Die Satzgliedlehre im Deutschunterricht – was kommt an bzw. was bleibt übrig?: Überlegungen anhand des Vergleichs eines gymnasialen Schulbuches mit einer Standardgrammatik

GRIN Verlag
Free sample

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik, Note: 1,7, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Grammatik – ein Ausdruck, der bei vielen Schülerinnen und Schülern Entsetzen auslöst. Zu langweilig ist die Materie, so ein gängiges Vorurteil. Auch unter Sprachdidaktikern scheint man seit den 70-er Jahren vom traditionellen Grammatikunterricht abgekommen zu sein. Begriffe wie „Sprachreflexion“, „Funktionalität“ und „situationsorientierter Grammatikunterricht“ stehen inzwischen im Vordergrund. Auf der anderen Seite konstatieren Sprachwissenschaftler zunehmend einen mangelnden Kenntnisstand hinsichtlich grammatischer Phänomene, u.a. bei Studienanfängern der Germanistik. So veröffentlichte Ulrich Schmitz, Professor an der Universität Duisburg-Essen, die Ergebnisse eines Tests, in dem Studierende nach der Bedeutung grammatischer Fachausdrücke befragt wurden. Es zeigte sich, dass nur fünf von circa 200 Studierenden mehr als 50 Prozent der Fragen richtig beantworten konnten. (Schmitz 2003:452-458, zitiert nach: Dürscheid i. E.) Christa Dürscheid schreibt gar: „Daraus resultiert [...], dass im muttersprachlichen Unterricht [...] kein systematisches Grammatikwissen aufgebaut wird. So können sich viele Studenten auf Nachfrage nicht mehr daran erinnern, dass ein grammatischer Terminus in ihrer Schulzeit jemals eingeführt wurde.“ (Dürscheid i. E.) Es scheint ein trauriges Bild zu sein, das hier auf die Sprachwissenschaft und die Sprachdidaktik geworfen wird. Sollte die Auseinandersetzung mit der deutschen Grammatik bald eine elitäre Spezialwissenschaft weniger Fachkundiger sein? Das „Verzeichnis grundlegender grammatischer Fachausdrücke“ – letztmalig am 26.02.1982 von der Kultusministerkonferenz herausgegeben – gab eine Art allgemeinen Kanon grammatischen Wissens vor, wobei unklar bleibt, inwiefern dieser tatsächlich maßgebend für den Deutschunterricht an Schulen war. In den neuen „Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Mittleren Schulabschluss“ (2003), die im Schuljahr 2004/05 in Kraft getreten sind, wird nicht mehr explizit auf dieses Verzeichnis verwiesen (Dürscheid i. E.) - ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Grammatik im Rückzug befindet? Aber wie sieht sie nun tatsächlich aus, die Grammatik der deutschen Sprache, die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse heute an einem Gymnasium lernen? Was kommt an bzw. was bleibt übrig von den Ansätzen, Regeln und Festlegungen zur Grammatik aus Sicht der Sprachwissenschaft bzw. der wissenschaftlichen Sprachdidaktik?
Read more
Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
Jun 29, 2012
Read more
Pages
22
Read more
ISBN
9783656227588
Read more
Language
German
Read more
Genres
Education / Teaching Methods & Materials / Reading & Phonics
Foreign Language Study / German
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Read Aloud
Available on Android devices
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Altertum, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Die soziale Krise, die Tiberius Gracchus als erster zu lösen versuchte, war eine Agrarkrise. Dieser setzte sich an die Spitze der Unzufriedenen und forderte eine Bodenreform zur Problemlösung. Ohne Zweifel ist die historische Bedeutsamkeit der Agrarkrise immens, da sie die Grundlage für die Sempronische Agrarreform des Jahres 133 v. Chr. unter Tiberius Sempronius Gracchus darstellt. Theodor Mommsen sah die damalige Agrarkrise noch schärfer: Das Ackergesetz „war das einzige Mittel, um einen noch viel größeren, ja den Staat geradezu vernichtenden Übel, dem Untergang des italischen Bauernstandes, wenigstens auf lange hinaus zu steuern“. Der im Besitz des Gemeinwesens befindliche Grund und Boden (ager publicus) sollte nach geltendem Recht, das jedoch von den Großgrundbesitzern in der Vergangenheit missachtet bzw. umgangen worden war, zugunsten der Kleinbauern umverteilt