Die Gestalt Svidrigajlovs in Dostojewskis Roman "Schuld und Sühne"

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Slawische Länder, Note: 1,7, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Veranstaltung: Dostojewskijs Roman: Verbrechen und Strafe, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Figur des Arkadi Iwanowitsch Svidrigajlov aus Fjodor M. Dostojewskis Roman „Schuld und Sühne“. Wie vielschichtig die Rolle und Funktion ist, die Dostojewski Svidrigajlov zuschreibt, wie wichtig er für die Handlung und Aussage von „Schuld und Sühne“ ist, und mit welchen Mitteln Dostojewski dies verdeutlicht, werde ich in der folgenden Hausarbeit erörtern. Denn Svidrigajlov ist nicht nur der Bösewicht des Romans, viel mehr ist er von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Rodion Romanowitsch Raskolnikoff. Zunächst werde ich auf die Äußerlichkeiten und die Biografie des Svidrigajlovs eingehen und dann im nächsten Schritt die besondere Konstellation von Svidrigajlov und Raskolnikoff erörtern, die für das richtige Verständnis der verschiedenen Aspekte des Romans von zentraler Bedeutung ist. Des Weiteren werde ich die aussagekräftigsten Eigenschaften Svidrigajlovs und Motive, die mit ihm in Verbindung stehen näher erläutern. Zum Schluss dieser Arbeit werde ich noch einen kurzen Einblick in die Methoden geben, die Dostojewski am Beispiel der Figur Svidrigajlov anwendet. Über den Hintergrund des Namens Svidrigajlov gibt es verschiedene Meinungen. So liege laut Dietrich Wörn Dostojewskis Motivation in dem deutschen Wort geil. Zumal Svidrigajlov kein typisch russisch klingender Name sei, und somit, im negativen Sinne, das westlich-fremdländische widerspiegele. Rudolf Neuhäuser hingegen verweist auf Peace, den der Name an Dvigajlov erinnere, einen litauischen Fürsten des 15. Jahrhunderts, der gegen die Orthodoxie in Russland zu Felde zog. Er sei wie Svidrigajlov der Heide und Barbar par exellence. So lässt sich schon aus dem Namen schließen, dass Svidrigajlov als Repräsentant der falschen Werte und Normen von Dostojewski eingesetzt wird. Svidrigajlov ist eine abwechslungsreiche und interessante Figur, die sich allerdings selbst vor Langeweile nicht zu helfen weiß. Er wird zum Falschspieler, Wolllüstling, Kinderschänder, zumindest verdächtigerweise zum Mörder und schlussendlich zum Selbstmörder.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Nov 15, 2010
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Pages
25
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ISBN
9783640752157
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Language
German
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Genres
Language Arts & Disciplines / Linguistics / Historical & Comparative
Literary Criticism / European / Eastern
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Content Protection
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Levana Oesting
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Slawische Länder, Note: 1,7, Universität Bremen, Veranstaltung: Weltliteratur - ein neues altes Konzept?, Sprache: Deutsch, Abstract: Die theoretischen Grundlagen für meine Arbeit bilden Elke Sturm-Trigonakis mit ihrem Konzept einer Neue Weltliteratur, in dem fragmentarische Zeitstrukturen eine entscheidende Rolle spielen und Michail Bachtin mit seinem Konzept des Chronotopos. Ich habe Olga Grjasnowa Erstlingswerk gewählt, da es mich während und nach der Lektüre sehr bewegt hat und mir die Idee lieferte für diese Analyse. Die fragmentarischen Zeitstrukturen in Grjasnowas Roman reißen den Leser in eine Art „Zeitstrudel“, in dem die Orientierung entlang einer chronologischen Zeitachse verloren geht. Die Zeiten wie Vergangenheit und Gegenwart, sowie die damit verknüpften Orte unterliegen keiner durchgehenden chronologischen Ordnung. Die vermeintliche Gegenwart vermischt sich bis zur Unkenntnis mit den Erinnerungen an bestimmte Momente, Erlebnisse oder Lebenssituationen der Protagonistin Mascha. Die Antwort auf die Frage nach Transnationalität oder einer Neuen Weltliteratur, die aufkommt beim Hinzuziehen von Sturm-Trigonakis‘ Konzept, wird nicht Hauptanliegen meiner Arbeit sein. Es wird keine kategorische Abhandlung der Bedingungen, die an Transnationalität oder/und eine Neue Weltliteratur geknüpft sind. Stattdessen werde ich eine Bedingung, die Kategorie der Zeitstruktur, aus Sturm-Trigonakis ́ Konzept einer NWL hervorgehoben betrachten und im theoretischen Zusammenhang, besonders Bachtins, an besagtem Roman analysieren. In Bachtins Chronotopos spielt auch der Raum eine unweigerliche Rolle, doch diese werde ich, seinem Beispiel folgend, nicht gesondert von der Zeitstruktur des Romans behandeln, sondern nur, wenn ein direkte Verbindung aufgezeigt werden kann. Der Aufbau meiner Arbeit wird mit der kurzen Darlegung der grundlegenden Theorien von Bachtin und Sturm-Trigonakis in ihren, für mich relevanten, Wesenszügen beginnen, um dann im Folgenden zur Anwendung dieser theoretischen Konzepte in der Romananalyse kommen zu können. Ein abschließendes Fazit soll meine Arbeit insbesondere in Bezug auf meine Zielsetzung auswerten: Ich möchte anhand dieses Romans und mithilfe besagter Theorien unser als selbstverständlich empfundenes Zeitkonzept hinterfragen. Unsere feste Überzeugung vom chronologisch erfolgenden Fortschritt, der Ordnung der Weltgeschichte.
