Jugend von heute. Herausforderungen und Wertewandel in der Jugendkultur

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Note: sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Soziologie der Familie und des Lebenslaufs, Sprache: Deutsch, Abstract: Vergangene Semesterferien lernte ich eine Stadt kennen, die vermutlich sehr gut aktuelle Strömungen reflektiert: Bologna. Es war der Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Leuten, die hofften, die Situation der Iraker sei mit Hilfe einer militärischen Intervention zu verbessern und denen, die eine militärische Auseinandersetzung kategorisch ablehnten. An jedem Haus hingen mindestens drei bis vier ,manchmal sogar zwanzig oder mehr regenbogenfarbene Flaggen, mit „Pace“ (Frieden) in weithin sichtbaren Schriftzeichen aufgedruckt. Sowohl auf der Straße im leidenschaftlichen Disput zweier älterer Herren als auch in der Jugendherberge zwischen Jugendlichen war das Thema ein ständiger Begleiter. Nun kann man argumentieren, dass Bologna nicht unbedingt repräsentativ für alle jungen Menschen in Europa ist; dennoch stellt sich die Frage, ob der Irak-Krieg einen dauerhaften Einfluss auf die jungen Menschen hat, oder nur ein temporäres Phänomen darstellt. Lässt sich die heutige Jugend für höhere, mehr Menschen betreffende Ziele einspannen, oder hat sie mit sich selber schon genug zu tun?
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 14, 2003
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Pages
10
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ISBN
9783638216135
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Language
German
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Genres
Social Science / Research
Social Science / Sociology / Marriage & Family
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: befriedigend, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Schichtung, Ungleichheit, Mobilität, Sprache: Deutsch, Abstract: Als ich am Anfang meines Studiums stand, wurde mir Max Weber fast wie ein Heiliger präsentiert. Man hatte das Gefühl, dass Angriffe oder Kritik gegenüber ihm beinahe als Sakrileg abgetan werden. Universalgelehrt, unparteiisch und fast bis zur Selbstaufgabe im Dienste der Wissenschaft stehend, kam und kommt er mir vor wie der „Idealtypus“ eines rechtschaffenen Wissenschaftlers. Ich werde versuchen, auch durch die Erörterung seines Ungleichheitskonzepts, die Frage nach seiner Popularität zu beantworten. Max Weber wurde in Jahre 1864 als Sohn des nationalliberalen Abgeordneten Max Weber und Helene Weber geboren. Die liberale humanistische Erziehung durch seine Eltern prägten ihn sehr. Seine Mutter war zutiefst religiös. Er sah sich eher als Mitglied der bürgerlichen Klassen und nicht als Mitglied der Arbeiterschaft. Trotzdem hoffte er immer auf den friedlichen Ausgleich der Interessen im Staat. Nach dem ersten Weltkrieg war er sogar bereit in die SPD einzutreten, um ausgleichend zu wirken. Er begann Jus und Geschichte in Heidelberg zu studieren, als gerade der Kapitalismus seinen ersten Dämpfer bekam. Monopole machten der freien Konkurrenz zu schaffen. Z.B.: bestand die gesamte Elektroindustrie aus zwei Konzernen (AEG und Siemens). Die Arbeiter machten die Erfahrung, dass Errungenschaften auch ohne Klassenkampf mit Hilfe der SPD zu erreichen sind. All dies wirkte sich auf sein Weltbild aus. Wie Marx begann er soziologische Beobachtungen von Klassen und Schichen auf eine ökonomische Perspektive zu stellen. Das Thema seiner Dissertation 1892 war die „Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter“. Zwei Jahre später habilitierte er mit der Schrift „Römische Agrargeschichte mit ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“ und übernahm den Lehrstuhl für Nationalökonomie in Freiburg, obwohl