werden. Diese Maßnahme war notwendig, nicht nur um das Recht wieder herzustellen, sondern auch um den römischen Bauernstand, der durch die Besitzgier der Reichen in Existenznot geraten war, zu stärken. Nur ein starker Bauernstand, der auf erblichem jedoch unverkäuflichen Land seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet, wäre in der Lage, das Milizwesen als Machtbasis Roms zu erhalten und somit auch die innere Sicherheit zu gewährleisten, die z. B. durch die Sklavenaufständen auf Sizilien (erster Sizilischer Sklavenkrieg von 135-132 v. Chr.) bedroht worden war. Daher beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Agrarkrise der römischen Republik und den Motiven hinsichtlich des ager publicus, die zu den Reformversuchen des Tiberius Gracchus und folglich zu einer Initiative für ein Ackergesetz führten. Unter Motiven sind die Beweggründe des Tiberius Gracchus, hinsichtlich einer Neuregelung zur Nutzung des ager publicus, zu verstehen. Die vorliegende Arbeit will versuchen, die komplexen Zusammenhänge zwischen den Motiven des Tiberius Gracchus und deren Ursachen aufzuzeigen. Seit Mommsen ist es üblich geworden, das Jahr 133 v. Chr. als das Epochenjahr der „Römischen Revolution“ zu sehen.
You want to learn German quick and easy without getting bored about grammar? This book will help to train your language skills while saving your time. It contains five short and easy reading texts about the topic Shopping. These short stories train your vocabulary. Reading is an effective method to learn new vocabulary in the context. Important words about the topic are listed at the end of the book. For every text there are ten easy questions and solutions. The book is ideal for beginners at the level A1-A2 (Common European Framework of Reference for Languages). To translate words in your language, it is important to use your translation-feature on your e-book-reader.

Sie wollen schnell und einfach Deutsch lernen ohne von Grammatik gelangweilt zu werden? Dieses Buch hilft Ihnen Ihre Sprachkenntnisse zu trainieren und dabei Zeit zu sparen. Es beinhaltet fünf kurze und leicht verständliche Lesetexte zum Thema Einkaufen. Diese kurzen Geschichten trainieren Ihren Wortschatz. Lesen ist eine effektive Methode, um neue Vokabeln im Kontext zu lernen. Wichtige Wörter zum Thema sind am Ende des Buches aufgelistet. Zu jedem Text gibt es zehn einfache Fragen und Lösungen. Dieses Buch eignet sich für Anfänger auf dem Niveau A1-A2 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen). Um die Wörter in Ihre Sprache zu übersetzen ist es wichtig, die Übersetzungsfunktion auf dem E-Book-Reader zu nutzen.

Volete imparare il tedesco in modo rapido e semplice senza essere annoiato di grammatica? Questo libro vi aiuterà a migliorare le vostre abilità linguistiche mentre risparmiate tempo. Esso comprende cinque brevi e facile testi sul soggetto „Comprare“. Questi racconti eserciterà il vostro vocabolario. La lettura è un modo molto efficace per imparare nuove parole nel contesto. Parole importanti del tema sono elencati alla fine del libro. Ci sono dieci semplici domande e soluzioni per qualsiasi testo. Questo libro è adatto per i principianti di livello A2-B1 (quadro comune di riferimento europeo per la conoscenza delle lingue). Per tradurre le parole nella tua lingua è importante utilizzare la funzione di traduzione sul e-book-reader.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Note: 1,0, European Business School - Internationale Universität Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel, 70 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es sind jedoch gerade diese angeblichen positiven Effekte der Entwicklungshilfe und der Fortschritt in der entwicklungspolitischen Bekämpfung der Armut, die von einer Vielzahl von Kritikern zumindest angezweifelt wenn nicht sogar aufs Schärfste zurückgewiesen werden. So konstatiert beispielsweise Peter Bauer: „Man unterschätzt die Völker der Dritten Welt, wenn man behauptet, sie könnten im Gegensatz zum Westen materiellen Fortschritt nicht ohne Almosen von außen erlangen [...]