Levana Oesting
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Idee meiner Thesis geht zurück auf eine Äußerung Paul Bowles, die er in einem Interview zu der Frage bezüglich seiner Motivation, den Roman "Himmel über der Wüste" zu schreiben, formuliert hatte: „What I wanted to tell is what the desert can do to us. The desert is the protagonist.” Ich möchte in dieser Arbeit versuchen zu ergründen, was Bowles zu dieser Aussage veranlasste. Was ist das Besondere an der Wüste und wie ist es möglich, einer Landschaft die Funktion eines Protagonisten zuzusprechen und wie wirkt sich das auf den Text aus? Während der Lektüre des Textes Himmel über der Wüste wirkt die Wüstenlandschaft wie eine alles umfassende Kulisse. Die Sahara in ihrer Absolutheit ist als Ort des Geschehens so endgültig und unantastbar gewählt, dass man sich während der Lektüre wie im Treibsand gefangen fühlt. Wie steht das im Zusammenhang mit der Aussage Bowles? Als weiteren zu untersuchenden Text habe ich den Englischen Patienten von Michael Ondaatje gewählt. Hier ist die Wüste Kriegsschauplatz (in Himmel über der Wüste hingegen ist die Wüste als Ort der weitesten Entfernung von den Auswirkungen des Krieges gewählt worden), der zum Dreh- und Angelpunkt der Erzählung wird. Die Räume und Orte, die dieser Text eröffnet, sind gebrochen, zerstört, restauriert, offen und miteinander sowie mit dem Medium Text verbunden. Eine Analyse des Englischen Patienten hinsichtlich meiner Frage und Untersuchung zu der Bedeutung und Beziehung von den Wüstenräumen im Text scheint mir daher als äußert aufschlussreich. [...]
Levana Oesting
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Slawische Länder, Note: 1,7, Universität Bremen, Veranstaltung: Weltliteratur - ein neues altes Konzept?, Sprache: Deutsch, Abstract: Die theoretischen Grundlagen für meine Arbeit bilden Elke Sturm-Trigonakis mit ihrem Konzept einer Neue Weltliteratur, in dem fragmentarische Zeitstrukturen eine entscheidende Rolle spielen und Michail Bachtin mit seinem Konzept des Chronotopos. Ich habe Olga Grjasnowa Erstlingswerk gewählt, da es mich während und nach der Lektüre sehr bewegt hat und mir die Idee lieferte für diese Analyse. Die fragmentarischen Zeitstrukturen in Grjasnowas Roman reißen den Leser in eine Art „Zeitstrudel“, in dem die Orientierung entlang einer chronologischen Zeitachse verloren geht. Die Zeiten wie Vergangenheit und Gegenwart, sowie die damit verknüpften Orte unterliegen keiner durchgehenden chronologischen Ordnung. Die vermeintliche Gegenwart vermischt sich bis zur Unkenntnis mit den Erinnerungen an bestimmte Momente, Erlebnisse oder Lebenssituationen der Protagonistin Mascha. Die Antwort auf die Frage nach Transnationalität oder einer Neuen Weltliteratur, die aufkommt beim Hinzuziehen von Sturm-Trigonakis‘ Konzept, wird nicht Hauptanliegen meiner Arbeit sein. Es wird keine kategorische Abhandlung der Bedingungen, die an Transnationalität oder/und eine Neue Weltliteratur geknüpft sind. Stattdessen werde ich eine Bedingung, die Kategorie der Zeitstruktur, aus Sturm-Trigonakis ́ Konzept einer NWL hervorgehoben betrachten und im theoretischen Zusammenhang, besonders Bachtins, an besagtem Roman analysieren. In Bachtins Chronotopos spielt auch der Raum eine unweigerliche Rolle, doch diese werde ich, seinem Beispiel folgend, nicht gesondert von der Zeitstruktur des Romans behandeln, sondern nur, wenn ein direkte Verbindung aufgezeigt werden kann. Der Aufbau meiner Arbeit wird mit der kurzen Darlegung der grundlegenden Theorien von Bachtin und Sturm-Trigonakis in ihren, für mich relevanten, Wesenszügen beginnen, um dann im Folgenden zur Anwendung dieser theoretischen Konzepte in der Romananalyse kommen zu können. Ein abschließendes Fazit soll meine Arbeit insbesondere in Bezug auf meine Zielsetzung auswerten: Ich möchte anhand dieses Romans und mithilfe besagter Theorien unser als selbstverständlich empfundenes Zeitkonzept hinterfragen. Unsere feste Überzeugung vom chronologisch erfolgenden Fortschritt, der Ordnung der Weltgeschichte.