er in diesem Fach keine „einschlägige Vorbildung“ genossen hatte. Bei seiner Antrittsrede erklärte sich Max Weber als Unterstützer des nationalen Machtstaats, obwohl er mit Liberalismus und persönlichen Freiheiten auch etwas anfangen konnte. Ebenfalls hatte er ein für ihn typisches soziales Interesse. Er war Mitglied im „Verein für Sozialpolitik“, sein Interesse galt aber der reinen wissenschaftlichen Auswertung und nicht der emotionalen Besetzung des Themas. Max Weber stand auch kurz vor einem Mandat als Nationalliberaler, aber da er sich den Parteien weniger als dem Staat verpflichtet fühlte, wurde aus dem nichts. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,0, Fachhochschule Erfurt (Fachbereich Sozialwesen), Veranstaltung: Geschlechterverhältnisse (gender studies) im Kulturenvergleich, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Prostitution wird seit ewigen Zeiten als das „älteste Gewerbe der Zeit“ bezeichnet. Durch jede Form von gesellschaftlichem Zusammenlebens zog sich das Phänomen „käufliche Liebe“. Auch im durchgeplanten System der ehemaligen DDR gab es Bedarf an weiblichen Prostituierten. In der Nachkriegszeit nicht vordergründig moralisch behandelt, änderten sich für sie die Umstände grundlegend mit der Einführung des neuen Strafgesetzbuches 1968 in DDR. Fortan galten die Freudenmädchen strafrechtlich als arbeitsscheu und gingen ihrer eigentlichen Bestimmung - arbeitstätig und Mutter zu sein - nicht nach. Auch das Strafmaß erhöhte sich enorm, womit sich der Staat erhoffte, Prostitution allmählich aus dem Bild der Öffentlichkeit entrücken zu können. Die Erwartung, das Phänomen der »leichten Mädchen« würde in der DDR bald aussterben1, wurde jedoch nicht erfüllt. Zwar reduzierte sich die Medienberichterstattung auf ein Minimum, jedoch gingen die meisten Prostituierten ihrer Tätigkeit in einem heimlicheren Rahmen weiterhin nach. Mit Beginn der 70er Jahre wurden dann zunehmend junge Frauen vom „Ministerium für Staatssicherheit“ (MfS) angeworben. Ihre Aufgabe: Intimbeziehungen zu Personen aus dem „Nichtsozialistischen Ausland“ herzustellen und damit in Kenntnis wichtiger Informationen und intimer Details zu gelangen. Bis zum Ende der DDR entwickelte sich die Prostitution weiter und es etablierten sich „Hochburgen“ wie Leipzig, Rostock oder Ost-Berlin. Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der DDR-Prostitution und den problematischen Umstand, dass sie in der DDR 1968 zwar strafrechtlich verboten, dennoch über die gesamte Existenz der Deutschen Demokratischen Republik hinweg vom „Ministerium für Sicherheit“ als Mittel der Spionage eingesetzt wurde. Auf theoretischer Grundlage August Bebels basierend, soll auch die Stellung der Prostitution in der sozialistischen Gesellschaft zur Antwortfindung einbezogen werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie, Note: sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Angewandte Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich war schon länger auf der Suche nach einem Bild, einem Aufhänger wie die Journalisten zu sagen pflegen. Eines Abends fand ich ihn. Es war an einem späten Montagabend, da sah ich, als ich am Jakominiplatz vorbei ging, einen Damenstiefel auf der Strasse. Da ein Stiefel wenig Sinn macht, begab ich mich auf die Suche nach dem Zweiten, der sich auch mehrere Meter entfernt finden ließ. Diese Damenstiefel waren an sich nichts besonderes, außer dass sie relativ teuer aussahen. Was ist nun so besonderes, dass ich sie in meine Arbeit einbaue? Man muss sich dies nur in einen kleinen Weiler oder überhaupt am Land vorstellen. Es wirkt schlicht und einfach sehr viel unwahrscheinlicher. Von den Schuhen auf ihren Besitzer zu schließen ist auf dem Land sehr viel einfacher als in der Stadt. Es gibt schlicht