Wer hat ein Recht auf Leben?

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,3, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Bio- und Medizinethik. Problemstellungen, Grenzziehungen und Paradigmenwechsel im Christentum, Islam und Judentum, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Abtreibung und Euthanasie sind zwei Themen, die zum Einem kontrovers diskutiert werden, da es die unterschiedlichsten Meinungen dazu gibt, zum Anderen werden sie aber auch all zu gern tot geschwiegen. Zwar hat das Thema Abtreibung in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen Sprung in die gesellschaftliche Diskussion geschafft, aber Euthanasie will nicht so recht in unser Bild der hoch entwickelten Gesellschaft hineinpassen, behandelt es doch Bereiche, die mit Krankheit, Leid und Schmerzen zu tun haben. Es ist absolut notwendig, dass darüber geredet wird, wie man Menschen (welchen Alters auch immer) helfen kann, die keine Aussicht auf Heilung haben können und unter schmerzhaftesten Bedingungen leben müssen. Praktiken, die heutzutage durchgeführt werden um einen zumindest schnelleren Tod herbeizuführen, wie die passive Sterbehilfe, befinden sich nach wie vor im Graubereich der Illegalität, sodass Jeder, der sich an ihnen beteiligt, Gefahr läuft dafür belang zu werden. Auch das so viel beschworene Patiententestament bringt zum heutigen Zeitpunkt keine Sicherheit auf humanes Sterben, da auch die Ärzte nicht zu hundert Prozent darauf bauen können straffrei auszugehen, wenn ein solches Schreiben vorliegt. In seinem Buch „Praktische Ethik“ geht Peter Singer auf diese Themen ein, indem er auf rationale Weise zu beschreiben versucht, warum und in welchen Fällen Euthanasie gerechtfertigt ist bzw. gerechtfertigt sein muss. Dabei entwickelt er neue Ansätze auf der Basis des Präferenzutilitarismus, um alten, konservativen Argumenten entgegensteuern zu können bzw. die bisherigen liberalen Ansätze zu korrigieren. In dieser Arbeit soll es hauptsächlich um das Thema Euthanasie und Singers spezielle Sichtweise auf die Tötung behinderter Säuglinge gehen, da dies diejenigen Punkte sind, die den moralischen Auffassungen unserer Gesellschaft am meisten widerstreben dürften. Es soll geprüft werden, wie er (auf rationalen Weg) zu seinen Anschauungen kommt und ob das, was er als Ergebnisse vorzulegen hat tatsächlich brauchbar ist, um die Diskussion um Euthanasie zu bereichern.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Apr 12, 2005
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Pages
20
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ISBN
9783638364843
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Language
German
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Genres
Philosophy / General
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Content Protection
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Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 2,0, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Politischer Islam, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit den Attentaten des 11. September 2001, meldete sich neben Osama bin Laden auch ein Land zurück auf der Bühne der internationalen Politik, dass lange Zeit fast vergessen war. Das Gespenst „Taliban“ war nun wieder in aller Munde, obwohl eigentlich niemand so recht wusste, wer diese Taliban sind, was sie mit ihrer Politik bezwecken und woher sie kamen. Taliban wurde all zu oft gleichgesetzt mit internationalem Terrorismus, was so allerdings nicht ganz zutreffend ist und so war der Krieg gegen diesen Terrorismus folglich auch ein Krieg gegen die Taliban. Was jahrelang versäumt wurde sollte nun, Ende 2001, so schnell wie möglich erledigt werden – Veränderung der Umstände in Afghanistan. Jetzt schmiedete man eine weltweite Koalitionen aus den verschiedensten Ländern, die allesamt und gemeinsam gegen diesen Feind der westlichen Zivilisation vorzugehen gedachte, das was man seit spätestens 1996 nicht im Stande war zu vollbringen, geschah nun mit rasender Geschwindigkeit. Wer aber diese Taliban nun tatsächlich sind, wissen immer noch die wenigsten. Bis auf wenige Dinge, wie zum Beispiel die Burqa als Pflichtbekleidung für Frauen, weiß man in der Regel nicht viel über Afghanistan unter der Führung der Taliban. In dieser Arbeit will ich auf diese Dinge eingehen, indem ich versuchen werde, die geistigen Ursprünge zu erläutern, die politische Situation Afghanistans vor den Taliban zu schildern und die Denkweise der Taliban darzulegen. Dabei soll auf zu viele Einzelheiten des afghanischen Bürgerkrieges und Feldzuges der Taliban verzichtet werden. Auch will ich auf die internationale Politik und die Außenpolitik der Taliban nicht weiter eingehen.