Klarheit und gute Nachbarschaft: Die EKD-Schrift und die durch sie ausgelösten Kontroversen

GRIN Verlag
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Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die EKD-Handreichung „Klarheit und gute Nachbarschaft“ hat hohe Wellen geschlagen. Bei muslimischen Verbänden, aber auch innerhalb der Kirche hat die Schrift für zahlreiche Kontroversen gesorgt. In der vorliegenden Arbeit soll die Schrift in ihren Grundzügen dargestellt werden. Anschließend wird zunächst die Kritik von muslimischer und christlicher Seite zur Sprache gebracht. Dem folgt die Darstellung der Reaktionen der Autoren und Befürworter der HR. Der Zielpunkt der Arbeit liegt in diskursethischen Überlegungen zum Dialoggeschehen, die in Schlussbemerkungen zur Zukunft des Dialogs münden.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Feb 13, 2012
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Pages
42
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ISBN
9783656127703
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Best For
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Language
German
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Genres
Religion / Comparative Religion
Religion / General
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Yasar Gül
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Theologie - Islamische Religionswissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit untersucht die Islamfeindlichkeit in Deutschland und befasst sich mit den geschichtlichen Hintergründen für die aktuelle Islamdebatte in Deutschland. Auch soll untersucht werden, ob es bereits in der Vergangenheit Islamfeindlichkeit gab. Haben Sie auch Angst vor dem Islam? Angst vor den Muslimen und vor Frauen, die Kopftuch tragen? Sofern das der Fall ist, gehören Sie derzeit zur Mehrheit, denn jeder zweite Deutsche sieht den Islam als eine Bedrohung an. Auch Muslime selbst haben öfters Angst vor dem Islam, der heute in den Medien sowie in sozialen Netzwerken gezeigt wird – dem Islam der von Fanatikern wie „ISIS“ ausgenutzt wird, die Angriffe auf Muslime und Andersdenke ausüben. Egal ob praktizierend oder nichtpraktizierend, gläubig oder weniger gläubig – vor diesem Islam in den Medien fürchten sich alle Muslime. Es liegt ein Missverständnis zwischen der Realität und dem Wahrnehmungsempfinden der öffentlichen Gesellschaft vor. Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Diese Angstpropaganda nutzen viele Rechtsradikale aus um selbst Hass zu schüren. Das Produkt dieses rechtsradikalen Gedankens zeigt sich heute auf den Straßen in Form von Demonstrationen einer neuen Partei, die „Alternative für Deutschland“, kurz „Pegida“ genannt. Sie schaffen es, das Vertrauen der deutschen Gesellschaft gegenüber den Muslimen zu brechen und das Klima zu vergiften. Aber wo kommt diese Islamangst her? Bestimmt nicht von Thilo Sarrazin oder der Bild-Zeitung, die als mutige Tabubrecher geehrt wurden. Dabei darf trotzdem nicht unterschätzt werden, dass die Thesen von Thilo Sarrazin sowohl in der Politik als auch in der Mittelschicht Sympathie gefunden haben. Ungeklärt ist lediglich die Frage nach der Meinungsfreiheit in Deutschland. Während Karikaturen über den Propheten Muhammed als Kunst- und Meinungsfreiheit verteidigt werden, werden beleidigende Darstellungen von Jesus verboten und mit hohen Strafen geahndet. Beispielsweise wurde auf dem Titelblatt der Zeitschrift Titanic der gekreuzigte Jesu nach dem Kruzifix-Urteil als Klo rolle dargestellt. Eine weitere blasphemische Darstellung ist ein von von der Punkband WIZO gezeigtes Bild eines gekreuzigten Schweins, gedruckt auf einem T-Shirt. Die Darstellung wurde verboten und die Punkband musste eine Strafe zahlen.
Ann-Katrin Gässlein
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,0, Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz) (Vergleichende Religionswissenschaft - sozialwissenschaftliche Optiob), Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Da dieses Thema nicht nur im Islam, sondern auch in anderen Religionen eine Rolle spielt, kam ich auf die Idee, Blasphemie in einem religionswissenschaftlichen Vergleich zu untersuchen. Der Vorwurf der Blasphemie ist eng mit der europäischen Kulturgeschichte verbunden und weist gleichzeitig eine hohe aktuelle Brisanz auf. Wenn man einmal anfängt, in der Geschichte nach Fällen zu stöbern, in denen dieser Vorwurf erhoben wurde oder gar zu einem gerichtlichen Prozess geführt hat, sieht man sich schnell einer gewaltigen Menge von Material gegenüber. Allein die Blasphemie-Fälle in der mittelalterlichen Geschichte der römischkatholischen Kirche können schon Bände füllen. Der Historiker Alan Cabantous hat sich dieses enorme Projekt vorgenommen.1 Dabei könnte man das Augenmerk auf Blasphemie in der frühchristlichen Zeit richten, als die eben entstandene Kirche mit der Kanonisierung beschäftigt war, um eine einheitliche Lehre rang und sich in diesem Kontext mit „abweichenden Meinungen“ konfrontiert sah.2 Die Entwicklung des Protestantismus und der Religionskriege könnte unter dem Gesichtspunkt der Blasphemie untersucht werden.3 Oder man konzentriert sich auf die mystischen Bewegungen im Christentum, Islam oder Judentum und untersucht den Blasphemievorwurf bei grossen spirituellen Lehrmeistern: Diese sprachen aus der unmittelbar eigenen Gottesschau und gingen damit über die Lehren der Bibel und der kirchlichen Dogmen weit hinaus. Dazu zählen zum Beispiel Meister Eckehart, der als Ketzer angeklagt und verfolgt wurde,4 oder Al-Halladsch aus der islamischen Mystik.5 Die Fragestellung dieser Arbeit lässt die oben genannten Aspekte bewusst ausser Acht und geht dahin, welche Elemente von Blasphemie nicht mehr ausschliesslich mit der jeweiligen Religion zusammenhängen, in deren Kontext sie geschieht, d. h. welche „Gemeinsamkeiten“ sich in Blasphemiefällen feststellen lassen. 1 Cabantous, Geschichte 2 Religion in Geschichte und Gegenwart, Sp. 1441ff. 3 ebd., Sp. 1445ff. 4 Meister Eckehards Satz „Wer Gott selbst lästert, lobt Gott“ wurde mit einem Bannfluch belegt, vgl. www.regina-berlinghof.de/mystik.htm: Die Antworten der Mystiker auf Gotteslästerung. Nachträge zur Diskussion um Salman Rushdie und Annemarie Schimmel 5 Al-Halladsch schockierte öffentlich mit seinem Ausspruch „Ana l-haqq – Ich bin die göttliche Wahrheit“5 und wurde schließlich hingerichtet, vgl. Vogel, Blasphemie, S. 20
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