Die Macht der maiores: Die römische Gesellschaft und ihre Ahnen

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik), Veranstaltung: Narrative der Krise. Das Ende der römischen Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Römischen Republik und vor allem der späten Republik waren die Vorfahren von großer Bedeutung für das alltägliche Handeln in Politik und Gesellschaft. Es war nicht möglich sich deren Macht zu entziehen, sodass die Ahnen eine wichtiges Instrument im politischen Kampf um Ansehen und Prestige waren. Es konnte einem Politiker viele Vorteile verschaffen, wenn er wusste damit umzugehen oder ihm das Genick brechen, wenn nicht. Weshalb die Vorfahren einen solchen Einfluss auf den politischen Alltag hatten und womit sich diese Vermutung begründen lässt soll in der vorliegenden Arbeit genauer beleuchtet werden. Zunächst werden einige grundlegende Erläuterungen zum Phänomen der exempla gemacht, welche im wichtigsten Kommunikationsmedium des damaligen Politikers, der Rede nahezu immer auftauchen. Darauf folgt eine genaue Betrachtung der pompa funebris anhand einer Originalquelle des griechischen Geschichtsschreibers Polybius, weil es nur so möglich ist die Wirkung der exempla, die im folgenden Kapitel mit Hilfe von einigen Beispielen dargestellt wird, nachzuvollziehen. Da nicht die ganze Fülle der exempla in den republikanischen Quellentexten erfasst werden kann, sollen hier stellvertretend nur einige Beispiele aus Ciceros Reden genannt werden. Auch sei bereits an dieser Stelle angemerkt, dass es nicht möglich ist die Rolle der exempla in der römischen Rhetorik und Gesellschaft umfassend und abschließend darzustellen, da dies einer Auswertung allen verfügbaren Quellenmaterials bedarf und die tatsächliche Wirkung der Reden, also die Reaktionen des Publikums nicht mehr nachzuvollziehen sind. Man kann diese nur deuten oder sich hier auf Aussagen der Redner selbst berufen. Beide Möglichkeiten bieten jedoch keine abschließende Gewissheit über die tatsächliche Wirkung der Reden und auf welche Weise die exempla das Publikum beeinflusst haben. Doch ist es nicht das Ziel der Arbeit einen umfassenden Überblick über die in den römischen Quellentexten aufzufinden exempla zu geben, dies ist allein aufgrund des begrenzten Raums nicht möglich. Die Quellenbeispiele sollen lediglich die Argumentation untermauern und, dass es sich dabei nicht um einzelne Phänomene handelt wird durch die im Anhang aufgeführte Sekundärliteratur, welche sich ausführlich mit den exempla in der römischen Rhetorik und Gesellschaft befasst, belegt.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Mar 18, 2013
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Pages
19
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ISBN
9783656393221
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Language
German
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Genres
History / Ancient / General
History / General
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Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 3,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis 1.Einleitung 2.Thematik der beiden Romane 3.Erzähltextanalysen 3.1.Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende 3.2.Leo Perutz: Wohin rollst du, Äpfelchen... 4.Heimkehrer der anderen Art – Franz Tunda und Georg Vittorin 5.Fazit 6.Literaturverzeichnis 1.Einleitung Die Literatur der Weimarer Republik ist vielfältig und facettenreich. Es gibt nicht die Literatur der Weimarer Republik, sondern viele literarische Strömungen. Eine davon ist die Neue Sachlichkeit zu der auch die Romane Die Flucht ohne Ende von Joseph Roth und Wohin rollst du, Äpfelchen... von Leo Perutz gezählt werden. Allerdings ist auch die-se Strömung nicht in sich homogen, sodass es keine Programmatik gab an der die Schrift-steller sich orientierten. Dennoch lassen sich an den Texten, die sich dieser Strömung zugehörig fühlen, und auch von der Forschung dort verortet werden, Kriterien festmachen die neusachliches Schreiben ausmachen. Als Heimkehrerroman vertreten die beiden genannten Romane ein zu dieser Zeit äußerst populäres Genre. Wohin rollst du, Äpfelchen... erschien am 25. März 1928 als Fortset-zungsroman in der Berliner Illustrirte Zeitung. An der Auflagensteigerung um dreißigtau-send Exemplare, lässt sich der Erfolg ablesen, der sicher nicht nur dem enormen Rekla-meaufwand des Ullstein-Verlags zuzuschreiben ist, sondern er traf mit seiner Thematik und der Umsetzung dieser, in einem scheinbar leichten unterhaltsamen Abenteuerroman , den Nerv der Zeit. Schließlich wurde der Roman auch für die „Gelbe Ullstein-Reihe“ verlegt. Aus dem Gesamtwerk Perutz‘ sticht der Roman jedoch heraus, da der Schrift-steller, im Gegensatz zu seinen historischen oder phantastischen Romanen, hier ohne Binnen- und Rahmenhandlung erzählt, welche seine übrigen Texte kennzeichnen und auch den Forschungsschwerpunkt bei Perutz bilden. Daher lassen sich auch zu dem hier behandelten Roman wenig wissenschaftliche Texte finden, da sich die Forschung haupt-sächlich mit der für Perutz typischen strukturellen Mehrdeutigkeit und dem unzuverlässi-gen Erzählen in seinen Texten beschäftigt. Joseph Roths 1927 veröffentlichter Roman Die Flucht ohne Ende hingegen wird in der neueren Forschung immer wieder unter dem Aspekt des unzuverlässigen Erzählens the-matisiert.
Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Eine wissenschaftliche Arbeit über den Heimatfilm der Fünfziger Jahre. Das klingt für die meisten erst einmal abwegig. Wird dieses Genre wegen seiner Trivialität und Banalität doch immer gerne verspottet und belächelt. Es ist nicht abzustreiten, dass Heimatfilme nicht gerade anspruchsvoll sind, geschweige den hohen filmischen Ansprüchen gerecht werden, aber sie sind ein einmaliges Phänomen in der deutschen Filmgeschichte. Niemals vor und niemals nach den Fünfzigern erlebte dieses Genre einen derartigen Boom. Und genau aus diesem Grund sind die Heimatfilme für Historiker interessant. Denn geht man der Frage nach, warum der Heimatfilm gerade in den Fünfzigern seine größten Erfolge feierte, stellt man fest, dass die Gründe dafür vor allem in der damaligen Lebensrealität zu suchen sind. Die Lebensumstände der Menschen machten die Heimatfilmwelle erst möglich und brachten sie auch zu einem Ende. Viele zeitgenössische oder ältere Forschungsarbeiten sprechen dem Heimatfilm restaurative Tendenzen zu, wohingegen neuerer Arbeiten vom Heimatfilm als „vehicle into the future rather than into the past“ sprechen. Sie vertreten also die genau gegenteilige Meinung. Die Schwierigkeit beim Auffinden von Forschungsliteratur lag weniger darin überhaupt Literatur zu finden, vielmehr lag das Problem darin von Historikern verfasste Texte zu finden. Von Film- und Kulturwissenschaftlern gibt es sehr viele Arbeiten über den Heimatfilm, wohingegen er von Historikern zwar stets erwähnt aber nie genauer behandelt wird. Zu einzelnen Aspekten lassen sich Aufsätze finden, aber eine umfassende geschichtswissenschaftliche Arbeit zum Thema liegt noch nicht vor. Meine These, dass die Versöhnung von Tradition und Moderne im Heimatfilm den Menschen half sich von der Vergangenheit zu lösen, stützt sich vor allem auf neuere Forschungserkenntnisse. Um diese These zu begründen gilt es zuerst die Frage zu klären, ob die Darstellungen im Heimatfilm denn überhaupt als Versöhnung zu deuten sind und wenn ja, inwieweit diese Versöhnung den Menschen den Weg in die Zukunft zeigen konnte. Um darauf eine Antwort zu erhalten, werde ich zuerst einen groben gesellschafts- und kulturgeschichtlichen Überblick über die Fünfziger Jahre geben um dies dann auf den Heimatfilm zu übertagen, wobei ich meine Aussagen an drei typischen Heimatfilmen belegen werde.
Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Mehrsprachigkeitsforschung synchron und diachron, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern, daß sie es verschlingt.“ (Goethe, Maximen und Reflexion) Die Tatsache, dass Sprache sich in einem stetigen Wandel befindet und sich nicht vor Einflüssen von außen verschließen kann erkannte also bereits Goethe. Damals war es vor allem das Französische, mit dem das Deutsche in engem Sprachkontakt stand. Wer das Französische beherrschte galt als gebildet und um dies zu zeigen verwendete man gerne und häufig französische Wörter und Ausdrücke oder sprach gar nur Französisch. Im Vergleich dazu ist das Englische in Deutschland heutzutage weit weniger dominant. Man spricht noch Deutsch und lehnt seine Muttersprache nicht ab weil sie als Sprache des Proletariats gilt. Jedoch wird das Englische von Kritikern seit Jahren als eine Be-drohung für die deutsche Sprache gesehen und dementsprechend präsent ist das Thema Anglizismen, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in den Medien. Landläufig ist man der Meinung es seien vor allem die neuen Medien, die sich des Englischen statt des Deutschen bedienen und so den Sprecher beeinflussen. Wie diese Untersuchung zeigen wird, ist nicht abzustreiten, dass der Anteil von Anglizismen in der Werbung stetig steigt, allerdings bedeutet dies nicht, dass diese vom Sprecher auch sofort übernommen werden und Zugang zum allgemeinen Wortschatz finden. Sie sind teilweise nur so etwas wie Moderescheinungen, die sich, wie die Produkte für die sie werben, entweder auf dem Markt behaupten oder aber genauso schnell wie sie aufgetaucht sind auch wieder verschwinden. In der vorliegenden Arbeit wird die Quantität und Qualität der Anglizismen in den Werbeslogans von Werbeanzeigen aus jeweils 8 Stern Magazinen des Jahres 1962 und 2012 genauer untersucht. Die Untersuchung wird sich auf der Ebene der Lexik bewegen, sodass im ersten Teil der Arbeit einige grundlegende Fachtermini genauer erläutert werden. Im zweiten Teil erfolgt dann eine Auswertung des bearbeiteten Materials, hinsichtlich der zuvor definierten Begriffe. Aus Platzgründen ist es leider nicht möglich alle vorkommenden Anglizismen genauer zu erläutern, sodass nur einige Beispiele herausgegriffen wurden, die besonders interessant erschienen. Primär soll es nicht darum gehen, so wie es bisher das Ziel vieler wissenschaftlicher Untersuchungen war, die Gründe für die Verwendung der Anglizismen zu finden, sondern viel mehr um ihre Beschreibung. Also wie häufig sind Anglizismen anzutreffen
Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Mehrsprachigkeitsforschung synchron und diachron, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern, daß sie es verschlingt.“ (Goethe, Maximen und Reflexion) Die Tatsache, dass Sprache sich in einem stetigen Wandel befindet und sich nicht vor Einflüssen von außen verschließen kann erkannte also bereits Goethe. Damals war es vor allem das Französische, mit dem das Deutsche in engem Sprachkontakt stand. Wer das Französische beherrschte galt als gebildet und um dies zu zeigen verwendete man gerne und häufig französische Wörter und Ausdrücke oder sprach gar nur Französisch. Im Vergleich dazu ist das Englische in Deutschland heutzutage weit weniger dominant. Man spricht noch Deutsch und lehnt seine Muttersprache nicht ab weil sie als Sprache des Proletariats gilt. Jedoch wird das Englische von Kritikern seit Jahren als eine Be-drohung für die deutsche Sprache gesehen und dementsprechend präsent ist das Thema Anglizismen, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in den Medien. Landläufig ist man der Meinung es seien vor allem die neuen Medien, die sich des Englischen statt des Deutschen bedienen und so den Sprecher beeinflussen. Wie diese Untersuchung zeigen wird, ist nicht abzustreiten, dass der Anteil von Anglizismen in der Werbung stetig steigt, allerdings bedeutet dies nicht, dass diese vom Sprecher auch sofort übernommen werden und Zugang zum allgemeinen Wortschatz finden. Sie sind teilweise nur so etwas wie Moderescheinungen, die sich, wie die Produkte für die sie werben, entweder auf dem Markt behaupten oder aber genauso schnell wie sie aufgetaucht sind auch wieder verschwinden. In der vorliegenden Arbeit wird die Quantität und Qualität der Anglizismen in den Werbeslogans von Werbeanzeigen aus jeweils 8 Stern Magazinen des Jahres 1962 und 2012 genauer untersucht. Die Untersuchung wird sich auf der Ebene der Lexik bewegen, sodass im ersten Teil der Arbeit einige grundlegende Fachtermini genauer erläutert werden. Im zweiten Teil erfolgt dann eine Auswertung des bearbeiteten Materials, hinsichtlich der zuvor definierten Begriffe. Aus Platzgründen ist es leider nicht möglich alle vorkommenden Anglizismen genauer zu erläutern, sodass nur einige Beispiele herausgegriffen wurden, die besonders interessant erschienen. Primär soll es nicht darum gehen, so wie es bisher das Ziel vieler wissenschaftlicher Untersuchungen war, die Gründe für die Verwendung der Anglizismen zu finden, sondern viel mehr um ihre Beschreibung. Also wie häufig sind Anglizismen anzutreffen
Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 3,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis 1.Einleitung 2.Thematik der beiden Romane 3.Erzähltextanalysen 3.1.Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende 3.2.Leo Perutz: Wohin rollst du, Äpfelchen... 4.Heimkehrer der anderen Art – Franz Tunda und Georg Vittorin 5.Fazit 6.Literaturverzeichnis 1.Einleitung Die Literatur der Weimarer Republik ist vielfältig und facettenreich. Es gibt nicht die Literatur der Weimarer Republik, sondern viele literarische Strömungen. Eine davon ist die Neue Sachlichkeit zu der auch die Romane Die Flucht ohne Ende von Joseph Roth und Wohin rollst du, Äpfelchen... von Leo Perutz gezählt werden. Allerdings ist auch die-se Strömung nicht in sich homogen, sodass es keine Programmatik gab an der die Schrift-steller sich orientierten. Dennoch lassen sich an den Texten, die sich dieser Strömung zugehörig fühlen, und auch von der Forschung dort verortet werden, Kriterien festmachen die neusachliches Schreiben ausmachen. Als Heimkehrerroman vertreten die beiden genannten Romane ein zu dieser Zeit äußerst populäres Genre. Wohin rollst du, Äpfelchen... erschien am 25. März 1928 als Fortset-zungsroman in der Berliner Illustrirte Zeitung. An der Auflagensteigerung um dreißigtau-send Exemplare, lässt sich der Erfolg ablesen, der sicher nicht nur dem enormen Rekla-meaufwand des Ullstein-Verlags zuzuschreiben ist, sondern er traf mit seiner Thematik und der Umsetzung dieser, in einem scheinbar leichten unterhaltsamen Abenteuerroman , den Nerv der Zeit. Schließlich wurde der Roman auch für die „Gelbe Ullstein-Reihe“ verlegt. Aus dem Gesamtwerk Perutz‘ sticht der Roman jedoch heraus, da der Schrift-steller, im Gegensatz zu seinen historischen oder phantastischen Romanen, hier ohne Binnen- und Rahmenhandlung erzählt, welche seine übrigen Texte kennzeichnen und auch den Forschungsschwerpunkt bei Perutz bilden. Daher lassen sich auch zu dem hier behandelten Roman wenig wissenschaftliche Texte finden, da sich die Forschung haupt-sächlich mit der für Perutz typischen strukturellen Mehrdeutigkeit und dem unzuverlässi-gen Erzählen in seinen Texten beschäftigt. Joseph Roths 1927 veröffentlichter Roman Die Flucht ohne Ende hingegen wird in der neueren Forschung immer wieder unter dem Aspekt des unzuverlässigen Erzählens the-matisiert.
Laura Moser
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Eine wissenschaftliche Arbeit über den Heimatfilm der Fünfziger Jahre. Das klingt für die meisten erst einmal abwegig. Wird dieses Genre wegen seiner Trivialität und Banalität doch immer gerne verspottet und belächelt. Es ist nicht abzustreiten, dass Heimatfilme nicht gerade anspruchsvoll sind, geschweige den hohen filmischen Ansprüchen gerecht werden, aber sie sind ein einmaliges Phänomen in der deutschen Filmgeschichte. Niemals vor und niemals nach den Fünfzigern erlebte dieses Genre einen derartigen Boom. Und genau aus diesem Grund sind die Heimatfilme für Historiker interessant. Denn geht man der Frage nach, warum der Heimatfilm gerade in den Fünfzigern seine größten Erfolge feierte, stellt man fest, dass die Gründe dafür vor allem in der damaligen Lebensrealität zu suchen sind. Die Lebensumstände der Menschen machten die Heimatfilmwelle erst möglich und brachten sie auch zu einem Ende. Viele zeitgenössische oder ältere Forschungsarbeiten sprechen dem Heimatfilm restaurative Tendenzen zu, wohingegen neuerer Arbeiten vom Heimatfilm als „vehicle into the future rather than into the past“ sprechen. Sie vertreten also die genau gegenteilige Meinung. Die Schwierigkeit beim Auffinden von Forschungsliteratur lag weniger darin überhaupt Literatur zu finden, vielmehr lag das Problem darin von Historikern verfasste Texte zu finden. Von Film- und Kulturwissenschaftlern gibt es sehr viele Arbeiten über den Heimatfilm, wohingegen er von Historikern zwar stets erwähnt aber nie genauer behandelt wird. Zu einzelnen Aspekten lassen sich Aufsätze finden, aber eine umfassende geschichtswissenschaftliche Arbeit zum Thema liegt noch nicht vor. Meine These, dass die Versöhnung von Tradition und Moderne im Heimatfilm den Menschen half sich von der Vergangenheit zu lösen, stützt sich vor allem auf neuere Forschungserkenntnisse. Um diese These zu begründen gilt es zuerst die Frage zu klären, ob die Darstellungen im Heimatfilm denn überhaupt als Versöhnung zu deuten sind und wenn ja, inwieweit diese Versöhnung den Menschen den Weg in die Zukunft zeigen konnte. Um darauf eine Antwort zu erhalten, werde ich zuerst einen groben gesellschafts- und kulturgeschichtlichen Überblick über die Fünfziger Jahre geben um dies dann auf den Heimatfilm zu übertagen, wobei ich meine Aussagen an drei typischen Heimatfilmen belegen werde.
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