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 1,3, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Thomas von Aquin-Gregor Palamas, Scholastik und Hesychasmus, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Philosophie und Theologie sind im Grunde zwei Wissenschaften für sich und dennoch überschneiden sie sich des Öfteren in den Themen bzw. Fragen, die sie behandeln. Das war auch im Islam nicht anders. Besonders bis in das 12. Jahrhundert gab es regen Austausch zwischen diesen Wissenschaften, aber auch große Streitigkeiten. Zum Ersten kann man sagen, dass sich die Theologen immer wieder gern des philosophischen Werkzeuges bedienten, um ihre theologischen Standpunkte verteidigen zu können. So war zum Beispiel in der theologischen Schule der Mu ́tazila die Demonstration und die Dialektik beliebt, wenn es darum ging ihre „Gegner“ innerhalb der eigenen Reihen und auch außerhalb derer zu widerlegen.7 Aber dennoch waren sie Theologen, also Wissenschaftler die in erster Linie die offenbarten Texte als Grundlage nahmen, um zu tieferen Wahrheiten vorzudringen. Die Wahrnehmbare Welt galt ihnen nur als Mittel der Beweisführung. Anders bei den Philosophen dieser Zeit. Für sie galt die Philosophie selbst als die Wissenschaft, mit deren Hilfe man die absolute Wahrheit würde finden können, auch wenn sie sich als gläubige Muslime sahen. Die Religion war ihnen für das einfache Volk mit weniger Bildung gedacht und hatte auch da ihre Berechtigung. Es zeichnet sich also an dieser Stelle bereits ab, dass das Verhältnis zwischen diesen beiden Wissenschaften nicht immer das Beste war. Um diesen Umstand soll es in dieser Arbeit gehen. Dazu werden drei Gelehrte aus dem Islam vorgestellt, die als führende Vertreter ihrer Zeit hauptsächlich in diesem Streit verwickelt waren bzw. diesen stellvertretend für andere führten. Dies sind Ibn Sīnā (Avicenna), al-Ġazālī und der schon erwähnte Ibn Ruschd (Averroes). Die unterschiedlichen Stellungen hinsichtlich der Wissenschaften hatten logischer Weise auch zur Folge, dass die verschiedensten Theorien hinsichtlich theologischer und philosophischer Fragen entwickelt wurden. Eine solche Frage war zum Beispiel auch diejenige nach der Beweisbarkeit Gottes, welche neben den Divergenzen hinsichtlich der Wissenschaft im Allgemeinen in dieser Arbeit vorgestellt werden soll. Man kann sich denken, dass diese Beweise höchst unterschiedlich ausgefallen sind.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte, Note: 1,0, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Lektüre von Ernst Tröltsch: Protestantisches Christentum und Kirche in der Neuzeit (1906/09/22), 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit seinem Buch „Protestantisches Christentum und Kirche in der Neuzeit“ versuchte Ernst Tröltsch den geschichtlichen Wandel des Protestantismus von seinem Beginnen an, bis hin zur Neuzeit, darzustellen. Dabei geht es ihm vor allem um eines: Er will deutlich machen, dass es zwischen dem Protestantismus eines Luther, Zwingli oder Calvin und demjenigen, welchen er in seiner Zeit vorfand, eindeutige Unterschiede gibt. Dies wird schon deutlich bei seiner Wortwahl. Das was der Protestantismus zu seinen Anfängen war, bezeichnet er als „Altprotestantismus“ und das was er in der Neuzeit darstellte, wird von ihm als „Neuprotestantismus“ gekennzeichnet. Aber diese Wortwahl macht auch einen weiteren Punkt deutlich. Beide Formen des Protestantismus sind nicht zwei gänzlich unterschiedliche Arten der Religion, bei denen nur noch eine Beziehung in der Namensgleichheit besteht. Vielmehr versucht er deutlich zu machen, dass