. In Wirklichkeit haben sich große Teile der Dritten Welt rapide entwickelt, lange bevor sie Entwicklungshilfe erhielten [...]. Kurzum, ausschlaggebend für wirtschaftlichen Erfolg ist die Haltung der Menschen [...]. Hilfe von außen war noch zu keiner Zeit und nirgendwo für die Entwicklung eines Landes notwendig.“1 Gleichzeitig wird auch die uneigennützige Motivationslage in Frage gestellt und stattdessen nationale Interessen der Geberländer als die treibende Kraft in der Entwicklungspolitik unterstellt.2 Auch entwicklungspolitische Verfehlungen der Nehmerländer bleiben den Kritikern nicht verborgen. Gerade im Hinblick auf die nach wie vor desolate Lage in Afrika wird immer häufiger auf die Verantwortung der Entwicklungshilfenehmer hingewiesen. „Um Afrika südlich der Sahara war es [trotz Entwicklungshilfe] wohl noch nie so schlecht bestellt wie heute.“3 Dabei weist selbst der ghanaische UN-Generalsekretär darauf hin, „[...] dass Afrika längst nicht mehr Opfer, sondern Täter sei und in den mittlerweile fast fünf Dekaden seit Beginn der Unabhängigkeit praktisch nichts zur eigenen Entwicklung beigetragen habe.“4 Vor diesem Hintergrund stellt sich nun die Frage, inwieweit die traditionelle Entwicklungshilfe, wie sie seit 50 Jahren Anwendung findet, überhaupt noch gerechtfertigt werden kann. Kann und sollte die internationale Entwicklungszusammenarbeit so fortgeführt werden wie bisher? Welche Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge können auf Basis der gemachten Erfahrungen und jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse ausgesprochen werden? Die Betrachtung dieser Fragen ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. [1 Bauer (1982), S.9. 2 Vgl. Wagner (1993), S.12f.; Mosley (1987), S.32. 3 Drechsler (2004), S.9. 4 Drechsler (2004), S.9.]
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bedeutsamkeit des Themas Gedenkstättenbesuch nimmt eine besondere Rolle in der Geschichtsdidaktik ein, da Besuche in KZ-Gedenkstätten heute ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit in Schulen und in der außerschulischen politischen Jugendbildung sind. Seit vielen Jahren werden von Jugendverbänden Gedenkstättenfahrten angeboten. In der DDR gehörte der Gedenkstättenbesuch zum festen politischen Ritual für alle Heranwachsenden. „Es ist das Ziel der Bildungspolitik von Mecklenburg-Vorpommern, dass jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal während seiner Schulzeit eine KZ-Gedenkstätte, eine Gedenkstätte oder einen Gedenkort für die Opfer der jüngeren deutschen Geschichte aufsucht.“ Auch wenn der Begriff "Gedenkstätte" häufig mit den Opfern der NS-Verbrechen verbunden wird, stellt der Gedenkstättenbesuch im Allgemeinen eine Sonderform der Exkursion oder Erkundung im Rahmen der historisch-politischen Bildung dar, die ihr spezielles Profil durch die politische und geschichtskulturelle Funktion der Gedenkstätte erhält, insbesondere wenn die mit der historischen Stätte verbundene Gedenkkultur noch lebendig ist und die Gedenkeinrichtung sich am Ort des historischen Geschehens befindet. Der Besuch einer Gedenkstätte kann unterschiedlichen Zielsetzungen der historisch-politischen Bildung dienen. Hierzu zählen z. B. eine Initiation in die bewusste Teilhabe an einer gegebenen Gedenkkultur (das Gedenken oder Andenken steht im Mittelpunkt), die Veranschaulichung und Vertiefung einer historisch-politischen Thematik, die im Unterricht behandelt wird, eine Projektarbeit "vor Ort", die dem gemeinsamen entdeckenden Lernen (z. B. Spurensuche) dient oder die exemplarische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Praxis des historischen Gedenkens und ihren sich wandelnden Formen und Funktionen in Vergangenheit und Gegenwart. Daher beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Thema des Gedenkstättenbesuchs zur inhaltlichen Unterstützung der Unterrichtseinheit Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht. Dies soll im Folgenden zunächst allgemein und dann am Beispiel der Gedenkstätte Sachsenhausen geschehen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine geschichtsdidaktische Betrachtung des Gedenkstättenbesuchs, aber auch deren konkrete methodische Umsetzung am Beispiel der Gedenkstätte Sachsenhausen. Ziel dieser Hausarbeit ist es, aufzuzeigen, warum der Gedenkstättenbesuch zur inhaltlichen Unterstützung der Unterrichtseinheit Nationalsozialismus unabdingbar ist
Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Note: 1,0, European Business School - Internationale Universität Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel, 70 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es sind jedoch gerade diese angeblichen positiven Effekte der Entwicklungshilfe und der Fortschritt in der entwicklungspolitischen Bekämpfung der Armut, die von einer Vielzahl von Kritikern zumindest angezweifelt wenn nicht sogar aufs Schärfste zurückgewiesen werden. So konstatiert beispielsweise Peter Bauer: „Man unterschätzt die Völker der Dritten Welt, wenn man behauptet, sie könnten im Gegensatz zum Westen materiellen Fortschritt nicht ohne Almosen von außen erlangen [...]. In Wirklichkeit haben sich große Teile der Dritten Welt rapide entwickelt, lange bevor sie Entwicklungshilfe erhielten [...]. Kurzum, ausschlaggebend für wirtschaftlichen Erfolg ist die Haltung der Menschen [...]. Hilfe von außen war noch zu keiner Zeit und nirgendwo für die Entwicklung eines Landes notwendig.“1 Gleichzeitig wird auch die uneigennützige Motivationslage in Frage gestellt und stattdessen nationale Interessen der Geberländer als die treibende Kraft in der Entwicklungspolitik unterstellt.2 Auch entwicklungspolitische Verfehlungen der Nehmerländer bleiben den Kritikern nicht verborgen. Gerade im Hinblick auf die nach wie vor desolate Lage in Afrika wird immer häufiger auf die Verantwortung der Entwicklungshilfenehmer hingewiesen. „Um Afrika südlich der Sahara war es [trotz Entwicklungshilfe] wohl noch nie so schlecht bestellt wie heute.“3 Dabei weist selbst der ghanaische UN-Generalsekretär darauf hin, „[...] dass Afrika längst nicht mehr Opfer, sondern Täter sei und in den mittlerweile fast fünf Dekaden seit Beginn der Unabhängigkeit praktisch nichts zur eigenen Entwicklung beigetragen habe.“4 Vor diesem Hintergrund stellt sich nun die Frage, inwieweit die traditionelle Entwicklungshilfe, wie sie seit 50 Jahren Anwendung findet, überhaupt noch gerechtfertigt werden kann. Kann und sollte die internationale Entwicklungszusammenarbeit so fortgeführt werden wie bisher? Welche Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge können auf Basis der gemachten Erfahrungen und jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse ausgesprochen werden? Die Betrachtung dieser Fragen ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. [1 Bauer (1982), S.9. 2 Vgl. Wagner (1993), S.12f.; Mosley (1987), S.32. 3 Drechsler (2004), S.9. 4 Drechsler (2004), S.9.]
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Königtum und Königsherrschaft im Hochmittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Ohne Zweifel ist die Herrschaftsübernahme von Heinrich V. eines der spannendsten Themen im Hochmittelalter. Die Absetzung von Heinrich IV., des eigenen Vaters, ist und bleibt historisch unverwechselbar. Erstmalig wurde durch Heinrich V., dem Nachfolger des regierenden Kaisers, der erfolgreiche Versuch unternommen, mit Hilfe ihm aller zur Verfügung stehenden Mittel, die Herrschaftsübernahme zu erzwingen. Dieser sah sein Thronerbe, durch die breite Opposition gegen Heinrich IV., gefährdet. Er musste das Königtum der salischen Dynastie retten. Am 12. Dezember 1104 hat sich Heinrich V., der damals achtzehnjährige und bereits zum Nachfolger bestimmte Sohn Heinrich IV., von seinem Vater getrennt und nach Bayern zu einem Kreis Aufständischer begeben. Er setzte sich an die Spitze der Unzufriedenen und es kam zum offen ausgetragenen Konflikt um die Königsherrschaft. An der Spitze dieser breiten Widerstandsbewegung, welche sich gegen die Reichs- und Kirchenpolitik richtete, gelang es Heinrich V. den Vater durch List und Täuschung gefangen zunehmen. Heinrich IV. wurde zur Abdankung gezwungen und die Fürsten wählten Heinrich V. am 5.Januar 1106 in Mainz