und einfach viel weniger Leute, denen dieser Schuh gehört haben können und man kennt sie alle. Somit merkt man wie unpersönlicher die Stadt ist und wie gezwungenermaßen persönlicher auf dem Land. Auch wenn die Dame nur aus Jux und Tollerei die beiden Stiefel in der Gegend verstreut war lässt sich das auch nur eher in der Stadt vorstellen. Erstens würde sich auf dem Land jeder am Kopf greifen und sich fragen was das für eine Verschwendung sei, die schönen Schuhe wegzuwerfen. Zweites gibt es in der Stadt tendenziell mehr Leute, die sich so einen Spaß leisten können. Vielleicht ist dies alles recht weit hergeholt, es zeigt jedoch, dass es prinzipielle Unterschiede im Wahrnehmen und Denken zwischen Land und Stadt geben muss.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: Gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Diplomandenseminar, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was macht das Leben lebenswert? „Etwa wenn man von Party zu Party rauscht? Ist es das Single-Leben?" fragt die österreichische Bildungsministerin. Ob die Jugend es sich gut gehen lässt oder nicht, ihre Einstellungen, ihre Sicht der Welt sind grundlegend anders, als die der vorangegangenen Generationen. Die heutige Jugend zeichnet etwas aus, das man ihr nicht vorwerfen kann, das aber viel zur Erklärung ihrer Einstellungen beiträgt: Wohlstand. Nicht nur auf der Altersachse, sondern auch auf der vertikalen Achse der sozialen Schichtung ist dies von Bedeutung. Je höher man auf der sozialen Leiter steht, desto weniger beeinflussen materielle Ängste die Werte der Menschen. Zum ersten Mal in systematischer Form hat diesen Prozess Ronald Inglehart in „The silent Revolution“ im Jahre 1977 beschrieben. Er wurde für seine These harsch kritisiert, ihm wurde aber auch die Funktion als „eye-opener“ zuerkannt. In Deutschland hat Helmut Klages in den Achtzigern Ingleharts Theorie modifiziert und auf die Bundesrepublik angewandt. Die Zeitschrift Mare kann man als Nutznießer dieses Wertewandels sehen. Ihr Gegenstand ist das Meer, jedoch in intellektueller und der Alltäglichkeit des materiellen Daseins enthobener Form. Diese Herangehensweise kennzeichnet prinzipiell alle Zeitschriften dieses Typs, seien sie nun zum Beispiel Geo oder auch National Geographic. Der Zweck dieser Magisterarbeit soll sein, die Leserschaft auf ihre postmaterielle Orientierung zu untersuchen. Die Grundthese ist: Es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Zeitschrift und der postmateriellen Orientierung ihrer Leserschaft.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: Gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Dplomandenseminar, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Gesellschaftlicher Wandel“ ist einer jener Begriffe, die anfangs einen klaren Eindruck hinterlassen. Bei näherer Betrachtung wirkt dieser Begriff jedoch oberflächlich und erfordert weitere Präzisierungen. Die Gesellschaft verändert sich! Welche genau? Wohin denn? Was ist ihr Ausgangspunkt? Wodurch werden die Änderungen bewirkt? Was ändert sich genau: die Struktur, die Affekte, die Werte oder alles zusammen? Diese Fragen sind präzise zu beantworten, bevor man eine Theorie gesellschaftlichen Wandels beurteilt. Sinnvoll ist es, diese Fragen in vier Gruppen einzuteilen: Was treibt die Gesellschaft an, was ist also der Motor gesellschaftlichen Wandels? Durch welche Mechanismen prägt uns die Gesellschaft? Und schlussendlich, was ist der Anfangszustand der Gesellschaft und in welche Richtung entwickelt sie sich? Dieses Schema wird an zwei Theorien gesellschaftlichen Wandels angewendet: der Zivilisationstheorie von Norbert Elias und der Postmaterialismusthese von Ronald Inglehart. Elias ́ Theorie umfasst einem Zeitraum vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert; Inglehart