zwischen beiden eine eindeutige Beziehung zu finden ist. So stand für ihn fest, dass auch schon der Altprotestantismus jenen modernen Geist in sich trug, der dann im Zuge der Aufklärung zur vollen Blüte kommen konnte. So hat der Protestantismus die religiöse Gemeinschaftsbildung auf das Prinzip der Freiwilligkeit übertragen und er hat ein völlig emanzipiertes weltliches System neben sich anerkannt, auf dessen Beeinflussung der Neuprotestantismus, im Gegensatz zum Altprotestantismus, verzichtet.1 So wird der Neuprotestantismus fester Bestandteil der modernen Welt und er vermag es mit der neuen, emanzipierten und weltlichen Kultur in Wechselbeziehung zu treten. In dieser Arbeit soll es nun hauptsächlich um zwei Dinge gehen. Zum einem sollen die Ausführungen Tröltsch zur Englischen Revolution und deren, seiner Meinung nach, gravierenden Einschnitte für die europäische Kultur und vor allem für den Protestantismus zusammengefasst dargestellt werden, um dann im Weiteren zu untersuchen, ob man diesen Einschätzungen folgen kann. Die Frage des zweiten Teils wird also sein: Kann man sagen, dass die Englische Revolution tatsächlich den europäische gesellschaftlichen Umschwung derart forciert hat, wie Tröltsch dies einschätzt? Dabei soll auf die rein geschichtlichen Ereignisse der Revolution nur in soweit eingegangen werden, als dies für diese Fragestellung von Bedeutung ist.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,0, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Frauen und Religion im modernen Westasien, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Fatema Mernissi und Nawal El Saadawi sind zwei muslimische Feministinnen, die viele Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede aufzuweisen haben. Ihnen gemeinsam ist zunächst der Kampf um die Gleichstellung der Frau innerhalb der muslimischen Gesellschaften, die Ansicht, dass man mit dem Schreiben vieles bewirken kann, indem man neue Ideen verbreitet und eine Alternative zu der öffentlich zugelassenen Meinung bietet, um so die Menschen zum Nachdenken zu bringen und die Tatsache, dass sie auch den Leser außerhalb der muslimischen Welt erreichen möchten. Unterschiedlich sind sie zunächst vordergründig durch ihre Art des Schreibens. Mernissi geht eher den wissenschaftlichen, zuweilen auch journalistischen Weg, Saadawi versucht ihre LeserInnen hauptsächlich mit Romanen zu erreichen, in denen sie auf eindringliche Weise das Leben der einfachen Frauen und deren Probleme schildert, um darauf aufmerksam zu machen. Aber sie unterscheiden sich auch durch ihre Herangehensweise. Mernissi ist von Haus aus Soziologin und sucht nach komplexen Zusammenhängen von Gesellschaft, Individuum, Geschichte, Politik und Globalisierung. Saadawi wiederum zeichnet in ihren Romanen das Leben der einfachen Menschen nach und ist daran interessiert, deren Probleme in den Vordergrund zu stellen. Doch zeigt sie auch, dass auch dieses einfache Leben in größere Zusammenhänge eingebunden ist, die dem Einzelnen oft verborgen bleiben. Was die großen, globalen Zusammenhänge betrifft, so thematisiert sie diese auf ihren Vorträgen und in ihren Interviews. Auch Saadawi ignoriert die großen, geopolitischen Zusammenhänge nicht und kommt Mernissi somit wieder nahe. Man hat es also doch mit zwei sehr ähnlichen Frauen zu tun. Diese Ähnlichkeit muss nur entdeckt werden. In dieser Arbeit soll es um diese beiden Feministinnen gehen, wobei jeweils eine kurze Biographie vorangestellt werden soll, ehe ich auf die jeweiligen Konzepte der Gesellschaftskritik eingehen will. Das Ganze kann leider nur in kompackter, also sehr kurzer Form geschehen, da der Rahmen dieser Arbeit leider keine ausführliche Darstellung der beiden Frauen und deren Gesellschaftskritiken zulässt.