zum König. Zur Beurteilung dieser Vorgänge darf man nicht übersehen, dass Heinrich V. nicht der erste war, der sich gegen den Vater erhoben hat. Schon sein Bruder, Konrad, hat den selben Schritt getan. Obwohl am 30. Mai 1087 in Aachen bereits zum Nachfolger im Königsamt gekrönt, war er 1093 in das gegnerische Lager der Kirchenreformer unter Papst Urban II. übergewechselt. Jedoch durch eine geschickte Politik Heinrichs IV. waren die Fürsten im Mai 1098 bereit im Interesse des Staatswesens, der Enterbung Konrads zuzustimmen und ihn als künftigen König abzusetzen. Diese Ereignisse sind auf den ersten Blick dazu angetan, eine Tragödie im Salierhaus und kaltblütige Machtgier des jungen Heinrich V. anzunehmen. Diese Meinung überwiegt in der Forschung. Es gab Zeiten, da hat man in der listvollen Entmachtung des Vaters durch den Sohn sogar, „die teuflischste Tat der ganzen deutschen Geschichte“ gesehen. Auch in anderen wird die „skrupellose Brutalität, verborgen unter dem Deckmantel kirchlicher Gesinnung und hinter der Maske eines gewinnenden Äußeren“ , bei Heinrich V. herausgestellt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 1,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Veranstaltung: Raketenrüstung im 20 Jh., Sprache: Deutsch, Abstract: Der Ost-West Konflikt war von 1945 – 1990 das bestimmende Merkmal der Weltpolitik. Er war gekennzeichnet durch die machtpolitische Rivalität zwischen den USA und der UdSSR, sowie dem weltanschaulichen Gegensatz von Kommunismus und westlicher Demokratie. Die Auseinandersetzung zwischen den gegensätzlichen Systemen nahm zunächst die Form des „Kalten Krieges“ an und eskalierte mehrfach bis an den Rand eines Atomkriegs. Eng verknüpft mit dieser Zeit sind natürlich auch die Raketenrüstung und daraus resultierende Raketenstandorte innerhalb dieses globalen Konfliktes. Stellvertretend für die Zeit des „Kalten Krieges“ soll exemplarisch die Rolle der DDR als nuklearer Raketenstandort betrachtet werden. Im engeren Sinn des Wortes war die „Deutsche Demokratische Republik“ keine Nuklearmacht, denn sie besaßen keine eigenen Kernwaffen, doch „ihre Landstreitkräfte hätten im Kriegsfall [...] ihre taktischen und operativ-taktischen Raketensysteme den sowjetischen Streitkräften als Träger für nukleare Gefechtsköpfe zur Verfügung gestellt und wären damit Teil des nuklearen Potentials des Warschauer Vertrages geworden.“ Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, wie sich die DDR als nuklearer Raketenstandort während des Kalten Krieges charakterisierte. Es wird hier die These vertreten, dass die DDR im Design des Warschauer Paktes nur Mittel zum Zweck war, in welchem die Sowjetunion die Vormachtstellung inne hatte. Es soll festgestellt werden, warum die DDR dennoch ein bedeutsamer Raketenstandort und wichtiger Partner innerhalb des sowjetischen Gefüges war. Für die Zielstellung dieser Hausarbeit bedarf es zweier Untersuchungsschwerpunkte. Zunächst soll durch das Aufzeigen der Standorte und der Anzahl der verschiedenen Raketenverbände in der DDR ein struktureller Überblick verschafft werden. Dabei ist wichtig, dass man eine Differenzierung zwischen den Raketentruppen der NVA und denen der sowjetischen Westgruppe vornimmt. Anschließend sollen die entsprechenden Entscheidungsprozesse für den Raketenstandort DDR im Fokus stehen. Dazu zählt zum einen die Einbettung der DDR im Design des militärischen Bündnisses des Warschauer Paktes. Zum anderen wird untersucht, wer die Entscheidungsträger zur Aufstellung der verschiedenen Raketen waren und welchen Spielraum dabei die SED gegenüber Moskau innerhalb dieses Entscheidungsprozesses hatte. Abschließend wird in einem Resümee eine kritische Beurteilung der Teilergebnisse der Untersuchung erfolgen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter den Fürstenprivilegien Friedrichs II. von Hohenstaufen werden die Privilegien verstanden, die im Jahre 1220 den geistlichen und in den Jahren 1231/1232 den weltlichen Reichsfürsten erteilt wurden. Seit dem 19. Jahrhundert wird das erste der beiden als „Confoederatio cum principibus eccelesiasticis“ und das