indes setzt seinen zeitlichen Schwerpunkt heute an. Um besser vergleichen zu können, werden die Theorien ohne historischen Bezug wiedergeben. Im Zentrum stehen die Schlüsselbegriffe der Autoren - in der Arbeit in GROSSBUCHSTABEN gesetzt. In Summe gibt es mehr Schlüsselbegriffe in den Ansätzen, als hier vorkommen. Dies ist besonders bei Elias der Fall, da seine Theorie breiter angelegt ist, als jene von Inglehart. Daher werden hier nur die Begriffe besprochen, die sich direkt auf den Prozess der Zivilisation beziehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie, Note: sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Angewandte Soziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich war schon länger auf der Suche nach einem Bild, einem Aufhänger wie die Journalisten zu sagen pflegen. Eines Abends fand ich ihn. Es war an einem späten Montagabend, da sah ich, als ich am Jakominiplatz vorbei ging, einen Damenstiefel auf der Strasse. Da ein Stiefel wenig Sinn macht, begab ich mich auf die Suche nach dem Zweiten, der sich auch mehrere Meter entfernt finden ließ. Diese Damenstiefel waren an sich nichts besonderes, außer dass sie relativ teuer aussahen. Was ist nun so besonderes, dass ich sie in meine Arbeit einbaue? Man muss sich dies nur in einen kleinen Weiler oder überhaupt am Land vorstellen. Es wirkt schlicht und einfach sehr viel unwahrscheinlicher. Von den Schuhen auf ihren Besitzer zu schließen ist auf dem Land sehr viel einfacher als in der Stadt. Es gibt schlicht und einfach viel weniger Leute, denen dieser Schuh gehört haben können und man kennt sie alle. Somit merkt man wie unpersönlicher die Stadt ist und wie gezwungenermaßen persönlicher auf dem Land. Auch wenn die Dame nur aus Jux und Tollerei die beiden Stiefel in der Gegend verstreut war lässt sich das auch nur eher in der Stadt vorstellen. Erstens würde sich auf dem Land jeder am Kopf greifen und sich fragen was das für eine Verschwendung sei, die schönen Schuhe wegzuwerfen. Zweites gibt es in der Stadt tendenziell mehr Leute, die sich so einen Spaß leisten können. Vielleicht ist dies alles recht weit hergeholt, es zeigt jedoch, dass es prinzipielle Unterschiede im Wahrnehmen und Denken zwischen Land und Stadt geben muss.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Geschichte der Soziologie II: Gegenwartsoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Der symbolische Interaktionismus ist im Gegensatz zu anderen soziologischen Theorien vorallem auf die kleinen Zusammenhänge in konkreten Situationen ausgerichtet. Die Richtung entstand um die Jahrhundertwende in den USA, vorallem in Chicago. Zu dieser Zeit gab es eine große Anzahl von Einwanderern, die sich zum großen Teil in den Städten auf der Suche nach Arbeit niedergelassen hatten. Die Industrialisierung hatte das Leben der Menschen grundlegend verändert und das nicht nur zum Guten. Dies alles schlug sich natürlich auch auf den Universitäten nieder. Man verstand sich oft als „Anwälte sozialer Reformen“ und hatte den Anspruch, Menschen irgendwie zu helfen. So auch Herbert Mead, der als Begründer des Symbolischen Interaktionismus gilt. Man wollte ein neues Konzept entwickeln, aus dem sich das menschliche Handeln „verstehen“ ließe. Große gesellschaftliche Vorgänge zu „erklären“, war nicht das Ziel dieser Richtung. Es geht darum dem menschlichen Handeln einen Sinn abzugewinnen. Wie der Name schon sagt, steht die Interaktion im Mittelpunkt. Mead unterscheidet zwei Arten: „Nicht-symbolische“ und die „symbolische“ Interaktion. Die Letztere unterscheidet sich dadurch von der Ersteren, dass das Ergebnis noch nicht feststeht und erst durch Austausch von Gesten und Symbolen ausgehandelt wird. Diese Symbole können verbal oder nonverbal sein; auf jeden