibungen von Therapieeinheiten. Durch den wachsenden Bekanntheitsgrad werden Therapeutinnen zunehmend mit dem Krankheitsbild Autismus konfrontiert. Diese Arbeit soll dazu beitragen, dass die speziell im Fachbereich Pädiatrie tätigen Ergotherapeutinnen in ihrer Arbeit unterstützt werden. Inhaltsangabe der wichtigsten Bereiche der Arbeit: Die Arbeit gliedert sich in 5 Kapitel: Im ersten Kapitel werden die Problemdarstellung, die Definition, die Formen bzw. die Ursachen der autistischen Störung dargestellt. Im zweiten Kapitel beschreibt der Verfasser die Methoden und Vorgangsweise der Arbeit. Im dritten Kapitel wird die Datenanalyse sowie die Darstellung der Experteninterviews bearbeitet. Im vierten Kapitel wird ein Fallbeispiel angeführt und eine Therapiestunde nach den Schwerpunkten beschrieben. Die Parallelen und Ergebnisdarstellung wird im fünften Kapitel bearbeitet. Ergebnisdarstellung: Die Therapie bei autistischen Kindern muss immer nach dem Alter und den Anforderungen, die der Alltag an das Kind stellt, graduiert werden. Das Einfühlungsvermögen und die Beobachtungsgabe des Therapeuten spielen dabei die wesentlichste Rolle, da meist das Kind selbst den Impuls für das weitere Therapiegeschehen gibt. Um die Probleme der autistischen Menschen auch nur annähernd verstehen zu können, muss man sich auf die ganz individuelle Situation einlassen. Parallelen in den Behandlungsformen sind daher sehr übergeordnet einzustufen. Die Arbeit ergab, dass der Therapieansatz ein multidimensionaler ist der das gesamte Umfeld des Kindes mit einschließt, da es sehr wichtig ist den Transfer in den Alltag herzustellen. Verständlich geschrieben und fachlich fundiert hilft es betroffenen Eltern und interessierten Therapeuten bei der Suche nach einer sinnvollen und erfolgversprechenden Therapie.
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