Levana Oesting
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: „Melancholie: Das Vergnügen traurig zu sein.“ - Victor Hugo "Wo die Barmherzigkeit und Klugheit ist, da ist nicht Verschwendung noch Täuschung." - Franz von Assisi Melancholie und Barmherzigkeit sind die Namensgeber der zwei autobiografischen Romane dieser Arbeit. Lore Berger schreibt während der Anfangszeit des Zweiten Weltkrieges von der Barmherzigkeit ihrer Heimatlandschaft. Sie ist zu Beginn der Aufzeichnungen 22 Jahre alt und hat unter anderem einen zweijährigen Hungerstreik hinter sich. Bettina Galvagni erzählt ihre Geschichte Ende der 1990iger Jahre. Auch Anfang Zwanzig blickt sie auf eine Episode ihres Lebens zurück, die geprägt ist von Hunger und Niedergeschlagenheit. Die beiden autobiografischen Romane gewähren einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Magersüchtigen. In dieser Arbeit sollen die von Lore Berger und Bettina Galvagni dargestellten Welten in Bezug auf die Krankheit Anorexia nervosa analysiert und verglichen werden. Wie wird mit der Magersucht umgegangen zu der jeweiligen Zeit? Gibt es Hoffnung auf Heilung, auf eine erfolgreiche Therapie? Welche Ursachen könnten ausschlaggebend für die Erkrankung gewesen sein? Es werden das soziale Umfeld und die subjektiven Wahrnehmungen und Empfindungen der Betroffenen werden erörtert. Außerdem ist die Funktion, die das autobiografische Schreiben für beide Autorinnen einnimmt, zu erläutern. Hierbei geht um die Motive und die Bedeutung, die das Niederschreiben der eigenen Geschichte hat. Die große Schwere der Existenz und die tiefe Traurigkeit, die in beiden Werken zum Ausdruck gebracht werden, möchte ich mit Hilfe von Forschungsliteratur über die Krankheit der Anorexia nervosa zu ergründen versuchen. Mein Ziel ist es, die Melancholie und das Erbitten um Barmherzigkeit in seiner ganzen Größe und Tragweite zu erfassen und verständlich zu machen. Es handelt sich in beiden Fällen um Mädchen, die während der Pubertät den Entschluss fassten, ihre Gesundheit zu ruinieren, ihren Körper verschwinden zu lassen. Somit steht im Mittelpunkt der Arbeit die Darstellung und Aufklärung zweier Fallbeispiele der Magersucht.
Levana Oesting
Masterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Universität Bremen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Idee meiner Thesis geht zurück auf eine Äußerung Paul Bowles, die er in einem Interview zu der Frage bezüglich seiner Motivation, den Roman "Himmel über der Wüste" zu schreiben, formuliert hatte: „What I wanted to tell is what the desert can do to us. The desert is the protagonist.” Ich möchte in dieser Arbeit versuchen zu ergründen, was Bowles zu dieser Aussage veranlasste. Was ist das Besondere an der Wüste und wie ist es möglich, einer Landschaft die Funktion eines Protagonisten zuzusprechen und wie wirkt sich das auf den Text aus? Während der Lektüre des Textes Himmel über der Wüste wirkt die Wüstenlandschaft wie eine alles umfassende Kulisse. Die Sahara in ihrer Absolutheit ist als Ort des Geschehens so endgültig und unantastbar gewählt, dass man sich während der Lektüre wie im Treibsand gefangen fühlt. Wie steht das im Zusammenhang mit der Aussage Bowles? Als weiteren zu untersuchenden Text habe ich den Englischen Patienten von Michael Ondaatje gewählt. Hier ist die Wüste Kriegsschauplatz (in Himmel über der Wüste hingegen ist die Wüste als Ort der weitesten Entfernung von den Auswirkungen des Krieges gewählt worden), der zum Dreh- und Angelpunkt der Erzählung wird. Die Räume und Orte, die dieser Text eröffnet, sind gebrochen, zerstört, restauriert, offen und miteinander sowie mit dem Medium Text verbunden. Eine Analyse des Englischen Patienten hinsichtlich meiner Frage und Untersuchung zu der Bedeutung und Beziehung von den Wüstenräumen im Text scheint mir daher als äußert aufschlussreich. [...]
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