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,7, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Einführung in den Islam, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Gott hat keine Ewigkeitsattribute, da die Ewigkeit bereits ein formales Attribut seines Wesens ist. Die Verwendung solcher Attribute führt dazu, dass mehrere verschiedene Ewigkeiten geschaffen werden, was dem Wesen Gottes zuwiderläuft. Wer Gott ein Ewigkeitsattribut zuschreibt, postuliert eine neue Ewigkeit und in letzter Konsequenz einen neuen Gott." Dies ist einer von mehreren Grundgedanken, die Anfangs des achten Jahrhunderts von rationalistischen Theologen des Islams aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Mit Aufstieg der Rationalisten kam es in der islamischen Theologie zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Gedankengut orthodoxer Theologen, da mehrere Grundfesten des orthodoxen Gedankengutes angegriffen, wenn nicht sogar für nichtig erklärt wurden, bis bei nahe zu einer Aufhebung der Idee von Gott. Zur Zeit der Entstehung der rationalen Theologie, aus der sich die Mu′tazila herausentwickelten, fanden in der islamischen Theologie mannigfaltige theologische Diskurse statt, was nicht zuletzt daran lag, dass der Islam mit seiner Ausbreitung immer häufiger auf andersgläubige Bevölkerungsschichten stieß, aber auch daran, dass sich die islamische Welt in einer Zeit des Umbruches und Zersplitterung befand. In diesem Diskurs versuchten die Mu′tazila scheinbare Widersprüche und Unklarheiten im Koran zu lösen, indem sie versuchten, Antworten zu finden, die rein rational begründet werden können und somit dem menschlichen Verstand zugänglich sein müssten. Die Mu′tazila stellen eine im frühen islamischen Rationalismus entstandene Schule dar, die sich in Zeiten weitreichender Umbrüche der islamischen Welt sowohl theologisch, als auch politisch etablieren konnten und letztendlich selbst sehr einflussreich wurden. Diese Arbeit soll Herkunft und Entwicklung der Mu′tazila beschrieben, theologische Dogmen erläutert und Herangehensweisen an Fragen der Theologie erklären, ohne dabei zu sehr auf alle beteiligten Personen und jede Art der politischen Umstände einzugehen, was allerdings nicht immer ganz möglich sein dürfte, wie sich im folgendem zeigen wird.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,3, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Seminar: Bibel und Koran. Unterschiede und Gemeinsamkeiten, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der heutigen Diskussion zwischen der so genannten „westlichen Welt“ und der „Welt des Islams, sei es auf internationaler Ebene oder aber auch innerhalb multikultureller Gesellschaften, wird all zu gern darauf hingewiesen, dass es Bereiche in diesen Kulturen gibt, die scheinbar nicht miteinander zu vereinbaren sind. Ein wesentlicher Aspekt, der dabei immer wieder als Kritikpunkt hinsichtlich des Islams angebracht wird ist die Behandlung von Frauen und dabei das am Häufigsten, was uns als Europäer als erstes ins Auge fällt: Die Verschleierung als Synonym der Unterdrückung. Im Anblick eines Kleidungsstücks glauben viele das finden zu können, was den Islam so anders und unverständlich macht und nicht zuletzt warum er der „westlichen Aufklärung“ bedarf. In dieser Arbeit soll es um diesen Schleier gehen. Allerdings nicht um die Frage, ob es angebracht ist, dass Muslime den Schleier in öffentlichen Ämtern tragen dürfen oder nicht, sondern um die Frage, woher dieser Schleier stammt. Kann man mit Hilfe des Korans das Verschleierungsgebot stützen oder muss man sich nicht doch die Frage stellen, ob der Schleier das Produkt der islamisch-theologischen Auslegungsgeschichte ist. Dabei soll es aber nicht bleiben. Die oben schon kurz beschriebe Art und Weise der Diskussionsführung, nämlich lediglich darauf hinzuweisen, dass es kulturelle oder auch religiöse Aspekte im Islam gibt, die so gar nicht mit den Gewohnheiten der „westlich-christlichen Welt“ zusammenpassen wollen, reicht meines Erachtens nicht aus, um einen produktiven Dialog herstellen zu können. Um einen solchen Dialog in Gang bringen zu können, sollte man sich auch mit der eigenen Kultur auseinander setzen und sich die Frage stellen, ob nicht auch die eigenen Schriften, welche Grundlage der Kultur sind, zumindest das Potential in sich tragen ähnliche Formen der Kleidervorschriften und Unterdrückung der Frauen hervorbringen zu können. Deshalb soll auch die Frage behandelt werden, ob die Bibel den Frauen ebenso das ein oder andere im Hinblick auf die Kleiderordnung mitgibt und wie dieses zu bewerten ist.