zweite als „Statutum in favorem principum“ bezeichnet. Die folgende Arbeit befasst sich mit dem bedeutendsten Fürstenprivileg der Staufer, dem „Statutum in favorem principum" – das Gesetz zugunsten der Landesherren. Bei dem 1231 von König Heinrich VII. erlassenen und dem im Mai 1232 von Kaiser Friedrich II. in Cividale bestätigten Privileg zugunsten der weltlichen Fürsten handelt es sich um eine gesetzliche Festschreibung und Bestätigung der fürstlichen Regalien in 23 Artikeln. In seinen Bestimmungen schützt der Herrscher die Fürsten vor der Anlage neuer Städte (§ 1-5), sichert ihnen wichtige Rechte, wie etwa das Geleitrecht (§ 14), und spricht diese teilweise auch den Städten ab und überträgt ihnen auch weitreichende Lehnsrechte (§ 20 – 23). Schließlich ist die Kaiserurkunde ein sehr bedeutsames Dokument, das den beginnenden Machtverfall des Kaisertums und den Aufstieg der Territorialfürsten markiert. Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst die Quelle formal und inhaltlich zu analysieren. Dabei wird das „Statutum“ zunächst in den historischen Kontext eingeordnet, um die Hintergründe für diesen Erlass zu verstehen. Anhand des Urkundenaufbaus soll wiederum nachgezeichnet werden in welcher Art und Weise der Erlass geschah. Die Fragestellung, welche Zugeständnisse Friedrich den Fürsten gegenüber gemacht hat und wie man diese bewerten könnte, soll den zentralen Analyseschwerpunkt bilden. Dabei sollen auch Merkmale staufischer Städtepolitik an den einzelnen Verfügungen des „Statutum“ deutlich gemacht werden. Schließlich werden die Auswirkungen des „Statutum“ auf die Herrschaft aller Beteiligten beleuchtet. Die Analyseergebnisse sollen letztendlich die Frage beantworten können, ob die Fürstenprivilegien ein Zeichen der geschwächten kaiserlichen Zentralmacht waren.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Altertum, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Sprache: Deutsch, Abstract: Die soziale Krise, die Tiberius Gracchus als erster zu lösen versuchte, war eine Agrarkrise. Dieser setzte sich an die Spitze der Unzufriedenen und forderte eine Bodenreform zur Problemlösung. Ohne Zweifel ist die historische Bedeutsamkeit der Agrarkrise immens, da sie die Grundlage für die Sempronische Agrarreform des Jahres 133 v. Chr. unter Tiberius Sempronius Gracchus darstellt. Theodor Mommsen sah die damalige Agrarkrise noch schärfer: Das Ackergesetz „war das einzige Mittel, um einen noch viel größeren, ja den Staat geradezu vernichtenden Übel, dem Untergang des italischen Bauernstandes, wenigstens auf lange hinaus zu steuern“. Der im Besitz des Gemeinwesens befindliche Grund und Boden (ager publicus) sollte nach geltendem Recht, das jedoch von den Großgrundbesitzern in der Vergangenheit missachtet bzw. umgangen worden war, zugunsten der Kleinbauern umverteilt werden. Diese Maßnahme war notwendig, nicht nur um das Recht wieder herzustellen, sondern auch um den römischen Bauernstand, der durch die Besitzgier der Reichen in Existenznot geraten war, zu stärken. Nur ein starker Bauernstand, der auf erblichem jedoch unverkäuflichen Land seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet, wäre in der Lage, das Milizwesen als Machtbasis Roms zu erhalten und somit auch die innere Sicherheit zu gewährleisten, die z. B. durch die Sklavenaufständen auf Sizilien (erster Sizilischer Sklavenkrieg von 135-132 v. Chr.) bedroht worden war. Daher beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Agrarkrise der römischen Republik und den Motiven hinsichtlich des ager publicus, die zu den Reformversuchen des Tiberius Gracchus und folglich zu einer Initiative für ein Ackergesetz führten. Unter Motiven sind die Beweggründe des Tiberius Gracchus, hinsichtlich einer Neuregelung zur Nutzung des ager publicus, zu verstehen. Die vorliegende Arbeit will versuchen, die komplexen Zusammenhänge zwischen den Motiven des Tiberius Gracchus und deren Ursachen aufzuzeigen. Seit Mommsen ist es üblich geworden, das Jahr 133 v. Chr. als das Epochenjahr der „Römischen Revolution“ zu sehen.
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.