Fall hat das Symbol die Eigenart, dass es nicht nur in dieser speziellen Situation, sondern z.B. in der gesamten Gesellschaft verstanden wird. Im symbolischen Interaktionismus wird davon ausgegangen, dass die Menschen aufgrund der Bedeutung handeln, die die Dinge für sie haben. Sie entsteht in der Interaktion zwischen Menschen und wird mit Symbolen ausgedrückt. Die Bedeutung ist aber nicht für alle Mal festgelegt, sondern wird immer neu interpretiert und festgelegt. Eng verbunden mit dem Symbolischen Interaktionismus ist die Rolle. Sie wird einem nicht total von vorne bis hinten vorgegeben, sondern man macht sie zu einem guten Teil selber. Man versetzt sich in die Rolle des anderen und gestaltet derweil seine eigene aus. Hat man seine eigene Rolle gefunden und kann man die seines Gegenüber genau einschätzen, ist Rollenhandeln möglich. Zugleich mit der Konstruktion und der Festigung einer Rolle ergibt sich die Identität. Man ist sich seiner Rolle bewusst geworden. Durch Rollenübernahme des anderen erklärt Mead aber auch das Erwachsenwerden von Kindern. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: befriedigend, Karl-Franzens-Universität Graz (Soziologie), Veranstaltung: Schichtung, Ungleichheit, Mobilität, Sprache: Deutsch, Abstract: Als ich am Anfang meines Studiums stand, wurde mir Max Weber fast wie ein Heiliger präsentiert. Man hatte das Gefühl, dass Angriffe oder Kritik gegenüber ihm beinahe als Sakrileg abgetan werden. Universalgelehrt, unparteiisch und fast bis zur Selbstaufgabe im Dienste der Wissenschaft stehend, kam und kommt er mir vor wie der „Idealtypus“ eines rechtschaffenen Wissenschaftlers. Ich werde versuchen, auch durch die Erörterung seines Ungleichheitskonzepts, die Frage nach seiner Popularität zu beantworten. Max Weber wurde in Jahre 1864 als Sohn des nationalliberalen Abgeordneten Max Weber und Helene Weber geboren. Die liberale humanistische Erziehung durch seine Eltern prägten ihn sehr. Seine Mutter war zutiefst religiös. Er sah sich eher als Mitglied der bürgerlichen Klassen und nicht als Mitglied der Arbeiterschaft. Trotzdem hoffte er immer auf den friedlichen Ausgleich der Interessen im Staat. Nach dem ersten Weltkrieg war er sogar bereit in die SPD einzutreten, um ausgleichend zu wirken. Er begann Jus und Geschichte in Heidelberg zu studieren, als gerade der Kapitalismus seinen ersten Dämpfer bekam. Monopole machten der freien Konkurrenz zu schaffen. Z.B.: bestand die gesamte Elektroindustrie aus zwei Konzernen (AEG und Siemens). Die Arbeiter machten die Erfahrung, dass Errungenschaften auch ohne Klassenkampf mit Hilfe der SPD zu erreichen sind. All dies wirkte sich auf sein Weltbild aus. Wie Marx begann er soziologische Beobachtungen von Klassen und Schichen auf eine ökonomische Perspektive zu stellen. Das Thema seiner Dissertation 1892 war die „Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter“. Zwei Jahre später habilitierte er mit der Schrift „Römische Agrargeschichte mit ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“ und übernahm den Lehrstuhl für Nationalökonomie in Freiburg, obwohl er in diesem Fach keine „einschlägige Vorbildung“ genossen hatte. Bei seiner Antrittsrede erklärte sich Max Weber als Unterstützer des nationalen Machtstaats, obwohl er mit Liberalismus und persönlichen Freiheiten auch etwas anfangen konnte. Ebenfalls hatte er ein für ihn typisches soziales Interesse. Er war Mitglied im „Verein für Sozialpolitik“, sein Interesse galt aber der reinen wissenschaftlichen Auswertung und nicht der emotionalen Besetzung des Themas. Max Weber stand auch kurz vor einem Mandat als Nationalliberaler, aber da er sich den Parteien weniger als dem Staat verpflichtet fühlte, wurde aus dem nichts. [...]
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