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 2,0, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Für Gott, Zum Märtyrerkonzept im Christentum und Islam, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Tod des Propheten Muhammad und die Tatsache, dass er selbst keine Regelung für seine Nachfolge getroffen hatte, stellte die junge islamische Gemeinde vor ihr wohl größtes Problem und war Beginn eines Prozesses, der zur Spaltung der Umma führen sollte. Neben kleineren Abspaltungen wie die Charigiten, oder auch die Murgia, welche weniger Bedeutung erhalten sollten, kam es im Jahre 680, nach der Schlacht von Kerbala, zum größten Schisma der islamischen Gemeinde, welches bis heute nicht überwundern werden konnte. Bei all diesen Auseinandersetzungen ging es stets um die Frage, wie der Nachfolger des Propheten und der Führer der Gemeinde zu wählen ist, man hatte es also anfänglich mit einem politischen Problem zu tun, aus dem sich eine eigenständige religiöse Gemeinde bilden sollte. Von daher sind die Unterschiede zwischen sunnitischem und schiitischen Islam auch nicht so groß, wie oftmals angenommen. Für beide Gruppen ist der Koran die zentrale Schrift, das Gebet steht im Mittelpunkt des religiösen Leben, die Wallfahrt sollte jeder Moslem mindestens einmal in seinem Leben vollzogen haben usw. Eines der bedeutenden Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Gruppen sind die schiitischen Gedenktage im Monat Muharram, die Asura-Bräuche und die Gedächtnisfeiern vierzig Tage später, welche an die Schlacht von Kerbala und das Martyrium des dritten Imams al-Husain erinnern, ein Ereignis, welches grundlegend zum schiitischen Selbstverständnis und einer eigenständigen Religiosität geführt hat. In dieser Arbeit soll es weniger um die Asura-Bräuche gehen, als um die geschichtlichen Hintergründe, die zur Schlacht bei Kerbala geführt haben und aus einer eher politischen Bewegung eine religiöse Gemeinschaft werden ließ, da es wichtig ist diese Vorkommnisse zu kennen, um die schiitische Religion zu verstehen.
Marko Tomasini
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft, Note: 1,3, Universität Erfurt, Veranstaltung: und Interpretation von Texten aus dem Buddhismus, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Buddhismus, als eine der drei Weltreligionen, ist ein umfassendes Konzept, welches sich überwiegend mit den Menschen, seinem Leben und seinem Leid beschäftigt. Er zeigt einen Ausweg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten und somit aus dem Leid der Menschen, hin zur Erleuchtung und der Erlösung im Nirvana. So soll man versuchen in jedem Leben, was man durchlaufen muss, die moralischen Normen so gut es geht einzuhalten, um darauf in ein besseres Leben wiedergeboren zu werden. Mit jeder Stufe aufwärts, kann man die buddhistische Moral ein Stück besser verfolgen, denn ein besseres Leben heiß auch größere Unabhängigkeit. Dieses gut durchdachte Konzept, mit tiefen philosophischen Weltanschauungen, hat den Nachteil, nicht besonders „alltagstauglich“ zu sein, da es immer auf die Zukunft ausgerichtet ist, keine Lösung aber für die alltäglichen Sorgen und Ängste bietet. Auch war nach dem Tod Sakyamunis kein Lehrmeister mehr da, so dass sich die Entwicklung dahingehend änderte, dass Sakyamuni nicht das blieb, was er war: „Der Lehrmeister der Menschen“ (und Götter), sondern er wurde selbst zum Gott. Mit der Entwicklung des Mahayana-Buddhismus, wurde schließlich eine Entwicklung eingeleitet, die es dem einfachen Volk erlaubte weitere Buddhas zu kreieren, zu denen dann auch Amitabha, der Buddha des westlichen reinen Landes gehörte, welcher eine besondere Position einnehmen sollte, da er einen der einfachsten Wege zur Erleuchtung zu bieten hatte. Auf den nächsten Seiten möchte ich auf diese Entwicklungen innerhalb des Buddhismus eingehen, wobei ich auch versuchen werde, die Herkunft des Buddha Amitabha zu klären und die Umstände die zu seiner Entwicklung führten, wobei ich seine Verbreitung nach China und Japan leider nur am Rande streifen kann, da dieses Thema eine eigene Arbeit benötigt hätte.
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